!ACHTUNG SPOILER!
Dies ist eine Mischung aus Kritik und Spielbericht. Ich habe mich dazu entschlossen, weil der neueste Final Fantasy Teil von Square Enix doch eher dazu einläd, mal längere Pausen zwischen den Cut Scenes einzulegen und ich diese sinnvoll nutzen möchte. Außerdem muss ich mir einfach mal Luft verschaffen im Bezug auf einige Neuerungen und der Reihe an sich. Ich habe das Spiel noch lange nicht durch und weiß mit Sicherheit noch lange nicht alles, was es zu wissen gibt, deshalb werde ich nach und nach updates posten und wer weiß, vielleicht kann mich das Spiel doch noch so bezaubern, das am Ende eine Kaufempfehlung herauskommt. Doch fangen wir von vorne an.
I .
"Gamuh startoh!"
Nach meiner Bestellung bei Amazon kam das Spiel samt Piggyback Lösungsbuch tatsächlich noch am Tag der Veröffentlichung. Auf eine Collectors Edition mit sinnlosem Schnickschnack für zillionen Euro mehr konnte ich getrost verzichten. So startete ich also meine PS3, schob die bluray disc ins Laufwerk (ein herzliches "lol" an alle DVD Jongleure der XBOX Variante an dieser Stelle) und wartete. "Final Fantasy" stand da auf dem Bildschirm. Doch im Gegensatz zu 90% aller anderen PS3 Spielen gab es hier kein animiertes Bildchen, kein tolles, hungrig machendes Hintergrundbild und keine fetzige Musik, sondern einfach nur das Logo. Irgendwie hab ich da mehr erwartet. Bevor ich dann startete, bin ich dann erstmal mit dem Lösungsbuch unter dem Arm groß auf Klo gegangen, Al Bundy lässt grüßen.
Ich habe ja seit FF VIII alle Lösungsbücher der FF Reihe gesammelt und bisher nahm der Lösungsweg in den Dingern immer den größten Platz ein (FFX-2 verdrängen wir besser aus dem Gedächtnis). Bei XIII jedoch macht dieser Teil nicht mal ein Drittel des Buches aus, stattdessen gibt es endlose farbüberschwemmte Tabellen zu den einzelnen Charakteren, dazu doppelseitige Kapitelübergänge mit Bildchen. Selbst die Nebenaufgabensektion, sonst ein verlässlich dicker Abschnitt, fiel diesmal mager aus. So kurz ist das Spiel? Ich begann mich zu fragen, ob das Spiel ein ähnlicher Fehlkauf wie Star Ocean IV war. Aber ich entschloss mich, nochmal kräftig zu drücken, gewisse Dinge abzuschließen und dann endlich anzufangen.
Und so kehrte ich an den wohnzimmerlichen Röhrenapparat zurück, startete das Spiel, war erstaunt, das keine Installation nötig war und es wurde dunkel. Dann wieder hell, mit den Squeenix Logo. Dann wieder dunkel. Leise Musik im Hintergrund. Und dann: bunt! Eine bunte Welt, die Gears of War brechen und FF X staunen lassen würde. Dazu allerlei Getier, futuristische Städte und Maschinen und allerlei Gepose der Hauptcharaktere, Ausschnitte aus den Cut Scenes des Spiels halt. Da ich nicht zu viel gleich zu anfang sehen wollte, klickte ich mich durch zum Startmenü. "New Game" -> X. Und schon war das Spiel gestartet.
II.
"Im Party-Van nach Sibirien"
Im nachhinein kann ich mich nicht mehr erinnern, was ich eigentlich erwartet habe, aber es war definitiv nicht das, was ich bekam. Nämlich ein stellenweise interaktiver Actionfilm. Gleich zu anfang wurde ich mit einer Flut von Cut scenes überschwemmt. Die Protagonisten sitzen in einem Transrapid und sind in weniger als 5 Minuten auf dem Weg von München zum Flughaf...ne halt. Also die Leute fahren da als scheinbar Gefangene in nem Zug, Tantchen zieht dann ihr Schlachtermesser unter der Kutte hervor und dann werden die Wachen gemetzelt, worauf plötzlich die Revolution loszubrechen scheint. Die Bösen sind schnell ausgemacht, nämlich diejenigen in Uniform. Dann gibts da noch Tantchen, und Afro und an der Front der plötzlich aufgetauchten Rebellen so'n ungepflegten Kuttenmann, den man in unserer Welt nicht mal in die Nähe von Schulen oder Spielplätzen lassen würde, und seine fragwürdigen Kameraden. Wie sich später herausstellt sind die so eine Art Beklopptenmiliz, bei der auch Tantchen mal war, aber dank ganz viel Drama, das dem Spieler nach und nach in Zwischensequenzen eingetrichtert wird, wieder raus ist und nun auf eine Art Kreuzzug ist. Nach weiteren Cut Scenes darf man dann auch mal mehr als ein paar Schritte machen und weitere Wachen kloppen, wobei auch das von Cut Scenes unterbrochen wird. Natürlich werden in diesen Szenen auch alle Regeln der Physik missachtet, aber im Gegensatz zu früher hat Tantchen diesmal wenigstens so'n kleines Gerät mit sich. Gibt immerhin einen Extrapunkt für die Mühe von mir.
