off.topic:,, Hab ich glatt vergessen, die story zu posten, daß passiert bei 3 stunden schlaf. Egal. Also hier ist es nun 
Kochendes Blut
,,DORT!“ brüllte Setrius Schattenherz und zeigte mit seinen gepanzerten Finger in Richtung eines weißen Kondensstreifens. Für einen Menschen war die blutrote Landungskapsel nicht mehr als ein Blitz, aber für die geübten und meist mutierten Champion des Chaos war es simpel. Der Chaos-General konnte genau erkennen, wo die Landungskapsel runterkam.
Auch seine drei Begleiter hatten sie sehen können.
,,Macht euch bereit.“ brüllte Setrius und zog seine große Zweihandaxt, welche vor Chaosenergie nur so vibrierte.
Der stolze Kriegsherr schritt voran, stets ein wachsames Auge auf seine Anhänger gerichtet. Da er ihnen nicht vertraute und sie jede Gelegenheit nutzen würden, ihn zu töten. Bis auf Drenor, dieser würde ihn schützen müssen, andernfalls würde auch seine Lebendigkeit rasch ein Ende finden.
,,Ja,Meister!“ brüllten die zwei Alpha-Legionäre neben Drenor und entsicherten mit einem schnellen Griff ihre schweren Bolter, bereit ein Inferno auf ihre Feinde zu entfesseln.
Er hingegen packte sein glühendes Energieschwert und verwünschte innerlich den verfluchten General. Wie gerne würde er ihm diese Klinge in den Nacken rammen und es umdrehen, nur um sich an den Schmerz seines Peinigers zu ergötzen.
Unter ihrem Gewicht zermalmten die Diener des Chaos jeden Stein und zertrampelten jeden Grashalm unter sich, selbst einzelne Wurzeln und Blumen, die sich auf den harten Erdreich hervor gekämpft hatten, wurden nun von kalten Stahl zerquetscht.
Nur über einzelne kleine Erhebungen mussten sich die vier Männer kämpfen, bis sie endlich deren Spitzen erreichten.
Vor ihnen, in einen Krater stand die Landungskapsel versehen mit den verhassten Zeichen der World-Eater.
,,Schwachsinniges Pack!“ knurrte Setrius und wartete bis sich die Seitenluken der Kapsel öffneten, doch nichts geschah.
,,Vielleicht sind sie ja Tod.“ bekundete Drenor seine Meinung. Was eigentlich auch nicht verkehrt war. Der rasche Sturz einer Landungskapsel war nicht immer sicher, selbst ein Space-Marine könnte sich bei einer Bruchlandung das Genick brechen.
,,Vielleicht, aber ich traue den Braten nicht.....VERNICHTET ES!“ schrie er und die beiden Alpha-Legionäre gingen in Stellung, um ihre schweren Waffen abzufeuern. Scheinbar hatte die Besatzung, nur auf diesen Befehl gewartet, denn plötzlich sprangen die Luken der Landungskapsel auf und 5 Gestalten stürmten daraus hervor. Allesamt mit Kettenäxten bewaffnet und den Mal des Khorne auf der Stirn ihrer roten, gehörnter Helme eingebrannt.
,,Feiges Pack!“ zischte Setrius, da er die Taktik seiner Feinde kannte und sie mehr als ungewöhnlich für diese Legion war. Es gab nur einen, der ihnen dies beigebracht haben konnte. Drakon, sein alter Schüler.
Kaum hatte er seinen Satz beendete, begannen die schweren Bolter Hunderte von Boltgeschossen zu speien, allerdings war ihre Streuung zu groß.
Viele der tödlichen Patronen bohrten sich in den Sand und die Wenigen, die ihr Ziel trafen, prallten mit einem blechern, klingenden Ton von der Rüstung der sich rasant nähernden World-Eater ab.
Lediglich ein Streifschuss brachte einen der laut brüllenden Berserker kurz ins straucheln.
,,RUNTER!“ stieß Drenor eine Warnung aus und warf sich auf Setrius, da er die Absicht eines der World-Eater erkannt hatte.
