THE AMAZING SPIDERMAN: 6/10
Für mich ist der Film nicht das, was ich unter Spiderman erwarte.
Es war ein Teenie-Film mit ein wenig Comic.
An sich ganz nett. Emma Stone hat ihre Aufgabe gemeistert, der Spider-Man konnte eher weniger überzeugen.
Der Film entzieht sich einfach direkten Vergleich mit der Konkurenz, weil er die Charaktere völlig überworfen hat.
Display Spoiler
Spidermans Freundin ist total das Nerdmädchen und steht voll auf ihn. Außerdem verrät er ihr seine Identität mal eben so nebenbei (das fand ich im übrigen sehr gut und es hätte den Film ruiniert, wenn er das unter diesen Umständen nicht getan hätte).
Parker ist nicht wirklich der uncoole Nerd, sondern ein Skater-boy, der einfach keine Freunde hat.
Außerdem war sein Vater ein bedeutender Wissenschaftler, der für seine Arbeit ermordet wurde. Damit ist Peter nicht mehr der unbedeutende Niemand, der auf einmal die Chance seines Lebens bekommt und zeigt, dass man keine besondere Vorgeschichte braucht, um etwas bewegen zu können.
Nicht ganz unwichtig ist auch, dass seine Familie wohlhabend ist (auch seine Tante/Onkel).
Achja: Peter Parker trifft nie den Mörder seines Onkels an und steht auch nie wirklich in einem Gewissenskonflikt.
Die Punkte, welche ich in den Spoiler gepackt habe und viele andere Einzelheiten verändern nicht nur den Charakter der ganzen Geschichte, sondern nehmen ihr auch viel Tiefe.
Die gewohnt spritzig frechen Sprüche von Spiderman kommen selten und dann nur halbwegs lustig.
Der Film bekommt von mir seine Punkte, weil er kein Abklatsch der alten Filme ist und ansich ein ordentlicher Film ist.
3 Punkte hat er verloren, weil er für mich kein Spiderman-Film ist und kaum Tiefe mit sich bringt.
1 Punkt verliert er dann noch, weil es teilweise wirklich schwachmatische Stellen gibt (z.B. die von Tok angesprochenen).
Die Kranstraße kommt von der Überlegung her, was für Probleme diese Schwung-Fortbewegung mit sich bringt (laut Interview mit Regisseur). Aber die Szene ist lieblios in den Film gepresst.