Dawn of War 4: Alle bestätigten Inhalte, Spielmodi und offenen Fragen vor dem Release
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EugenusMaximus -
July 18, 2026 at 5:24 PM -
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- Was erscheint am 17. September 2026?
- Ja, die große Hauptkampagne ist direkt dabei
- Vier Kampagnen, aber keine völlig offene Dark-Crusade-Struktur
- Die Geschichte führt zurück nach Kronus
- Die vier Hauptfraktionen
- Blood Ravens und Dark Angels
- Orks: Masse, Aufrüstung und Waaagh!
- Adeptus Mechanicus: Eine vollständig neue Dawn-of-War-Fraktion
- Necrons: Langsamer Druck und wachsende Übermacht
- Das Gameplay orientiert sich deutlich am ersten Dawn of War
- Squads können spezialisiert werden
- Der Combat Director erweitert die klassischen Sync Kills
- Zerstörbare Schlachtfelder
- Last Stand ist direkt zum Release enthalten
- Skirmish beziehungsweise Gefecht
- Multiplayer: 1vs1, 2vs2 und 3vs3 zum Start
- Ladder, Automatch, Replays und Observer bleiben offene Fragen
- Der Painter ist zum Release enthalten
- Ist der Kreuzzug-Modus am 17. September dabei?
- So soll der Kreuzzug funktionieren
- Kostenlose Inhalte nach dem Release
- Die zwei kostenpflichtigen Erweiterungen
- Standard Edition oder Commander Edition?
- Die wichtigsten Entwickler-Videos
- Was vor dem Release noch geklärt werden muss
Inzwischen haben KING Art Games und Deep Silver einen großen Teil der Inhalte von Dawn of War 4 vorgestellt. Neben Trailern und Entwicklerinterviews wurden mittlerweile auch zwei vollständige Multiplayer-Partien gezeigt. Gleichzeitig sorgt vor allem die Kommunikation zum Kreuzzug-Modus für Verwirrung: Was ist tatsächlich am 17. September im Grundspiel enthalten und was wird erst später ergänzt?
Die wichtigste Antwort zuerst: Die vollständige reguläre Kampagne ist zum Release am 17. September 2026 enthalten. Sie ist kein späteres Update und auch kein Bestandteil der kostenpflichtigen Erweiterungen.
Was erscheint am 17. September 2026?
Das Grundspiel soll zum regulären Release folgende Inhalte umfassen:
- vier miteinander verbundene Fraktionskampagnen,
- insgesamt mehr als 70 Kampagnenmissionen,
- vier spielerisch unterschiedliche Hauptfraktionen,
- die Blood Ravens und Dark Angels innerhalb der Space-Marine-Kampagne,
- Basenbau, Ressourcenpunkte und Squad-Upgrades,
- Skirmish beziehungsweise Gefecht,
- Last Stand,
- 1vs1-, 2vs2- und 3vs3-Multiplayer,
- Online-Koop,
- den Painter zur optischen Gestaltung der Armeen.
Dawn of War 4 erscheint am 17. September 2026 zunächst für Windows-PC über Steam. Käufer der Commander Edition erhalten drei Tage Vorabzugang und können ab dem 14. September spielen. Konkrete Systemanforderungen wurden auf Steam bislang noch nicht veröffentlicht.
Ja, die große Hauptkampagne ist direkt dabei
Die mehr als 70 angekündigten Kampagnenmissionen gehören zum Grundspiel. Dawn of War 4 startet mit vier eigenen Handlungssträngen – einem für jede Hauptfraktion. Diese Geschichten laufen in einer übergeordneten Handlung zusammen.
Damit erhalten die Space Marines, Orks, Necrons und das Adeptus Mechanicus jeweils eine eigene missionsbasierte Kampagne. Es handelt sich nicht lediglich um einige wenige fraktionsspezifische Missionen innerhalb einer ansonsten gemeinsamen Kampagne. KING Art spricht ausdrücklich von vier eigenen Storylines beziehungsweise Fraktionskampagnen.
Die Kampagne kann allein oder kooperativ gespielt werden. Die offizielle Website führt sowohl Singleplayer als auch Online-Koop auf und bestätigt, dass der Kampagnenmodus Solo- und Koop-Unterstützung bietet.
