Posts by DasWams

    So hab es nun bei nem Kumpel durchgespielt und den Multiplayer zumindest angezockt.

    Grafik:
    Meiner Meinung nach verdammt gut. Kann vielleicht nicht mit GoW mithalten, aber trotzdem sehr gut. Besonders gefallen haben mit die Lichteffekte und manche Texturen suchen ihresgleichen.

    Sound: Ich kenne die englische Syncro nicht, aber mir gefällt die Deutsche. Vielleicht nicht der Oberhammer, aber auch nicht schlecht.
    Die Musik ist über jeden Zweifel erhaben, weiß jemand, ob es den Soundtrack zu kaufen geben wird, wie das schon bei Halo2 der Fall war?

    Gameplay:
    Wie man es von einem Halo erwartet. Einfach nur genial.

    Story:
    Als Halo Freak (hab alle Spiel durchgespielt und alle Bücher, außer das zweite, gelesen) muss ich sagen. Es werden alle Teile der Story sinnvoll zu einem Ende verknüpft. ich will nicht zu viel verraten, gibt sicherlich Leute, die es noch nicht durchhaben. Aber ich sag mal, wer Halo schon mochte, wird die Story aus Teil 3 lieben!

    Multiplayer:
    Im großen und ganzen, wie der von Teil 2, aber extrem aufgebohrt (Karten bearbeiten, Replays usw.) Spielspaß is demnach leicht über dem Niveau des Vorgängers.


    Eigentlich wurden miene Erwartungen erfüllt oder sogar übertroffen. Wenn jetzt noch eine anständige PC-Version kommen sollte, bin ich restlos glücklich, dafür würde ich vielleicht sogar Vista kaufen. Aber nur vielleicht^^

    Allerdings die Leute, die schon vorher nichts mit Halo oder Sci Fi anfangen konnten, werden auch dieses Mal nichts mit dem Spiel anfangen können.

    MfG DasWams

    So nun ist es endlich soweit. Nach einem kurzen Ausflug ins Musiklager (DoWdeTSSDS^^), habe ich mich wieder auf das konzentriert was ich wirklich kann, nämlich Geschichten schreiben!
    Dementsprechend ist nun der dritte Teil der Trilogie fertig und ich werfe ihn euch zum Fraß vor. In diesem Sinne Guten Appetit und viel Spaß beim Lesen!

    Black Planet 3- Flucht nach Vorne

    Von Marcus Wamser


    Vorgeschichte

    Nachdem die Allianz als erstes den „schwarzen Planeten nicht mehr standhalten konnte und die GMO das gleiche Schicksal ereilte, steht die Menschheit zusammen mit ihren Verbündeten, den Opiid, am Abgrund.
    Der Großteil der noch lebenden Menschen flüchtet sich zur Erde. So auch die Crew der „GMO Dragonfyre“ in der Hoffnung Zuflucht zu finden. Doch die „schwarzen Planeten“ wollen die Menschheit untergehen sehen und verfolgen die Flüchtlinge erbarmungslos.
    Da die Menschheit keine Chance gegen einen derart mächtigen Feind hat, schmiedet die Regierung der Erde einen Plan, der die letzte Hoffnung der Menschheit darstellt...

    Kapitel 1“Die haben ja richtig Glück gehabt“
    Zitat Captain Michael Jacobs


    Es klopfte an der Tür zu Jacobs Kabine.
    „Ich will nicht gestört werden!“ schnauzte er denjenigen an, der vor der Tür stand. Es klang ein wenig komisch, da seine Nase im Verband lag.
    „Michael, es bringt nichts, wenn du dich in deinem Zimmer einschließt. Wir haben Carmen alle sterben sehen! Nicht nur du hast jemanden verloren! Wir anderen haben eine gute Freundin verloren.“ Kam die Antwort von Opiis knorriger Stimme.
    „Das weiß ich selber, aber ich möchte trotzdem im Moment niemanden sehen!“ brüllte er jetzt die Tür an.
    „Wie du meinst, du weißt, wo du uns findest. Wenn du Hilfe brauchst, wir sind für dich da.“
    Jacobs hörte wie Opii sich von der Tür entfernte. Zwei Tage waren vergangen, seit er ihren Tod mit ansehen musste. Wenn er die Augen schloss, sah er immer und immer wieder, wie das kleine Schiff von dem Tausende Tonnen schweren gerammt wurde und auseinander brach. Jedes mal wenn dieses Bild vor seinem inneren Auge ablief, zerbrach aufs neue seine Welt. Er war ein gebrochener Mann. Er wusste, dass Rache ihm seine geliebte Carmen nicht zurückbringen konnte, aber er wollte sie trotzdem. In diesem Moment, wo er auf seinem Bett saß und alle diese Gedanken ihn durchströmten, beschloss er weiterzumachen, bis er sich an den „schwarzen Planeten für den Tod seiner Familie gerächt hatte. Auch wenn er nicht viel Zeit mit Carmen verbracht hatte, so wusste er doch, dass dies die schönste Zeit in seinem Leben war und auch immer bleiben würde. Er krallte seine Hände im Bettlaken fest und schwor sich noch einmal, dass er Carmen rächen würde und wenn es sein Leben kosten würde. Er würde sie rächen.
    Mit diesen Gedanken erhob er sich von seinem Bett und verließ den Raum, um zur Brücke zu gehen.
    Zwei Minuten später erreichte er auch eben diese Brücke.
    Schmidt sah ihn als erster und nickte ihm nur höflich zu. Phil salutierte, als er ihn bemerkte. Der Rest der Brücke bemerkte erst, dass er da war, als er das Wort an sie richtete:
    „Wie weit sind wir noch von unserem Ziel entfernt?“
    „Nach fast eine ganze Woche“ antwortete Schmidt ihm.
    „Wie sieht es mit dem Schiff aus? Wir haben doch einen Treffer einstecken müssen.“ Fragte er.
    Phil antwortete ihm mit einem sorgfältig ausgearbeitetem Schadensbericht:
    „Der Reaktor ist vollkommen intakt, allerdings können wir unsere Haupttriebwerke nicht zu hundert Prozent belasten, da ein Großteil einfach weggeschmolzen ist, als wir den Treff abbekommen haben. MBKs sind einsatzbereit. Gepardraketenwerfer haben was abbekommen. Im Klartext, wir können 317 abfeuern. Der Rest ist beschädigt oder weggeschmolzen. Von ehemals 30 NPGs sind noch 27 einsatzbereit. Von den 30 Flakgeschützen sind noch 26 einsatzbereit. Die Nuklearsprengköpfe sind verschossen. Der AM-Torpedo ist noch da, aber den können wir ja nicht einsetzen.“
    „Zumindest können wir ihn nicht gegen die „schwarzen Planeten“ einsetzen. Gegen die kleineren Objekte müsste man es austesten.“ Sagte Jacobs.
    „Müsste man, aber wer weiß, ob wir noch jemals Chance dazu haben.“ Sagte Phil.
    „Das werden wir sehen. Gibt es Berichte von der GMO? Oder gar vom ObKom?“
    „Nein, die letzte Nachricht von ObKom war verstümmelt, als wir sie zusammengesetzt hatten, sagte sie uns, dass Gamma Omigus zerstört wurde. Danach kam nichts mehr von ObKom. Soweit wir wissen, existiert die GMO nur noch in unseren Köpfen.“ Beantwortete Schmidt die Fragen.
    „Klingt ja nicht so toll, sind noch Schiffe, abgesehen von uns, auf dem Weg zur Erde?“ fragte Jacobs weiter. Er hatte viel nachzuholen, nachdem er die letzten zwei Tage ausgesetzt hatte.
    „Praktisch die gesamte Flotte, die nach dem ersten Kampf bei Gamma Omigus noch existierte. Wir waren ja auf einmal von allen Seiten umzingelt, als die zweite Welle der „schwarzen Planeten“ eintraf. Nochmehr als bei der ersten Welle. Das hätten wir nie geschafft. An alle Schiffe ging der Befehl sich zur Erde zu flüchten.“ Antwortete Schmidt. Scheinbar hatte er die komplette Überwachungskonsole an sich gerissen und natürlich die Nachrichtenüberwachung.
    „Weiß die Erdföderation überhaupt, dass wir kommen?“ Jacobs fragte weiter.
    Schmidt verzog keine Miene als er wieder ansetzte: „Wahrscheinlich nicht, aber da die EF ebenfalls angegriffen wurde, haben wir zumindest die Chance, dass sie uns aufnehmen.“
    „Wie sind eigentlich unsere ganzen Schiffe entkommen? Ich meine, wir sind doch die einzigen mit diesem „Sprungantrieb“?“ Es war eine Fangfrage, aber es interessierte ihn eben.
    „Alles Schiffe, die noch aufgerüstet worden waren, bevor Gamma Omigus untergegangen ist. Die haben glücklicherweise noch einen „Sprungantrieb“ bekommen.“
    „Die haben ja richtig Glück gehabt.“ Sagte Jacobs sarkastisch.
    „Wie man es nimmt.“ Erwiderte Schmidt den Kommentar.
    Auf der Brücke setzte wieder das normale Arbeiten ein. Jeder kontrollierte seine Station regelmäßig, ließ Diagnoseprogramme durchlaufen. Die feststellten, dass die Computersysteme des Schiffes noch einwandfrei funktionierten. Jacobs saß in seinem Kommandosessel und dachte darüber nach, was er dem Offizier der EF sagen sollte, wenn sie dort ankommen würden. Zumindest versuchte er darüber nachzudenken, versuchte sich abzulenken.
    So verging der erste Tag, Jacobs begab sich wieder in seine Kabine um zu schlafen, trotzdem es nicht viel zu tun gegeben hatte, während er auf der Brücke gewesen war, war er müde. Er öffnete die Tür seiner Kabine, zog sich bis auf die Unterwäsche aus und ging ins Bett.
    Er träumte, so wie er die letzen tage oft geträumt hatte. Doch diesmal war es kein Traum, der zeigte, wie ein kleines Transportschiff zerbrach.

