
Vorgeschichte
Alles für seinen Preis
Jordan war kalt. Zu kalt. Warum sollte die in seiner Rüstung integrierte Heizung auch funktionieren?
Er war ein Mitglied eines Imperialen Trupps der auf dem Weg war ein neues Gebiet zu erobern und dort ein neues Lager aufzubauen. Eigentlich war dafür nicht ein Trupp mit zehn Mann nötig, dennoch waren die Leute von ganz oben nicht in der Lage ordentliche Rüstungen und Waffen rauszurücken, sodass ein Trupp unter fünf Leuten schierer Unsinn war.
Wie sie doch früher Werbung gemacht haben: „Kommt zu den Impsen, da ist es toll. Komfortable und qualitativ hochwertige Ausrüstung mit integrierten WC.“
Wenn sie allerdings nur jede dritte Größe haben muss sich entscheiden ob man als Hiphopper oder Presswurst über die Runden kommen will. Und die integrierten Scheißhäuser waren auch eine Idee die man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen muss. Auf Knopfdruck wurde unter der Hose ein solcher Druck aufgebaut das die Wurst förmlich aus dem Arsch gezogen und aus der Hose rauskatapultiert wurde. Über den Sinn, gerade für die Hinterstehenden, hatte er schon viel zu lange nachgedacht. Einige nutzten sie um sich ein frischen Snack zu besorgen, Andere nutzten sie um sich abends mit Freunden in der Zielgenauigkeit ihrer Hose zu messen.
Immer weiter bergauf liefen sie. Ganz oben mussten sie eine Flagge hissen, um dort dann eine neue Basis zu bauen.
Jordan war einer der letzten. Er mochte es nicht weit vorne zu laufen, da die Hintermänner meist auf Gesäße fixiert waren. Seit dem Lazy ihm die Seife vor die Füße geworfen hatte konnte er keinem mehr trauen. Er war schon seit Geburt an von Schwulen umgeben. Peter, einer seiner Besten Freunde und Scouteinheit der Space Marines, hat ihn schon früh über die Vorzüge der Homosexualität aufgeklärt. Mann hat heutzutage eine gigantische Auswahl, da die weiblichen Lebewesen immer mehr der Vergangenheit angehört, man kann sich nach einem gewonnenen Kampf erst mal abreagieren und man muss seinem Partner nicht in die Augen gucken, was besonders bei Orks vorteilhaft ist.
Sie liefen jetzt schon fast den halben Tag den Berg hoch und langsam kotzte es Jordan an. Aber nicht nur seine Moral war auf dem Tiefpunkt. Aber zu spät… Kommissar Renaults drehte sich um und jeder hoffte, dass es einen nicht selber erwischt.
Bodo war tot. Ein gezielter Kopfschuss. Teile seines Gehirns lagen schön verteilt um ihn herum. Naja, Schwamm drüber.
Mit neuer Lebenslust marschierten sie fröhlich weiter. Und so ging das ganze auch schon viel schneller.
Spät am Abend kamen sie dann oben an. Bruno pflanzte die Flagge ein. Dann musste man ewig warten bis sich die Flagge richtig positioniert hat. Weil das sehr lang dauerte und man sowieso die ganze Zeit in der gleichen Stellung bleiben musste, nutzte man die Zeit zum schlafen, auch wenn das im stehen nicht die die leichteste Angelegenheit ist. Aber auch das ist Gewöhnungssache.
Jordan wachte auf. Er konnte es nicht glauben, Lazy stand nicht mehr. Er lag lang mit dem Gesichte auf dem Boden. Eine sehr unangenehme Position zum schlafen. Leider war Lazy tot und schuld daran waren vier fette Kyborgs die genau hinter ihm standen und sich jetzt ins Fäustchen lachten. Alle waren wach und Bruno sagte genau das was er nicht sagen sollte – Kopfschuss. Nacheinander verloren immer mehr Leute ihren Kampfgeist: Bernd, Wolfgang, Ben, Jordan 2, Larry und Alex, bis nur noch Jordan und Renaults dastanden. Zwei gegen vier…
Abschnitt I
Ein Kamerad in Nöten
Es war 3 Monate nach dem grausamen Attentat auf die Impse.
Peter sitzt in seinem Flieger. Er war schon viel zu spät dran. Er wollte sich nen Flammenwerfer kaufen. Erst gestern hatte er noch eine Fahne gepflanzt und dafür dicke Kohle eingesackt. Der Flammenwerfer wird ihm helfen den nächsten Angriff evt. Kampflos, schon alleine durch die Überlegenheit seiner Waffen, zu gewinnen.
