Hab mal ne kleine Kurzgeschichte geschrieben, ich hoffe sie gefällt euch.
Verrat
Seit dem Jahr 2312, als der Vernichtungskrieg der Sern'Kei gegen die Erde tobte, gab es für die Menschheit noch andere Gefahren. Oftmals in den eigenen Reihen. Verräter und Vampire strebten danach das Imperium in seinen Grundfesten zu erschüttern und zu vernichten. Seit dem schrecklichen Krieg sind 30 Jahre vergangen und das neue Imperium der Menschheit steckte noch in den Kinderschuhen. Der namenlose Imperator verfolgte eine Eisenfaust in Samthandschuh-Politik und diese erwies sich als äußerst erfolgreich. Die Anschläge des Paktes gingen zurück und auch die Überfälle von den Vampiren aus den Serius-Sektor konnten vermindert werden. Doch die Bedrohung durch die Sern'Kei blieb bestehen. Nachdem man sie zum ersten Mal, in der verlustreichen Schlacht am Mars besiegt hatte, zogen sie sich zurück und warteten wieder auf eine Gelegenheit die Menschheit anzugreifen. Deshalb ging auch Marius Zentus zum Militär. Er hatte schon immer geträumt in einer wilden Weltraumschlacht seinen Mann zu stehen und sich als Held zu fühlen, doch bis jetzt gab es keine größeren Gefechte mit den grotesken Aliens. Man hatte ihn für simple Flüge eingeteilt oder auch als einfacher G.I. Auf verschiedenen Außenposten der Kolonien.
Um so erfreuter war er über die Nachricht, daß er bei einem hochrangigen Diplomaten als Eskorte dienen sollte. Das Imperium hatte Kontakt mit einer außerirdischen Rasse aufgenommen, die sich selbst die Doroun nannten. Es sollen wahrhafte Riesen sein, wie er in den Nachrichten gehört hatte. Zwischen 3 bis 5 Metern sollen sie groß sein. Natürlich war er gespannt auf dieses außerirdische Volk und tat wirklich alles, was man ihm befahl.
Momentan befand er sich auf den Zerstörer Ares, der direkt auf das Gebiet der Doroun zu hielt. Die beiden unterschiedlichen Parteien hatten sich auf ein Treffen auf einem verlassen Außenposten geeinigt. Eine Weltraumstation der Doroun, schon lange aufgegeben, da sie Dank der Hyperraumsprungtore nicht mehr genutzt wurde. Ständig sah er durch die kleinen Fenster nach draußen und hoffte irgendetwas neuartiges zu sehen, doch wurde er enttäuscht. Dort war nichts außer die unendliche Leere des Weltraumes.
Plötzlich schreckte ihm ein lautes Heulen der Sirenen auf.
,, Achtung, Achtung! Unbekannte Schiffe auf den Radar! Auf Gefechtsstationen!“ brüllte der Kommandant und im nächsten Moment brach das Chaos aus. Dutzende von Offizieren, Piloten und Soldaten drängelten sich durch die viel zu engen Gänge, nur um rechtzeitig ihre Positionen einzunehmen.
Er gehörten zu den Piloten und hatte in einer gewissen Weise Glück, daß sein Quartier nahe an den Andockbuchten für die Jagdschiffe lag.
Schnell streifte er sich seine lederne, dunkelblaue Kluft über und setzte den Helm aus Kunststoff mit den Glasvisier auf. Danach lief er den Gang entlang und stieg in die Kanzel seiner Jagdmaschine und betätigte schnell nach dem Schließen der Luke den Knopf für den Abwurf. Mit einem Klacken lösten sich die Halterungen und seine Maschine wurde mittels Druckluft in den Weltraum gestoßen.
Dabei wurde er kräftigt durchgeschüttelte, doch schaffte es sich noch seinen Gurt umzulegen und zu schließen und seine Maschine wieder unter Kontrolle zu kriegen. Das Training für Piloten war hart, da man nicht nur sich an die Schwerelosigkeit gewöhnen musste, sondern auch über die Elektronik und die Schubumkehr beherrschen musste. Bekanntlich hat der Weltraum keine Balken, daher verfügten die Seriusjäger auch über 8 Schubdüsen an jedem Flügel. Ansonsten wäre ein manövieren im luftleeren Raum unmöglich.
,,An alle Piloten. Die fremden Schiffe sind uns nicht bekannt, vermeiden sie eine Provokation und feuern sie erst, wenn sie den Befehl erhalten.“ meldete sich der Kommandant des Zerstörers über Funk.
,,Aye,Aye Sire.“ gab Marius bissig zurück und reihte sich in Formation mit den anderen Jagdschiffen seines Geschwaders ein.
,,Meine Fresse sind das große Pötte.“ staunte ein Pilot nicht schlecht, als sie die riesigen Schiffe sahen, die einen Zerstörer der Erde vergleichsweise wie eine Maus neben einen Elefanten aussehen ließen.