    Der Traum zeigte eine wunderschöne Wiese. Mitten auf der Wiese sah er seine Familie auf einer Decke sitzen. Auch seine Eltern, mit denen er sich vor fast 10 gestritten hatte, waren da. Sie winkten ihm alle zu.. Er ging auf sie zu, berührte das Gras, spürte die warme Sonne auf seinem Gesicht. Er war fast bei ihnen angelangt, als sie, so schien es für ihn zumindest, vor ihm weggezogen worden. Er wurde immer schneller bis er sich endlich bewegte, aber die Decke, mit seiner Familie darauf entfernte sich immer schneller. Er konnte sie nicht mehr erreichen, sie waren zu weit weg. Nur noch ein winziger Punkt am Horizont. Und dann waren sie ganz verschwunden. Jacobs sah sich um, die Wiese war verschwunden. Sie war einem trostlosen verdorrten Wald gewichen. Er stand auf einer Lichtung, war von vertrockneten Bäumen und Dornensträuchern umgeben. Etwas knisterte hinter ihm, er erschrak drehte sich um. Doch da war nichts. Er schaute sich um, gerade als er losgehen wollte, brach der Boden unter ihm auf und er fiel in ein bodenloses Loch. Gesichter tauchten neben ihm auf. Zuerst das von Carmen. Sie sprach mit ihm.
    „Warum hast du nicht besser aufgepasst, dann würden dein Kind und ich noch leben?“
    „Ich hatte keine Chance euch zu retten, es war zu wenig Zeit, sie kamen aus dem Nichts!“ rief er ihr verzweifelt entgegen.
    „Du bist nichts als ein nutzloser Draufgänger, du hättest uns beschützen müssen.“
    „Ich konnte es doch nicht.“ Er fing an zu weinen. Er ertrug die Vorwürfe dieses Gesichtes nicht.
    „Ich habe dir doch damals gesagt, dass du sterben würdest. Nun bist du vielleicht nicht tot, aber dein Herz hast du verloren! Du bist innerlich tot!“ brüllte sein Vater ihm entgegen, während Jacobs immer tiefer viel. Das Tageslicht war nur noch in weiter Ferne in der Öffnung des Loches zu sehen.
    Jacobs wusste nichts darauf zu antworten.
    „Hat es dir die Sprache verschlagen, mein Sohn? Ich wusste immer, dass du ein nutzloser Trotzkopf bist. Jetzt hat dich deine Überheblichkeit sogar deine Familie gekostet.“
    „Ich konnte sie nicht beschützen, sie kamen aus dem nichts, macht mir doch bitte keine Vorwürfe!“ flehte er die umherschwirrenden Gesichter seiner Familie an.
    „Du bist für unseren Tod verantwortlich. Einzig und allein DU!“
    Sie stimmten einen Chor an, sie brüllten immer und immer wieder: „Du bist schuld, Michael! Nur DU!“
    „NEIIIIIIIIIIIIIIIIN!“ schrie er und erwachte.

    Er war vollkommen durchgeschwitzt. Der Schweiß war eiskalt. Sein Herz raste.
    „Alles nur ein Alptraum, zum Glück.“ Er hatte eine Gänsehaut auf der dem Rücken und seinen Armen: „Hoffentlich träum ich das nie wieder.“ Sagte er zu sich selbst und ging zum Kühlschrank, um sich etwas zum Essen zu holen. Dann legte er sich wieder hin. Diesmal schlief er durch, bis sein Wecker klingelte.


    Kapitel 2 „Und da kommen sie ausgerechnet hierher?“
    Zitat Leutnant Peter Swensson

