off.topic:,, So was ich verspreche,daß halte ic hauch. Also hier was neues. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen."
Wer Wind sät, wird Sturm ernten
Daminus hatte es geschafft. Er hatte sich bis in die oberste Ebene des Bunker hoch gekämpft. Nur noch wenige Meter und er würde wieder das sanfte Licht der Sonne auf seiner aufgescheuerten Haut spüren.
Jeder seiner Schritte war gefährlich gewesen. Ständig musste er vereinzelten Feinden ausweichen, von niederen Kultdienern bis hin zu den riesenhaften, gepanzerten Chaos-Space-Marines, die alles Bekannte übertrafen, was er bisher gesehen hatte.
Der Wartungsschacht war seine einzige Möglichkeit hier herauszukommen. Unter ihm befanden sich mehrere grauenhafte Gestalten. Allesamt wirkten, als wäre sie einem Alptraum entsprungen.
Die Gesichter zu tierhaften Fratzen verzogen.
Besonders jetzt war die Gefahr entdeckt zu werden sehr groß. Der stählerne, gelöcherte Boden des Wartungsschachtes knarrte und quietschte bei jeder seiner Bewegungen. Drähte und zischende, offen liegende Kabel machten es schwierig weiter zu kommen. 10.000 Volt und mehr konnte durch jedes einzelne Kabel fließen. Eine Berührung würde ausreichen, um ihn zu töten.
Mit äußersten Vorsicht und ständig auf die zischenden Drähte und Stromkabel achtend, tastete er sich vorwärts. Immer wieder darauf achtend, daß er nicht zu laut war.
Durch das kranke Gelächter unter ihm oder einige Schreie, die aus den unteren Ebenen nach oben hallten, achtete man nicht auf das ächzende Metall unter ihm.
,,Bitte, lass einmal alles glatt gehen....“ flüsterte er leise eine Beschwörung zum Himmel.
,,Hast du das gehört...“ kreischte plötzlich ein widerliches Monster von einem Menschen unter ihm.
,, Verdammt.“ schnaufte Daminus und machte sich für einen Kampf bereit, indem er kurz noch einmal die blickende Schußanzeige seines Lasergewehres nachprüfte.
,,Hier sollen die speichelleckenden Anhänger dieses verstoßenen Alpha-Legion-Generals Setrius sein.“ setzte der Kultist sein Gespräch fort, während Daminus erleichtert aufatmete.
,,Und wenn schon. Drakon wird sie alle vernichten und die alte Kraft wird wieder zum Blutgott zurückkehren.“ erwiderte eine andere menschliche Kreatur.
,,alte Kraft?“ fragend kroch er auf allen Vieren weiter. Auch wenn ihm diese Frage unbeantwortet blieb, er musste weiter, ganz gleich wie wichtig die neuen Informationen auch sein mochten.
Möglicherweise wusste man noch nichts von den Eintreffen eines zweiten Chaos-Kultes. Scheinbar waren die beiden Armee des Chaos miteinander verfeindet. Dies schloss er alles aus den eben gehörten Gespräch der lauten Kultanhänger.
Nur noch zwei Meter, lachte er triumphierend und steuerte geradewegs auf die obere Ausgangsluke zu. Von hier aus könnte er sich über das Dach des Bunkers schleichen und in den angrenzenden Wald fliehen.
Doch das Schicksal hatte andere Pläne mit Sergeant Daminus. Kurz bevor er den Ausgang erreichte, gab der Boden unter seinen Füßen nach und er stürzte zu Boden.
,,Sieh an, sieh an. Wir haben Ratten. Tötet das Ungeziefer.“ brüllte einer der Kultisten, als beide zeitgleich ihre langen, gekrümmten Dolche zogen und laut brüllend auf ihn zu rannten.
,,Musste das sein.“ stand er kopfschüttelnd und keuchend auf, die Schmerzen völlig ignorierend und nach seinem Lasergewehr greifend. Aber erneut machte er eine böse Entdeckung. Das Lasergewehr war in zwei Teile zerbrochen. Damit konnte er sich nun nicht mehr verteidigen.
,,Ich hasse mein Leben.“ schnaufend löste er das scharfe Bajonett von seinem Lasergewehr und schleuderte es einem der Kultisten entgegen. Als hätte der Imperator selbst die scharfe Klinge geführt, durchbohrte sie den Hals des widerlichen Ketzers. Dieser fasste sich vollkommen perplex an die Kehle und spürte wie sein Blut aus seinem Hals schoss.
,,Nein....“ stöhnend ging der Gottlose in die Knie, während die rote Flüssigkeit sich über seine dunkle Robe ergoss.
Von dem Tod seines Kameraden unbekümmert, erreichte der zweite Heide Daminus und traktierte ihn mit einigen schnellen Angriffen, denen der Nahkampf geschulte Sergeant allerdings ausweichen konnte.