Die spätere Aftermath-Erweiterung ersetzt diese Kampagne also nicht. Sie soll die Handlung nachträglich fortsetzen und gleichzeitig eine weitere spielbare Fraktion einführen.
Vier Kampagnen, aber keine völlig offene Dark-Crusade-Struktur
Die Hauptkampagne ist in erster Linie eine erzählerisch inszenierte Kampagne. KING Art arbeitet dafür mit dem Black-Library-Autor John French zusammen. Die Geschichte beginnt ungefähr 200 Jahre nach den Ereignissen von Dark Crusade und führt zurück nach Kronus.
Ganz linear scheint die Kampagne allerdings nicht zu sein. Auf der Weltkarte können mehrere Missionen gleichzeitig erscheinen. Spieler müssen sich teilweise entscheiden, welchen Einsatz sie verfolgen. KING Art nennt als Beispiel die Entscheidung, ein Manufactorum oder eine Hive City zu verteidigen – wobei die nicht gewählte Position möglicherweise verloren geht.
Die grundsätzliche Haupthandlung bleibt damit voraussichtlich stärker geführt als die Kampagnen aus Dark Crusade und Soulstorm. Einzelne Entscheidungen sollen aber beeinflussen, welche Missionen verfügbar werden und wie sich bestimmte Bestandteile der jeweiligen Fraktionsgeschichte entwickeln.
Für die eigentliche offene Gebietseroberung ist der separate Kreuzzug-Modus vorgesehen. Dazu später mehr.
Die Geschichte führt zurück nach Kronus
Nach der Entstehung des Großen Risses ist Kronus vom übrigen Imperium abgeschnitten. Captain Cyrus und Chief Librarian Jonah Orion reisen mit den angeschlagenen Blood Ravens zum ehemaligen Rekrutierungsplaneten ihres Ordens. Dort wollen sie neue Aspiranten finden und mit dem Wiederaufbau der Blood Ravens beginnen.
In der Umlaufbahn werden sie jedoch von Gorgutz und seinen Orks angegriffen. Nach der Konfrontation landen beide Streitkräfte auf Kronus, wo der neue Beastboss Guzcutta bereits Jagd auf die imperialen Truppen macht.
Gleichzeitig untersucht das Adeptus Mechanicus einen unter dem Sand verborgenen Necron-Komplex. Was zunächst wie eine Gruft aussieht, scheint tatsächlich ein Gefängnis zu sein. Was dort eingeschlossen wurde, ist bislang nicht bekannt. Die Arbeiten des Mechanicus führen jedenfalls dazu, dass die Necrons erwachen und nach Kronus zurückkehren.
Die Geschichte knüpft damit bewusst an Dark Crusade und bekannte Figuren der Reihe an. KING Art betrachtet Dawn of War 4 trotzdem nicht als direkte Fortsetzung einer durchgängigen Trilogie. Stattdessen soll eine neue Geschichte erzählt werden, in der frühere Figuren und Ereignisse wieder eine Rolle spielen.
Die vier Hauptfraktionen
Zum Release stehen vier Hauptfraktionen zur Verfügung:
- Space Marines,
- Orks,
- Necrons,
- Adeptus Mechanicus.
Die Dark Angels werden zwar separat beworben und sind spielbar, bilden aber keine fünfte vollständige Hauptfraktion. Sie sind eine Space-Marine-Unterfraktion, die innerhalb der Space-Marine-Kampagne eingesetzt wird. Dort übernimmt man sowohl Einheiten der Blood Ravens als auch der Dark Angels.
Damit ist die Anzahl der Fraktionen etwas missverständlich kommuniziert: Spielerisch begegnen uns Blood Ravens und Dark Angels als zwei unterschiedliche Orden, das Spiel selbst wird aber mit vier mechanisch eigenständigen Hauptfraktionen vermarktet.
Blood Ravens und Dark Angels
Die Blood Ravens werden von Captain Cyrus und Jonah Orion angeführt. Ihr Spielstil soll vergleichsweise flexibel ausfallen und verschiedene taktische Antworten auf gegnerische Strategien ermöglichen.
In der Kampagne erhalten die Blood Ravens Unterstützung von den Dark Angels. Spieler müssen in bestimmten Abschnitten entscheiden, welchen der beiden Orden sie einsetzen. Während sich die Blood Ravens auf flexible Kriegsführung konzentrieren, setzen die Dark Angels stärker auf spezialisierte Eliteeinheiten und massive Schockangriffe.
