Posts by SachsenTeufel

    Berlin (dpo) - In einem am Mittwoch aufgetauchten Terrorvideo hat ein bislang noch unbekannter Islamist mit graumeliertem Haar und Brille davor gewarnt, dass al-Qaida noch im November Attentate auf Deutschland verüben will.
    Der Terrorist, der sich selbst el-Maizière nennt, stieß seine Hassbotschaft stehend an einem Pult vor grauem Hintergrund in beinahe akzentfreiem Deutsch aus.
    Seinen Aussagen zufolge befindet sich Deutschland in einer "neuen Lage", was die Terrorgefahr angehe. Unheilschwanger fügte er hinzu: "Es gibt Grund zur Sorge, aber keinen Grund zur Hysterie!"
    Islamismusexperten gehen davon aus, dass die im Terrorvideo gezeigte, schlaff nach unten hängende Europaflagge die Schwäche Deutschlands und seiner Verbündeten symbolisieren soll, während das üppig befüllte Glas Wasser für die Allmacht Allahs und das Löschen von Durst stehen könnte.
    "Der seriös wirkende Mann ist bislang noch nicht als Terrorist in Erscheinung getreten", erklärte ein Sprecher des Bundesnachrichtendienstes gegenüber dem Postillon. Überhaupt war es nach Angaben der Behörde im vergangenen Jahr verhältnismäßig ruhig.
    Das könnte auch daran liegen, dass bei al-Qaida in der Zwischenzeit wohl ein Führungswechsel stattgefunden hat: In den Jahren 2005 bis 2009 hatte nämlich noch ein kleiner Hassprediger im Rollstuhl beinahe im Wochentakt mit Terrordrohungen und -warnungen überall in Deutschland für Angst und Panik gesorgt.
    Daraus kann aber auch Hoffnung geschöpft werden. Denn damals ist nie etwas passiert.

    Quelle: http://www.der-postillon.com/2010/11/graume…mit-brille.html

    ich find den thread eigentlich sehr belustigend.
    Jeder ist sich hier schließlich im Klaren darüber, dass es sich bei allem um "Lügen und Volksverdummung" die man ganz objektiv durchschauen kann, bis man seinen eigenen daraus gezogenen Standpunkt wieder aus einem anderem Licht betrachtet und feststellt, dass seine Fakten von anderen Fakten in den Schatten gestellt werden, aber alles in allem ist alles ganz leicht und logisch und in einem kurzem 3zeiler zusammen zu fassen, so dass man sich fragt wie die allgemeinheit überhaupt auf so einen unsinn kommen konnte, wärend sein eigener unsinn vollkommen schlüssig ist.

    Worauf beziehst du dich genau?
    Mit einer derart allgemeinen Phrase alles gleichschalten und für Blödsinn erkären zu wollen, ist echt sehr mutig und zeugt darüber hinaus nicht unbedingt von Fachwissen.

    Nicht, dass ich das Forum hier mit politischer Propaganda fluten möchte, aber dieser Text den ich soeben in meinem Archiv gefunden habe, ist einfach zu interessant, als dass ich ihn euch vorenthalten könnte.

    Die unendliche Leistungsträgerlüge

    Es gibt Geschichten, die kann man hundert oder gar tausend Mal erzählen und die Zuhörer bekommen dennoch nie genug davon. Das sind in der Regel schöne Geschichten. Die Zuhörer beginnen jedes Mal von Neuem zu träumen von einer heilen Welt, in der ein wunderbar freundlicher Herrscher nur an einem einzigen kleinen Schräubchen dreht und schon fließt der Honig in Strömen und die Tauben braten sich im Fluge selbst.
    So ist es mit der unendlichen Steuer- und Leistungsträgergeschichte. Seitdem das Wirtschaftswunder Anfang der 70er Jahre brutal sein Ende fand, wird von unseren Politikern immer wieder, Jahr für Jahr, Wahl für Wahl, die schöne Geschichte von den magischen Steuersenkungen erzählt. Man müsse die Steuern für die „Leistungsträger“ senken und schon sei alles gut. Leistungsträger, das sei nämlich die Spezies von Mensch, die - gut ausgebildet und leistungsfähig - gerne ihr Bestes geben würde, aber unter der Abgabenlast des Staates so ächzt, dass sie viel weniger “Leistung” erbringt, als eigentlich von ihr zu erwarten wäre. Nähme der Staat seine Last nur weg, wäre der Rest ein Leichtes und die Wirtschaft florierte.

