off.topic:,, Ich habe es versprochen und hier ist es. Ein neuer Teil. Wünsche viel Spaß beim lesen und keine Angst, was jetzt noch nur angedeutet ist, wird baldblutige Realität 
Also viel Spaß beim Lesen."
P.S. Gute Idee GBK, ich werde es in meine Geschichte sicherlich einfließen lassen, wenn es sich ergibt."
Selig sind die Narren
Eine halbe Stunde später
Das Verhör war zu Ende und Sergeant Ester war bereits über die unliebsamen Neuigkeiten informiert worden. Nicht gerade ein rühmliches Ende für einen solch nervenaufreibenden Tag.
,,Was für ein Scheiß....“ knurrend warf er die kleine, stählerne Pforte seines dunkelgrünen Spindes zu.
Er war für heute fertig mit der Welt, aber dennoch hatte er seine Pflicht zu erfüllen. Man meinte, eine Doppelschicht würde ihm nach der recht „entspannenden“ Befragung und Untersuchung sicherlich gut tun.
Seine Ausrüstung war nun eine andere. Er musste jetzt einen Elektro-Schlagstock und eine Nadelpistole mit Injektionspfeilen mit sich tragen. Gerade am Tage lauerte doch das Verbrechen, er konnte die Administration nicht verstehen und auch nicht diese unsinnigen Vorschriften.
Nur Abends bis zur Dämmerung war es den Rekruten gestattet scharfe Munition und Waffen mit sich zu tragen. Von Sonnenaufgang bis deren Untergang sollte man auf nicht tödliche Werkzeuge zurückgreifen, da man schließlich zum Wohle aller Bürger des Imperiums handle.
Eine blödsinnige Metapher, die er bedauerlicherweise befolgen musste.
Wie ein nasser Sack Mehl ließ er sich auf die hölzerne Sitzbank hinter sich fallen und ließ den Kopf in die Arme sinken.
Diese Kopfschmerzen waren nervend, vielleicht würde ihm die frische Morgenluft gut tun.
,, Verdammt!“ brüllend stand er auf und trat gegen die getäfelte Wand. Er hatte es so satt, so unendlich satt. Der ganze Tag war ein Alptraum gewesen. Nicht nur musste er irgendwelche Mutanten wieder verweisen oder sie in ihre Slums zurücktreiben, nein, er durfte sich auch das Gejammer von unglücklich verheirateten Männern und Frauen anhören. Die Krönung war dieses Insektenvieh aus der toten Katze und das darauffolgende Verhör.
,,Das wird sich in meinen Lebenslauf spitze machen...“ lachte er wie ein Wahnsinniger und weinte anschließend. Stress konnte die seltsamsten Gefühlen in einem Menschen regen. Selbst jene, die man unter purer Stärke vergraben hatte.
,,Mein Glaube ist stark. Ich diene den Imperium bis in den Tod.“ umklammerte er die kleine goldene Kette um seinen Hals mit den goldenen Adler. Er hasste sich in diesem Moment. Wie ein kleines Kind war er momentan. Schwach und verletzlich. Ein erwachsener Mann, der in einem Umkleidungsraum wie ein Nichts im Raume stand und eine goldene Halskette umarmte.
,,Mein Glaube ist stark. Ich diene den Imperium bis in den Tod!“ redete er sich selbst Mut ein und seine Stirn zelebrierte vor Anspannung.
,,MEIN GLAUBE IST STARK! ICH DIENE DEN IMPERIUM BIS IN DEN TOD!“ schrie er nun aus Leibeskräften und versenkte seine angeschlagene Psyche wieder in der Unendlichkeit seines starken Geistes.
Jetzt fühlte er sich stark und wollte gerade zum Ausgang gehen, als sich eine zierliche Frauengestalt in hautengen Leder aus einer dunklen Ecke des schlecht beleuchteten Raumes bewegte.
,,Welche starke Worte, vielleicht schenke ich dir mal ein Wörterbuch, damit du eventuell ein paar neue Sätzen bilden kannst.“ sagte Las'Venegath neckisch und klatschte in ihre zarten, manikürten Hände.
An der wohlgeformten Frau mit den kurzen, schwarzen Haar und den weiß melierten Strähnen wirkte die Uniform wie ein Kleid. Es stand ihr wunderbar. Ihre weiblichen Runden waren wohl für jede Kleidung ausgelegt, selbst in einem schlappigen Overall würde sicherlich gut aussehen. Besonders die schwarze Augenklappe über ihren rechten Auge regte seine Fantasie an.