Die Deathwing stellt eine langsame und widerstandsfähige Frontlinie bereit. Die Ravenwing ermöglicht dagegen schnelle Angriffe und Hit-and-Run-Taktiken. Als Dark-Angels-Kommandanten wurden Company Master Astoran und Chaplain Ezrael vorgestellt.
Auch Lion El’Jonson tritt auf. Er soll in einem kleinen, aber wichtigen Teil der Kampagne spielbar sein. Der Primarch steht jedoch nicht in jeder Mission und nach bisherigem Stand auch nicht regulär im Multiplayer zur Verfügung.
Orks: Masse, Aufrüstung und Waaagh!
Die Orks gehören zu den bisher ausführlichsten vorgestellten Fraktionen. Ihre Gebäude und Einheiten sind vergleichsweise günstig, wodurch sie schnell expandieren und große Streitkräfte aufbauen können.
Die zentrale Fraktionsmechanik ist der Waaagh!. Eine entsprechende Leiste füllt sich durch die Anzahl der Orks auf dem Schlachtfeld und durch getötete Gegner. Bei Aktivierung erhalten die kämpfenden Orks einen deutlichen Schub. Der Zeitpunkt des Waaagh! dürfte damit einen wichtigen Unterschied zwischen einem erfolgreichen Angriff und einer verschwendeten grünen Flut ausmachen.
Ork-Einheiten steigen außerdem relativ schnell im Veteranenrang auf. Dadurch können sie früher neue Waffen, Verbesserungen und zusätzliche Modelle innerhalb eines Squads freischalten.
Als Kommandanten wurden Gorgutz und Guzcutta bestätigt. Gorgutz tritt erneut in schwerer Mega Armour an. Guzcutta beginnt als Beastboss zu Fuß und kann im Verlauf der Kampagne einen Squigosaur erhalten.
Adeptus Mechanicus: Eine vollständig neue Dawn-of-War-Fraktion
Das Adeptus Mechanicus ist erstmals als vollständige Fraktion in einem Dawn-of-War-Spiel vertreten. KING Art will die Armee vor allem über Fernkampf, technologische Kontrolle und die Vernetzung ihrer Einheiten und Gebäude definieren.
Eine zentrale Mechanik ist das Noosphere Network. Gebäude und Einheiten können miteinander verbunden werden. Durch den Ausbau des Netzwerks werden weitere Technologien und Einheiten freigeschaltet. Gleichzeitig profitieren Einheiten innerhalb des Einflussbereichs von zusätzlichen Vorteilen.
Das Mechanicus soll dadurch besonders stark werden, wenn es ein zusammenhängendes Gebiet kontrollieren und befestigen kann. Wird das Netzwerk an entscheidenden Stellen unterbrochen, verliert die Fraktion einen Teil dieser Vorteile.
Zu den gezeigten Einheiten gehören unter anderem Skitarii, Ironstrider, Onager Dunecrawler, Skorpius Disintegrator und Knight Castellan. Über die Verbindung zu House Raven erhält das Mechanicus Zugang zu imperialen Knights.
Necrons: Langsamer Druck und wachsende Übermacht
Die Necrons wurden bislang weniger ausführlich in einem eigenen Fraktionsbeitrag erklärt. Im vollständigen Entwickler-Match gegen das Adeptus Mechanicus wird ihr grundsätzlicher Spielstil aber deutlich beschrieben.
Während das Mechanicus sein Territorium befestigt und vernetzt, sollen die Necrons kontinuierlichen Druck aufbauen. Wird dieser Druck nicht frühzeitig gestoppt, kann er sich zu überwältigender Stärke entwickeln. Regeneration, Teleportation und die Rückkehr vernichteter Einheiten dürften dabei erneut eine wichtige Rolle spielen.
KING Art weist allerdings ausdrücklich darauf hin, dass das Balancing weiterhin bearbeitet wird. Die in den Videos gezeigten Werte und Abläufe müssen daher nicht exakt dem fertigen Spiel entsprechen.
Das Gameplay orientiert sich deutlich am ersten Dawn of War
Dawn of War 4 kehrt zum klassischen Basenbau zurück. Jede Fraktion verfügt über mehrere Gebäude, Upgrades und Befestigungsanlagen. Neue Einheiten werden freigeschaltet, indem Gebäude errichtet, verbessert und entsprechende Forschungen abgeschlossen werden.