Mühsam kriecht das Spiel weiter und ich erreiche nach arg viel Drama endlich einen Punkt, an dem alle bislang aufgetauchten Charaktere endlich mal zusammen sind. Das kann natürlich nicht gut gehen und so entsteht weiteres Drama, die Haupthandlung erbricht sich über das Spiel und die ganze Truppe wird in einer komischen Kristallwüste abgeworfen. An dieser Stelle hab ich dann gespeichert und bin ins Bett gegangen.
-- Mein Eindruck bisher:
Ich bin schon diverse Stunden im Spiel und selbst FF X hat mich damals nicht so enttäuscht (das kam später, der anfang damals war sogar relativ gut). Doch sehen wir genauer hin, warum das so ist:
Charaktere:
Bislang traf ich auf 5 Leute, die ich selbst kontrollieren durfte.
Da gibt es Lightning aka Tantchen, die wohl der Hauptprotagonist ist. Eine Art Army-Schlampe mit Gunblade und bescheuerter Frisur. Ihr Outfit ist im FF Look gehalten, also ein wirres Sammelsurium von Kleidungsstücken aus der Kollektion "Unbequem und Unnütz". Immerhin hat sie ne relativ scharfe Zunge (zumindest im Vergleich zu den anderen Saftpanschern da), ist ganz nett anzusehen im Kampf und ihr Drama hält sich (noch) im Hintergrund.
Als nächstes mein persönlicher Lieblingscharakter namens Sazh. Da er dunkelhäutig ist und wir uns in einem japanischen Spiel befinden, hat er somit auch einen Afro-Haarschnit der Extraklasse, in dem ein Vogel wohnt. Gekleidet ist er in einem nach vorne geöffnetem, grünen Sack und er benutzt zwei bedenklich nach Spielzeug aussehende Pistolen. Seine Kommentare und unerwareter Klarsinn machen das Spiel ertragbar und dafür bin ich ihm dankbar.
Der Dritte im Bunde ist Pedobear Snow. Gekleidet im langen grauen Mantel der Marke "Straßenpenner", sieht er auch genau so aus. Blonde, zauselige Haare, die unter einer speckigen Mütze brüten und eine Art drei Tage Bart für 14-jährige runden das Bild ab. Da Final Fantasy grundsätzlich immer einen unbewaffneten Kämpfer im Spiel hat, hat Gevatter die Arschkarte gezogen und ist dieser Unbewaffnete. Aber keine Angst, er haut genauso zu, als hätt er ein Schwert oder eine Pistole (oder sonstwas). So ist das nunmal.
Nummer Vier der Charaktere und ungefragt die Nummer Eins auf meiner Hassliste ist Hope. Schneidet dem Sänger von Tokio Hotel die Haaare, färbt diese und prügelt dem Balg das Tuckige aus dem Leib (aber nich alles) und ihr habt Hope. Bewaffnet mit einem gefundenen Bumerang ist er sowas wie der Chef im Ring, wenn es um Magie geht. Leider gibts noch keine Magie (siehe unten), aber egal. Dieses pubertierende Emo-Monster ist hauptverantwortlich für dermaßen viel Drama, das es mir jetzt noch hochkommt, wenn ich nur dran denke. Scheinbar identifizieren sich japanische Jugendliche am ehesten mit so einem Waschlappen, ansonsten hat Hope meiner Meinung nach keine Daseinsberechtigung.
