Posts by eF_

    Ich hab mal bisl an einer Story weitergeschrieben ...
    .. aber da es noch nich so viel is post ichs einfach mal hier rein!

    Viel Spaß beim lesen ... (Rechtschreibfehler sind inkl.)

    Kapitel I

    Es war unausprechlich was an diesem Tag passiert ist. Sie kamen und nahmen uns alles. Sie verschleppten die Männer. Sie nahmen den Frauen ihre Kinder. Jeder der sich wehrte wurde kaltblütig erschossen. Sie kamen mitten in der Nacht und überfielen unsere Städte. Überall tobten in diesen Nächten Feuer und man konnte die Schreie der Menschen hören, die um ihr Leben bangten und um ihre Familien weinten. Sie zerstörten alles was uns lieb und teuer war. Wir versuchten uns zur wehr zu setzen, aber es hatte keinen Zweck. Von Tag zu Tag wurde der Himmel dunkler und die Erde begann vor Blut zu triefen. Hoffnung hab es keine, das wussten wir. So also fügten wir uns nach kurzem aufbäumen unseren neuen Herren.

    Meine Name? Ich heiße Hektor. Ein ehemaliger Bauer des Planeten Ellun, oder wie sie ihn nannten Depo XVII. Es war früher ein friedlicher Planet. Nur selten gab es Kriege. Wir waren einfache Bauern, die nichts außer ihr Land und ihre Lieben hatten. Aber es war ein gutes Leben. Gegen nichts hätte ich es je eingetauscht.

    Doch schon so viele Erinnerungen aus meinem früheren Leben sind verwischt. Doch ich kann mich noch genau an jene Tage erinnern. Ich hätte damals nie gedacht, dass sie kommen würden. Aber du wolltest ja meine Geschichte hören, soll ich nun weitererzählen?
    Dann setz dich.

    Ich schritt in jener Nacht, da sie unser Dorf plünderten, Orientierungslos durch die Straßen, betäubt von klaffenden Wunden. Ich wankte durch hell lodernde Gassen und es schien mir wie ein Tor zu Hölle. Ja, ein Tor. Und grade in meinem Dorf tat es sich auf um auch mich zu verschlingen. Aus den Häusern vernahm ich panische Schreie. Wut quoll in mir hervor und ich ballte die Fäuste. Ich verfluchte sie für alles was sie mir angetan hatten. Mein Bruder und meine Eltern hatten sie getötet, sie wollten nicht fliehen, sonder sich wehren. Wie jeder andere wurden sie in ihrem Feuer zerfetzt.
    Sie sagten ich sollte mich verstecken. Sie sagten ich sollte keine Angst haben. Ich war damals erst 15 müsst ihr wissen. Aus meinem versteck in der Scheune sah ich dann mit an wie meine gesamte Familie abgeschlachtet wurde. Tränen traten mir in die Augen, beim Gedanken an dieses Massaker. Dann wurde alles schwarz. Nurnoch ein dumpfer Aufschlag drang an mein Ohr. Dann war es still.

    Als ich erwachte, wünschte ich mir nichts sehnlicher als den Tod. Erst keimte in mir die Hoffnung auf, dass alles nur ein Traum gewesen sei und ich nun in meinem Bett zuahause lag. Nachdem ich meine Augen öffnete wurde ich jedoch eines besseren belehrt.
    Grausam deformierte Gestalten beugten sich über mich um mit ihren metallernen Armen meinen Körper abzutasten. Ich Schloss die Augen, in der Hoffnung, das alles würde ein Traum sein. Einer von ihnen begann zu sprechen:
    „Alle Verletzungen versorgt! Er ist einsatzbereit!“ Im nächsten Moment sprang die Tür auf und ein uniformierter Mann betrat in den Raum. Er trat zu mir und befahl mit tiefer Stimme:“Erhebe dich Soldat! Du bist von nun an Kämpfer der Imperialen Armee und Verteider des Imperators! Steh auf und diene deinem Herren!“