,,NUN STIRB ENDLICH!“ knurrte der Gottlose ihm an und setzte seinen Angriff fort. Daminus hingegen konnten den hastigen und verausgabenden Stichen ausweichen und wartete auf den Moment, wo der Ketzer langsamer wurde. Auch wenn diese niederen Diener des Chaos von der Kraft ihrer unheiligen Götter gesegnet waren, so waren sie immer noch Menschen und verfügten daher über nur wenig Spielraum, bevor sie erschöpft waren. Auf diesen Moment wartete er und hoffte, daß dieser Augenblick schnell eintreten würde.
,,Ich werde dir das Fleisch von den Knochen schneiden...“zischte der Heide, völlig in seiner blinden Wut untergegangen.
,,Wohl kaum.“ antwortete Daminus und schnellte nach vorne, da nun seine Chance gekommen war.
Mit beiden Händen packte er den Arm des Ketzers und schleuderte ihn über seine Schulter, hielt dabei aber den Arm fest. Mit einer weiteren Drehung brach Daminus seinem Gegner den Arm, welcher auch dann sofort den Dolch fallen ließ und sich laut schreiend am Boden wälzte.
Schnell packte er den Dolch und rammte ihn mit nahtloser Perfektion in den Kopf des Gottloser. Dieser verstummte, als der kalte Stahl seine Schädeldecke durchbrach und in sein schwaches Gehirn eindrang.
,,Ich hasse mein Leben von Tag zu Tag mehr....“ ging er als strahlender Sieger, leicht strauchelnd auf das große, stählerne Tor zu.
Dort angekommen tippte er einen neunstelligen Code in die kleine Konsole und vernahm ein leises Zischen, als sich das Tor langsam öffnete.
Glücklicherweise hatte die Generälin Lilien Claymore niemals den Code geändert, zumindest galt das für die Bunkerkomplexe. Zwar wären ihre Offiziere dazu in der Lage gewesen, aber eigenmächtiges Handeln wider aller Befehle führte zwangsläufig zur sofortigen Exekution.
,,Endlich...“ lachend schritt er durch das nun offene Tor und nahm einen langen Zug von der frischen Luft. Doch statt sauberem, erquickendem Sauerstoff drang ein widerlicher, grotesker Gestank in seine Nase, so daß er sich beinahe hätte übergeben müssen. Vor ihm baute sich ein Schlachtfeld auf. Dutzende von verstümmelten, zerfetzten Leichen seiner Kampfgefährten waren zu einem Berg gestapelt, ebenso ihre Waffen und ihre Köpfe.
In seinem Herzen wuchs ein Gefühl zwischen Trauer und Hass. Eine Träne floss ihn widerwillig über das Gesicht und fiel auf den staubigen und zugleich matschigen Boden.
Doch etwas war sonderbar. Neben den purpurfarbenen Flammen, die scheinbar auf nackten Fels brannten, lagen die stählernen Leiber von getöteten Chaos-Space-Marines.
,,Beim Imperator....“sagend konnte Daminus kaum das schreckliche Bild vor seinen Augen anerkennen.
Hier lebte nichts mehr. Alles war tot. Den Mord an den imperialen Soldaten war den Heiden zu zuschreiben, doch wer hatte sich ihrer angenommen?
Die imperiale Armee war es nicht, nein, es gab keine Explosionskrater oder sonstige Überresten von nicht-explodierten Granaten oder abgeschlachteten Männern.
Nein, irgendjemand anderes hatte sich dieser Verräter angenommen, doch wer?
Diese Frage stellte er sich und er war Willens sie beantwortet zu kriegen.
Vorsichtig untersuchte er einen nahen Leichnam. Der vergleichsweise große Chaos-Space-Marine lag auf den Rücken und eine faustgroße Wunde klaffte auf seiner Brust.
Doch war diese Wunde sauber. Normalerweise würde ein Geschoss, daß solche Wunden verursachen konnte, auch den Rest der blutroten Servorüstung in Mitleidenschaft ziehen.
Was für eine Waffe war dies? Voller Neugier griff er in die Wunde mit seiner bloßen Hand und tastete die meist zerfetzten Organe nach einem harten Gegenstand ab. Und er fand einen. Blitzschnell zog er es hervor und sah eine Art glatten, beinahe durchsichtigen Kristall, nicht größer als ein halber Finger.
,,Was zum Teufel?“ säuberte er die Oberfläche dieses Geschosse und erkannte ein eingebranntes Zeichen.
Als er es erkannte, weitete sich seine Pupillen und eiskalter Angstschweiß lief ihm den Rücken runter.
Gerade wollte er die Flucht ergreifen,als er in den Lauf einer fremdartigen Waffen blickte, dessen Träger eine vollkommen schwarze Rüstung sowie eine weiße Maske mit rotglühenden Augen trug......