,, Ach die Zyklopin......“ sagte er abfällig, um seine offensichtliche Erregung zu verbergen. Der Schweiß glänze auf seiner kahlen Stirn und sein Herz schlug Purzelbäume. Hätte sie ihr bionisches Auge noch, hätte sie es sicherlich gesehen.
,,Ich habe gehört, was der Psioniker und der gute Sergeant Ester beredet haben. Möchtest du es gerne wissen?“ lächelte sie ihn mit ihren vollen roten Lippen an und er verzog eine Miene.
Sentius Claw wusste nur zu genau, daß seine Kameradin nie etwas ohne Gegenleistung tat.
,, Du verlangst doch sicherlich etwas dafür oder?“ fragte er skeptisch und sah sie grimmig an. Sie lachte und ging geschmeidig auf ihn zu. Ihre Hüften wurden durch das nachtschwarze Leder der Uniform besonders hervorgehoben.
Wenn sie so auf einem zukam, konnte man ihr kaum einen Wunsch abschlagen. Sie war sich ihrer Schönheit bewusst und nutzte sie pausenlos. Nur im Einsatz war sie ein braves Mädchen, das besondere Privilegien genoss.
Selbstverständlich bei ihren geschmeidigen Bewegungen und der Tatsache das über 96% der Mitglieder des Adeptus Arbites männlicher Natur waren.
,, So viele Fragen und so wenig Vertrauen. Ich würde es dir sagen, wenn du dich bei mir entschuldigst.....“ grinste sie ihn an und strich mit ihrer seidigen Hand über seinen kahlgeschorenen Kopf. Sentius Claw erschauderte. Ihm stellten sich die Nackenhaare auf und sein Puls kannte kein Halten mehr. In seinem Kopf tobte die irre Vorstellung, sich wie ein Tier auf sie zu stürzen und sie zu begatten, aber schnell konnte er diesen Urtrieb abschütteln.
,,Denk klar, verdammt, du kennst Las'Venegath. Du weißt, das sie nur spielt. Reiß dich zusammen.“ dachte er innerlich und rief sich zur Besinnung.
,,Entschuldigung.....“ zischte er Gram gebeugt und sein Gesicht verwandelte sich in eine finstere Maske aus Scharm und innerlicher Wut.
,,Na, wenn du mich so nett bittest.“ sagte sie und setzte sich auf die Holzbank. Dabei strich sie über ihre Beine und Sentius verlor beinahe seine Stärke. Zwischen seinen Gefühlen Hin und Her gerissen, biss er sich auf die Zunge und schmeckte den süßlichen, metallischen Geschmack von Blut. Seinem Blut. Der plötzliche Schmerz blies wie eine Flutwelle alle Regungen aus seinen Körper, nur ein Verstand war intakt.
,,Der Psioniker hat mehr oder weniger darauf gedrängt dich vorrübergehend vom Dienst zu suspendieren, bis man über deine feindliche Haltung gegenüber der Inquisition im Klaren wäre bzw. eine weitere Befragung durchgeführt hätte.....“ sagte sie äußerst langsam und drückte sich dabei ebenso gewählt aus, was selten der Fall war.
,,Na klasse.....“ ging er unruhig im Kreis und machte sie immense Vorwürfe. Er hatte bei dem Verhör versagt. Alle Ratschläge seines Vorgesetzten in den Wind geschlagen und jetzt erntete er den Segen für seine Verfehlungen.
,, Da ist noch mehr. Du solltest mich ausreden lassen.“ lächelte sie ihn erneut an und er ballte eine Faust.,,Diese lange Pause war Absicht gewesen.....“flüsterte er unhörbar und forderte sie auf weiter zu sprechen. Natürlich kam sie seiner Aufforderung zögerlich nach.
,, Der gute Ester ist für dich in die Bresche gesprungen und hat den Psioniker hart angefahren. Ich glaube, er hat ihn einen degenerierten Haufen Scheiße genannt und er solle sich lieber auf wirkliche Verbrechen konzentrieren und nicht junge, aufstrebende Rekruten und gläubige Diener des Imperiums in ihrer Pflicht zu hindern.“
Sentius Claw wurde hellhörig.,, Das hat er gesagt? Wir reden hier noch von Sergeant Ester oder nicht?“ fragte er ungläubig nach und Las'Venegath nickte.,, Sagen wir es mal so, ich war erstaunt, aber gleichermaßen begeistert. Schließlich hast du deine Pflicht getan und das noch nicht mal übel für einen Grünschnabel.“ witzelte sie und machte ihren Spint auf, der seltsamerweise nur einen Meter von dem seinigen lag.
Auch sie nahm ihren Schlagstock und die Nadelpistole daraus hervor und bewaffnete sich.
