Fortsetzung - Fortsetzung
Das Shuttle wurde von den Turbulenzen hin und her geschleudert. Ktor besah sich die Karten des Zielgebietes, wobei er versuchte das Display des Lesegerätes ruhig zu halten. Er blickte zu Ygethmor, der im hinteren Teil des Shuttles auf seinen Stab gestützt stand. Er schien zu meditieren, oder schlief er ? Nein ... von Zeit zu Zeit lief ein Zittern durch die Robe des Hexers und er schien manchmal zu verschwimmen.
Ktor wandte sich wieder den Angriffsplänen zu. Die Mine befand sich mitten im Regenwald des Äquatorialkontinents, in jeder Richtung 100 km umgeben von nichts als Dschungel. Ein Bodenangriff schied auf Grund der dichten Vegetation aus, deshalb war die Station nur mit Flugabwehrgeschützen bewaffnet. Die einzelnen Platformen der Anlage waren auf Pfosten gelagert, wodurch sie sich über das Blätterdach des Urwaldes erhoben. Der Zugang zur eigentlichen Mine befand sich auf der mittleren Hauptplattform, von wo aus ein Fahrstuhl in das Erdreich hinunter führte; dort zweigte auch der Tunnel ab, der sie in die Makropole bringen würde. Die Infiltrationseinheit würde vom Shuttle auf einem Fluss abgesetzt werden, sich durch den Dschungel kämpfen, im Schutz des Luftangriffes in die Anlage vordringen und durch den Versorgungstunnel in die Stadt gelangen. Niemand durfte den Infiltrationstrupp bemerken; die Meldung, dass Chaostruppen in die Makropole eingedrungen waren, würde ihre Mission unnötig erschweren, wenn nicht unmöglich machen. Ein komplizierter Plan mit geringen Erfolgschancen; als Ktor zu den Kultisten blickte, die seine Streitmacht bilden würden, korrigierte er ihre Chancen noch etwas weiter nach unten.
Die zehn Männer, die er gestellt bekommen hatte, waren zwar trainiert und ausgebildet und mit ihren HE-Lasergewehren auch recht gut bewaffnet, aber sie waren nichts im Vergleich zu einer in den ewigen Feuern des Krieges gestählte Einheit Chaosspacemarines. Der Kriegsherr musste ihn entweder für besonders fähig halten oder er hielt ihn für ein angemesssenes Opfer auf dem Altar der dunklen Götter. Und warum wurde überhaupt ein Hexer des Tzeentch mit auf die Mission befohlen? Abfällig betrachtete er Ygethmor in seiner makellosen Servorüstung. Ktor vermutete, der Hexer verbrachte die meiste Zeit in Bibliotheken, in denen er antike Datenspeicher und halbzerfallene Pergamente studierte. Er bezweifelte, dass der Hexer über Kampferfahrung verfügte. Eventuell würde er ihn schnell loswerden müssen. In diesem Moment wandte sich Ygethmor zu ihm um. Ktor verfluchte sich und diese verdammten gedankenlesenden Tzeentchanbeter.
Wieder richtete sich sein Blick auf den Stab und kam nicht wieder los. Die Tiefe des Schwarz sog ihn ein und ließ seinen Geist nicht wieder los. Ein plötzlicher Schmerz durchfuhr ihn und riss ihn in die Realität des Shuttles zurück. Er blickte auf sein rechtes Bein; seine Klaue hatte sein Knie gepackt. Der Schmerz hatte ihn aus dem Abgrund des Stabes befreit. Das Shuttle veringerte seine Geschwindigkeit - sie kamen ihrem Zielpunkt näher.
Nachdem das Shuttle auf dem Fluss gewassert hatte, luden die Kultisten die Ausrüsung aus. Viel war es nicht. Ein HE-Lasergewehr für jeden Kultisten, 3 Sprengladungen, etwas Nahrung und Trinkwasser - das meiste würden sie sich unterwegs beschaffen müssen - einige Melterbomben und die Reliquie des unheiligen Ptekadin. Eigentlich war es nur eine mumifizierte Hand, dennoch beteten die Kultisten zweimal am Tag zu ihr. Ktor hielt das für Zeitveschwendung; er gedachte den Chaosgöttern mit jedem Schuss aus seiner Waffe, mit jedem Hieb seiner Klaue und mit jedem toten Feind, den er ihnen darbot. Die Kultisten hatten die Ausrüstung zum Ufer geschafft; Ktor strich über den blauschwarzen Haarbusch seines Helmes. Die Mission begann. Er setze seinen Helm auf. Alle Anschlüsse waren verbunden, die Sensorik aktiviert, die Systeme der Servorüstung online und einsatzbereit. Ktor prüfte seine Plasmapistole und deren Reserveladungen, die Granaten an seinem Gürtel und das Kettenschwert an seiner rechten Hüfte; er bezweifelte, dass er es je wieder brauchen würde, aber es hatte ihm lange gut gedient und unzählige Gegner getötet. Er betrachtete die Plasmapistole; immer noch war sie mit eingetrocknetem Blut verkrustet, wenn er sie abfeuerte erhitzte sich die Magnetspule so weit, dass er den Geruch des Blutes riechen konnte. Er gab den Befehl loszumarschieren.
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Die Infiltrationseinheit bezog Stellung, einen Kilometer von der Minenstation entfernt. Ktor blickte auf die verbleibenden acht Kultisten, sie waren mit Schlamm bedeckt und ausgezehrt. Der Marsch hatte ihnen zugesetzt, aber sie hatten ihren Zielort einen Tag früher erreicht als geplant, er hatte sie unterschätzt. Sie würden den Rest des Tages und die Nacht zur Erholung und um die Lage zu sondieren nutzen können. Ktors Blick fiel auf den Hexer. Seine Robe war immer noch makellos weiß und seine Rüstung immer noch unversehrt, er hatte während des Marsches keine Probleme gemacht, er war Ktor nicht einmal weiter aufgefallen.
Er ließ das Lager aufschlagen und stieg dann einen nahen Hügel hinauf. Die nächsten Stunden brachte er mit der Beobachtung der Mine durch sein Thermoopticon zu. Im ganzen zählte er etwa hundert Sklavenarbeiter und Servitoren und etwa vierzig bewaffnete Sicherheitskräfte. Ihre Wärmesignatur ließ auf Automatikgewehre und Schrotflinten schließen, er zählte aber auch einige Raketenwerfer mit Meltermunition. Die Soldaten waren gut ausgebildet und trainiert, sie hielten ihre Positionen und Patrolierwege strikt ein und folgtem jedem Befehl unverzüglich. Vermutlich waren sie auf Grund der Chaospräsenz in erhöter Alarmbereitschaft, ein Umstand, den Ktor zu nutzen gedachte. Schnell hatte er auch die Luftabwehrstellungen ausgemacht. Zwei Raketenmagazine, eine Plasmakanone und zwei schwere Autokanonen. Die einzelnen Platformen waren mit Brücken verbunden und auf jeder Seite von einer ein Meter hohen Brüstung mit Stacheldraht umgeben. Es würde schwierig werden überhaupt auf die Platform hinaufzukommen. Kurz vor Sonnenaufgang würde eine Schwadron aus Sensenwind Jägern und Höllenfeuer Bombern die Mine mit Brandbomben angreifen. Fünfzig Prozent der Infernobomben würde den Urwald treffen, so dass der Wind den Rauch über die Plattformen auf ihre Angriffsseite zutreiben würde, die restlichen Bomben setzen die südliche Plattform in Brand, so dass ein Großteil der Arbeiter mit Löscharbeiten beschäftigt sein würde. Nur noch die Servitoren würden in den Minen sein, da ihre Umprogrammierung zu lange dauern würde. Ktor dachte darüber nach, direkt durch den Aufzugsschacht zu brechen, verwarf diesen Gedanken aber sofort wieder; das Loch würde entdeckt werden – es durften keine Spuren hinterlassen werden. Sie würden also auf die Anlage hinauf müssen, unbemerkt zum Aufzug gelangen, in das Tunnelsystem vordringen und den Versorgungstunnel finden. Ktor beobachtete die Mine noch bis spät in die Nacht, bis er alle Wachpositionen und -wege kannte. Er hatte bereits einen Plan.
Der Morgen brach an und die imperialen Soldaten gerieten in Aufregung. Kurze Zeit später vernahm Ktor das näherkommende Heulen der Sensenwind Jäger. Er lächelte bei dem Gedanken, dass die Piloten der Jäger ihre Motoren absichtlich zu hoch kalibrierten um dieses Heulen erzeugten. Auf vielen imperialen Welten war dieses Geräusch gleichbedeutend mit Tod und Vernichtung. Die Kultisten hatten Stellung bezogen und waren bereit. Ruhig erwarteten sie den Einsatzbefehl. Ktor stand ihnen den Rücken zugewandt, die heranjagenden Flieger beobachtend. Die Flugabwehrraketensysteme erwachten zum Leben und schossen ihren kompletten Munitionsvorrat auf die angreifenden Jäger. Sie würden ihr Ziel nicht finden, die Jäger hatten bereits wieder abgedreht.
Während die Raketenbatterie nachlud, schossen die Höllenfeuerbomber aus dem Tiefflug heran und überschütteten die Platform und den Dschungel mit Infernobomben. Ein Flammenmeer glomm auf. Die Soldaten waren in Aufruhr – Befehle wurden gebrüllt – Löschmannschaften eingeteilt – dichter schwarzer Qualm zog über die Anlage – hektisch liefen die Sicherheitsbeamten umher - die Autkokanonen feuerten mehrere Magazine auf die sich wieder entfernenden Bomber, die faustgroßen Munitionshülsen sprankend über die Plattform.
Ktor gab den Angriffsbefehl. Der hinter ihm knieende Kultist betätigte den Fernzünder, eine Explosion ertönte und ein über die Platform hinausragender Baumriese stürtzte krachend auf die Barrikade, verfing sich im Stacheldraht, rutschte etwas zur Seite, bevor er zum Halten kam. Ohne einen weiteren Befehl stürmten die Kultisten los und kletterten den Baumstamm hinauf. Als die Schwadron der Sensenwind Jäger von oben erneut auf die Mine zuschoss und ihre überschweren Bolter auf die Sicherheitstruppe abfeuerten, war der komplette Infiltrationstrupp bereits auf der äußeren Plattform. Ktor beobachtete mit Genugtuung wie die Autokanonen der Station und die mittlerweile nachgeladenen Raketenmagazine vergeblich versuchten, sich auf die Jäger auszurichten. Aber die senkrecht herabstürzenden Flieger verringerten ihre Distanz zu den Geschützen zu schnell als dass deren Zielerfassung sie hätte anvisieren können.
Die Plasmakanone fuhr herum, sie musste auf manuelle Steuerung umgeschaltet worden sein. Die Kammer des Magnetbeschleunigers lud sich surrend auf. Kurz bevor sich die Plasmaladung entladen konnte, wurde die Kanone von einer Rakete der Jäger getroffen und detonierte. Mehrere tausend Grad heißes Plasma explodierte um das Geschütz herum. Ktor wandte sich um und richtete seine Plasmapistole auf den Stamm des Baumriesen und drückte ab. Der Stamm wurde in der Mitte auseinandergerissen, er brach entzwei und die beiden Stücke fielen in die Tiefe. Keine Spuren hinterlassen – der einzige Weg für sie führte nun vorwärts in die Makropole.
Sie mussten eine der Verbindungsbrücken überqueren, um auf die Mittelplattform mit dem Aufzug zu gelangen. Die Kultisten, Ktor und Ygethmor hatten sich hinter einem Kistenstapel gesammelt. Ktor spähte zur Brücke; der Weg war frei bis auf zwei Soldaten, die immer noch den Übergang bewachten, ihm aber den Rücken zuwandten. Er hob zwei Finger und zwei Kultisten schlichen zu seiner Position, knieten hin und legten auf die Sicherheitsbeamten an. Ktor gab das Zeichen - die HE-Lasergewehre gaben ihr charakteristisches Knacken von sich und die Köpfe der beiden Sicherheitskräfte zerplatzten. Auf ein Winken Ktors schlossen die restlichen Kultisten auf und die beiden Schützen rannten zur Brücke und warfen die beiden Kadaver über die Brüstung. Geduckt schlich der Trupp auf die Hauptplattform. Der Weg zum Aufzug bot genügend Deckung durch die riesigen Erzkontainer, jeder einzelne war aus Keramik gegossen – vier Meter hoch zehn Meter breit und zwanzig Meter lang. Ktor schlich in den schmalen Gang zwischen zwei Kontainern und gab das Zeichen zum Nachrücken. Dichter schwarzer Rauch erschwerte die Sicht und zwang die Kultisten zu ständigem Husten.
Sie arbeiteten sich weiter durch das Kontainerlabyrinth vor. Als sie um eine weitere Ecke bogen, sahen sie sich einem erschrockenen Arbeiter gegenüber. Dieser riss die Augen auf und öffnete seinen Mund zu einem Schrei. Ktor schlug ihn mit seiner Rechten gegen eine Kontainerwand. Die Chitinklaue hatte den Brustkorb des Mannes zerquetscht; röchelnd hing er an der Wand, Blut lief ihm aus Mund und Nase. Ktor hob die Klaue und ließ sie auf den Sklaven niederfahren; mit einem kurzen Knacken brach dessen Genick. Mit einem abfälligen Schnauben hob Ktor den Körper des schwächlichen Imperatoranbeters auf und warf ihn in einen der Kontainer. Niemand würde ihn dort finden, er würde mit dem Erz zusammen eingeschmolzen werden. Ein erbärmliches Ende für eine erbärmliche Existenz.
Die Infiltrationseinheit erreichte unbehelligt den Aufzugsschacht, er war wie erwartet unbewacht. Alle Soldaten waren mit den immer noch die südliche Plattform angreifenden Jägern beschäftigt, während die Sklavenarbeiter die Feuer zu löschen versuchten. Ktor ging zur Bedienungstafel des Fahrstuhls – sie war mit einem Code gesichert. Wütend verfluchte er den stinkenden Imperator-Kadaver in seinem stinkenden goldenen Sarg. Davon war nichts in den Aufzeichnungen gestanden. Er überlegte fieberhaft, es war nicht genügend Zeit die Schalttafel zu überbrücken, sie würden die Türen des Aufzuges aufsprengen und sich durch den Schacht abseilen müssen. So wäre es für die Sicherheitskräfte beinahe unmöglich ihr Eindringen nicht zu bemerken. Er fluchte noch einmal und wandte sich zu den Kultisten um.
Da trat der Tzeentchhexer neben ihn und legte seine gepanzerte Hand über die Konsole. Bläulicher Nebel bildete sich um seinen Hand und Ktor glaubte dämonische Fratzen darin hin und her huschen zu sehen. Plöztlich erklang ein kurzes Piepen und die Türen des Aufzuges glitten rumpelnd zur Seite. Ktor scheuchte die Kultisten in die weitläufige Kabine, nicht ohne dem Hexer noch einen prüfenden Blick zuzuwerfen. Sicher verzog er hinter seinem Servohelm was von seinem Gesicht noch übrig war zu einem Grinsen. Ktor hatte ihn noch nie seinen Helm abnehmen sehen; befand sich in der Rüstung überhaupt noch etwas? Die Türen schlossen sich und der Aufzug begann seine Fahrt in die Tiefe.
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Markes verfluchte seinen Buggy. Die Scheinwerfer flackerten nur noch. Vermutlich war der Zahnriemen der Lichtmaschine wieder einmal locker. Mit dem Doppelten als der von den Techadepten gebotenen Geschwindigkeit in den Versorgungstunneln schoß er durch die Dunkelheit. Die Imperiumsverräter griffen die Mine pi4 an. Sollten sie sie einnehmen, könnten sie durch den Tunnel in die Makropole gelangen. Da sie aber den Tunnel noch zur Versorgung brauchten – schon jetzt waren auf Grund der Belagerung Munition und Lebensmittel knapp in der Stadt – wurde die Sprengung des Tunnels ausgesetzt. Ein Techniker musste aber das Hauptschott in der Mitte des Tunnels schließen. Und wen traf dieses Himmelfahrtskommando wieder ? Natürlich ihn ! Markes erhöhte weiter die Geschwindigkeit. Er sah dank der defekten Scheinwerfer ohnehin kaum etwas. Sollte sich vor ihm ein Hindernis befinden, würde er nicht schnell genug ausweichen können. Sollten aber die Verräter das Schott vor ihm erreichen, drohte ihm schlimmeres als der Tod. In der Entfernung glaubte er die Maschinerie des Schotts erkennen zu können. Er bremste ab.