    Eine Woche später.
    „Wir treten wieder in den „Normalraum“ ein.“ Sagte Phil.
    Im nächsten Moment wurde ein roter Planet vor ihnen sichtbar. Vor ihm zeichneten sich die Silhouetten von Schiffen ab. Es waren nicht besonders große Schiffe. Sie waren vielleicht ein bisschen größer als eine Korvette.
    „Sind das EF-Schiffe?“ fragte Jacobs
    „Jop, das sind sie. Sie werden uns wohl begrüßen wollen.“ Antwortete Schmidt.
    „Na toll, dann muss ich ja höflich sein, wir wollen hier ja schließlich unterkommen.“
    „Das wäre zumindest von Vorteil.“ Mischte sich Phil in das Gespräch ein.
    „Wo er Recht hat.“ Sagte Schmidt schwach lächelnd: „Da ist schon die Begrüßung“
    „Kannst du mir es auf den Monitor zaubern?“ fragte Jacobs.
    „Na klar“
    Der Bildschirm neben Jacobs seinem Sessel schaltete sich ein. Ein Mann mittleren Alters mit weißblonden Haaren und grünen Augen schaute ihn ernst an: „Wer sind sie?“
    „Captain Michael Jacobs von der GMO Dragonfyre.“
    „Aha. Was wollen sie?“
    „Wir sind vor den „schwarzen Planeten“ geflohen und wollen hier Zuflucht finden.“
    „Und was machen sie im Gebiet der EF? Wäre doch für sie besser gewesen nach Gamma Omigus zu fliehen?“
    „Da kommen wir her. Die GMO existiert nicht mehr. Keine Ahnung, ob es eines unserer hohen Tiere noch weggeschafft hat. Diese Dinger haben uns jedenfalls ordentlich auseinandergenommen.“ Erklärte Jacobs die Situation.
    „Und da kommen sie ausgerechnet hierher?!“
    „Ja, warum denn nicht?“
    „Wir haben selber genug zu kämpfen mit diesen „schwarzen Planeten“. Das Sonnensystem, die Wiege der Menschheit, ist das einzige System, welches wir noch halten können. Militärisch sind wir nicht mal Ansatzweise so stark, wie es die GMO war.“
    „Tja, dann kommen wir doch genau richtig, sie lassen uns hier Zuflucht finden und als Gegenleistung helfen wir ihnen bei der Verteidigung des Systems.“
    „Die Idee ist mir auch schon gekommen, allerdings muss ich das mit meinen Vorgesetzten klären, Captain Jacobs. Wenn sie sich ein paar Minuten gedulden würden?“
    „Aber natürlich.“ Sagte Jacobs.

    Bereits zwei Minuten später meldete sich der Mann wieder.
    „Willkommen, sie sind jetzt offizielle Militärkräfte der EF. Mein Name ist übrigens Peter Swensson. Rang ist Leutnant. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit!“ sagte der Mann, und meinte dies ehrlich.
    „Ich mich ebenfalls, haben sie schon Befehle für uns?“ fragte Jacobs.
    „Ja, sie sollen zur Erde fliegen. Scheinbar hat es eines ihrer hohen Tiere doch geschafft.“ Swensson lächelte schwach.
    „Das ist ja toll!“ sagte Jacobs mit allem Sarkasmus den er aufbringen konnte.
    Swensson blieb dies nicht verborgen. Er hörte auf zu lächeln und grinste dafür.
    Jacobs nickte ihm noch einmal zu, dann unterbrach er die Übertragung und wandte sich an seine Crew: „ Ihr habt ja gehört, wo es hingehen soll. Auf zur Wiege der Menschheit!“ Er hatte seine Sarkasmus noch nicht wieder abgelegt und zauberte somit ein Lächeln auf die Gesichter seiner Crew.
    „Wie lange wird der Flug ungefähr dauern?“
    „Höchstens 2 Stunden. Wir sind ja am Mars rausgekommen.“ Antwortete ihm Schmidt und gähnte
    „Sehr schön, mal sehen, ob der blaue Planet wirklich so schön ist, wie immer alle sagen. Wenn wir erst mal auf der Erde sind, könnt ihr alle erst mal ordentlich Schlaf nachholen.“ Sagte er und lehnte sich in seinem Sessel zurück.
    Er beobachtete, wie die Erde immer näher kam. Erst nutzte er die Sichtverbesserungssysteme, dann schaltete er sie ab, denn die Erde war schon mit bloßem Auge zu erkennen. Ihr Flug würde jetzt höchstens noch 20 Minuten dauern. Jacobs sah zu seiner linken einen Mond. Er hatte Ähnlichkeit mit Skyla. Auf der ihnen zugewandten Nachtseite dieses Mondes glitzerten ihm Lichter zu. Das einzige was Jacobs über den Mond wusste, außer das er Mond hieß, war, dass der Mond zu einem Erholungsort für Superreiche aus allen Bereichen des von Menschen bewohnten Gebietes geworden war. Als er seinen Blick wieder der Erde zuwandte, verstand er, warum die Föderalisten ihren Planeten über alles liebten. Er blickte auf eine riesige Wasserfläche. An deren Rändern verliefen hell erleuchtete Küstenstreifen. Auch die Erde erreichten sie an der Nachtseite. Jacobs war zum ersten Mal fasziniert vom Anblick eines Planeten. Ein Gefühl von Ehrfurcht übermannte ihn, er bekam eine Gänsehaut. Dies war der Planet, wo alles begonnen hatte. Er stand eine halbe Minute da und ließ den Anblick der Erde auf sich wirken, erst dann merkte er, dass er seinen Mund zum Staunen geöffnet hatte. Er blickte auf der Brücke herum und bemerkte, dass er nicht der einzige war, der solche Gefühle der Ehrfurcht hatte. Selbst Opii schien auf eine seltsame Art und Weise von ihr gefangen worden zu sein. Die gesamte Brücke blickte mit großen Augen auf die Erde.
    Jacobs blickte noch einmal zu dem Planeten, der da unter ihm lag, als Sol, die Sonne des Systems, mit ihren warmen Strahlen nach der Erde griff. Jacobs wurde kurz geblendet, dann verdunkelte sich die Scheibe durch die er geguckt hatte automatisch.
    „Wow, langsam verstehe ich das Theater, welches die Föderalisten um diesen Planeten machen.“ Endlich hatte jemand sich von der Umklammerung der Erde befreien können und ein Wort herausgebracht.
    Jacobs nickte nur. Aber auch er konnte sich vom Anblick der Erde lösen.
    „Wo sollen wir eigentlich hin?“ fragte er jetzt in die Runde.
    Damit riss er auch die letzten aus ihren Träumen.
    „ Wir sollen einfach nur vor den Planeten fliegen, und uns sozusagen zwischen Planet und Sonne begeben.“ Antwortete Schmidt, der seine Aufgabe überraschend gut ausfüllte, wie Jacobs erst jetzt auffiel.
    „Wenn es weiter nichts ist, Chris bring uns vor den Planeten.“
    „Sind schon unterwegs.“ Sagte sie nur, Jacobs spürte, wie das Schiff anfing stark zu beschleunigen. Schließlich mussten sie nun auch der Anziehungskraft des Planeten widerstehen.
    Die Dragonfyre umrundete den Planeten innerhalb von 5 Minuten.
    Jacobs konnte zuerst nur ein paar Schiffe sehen, sah dann aber eine riesige Flotte. Schiffe aller möglichen Fraktionen waren vertreten. GMO-Schiffe, Allianz-Schiffe, natürlich auch EF-Schiffe, selbst Piraten hatten sich zur Erde und in die Hand der Regierung geflüchtet. Dies führte Jacobs wieder vor Augen, wie verzweifelt die Lage der Menschheit geworden sein musste, wenn selbst Piraten flohen und sich nicht in irgendwelchen Kometen verstecken konnten.
    „Da will jemand mit uns sprechen, dass Signal kommt von der Remote“
    „Das gibt’s ja nicht, Ruiz hat es tatsächlich geschafft?! Stell ihn durch!“ Jacobs konnte es nicht fassen, dass es jemand von Gamma Omigus weggeschafft hatte, den er kannte.

