ich glaube er meint mit "traurige zeitdiagnose" nicht die weltpolitischen probleme, sondern, dass die spieleentwickler dazu neigen profit mit der expliziten darstellung von gewalt zu machen.
eher, dass wie oft in dem artikel genannt, aktuelle konflikte als beispiel genommen werden und diese in massaker ausarten. er will wohl eher darauf hinaus, dass fiktive konflikte die story bieten sollten. wahrscheinlich um nicht die würde der betroffenen bevölkerung zu verletzen.
ganz ehrlich, ich finds auch nicht gut, dass oft ww2 spiele erscheinen in denen es nur deutsche als feindbild gibt. gefällt mir einfach nicht und am besten noch irgendwelche sprüche von protagonisten wo man einfach denkt "wieso sollte ich als deutscher dieses spiel kaufen, wenn die geschichte meiner großeltern so runtergespielt und verarscht wird".
klar, ich hol ziemlich weit aus, aber ich will kein iraker sein und call of duty 4 oder modern warfare 2 spielen müssen, wenn ich weis "der konflikt war vor 4 jahren und betrifft mich direkt".
find ich nicht gut sowas.
der autor steht vermutlich mehr auf since-fiction, fantasy o.ä.
denn ehrlich gesagt gibts gar nicht so viele spiele die fern von realen konflikten sind und in denen man nicht "sinnlos" gewalt anwendet.
oder um es so zusagen, spiele in denen man die genugtuung bekommt, den ach so bösen nazi zu spielen um die liebenswerten amis zu töten. nach dem sp von cod5 fühl ich mich einfach besser, wenn ich bei coh die wehrmacht spielen kann.
fazit: man kann einfach keine feindbilder in spiele projezieren, die es wirklich mal gab bzw gibt, das heizt bloß an.
"der ami kommt her, macht unser land platt und nach dem krieg bringen die noch ein spiel raus, wo jeder der nicht dabei war, alles aus spass noch mal macht" stell ich mir toll vor, wenn ich aus so einem land komm und diese aktion miterleb... wenn meine großeltern wüssten, dass es call of duty gibt und dass ich es auch noch gespielt hab...