    Die Geschichte ist so schön, weil sie immer funktioniert, ganz gleich wie viel Last der Staat schon weggenommen hat. Immer wird es einen Politiker oder einen besonders klugen Philosophen wie Peter Sloterdijk geben, der sagt „es ist immer noch zu viel“. Da die Mehrheit der Politiker seit vielen Jahren an die Geschichte glaubt, haben sie die Steuerbelastung für die Leistungsträger schon mächtig reduziert, also etwa von einem Steuersatz für die Menschen mit den höchsten Einkommen von 56 Prozent auf 42 Prozent. Da ächzt der Leistungsträger zwar etwas weniger, aber die Bürde des Staates drückt noch immer schwer.

    Also weiter runter mit den Sätzen. 35 Prozent will die Partei der Leistungsträger jetzt, aber warum soll das reichen? Wer „Leistung“ bringt, wird immer noch bestraft mit dem Höchstsatz! Wo ist die Logik? Warum sollen diejenigen, die schon die “Leistung” bringen, auch noch die größte Last für den Staat tragen? Der Leistungsträger trägt doch schon die Gemeinschaft, die in der sozialen Hängematte also, warum sollte er noch mehr tun? Nein, der Leistungsträger muss richtig entlastet werden und das heißt, er muss weniger zahlen als diejenigen, die keine „Leistung“ bringen. Eigentlich muss er absolut entlastet werden, weil er ja schon die “Leistung” trägt.

    Wenn man aber die vollkommen entlastet, die „Leistung“ bringen, woher bekommt der Staat dann das Geld für die Justiz, für die Polizei, für die Verteidigung, für die Strassen und für die Bildung? Offenbar von den anderen. Wer aber sind die anderen? Die Nicht-Leistungsträger! Die haben dummerweise aber keine Einkommen, weil sie ja keine „Leistung“ erbringen. Dann gibt es aber keinen Staat, jedenfalls gibt es niemand, der die Polizei, die Verteidigung, die Strassen oder die Bildung kostenlos zur Verfügung stellt. Das müssen die Leistungsträger dann einzeln bezahlen, wenn sie es haben wollen, und die anderen gucken in die Röhre.

    Welchen Anteil von ihrem Einkommen zahlen dann die Leistungsträger für ihre Justiz, ihre Verteidigung, für ihre Strassen, ihre Polizei und die Bildung ihrer Kinder, nicht zu vergessen der Preis für die hohen Mauern, die sie bauen müssen, um sich und ihre Kinder vor denen zu schützen, die keine „Leistung“ bringen und kein Einkommen haben? 35 Prozent oder 42 oder doch gar 53 Prozent? Wie ist das dann mit der zusätzlichen Belastung für die privaten Justiz-, Sicherungs- und Bildungsdienste? Kommt dann Sloterdijk und spendet Trost nach dem Motto: Niemand nimmt dir Leistungsträger etwas unter Zwang und ungerechtfertigt ab, also ertrage die Kosten ohne zu klagen?

    An dieser Stelle spätestens erkennt auch der vorletzte Philosoph, wie dumm und falsch das Bild von den Leistungsträgern ist. Eine moderne marktwirtschaftliche Ordnung ist nämlich gerade kein System, das davon lebt, dass eine „Handvoll Leistungsträger“ Spitzenleistungen erbringt und daraus sich die Einkommen aller anderen ergeben. Eine moderne Marktwirtschaft ist ein System der Arbeitsteilung, der Spezialisierung des Einzelnen also, in dem das Gesamtergebnis keineswegs mehr der Leistung eines einzelnen oder einiger weniger zugerechnet werden kann. Praktisch alles, was produziert wird, ergibt sich aus einem komplexen Zusammenspiel vieler Leistungen, die zum Teil in der Gegenwart, zum Teil aber auch in der Vergangenheit erbracht worden sind. Dass die Leistungen unterschiedlich entgolten werden, hängt allein mit der Knappheit der „Leistungsträger“ oder ihrer Marktmacht zusammen, in einer Marktwirtschaft aber gerade nicht mit ihrer „Leistung“ in irgendeinem vernünftig zu interpretierenden Sinne.
    Wer Tennisbälle sicher über ein Netz schlagen kann, schnell mit einem Auto im Kreis fährt oder populäre Liedchen trällert, wird in der „Leistungsgesellschaft“ schon vor Erreichen des dreißigsten Lebensjahres mit einem ungeheuren Vermögen entlohnt. Wie sinnvoll diese “Leistung” ist, wird nicht einmal gefragt, weil sich die westliche Gesellschaft, freilich ohne zu wissen, was sie tut, im Zuge der neoliberalen Revolution für ein Knappheitsprinzip ohne wenn und aber entschieden hat.

