off.topic:,, Ich wäre ein schlechter Schreiberling, wenn ich mich nur auf eine Thematik beschränke, keine Sorge, es wird etwas kommen und das werdet ihr nicht einmal erahnen können 
Also hier was neues
. Viel Spaß beim Lesen."
Das Verhör
,,Siehst du nicht, wie sie deine Qualitäten verachten? Merkst du es nicht, wie dich deine Leute behandeln? Vom Neid getriebene Tiere sind sie, mehr nicht. Erkennst du nicht die Wahrheit? Der Schwarm ist deine einzige Familie, hier wird dich keiner verachten, keines meiner Kinder kennt Neid und Habgier, nur den schrecklichen Hunger......“
,,Oh nein, nicht schon wieder.“ wachte Sentius Claw in einem sterilen Raum auf. Sein Kopf dröhnte,aber die Stimme war verschwunden.,, Dem Imperator sei Dank....“ betend hielt er sich seinen Kopf. Man hatte ihm den gesamten Kopf kahl geschoren und Dutzende von Einstichen konnte er vom Hals bis zum Nacken runter erfühlen.
,,Ich hasse diese Untersuchungen......“ knurrte er und stützte sich auf der Tischplatte aus glänzenden Chrom ab.
Es war schwierig für ihn, sich zu sammeln. Die Betäubung wirkte größtenteils nicht mehr, doch seine Sinne schienen immer noch davon beeinflusst zu werden. Das grelle Licht der Neonröhren an der Decke war einfach nur störend und wurde durch die äußerst saubere Tischplatte reflektiert. Im ersten Moment wollte er die Augen wieder schließen, aber das wurde ihm verwehrt. Gerade öffnete sich eine Tür, die Einzige in diesem Raum, und eine dürre Gestalt trat herein. Seine Kopfschmerzen kehrten zurück und er konnte erkennen, daß dies ein Psioniker war. Das anschließende Verhör.
,,Ah, Mister Sentius Claw...“ sprach ihn der Fremde an und umrundete ihn langsam.,, Ich habe ihre Akte gelesen...“ warf er ein großen Stapel an Papyrus und Pergamenten auf den Tisch. Das laute Geräusch war äußerst unangenehm für den Rekruten des Adeptus Arbites und wie es schien, wusste es der unheilvolle Psioniker.
Dieser wirkte eine Mischung aus Mensch und Schlange, wahrscheinlich ein Mutant. Seine Haut war ähnlich der eines Menschen, doch sehr schuppig, die Augen zu tierartigen Schlitzen geformt und die Nase fehlte völlig, nur zwei unscheinbare Löcher hatten diese ersetzt.
Ob er über Haare verfügte, war durch den dunkelblauen, blitzenden Helm schlecht zu sagen.
,,Und ich muss sagen, daß ich entrüstet bin, wie ein solch nutzloses Individuum unserer Gesellschaft, es in die heilige Gefilde des Adeptus Arbites gebracht hat. Scheinbar versucht man jetzt den Abfall direkt zu entsorgen.“ setzte sich der mittlerweile unsympathisch gewordene Psioniker an das Ende des zwei Meter langen Tisches.
,,Besonders wenn ich ihre beunruhigende Vergangenheit berücksichtige. Wie hat es sich angefühlt im Dreck zu leben?“
Sentius kochte vor Wut und formte eine spitze Antwort.,, Keine Ahnung, sagen sie es mir doch Psioniker. Sie sind es doch gewohnt, im Dreck anderer zu wühlen.“
Er konnte deutlich spüren wie seine Kopfschmerzen sich schlagartig intensivierten. Normalerweise kein gutes Zeichen, doch in diesem Falle befriedigend. Der Psioniker war wütend, aber er konnte seinen Zorn gut verbergen.
,, Ah, wir rebellieren gegen die Oberhoheit der Inquisition. Sehr schön, ein weiteres Indiz für meine These.“ lachte der ekelhafte Mann vor ihm.
,,Der Imperator ist die einzige Macht im Universum, die Inquisition nicht!“ brüllte er und schlug mit der Faust auf den Tisch.
,,Bravo...“ klatschte der Psioniker in die Hände.,, Ihr wisst also doch noch wem eure Loyalität gehört. Nun dann können wir endlich offen reden.“
Leider hatte er die kümmerliche Scharade des Psionikers nicht gleich durchschaut, allerdings hatte ihm seine grobe Antwort gerettet.
,,Sehen sie, ich bin geneigt ihnen zu glauben, nur sind meine Vorgesetzten in dieser Beziehung recht kompromisslos. Beginnen wir also....“ begann er erklärend.
Sentius saß auf glühenden Kohlen. Er musste beherzter denken und sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Alles, was nun geschah, jedes Niesen, jeder Augenaufschlag würde strengstens in die Bewertung seines Gegenüber fließen.
,, Ihr direkter Vorgesetzter Sergeant Ester Damokles , hat sich durchaus positiv über sie geäußert. Darauf sollten sie in Anbetracht ihrer kurzen Zeit beim Adeptus Arbites durchaus Stolz sein.“ Wieder eine Finte, um in seinen Geist eindringen zu können, dachte er und war überaus vorsichtig. Nickend bedankte er sich und wartete auf die nächste Frage. Sein Geist musste ein Bollwerk sein, niemand durfte in seinen Geist, am wenigsten dieser speichelleckende Abschaum von der Inquisition.