Eine Granate explodierte direkt neben ihnen und riss die beiden Alpha-Legionäre in den Tod. Nur verkohlte Überreste der Rüstung und blutiges Fleisch prasselten wie feiner Regen auf sie herab.
Undankbar stieß Setrius Schattenherz seinen Lebensretter von sich und marschierte voller Wut auf die Khorne-Berserker zu, die sie fast erreicht hatten.
Sicherlich war Setrius stark, aber ob er alleine gegen fünf World-Eater ankommen würde, die durch das Blut noch zusätzlich in Rage versetzt worden waren, konnte man nur schwer einschätzen.
Entschlossen sein Leben, als auch das des Generals zu verteidigen, rannte er ihm hinterher und versuchte dabei durch Hohn und Spot in Form von einfachen Gestiken, die Wut seiner Feinde auf sich zu lenken.
Doch schnell musste er einsehen, wie sehr er sich in seinem Meister geirrt hatte. Mit nur einer Hand packte Setrius den vordersten Berserker am Arm und riss ihn selbigen in einer schnellen Umdrehung vom Körper, während ein ebenso rascher wie kraftvoller Schlag mit Axt den Kopf des World-Eater von den Schultern löste.
,,Flieht zu euren Herrn und kniet und zitternd in der Dunkelheit, denn ich werde euch alle vernichten!“schrie der blutüberströmte Chaos-General und setzte zu einem weiteren Hieb an.
,,BLUT! BLUT! BLUT!“ kreischend wandten sich zwei dieser in Blutrausch gefangenen Krieger nun auch Drenor zu.
,,ES WIRD EUER EIGENES SEIN!“ brüllte er und trat ihnen entgegen. Elegant parierte er den Schlag einer kreischenden Kettenaxt und schlug mit den Ellenbogen seinem Gegenüber direkt gegen den Kopf.
Bedenklich brach der Schädel zurück, doch die erhoffte Wirkung eines Genickbruches blieb aus.
,, Verdammt!“dachte er und versuchte den World-Eater abzustechen, doch ständig musste er die Attacken des zweiten Gegners abwehren. Ihm blieb nur ein geringer Spielraum, während Setrius scheinbar nur mit seinen Gegnern spielte.
Sein General parierte die Schläge mit einer göttlichen Leichtigkeit,ohne dabei auch die geringste Anstrengung zu zeigen.
Endlich, lachte Drenor stach mit seinem Schwert nach vorne, direkt in den Brustkorb des Khorne-Berserkers, aus dessen Brust nun das Blut fontäinengleich hervorschoss.
Irre Lachend ging der brutale Krieger in die Knie und fiel anschließend in den Staub.
Der Tod hatte auf die Anbeter Khornes keine Wirkung. Im Gegenteil, ihnen schien das Ende sogar Freude zu bereiten. Seine sonstigen Feinde hätten wahrscheinlich nochmals laut aufgeschrien oder wären stumm in Würde umgefallen, doch die World-Eater waren anders.
,,Ein jeder findet heut und hier Erlösung, hier im Höllenschlund...“ zitierte Setrius eine Vers aus einem berühmten Gedicht, während sich seine Axt sich mit sengender Präzision in den Oberkörper seines gepanzerten Gegners fraß. Dieser brüllte und schrie auf vor Verzweiflung, da diese entsetzliche Waffe des Chaosgenerals nicht nur einen Körper vernichten konnten, nein, sie absorbierte auch die Seele und wandelte sie zerstörerische Chaosenergie um.
Die leere Hülle des Berserkers stöhnte nur kurz, bevor sie dann laut krachend zu Boden schmetterte.
Es war wirklich bewundernswert, wie mächtig Setrius Schattenherz doch war. Vielleicht war er doch so etwas wie ein Erwählter der Götter, doch das blieb abzuwarten.
Immer wieder schlug der World-Eater vor ihm mit seiner Kettenaxt gegen sein Schwert und schien sich dabei nicht im Geringsten zu verausgaben. Diese schnellen, andauernden Attacken wurden immer heftiger, so daß Drenors Arme schon beinahe taub vor Schmerzen waren.
,,Vernichten! Zerstören! Verbrennen!“ wiederholte der Khorne-Berserker immer wieder die Worte von Kharn, dem Verräter und setzte seine mächtigen Schläge fort.