Zu guter letzt ist da dann noch Vanille. Im Gegensazu zu dem, was man erwarten könnte (ein sahnig, leckeres, blondes Highlight), ist Vanille ein blödes rothaariges Gör, die Rikku alle Ehre macht: nervig, unnütz, jailbait. Ihr outfit entspricht der neuesten Mode der steinzeitlichen Schamanen. Fell, haufenweise Krallen irgendwo aufgehängrte Krallen und ein enges Top, umrahmt mit noch mehr schamanistischen Schnickschnack. Dazu eine Mutation aus Peitsche und Fernsehantenne als Waffe. Dank Lightnings Schlachterkittel ist Rikk...äh Vanille auch die einzige, die wirklich Oberweite zeigt, was natürlich auch in Szene gesetzt wird. Ihre ganze Arz, Geschichte und Persönlichkeit motivieren den Spieler, sich zu wünschen, er könne in den Bildschirm hineingreifen, Vanille an die Schultern fassen und dann...
Display Spoiler
ordentlich durchschütteln, ein paar kleben und ihr ins Gesicht brüllen, sie soll endlich die Klappe halten. FFS!
Kampf:
Im moment besteht der Kampf daraus, entweder auf auto attack zu drücken oder items zu benutzen. Da die Gegner extrem schwach sind, tut man meist nur ersteres. Die größte Herausforderung im moment ist es, nicht einzuschlafen (was durch den Rest des Spieles noch erschwert wird). Übrigens kann man, wenn man draufgehen sollte, den Kampf einfach wiederholen oder kurz vorher neu starten, somit gibt es eigentlich keine wirklichen Bedrohungen mehr. Und durch gewisse Items kann man sich auch direkt zum Anfang des Kampfes Vorteile verschaffen. Easy Mode activated.
Spielverlauf:
Man kann entweder von A nach B laufen oder einen zwischenstop bei Schatzbehältnis C einlegen. Und so geht das seit Stunden! Und da ich es zum ersten mal spiele, tu ich mir die ganzen Cut Scenes auch noch an, weil ich immernoch hoffe, es könnte mal irgendwas interessantes passieren. Eigentlich sinnlos, da zum einen sowieso nichts bemerkenswertes passiert und man zum anderen auch alles nochmal nachlesen kann in einem speziellen Abschnitt des ingame Menüs. Da stehen auch allerlei andere "nützliche" Dinge, wie Informationen zu den ganzen Geschehnissen, Gegenständen und Leuten. Ja, ich hab mir die Mühe gemacht und hab mir alles durchgelesen, auch immer die neuen Sachen, die hinzugefügt wurden. Und ja, ich komm mir ziemlich bescheuert vor.
Grafik und Musik:
Grafik ist gewohnt FF-spektakulär mit zillionen von Effekten und Lichtern. Musik ist auch in Ordnung, an manchen Stellen recht nett, an anderen unbeeindruckend. Hier gibt es nichts auszusetzen (aber auch nicht wirklich zu loben).
III
"Reise nach Jerusalem"
Die nächsten 5 oder 6 Kapitel des Spieles (kann mich nicht mehr genau daran erinnern, da es schon einige Wochen her ist - ich brauchte einfach eine Pause) bestehen hauptsächlich aus Rumrennerei auf der Flucht vor den bösen Häschern. Dabei teilt sich die Gruppe gleich zu anfang in drei Gruppen auf. Lightning und Hope auf Mordsmission, Sazh und Vanille undercover und Snow bleibt zurück, um seine hässliche loli-Freundin zu entglasen. Dabei gibt es natürlich allerlei uninteressantes Drama. Immerhin kommt ganz langsam das Kampfsystem in Schwung, man kann inzwischen sogar sowas wie Erfahrungspunkte sammeln und seine Charaktere ausbauen - natürlich so geradlinig wie das Spiel an sich. Es ist auch sehr stark begrenzt im moment und jedes Kapitel kommt ein wenig mehr dazu. Es wird auch weiterhin von A nach B oder erst über C gelaufen. Zuerst auf ner Müllhalde, dann in nem Wald, dann bei nem Kraftwerk und schließlich in einer Stadt.
Urplötzlich kam dann auch noch eine weitere Faction dazu und der sechste Charakter wurde vorgestellt, Snow gerettet, dann abgestochen und dann wieder gerettet. Ein gewaltig langweiliger Murx von Handlungssträngen wird losgetreten und bis man endlich weiß, was eigentlich los ist, sind schon wieder zig Dinge passiert, die mit einem Funken von gesundem Menschenverstand hätten verhindert werden können. Immerhin sind am Ende von Kapitel 8 alle da, wo sie hinwollten. Mehr oder weniger.
-- Mein Eindruck bisher:
Mehr ist manchmal weniger. Dieser Kapitelübergreifende Schnitzeljagd nach Gehirn und Einsicht hat echt Nerven gekostet. Die wenigen Szenen mit Sazh haben sie durch Vanille und das blöde Kind von Sazh auch versaut. Immerhin wird der Kampf langsam abwechslungsreicher.