Stärkere Einheiten benötigen zusätzlich die erforderlichen Ressourcen und einen ausreichenden Fortschritt auf dem Schlachtfeld. Das Gebäudesystem soll laut KING Art dem ersten Dawn of War deutlich ähneln.
Auch die Kartenkontrolle rückt wieder in den Mittelpunkt. Ressourcenpunkte müssen erobert, gehalten und ausgebaut werden. Die offizielle Beschreibung nennt außerdem das Besetzen von Gebäuden und die Nutzung von Deckung als wichtige Möglichkeiten, die Überlebensfähigkeit der eigenen Einheiten zu erhöhen.
Dawn of War 4 ist damit weder das kleinteiligere, heldenzentrierte Dawn of War 2 noch das stark auf Eliteeinheiten und zentrale Knotenpunkte ausgerichtete Dawn of War 3. Die erkennbare Grundlage bilden Basenbau, Gebietskontrolle und größere Armeen.
Squads können spezialisiert werden
Viele Einheiten lassen sich mit unterschiedlichen Waffen und Verbesserungen ausstatten. Intercessors können beispielsweise verschiedene Bolt Rifles sowie zusätzliche Waffen erhalten. Auch die Bewaffnung des Sergeants lässt sich auf bestimmte Gegnertypen ausrichten.
Die Idee dahinter ist nicht nur eine lineare Verbesserung der Einheit. Spieler sollen entscheiden, ob ein Squad eher gegen Infanteriegruppen, schwere Infanterie oder Fahrzeuge eingesetzt wird.
Insgesamt spricht KING Art von mehr als 100 Einheiten und Gebäuden. Dabei werden unterschiedliche Varianten und Waffenkonfigurationen mitgezählt. Die Zahl bedeutet daher nicht automatisch, dass jede Fraktion 25 vollständig eigenständige Kampfeinheiten erhält.
Zusätzlich kehrt das Veteranensystem zurück. Einheiten, die Kämpfe überleben, sammeln Erfahrung und steigen im Rang auf. Langfristig erfolgreiche Squads werden dadurch wertvoller und sollten nicht leichtfertig geopfert werden.
Der Combat Director erweitert die klassischen Sync Kills
Sync Kills kehren zurück, werden aber durch das neue Combat-Director-System deutlich erweitert.
Während frühere Dawn-of-War-Spiele hauptsächlich ausgewählte Todesstöße synchronisierten, soll der Combat Director die laufenden Nahkämpfe analysieren. Das System berücksichtigt, welche Einheiten miteinander kämpfen, welche Größenklassen beteiligt sind und welche Animation zur jeweiligen Situation passt.
Aus unterschiedlichen Animationssegmenten sollen dadurch Millionen potenzieller Kombinationen entstehen. Einheiten springen sich an, werden zurückgeworfen, zu Boden geschlagen oder enthauptet. Das System läuft nicht nur beim finalen Treffer, sondern während der gesamten Nahkampfbegegnung.
Aus Fanperspektive klingt das zunächst nach genau der Art von Inszenierung, die Dawn of War immer ausgezeichnet hat. Entscheidend wird allerdings sein, ob die aufwendigen Animationen das Spielgeschehen weiterhin klar lesbar lassen und Einheiten nicht zu lange in Animationen binden.
Zerstörbare Schlachtfelder
Gebäude sollen bei ausreichendem Schaden sichtbar zusammenbrechen. Auch Teile der Umgebung, Strukturen und Fahrzeugwracks können durch Beschuss zerstört und in Trümmer verwandelt werden.
Das System ist offenbar nicht nur für einzelne geskriptete Kampagnenmomente vorgesehen, sondern soll Schlachtfelder generell dynamischer wirken lassen. Besonders ungenaue Waffen wie Ork-Raketen können dadurch auch außerhalb ihres eigentlichen Ziels Schäden anrichten.
Ob die Zerstörung der Umgebung auch spielerische Auswirkungen auf Deckung, Sichtlinien oder Bewegung hat, ist noch nicht vollständig erklärt.
Last Stand ist direkt zum Release enthalten
Der aus Dawn of War 2 bekannte Last-Stand-Modus gehört zum Grundspiel. Spieler treten gegen zunehmend stärkere Gegnerwellen an, sammeln Erfahrung und schalten neue Fähigkeiten und Ausrüstung frei.