    Kapitel II

    Nachdem der Uniformierte ausgeprochen hatte, traten zwei Soldaten zu meinen Seiten und zerrten mich unsanft von der Liege. Ich wehrte mich nicht. Ich war immernoch wie vom Schlag getroffen. Dies mussten die Menschen sein, die meine Familie getötet hatten. Ein flackerndes Gedankenspiel ereignete sich in meinem Kopf und ich konnte mich nicht konzentrieren so sehr ich es auch versuchte. So viele Eindrücke. Ein Wust aus Gefühlen hämmerte auf mich ein, während ich langsam begann zu verstehen. Dieser Situation etwas positives abzugewinnen schien mir unmöglich, trotzdem lachte ich in mich hinein. Ich weiß nicht genau warum, aber es war wohl die Obskurität der Ereignisse. Die beiden Soldaten sahen zu mir hinab und flüsterten sich etwas zu. Ich verstand es nicht, doch was es war konnte ich sehr gut erahnen. Sie schleiften mich einen langen, weißen und spärlich beleuchteten Gang entlang. Ab und zu waren Blutspritzer zu sehen und schreie aus den umliegenden Räumen zu hören. Erschreckende Schattenspiele tanzten auf der Wand. Ich wendete meinen Kopf so weit ich es konnte und sah, dass die Lichtquelle aus einem der Operationssääle zu kommen schien. Ich versuchte mir garnicht erst zusammen zu reimen, was dort drin wirklich geschah. Das angetrocknete Blut der Handabdrücke an der Tür sprach für sich. Ein grelles Flutlicht erleuchtete den Raum und obwohl es nur durch die Lukenartigen Fenster der Tür drang musste ich blinzeln. Anscheinend hatte ich noch Glück gehabt. Wer weiß was sie mit diesen armen Hunden machten.

    Durch eine große Tür gelangte ich in eine große Halle. Wieder war hier ein grelles Licht das mich zwang meine Augen zu schließen. Ich wollte eigentlich auch garnicht wissen was mit mir geschah, hauptsache es passierte schnell und schmerzlos. Wir hielten und eine blecherne, Emotionslose Stimme gab den Soldaten Befehle mich nach draußen zu bringen. Ich öffnete meine Augen kurz einen Spalt und ich konnte eine Art Roboter mit einer vielzahl von Armen erkennen. An ihnen waren Skalpelle, Bohrer, Sägen und ähnliches befestigt. Von einigen Instrumenten tropfte noch Blut. Sein früher vermutlich weißer Arztmantel war fast gänzlich Rot gefärbt. Ich schloss wieder meine Augen und verfluchte mich sie überhaupt geöffnet zu haben. Die Kacheln des Raumes waren kalt. Der Lärm unerträglich. Endlich bewegten sich die Soldaten weiter. Ich hörte wie eine Tür sich ächzend öffnete und gleichdarauf wieder zuschlug. Eine sanfte Brise umwehte mein Gesicht. Ich fühlte mich besser, ja fast frei. Doch beim ersten Atemzug in der vermeindlichen Freiheit hustete ich sofort los. Ein Gefühl als ob ich Säure trank machte sich in meinem Körper breit. Mein Gesicht verzerrte sich und ich riss meine Hände vor den Mund in der Hoffnung dieses unerträgliche Gefühl loszuwerden.