,, Grünschnabel? Sag mal bist du nicht auch erst ein Jahr bei uns?“ baute der junge Rekrut ein Gegenargument auf, das allerdings durch eine arrogante Antwort von Las'Venegath zerfiel.
,, Dann kannst du einmal sehen. Ich brauchte nur ein Jahr und du?“
Das gefiel ihm nicht. Er hatte seine Kameradin gern, vielleicht liebt er sie sogar. In dieser Beziehung war er sich nicht sicher. War es nur körperliche Anziehungskraft oder verbarg sich noch mehr dahinter.
,,Achja, bevor ich es vergesse:,, Neue Anweisung. Wir gehen gemeinsam auf Streife.“ rief sie ihm hinterher, als er direkt in der Türfüllung stand.
,,Echt klasse....Heute scheint mich echt alles zu hassen.“ verließ er den Umkleidungsraum und wurde von einem Schuh am Hinterkopf , begleitet von einem „Hey“, getroffen. Grinsend stolperte weiter, um seine Schicht zu beginnen......
IN der verzweigten Kanalisation, unter der Stadt
,,Mir gefällt das nicht. Ich bin dein treuester Diener, Ten, aber den Mächten des Chaos traue ich nicht.“ sagte Markosch ein entstelltes Wesen mit dutzenden von peitschenden Tentakeln, die ihm willkürlich aus der Haut wuchsen. Sein Gesicht hatte er, mittels weißer Bandagen, versteckt, sowie auch seine Arme und Beine, doch die Tentakel fanden immer wieder eine Stelle, wo sie wuchern konnten. Sein langer, brauner Trenchcoat war schon längst durchlöchert und eigentlich nur ein zerrissenes Stück Stoff.
Er gehörte zu den Leibwächtern von Ten und galt auch als sein Berater, seinem einzigen Berater.
,,Ich weiß, aber wir müssen uns mit einem Dämonen verbünden, um den Teufel zu stürzen. Denkst du wirklich, mir gefällt das?“ erwiderte Ten, der direkt gegenüber saß und an einer verdreckten Karotte knabberte.
In den kleinen, engen Versteck, was mehr einer Müllhalde ähnelte, waren sie ungestört. Der verbeulte, morsche Tisch und die ebenso mitgenommenen Stühle boten ein schrecklichen Einblick in das Leben eines Mutanten. Fast alle Gegenstände wirkten wie von einer Mülldeponie. Selbst die hölzernen Wände waren mit Graffiti oder widerlicherem beschmiert. Auf den Boden lagen fest getrocknete, schimmelige Essensreste und mitunter auch Fäkalien. Und das Plätschern von riesigen Ablassrohren der Fabriken für das Abwasser war deutlich im Hintergrund zu hören.
Glücklicherweise brauchten sie hier in der Kanalisation kein Dach, hier war es immer feucht und schmierig. An den ekelhaften Geruch hatten sich die beiden Mutanten mittlerweile gewöhnt.
,,Vielleicht sollten wir einfach den ursprünglichen Plan ausführen und die Waffendepots im Süden der Stadt angreifen. Dann hätten wir die Mittel, um los zuschlagen und wären nicht auf die Chaos-Space-Marines angewiesen.“sagte Markosch und hütete sich dabei das Wort Verräter oder Abschaum zu benutzen, schließlich waren dies Begriffe der Menschen und diese hasste er vom ganzen Herzen.
,, Unwahrscheinlich. Durch die automatischen Geschützanlagen würden viele unserer Brüder und Schwester unnötig ihr Leben verlieren. Nicht zu vergessen, die Garnison. Die imperialen Wachen hätten keinen Skrupel uns einfach zu erschießen. Ich bin selber nicht für den Weg des Krieges, aber wir haben keine andere Wahl. Entweder wir werden zu den Tieren für die uns die Menschheit hält oder wir werden sterben und zwar qualvoll.“ antwortete Ten mit einer gewissen Schwere in seiner Stimme.
,,Ich habe von diesen Staphylos gehört. Zumindest was man so über ihn sagen hört. Angeblich ein Mörder und ein Vernichter. Keinem den man wirklich begegnen möchte. Ich konnte nicht viel in Erfahrung bringen. Das wenige Material beruht auf Hören und Sagen, leider.“ betonte Markosch und fasste sich an seine aalglatte Stirn. Er wirkte tatsächlich wie eine Art Meeresgetier. Seine Haut war recht geleeartig und immer ohne Schrammen, ähnlich einem Tintenfisch.
