hiernochmal ein bißchen etwas über den historischen Hintergrund im Film
einiges wurde schon gesagt aber ich finde die Info schon interessant
Quelle: Kino.de
So war es in Sparta sehr wohl üblich, dass Kinder bei der Geburt geprüft wurden und nur die starken und gesunden Babys überleben durften. Auch verließen die Jungen im Alter von sieben Jahren ihre Familien, um in sogenannten Agogen zu Kriegern ausgebildet zu werden. Sie mussten sich allerdings nicht wie im Film durch Töten eines Wolfs beweisen, sondern durch das Ermorden eines Sklaven. Was jedoch die Schlacht selbst betrifft, so wich Autor Frank Miller doch ein wenig von der Realität ab.
Der geschichtlichen Überlieferung zufolge versuchte König Leonidas anfangs, mit einem Herr von über 1000 Kriegern - und nicht nur 300 - den antiken Engpass im Kallidromosgebirge gegen die Übermacht der Perser zu verteidigen. Doch schickte er bis auf 300 alle Soldaten zurück, um seine Heimatstadt zu evakuieren. Er wusste, dass er die Perser nur für kurze Zeit würde aufhalten können.
Auch dass Leonidas und seine Krieger verraten wurden, ist wahr. Im Film von dem missgebildeten Ephialtes dargestellt, verriet ein Schafhirte gegen eine Belohnung den Persern einen Geheimweg in den Rücken des Spartanerheeres. Natürlich gab es weder Einhörner noch Elefanten, die an der Schlacht beteiligt waren. Und Spartaner hätten niemals so spärlich bekleidet gekämpft. Gut, diese historische Ungenauigkeit wird gern übersehen - vor allem vom weiblichen Publikum. Allein aufgrund dieser künstlerischen Freiheiten sollte klar sein, dass hier nicht die Schlacht historisch genau erzählt wird, sondern Entertainment im Vordergrund steht.
Dennoch reagierte die iranische Regierung auf den Film und seine Darstellung der antiken Perser als korrupt, brutal und skrupellos mit scharfer Kritik und legte sogar Protest bei den Vereinten Nationen ein. Regisseur Zack Snyder betonte: "Es ist nur eine Comicbuchverfilmung. Ich hatte nicht vor, einen Film zu drehen, der eine Stellungnahme zur derzeitigen Situation der Welt abgibt."
Zur Troja Verfilmung mit Orlando Bloom
Der griechische Dichter Homer schildert in seinen Werken "Ilias" und "Odyssee" die entscheidenden Kriegszenen in Troja, doch nur 51 Tage der zehnjährigen Belagerung. Petersens Verfilmung mit Orlando Bloom, Brad Pitt und Eric Bana beruhte auf Homers Erzählungen - trotzdem dauert die Belagerung im Film aber nur 17 Tage, und die Filmemacher änderten so manches, um die Geschichte kinotauglich zu machen.
Während Hollywood versuchte, Troja ein Happy End zu schenken, ging den Überlieferungen zufolge die Schlacht zwischen Trojanern und Griechen ganz anders aus. So kann Hectors Frau Andromache in der Kinoversion ihren Sohn, Paris und Helena durch einen Geheimgang nach draußen führen. In Homers "Ilias" wird Paris jedoch getötet, Andromache versklavt, Hectors Sohn von der Mauer geworfen und Helena am Ende wieder ihrem Ehemann Melenaos übergeben - nicht gerade ein Happy End.
Der Mythologie zufolge jagte Achilles bei seinem Kampf gegen Hektor den Prinzen von Troja dreimal rund um die Stadtmauer. Im Kinofilm beschränkten sich Eric Bana (Hektor) und Brad Pitt (Achilles) auf einen, wenn auch sehr beeindruckenden Kampf vor der Stadt. Auch durfte Superstar Pitt natürlich nicht vor Ende des Films das Zeitliche segnen. Selbst wenn Achilles der Geschichte nach eigentlich schon getötet wurde, bevor die Griechen mit dem Trojanischen Pferd ihren Sieg erringen konnten.