Ich hasse McDonalds.
Dieser generierte Fraß für degenrierte Leute, dieser heuchlerische Müll ohne Nährstoffe, diese Wassercola, diese labbrige Entschuldigung für einen Hamburger, diese verbleichten Chemopommes, einfach alles.
Aber auf der verzweifelten Suche nach einfachen Kohlehydraten in Form von Schoko-Muffins trieb mich mein gierender Körper heute zu dem örtlichen goldenen M.
Denn anders als diese hochnäsigen amerikanischen Kaffeeketten, die die düsseldorfer Innenstatt zupflastern aber keinen Fuss in die Vorstädte setzen, hat sich McDreck dazu entschlossen trendmäßig aufzurüsten. Deshalb gibt es jetzt einen kleinen Schalter in der örtlichen Fritierfett-Hölle, der ziemlich leckere - weil ziemlich zuckrige - Backwaren vertickt.
Und wärend ich, der Multitaskinggott der ich bin, gleichzeitig die Auslagen des Schalters und meine Brieftasche sondiere, fielen mir zwei Dinge auf:
1. Finde ich zwischen meiner schwarzen AmEx-Karte und dem Club-Nintendo Mitgliedsausweis nur 1.70€ in bar.
2.Gibt es nur Coockies und Muffins für dieses jämmerliche Trinkgeld.
Nach kurzer Überlegung stellte ich mich dann vor die Kasse um der weiblichen Zombie-Bedienebiene auf der anderen Seite des Tresens meine Wünsche in Form von lautem Geschrei und Gebärdensprache irgendwie deutlich zu machen. Ihr Blick, den ich normalerweise nur von Jenna Jamesson in der Duldungposition kenne, teilte mir mit "Ich arbeite zwar erst seit 14 Tagen hier, aber es kommt mir bereits vor wie 14 Jahre.".
So zeigte ich dann auf das gewünschte Gebäck und wimmelte mit einer taoistischen Ruhe alle anderen Frage nach Kaffee, Telefonnummer und Rettung durch Amnesty International ab.
Schnell trollte ich mich dann wieder in den Bentley um mich über meine brauen Beute herzumachen.
Aber was war das? In der übergoßen Verpackung schaute mich ein winziger Happen anstatt des für den Preis erwarteten halben Blechs an!
"So eine Abzocke! 3 D-Mark für ein winziges *mampf* OH MEIN GO...VERDAMMTE SCHEISSE IST DAS LECKER!"
Der süße, saftige Bissen schmolz förmlich in meinem Mund während meine Geschmacksnerven kurz vor Verzückung seufzen um dann den Dienst zu quittieren. Die Schokosauce auf dem Brownie breitete sich wie warmer Sonnenschein in meinem Mund aus, während die Walnußsplitter dem ganzen etwas mehr knackige Bitterkeit verliehen um dann direkt wieder vor dem alles verzehrenden süßem Geschmack weggespült zu werden.
Wie im Traum schloss ich die Augen und öffnete sie erst wieder als ich anfing ausversehen meine Finger zu essen, weil an ihnen noch einige Reste dieser wahrhaftigen Götterspeise klebten.
Da ich wusste, dass ich meinen nun frenetisch geiferndem Körper nicht mehr lange meinen stahlharten Geist entgegensetzen konnte, fesselte ich mich selbst mit dem Sicherheitsgurt, ratterte im Rückwärtsgang über eine fünfköpfige Familie und schoß schneller als Schuhmacher vom Parkplatz.