    „Wie geht’s dir, Michael?“ hörte man Ruiz Stimme durch den COM-Kanal.
    Jacobs wollte lieber nicht über seinen Gemütszustand reden und so blockte er ab: „Reden wir nicht drüber, wie hast du es aus Gamma Omigus rausgeschafft mit deiner lahmen Gurke?“
    „Wir haben auch so ein nettes Teil, was man Sprungantrieb nennt, verpasst bekommen. Wir sind gerade von Skyla gestartet als die uns den Planeten unter dem Hintern weggejagt haben, wir sind auf Gut Glück gesprungen und am Uranus rausgekommen. Wir hatten Glück, dass wir nicht in der Sonne oder in einem Gasriesen aufgetaucht sind.“ Erzählte Ruiz seine Geschichte.
    „Ein Gesteinsplanet wäre sicherlich auch nicht lustig gewesen.“ Fügte Jacobs noch hinzu.
    „Da hast du Recht!“ Ruiz lachte. Jacobs konnte nur leicht lächeln.
    „Wie lange seit ihr denn schon hier?“ fragte Jacobs.
    „Einen oder zwei Tage, wir sitzen uns hier sozusagen den Hintern wund.“
    „Klingt ja nicht so toll.“
    „Ist es auch nicht.“ Bestätigte Ruiz die Annahme von Jacobs.
    „Captain“ unterbrach Schmidt die beiden: „Wir werden auf einem verschlüsselten Kanal angefunkt. Höchste Priorität!“
    „Ruiz, ich muss erstmal Schluss machen, wir sprechen später noch einmal.“
    „Alles klar, man spricht sich.“
    Damit beendete Jacobs das Gespräch.
    „Ok, wer funkt uns denn an?“
    „Keine Ahnung, ich stelle einfach mal durch.“
    „Gut“
    Der holographische Projektor vor Jacobs nahm summend seine Arbeit auf und zeigte einen erschöpft aussehenden Mann. Der Mann kam Jacobs bekannt vor, er wusste aber nicht mehr woher. Er hatte braune Augen und schwarzes mittellanges Haar, welches er sich scheinbar seit Tagen nicht mehr gekämmt hatte. Jacobs schätzte, dass er ungefähr 1, 85m sein musste.
    „Was wollen sie?“ fragte Jacobs das Hologramm unverbindlich.
    „Ich bin der momentane Regierungschef der Erdföderation. Ich heiße sie willkommen in unserem Hauptsystem. Sind sie Captain Michael Jacobs?“
    „Ja, der bin ich. Was wollen sie?“
    „Ich möchte ihnen eigentlich nur sagen, dass sie ab sofort der Oberbefehlshaber aller Truppen sind, die sich im Sonnensystem befinden sind.“
    „WAS!!!“ Jacobs konnte sich einfach nicht zurückhalten: „Haben sie dafür nicht selber Leute?“
    „Leider nein, sie sind der Mensch mit der meisten Kampferfahrung gegen diese Dinger, zumindest meinte das ihr Präsident zu mir, bevor er im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag.“ Erklärte der Mann Jacobs die Situation.
    „Das klingt einleuchtend, aber sind ihre Leute jetzt nicht stinksauer, also ich wäre das, wenn man mir einen EF Offizier vor die Nase setzen würde!“
    „Im Gegenteil, niemand reißt sich um das Kommando bei einer Selbstmordmission.“
    „Wie nett, sie wollen ihre eigenen Leute nur nicht opfern.“
    „Nein, von denen wollte einfach keiner das Kommando. Der Plan den wir haben, beinhaltet das Scheitern ihrer Mission.“
    „Lohnt es sich wenigstens für diesen Plan zu sterben?“ fragte Jacobs ein wenig Baff, wie ehrlich dieser Mensch zu ihm war.
    „Sie geben einem Teil der Menschheit die Chance noch mal von vorne zu beginnen.“
    „Na wenn es weiter nichts ist.“ Sagte Jacobs sarkastisch.
    „Dieser Plan ist die einzige Chance, die Menschheit nach dem Untergang der GMO und der Allianz noch hat. Und jetzt lassen sie mich ausreden damit ich ihnen alles erklären kann!“
    „Na dann legen sie mal los, ich bin ganz Ohr, danach werde ich mich dann entscheiden, ob ich mich opfere.“ Sagte Jacobs tonlos.
    „Wie sie wünschen, Captain Jacobs ...“
    Der Mann erklärte den Jacobs den verrücktesten Plan, den er je gehört hatte. Kurzum handelte es sich darum, dass Jacobs mit einer Flotte die Erde beschützen sollte. Kam der Großangriff der Schwarzen Planeten, musste er mit seinen Truppen einem sogenannten Schlafschiff nur genügend Zeit verschaffen, damit dieses nicht von den „schwarzen Planeten“ eingeholt werden konnte. Hatten sie dies geschafft, bestand ihre Aufgabe darin zu sterben. Das Schlafschiff wäre dann auf dem Weg in eine andere Galaxie, in der Hoffnung eine neue Zukunft für die Menschheit zu finden.
    „Das klappt nie, eher schießen die das Schlafschiff ab.“ Kommentierte Jacobs den Plan.
    „Deswegen sind sie und ihre Flotte ja auch nur das Ablenkungsmanöver, damit das Schiff eben nicht zerfetzt wird. Wir haben keine Chance, wenn wir versuchen, die Erde zu halten.“ Der Mann klang tatsächlich verzweifelt.
    Jacobs wusste der Mann Recht hatte, die Schiffe hier waren zwar Zahlenmäßig der Flotte überlegen, die Gamma Omigus verteidigt hatte, aber die war schlussendlich kaum mit einem Kräfteverhältnis von eins zu eins klargekommen und hatte katastrophale Verluste jenseits von 50% zu verzeichnen gehabt. Sie hatten außerdem nur die erste Welle zerstören können, die zweite war um das doppelte größer gewesen als die erste, somit war ein Kräfteverhältnis von vier zu eins entstanden. Allerdings waren sie geflohen, bevor die „Schwarzen Planeten“ sie zerfetzt hätten.
    „Gut, ich mache mit, aber ich möchte ein paar von meinen Leuten auf dieses Schlafschiff schicken.“ Das war das Mindeste was er für seine Leute rausholen konnte.
    „Gut, sie können zwanzig Mann schicken. Suchen sie die Leute schnell raus, in einer Stunde lasse ich sie von einem Shuttle wegbringen. Vielleicht können sie ja Leute entbehren, die ein Schiff fliegen und den Reaktor überprüfen können.“
    „Das hatte ich sowieso vor.“ Damit erlosch die holographische Kamera.
    „Vergiss es, ich gehe auf keinen Fall auf so ein Schiffchen.“ Sagte Phil, als Jacobs sich zu ihm umdrehen wollte.
    „Verdammt, kannst du Gedanken lesen?“ sagte Jacobs verärgert und amüsiert zu gleich.
    „Nein, aber ich konnte mir denken, dass du mich auserkoren hast, dass Schiff zu verlassen.“
    „Gut, wegen mir kannst du mich hassen, aber du gehst auf dieses Schiff, genau wie Christina. Ihr wurdet von dem Fritzen eben gerade angefordert. Ihr müsst also gehen, das ist ein Befehl. Die brachen euch, wenn das Schiff weiterkommen soll, als bis zum Orbit der Erde. Schmidt, sie schicke ich ebenfalls von Bord. Diese Flüchtlinge werden einen klugen Kopf brauchen, wenn sie eine neue Welt entdecken.“ Jacobs achtete nicht auf Phil und Christina, die sich wild gestikulierend beschwerten, dass sie von Bord sollten. Er wusste einfach, dass es das richtige war, den beiden eine Chance für einen Neuanfang zu geben. Schmidt nickte ihm einfach nur zu.
    „Sie haben sehr gute Arbeit geleistet, Schmidt, dafür möchte ich mich bei ihnen bedanken.“
    „Ich hätte am Anfang unserer reise nicht daran geglaubt, aber jetzt sage ich es doch. Es war mir eine Ehre mit ihnen durch das Weltall zu fliegen.“
    „Das Kompliment kann ich zurückgeben. Sucht euch noch ein paar Mann aus, denen ihr zutraut ein neues Leben zu beginnen und dann seit pünktlich bei diesem Schiff. Jacobs konnte ihnen nicht in die Gesichter sehen, als er die Worte aussprach: „Ich wünsche euch alles Glück des Universums. Wir werden uns nicht noch einmal von Angesicht zu Angesicht gegenüber stehen. Ich verabschiede mich jetzt von euch. Ihr wart die beste Besatzung, die man sich als Commander oder Captain wünschen kann. Danke auch, dass ihr in manchen Augenblicken einfach da wart.“ Erst jetzt blickte Jacobs vom Boden auf, guckte aber keinen an, er stierte einfach nur aus der Scheibe. Christina ließ ihren Gefühlen freien Lauf und fing an zu weinen. Sie ging zu Opii und umarmte ihn das letzte und erste Mal.
    Phil stierte auf den Boden. Dann begriff er, dass Jacobs ihm eine Chance gegeben hatte, diesen Krieg zu überleben. Er ging auf Jacobs zu streckte ihm die Hand aus. Jacobs ergriff sie eine zehntel Sekunde später.
    „Ich verspreche dir Michael. Ich nutze diese Chance. Ich bekomme dieses Schiff aus diesem verdammten System raus. Und wenn ich schieben muss.“ In einer anderen Situation wäre das eine humorvolle Pointe gewesen. Nicht aber hier. Phil war auf einmal, er wusste selber nicht warum, auf schärfste entschlossen, diese Schlacht zu überleben.
    „Phil, pass gut auf Chris und Schmidt auf und auf die, die ihr noch mitnehmt.“ Jacobs konnte nicht anders und Phil an sich heran. Der Mann hatte ihm einmal das Leben gerettet, als er den Reaktor einfach überlastet hatte. Jetzt hatte er sein Leben gerettet. Damit waren sie quitt. Jacobs löste die Umarmung wieder auf. Chris kam an ihn heran und drückte auch ihn noch einmal.
    „Ihr macht das schon“ sagte er ihr ins Ohr.
    Damit gingen sie von der Brücke. Jacobs sollte sie nie wieder sehen.

