off.topic.,,Heute mal was neues, nicht so brutal wie üblich, sondern es sollte leicht monoton wirken. Viel Spaß beim Lesen."
Das offene Ohr des Feindes
,,......imperialen Armee fallen mögen. Wir werden überleben..........“ hörte Drakon gespannt den Funkverkehr seiner Feinde ab. Sein mächtiges Schlachtschiff, die ewig Blutige, schwebte in der Umlaufbahn um den Planeten Braxis und hatte längst das Feuer eingestellt, um die Bodentruppen nicht zu vernichten. Obwohl es ihm gleich sein konnte, was aus ihnen wurde. Solange er den einzigen wahren Trumpf hatte, war er unangreifbar. Kein Geschütz konnte sie hier oben treffen und kein feindliches Schiff war auch nur in einem Lichtjahr in Reichweite.
Daher konnte er unbesorgt in seinem Knochenthron sitzen und die Geschehnisse auf den riesigen Monitor an der Wand verfolgen. Die Qualität war miserabel und er konnte durch die vielen Interferenzen der Atmosphäre schwerlich etwas erkennen, doch selbst darum ging es ihm nicht.
Ihm war es gleich, ob seine Truppen siegten oder wie Vieh abgeschlachtet wurden. Nur eine Sache bzw. eine Person genoss seine volle Aufmerksamkeit. Setrius Schattenherz, sein alter Lehrmeister und nun seine baldige Trophäe, dachte er und streichelte über einen aufgespießten, nackten Schädel auf seiner blutroten Rüstung.
,,Ich habe für dich einen Platz reserviert.“ lachte er und sah auf den Zacken, der aus seiner linken Schulter ragte. Ja, dies sollte der Platz für seinen Lehrmeister sein.
,,Meister.....“ kroch die bucklige Gestalt eines vom Chaos degenerierte Techpriesters auf ihn zu.
,,WAS!“ keifte ihn Drakon an und hatte schon die Hand an dem Griff seiner Kettenaxt, welche noch an der Haltung seines Gürtels ruhte.
,,Wir haben die Quelle eurer Begierde geortet, aber sie liegt in einem Tal, eingegraben in einem Berg und umrundet von einer brennenden Wüste.“ meldete ihm der kleine Mann und ging danach einige Schritte zurück. Nicht aus Ehrerbietung vor seinem Herren, sondern aus Furcht.
,,Wurde dieses Gebiet künstlich erzeugt oder natürlich?“fragte er seltsamerweise nach und sah auf den Bildschirm, wo Drakon jetzt das beschriebene Gebiet gezeigt wurde.
,,Die Instrumente sagen es sei natürlich, allerdings können wir sehr viele Ionen,Partikelteilchen der Eldartechnologie orten.“ mit diesen Worte erschien auf den Monitor eine Skala mit verschiedenen Werten, wobei einige durch ein leuchtendes Rot dargestellt wurden.
,,Vergesst die Instrumente. Das sind eindeutig Zeichen für eine frühere Eldarkolonie oder zumindest einen Schrein. Dirigiert die Truppen dorthin. Ich will dieses Gebiet unter Kontrolle haben.“ befahl er und sah den Techpriester vor ihm böse an. Dieser war nun der neue Anführer seiner Maschinenseher. Der Letzte hatte leider einen bedauerlichen Unfall mit seiner Axt gehabt, ein erneuter Beweis für seine Unfähigkeit.
Von der Beförderung mehr als glücklich, brüllte er bucklige Mann.
,,Ihr habt den Meister gehört. Beeilt euch los.“
Drakon grinste. Sein alter Lehrer hatte Recht gehabt. Jedes Wesen, egal wie unbedeutend es auch sein mag, wird durch Macht binnen von Augenblicken korrumpiert.
Dieses Wissen konnte er sich zu nutze machen, zusätzlich zu seiner Schreckensherrschaft.
Der Götterstein, einst im Besitz von seiner blutigen Herrlichkeit würde schon bald wieder in Khornes Arme zurückgeführt werden und er würde als mächtiger Dämonenprinz aufsteigen.
Schon jetzt träumte er von seinem glorreichen Sieg. Diese ganze Welt sollte ein Mahnmal des Khorne werden. Niemand sollte diesen Planeten verlassen können und keiner sollte überleben.
Plötzlich wurde das mächtige Schlachtschiff erschüttert und die schwächlichen Maschinenseher fielen zu Boden.
