Jede beliebige Staatsform - sei sie noch so so gut überlegt - wird an der Dummheit des Menschen scheitern.
Und nur weil die Mehrheit sagt, dass etwas richtig ist, heißt das noch lange nicht, dass es wirklich richtig ist (Galileo ...), aber was ist schon wirklich richtig und wirklich falsch. Subjektive Begriffe, geprägt von eben dieser Mehrheit, objektiv verwendet. Medien und Halbwissen beeinflussen die Masse (wovon ich mich nicht ganz ausschließe, nur dass ich einfach 0 Interesse in Medien habe, genau deswegen) viel zu leicht um wirklich von Gerechtigkeit sprechen zu können. Demokratie ist nur der bis jetzt mehr oder weniger beste bekannte Kompromiss. Was nicht bedeutet, dass dieser Kompromiss gut ist (Netzsperren zB).
Meiner Meinung nach ist es sinnlos über die Sinnhaftigkeit einer / unserer Demokratie zu streiten, es sei denn man hat einen besseren Vorschlag. (Bevor jetzt jemand kommt: Wenn man die Demokratie so durchziehen würde wie sie eigentlich gedacht war: Mit einem perfekten Menschen funktioniert auch eine Monarchie / Diktatur)
Das Problem ist in unserem Staat nicht die Demokratie an sich, sondern die Wirtschaftspolitik, wie sie von den an der Macht befindlichen Politikern praktiziert wird. Da hat keiner ein Plan von irgendwas - und wenden sich in ihrer unsäglichen Blödheit an ihre lieben Lobbyfreunde, die ihnen freundlich mit Unrat und Untat zu Seite stehen.
Jeder, der auch nur ansatzweise, etwas von Makroökonomie versteht, wird dir sagen, dass es falsch ist, in einer wirtschaftlichen Krise zu sparen, dass Staatsschulden kein Problem sondern wichtig sind. Unsere werte Frau Merkel betont ja immer wieder gern, dass sie sich die Genügsam- und Sparsamkeit der schwäbischen Hausfrau zum Vorbild nimmt. Dass ein Staat allerdings nicht wie ein Familienhaushalt funktioniert, scheint ihr noch niemand gesagt zu haben.
Wir sparen also fröhlich in die nächste Krise, anstatt die Konjunktur mit staatlichen Investitionen zu fördern. Und es wird gegen die Arbeitnehmer gehetzt, wenn sie, zu Recht, höhere Löhne fördern, um die ach so hoch geschätzte Exportindustrie zu bedienen. Wenn man darüber hinaus auch noch die Steuern für die Unternehmen senkt, die von dieser Politik profitieren, und dann beginnt die Sozial- und Bildungsausgaben zu kürzen, die Rente mit 67 einzuführen (die praktisch eine Rentenkürzung ist, da der gemeine Büger mit 63 in Rente geht und außerdem ist nur jeder 10te in Deutschland über 63 überhaupt noch beschäftigt ist), die Glaubwürdigkit der gesetzlichen Krankenkassen unterhöhlt, und durch die gleichzeitige staatliche Subventionierung der Privatkassen ein 2-Klassengesundheitssystem schafft (um weniges zu nennen), die Staatseinnahmen einbrechen, es kurzum dem gemeinen Bürger schlechter geht, und DANN sagt, die Demokratie an sich hat versagt... Na ja, wir haben im Grund kein Demokratie-, sondern eher ein Elitenproblem. Eliten, die nur noch an sich denken, und unfähig oder/und unwillig sind das Wohl des Volkes zu mehren, so, wie sie es am Anfang ihrer Legislaturperiode noch versprachen.
Das jetzige Demokratiemodell, so wie es in Deutschland existiert, hat hingegen (noch nicht ganz) total versagt. Es hat nicht verhindert, dass solch unsinnige Politik für nun seit über einem Jahrzehnt betrieben werden konnte. Es müssen andere Lösungen her - ich hab jetzt noch keine 100% sichere Lösung parat, aber ich arbeite dran...