Zusätzliche Commander-Szenarien für Last Stand sind für die Zeit nach dem Release angekündigt. Der grundlegende Modus selbst soll aber bereits am 17. September verfügbar sein.
Noch offen sind die Anzahl der verfügbaren Arenen, die konkreten spielbaren Commander und der genaue Umfang der langfristigen Progression.
Skirmish beziehungsweise Gefecht
Auch klassische Gefechte sind zum Release vorgesehen. Spieler können Karte, Fraktionen, Schwierigkeitsgrad und weitere Einstellungen auswählen.
Skirmish dient damit sowohl als Modus für KI-Gefechte als auch als Möglichkeit, Fraktionen und Strategien außerhalb der Kampagne zu testen. Koop-Unterstützung ist ebenfalls angekündigt.
Wie viele Gefechts- und Multiplayerkarten am Veröffentlichungstag enthalten sein werden, wurde bislang nicht genannt.
Multiplayer: 1vs1, 2vs2 und 3vs3 zum Start
KING Art bestätigt ausdrücklich, dass Dawn of War 4 zum Release 1vs1-, 2vs2- und 3vs3-Multiplayer unterstützen wird. Steam führt Online-PvP und Online-Koop als Produktfunktionen auf.
Im Juli wurden zwei vollständige 1vs1-Partien veröffentlicht:
- Space Marines gegen Orks,
- Necrons gegen Adeptus Mechanicus.
In den Videos treten Creative Director Jan Theysen und Senior Game Designer Elliott Verbiest gegeneinander an. Das erste Match konzentriert sich vor allem auf Kartenkontrolle und das Momentum der Orks. Das zweite zeigt den Gegensatz zwischen dem befestigten Mechanicus-Netzwerk und dem stetig wachsenden Druck der Necrons.
Die Videos liefern derzeit den besten Eindruck von Spieltempo, Kartenaufbau, Ressourcenfluss und Fraktionsunterschieden. Gleichzeitig handelt es sich weiterhin um eine nicht finale Version.
Ladder, Automatch, Replays und Observer bleiben offene Fragen
Trotz der bestätigten Multiplayerformate fehlen weiterhin wichtige Informationen zur technischen und kompetitiven Infrastruktur.
In den offiziellen FAQ, der Steam-Beschreibung und den bisherigen Multiplayer-Beiträgen werden aktuell keine konkreten Angaben zu folgenden Funktionen gemacht:
- Ranked Matchmaking,
- öffentlicher Ladder,
- MMR oder Rangstufen,
- Platzierungsspielen und Seasons,
- Quick Match oder Automatch,
- Match History,
- Replay-Funktion,
- Observer- oder Spectator-Modus,
- Turnier- und Caster-Werkzeugen,
- Reconnect nach Verbindungsabbrüchen,
- Dedicated Servern,
- regionalen Servern oder Ping-Limits.
Das bedeutet nicht, dass diese Funktionen definitiv fehlen werden. Sie sind lediglich bislang nicht offiziell bestätigt oder detailliert vorgestellt worden. Die Bezeichnung „competitive multiplayer“ allein ist noch keine Bestätigung einer Ladder oder eines Ranked-Modus.
Gerade Replays und Observer-Plätze wären für die langfristige Community besonders wichtig. Ohne Replays wird es schwieriger, Builds zu analysieren, Fehler auszuwerten oder Guides zu produzieren. Ohne Observer-Modus lassen sich Community-Turniere nur eingeschränkt organisieren und übertragen.
Der Multiplayer macht spielerisch bisher einen soliden Eindruck. Ob sich daraus eine langfristig aktive kompetitive Szene entwickeln kann, hängt aber stark von Funktionen ab, über die KING Art bisher schweigt.
Der Painter ist zum Release enthalten
Dawn of War 4 wird mit einem Painter ausgeliefert, über den die eigenen Streitkräfte farblich angepasst werden können. Damit lassen sich zumindest eigene Farbschemata für Multiplayer und Gefechte erstellen.
Noch nicht bekannt ist, wie detailliert das System ausfällt. Insbesondere gibt es bisher keine Bestätigung für eigene Abzeichen, importierbare Grafiken, frei gestaltbare Heraldik oder eine Anbindung an den Steam Workshop.
Ist der Kreuzzug-Modus am 17. September dabei?