    Er sah eine Stunde später auf einem Monitor, wie das kleine Shuttle andockte und nur eine Minute später wieder abdockte.
    „Wie in alten Zeiten, was Michael?“ sagte Opii, der einzige der noch auf der Brücke war.
    „Stimmt. Wir zwei gegen ein paar Scheißkerle.“ Sagte Jacobs, inzwischen hatte er sich die Kontrolle der Steuerung auf sein Terminal geholt. Den Computer ließ er Nachrichtenverkehr und Reaktor überwachen. Opii saß immer noch an der Waffenkontrolle. Inzwischen hatte er außerdem alle Schiffe, die unter seinem Befehl standen, angewiesen Schilde und Waffen zu laden. Er wollte nicht unvorbereitet sein, wenn sie kamen.
    „Bloß, dass die Scheißkerle von früher jetzt auf unserer Seite stehen und dafür ein paar Aliens uns ans Leder wollen.“ Die Laune der beiden war überraschend gut, obwohl sie wussten, dass sie sterben würden.


    Kapitel 3 „Immerhin haben wir eine Chance, wenn auch eine kleine“
    Zitat Sven Olafson


    Phil saß in der kleinen Kabine des Shuttles mit 19 weiteren Crewmitgliedern der Dragonfyre. Christina saß neben ihm, sie hatte die Hand auf seinen Oberschenkel und den Kopf an seine Schulter gelegt. Sie hatten schon länger eine innige Beziehung, aber sie wollten das Michael davon nichts wusste, vor allem wollten sie nicht, dass er dies herausfand, nachdem was bei Gamma Omigus mit seiner noch im Entstehen begriffenen Familie geschehen war. Jetzt war das egal, jeder an Bord des kleinen Shuttles wusste, dass sie die Dragonfyre nun zum letzten Mal sehen würden. Und ihren Captain. Der Zwanzig von ihnen die Chance gegeben hatte, diesen Krieg hinter sich zu lassen und ein neues Leben in irgendeiner fremden Galaxie anzufangen. Phil mochte nicht an die Risiken einer solchen Expedition denken. Er drückte seinen Kopf an Christinas und sah aus der kleinen Luke . Er sah die Dragonfyre, wie sie die Sonne verdeckte. Einzig ihre Silhouette war zu sehen. Das kleine Shuttle bewegte sich weiter und die Sonne kam hervor. Sie blendete Phil so stark, dass er wegschauen musste. Das kleine Schiff änderte noch einmal seinen Kurs. Jetzt erst wusste Phil, wo sie hinflogen.
    Das Schlafschiff war nicht im Weltall. Es war noch auf dem Planeten. Eigentlich logisch, es sollte schließlich auch auf einem landen.
    „Wir setzen zum Landeanflug an, gut festhalten!“ brüllte der Pilot nach hinten. Das kleine Shuttle raste jetzt mit mehreren Tausend Stundenkilometern auf die Erde zu. Phil sah in der Luke, wie sich Feuerschweife bildeten. Es war ein faszinierendes Schauspiel. Die schweife tanzten auf und ab, bedeckten aber nie die ganze Luke. Sie wurden während des Landeanfluges ziemlich durchgeschüttelt, aber schließlich wurde der Flug ruhiger und der Pilot fing das Shuttle ab. Jetzt konnte man aus den Luken auf die Erdoberfläche blicken.
    Phil sah Gebirge, riesige Städte und auch Wälder an sich vorbeiziehen. Aus dem Geschichtsunterricht wusste er, dass die Erde große Probleme mit Umweltverschmutzung und Waldsterben gehabt hatte, bevor die Menschheit im All aufblühen konnte. Irgendeinem Team von Wissenschaftlern war es letztendlich gelungen, die Atmosphäre abzukühlen, aber er wusste nicht mehr wie. Sein Schulunterricht lag schließlich fast schon 7 Jahre zurück.
    Er merkte, wie das Shuttle langsamer wurde und zum Sinkflug ansetzte.
    „Wir landen in zwei Minuten“ rief der Pilot ihnen zu.
    Schmidt saß Phil gegenüber. Er wirkte nachdenklich, eigentlich war es Phil egal, was mit diesem Kerl war, er hätte sie schließlich fast umgebracht, war aber in den letzten Tagen eine wertvolle Hilfe gewesen und so sprach Phil ihn an:
    „Alles in Ordnung bei ihnen?“
    „Geht schon“ versuchte Schmidt ihn abzuwimmeln. Sie mussten beide recht laut sprechen, da sie den Triebwerkslärm überstimmen mussten.
    „Sind sie sicher?“ Phil wollte noch nicht locker lassen.
    „Ganz sicher, das einzige, woran ich denke, ist, dass wir die Chance haben zu überleben, während die anderen nicht einmal die Chance haben zu überleben.“
    „Wir haben Glück gehabt.“ Das war das einzige, was Phil einfiel.
    „Schon, aber wissen sie was mich gewundert hat, warum ist dieser Opiid nicht mit uns gekommen?“ fragte Schmidt.
    „Wissen sie....“ Schmidt unterbrach ihn: „Sie dürfen du zu mir sagen und mich mit Vornamen ansprechen. Peter.“ Sagte er und streckte Phil die Hand entgegen. Phil war verdutzt, ergriff Schmidts Hand und sagte: „Für sie ab jetzt Phil. Und jetzt versuche ich ihnen das mit Opii zu erklären.“ Sagte er und ließ Schmidts Hand wieder los.
    „Dann erklären sie mal.“ Sagte dieser.
    „Die beiden, also Opii und der Captain kennen sich schon länger, angeblich hat Opii Captain Jacobs mal aus einem Wrack gezogen und ihm damit das Leben gerettet. Dummerweise sind die Leute, die das erzählen alle tot und so werden wir wohl niemals die Wahrheit erfahren.“
    „Das wusste ich gar nicht, aber er hätte ihn wenigstens fragen können.“
    „Die kennen sich schon so lange, die denken immer das gleiche.“ Phil lachte.
    Schmidt lachte ebenfalls. Christina, die ein wenig geschlafen hatte, erwachte durch das Geruckel des Schiffes und das von Phils Schulter.
    „Sind wir bald da?“ fragte sie verschlafen.
    „Wir sind schon im Landeanflug“ sagte Phil genau in dem Augenblick, in dem das Shuttle aufsetzte: „Ich muss mich korrigieren, wir sind da.“
    „Schön“ sagte sie und richtete sich auf. Ihre Haare waren zerzaust und sie sah trotz des Schläfchens immer noch sehr Müde aus.
    „Ich hoffe sie hatten einen guten Flug und beehren uns so bald nicht wieder.“ Sagte der Pilot.
    Phil verstand den flachen Witz, er erheiterte ihn aber trotzdem nicht, er bedrückte ihn eher noch mehr. Sie stiegen durch die Schleuse aus, man hatte schon eine Gangway für sie an die Luke gefahren.
    Jemand am Fuße der Gangway hielt ein Schild hoch, auf diesem standen die Namen:

    Phillip Derks
    Christina Johnson
    Peter Schmidt

    „Wer sind sie?“ fragte Phil den Mann mit dem Schild.
    „Wenn sie mir bitte folgen würden, wenn sie die Gesuchten sind. Wir haben nicht viel Zeit, ich bringe sie zur Brücke des Schlafschiffes und informiere sie auf dem Weg genauer.“
    „Gut, Chris, Peter, hierher, wir müssen dem Mann hinterher.“ Rief er ihnen zu. Die beiden kamen zu ihnen.
    „Dann können wir ja gehen.“ Sagte der Mann mit dem Schild, welches er nun achtlos auf den Boden warf. Er führte sie zu einem schwarzen Wagen, öffnete die Tür und bat sie mit einer Geste einzusteigen.

    „Sie sehen einen sterbenden Planeten“ sagte der Mann, während sie auf einer einsamen Straße dahinrasten.
    „Wie meinen sie das?“ fragte Peter interessiert.
    „Die Erdregierung hat aus ihren Fehlern der Vergangenheit gelernt. Heute weiß jeder, wie es um die EF steht, auch in solchen Krisensituationen.“ Sagte der Mann traurig.
    „Ihnen wäre es lieber sie wüssten von nichts, oder?“ hakte Phil nach.
    „Ja, denn dann wüssten auch meine Kinder nichts davon, dass es unseren Heimatplaneten bald nicht mehr geben wird.“
    „Das steht doch noch gar nicht fest. Noch haben sie da oben, die größte Flotte, welche die Menschheit jemals zusammengeführt hat.“
    „Einer unserer Spionage Satelliten in Gamma Omigus hat die Schlacht beobachtet, die Bilder die wir erhalten haben, waren erschreckend. Die Flotte unseres Feindes ist weit größer als alles was die Menschheit jemals zur Verfügung hatte. Selbst, wenn man die Streitkräfte von Allianz, GMO und EF in ihrer vollen Stärke gegen den Feindführen könnte, könnten wir keinen Sieg davontragen.“
    „Woher wissen sie das eigentlich alles?“
    „Verzeihen sie mir, ich habe mich noch nicht vorgestellt. Mein Name ist Sven Olafson. Ich bin ein hoher Agent im Verteidigungsministerium und habe den Auftrag sie sicher nach Cape Canaveral zu bringen.“
    „Oh, daher wissen sie das alles.“
    „Wie viele Menschen haben eigentlich auf diesen Schlafschiffen Platz?“
    „Ca. 50000. Jeder einzelne wird allerdings eingefroren. Zusätzlich nehmen wir noch einen Genpool mit. Dort befinden sich die Erbinformationen von sechs Millionen Menschen. Insgesamt gibt es sechs Schlafschiffe. Für jeden Kontinent der Erde eines. Dementsprechend sind natürlich auch die Namen. Die Schiffe starten alle von Cape Canaveral. Die Menschen wurden größtenteils mit Bussen, Zügen oder Flugzeugen transportiert.“
    „Das würde ja bedeuten...“
    „Genau, 99,5% der Erdbevölkerung werden ausgelöscht, wenn die schwarzen Planeten kommen. 300000 Menschen dürfen leben, andere 36 Millionen durften nur ihre Erbinformationen „spenden““ sagte Olafson, dabei biss er sich auf die Lippe.
    „Das ist unvorstellbar.“ Sagte Christina, sie hielt den Atem an, als sie die Zahl innerlich noch einmal wiederholte.
    „Immerhin haben wir so eine Chance, wenn auch eine kleine.“ Versuchte Olafson Mut zu machen.
    „Hoffen wir auf das Beste!“ sagte Peter, mit einem Anflug von Verzweiflung in der Stimme.
    „Wir erreichen gleich Cape Canaveral.“ Sagte Olafson.

    Kapitel 4 „Sie kommen.“
    Zitat Captain Michael Jacobs

    „Opii, wie ist unser Status?“ fragte Jacobs.
    „Gut, alle Systeme arbeiten normal. Die Jungs von der EF Werft haben ein kleines Wunder vollbracht. Auch wenn wir kaum Schäden hatten, aber die Jungs haben es in zwei Stunden geschafft alles wieder hinzubekommen.“
    „Starke Leistung.“ Sagte Jacobs, während er die Daten der Systemsensoren auf Anomalien untersuchte.
    „Schon was gefunden?“ fragte Opii und blickte dabei auf den Monitor. Jacobs brauchte einen Moment, bis er verstand, was Opii wollte.
    „Nein, hoffentlich bleibt das auch so.“
    „Bestimmt nicht mehr ewig.“ Sagte Opii bedrückt.
    „Du spürst auch, dass das unser letzter Kampf werden wird, nicht wahr?“
    „Ja, ich glaube dieses Mal können wir nicht den Kopf aus der Schlinge ziehen, wir sind ihnen schon dreimal entkommen. Aller guten Dinge sind drei. Erst als die Metal Gear zerstört wurde, dann in Beta Prime und schließlich in Gamma Omigus. Hier und vielleicht sogar noch heute werden sie uns erwischen.“
    „Du bist ein gnadenloser Optimist“ sagte Jacobs sarkastisch zu seinem langjährigen Weggefährten.
    „Ich weiß.“
    Beide fingen an zu lachen. Sie hörten auf und widmeten sich fünf Minuten anderen Dingen, als sie eine Nachricht empfingen.
    „Start der Schlafschiffe in 5 Minuten.“
    „Hoffentlich kommen die noch weg, bevor der Feind eintrifft.“ Sagte Opii.
    „Hoffen wir es!“
    Weitere 2 Minuten vergingen, als sich die Anzeigen auf Jacobs seinem Monitor veränderten.
    „Sie kommen.“ Sagte er, er flüsterte es fast. Aber nicht aus Angst, sondern weil er bis zum zerreißen gespannt war.“
    „Mist!“ fluchte Opii: „Hätten die nicht 5 Minuten später kommen können?!“
    „Scheinbar nicht, Kannst du einen COM-Kanal zu allen Schiffen im System öffnen?“
    „Könnte ich, wir sind schließlich der Obermacker, aber warum?“
    „In solchen Momenten werden doch immer Ansprachen gehalten.“
    „Oh, na das will ich nicht verpassen, ich höre eine Ansprache von Michael Jacobs noch bevor ich sterbe. Wahnsinn.“ Sagte Opii lachend und öffnete den COM-Kanal. Jacobs wartete bis alle Schiffe, immerhin an die 500, die Verbindung errichtet hatten.