Wie Fetter Georg ihm es erklärt hatte. Sobald man die Moral des gegnerischen Trupps geplättet hat fliehen sie. Wenn einem danach ist, kann man dann noch weglaufende Truppen in den Rücken schießen. Erstens sind sie meist zu dumm dazu Rückwerts zu laufen sodass sie gar nicht zurückschießen können und zweitens werden sie noch zusätzlich rot markiert damit man sie leichter trifft.
Peter war so in Gedanken versunken das er voll vergessen hatte in seine Kapsel zu steigen.
Immer dieser Mist. Da ist man schon in der dritten Zeit und nicht einmal ein wenig wird in Stoßdämpfer investiert. Aber für das normale, altmodische landen blieb keine Zeit mehr. Wie sagt man doch so schön:“ Oldie but Goldie.“ Aber wie auch Jordan immer gesagt hatte. Die haben keinen Plan.
Nach einer sehr unsanften Landung stieg Peter aus seiner Kapsel. Er beteilte sich, denn diese lösten sich komischer Weise kurz danach auf.
Er schaute sich verdutzt um.
»Verdammter Mist.«
Er war etwa 2km von der Rüssi entfernt gelandet. Ja, so war das. Mann will einfach landen. Und die Zielposition wird auch erst richtig angezeigt. Wenn da aber nur ein Hammel steht landet man im Nachhinein am Arsch der Welt.
Sauer suchte er die Umgebung nach einem Unterschlupf ab. Die Rüstkammer würde er nicht mehr rechzeitig erreichen und es wurde auch schon langsam dunkel. Er entdeckte einen kleinen Krater in der nähe. Einerseits war es dort windstiller und zweitens hätte er bei einem eventuellen Überraschungsangriff einen Verteidigungsbonus.
Aus der ferne sah er etwas kleines Grünes im Krater. Er erhoffte einen Busch dennoch hatte er noch nie eine Pflanze mit einem Riesenzinken gesehen – Grotz!
Diese mickrigen Viecher könnte er mit einem Schuss weghauen. Allerdings musste er damit rechnen, dass sie nicht alleine waren.
Warum sich gerade der Erzähler soviel Gedanken darum macht ist eigentlich merkwürdig, denn die beiden Grotz lagen schon tot am Boden. Er hat ihnen zwei Kugeln genau zwischen die Augen gesetzt. Beim zweiten war es eher genau das Auge aber es kommt aufs Gleiche hinaus: Der Krater war frei und ein dicker Bossmob steht plötzlich hinter ihm und haut ihm einmal kräftig auf den Schädel.
Als Peter aufwachte war sein überdurchschnittlich fetter Panzeranzug entfernt worden. Ohne die in seinem integrierte Sonnenbrille kam ihm die Sonne gleich doppelt so grell vor. Deshalb erkannte er nicht wirklich, dass er in einem Stadion mit lauter Orks als Zuschauern lag und knapp vor ihm ein eher mickrig ausgefallener Squitofant voller Freude der Orkischen Zuschauer einen dicken Grunzer abließ.
Abschnitt II
Nützliche Ausrüstung
Peter zuckte zurück. Eine ziemlich unangenehme Situation. Er saß mit dem Rücken an einem Stein, die Beine waren gespreizt und leicht angewinkelt. Und genau dazwischen war die hässlich Fratze des Squitos. Eigentlich brauchte er deshalb keine Angst zu haben, denn sein Bestes Stück wurde ihm schon zur Einführung in die Marineschule abgeschnitten.
Es wäre nur eine Schwachstelle die Gegner ausnutzen könnten. Außerdem waren die einzigsten weiblichen Wesen in diesem Universum die Runenprophetin und die Banshees, bei denen man nicht einmal weiß wie die unter der Schale aussehen.
Allerdings hatte es ihm früher viel Spaß gemacht mit Lazy gegenseitig an ihren Schnidelwutzen rumzuspielen. Achja…
Zum Glück wurde diese Stelle jetzt von seinem Schlüpper überdeckt. Verwundert darüber, das die Orks nicht auch diesen entfernt haben war er nicht. Entweder sie waren von der verranzten Fleischwunde abgeschreckt, oder die etwa 20 Jahre alte Unterhose durchdröhnte selbst die fettigen Nasenhaare der Orks. Er hatte den Slip seit dem Schnitt nicht mehr gewechselt, da ihn der Anblick der Wunde zu tierischem Durchfall verdonnerte. Ob das jetzt bei genauerer Betrachtung logisch ist, ist Nebensache. Jedenfalls haben sich die Hüftgelenkknochen beim wachsen an die Titanshorts angepasst. Dadurch haben sich exelente Sprunggelenke gebildet, da das breitbeinige laufen auf Dauer ganz schön auf die Muckies geht.