Hier widersprechen sich die offiziellen Angaben.
Im eigenen Beitrag zum Kreuzzug-Modus schreibt Deep Silver, dass fünf Commander „zum Start des Spiels“ beziehungsweise „when the game launches“ jeweils eine eigene Kreuzzugskampagne erhalten sollen. Eine typische Runde soll ungefähr acht bis zehn Stunden dauern.
Die gleichzeitig veröffentlichte DLC-Roadmap ordnet den Kreuzzug-Modus dagegen eindeutig den kostenlosen Inhalten nach der Veröffentlichung zu. Dort heißt es, dass Kreuzzug, Kartenpakete, Missionseditor und neue Commander-Szenarien zwischen Herbst 2026 und Frühjahr 2027 erscheinen.
Creative Director Jan Theysen erklärte gegenüber Wargamer außerdem, dass der Modus kurz nach dem Release als kostenloses Herbst-Update erscheinen werde.
Die sicherste Einordnung lautet daher:
Der Kreuzzug-Modus ist derzeit nicht zuverlässig als Day-one-Inhalt bestätigt. Nach der offiziellen Roadmap und dem Entwicklerinterview sollte man davon ausgehen, dass er kurz nach dem 17. September als kostenloses Update erscheint.
Die Formulierung mit den fünf Kreuzzügen „zum Start“ dürfte sich vermutlich auf den Start des Kreuzzug-Modus beziehen und nicht auf den Veröffentlichungstag des Grundspiels. Solange Deep Silver diesen Widerspruch nicht ausdrücklich auflöst, sollte der Modus nicht als garantierter Release-Inhalt aufgeführt werden.
So soll der Kreuzzug funktionieren
Der Kreuzzug-Modus ist als wiederspielbare, offene Alternative zur Storykampagne gedacht. Auf einer rundenbasierten Weltkarte bewegen Spieler ihre Strike Force zwischen unterschiedlichen Gebieten.
Jeder Zug bietet nur eine begrenzte Zahl an Aktionspunkten. Damit können Gebiete angegriffen, Positionen verteidigt und die eigene Streitmacht verbessert werden. Nicht jede Begegnung muss manuell ausgetragen werden. Bei deutlicher Überlegenheit kann das Ergebnis automatisch berechnet werden, während wichtige Schlachten als klassische Gefechtsmissionen gespielt werden.
Einheiten sammeln über mehrere Schlachten hinweg Erfahrung und behalten ihre Fähigkeiten sowie Ausrüstung während des Kreuzzugs. Eroberte Gebiete liefern Requisition, die für Verteidigung, Wirtschaft und die Heilung beziehungsweise Verbesserung der Strike Force verwendet wird.
Fünf Commander sollen jeweils eigene Ziele, Startbedingungen sowie individuelle Vor- und Nachteile erhalten. Weitere Kreuzzüge sind als kostenlose Ergänzungen geplant.
Der Modus ist damit keine einfache Kopie von Dark Crusade. Das Grundprinzip aus Gebietseroberung, strategischer Karte und persistenten Streitkräften ist aber eindeutig wieder vorhanden.
Kostenlose Inhalte nach dem Release
Zwischen Herbst 2026 und Frühjahr 2027 sind mehrere kostenlose Ergänzungen geplant:
- der Kreuzzug-Modus,
- neue Kartenpakete,
- ein Missionseditor,
- weitere Commander-Szenarien für Last Stand,
- zusätzliche Kreuzzug-Inhalte.
Diese Inhalte sollen für Besitzer des Grundspiels kostenlos sein. Die Commander Edition wird dafür nicht benötigt.
Der Missionseditor ist besonders interessant für die langfristige Lebensdauer des Spiels. Noch ist allerdings unbekannt, ob damit nur vorhandene Einheiten und Missionsziele angeordnet werden können oder ob auch komplexe Skripte, eigene Karten und umfassende Mods möglich sind.
Eine Steam-Workshop-Unterstützung wurde bisher ebenfalls nicht bestätigt.
Die zwei kostenpflichtigen Erweiterungen
Im ersten Jahr sind zwei Premium-DLCs vorgesehen.
Blood Ravens Story Prologue
Der erste kostenpflichtige DLC erzählt eine Geschichte, die vor der Hauptkampagne spielt. Während die geschwächten Blood Ravens nach Kronus reisen, macht sich eine weitere Blood-Ravens-Streitmacht nach Aurelia auf, um ihre eigenen Pläne zum Wiederaufbau des Ordens zu verfolgen.