    „Meine sehr verehrten Kollegen und Kolleginnen, und natürlich auch die Besatzungsmitglieder der Schiffe, vor denen ich höchsten Respekt habe, wir alle sind durch die Vorhölle gegangen, haben Planeten und Schiffe explodieren sehen, haben Freunde und Familie sterben sehen. Wir sind diesen Weg nicht gegangen um uns umzudrehen und wegzulaufen!
    Heute sind wir hier, weil wir es mit dem Teufel persönlich aufnehmen wollen! Wir alle wissen, dass wir heute sterben werden. Der Feind ist übermächtig. Hat uns bisher vorgeführt! Aber heute, heute werden wir dem Teufel zeigen, dass auch wir zuschlagen können! Selbst wenn wir den Teufel nicht K.O. schlagen können, so werden wir doch einer kleinen Gruppe von Menschen ermöglichen aus der Hölle emporzusteigen! Und erst wenn wir dieses Ziel erreicht haben, werden wir sterben und unsere Geister werden unseren Feind verfolgen und ein Leuchtfeuer für die sein, die heute aus der Hölle emporsteigen. Unsere Nachfahren werden uns dann rächen. Sei es zehn, hundert oder tausend Jahre später! Wir werden gerächt werden!
    Heute, wo sich Menschen aller Nationen der Galaxis zusammengefunden haben, um gegen einen gemeinsamen Feind zu kämpfen, heute werden wir zusammen dem Feind trotzen und wir werden zusammen fallen, auf dass dieser Punkt der Galaxis auf Ewig ein Denkmal für uns sei und zeigt, was wir Menschen erreichen können, wenn wir zusammenhalten!
    Deswegen werden wir heute hier dem Feind zeigen, dass wir nicht zu unterschätzen sind!
    FÜR DIE ERDE, DIE ALLIANZ, DIE GMO- FÜR DIE MENSCHHEIT!“ damit endete seine Rede. 5 Sekunden lang herrschte ehrfürchtiges Schweigen, dann brach tosender Applaus aus den Boxen. Er hatte wieder Luft geholt: „DANN HOLEN WIR SIE UNS!!!“

    Seine Aufforderung war das Startzeichen für die Schlacht, die nun folgen sollte. Schiffe, von der kleinsten Korvette bis hin zum gigantischen Zerstörer bauten ihre Schilde auf und luden all ihre Waffen. Von der Erde wurde die erste Phase der Verteidigung eingeleitet. Riesige interstellare Raketen schossen den schwarzen Planeten entgegen. Jede bestückt mit einer Ladung von 50 Megatonnen TNT. Kernfusionsbomben. Sie schossen auf die Feinde zu, die sich langsam von ihren Austrittspunkten entfernten.
    Als die Raketen explodierten, begann das Weltall zu kochen. Jacobs hatte diesen Anblick schon zu oft erlebt, um noch darüber staunen zu können.
    „Alle Schiffe in eine Kugelformation gehen, sobald die Schlafschiffe gestartet sind, kommen sie in die Mitte der Kugel. Die Schlafschiffe haben oberste Priorität! Wir sind ihre Bodyguards. Das heißt, wir werfen uns vor sie, wenn sie beschossen werden!“
    Von allen Kanälen kam eine Bestätigung.
    „Schlafschiffe starten in 30 Sekunden.“ Drang die Computerstimme zu Jacobs durch. Die Maschinen der Dragonfyre waren lauter geworden. Sie nahmen ihren Platz ein.

    Jacobs blickte noch einmal an die Stelle, wo vor wenigen Sekunden die Raketen detoniert waren. Sie hatten ihre Wirkung nicht verfehlt. Es schwebten Hunderte von Wrackteilen durch die Luft. Die schwarzen Planeten strömten noch immer aus den Austrittspunkten, inzwischen waren es gut 300.
    Die Kugelformation hatte sich gebildet.
    „Schlafschiffe sind erfolgreich gestartet. Erdflotte bringt sie hier sicher raus!“
    Die Schlafschiffe schossen durch die Wolkendecke der Erde, die Kugelformation umschloss sie sicher.
    „An alle Träger! Jäger starten und den Feind angreifen. Alle Jäger sollten sich auf ein großes Ziel konzentrieren.“
    Die Jäger starteten, als ob sie nur den Befehl erwartet hatten. In kürzester Zeit starteten 2000 Jäger und nahmen Kurs auf einen „schwarzen Planeten“.
    Jeder wusste, dass die Jäger ein Bauernopfer waren. Die ganze Taktik war voll und ganz darauf ausgelegt, die Schlafschiffe zu sichern, bis diese genug Energie für einen Sprung aus dem System beisammen hatten.
    „Erdflotte danke für den schützenden Mantel!“ sagte eine Jacobs nur allzu vertraute Stimme.
    „Kein Problem, aber kein Grund langsam zu machen, die heizen unseren Jägern gerade mächtig ein!
    „Ja, Captain!“
    „Du sollst mich nicht „Captain“ nennen!“
    „Sorry, ist mir so rausgerutscht, Michael“ sagte Phil.
    „Schon gut, ich wünsche euch viel Glück!“
    Damit beendete er die Verbindung, er wollte nichts sentimentales hören. Er wollte sich heute rächen. An den Dingern, die ihm seine noch junge Familie genommen hatten. Heute würde er sterben, aber vorher würde er so viele von den Mistkerlen mitnehmen, wie möglich.

    „Computer, gib mir einen Countdown wann die Schläferschiffe springen können.“
    Der Monitor an Jacobs rechtem Arm zeigte einen Countdown an:

    00 : 00 : 03 : 42 : 12

    „Die schwarzen Planeten tauchen nun auch hinter und neben uns auf. Die Kugelformation war eine gute Idee.“
    „Hätte ich diese Fähigkeiten, hätte ich es genauso gemacht. Such einen in reichweite für Gepardraketen und gib da an andere Schiffe weiter, nur soviel, dass wir den dann mit Sicherheit klein bekommen.“
    „Alles klar.... Ist erledigt, alles wartet auf deinen Befehl.“
    „Feuer!“
    6 Schiffe feuerten gleichzeitig ihre Gepardraketen ab. Die Raketen zogen weiße Rauchlinien hinter sich her und teilten den Weltraum. Sie rasten unbarmherzig auf ihr Opfer zu. Dann schlugen sie ein. „Das gigantische runde Objekt wurde durchgeschüttelt, als mehr als tausend Raketen einschlugen und riesige Fetzen vom Körper des Ungetüms rissen. Erst schien das Ungetüm widerstehen zu können nur um dann doch in einer roten Explosion unterzugehen. Jacobs ließ die Schiffe in Gruppen zusammenfassen, diese Gruppen hatten immer das selbe Ziel.