Tatsächlich - er hielt an, stieg aus und trat an das Bedienungsterminal. Die Energiestatusleuchte flackerte, aber den Hilfsgenerator aufzubauen und anzuschließen würde ewig dauern. Er trat gegen die Konsole, die Anzeige flackerte noch einmal und blieb dann auf online. Die Techadepten würden ihn verbrennen lassen, wenn sie von diesem Frevel gegen die Werke des Maschinengottes erführen. Das Schott war gewaltig. Die Kolben der Hydraulik hatten einen Durchmesser von zwei Metern, die einzelnen Platten des Tores bestanden aus siebzig Zentimeter Stahl mit Ceramitverkleidung, enorme Zahnräder griffen ineinander, die Glieder der Kettenzüge waren armdick. Der Adeptus Mechanikus hatte sich an ihr in vollen Zügen ausgetobt. Die Konstruktion war antik; mindestend tausend Jahre alt und vermutlich seit dreihundert Jahren nicht mehr benutzt. Mit viel Glück funktionierte das ganze sogar noch. Markes besah sich das Terminal genauer und fluchte erneut, nachdem er den Bildschirm aktiviert hatte. Der Bedienungstext war in altgotischen Runen verfasst. Er hasste altgotische Runen. Markes kramte in seinem Rücksack nach seinem Notizbuch. Die Übersetzung würde schwierig und langwierig werden. Nach einer halben Stunde hatte er es soweit übersetzt, dass er eingiermaßen zurecht kam. Zum Schließen des Schotts brauchte er ein Passwort. Er ließ sich die Signatur und das Eingabedatum des Kennworts anzeigen und blätterte weiter in seinem Notizbuch zu den für diese Zeit und Signatur passenden Passwörtern.
Ein Geräusch ließ ihn herumfahren. Durch den Gang konnte er zwei auf sich zukommende Gestalten erkennen. Dahinter machte er noch eine Gruppe aus mehreren kleineren Personen aus. Er erkannte die beiden Gestalten – Chaos Space Marines – obwohl sie unterschiedlicher nicht hätten sein können. Die Rüstung des einen identifizierte er als alte aber dennoch gebräuchliche Servorüstung, aber im Gegensatz zu den penibel in Stand gehaltenen Rüstungen der Space Marines war das schwarze Ceramit über und über mit Schrammen und Kratzern bedeckt. Die andere Gestalt trug eine archaische blaugoldene Servorüstung, die so weit modifiziert war, dass sie kaum noch als solche zu erkennen war. Darüber lag eine weiße ärmellose Robe. Sowohl Rüstung als auch Robe waren makellos, kein Kratzer kein Fleck verunstaltete ihre Oberflächen. In der Hand hielt der Chaos Marine einen Stab der sogar noch schwärzer war, als die ihn umgebende Dunkelheit. Er hörte leise Stimmen hinter sich, wollte sich umwenden, konnte aber den Blick nicht von dem Stab wenden. Immer tiefer wurde er in die Finsternis gezogen, immer lauter wurden die Stimmen
--- Schwärze ---
Markes fuhr erschrocken auf. Wo war er ? Was tat er hier ? Er musste kurz weggetreten sein. Er hatte davon gehört, manchmal sammelten sich Gase in den Tunneln. Er sah sich um; war da jemand? Er konnte niemanden entdecken. Richtig ! Das Schott schließen. Er trat an das Terminal und gab die Befehle ein. Mit einem tiefen Knirschen und Rumpeln setzte sich die Anlage in Bewegung. Die Platten des Schotts glitten aufeinander zu, die Kolben zischten, die Zahnräder knarrten. Mit einem letzten Krachen schloss sich das dreiwandige Schott. Markes fuhr die Konsole herunter und eilte zu seinem Buggy. Er wusste nicht genau warum, aber er wollte so schnell wie möglich wieder aus dem Tunnel heraus.
Als die Lichter des Buggys in der Entfernung verschwunden waren, lösten sich in einer Ecke mehrere Schatten aus der Dunkelheit. Zwei große, acht kleinere.
sooo - is noch länger geworden als die vorherigen. Ich habe aus Zeitmangel einige Episoden ausgelassen (z.B. Weg durch den Dschungel) evtl. kommen die aber irgendwann noch als abgeschlossenen Geschichten nach 
Ansonsten Kritik oder Anregungen gerne an mich.
Hab das Ende nochmal umgeschrieben, da es anscheinend für etwas Verwirrung gesorgt hat. Hoffe es gefällt so besser.
PiC|Taiyou
http://www.pain-is-coming.com