Charaktere:
Lightning wurd deutlich uninteressanter durch ihren Selbstfindungstrip und dem "bonding" mit der Pubertätsbirne
Auch Sazh hat Sympathien verloren. Scheinbar ist er über 30 und somit als dirty old man charakterisiert, somit geraten einige Szenen mit Vanille einigermaßen fragwürdig. Auch sein Kind nervt, und dabei kommt es so gut wie gar nicht vor, nur in Cut Scenes. Und als er dann auch noch Teilemo wird am ende von Kapitel 8. Blargh...
Snow ist weiterhin lächerlich, erfüllt alle Klischees eines dummen Kraftsportlers und in den Szenen zusammen mit Hope musste ich fast kotzen.
Apropos Hope: Der kleine Scheißer ist auch noch da und wandelt sich vom messerschwingendem Emo in einen Grinsbackenemo. Sein "beef" mit Snow war ja sowieso schon lächerlich, aber wie sie es dann gelöst haben...keine Telenovela der öffentlich rechtlichen könnte schmalziger sein.
Vanille hat endlich die Klappe zu halten. Aber sie tut es nicht. Und wenn sie nicht gerade lautstark hechelt, quiekt oder staunt, gibts sinnlose Kommentare, grundlose, oberflächliche Euphorie oder verklemmtes "ach, hätte ich nur". Halt die Klappe!
Und nun gibt es die sechste im Bunde: Fang. Hätte sie nicht dieses hässliche tattoo und würd auf dem Kopf schon etwas grau aussehen, würd ich sie sogar recht hübsch finden. Sie trägt ein blaues Tuch und darunter schwarze Sportunterwäsche (oder so) und schwingt dazu noch nen Speer - für das Spiel sehr einfache und gute Ausrüstung. Ihr Charakter ist auch okay, bischen komischer, aber nicht schlechter Akzent, nette Kommentare zu den Sinnlosigkeiten der anderen und sie weiß immerhin, was sie will. Kaum vorzustellen, das sie irgendwas mit Vanille gemeinsam hat. Ich weiß jetzt schon, das, sollte ich irgendwann mal selbst bestimmen können, welche Leute in meiner Gruppe sind, Fang definitiv dabei sein wird.
Kampf:
Wow, es gibt Dinge zu tun! Wenn auch noch nicht allzu viel, so kommt doch tröpfchenweise immer mehr dazu. Zum Beispiel haben die Leute verschiedene "Klassen" und man kann diese im Kampf wechseln. So kann Lightning entweder ihr Schwert als Commando schwingen oder als Ravager zaubern, später auch als Medic heilen. Jeder hat derzeit drei verschiedene Klassen (später kann man alle erlernen) und für diese gibt es jeweils eine art Tech tree, in denen man Erfahrungspunkte, hier auch CP genannt, verbraten kann. Und am Ende von Kapitel 8 hatte ich sogar noch Luft nach oben und ich konnte ein wenig grinden gehen für mehr XP. Äh CP...
Welche Klassen die Charaktere haben, legt man in sogenannten Paradigmen fest. Da kann man bis zu 6 von erschaffen in diversen Kombinationen und mitten im Kampf dann wechseln. So ist es sinnvoll, ein Paradigma zu haben, in dem alle entweder zaubern oder kloppen, und ein anderes in dem geheilt und verteidigt wird. Gar nicht mal uninteressant. Dann gibt es auch den sogenannten stagger point bei Gegnern. Wenn man auf die draufhaut, macht man, wenn das in kombination geschieht, mehr schaden und ein Balken läd sich auf. Ist dieser voll, hat man den stagger point erreicht und nun macht jeder Angriff deutlich mehr Schaden und manche Gegner sind gelähmt (oder werden besonders gefährlich). Verschiedene Klassen haben da verschiedene zu erlernende Fähigkeiten, die dieses System nutzt. So haben Commandos (Kämpfer) die Fähigkeit, diesen Balken vom absinken zu halten (normalerweise geht der Balken wieder gen Null, sobald nicht mehr draufgehauen wird), erhöhen den Balken an sich aber nur wenig, während Ravager und Saboeure den Balken schnell in die Höhe treiben können.
Der einzige Nachteil dieses Systems ist, das sich das Spiel arg drauf konzentriert und 90% aller Begegnungen mit Monstern ein aktives Wechseln der Paradigmen und genaues planen der Schritte erfordert. Aber hey, wenigstens schläft man nicht mehr ein.
