QuoteDisplay MoreAktualisiert am 03.04.2009
Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat am Donnerstag ein Gesetz unterzeichnet, das Ehefrauen dazu zwingt, mindestens alle vier Tage mit ihrem Mann zu schlafen. Die Uno spricht von legalisierter Vergewaltigung.
«Solange der Mann nicht auf Reisen ist, hat er jede vierte Nacht das Recht auf Geschlechtsverkehr mit seiner Frau», bestimmt Artikel 132 des neuen Gesetzes zur Regelung des Familienlebens unter den Schiiten in Afghanistan.
«Ausser wenn die Frau krank ist oder irgendeine Krankheit hat, die sich bei Geschlechtsverkehr verschlimmert, ist die Frau verpflichtet, den sexuellen Bedürfnissen ihres Mannes eine positive Antwort zu geben», heisst es in dem Gesetz. Der Frau wird ebenfalls ein Recht auf sexuelle Befriedigung zugestanden, allerdings werden da ganz andere Zeitvorgaben genannt: Der Mann solle höchstens vier Monate am Stück enthaltsam leben.
Das von Karsai ohne parlamentarische Debatte in Kraft gesetzte Gesetz stösst in Kabul auf scharfe Kritik. Damit würden Frauenrechte untergraben, die nach dem Sturz des islamischen Taliban-Regimes im Jahr 2001 mühsam errungen worden seien, sagte die oppositionelle Abgeordnete Fausia Kufi. Der UN-Entwicklungsfonds für Frauen (UNIFEM) warf der Regierung vor, «die Vergewaltigung einer Frau durch ihren Ehemann zu legalisieren». Das Gesetz bedeute eine vielfache Verletzung von Menschenrechten. Ein Sprecher Karsais sagte, der Präsident habe die Vorwürfe gehört und «schaut sich die Sache an». (Fisnik Abrashi/ap)
Erstellt: 03.04.2009, 13:25 Uhr
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Ich weiß gar nicht, ob ich lachen oder weinen soll
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