,,Ich muss leider auch sagen, daß ich nicht viel erfahren haben. Unser Verbündeter hat mit mir einige Stunden gesprochen und ich muss sagen, es hört sich alles gut an, zu gut. Seine Worte mögen sich immer keuchend anhören, doch sind sie immer mit einer gewissen Überzeugung angereichert. Ich konnte kaum umher, seiner Sache, glauben zu schenken.“ erklärte Ten immer noch sachlich, aber der bedrückende Unterton blieb.
,,Mal eine andere Frage. Was passiert wenn wir gewinnen? Ich frage dies mit Bedacht. Was dann?“ stellte Markosch eine erneute Frage und sah dabei Ten in die Augen.
,, Dann werden wir uns mit den Administratoren in diesen Raumsektor in Verbindung setzen und eine Austausch zwischen Menschen und Mutanten veranlassen. Sollten ihre Leute ihnen etwas bedeuten, werden sie es tun.“ sprach Ten und würgte nun die madige, gelbliche Karotte runter. Dabei verzog er das Gesicht, als müsste er sich gleich übergeben.
,, Ich glaube nicht, das sie so handeln würden. Sie werden diesen Planeten vernichten und damit alles Leben auf ihn. Ex Terminatus, nennen sie diesen unmenschlichen Akt. Was dann Ten? Was können wir dann tun?“ Markosch war besorgt. Man sah es ihm an und er war auch nicht über diesen Plan begeistert.
,,Du sprichst wirklich offen mit mir und ich werde dir diesen Gefallen ebenfalls tun. Gar nichts. Wir können jetzt nur auf die Unterstützung der Deathguards bauen. Im brisantesten aller Fälle werden wir uns den Chaos anschließen. Eine andere Wahl haben wir nicht oder möchtest du von einer Energiewelle zu einem glühenden Stück Brikett verkohlt werden?“
Sicher hatte Ten recht. Viele Alternativen hatten sie nicht, entweder sie erhoben sich und kämpften für ihr Recht zu leben oder sie würden nach und nach ausgerottet. Sie mussten so handeln. Das Imperium musste endlich wachgerüttelt werden. Es musste endlich einsehen, daß die Mutanten die Zukunft der Menschheit waren und nicht die Menschen selbst.
Markosch war immer überzeugt davon gewesen, daß Mutanten einen Menschen körperlich und geistig überlegen waren. Das traf allerdings nicht auf jeden zu. Ca. zwei Drittel der Mutanten im gesamten Imperium waren verkrüppelt und verfügten über keinerlei psionische oder körperliche Kräfte. Viele waren auch nicht Herr ihrer Sinne und meist psychisch behindert.
,,Wann soll der Sturm losgehen?“ wollte er wissen und Ten erwiderte.,, In zwei Tagen. Genau eine Stunden nachdem der Gouverneur das neue Gesetz ausgerufen hat und damit unsere Tötung legitimiert hat.
Unsere Brüder sammeln die letzten Waffen ein und formieren unsere Streitkräfte, während unsere Schwestern unsere Versorgung überwachen.“
Sein Plan mochte etwas chauvinistisch wirken, aber eine Tatsache war, daß männliche Mutanten über eine wesentlich größere körperliche Kraft verfügten und ein höheres Schmerzpotenzial besaßen ,als die weiblichen, wobei seine Schwestern durch einen hohen Intellekt und über überdurchschnittlich gute organisatorische Fähigkeiten verfügten.
An sich eine wohlüberlegte Aufteilung, doch gab es auch kleinere Konflikte unter den Mutanten. Das alte Spiel zwischen Mann und Frau. Wer war besser. Ten konnte darauf keine Rücksicht nehmen. Er musste einfach die kalten Fakten berücksichtigen und sie auch gezielt einsetzen.
,,Und was ist wenn sie unseren Plan erkennen? Ich meine, nicht alle Mutanten sind mit unseren Plan einverstanden. Sie könnten ihnen etwas verraten.“ stellte Markosch fest, doch Ten lächelte nur in seiner bekannt sympathischen Art.
,,Das habe ich natürlich einkalkuliert. Unsere Waffen und Ausrüstungen befinden sich in unzähligen von Lager, selbst wenn wir einige Plappermäuler in unseren Reihen hätten, würde uns nur ein paar Lager verloren gehen. Es ist alles perfekt geplant.“
Wirklich klug ausgedacht, wie Markosch zugeben musste. Keiner konnte mehr ihren Plan aufhalten und keiner würde ihr Ziel anfechten können. Sie waren einfach zu viele und mit der Hilfe des Chaos würden sie diese Welt überrennen.
Plötzlich stand Ten auf und schleppte sich nach draußen.,, Komm, mein Freund. Wir haben viel zu tun...“