,,WAS IST HIER LOS!“ stand Drakon erzürnt auf, während im Hintergrund die Alarmsirenen aufheulten.
,,WIR WERDEN BESCHOSSEN!“ schrie jemand und auf den Bildschirm erschien plötzlich ein Eldarschiff.
,,GOTTVERDAMMT!“ knurrte Drakon und verfluchte die silberne Schönheit, die sich auf sie zuschob.
,,Schiff wenden und das Feuer eröffnen! LOS!“ erteilte er hastig Befehle, bevor sein Schlachtschiff von weiteren Explosionen erschüttert wurde.......
Tandir von Biel'Than stand auf der Brücke seines Raumkreuzers und sah auf eine Art dreidimensionales Hologramm.
,,Intensiviert die Energiezufuhr der Laserlanzen, 6 und 8, ich möchte unsere Feinde manövrierunfähig sehen.“ befahl er und ein Kristallsänger leitete seinen Befehl durch einen musikalischen Laut seiner Kristallharfe weiter.
Ganz im Gegensatz zu der menschlichen Technologie konnte ein Eldarschlachtschiff von nur wenigen Leuten bedient und gesteuert werden. Nicht mehr als 5 Kristallsänger waren hier in der weißen Kommandozentrale und bedienten fremdartig wirkende Konsolen.
Teilweise sahen sie einem menschlichen Computer ähnlich, doch waren sie viel feiner, genauer und komplizierter.
In den Ecken des Raumes befanden sich riesige rote Kristalle, die größer als ein Mensch oder Eldar waren. Diese Rubine waren Seelensteine. Stark genug um jeder gefallenen Eldarseele eine Heimat zu bieten, bis sie nach Biel'Than zurückgekehrt waren und sie dort in die Unendlichkeitsmatrix des Weltenschiffes eingefügt werden konnten.
,,Erhabener, die Schilde des gegnerischen Schiffes sind ausgefallen, sollen wir ihnen den Todesstoss versetzen.“ fragte der Kristallsänger neben ihm mit monotoner Stimme nach.
,,Nein.“ antwortete Tandir und erläuterte seinen Plan.,, Wir wissen nicht, welch fürchterliche Waffen unsere Feinde verfügen. Daher zerstört ihre Triebwerke und ihre Waffen.“
Tandir von Biel'Than war kein Narr. Zu gerne hätte er diesen fliegenden Haufen Chaosabschaum aus den Weltraum geblasen, doch wenn dieses Raumschiff über Atomwaffen oder gar schrecklichere Waffen, wie die Hellfirebomben verfügte, könnte gar der ganze Planet zerstört werden und damit auch den größten Sieg der Eldar über den Blutgott.
Noch dazu war es kein Garant, daß sie die Explosion einer Welt wie Braxis überstehen könnten. Auch ihr Schiff würde zerstört werden und damit noch weiter das traurige Lied seines Volkes fortführen.
,,Wie ihr wünscht, edler Prophet.“ erwiderte der Kristallsänger und spielte erneut auf seiner Harfe. Obwohl er die selbe Bewegung machte war die Melodie anders. Viel intensiver und kämpferischer als zuvor. Es war beinahe so, als würde das Lied die Stimmungen und Gefühle der Eldar wiederspiegeln.
Auf den Hologramm konnte Tandir nun sehen, wie zwei pulsierende Energiestrahlen sich von seinem Flaggschiff lösten und mit einer unglaublichen Geschwindigkeit auf den gegnerischen Kreuzer rasten.
Ein helles Aufleuchten symbolisierte den Einschlag und eine prozentuale,weiße Schrift gab Hinweis auf die Effektivität des Angriffes.
,,100%.“ staunte der Runenprophet und wartete auf das Nicken seines Vertrauten. Als dieses kam, war dies die Bestätigung für seine Vermutung. Das Chaosschiff war nun nicht mehr kampfbereit.
Obwohl der Antrieb nicht getroffen worden war, schienen die Plasmareaktoren durch die immense Energiespitze beschädigt wurden zu sein oder gar zerstört......
off.topic.,, Sicherlich fragt ihr euch, warum dieser Kampf nicht so berauschend war. Ganz einfach. Auf riesigen Schlachtschiffen kann man kaum eine gute Atmosphäre erzeugen, da es ja zwar starke Raumschiffe sind, aber auch träge und langsam. Das wollte ich einfangen. Keine Soprge, ich werde auch bald etwas aus dem Cockpit eines Piloten schreiben, dann wird natürlich wesentlich mehr Aktion dabei sein 