Um diesem zu entgehen, machte Drenor einen Satz nach hinten und der Schlag des World-Eater verlief ins Leere. Dabei stolperte er nach vorne, direkt in vorbereitete Attacke des Champions.
Zum Todesstoß bereit, versenkte er sein glühendes Energieschwert in den Rücken des Berserkers. Widerwillig schob sich die Klinge durch das Rückenmodul und harte Servorüstung, bis sie ihren Weg in die fleischigen Eingeweide fand.
,,Bei Khorne...“ waren die letzten Worte des wahnsinnigen Barbaren, bevor er sich zu seinen bereits gefallenen Brüdern gesellte.
Drenors Leib zitterte, er konnte kaum seine Waffe mehr halten, dieser Kampf, wenn auch nur gegen vergleichsweise wenige Anhänger der Blutlegion, hatte ihm seine Kräfte geraubt.
Mit unsicheren Gang und mehr gewollt, als noch könnend, schleppte sich Drenor zu seinem General, der seinen Fuß auf einen liegenden World-Eater platziert hatte. Seltsamerweise lebte diese Kreatur noch. Sollte das Schattenherz vielleicht schwach geworden sein.
,,Mein Vertrauen in dich war also gerechtfertigt.“ sagte er nur, als er Drenor sah.
,, Vielleicht bist du doch mehr, als nur ein einfacher Champion und vielleicht erlöse ich dich aus deiner Knechtschaft, wenn diese Welt mir gehört.“
Das Wort Erlösung konnte vieles bedeuten, Freiheit oder Tod. Beides war ihm momentan recht.
,,Warum lebt die Bestie noch?“ fragte er nach und sein General antwortete nur knapp.
,,Was bringt das schönste Gemetzel, ohne Zeugen, die davon berichten können?“
Diese Antwort hatte er nicht erwartet, möglicherweise da er nicht so weit gedacht hatte. Ein Champion des Chaos war zwar stark und nur selten dumm, aber ihm fehlte noch die Weitsicht, die Setrius Schattenherz schon lange für sich vereinnahmt hatte.
,,Und nun zu dir.“ wandte er sich den knurrenden Khorne-Anhänger zu.,, Heute ist dein schlimmster Tag, denn du wirst für mich eine Nachricht überbringen oder ich werde deinen Körper und deine Seele vernichten, so als hättest du nie existiert. Du weißt ja, was das für dich heißt. Du hättest nie existiert und auch alle deine Gemetzel wären vergessen.“
,,Ich bin nicht euer Fußabtreter!“ antwortete eine blecherne, hohle Stimme und Setrius nahm den Fuß von dem Brustpanzer des Khorne-Berserkers.
,,Nein, du bist nur ein Speichellecker Drakon's. Also erhebe dich und übermittle meine Botschaft, außer du möchtest dich deinen unseeligen Brüdern anschließen!“ drohte Setrius ihm.
Beschämt und völlig entgegen seiner Natur fragte der Hüne:,, Wie lautet die Nachricht.“
Unter seinem Helm grinste Setrius. Er hatte erreicht, was er wollte. Auch wenn er nicht damit gerechnet hatte.
Die Anhänger des Blutgottes waren sehr stolz wie grausam. Sie zu einem feigen Abzug zu bringen und noch eine Nachricht ihres verhassten Feindes zu überbringen, war beinahe unmöglich. Lieber würden sie sterben, aber wie es schien hatte die Drohung des Alpha-Legion-Generals seine Wirkung gezeigt.
,,Sage deinem Anführer, daß ich nun gegen ihn vorgehen werde und sollte er auch nur einen Fuß auf meinen Planeten setzen, würde ich seinen Schädel auf eine Standarte spießen und diese auf den höchsten Berg dieses Planeten stecken, als Mahnmal für alle Feinde meiner Autorität.“
Nickend akzeptierte der Mörder die Nachricht und rannte schnell von dannen. Zurück blieben nur Drenor und Setrius, die neben den zerfetzten und blutverschmierten Leichen ihrer Feinde standen und ihre nächsten Schritte besprachen.......