    00 :00 : 01 : 12 : 56

    Die Zeit arbeitete zu ihren Gunsten. Die schwarzen Planeten würden ihre Hauptsreitmacht nicht nahe genug heranbringen können, um die Schläferschiffe zu gefährden. Plötzlich sah er etwas aufleuchten. Ein „schwarzer Planet hatte seine Hauptwaffe geladen und damit einen Träger ins Visier genommen. Die weiße Energieblitz schoss dem Träger entgegen, dieser konnte noch mit Salven seines Hauptgeschützes antworten, bevor er getroffen wurde. Der Träger verschwand in einer Wolke aus Licht. Der schwarze Planet wurde getroffen. Teile von seiner Außenhaut rissen ab. Plötzlich öffnete sich ein COM-Kanal.
    „Michael?“ fragte Phil.
    „Was ist Phil?“
    „Danke für die Hilfe“
    „Das war doch klar...“ Phil unterbrach ihn.
    „Ich will mich nicht nur für das hier bedanken, sondern auch bei dir. Für alles was du für uns getan hast.“
    „Das war eine Selbstverständlichkeit.“
    „Nein das war es nicht immer“ bestritt Phil.
    „Doch, das war es, aber selbst, wenn es keine Selbstverständlichkeit gewesen wäre, hätte ich es trotzdem getan.“
    „Ich kann nicht sagen, ob ich alles genauso gut gemacht hätte, wie du.“
    „Das kann wohl keiner.“

    00 : 00 : 00 :35 : 21

    „Danke.“ Sagte Phil leise. Es war ein Ausdruck tiefster Dankbarkeit auf seinem Gesicht zu erkennen.
    „Pass auf Christina und Peter auf, ganz besonders auf Christina, nicht dass dir das gleiche wie mir passiert.“ Sagte Jacobs ernst.
    „Woher...“
    „Ich bin nicht blind und taub auch nicht.“ Sagte er mit einem Lächeln.
    Phil lächelte auch, 2 Sekunden später fügte er hinzu: „Sollte ich jemals einen Jungen haben, werde ich ihn Michael nennen, eine Tochter wird Carmen heißen. Das verspreche ich dir!“
    „Das ist nicht nötig.“ Sagte Jacobs. Es freute ihn, dass ein Kind nach ihm oder seiner Carmen benannt werden sollte, sagen wollte er das allerdings nicht.
    „Doch das ist es, ohne dich, wären wir alle dem Tod geweiht.“
    „Vielleicht sind wir es auch wegen mir, wer weiß das schon.“ Sagte Jacobs nachdenklich.
    „Ganz bestimmt nicht.“ Widersprach Phil.

    00 : 00 : 00 : 05 : 23

    Phil salutierte, Jacobs erwiderte den Gruß. 5 Sekunden standen sie einfach da und blickten sich in die Augen.
    Dann gerade als Jacobs ein „Lebe wohl“ mit seinen Lippen formen wollte, riss die Verbindung ab. Die Schlafschiffe verschwanden aus dem Normalraum, als sie in einen anderen Raum überwechselten. Die Zukunft der Menschheit hing nun an diesen 6 Schlafschiffen.
    „An alle Schiffe, Formation auflösen und in Gruppen den feind angreifen. Jede Gruppe sucht sich ihre Ziele selber aus. Heute stehen wir zusammen und heute fallen wir zusammen. Für die Rache, für die Erde, für die Menschheit!“

    Die Schiffe lösten sich aus der Kugelformation. Die schwarzen Planeten kamen nur 10 Sekunden nach dem die Schlafschiffe geflohen waren in Feuerreichweite. Das All rund um die Erde wurde zu einem einzigen Lichtermeer. Tausende Raketen schnitten das All in feine Streifen und rissen Teile aus der Außenhülle der schwarzen Planeten und ihrer kleineren Schiffe. Schilde blitzten, nur um kurz darauf zu verschwinden. Die Schiffe, die sie schutzlos zurückließen explodierten nur wenige Sekunden danach. Die Dragonfyre schoss ihre MBK-Systeme 3 Mal ab, verschoss an die 500 Raketen. Ihre NPG-Kanonen feuerten pausenlos. Die Flak-Systeme zerfetzten kleinere Schiffe. Die Schilde der Dragonfyre flackerten fast pausenlos, bis sie von einer großen weißen Energiekugel getroffen wurden. Die Schilde bäumten sich ein letztes Mal auf, dann brachen sie zusammen. Die Dragonfyre wurde von grell leuchtenden Projektilen getroffen. Jedes riss Teile aus der Außenhülle. Dann rissen die ersten Projektile Löcher in die Außenhaut. Bevor ein feindliches Schiff die Dragonfyre zerstören konnte, explodierte der Reaktor und mit ihm das gesamte Schiff und alle Munition, die noch vorhanden war.
    In seinen letzten Sekunden dachte Opii an seine verstorbene Frau. Sie war umgekommen, von Piraten hingerichtet, kurz bevor er Jacobs kennen lernte. Für ihn war Jacobs der Sohn, den seine Frau in sich getragen hatte und er verloren hatte. Er hatte es nie erzählt und sollte es nie jemandem erzählen können.
    Jacobs war in seinen letzten Augenblicken bei Carmen und den gemeinsam verbrachten Momenten. Vor seinem inneren Auge zogen die Bilder seines Lebens vorbei. Seine Jugend, seine erste Liebe, der Streit mit seinen Eltern für den er sich nicht mehr entschuldigen konnte, die erste Begegnung mit Carmen, der erste Kuss mit ihr. All dies lief in seinem inneren Auge vorüber und dann war alles Dunkel.


    Ende


    Danksagungen

    Am liebsten würde ich alle, denen ich hier danken muss und will, mit Namen nennen. Leider ist mir das nicht möglich, so müssen eben Spitznamen herhalten.

    An erster Stelle meines Dankes stehen meine Familie und meine Freunde. Meine Familie, weil sie mich erst auf die Idee brachte hiermit zu beginnen. Mit einem Projekt, was letztendlich fast 3 Jahre dauerte. Vom ersten Entwurf bis zu diesen Zeilen.

    Meinen Freunden, weil sie mich meistens mit guten Ratschlägen unterstützten und manchmal auch dafür sorgten, dass ich nicht zu tief in diese Welt eintauchte.

    Besonderer Dank gilt zusätzlich noch an Enrico Kritzmann alias „Schirmi“, einem Leser der ersten Stunde, der eigentlich immer eine Meinung zu meinem Geschriebenen hatte.
    Auch Sebastian Hütter soll hier Erwähnung finden, zwar erst in der Mitte des Buches zu den Lesern hinzugekommen, war auch er eine große Hilfe, wenn es um Feedback ging.

    Auch recht herzlich bedanken möchte ich mich bei den Lesern in den Foren auf http://www.egosoft.de , http://www.dawnofwar.de , und http://www.insidesupcom.de . Auch sie lieferten mir Unterstützung und Feedback, dass manchmal sehr spartanisch ausfiel, manchmal auch wirklich viel war.

    Dank gilt natürlich auch allen Sci-Fi Autoren dieser Welt. Ihre Ideen haben mich immer wieder beeinflusst und dazu gebracht über verschiedene Sachen nachzudenken.

    Danke!

    Ich hoffe der Abschluss ist gut genug geworden, um sich den Erwartungen der Leser stellen zu können!

    Nochmals Danke fürs Lesen!