    Derjenige dagegen, der sein Leben lang die Böden in Universitäten und Betrieben schrubbt, muss statt eine ordentliche Rente zu erhalten, am Ende zum Sozialamt betteln gehen. Noch schlimmer, wer für die Gesellschaft vollkommen unproduktive Geschäfte tätigt, also z. b. auf den Finanzmärkten die Preise für Rohstoffe oder Währungen hoch treibt, weil er und viele seiner Kumpane darauf mit Schulden gewettet haben, erbringt offenbar eine „Leistung“ in der Sloterdijkschen FDP-Welt. Auch wenn dabei schließlich das gesamte System zu kollabieren droht und der kleine Putzmann für die Verluste haften muss, ist der Spieler nach Sloterdijk ein Leistungsträger, weil an dem von ihm selbst aufgeblasenen Spekulationsballon so viel verdient hat, dass er - selbst wenn er brav seine Steuern bezahlt - danach nie wieder arbeiten muss. Das ist nicht die Leistung, die eine Gesellschaft trägt! Weil in einer Marktwirtschaft gerade nicht Leistung belohnt wird, ist es gerechtfertigt und notwendig, dass der Staat wesentlich mehr von denen verlangt, die durch glückliche Umstände, Privilegien oder die inhärente Knappheitslogik des Systems überdurchschnittlich „entlohnt“ worden sind.

    Unabhängig davon ist der Staat einer der wichtigsten Vorleister des Systems. Ganz gleich, ob er durch verbesserte Infrastruktur, Rechtssicherheit, mehr Bildung, äußere Sicherheit oder auch durch sozialen Frieden mithilfe einer menschenwürdigen sozialen Absicherung zur Gesamtleistung beiträgt, er ist ein Vorleister wie alle anderen und muss vernünftig bezahlt werden. Bei keinem anderen Vorleister kämen Philosophen und andere Ideologen auf die Idee, die Bezahlung generell in Frage zu stellen, ohne über den Wert und die Qualität der Vorleistung zu reden. Nur beim Staat wird die einfache, aber fundamentale Tatsache der Vorleistung in einer arbeitsteiligen Gesellschaft ignoriert oder von ideologischen Debatten überlagert. Sloterdijk hat es nun sogar geschafft, Freiwilligkeit der Leistungen der Leistungsträger an den Staat ins Spiel zu bringen (SZ vom 5.1.2010). Klar, in der Zukunft gehen wir zur Bank und bieten eine freiwillige Spende für die dort erbrachten Dienstleistungen an, oder wir finanzieren Professoren nur noch aus Spendengeldern. Fragt sich nur, wer den Beruf des Professors noch ergreifen würde, wenn dessen Entlohnung von der Lust und Laune irgendwelcher “Leistungsträger” abhinge?

    Leistungsträger in einem funktionierenden und auf lange Sicht erfolgreichen Team sind alle, selbst wenn ab und an der eine oder der andere einen besonders guten Tag hat. Wer die Beiträge der Einzelnen zur Bezahlung der Vorleistungen des Staates in einer arbeitsteiligen Gesellschaft diskutieren will, sollte ehrlich sein und offen die Frage stellen, ob die Armen oder die Reichen - absolut und proportional - mehr beitragen sollen. Da werden sich sicher auch die Geister scheiden. Die dümmliche Phrase von den Leistungsträgern, die ja nur zur Verteidigung der Reichen vorgebracht wird, kann man sich dann aber getrost schenken.


    Quelle: http://www.nachdenkseiten.de/?p=4443

    Heinz-J. Bontrup zur Preisverleihung des Golden Award of Change für die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik

    Wer als Politiker dem „schlanken“ Staat und dem deregulierten Markt, insbesondere auf den Finanzmärkten, das Wort geredet und letztlich das Laissez-Faire-Prinzip auch umgesetzt hat, der hat eine hohe Schuld auf sich geladen. Das Problem ist nur, dass die neoliberal denkende Politik immer noch an der Macht ist. Deshalb gibt es auch so gut wie keine Veränderung. Die neoliberalen „Brandstifter“ und Gesellschaftszerstörer wurden nur kurz, über Nacht zu „Bastard-Wendehals-Keynesianer“ und machten einen bisher nicht für möglich gehaltenen Schwenk in Richtung aktiver Konjunkturprogramme und extrem expansiver Geldpolitik. Damit die Vermögenden und Kapitaleigner nicht zur Kasse – zur Haftung, die sie sonst bei jeder Gelegenheit als Rechtfertigung für ihre Mehrwertaneignungen betonen – gebeten werden mussten, wurden die Krisenverluste durch eine massive Ausweitung der Staatsverschuldung kurzerhand sozialisiert. Da Steuererhöhungen für die Krisenverursacher weiterhin ausgeschlossen werden, wird die Staatsverschuldung nun als Grund für Haushaltskonsolidierungen herangezogen und damit noch mehr private und öffentliche Armut hergestellt.
    Was muss alternativ konkret passieren? Fünf Dinge:

    • Erstens eine auf europäischer Ebene abgestimmte Fiskal- und Geldpolitik…

    • Zweitens müssen diese kurzfristigen fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen durch systemisch- strukturelle Veränderungen ergänzt werden. So sind die internationalen Finanzmärkte aus ihrer in der Vergangenheit vollzogenen Liberalisierung wieder in staatlich streng regulierte Märkte zu überführen. Hinzu kommen muss eine Reform des Bankensystems durch eine demokratische Einbettung der Geldinstitute in ihr ökonomisches und gesellschaftliches Umfeld…Außerdem müssen die Banken auf ihre wesentlichen Kernfunktionen wie
    a. die Organisation des Zahlungsverkehrs,
    b. das Einlagengeschäft zur einfachen und sicheren Ersparnisbildung und
    c. die Finanzierung gesamtwirtschaftlich und gesellschaftlich sinnvoller öffentlicher und privater Investitionen durch Kreditvergabe zurechtgestutzt werden.
    Parallel dazu bedarf es eines verschärften internationalen Wettbewerbsrechts zur Eindämmung
    der Marktmacht von internationalen Konzernen.

    • Drittens muss speziell Deutschland seine Wirtschaftspolitik zur Beseitigung der Ungleichgewichte in den Leistungsbilanzen verstärkt auf die Binnenwirtschaft ausrichten.

    • Viertens muss eine völlig veränderte Steuerpolitik umgesetzt werden: Die gewinnträchtigen Unternehmen und die Spitzenverdiener sind im Vergleich zu heute wesentlich höher zu besteuern. Der Spitzensteuersatz (Grenzsteuersatz) bei der Einkommensteuer muss ab einem zu versteuernden Einkommen von 60.000 Euro auf 48 % angehoben werden. Der Körperschaftsteuersatz ist auf 35 % zu erhöhen.

    • Fünftens muss noch eine ordnungstheoretische Notwendigkeit hinzukommen: Die private Wirtschaft ist zu demokratisieren…Dazu dürfen die Beschäftigten nicht nur auf ihre heutige Lohnfunktion reduziert werden, sondern sie sollten über ihre gewählten Vertreter in den Betriebs- und Aufsichtsräten gleichberechtigt (demokratisch) auch an Entscheidungen über die Beschäftigung, die Unternehmensorganisation, über die Gewinnverwendung oder auch über die operative und strategische Ausrichtung „ihres“ Unternehmens beteiligt werden.

    Das Problem ist das alles viel zu komplex ist. Es bleibt mir ja nichts anderes übrig als eine mehr oder weniger populäre Meinung zu glauben. Ich habe doch gar nicht genug Zeit mich gut genug in alle wichtigen Quellen usw einzuarbeiten. Es ist letztendlich egal ob ich am Ende der populären Meinung glaube oder der einer "konspirativen Randgruppe". Am Ende glaubt jeder das was er für richtig hält. Die wenigsten haben genug Ahnung davon um wirklich zu wissen was ab geht. Mag sein das du dich so gut auskennst (will dir jetzt hier kein Unwissen unterstellen) aber ich bezweifele es. Soll niemanden vom diskutieren abhalten, aber hier rein zu platzen und zu sagen: ihr seid blöd weil ihr das glaubt was die Medien sagen ist imho ein bisschen zu kurz gedacht.

    Nö, die Lösungen sind einfacher als man glaubt. Das Problem ist nur, dass diese Lösungen denen schaden würden, die momentan am politischen Entscheidungsprozess beteiligt sind.

    Dinge an die das gemeine Volk glaubt, aber falsch sind:

    Beispiel 1: Wir haben einen Boom
    Beispiel 2: Arbeitslosigkeit ist gesunken
    Beispiel 3: Wir sind gut durch die Krise gekommen
    Beispiel 4: Guttenberg
    Beispiel 5: Exportüberschüsse sind gut, Sparen ist gut, man muss es nur wollen, usw
    Beispiel 6: Das demographische Problem, der Generationenvertrag trägt nicht mehr, jetzt hilft nur noch Privatvorsorge

    Findet sich hier jmd. wieder?

    So ein Quatsch, Kapital ist in jedem System ungleich verteilt.

