Ich bin der Meinung, dass es eigentlich in der ganzen Europroblematik nur eine Frage gibt in der man sich entscheiden muss weil alles davon abhängt.
Wollen wir die vereinigten Staaten von Europa, sprich den Großteil der nationalen Hoheitsrechte an die EU und das europäische Parlament abgeben.
Wenn ja, dann ist die gemeinsame Haftung für Schulden (also sprich Eurobonds in irgendeiner Form) der Weg der funktionieren kann, wenn man ihn richtig umsetzt. Einem muss aber bewusst sein, dass wir dann einheitliche Regeln haben werden, die auch sanktioniert werden und dass die "reichen" Ländern in den nächsten 20 Jahren für die armen Länder bezahlen werden (wie das durch den Länderfinanzausgleich in Deutschland schon der Fall ist, nur eben auf europäischer Ebene).
Wenn nein, dann sollten wir Griechenland besser heute als morgen in die Insolvenz entlassen. Als Folge müssten sie dann den Euro (nicht die EU, viele Leute setzten das gleich) verlassen. Griechenland kann aus eigener Kraft (also ohne sehr langfristige Zahlungen der EU) diese Währung nicht halten, weil sie einfach nicht zu ihrer Wirtschaftsleistung passt und eine Abwertung im herkömmlichen Sinn nicht möglich ist.
Aber wie es jetzt gerade läuft, dass wir den Griechen vorschreiben was sie zu tun haben (was ich inhaltlich zum Teil auch noch für falsch halte) kann nicht sein. Das selbe gilt für Eurobonds. Man kann nicht Schulden für andere mittragen solang man keinen Einfluss auf deren Neuverschuldung hat. Die "reichen" Länder der EU werden auf Dauer die "armen", die ja immer mehr werden, nicht stützen können, selbst wenn sie es wollten.