    Ich fiel auf meine Knie. Einer der Soldaten lachte und drückte mir eine Atemschutzmaske ins Gesicht. “Du gewöhnst dich schon dran!” spottete er und forderte mich auf die letzten par Meter selbst zu gehen. Mit einem wimmern und der schlechten Sicht durch die Maske tastete ich mich vorran. Als ich meinen Blick vom Boden abwendete und nach oben blickte bot sich mir ein postapokalyptisches Bild. Ich sah eine ganze Stadt vor mir brennend und in trümmern. Dichter Qualm zog über uns hinüber. Meine Augen, vom beißenden Qualm gerötet, starrten auf die unglaubliche Szenerie, im glauben einen Alptraum zu erblicken. Selbst das Gebäude aus dem ich kam war von Granaten zerfurcht. Einzig der Panzerwagen vor mir schien unversehrt davongekommen zu sein. Ein Gewehrkolben im Rücken schob mich vorran. Ich begann zu taumeln. “Los, beeil dich. Wir dürfen nicht zu lange hier draußen bleiben!” bellte man mir zu. Das Heck des Fahrzeugs tat sich auf, ich wurde hineingeschleudert und schlug mit einem metallernen, dumpfen Ton auf den harten Stahlplatten auf. Die zwei Soldaten traten ein und setzten sich. Einer rechts, einer links von mir, mit dem Gewehr im Anschlag. Sie warfen sich nervöse Blicke zu. Die Lucke schloss sich wieder und wir verschwanden in einem tiefen schwarz das nur durch eine kleine flackernde rote Lampe erleuchtet wurde. Die Fahrt war holprig. Wir fuhren wohl über die Ruinen der Stadt. Langsam begann ich mich wieder aufzurappeln und setzte mich, mit etwas abstand, zu den Soldaten.

    Einer durchbrach die Stille: ”Wie heißt du?” - “Hektor!” antwortete ich nach kurzem zögern mit kratziger Stimme. “Ich heiße Nell! Von welchem Planeten kommst du? Was ist dir passiert?” Der Soldat schien wirklich nicht zu wissen wen er hier begleitete. Also erklärte ich es ihm mit einem seuzfer und dem Versuch die Tränen zurückzuhalten. Der andere Soldat hörte gespannt zu. Als ich fertig war sahen die beiden mich mit einem entgeisterten Gesichtsausdruck an. Als keiner anstalten machte sich zu erklären kochte die Wut schließlich in mir hoch: “Wieso so betroffen? Wart ihr es nicht die angegriffen und mein ganzes Dorf niedergebrannt haben? Redet!”. Der andere Soldat antwortete: “Das selbe was man dir angetan hat, hat man auch uns angetan. Wir kommen von einem Planeten in der nähe von Terra. Unser Dorf wurde, wie deins, zerstört. Beinahe die ganze Bevölkerung des Planeten ausgelöscht. Wir beide überlebten. Mein Freund Nell hier und ich, Sya. Es ist ein Wunder das wir noch nicht getrennt wurden. Irgendwie haben wir es geschafft. Wir wurden nachdem man uns gefunden hatte zwangsrekrutiert. Seitdem dienen wir in der imperialen Armee und kämpfen für ihren Imperator. Wir konnten unsere wahre Meinung über ihn bis jetz geheimhalten, das würde ich dir übrigens auch raten wenn du noch länger leben willst.” Er sprach leise und seine Stimme zitterte.

    Verdutzt versuchte ich das, was er mir grad erzählte zu verstehen. “Wer ist der Imperator? Was will er von mir?” Nell und Sya blickten mich ebenso verwundert an, wie ich sie. Sya ergriff das Wort und klärte mich über alles auf: Wer der Imperator war, was die imperiale Armee war und alles wovon ich noch nie gehört hatte. Mit offenem Mund staunte ich ihn an. Mir wurde schwindelig. Noch während Sya sprach brach ich in tränen aus. Doch nun konnte ich sie nicht mehr halten. Ich schluchzte. Sya unterbrach und lehnte sich zurück, mit einem traurigen Blick auf mich gerichtet. Nell nahm seinen Helm ab und strich sich durch sein Haar, dass von schweiß und Blut verklebt schien. Kein Wort fiel den Rest der fahrt. Keine aufmunternden Worte. Aber wie konnte ich sowas von ihnen erwarten. Sie waren abgestumpft, Kalt. Mehr als Betroffenheit äußerten sie nicht und selbst das kostete sie Überwindung.

    Och ja ... warum eigentlich net ??

    Ich darf einen pasenden Song zitieren:

    "Was soll man denn da machen und reden noch und nöcher, uns ist doch allen klar, die Fraun ham doch 3 Löcher!"

    Sehr passend wie ich finde! :omg: