so auch mal wieder was von mir.
Alter Feind, neue Schlachtfelder
,,Da kommen Sie.“ brüllte Staffsergeant Hermann von Geißen und richtete seine Sturmkanone auf die breite Front von langsamen und teilweise wankenden, gepanzerten Gestalten.
,,Mein Gott sind das Viele.“ stöhnte der Rekrut neben ihn, während ein anderer Soldat im hinteren Schützengraben:,, Sern'Kei.“ rief und damit die restlichen G.I.'s des Imperiums alarmierte.
,,Macht sie fertig.“ knurrte Hermann von Geißen und drückte den stählernen Abzug seiner Maschinenkanone und spürte wie die Maschine unter den Abschuss von Dutzenden von Geschossen förmlich vibrierte. Fast Alle eröffneten das Feuer auf die Sern'Kei, diese schritten aber noch weiter auf sie zu und konterten mit Hilfe ihrer Desintrigrationwaffen und Impulslaser. Hellleuchtende Energieblitze rasten über die Köpfe der Männer hinweg und ein grauenhaftes Kreischen, fast als wäre es der glühenden Hölle entsprungen, hallte über das Schlachtfeld.
Dieser vorgeschobene Außenposten des Imperiums wurde von den Sern'Kei angegriffen und durch den orbitalen Beschuss schwer in Mitleidenschaft gezogen, aber man wollte diese kleine Basis nicht aufgeben und verstärkte daher die Station kurzerhand, obwohl dies eigentlich reiner Selbstmord war. Viele Geschosse prallten von der biogenen Panzerung der Sern'Kei ab, nur wenige fanden ihren Weg in das weiche Innere dieser Scheusale. Die aufgewirbelte Asche legte sich wie ein Schleier über die beiden kämpfenden Armeen, nur noch das Aufblitzen der Maschinenkanonen oder der Sern'Kei-Waffen war noch zu erkennen. Die rötlich leuchtenden Augen der Aliens stachen durch den aufgewirbelten Dreck wie brennende Schwerter und vermochten einen förmlich in Todesangst stürzen zu lassen.
,,WEITER FEUERN!“ brüllte Hermann von Geißen gegen das üble Gemisch aus donnernden Waffen, Explosionen und entsetzlichen Kreischen an. Der Kampf hatten sich binnen weniger Minuten in einen wahr gewordenen Alptraum entwickelt. Die Sern'Kei marschierten wie die dunklen Horden des Todes weiter auf sie zu, ohne sich von den wenigen Verlusten oder den mörderischen Gegenfeuer beeindrucken zu lassen. Plötzlich sprang aus dem Schutz der aufgewirbelten Asche ein Za'Resch hervor und streckte seine beiden Arme nach ihnen aus. Hermann von Geißen ließ sich fallen und rollte zur Seite, aber die jüngeren Soldaten an seiner Seite hatten noch nicht derartige Reflexe. Mit einem Lachen, wie Tausend Nadelstiche ins Hirn, spreizte er seine langen, dürren Finger von seiner Hand und aus einer Öffnung in seinen Handinnenflächen schoss eine ölige, zischende, grüne Flüssigkeit heraus, die die Männer im Graben traf. Vor Schmerzen wie Tiere schreiend, fraß die unbekannte Säure den Männern regelrecht das Fleisch von den Knochen und verflüssigte selbige, bis nur noch eine blubbere Pfütze übrig blieb.
,,DU MONSTER!“ legte Hermann von Geißen seine Maschinenkanone an und entlud ein ganzes Magazin auf die abscheuliche Bestie. Die meisten Geschossen durchschlugen den Brustkorb des Sern'Kei und ließen ihn einige unsichere Schritte nach hinten wanken, bevor er dann einem letzten Lachen hingab und anschließend rückwärts auf den staubigen Boden stürzte und sich nicht mehr rührte. Hermann von Geißen versuchte sich zu beruhigen, aber sein Herz schlug gegen seinen Brustkorb wie ein Presslufthammer und eiskalter Schweiß glitt ihn über den Rücken. Seine Sinne waren auf das Äußerste gespannt und er spähte auch wieder in Richtung der Front. Das Zielsystem, welches in seinem Helm integriert war, schien nicht mehr zu funktionieren und er musste nun auf seine eigenen Fertigkeiten als Schütze vertrauen, ebenso wie auf seine Augen.
,,Die linke Flanke wird bedroht. Alle verfügbaren Einheiten sichern sie die linke Flanke.“ vernahmer über sein Funkgerät einen Befehl vom Oberkommando. Hastig lief er in gebückter Haltung durch den engen Graben und wünschte sie zu gern, den stickenden Helm abzunehmen und sich den Schweiß von seiner hohen Stirn zu wischen, wie auch seine schwarzen, kurzen Haare abzutrocknen können.