,,Schnauze, Johnsen. Verhaltet euch ruhig, Jungs. Die wissen schon was sie tun.“ unterbrach der Anführer des Geschwaders jede Unterhaltung.
,, Das hat man früher über die Sern'Kei auch gesagt und was war dann?“ meinte Johnsen und wurde sofort vom Geschwaderführer getadelt.
,, Johnsen, noch ein Wort und ich sorge dafür, daß du zurück auf den Mars versetzt wirst.“
Marius war ganz still und bewunderte die gewaltigen Schiffe der Unbekannten. Das könnten tatsächlich die Doroun sein, aber warum gerade hier. Wollte man sich nicht auf den Außenposten mit ihnen treffen?
Eine unbekannte Sprache hallte über Funk, als das Raumschiff und seine Eskorte auf der Stelle stehen blieb. Er selbst konnte kein Wort verstehen, allerdings war die Stimmlage dieser Rasse sehr tief, was auch ein Rückschluss sein konnte, daß dies die Doroun waren.
,,Achtung, Hyperaumwurmloch öffnet sich.“ warnte ihn die weibliche Stimme seines Bordcomputer und nur 20 Meilen von ihrer Position öffnete sich ein rötlich, schimmerndes Portal.
,,Was zum Geier....“ fluchte Johnsen, doch dann stockte ihm der Atem.
Aus dem Portal schob sich ein riesiger Kreuzer der Sern'Kei und er aktivierte sofort seine Waffensysteme. Drei gewaltige Laserstrahlen schossen aus den vordersten Tentakeln des Schiffes und durchschlugen das Dorounschiff. In einer grellen Explosion verfing es, während die vergleichsweise kleineren Schiffe der Doroun sich aufteilten und vereinzelte Salven auf das riesige Schiff abfeuert. Doch verpufften diese scheinbar sinnlos auf der Panzerung des Sern'Kei Schlachtschiffes. Plötzlich begann das krakenähnliche Schiff der Sern'Kei an zu schreien und von seiner Panzerung lösten sich spitze Stachel und runde Plättchen. Es waren Jäger und Bombergeschwader. Sie sollten ihnen den Rest geben.
,,Formation auflösen und Feuer erwidern.“ befahl der Kommandant von der Ares und begann mit einem tödlichen Inferno aus Raketensalven und vereinzelten Laserschüssen.
,,Das ist heute nicht mein Tag.“ jaulte Johnsen und wurde auch prompt von einem Fio'Vosh, einem Jäger der Sern'Kei, zerstört. Genauso erging es zwei weiteren seiner Kameraden. Die verfluchten Schiffe der Sern'Kei waren wieselflink und wendig.
,,Verdammt. Macht sie fer......“ wollte der Geschwaderführer noch sagen, bevor sein Schiff in einer lauten, feurigen Explosion verfing.
Auf seinem Monitor sah er das krakenähnliche Schiff der Sern'Kei und feuerte seine Gauss-Raketen ab, die unter seinen Tragflächen angebracht waren. Er verfolgte ihre Bahn und sah, wie sie direkt auf der Oberfläche des Ash'Har einschlugen, aber sie sollten keinen Effekt erzielen. Stattdessen machten nun die schnellen Fio'Vosh jagt auf ihn.
,, Kann sie nicht abhängen.“ stotterte er ängstlich in sein Funkgerät und sah wie ein weiteres Schiff der Doroun von der mörderischen Feuerkraft des Sern'Kei-Schlachtschiffes in Stücke gerissen wurde.
Währenddessen wurde auch der Mars-Defender, der Zerstörer der Menschen von unzähligen Detonationen auf seiner Oberfläche heimgesucht. Plötzlich öffnete sich noch ein zweites Hyperraumwurmloch und ein weitere Monstrositäten der Sern'Kei mischten sich in die Schlacht ein. Zar'Karsch hießen diese spinnenartigen, schwarzen Raumschiffe. Auch sie eröffneten sofort das Feuer und ihre gebündelten Laser schnitten durch den Zerstörer wie Messer durch Butter.
,,Nein....“ liefen Marius Tränen ins Gesicht, als er die Explosion des Mars-Defenders mit ansehen musste.
,,Lebenerhaltungsysteme aus, maximale Geschwindigkeit auf den forderten Zar'Karsch. Wenn ich schon nicht siegen kann, werde ich so viele dieser Monster in die Hölle jagen wie ich kann.“ knurrte er und überbrückte das Sicherheitssystem.
Pfeilschnell jagte er mit seiner Maschine auf die Sern'Kei-Schiffe zu, während das letzte Dorounschiff von seinem Radar verschwand. Es war ebenfalls zerstört worden.
,,Für die Erde.“ schrie er und sah schon das grauenhafte Schiff vor sich. Kurz bevor er es erreichen konnte, brannte ihn noch ein Gedanke im Schädel. Man hatte sie verraten. So edel Marius Opfer sein sollte, so sinnlos war es, denn er wurde ebenfalls noch abgeschossen, bevor er den Zar'Karsch erreichte.......