Resident Evil 5
8/10
Die Steuerung ist angenehm und relativ einfach. Mit vier verschiedenen Steuerungen die man auswählen kann, ist auch für jederman etwas dabei.
Gerade das man bestimmte Waffen auf die Pfeiltasten legen kann, hilft gut im Gefecht. So kann man gut mit der Sniper arbeiten und mal ratz fatz auf das MG bzw. die Shotgun umswitchen. Laufen und schießen ist nicht möglich! Find ich gut, so muss man etwas taktischer arbeiten.
Man findet sich schnell ins Spiel ein, allerdings findet man manchmal erst relativ spät heraus, wie man ein "Mob" schnell und ohne viel Munitonsverbrauch tötet. Das hebt den Spaß an, da man vor 5min noch mit vollen Waffen dagestanden hatte und sich jetzt doch wieder mit der Pistole zufrieden geben muss. Bei einigen Endgegner spielt man auch mal bis zu 45min. bis sie in die Knie gezwungen werden. So fühlt man sich relativ stolz wenn das Vieh endlich das weite sucht bzw. zerstückelt wird.
Was für mich Vor- und Nachteil ist, das man sein Inventar IMMER behält. Sollte man also ein Spiel starten und ist entsprechend weit gekommen und möchte das Spiel aus irgendwelchen Gründen NOCHMAL von vorne spielen, kann man die schon vorhandenen Waffen nutzen oder auch einfach in die Kiste legen und so tun als ob man das Spiel das erste mal spielt.
Nachteil ist, wenn man diese Waffen aus dem alten Spielstand nutzt, das die Munition dann wieder für alle Spielstände aufgebraucht ist. Sollte man also Muniprobleme haben, spielt man einfach einen Abschnitt, in dem es relativ viel Muni gibt. Schon ist man wieder voll aufgerüstet. Selbstkontrolle ist bei RE5 meiner Meinung nach, gefragt.
Sehr schön ist das kaufen von Waffen und das "tunen". Anfangs denkt man eher daran nur den Schaden aufzurüsten oder kritische Treffer. Sein Magazin zu erweitern scheint erst sinnlos, da das nachladen relativ schnell geht und man leicht die Zombies auf Distanz halten kann. Hat man aber seine Pistole von 10 auf ein 50er Magazin aufgerüstet, hat man schon wieder einen Slot im Inventar frei, der das ein oder andere grüne Kraut mitgehen lässt. Die Munitonsaufbewahrung findet nämlich dann in der Waffe selbst statt.
Es ist möglich Pistole, MG, Sniper/Gewehr und ne Shotgun mit sich zu schleppen. Allerdings hat man dann nicht mehr viel Platz für Kräuter, Spray, Munition und Schutzwesten. Man kann also selbst entscheiden wie man seinen Charakter ausrichtet.
Sehr nettes Feature ist, das man das Spiel zu zweit spielt. Entweder mit einer KI oder einem Kumpel über Inet bzw. Splitscreen. Die KI verhält sich relativ gut und schießt nicht nur wenn eine Kreatur auf sie zurennt, sondern auch auf einen selbst. Allerdings nimmt sie nicht immer die beste Waffe und arbeitet so manchmal uneffektiv.
Das Spiel mit einem Kumpel zu spielen, ist allerdings 10mal besser. Gerade weil man sich dann wegen Muni abspricht und man oft Sätze hört wie: "Haste mal noch Pistolenmuni?","Da sind Hunde, ich brauch dich hier mit der Schrot". Gerade wenn der Kollege dann auch mal in Panik kommt, lässt man sich da mal gern mitgreisen. Teamplay ist gefragt und es ist auch gut so.
Was sehr enttäuscht ist das die Motivation fehlt wenn man es einmal durchgespielt hat. Es ist kein Spiel, bei dem ich jetzt sagen würde: "Geil, nochmal". Es fällt eher nur: "Das war geil! Aber jetzt keine Lust mehr". Man kennt einfach alles und weiß wie man die Gegner schnell metzelt. Der Überaschungseffekt fehlt total. Logischerweise.
GANZ DICKES MINUS: Sobald keine Gegner in der nähe sind, ist keine Musik zu hören. Manchmal hört man sogar erst Musik und dann kommen die bösen Buben. So weiß man immer ob man in Sicherheit ist oder nicht. Das hatte die Spannung total aus dem Spiel genommen. So konnte man bei KEINER Musik, locker flockig sich umsehen und nach Muni bzw. Geld ausschau halten.
Acht von Zehn Punkten weil sich Capcom nicht mit dem Horror treu geblieben ist und ein gutes Actionspiel, mit kleinen aber hinnehmbaren Fehlern auf den Markt gebracht hat.