Guckt man mal paar Tage nich hier rein, findet man sich auf einmal mitten in einer Ultra-Diskussion wieder^^
Die Berichterstattung der letzten Tage trägt natürlich dazu bei, dass der normale Fan (oder auch der am Rande interessierte Zuschauer) geneigt ist zu glauben, dass der Fußball ein Gewaltproblem bekommt und es zur Zeit sehr gefährlich ist, ins Stadion zu gehen.
Ich war beim Spiel gegen Dresden letzte Woche und habe vor dem Spiel mit nem Kollegen am Stadion den Marsch der Dresdner ein paar Meter von uns entfernt gehabt. Einige von ihnen wurden dann mit Pfefferspray attackiert und sanken zu Boden. Ob sie diesen Einsatz nun selbst provoziert hatten maße ich mir nicht an zu beurteilen. Natürlich waren die Ereignisse im Stadion nicht sonderlich nett. Gegen die Pyrotechnik hatte ich nichts einzuwenden, gab ein gutes Bild ab und wurde weitestgehend nicht auf den Rasen geworfen. Die Böller waren wie immer völlig unnötig. Auch, dass man unseren kompletten Cateringbereich zerlegt und Werbebanden demoliert hat, war unnötig. Das in den Medien dargstellte "flüchten von Frauen und Kindern" auf der Osttribüne, nachdem einige Dresdner sich zutritt zu dieser verschafft haben, ist dagegen völliger Blödsinn. Es ist absolut unmöglich vom Gästeblock auf die Osttribüne zu gelangen, es sei denn man ist Standweitsprungweltrekordhalter.
Genau diese übertriebenen Darsrtellungen bringen aber nunmal die Gesellschaft und denjenigen, der sich nicht allzu sehr mit der Materie beschäftigt gegen "die Ultraszene" auf. Das ist kein Vorwurf an die Leute, die sich nur am Rande damit beschäftigen, sondern an die Medien, die diesen Leuten ein differenzierteres Bild liefern müssten.
Wer mal einen neutralen und nichts beschönigenden, aber dennoch Schärfe aus der Sache nehmenenden Bericht zur aktuellen Situation lesen will, sei hiermit gut beraten:
Wir waren beim Fußball - Und haben es überlebt