Es gibt jetzt auch noch Beschwörungen, wie es in jedem Final Fantasy üblich ist. Nur das diesmal keine fiesen mystischen Monster kommen, sondern Final Fantasy Transformers! Und jeder der Charaktere bekommt genau eins. Drei hab ich mittlerweile bekommen (was auch die Nützlichkeit der Charaktere an sich im Kampf gesteigert hat) und jedesmal musste ich mir an den Kopf fassen, weil das so bescheuert war. Erst Robo, dann Rennauto.
Im Kampf habe ich eines der Dinger übrigens nur einmal benutzt, und das war herzlich sinnlos. Man ist total unter Zeitdruck und am Ende lebte der Gegner trotzdem noch. Dazu kostet es "Balken", die ich lieber für andere Dinge einsetze. Somit sind die Summons in FF XIII genauso wie in FF XII: Man kommt nicht um sie herum und sie machen keinen (wirklichen) Sinn.
Spielverlauf:
Wie Al Bundy so schön sagte, als er seine Rechnungen las: "EISSE und ERRRRRRRRDAMMT!"
Wie lange kann man bitte ein Spiel hinauszögern? Und wo kommt auf einmal dieses Luftschiff mit Fang drauf her? Wieso kann Hope nicht sterben? Ein ständiger Szenenwechsel sorgt dafür, das Fragen unbeantwortet und der Spieler verwirrt bleibt. Dazu kommt das elende gepose von Snow bei jeder Gelegenheit. Und ich frage mich immer wieder, wieso die Leute da manchmal 8 Meter hoch hüpfen, als wäre es ein Bordsstein und wir dann eine Szene weiter selbige Leute bein mühsamen besteigen einer Barrikade bestaunen dürfen, die gerade mal halb so groß ist.
Die "Bösewichte" sind auch mal wieder ein Haufen unfähiger Dödel, aber davon kann man ja bei FF mittlerweile ausgehen. Und wo ich gerade meckere...das Upgradesystem für die Waffen und Ausrüstungsgegenstände ist echt lächerlich. Jedes der Dinger kann man ausbauen mit sonstigem Loot, das man findet. Dabei gibt es dann "XP" für die Waffen. Je nach dem, was man verwendet, wirken die nächsten Teile noch besser. Etwas kompliziert zu erklären und ich hab im moment keine Lust auf details, vielleicht später. Fakt ist aber, das es fucking ewig dauert, so eine Waffe so weit auszubauen, das man sie in eine bessere Waffe umwandeln kann. Man kann zwar auch in Läden Gegenstände dafür kaufen, da es aber nur durch den Verkauf von Gegenständen Geld gibt, ist das auch eine unendliche Geschichte. Da wird es wohl später einiges an grinding geben, um wenigstens einem der Deppen seine beste Waffe zu basteln.
Sieht man aber von diesen Dingen ab, ist es besser geworden. Nicht großartig, aber ertragbar. Die "dungeons" sind, wenn auch immernoch linear, etwas weitläufiger geworden und dank des Kampfes und des levelns bleiben beide Augen offen beim Spielen. Trotzdem würde ich es vorziehen, wenn die endlich mal zum wirklichen Hauptteil des Spieles kommen. Bisher bin ich ja nur weggerannt, abgehauen und hab mich verzogen. Naja, eigentlich hab ich diverse Wachen und Maschinen verprügelt, in den unzähligen Cut Scenes sind sie immer gerannt. Bisher fühlt es sich immernoch wie einplattgewalzter Prolog an, als das richtige Spiel. Kommt zum Punkt!
Grafik und Musik:
Alles hübsch und in bunt, doch leider auch überzogen. Die ganze Welt fühlt sich so glatt und futuristisch an, sehr, sehr künstlich. Und dann die Klamotten der Zivilisten - Cosplay-Kamikaze. Die Musik ist weiterhin ganz nett im Durchschnitt, entweder brilliant oder nicht erwähnenswert.
IV
"Kapitel 9"
Jaha, endlich bin ich da, das berühmte Kapitel 9, in dem alles besser werden soll! (Zumindest laut diverser postings in Foren, die ich frequentiere) Und ja, bisher ist es auch besser. Mehr zu entwickeln in den tech trees, die Musik ist episch bis Star Wars artig, der Riesenvogel, auf dem ich jetzt bin, gefällt mir, als alten Raumschiff-Fan, sehr gut und die meisten Charaktere haben ihre Dummheit wenn auch nicht abgelegt, so doch zumindest unter Kontrolle. Derzeit level ich noch, bis das Crystarium (so heißt der Tech tree) qualmt, aber heute Abend werde ich weiterspielen. Also gehts später hier weiter.
to be continued...