Der Prolog ist zusätzlicher Inhalt. Er ist nicht notwendig, um die vollständige Hauptkampagne des Grundspiels zu spielen.
Aftermath
Die zweite Erweiterung setzt die Geschichte nach den Ereignissen des Grundspiels fort. Sie soll außerdem eine vollständig neue spielbare Fraktion hinzufügen.
Welche Fraktion das sein wird, wurde bewusst noch nicht verraten. Deep Silver deutet lediglich an, dass sich nach dem Ende der Hauptkampagne möglicherweise erahnen lässt, wer von der neuen Machtordnung auf Kronus profitieren könnte.
Standard Edition oder Commander Edition?
Die Standard Edition enthält das vollständige Grundspiel:
- die vier Kampagnen,
- mehr als 70 Missionen,
- vier Hauptfraktionen,
- Last Stand,
- Skirmish,
- Multiplayer,
- Koop,
- Painter.
Die kostenlosen Updates sollen später ebenfalls allen Besitzern zur Verfügung stehen.
Die Commander Edition enthält zusätzlich:
- drei Tage Vorabzugang,
- den digitalen Soundtrack,
- den Blood Ravens Story Prologue,
- die Aftermath-Kampagne,
- die mit Aftermath erscheinende neue Fraktion.
Die Commander Edition bedeutet nicht, dass die beiden Story-DLCs schon am 14. September spielbar sind. Sie gewährt lediglich Zugriff, sobald die Erweiterungen veröffentlicht werden.
Die wichtigsten Entwickler-Videos
Wer sich selbst ein Bild machen möchte, sollte besonders diese offiziellen Videos beachten:
Battlefield Report: Space Marines gegen Orks
Das erste vollständige Entwickler-Match zeigt den Aufbau beider Fraktionen, die Bedeutung der Ressourcenpunkte und den Unterschied zwischen konzentrierter Space-Marine-Feuerkraft und wachsender Ork-Masse.
Battlefield Report: Necrons gegen Adeptus Mechanicus
Das zweite 1vs1 konzentriert sich auf das befestigte Netzwerk des Mechanicus und den stetig zunehmenden Druck der Necrons. KING Art betont dabei, dass Balancing und Feinschliff noch nicht abgeschlossen sind.
Back to War – In-Engine-Trailer
Der Trailer zeigt Basenbau, größere Armeen, Waffen-Upgrades, unterschiedliche Gebiete auf Kronus und die zerstörbare Umgebung. Der begleitende Entwicklerbeitrag erklärt viele der sichtbaren Systeme im Detail.
Story Trailer
Der Story Trailer stellt die Rückkehr von Cyrus, Jonah Orion und Gorgutz sowie die neuen Figuren Guzcutta, Astoran und Ezrael vor. Außerdem ist Lion El’Jonson zu sehen.
IGN-Interview mit den Entwicklern
Creative Director Jan Theysen und Senior Game Designer Elliott Verbiest sprechen ausführlicher über KING Arts Herangehensweise an die Reihe und die schwierige Aufgabe, unterschiedliche Erwartungen der Dawn-of-War-Fans miteinander zu verbinden.
Was vor dem Release noch geklärt werden muss
Die grundlegende Form des Spiels ist inzwischen relativ klar. Trotzdem fehlen nur rund zwei Monate vor dem Release noch einige wichtige Informationen:
- Wie viele Skirmish- und Multiplayerkarten sind am 17. September enthalten?
- Gibt es Quick Match und skillbasiertes Matchmaking?
- Wird eine Ranked-Ladder angeboten?
- Können Replays gespeichert und geteilt werden?
- Gibt es einen Observer-Modus?
- Welche Custom-Game-Einstellungen stehen zur Verfügung?
- Wie umfangreich ist Last Stand zum Start?
- Welche Modding-Möglichkeiten bietet der Missionseditor?
- Wann genau erscheint der Kreuzzug-Modus?
- Wie sehen die finalen Systemanforderungen aus?
Gerade beim Multiplayer liegen zwischen „1vs1, 2vs2 und 3vs3 sind spielbar“ und einer langfristig tragfähigen Multiplayer-Plattform noch einige entscheidende Schritte.
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