Nach den Rückblicken auf Peters Sexuellen Neigungen, Missbildungen und seiner Unterwäsche haben wir vollkommen die brenzliche Lage verpeilt in der er stand. Aber kein Problem. Peter war schon längst auf den Rücken des Feindes gesprungen und haute wie ein verrückter auf die Bestie ein.
Nachdem er schon eine ganze Weile so rumhämmerte und ihm die ganze Sache schon aussichtslos erschien, hatte er letztlich keine Wahl als sich der Dickhäuter zur Seite warf und ihn mit dem Tempo á la Schmitz Katze gegen die Arenawand hämmerte.
Wer aber öfters dabei erwischt wurde seinen Lehrer beim duschen zu beobachten ist es gewöhnt mal was auf den Deggel zu bekommen. Dr. Cronos, sein Hausarzt, hatte ihn schon früher auf eine sehr ausgeprägte Schädeldecke aufmerksam gemacht. Ein Dickschädel war er aber nur in diesem Sinne.
Der Squitofant rappelte sich auf. Peter stand schon in seiner gewohnten Froschstellung bereit. Diesmal hatte er aber den Sitzballen nach vorne gerichtet. Das hatte er nicht gemacht um größer zu wirken, vielmehr um mit einem schnellen Sprung seine Stahlshorts in das weit geöffnete Maul der Bestie zu platzieren. Gesagt -> getan. Im Maul des Feindes festgehakt, versuchte er den Überblick zu behalten. Allerdings erkannte er nur eine riesige grüne Fläche die aus dem jubeln nicht mehr raus kam.
Abschnitt III
Fairer Preis
Peter wachte grinsend auf. Er hatte von Lazy geträumt.
Die Bestie hatte ihn weggeschleudert. Jetzt lag er etwa 500 Meter von der Arena entfernt auf einem Felsen. Nach der Flugaktion hatte der sich mit letzter Kraft hier hingeschleppt. Durch die verdreckte Haut war er dort kaum sichtbar. Er war richtig auf den Geschmack einer Sturmtruppausrüstung gekommen, allerdings war die teuer und durch den Verlust seiner Kleidung hatte er jetzt ganz andere Sachen zu besorgen.
Die Rüstkammer war nicht mehr weit entfernt. Eine halbe Stunde später kam er an und riss die Tür auf.
»Benson, alter Wichser«, brüllte Peter beim zuknallen der Eingangstür. Er hatte den Typen an der Kasse zwar noch nie im Leben gesehen, allerdings ließ das Schildchen auf seiner Brust darauf schließen, das er so hieß.
»Was wollen Sie?«, fragte der etwas ältere Mann hinter der Theke.
»Ich will eine komplette Ausrüstung mit Brust-, Arm-, Beinpanzerung und Schuhe, plus die beste Waffe die du hast. Und zwar am besten umsonst.«
»Lol! Omg! Rofl! Ansonsten nichts? Freundchen, hier gibt’s nichts umsonst.«
»Vielleicht wenn du wüsstest das Orks etwa 2km entfernt ein Lager aufgeschlagen haben und schon auf dem weg hierher sind.«
Ein Squiggofant war in Rage nicht mehr leicht zu zähmen. Deshalb wurden sie nur kurz vor Angriff mit Arenakämpfen belastet.
»rY`Heavenly!«, schrie Beson.
»Was fasselts du? «
»Boar, keine Ahnung. Hatte grad nen Gedankenaussetzer. Wie viele sind es? «
»Ich hab nicht viele Waaaghbanna gesehen, allerdings sollte es reichen um dir die Kammer in weniger als einer Stunde abzureißen. Vor allem weil du keine Verteidigung hast. «
»Naja, ich hab noch starke Männer zu bieten«, sagte Benson voller stolz.
Er zeigte auf zwei Schwachmaten die ihn der Ecke standen und ihn blöd angrinsten.