Über seinen Schädel flogen erneut die seltsamen Energieschosse der Sern'Kei und mitunter auch gebündelte Impulslaser, die einen Panzer mit einer unbekannten Leichtigkeit in Stücke schneiden konnten. Das sieht nicht gut aus, dachte er und sah zwei weitere G.I., die mit ihren Maschinenkanonen die Sern'Kei unter Beschuss nahmen. Sie sahen noch nicht einmal zu ihm, aber das war auch verständlich, denn bei einer solch schlechten Sicht, musste man sehr auf das feindliche Feuer achten.
Doch plötzlich blieb er stehen, denn er konnte nicht glauben, was er hörte. Ein metallisches Klacken.
,,Va'Rot.“ realisierte er und brüllte dieses Wort noch einmal so laut er konnte.,,VA'ROT!“ Jedoch kam seine Warnung zu spät, denn ein fast zweieinhalb Meter großer Gigant sprang in den Graben und richtete seinen linken Waffenarm auf ihn und seine Kameraden. Die längliche Desintrigrationswaffe entlud sich mit einem kurzen Aufflackern und eine grelle Energiesalve schoss durch den knappen Graben. Hermann von Geißen warf sich in den Dreck, doch die beiden anderen G.I.'s teilten nicht dieses Glück. Einer von ihnen wurde frontal von den seltsamen Geschoss getroffen, ließ seine Waffe fallen, fasste sich mit beiden Händen an den Kopf und brach dann zusammen. Dies war der furchtbare Effekt dieser Waffe. Der Hirntot. Daher war sie auch gefürchtet.
Der zweite Soldat nahm seine mittelschwere Maschinenkanone und entfesselte ein wahres Inferno auf den Va'Rot. Doch die Geschosse prallten allesamt mit einem Klirren von der chitinartigen Panzerung des Aliens ab. Nicht einmal im Entferntesten davon beeindruckt, richtete der Sern'Kei seine Waffe auf den G.I. und drückte ab. Diesmal war die Wirkung der Waffe noch verheerender, denn der Mann wurde wie ein Spielball durch den halben Graben geschleudert und hatte sich wahrscheinlich beim Aufschlag gegen eine harte, dunkelgrüne Munitionkiste das Genick gebrochen.
Von seiner überlegenden Stärke überzeugt, ging der Va'Rot langsam auf Hermann von Geißen zu und ballte dabei seine rechte Hand zu einer Faust. Dabei entsprang der Panzerung am Oberarm eine seltsam geformte, drehende Klinge. Von Geißen machte eine Rolle rückwärts und entging so dem furchtbaren Messer und feuerte im gleichen Atemzug seine Waffe ab. Aber auch hier war der Effekt schier sinnlos. Die meisten Geschossen prallten ab, nur einige wenige durchbrachen den Panzer des Sern'Kei mit einem feuchten Geräusch. Eine lilafarbende Flüssigkeit ergoss sich aus den geschlagenen Wunden. Es war Blut, aber der Va'Rot schienen diese Verletzungen nicht im Geringsten zu kümmern, als er weiter auf ihn zuging.
,,NUN STIRB ENDLICH!“ drückte Hermann von Geißen den Abzug seiner mittlerweile heiß gelaufenen Maschinenkanone. Die Patronen donnerten gegen die biogene Panzerung des Va'Rot und schienen nicht wirklich den Alien gefährlich werden zu können, bis er seine Waffe hochzog und die Geschosse in den gepanzerten Kopf des Sern'Kei eindrangen und dieser förmlich explodierte. Zurück blieb nur noch der blutende, dürre Körper, der nun keine Befehle mehr erhielt und vor ihm in die Knie ging. Mit einem starken Zittern am ganzen Körper richtete sich nun auch Hermann von Geißen auf. Seine Nerven lagen brach am Boden. Obwohl das Imperium seine Waffen verbessert hatte, konnte sie immer noch sehr schwer gegen die Sern'Kei bestehen. Gerade als er weiter zur linken Flanke weiterlaufen wollte erhielt er neue Befehle.,, An alle Truppenverbände. Feind ist übermächtig, Stellung aufgeben und zurückziehen. Ich wiederhole Rückzug. Wir formieren uns neu. Alle Einheiten auf Empfang bleiben.“
Dies waren die ersten schönen Worte, die er je gehört hatte. Er wollte nur zu gerne fliehen und den Horror vergessen, den er hier erlebt hatte. Schnell lief er den Grabenweg entlang und floh mit Dutzenden von weiteren Soldaten, während eine breite Front von Sern'Kei den Grabenrand erreichte......