,, Den Kopf des Aliens, den sie gefunden haben, wird derzeit noch untersucht, allerdings stellen sich uns erste Fragen über seinen Fundort. In ihrem kurzen Bericht steht geschrieben, ein insektenartiges Wesen wäre aus dem Leib einer toten Katze gekrochen und das mitten auf dem Platz der Einheit. Ist das soweit korrekt?“ harkte der Psioniker nach und sah ihn tückisch in die Auge.
Wieder nickte Sentius Claw und hoffte seine Deckung beibehalten zu können. Er spürte förmlich, wie irgendetwas durch seine Gedanken wälzte, wie eine Wurm durch das saftige Fruchtfleisch eines Apfels.
,,Gut, sehr gut. Weiter steht hier, das diese Wesenheit über keinerlei erkennbare Augen verfügte und sich trotzdem bedrohte. Würden sie in eigenen Worten bitte schildern, wie es sie ''bedrohte“?“
Jetzt hatte er ihn, jetzt musste Sentius seinen Widerstand aufrechterhalten und antworten. Da er über keinerlei psionische Fähigkeiten verfügte, war dies äußerst schwierig.
,,Dieses Tier hat mich angefaucht und geknurrt.“ antwortete er knapp und sah, wie der Psioniker grinste.
Er war in ihm und das verbarg er auch nicht mehr länger.
,,Ich sehe es. Sie haben richtig gehandelt, aber fühle ich eine leichte Abneigung gegenüber der heiligen Inquisition.....Möglicherweise wird in dieser Beziehung noch eine weitere Untersuchung von Nöten sein, um zu bestätigen, daß sie KEIN Feind des Imperiums und nur ein williger Diener seines Namens sind.“
notierte sich der Psioniker mittels eines Kugelschreibers auf einen vergilbten Stück Pergament seine bisherigen Untersuchungsergebnisse.
Leider war die Schrift so zittrig und bedauerlicherweise auch in einer anderen Sprache, als das er es hätte lesen können. Ein mieser Trick, murmelte er unhörbar und beobachtete seinen Verhörexperten weiter. Dieser wirkte unscheinbar, doch auch der Psioniker suggerierte den jungen Mann vom Adeptus Arbites ebenfalls.
Es war ein Katz und Maus-Spiel, nur war er die wehrhafte Maus.
,, Sich mit einem Nagetier zu vergleichen ist nicht gerade eine praktikable Art, um mich von ihrer Unschuld zu überzeugen.“ gab der Psioniker bissig zurück und schrieb weiter an seinem Bericht.
,,Sie sollten vielleicht doch eine Neural-Therapie in Betrachtung ziehen, damit wir auch weiterhin von ihrem gesunden Menschenverstand profitieren können.“ fügte er noch seiner Antwort hinzu und legte den Kugelschreiber ab.
,,Ihre Bewertung ist abgeschlossen. Ich habe derweil alles was ich brauche. Das Ergebnis kann ich ihnen mitteilen, da sie ohnehin keine Möglichkeit haben es anzufechten......“ sagte er Psioniker kalt lächelnd.
Dies war ihm bereits bewusst. In seiner Situation war er nur ein Opfer oder noch weniger. In dieser Situation war jeder Entscheidung hilflos ausgeliefert, egal, wie sie ausfallen mochte.
,, Beginnen wir mit der medizinischen Untersuchung. Sie weißt auf ein geringes Ungleichgewicht in ihrer Gehirnchemie, welches oft die Ursache für Kopfschmerzen jedlicher Art sind und sie scheinbar besonders anfällig gegenüber psionischen Auren machen. Dies mag sich recht negativ anhören, doch bestätigt es ihre Qualifikationen für das Adeptus Arbites. Ich bin sicher, daß sich durch diese Befähigung, neue Anwendungsbereiche erschließen lassen.“ sprach er äußerst langatmig, in der stetigen Gewissheit, wie bedrückend die Angelegenheit für Sentius Claw war.
,,Ihre Befragung war echt aufschlussreich. Sie sind loyal dem Imperium, allerdings habe ich ihre Abneigung gegenüber der heiligen Inquisition in meine Bewertung mit einfließen lassen. Eine leichte Unsicherheit war deutlich spürbar, schon bei dem Gedankengang des Katz-und-Maus-Spieles. Daher rate ich zur einen Nerven-Stimulanz-Behandlung, um einer möglichen Schwäche vorzubeugen. Desweiteren haben ich ihre innere Unruhe gespürt, nicht weiter verwunderlich für einen jungen Rekruten, allerdings werde ich dies ihrem direkten Vorgesetzten mitteilen müssen.
Ihr Bericht hat durchaus die Wahrheit entsprochen. Durch einen legitimen Blick in ihre Gedanken habe eine deutliches Bild von der Szenerie erhalten. Sie besitzen einen äußerst klaren Verstand, danken sie dem Imperator dafür.
Alles im Allem bin ich relativ zufrieden mit der Untersuchung. Trotzdem werde ich die signifikanten Punkte, die bereits angesprochen habe, melden müssen und ich schließe es nicht aus, daß dies eine weitere Untersuchung zu Folge haben könnte. Ich werde sie aus der Untersuchung entlassen und sie werden wieder ihren Dienst antreten, aber seien sie sich bewusst, wir werden ein Auge auf sie haben. Bleiben sie noch sitzen, ihre Leute werden sie abholen.“ damit stand der Psioniker auf und suchte sich seine Unterlagen zusammen. Ohne ein weiteres Wort verließ er den Raum und ließ den sichtlich erleichterten Rekruten zurück.........