Imbaer :>
Gut, ich werde versuchen mein Sicht weniger emotional darzulegen. Gehe davon aus, dass wir uns schon auf der Ebene missverstehen, denn ich möchte eben gerade nicht Origin dadurch relativieren, dass meiner Ansicht nach vergleichbare Methoden schon längst im Einsatz sind. Das Misstrauen dem gegenüber teile ich persönlich auch, und gerade weil ich es selbst gut nachvollziehen kann würde ich gern wissen, wieso man gerade hier den Schlussstrich zieht. Da kann ich einfach nicht folgen.
Was Origin genau scannt, holt, klaut, ist mir für die Diskussion ehrlich gesagt zu schlecht belegt. Beziehe mich daher lieber auf die EULA und Datenschutzrichtlinien. Kann dazu aus eigener Erfahrung nur sagen, dass Origin sehr ausführliche Logs zur Programmaktivität anlegt, die nichts derartiges anzeigen. Wenn man ihnen unterstellt, Rechner auszuspionieren, würde man wohl auch unterstellen, die Vorgänge nicht ins Log zu schreiben, aber das sind eben nicht belegbare Spekulationen.
Zum Steam-Beispiel, da darf man wohl schon davon ausgehen, dass bei der Kontenanmeldung IP- und MAC-Adresse geloggt werden, z.B. um "Account Sharing" offenzulegen. Wird bei EA, Actiblizz etc. sicher nicht viel anders gehandhabt, steht damit für mich auf einer Stufe.
Zur Weitergabe der gesammelten Daten an Dritte schreibt EA:
"EA wird Ihre personenbezogenen Daten ohne Ihre Zustimmung niemals mit Dritten teilen."
~schreibt Valve:
"Valve will not share personally identifiable information with any third party unless the user agrees to such disclosure in advance."
Für nicht-personenbezogene Daten behalten sich beide das Recht vor, sie mit Dritten zu teilen. Ob sie das auch rechtlich dürfen oder tun will ich nicht spekulieren, wie oben erwähnt beziehe ich mich in dem Fall nur auf die jeweiligen Richtlinien zum Datenschutz.
Es gibt hier (und auch bei den anderen Beispielen wie Actiblizz) in meinen Augen keinen Unterschied, groß oder klein. Allen mit gleichartigem Inhalt traue ich es auch zu, diese Bestimmungen zum eigenen Vorteil voll auszunutzen. Trotzdem kann es natürlich sinnvoll sein, die eigenen Daten mit einem Sammeldienst weniger zu teilen. Oder aber auch z.B. im Bereich Videospiele nicht alles über einen Anbieter abzuwickeln, damit man nie von einer Partei komplett erfasst ist. Die persönliche Schlussfolgerung will ich nie kritisieren, jedoch den Entscheidungsweg, sofern ich ihn wie eingangs erwähnt nicht nachvollziehen kann.