    Bei allem Respekt, Kapital ist stets ungleich verteilt, nur gibt es gewisse Grenzen (siehe Arm und Reich). Ab einer gewissen Spannung kommt es nunmal zum Knall. Wenn man sich den immensen Leistungsbilanzüberschuss von Deutschland anschaut, dann muss man zu der Schlussfolgerung kommen, dass es bald soweit sein wird. Was glaubst du, warum die G20 Länder darauf pochen, dass China und allen voran Deutschland ihren Export beschneiden und selbst die (neoliberal eingestellte) Europäische Union mittlerweile fordert, dass das Außenhandelswirtschafltiche Gleichgewicht in der EU wiederhergestellt werden muss.

    €:
    1. Lohnkosten werden zur Waffe
    2. Belehrung der G20-Staaten: Deutsche Nachhilfe unnötig

    €²: Noch passend zur Überschrift: Phoenix aus der Asche?

    so ist kapitalismus nun mal

    alle 10 Jahre gibt es eine Krise die die Wirtschaft zurückwirft aber letzendlich fidnet über einen längeren Zeitraum betrachtet doch ein Wachstum statt.
    Und falls es mal richtig hart kommt führen wir halt ein bisschen Krieg, denn Krieg in Maßen ist gut für die Wirtschaft

    So ist neoliberaler Kapitalismus - so wie er heute in Deutschland ganz offen praktiziert wird, obwohl sich dieses Modell schon selbst überholt hat. Um es neutral zu fomulieren: Neoliberalismus ist totaler Blödsinn. Nur weil wenige daran verdienen und diejenigen noch die Macht in unserem Lande haben, wird dennoch daran festgehalten....

    Es kann auch nachhaltiges Wachstum geben. Dass es stets Depressionen und Aufschwünge geben wird, ist wohl selbstredend - nur wenn man sich jedesmal in diese Krisen hineinspart und diese wohlweislich handgemacht sind, liegt es wohl auf der Hand, dass man derartige Abschwünge wie wir sie verzeichnen, duch eine aktive Wirtschaftspolitik vermeiden kann (d.h. konkret, Konjunkturprogramme und Lohnerhöhung für die Arbeitnehmer zur Ankurbelung der Binnenwirtschaft). Dass die folgende Krise anders sein wird, liegt einfach daran, dass wir in eine Sackgasse steuern, aus der es kein Entkommen gibt, wenn nicht gehandelt wird. Die deutschen Unternehmen haben durch das Lohndumping, was nun schon seit 10 Jahren praktiziert wird, die ausländische Wirtschaft totkonkurriert - unsere Abnehmer haben kein Geld mehr, um unsere Produkte zu bezalen, da die eigene Wirtschaft brachliegt. Die engstirnige Exportorientierung der deutschen Wirtschaft wird bald ein Ende haben müssen...

    Marktsättigung pff alles Ammenmärchen


    Nun, der amerikanische Markt schwächelt, ebenso lächzt der europäische Binnenmarkt nach Luft... Niemand in der EU-Zone ist abhängiger vom Export als Deutschland. Die Staaten, die uns noch vor ein, zwei Jahren willfährich unsere Waren abgenommen haben, zeigen heutzutage nahezu protektionistische Tendenzen. Wenn die Lohnpolitik nicht langsam eine 180° Wendung hinlegt, weiß ich nicht woher das Wirtschaftswachstum in Deutschland noch generiert werden soll.

    €: ...wir steuern blindlings in die nächste Krise - und diesmal wird es nicht so harmlos ablaufen wie noch vor 2 Jahren...

    VW muss selber wissen, wen sie wofür einstellen. Ich glaube auch kaum, dass man als Fließbandarbeiter studiert haben muss, um dort arbeiten zu können. Außerdem ist es doch gut, wenn solche Leute, die hoffnugslos verloren auf dem Arbeitsmarkt wären, dennoch Arbeit bei VW finden. ;)

    €: Das eine Krankenschwester und ein Altenpfleger (meine Mutter ist Ergotherapeutin), wenn überhaupt, nur die Hälfte, dessen verdient, was ein Arbieter bei VW bekommt, liegt es allen voran am Staate selbst, der jahrelang im Gesundheitswesen gespart hat. Überhaupt sind alle Berufe die einen "sozialen" Hintergrund haben unterbezahlt, weil dort an sich "keine" offensichtliche Wertschöpfung stattfindet. Pflegeleistung kann man halt schlecht exportieren... Dass dahinter ein höheres Gut, dass der Volksgesundheit steht, sehen die verantwortlichen Politiker nicht, oder ignorieren es zugunsten ihrer Klientel, in dem Fall die Privatkassen.