»Darf ich vorstellen, Shejtan und Ronin. Zwei Sturmtruppenmitglieder! Wenn du mit ihnen die Armee aufhältst schenke ich dir eine komplette Spacemarine-Ausrüstung.«
»Wie stellst du dir vor das drei Mann eine ganze Armee aufhalten sollen?«
»Plasma!«
»Nein, Plasmawaffen wurden in der neuen Edition ziemlich genervt. Das schaffen wir nicht.«
»Ich habe aber noch verbotene Waffen der Version 1.41«, sagte Benson mit funkelnden Augen.
Peter war überzeugt. Er zog sich die Sachen an und schnappte seine Waffen. Shejtan und Ronin standen schon an der Tür.
Peter war fitt wie ein Turnschuh. Er hatte seid Ewigkeiten mal wieder was in den Magen bekommen. Die, in den Schuhen integrierte, Fastfoodmaschiene vollbrachte wahre Wunder. So konnte er auch mit dem schnellen Tempo der Anderen mithalten.
Nach einer halben Stunde erkannten sie den Feind am Horizont. Ronin zeigte auf einen nicht weit entfernten Krater.
»Lass dort hingehen und warten. Dort hast du gute Deckung und kannst uns die Viecher vom Hals halten. Wir beide gehen in den Nahkampf um zu binden.«
Es dauerte ewig bis sie ankamen, denn Orks sind ja bekanntlich nicht die schnellsten. Sechs Truppen waren es. Der Squiggofant war kurz hinter ihnen. Gegen sechs Truppen hatten sie keine Chance. Er würde gebunden werden und aus wäre es.
Als sie etwa 50 Meter entfernt waren und Shejtan und Ronin gerade los springen wollten hatte Peter plötzlich eine Idee.
»Zur Seite«, brüllte er, drehte sich um, streckte einen Arsch raus.
»Friss meine Shorts, Squiggo!«
Squiggofanten waren zwar nicht die hellsten. Wenn aber jemand ihnen einen Zahn rausbricht, abhaut und sich dann auch noch lustig über sie macht hällt sie nichts mehr auf.
Der Squiggo der gerade noch hinten stand, war jetzt ganz vorne und hatte einen Haufen zertrampelter Orks hinter sich gelassen. Im letzten Moment konnte er noch weg springen.
Drei Truppen waren noch übrig. Shejtan und Ronin Kümmerten sich jeweils um einen.
Das hat man davon, wenn man einem Trupp beitritt. Wenn einer angegriffen wird muss gleich der ganze Trupp drauf. Um den dritten musste er sich kümmern. Zack… Schon war er weg.
»Mannomann, Plasma ist ja so imba«, freute sich Peter.
Gleich danach spürten auch die beiden anderen Trupps die ultimative Power einer 1.41 Plasmapistole.
»Das macht spaß, das macht Laune«, hörte er Shejtan aus dem Haufen von Leichen singen.
Total verpeilt hatte er ganz den Squiggo vercheckt, der von der Seite ankam. Er wollte noch weg springen, doch zu spät. Das fette Viech hatte ihn erwischt. Es trampelte gerade auf Ronin zu, der knapp vor einer Klippe stand. Kurz bevor ihn die Bestie erwischte nutzte er sein Jetpack und der Squiggo flog den Rest der Strecke.
Shejtan und Ronin rannten zu Peter der bewegungslos am Boden lag. Er lebte noch. Zum Glück stand er ihn guter Deckung. Ansonsten würde er jetzt nicht mehr unter den Lebenden weilen. Peter raffte sich auf. Er hatte starke Prellungen am Bein.
»So kann ich nicht weiter«, seufzte er. Wir müssen noch die Base zerstören und mit meinem jetzigen Tempo hätten die schon wieder ne neue Armee, wenn ich da ankommen würde.
»Das schaffen wir auch alleine«, sagte Ronin.
»Wir haben E-Schwerter. Die Base wird schneller weg sein als die Bahnschifferkapitänsausweiß sagen können«, fügte Shejtan hinzu.
Und schon waren die beiden weg.
Peter musste jetzt aufpassen, denn seine Pistole war beim Angriff kaputt gegangen. Das kommt davon, wenn man veraltete Versionen kauft. Trotzdem kam er sicher an der Rüstkammer an, wo Shejtan und Ronin schon auf ihn warteten und ihm die frohe Nachricht über das zerstörte Lager erzählten.
Die Nacht über blieb er…
Abschnitt IV
Wer ist hier der Kapitän?
