Oder was man will, dass die Leute zu interessieren hat und was nicht.
Was man will, was die Leute zu interessieren hat. Darüber ließe sich sicher diskutieren, aber dieser Fall ist dafür sicher nicht prädestiniert. Seien wir mal ehrlich: Wenn eine beliebige Zeitung mit der Schlagzeile auf macht "Steve Jobs tot" oder ähnliche Überschriften über den Herrn, dann kann man mit einer relativen Sicherheit davon ausgehen, dass das Leute anspricht, da Steve Jobs einfach bekannt ist. Dazu haben sicher die Medien im Vorfeld beigetragen, aber es hat auch seinen Grund, dass er das ist.
Wenn du nun schreibst "Dennis Ritchie ist tot" hast du drei Arten von Reaktionen - Leute, die das interessiert, weil sie ihn kennen und entsprechend eventuell betroffen sind. Leute, die es interessieren könnte, wer denn Dennis Ritchie war - bei diesem Fall schon fraglich, ob das Interesse ausreicht, einen Kauf zu rechtfertigen. Oder aber, was wahrscheinlich ist, fragt man sich maximal, wer es war, viel eher aber überliest man es, wie jede weitere "x ist tot" Nachricht auch und geht weiter zu den Dingen, die von gesellschaftlicher Relevanz sind.
Ich will das ganze nicht schön reden, was betrieben wird, aber wenn man sagt "Die Bild ist scheiße", "Die NPD ist scheiße" oder gar "Die Medien sind scheiße", dann sind sie es sicherlich, aber was viel schlimmer ist, als irgendwelche dämlichen Parteien, dämlichen Schmierblätter oder sonstige dämliche Vorkommnisse, ist die Gesellschaft, die diese Dinge erst entstehen lässt und sie füttert.
Ich frage mich bei dem Fernsehprogramm, wenn ichs denn irgendwann mal vor Gesicht kriege stets, wer den Müll denn permanent guckt, der da produziert wird. Und natürlich könnte ich den Sendern die Schuld geben, was ich bis zu einem gewissen Maß auch tue. Aber die Leute, die sich den Dreck angucken, und sei es nur "weil man sich drüber lustig machen will", oder "weil nichts anderes kommt", dann finde ich das viel viel ärmer.