[URL=http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,601399,00.html]Erstmal Artikel lesen.[/URL]
Der Begriff Sexting beschreibt also das Versenden von selbstgemachten Nacktbildern. Und der Artikel macht mich wütend. Warum? Nicht wegen dem Inhalt, sondern weil der Autor absolut keinen Plan vom Hintergrund hat.
Das Absurde an dieser Regelung ist, dass das Kind im Tatbestand der Kinderpornographie ja geschützt werden soll, also "Opfer" bei Erfüllung des Tatbestands ist. Nun aber findet sich das Kind, das von sich selbst Bilder macht, auf beiden Seiten der gleichen Straftat: Der Täter und der Opferrolle. Das ist weltweit soweit ich weiß einmalig.
[Wo ich mir nicht ganz sicher bin, da ich es nur einmal gelesen habe und ich gerne Bestätigung hätte:
Ausgelöst wurde das Problem auch durch eine Neuregelung der Altersgrenzen. in Deutschland ist das ja, wie ihr wisst, flexibel geregelt: 20 Jahre und 17 Jahre sind kein Problem, genau so wenig wie 17 Jahre und 16 oder 15 und 14 Jahre. 20 Jahre und 14 dagegen schon. Ja, man muss sich auch fragen: Wann wird sowas angezeigt, welche rechtl. und moralischen Regelungen gibt es und so weiter, aber das würde jetzt den Rahmen sprengen. In den USA gibt es eine solche flexible Grenze nicht. Wer minderjärig ist, ist minderjärig. Wer erwachsen ist, ist erwachsen. Punkt. Das führt zu solchen lustigen Folgen, dass 21 Jahre und 20 Jahre ein gewaltiges Sexualstrafrechtliches Problem werden können, zum Beispiel wenn sie von einem eifersüchtigen Bekannten angezeigt werden. Und das ist auch in dem am Anfang genannten Artikel der Fall, guggt noch einmal aufs Alter. Die Mädchen fallen in eine Gruppe, die Jungs fallen in die andere. Obwohl teilweise nicht einmal ein theoretischer Tag dazwischen liegen könnte.]
Wird das bei uns auch kommen? Meinungen? Raaaaaage? Discuss.