Peter wachte traurig auf. Er hatte von Lazy geträumt. Der Traum fing wie jeder andere an doch diesmal wollte Peter mehr und da ging Lazy nicht mit. Genauer möchte ich jetzt nicht auf seine perversen Phantasien eingehen.
Peter hatte einen riesigen Kater. Den Alkoholvorrat einer ganzen Orkarmee an einem Abend weg zu saufen war zu viel des Guten.
Mit dröhnendem Schädel ging die Treppe runter in die Küche.
»Morgen Sportsfreunde!«
Doch er war der erste der wach war: Ronin war unterm Zapfhahn eingepennt, Benson gleich daneben und Shejtan wälzte sich in seinem verdauten Mittagessen.
Da er nicht sauber machen wollte schnappte er sich nen Nescafe und ne Gurke und verschwand wieder im Zimmer das eigentlich Benson gehörte. An den Wänden hingen Poster von Banshees in heißen Posen. Schön waren sie nicht, allerdings hatte man ja keine andere Wahl, da die Runenprophetin alle Angebote des Playunit-Magazins ablehnte. Und mehr gab es ja nicht.
Er hatte auch ein Kalender der Headbangers, eine Gruppe von Ketzern die sich zusammengeschlossen haben und jetzt ihr Geld damit verdienten sinnlos, aber elegant ihren Kopf zu schütteln.
Es war schon später Nachmittag als Peter das zweite Mal runterkam. Er hatte sich frisch gemacht um dann auch bald gehen zu können. Ärgerlich war das die Pistole kaputt gegangen ist. Jetzt hatte er nichts anderes mehr als ein Messer das schon vom ersten Zehennägel schneiden total abgestumpft war.
»Moin Peter, sagte Ronin«, der von links nach rechts an ihm vorbeibrauste.
Peter war erstaunt. Die Leichen, die sich noch vor na Stunde am Boden wälzten, waren jetzt topfit und flogen mit ihren Jetpacks durchs Haus.
»Wo ist denn Benson?«, fragte er.
»Der ist in der Küche und bereitet das Frühstück vor., antwortete Ronin.
»Oh, schön. Was gibt es denn?«
»Shejtan und ich sind gerade noch raus geflogen und haben uns ne Scheibe vom Squiggo abgeschnitten.
Peter war noch mehr erstaunt. Er hatte von alle dem nichts mitbekommen.
»Frühstück ist fertig hörte man es aus der Küche brüllen.«
Peter verschlug es die Sprache als Beson mit einem etwa 2m² großen Tablett rein kam, das mit perfekt zubereitetem Squiggofantenfleisch belegt war. Im Radio hörte man die Headbangers die Köpfe wackeln.
Zwei Stunden später saß er in der Kapsel. Dort musste er jetzt ewig warten bis er sich endlich porten konnte. Mit einem müden Lächeln verabschiedete er sich durch die Scheiben des Orbitalrelais. Allerdings war da Niemand, denn Benson, Shejtan und Ronin komaten vollgefressen in der Rüssi ab.
Peter landete in der Komanderzentrale seines Schiffes. Als er zum Cockpit ging um dort den Autopilot aus zu stellen stand da aber schon jemand.
»Watt, wer bist du denn?«
»Mein Name ist D4N00I3Tim«, antwortete ein etwas klein geratener Roboter. »Wir haben das Schiff hier überno…«
Bevor er überhaupt aussprechen konnte lag schon die obere Hälfte der Blechkiste am Boden.
»Stopp!«, schrie eine Stimme hinter ihm.
Als er sich umdrehte stand dort die Runenprophetin mit ihrem Gefolge.
»Sie sind dann wohl der Eigentümer dieses Schiffes?«, fragte die Bitch.
»Ja, bin ich. Was wollt ihr hier? Wie seid ihr hier rauf gekommen?«, brüllte Peter empört.
»Wir wollten den Planeten dort erobern, wurden aber von Orks überrascht. Da ihr Schiff viel zu lange in der nähe dieses Planeten stand war es ein leichtes für einen Bonesinger sich auf das Schiff zu beamen und ein Portal zu errichten.«
»Den Orkstamm den ihr so fürchtet haben wir ausgelöscht.«
»Wir haben euer Trauerspiel von hier oben beobachtet. Auch wie ihr abends nackt auf der Rüstkammer rumgetanzt seid. Allerdings habt ihr nur eine Base der Orks zerlegt. Der ganze Planet ist von Orks besiedelt. Sei froh das du von dort weg bist.«
»Verdammt, meine Freunde sind noch dort unten. Könnt ihr mir helfen sie zu retten?
»Ab ins Gefägnis mit ihm.«
Auf Peter Gesicht erstreckte sich ein breites Grinsen. Endlich kam seine Geheimtür, die er extra beim Bau des Schiffes in seine Zelle eingebaut hatte. Nur für den Fall eines Falles.
Er wurde zum Käfig gezogen. Er hätte zwar auch laufen können. Aber warum anstrengen, wenn das auch andere machen können.
»Und?« frage Peter neugierig. »Hab ihr sie schon mal nackt gesehen? «
»Wen?«
»Na die Bitch, die Tusse, die Pussy. Das heiße Ding, das die zwei Dinger an sich hat, die du nur zu gerne in deinen Händen halten würdest.«
Die beiden Warpspinnen, die ihn immer noch über die Schultern den Gang entlang schleiften, guckten sich verdutzt an.
»Meinst du Khain?« fragten sie dann Beide.
»Boar, vergesst es. Was liegt euch eigentlich so an diesem Planeten. Ihr kommt doch sonst nie in diese Gegend. Ich hab mir ja noch nicht einmal die neuste Antibonesingerversion runter geladen. So wärt ihr nie auf mein Schiff gekommen.«
Die beiden Eldaner schwiegen.
Peter hätte sich ewig so weiter ziehen lassen können. Leider war jetzt Schluss damit.
Unsanft landete er in einer Ecke der Zelle. Zu seiner Verwunderung war er nicht der einzigste Gast. Ein dick gepanzertes Mitglied der Chaossekte saß in der gegenüberliegenden Ecke. Neben ihm ein verwahrloster Ketzer.
»Wer seid ihr?« fragte Peter verwundert
Der größere von beiden stand auf.
»Ich bin mächtige Aufstrebende Champion. Ich habe schon in tausenden Schlachten mitgekämpft. Meine Macht ist unantastbar. Ich bin der unglaubliche Doomi.«
Peter schreckte zurück. Die Augen die gerade noch traurig zu Boden schauten, funkelten jetzt feuerrot.
»Und wer bist du?«, wollte Peter jetzt von verweichlichen Person daneben wissen.
»Das ist mein getreuer Sklave Scott«, übernahm Doomi für ihn.
»Hol mir was zu essen Sklave«, machte sich Peter lustig.
Doomi sah das aber nicht als Scherz. Als Scott sich nicht regte nahm er seinen Kopf und schlug ihn gegen einen Felsbrocken. Scott schrie, doch keiner der Wachen regte sich.
»Los, du hast doch gehört was er gesagt hat«, schrie Doomi.
»Aber wir sind doch im Gefängsnis. Er kann doch nichts holen«, rief Peter dazwischen.
»Das ist keine Ausrede!«
Doomi zog eine Art Fernbedienung aus seiner Rüstung, allerdings war sie nur mit einer Taste bestückt.
»Das ist ein Quälomat«, präsentierte er stolz. »Wenn ich auf den Knopf drücke wird in der Sklavenrüstung ein rosafarbendes Gift freigesetzt, welches ihn langsam krepieren lässt. Dadurch macht er schneller das, was er tun soll.«
Doomi betätigte den Taster.
»Los, hol Essen!«
Scott war verwirrt. Er rannte zum Gitter und schrie um ein Essen.
»Ist doch nur Spaß«, lachte Doomi.
Scott verstand und lachte mit. Doomi drückte wieder, doch die Gase verschwanden nicht.
»Scheiße, der Knopf klemmt«, schrie er.
Scott begann noch lauter zu lachen. Zehn Sekunden später war er tot.
Am nächsten Tag wachte Peter nicht auf, denn er war schon wach. Er hatte die die ganze Nacht kein Auge zugemacht. Doomi lag heulend neben der Leiche.
»Er war doch mein bester Freund!«
So ging das die ganze Nacht. Immer das gleiche. Und zwar in Fünfminutentakten.
Er konnte es nicht mehr hören. Genau in fünf Minuten würde er es wieder sagen.
Und so war es auch.
»Er war doch mein bester Freund!«, schrie Doomi wieder.
Er musste ihn irgendwie ablenken.
»Wie seid ihr... Verdammt! Wie bist du hier eigentlich her gekommen?
»Ich war auch auf Protoss.«
»Protoss?«, unterbrach Peter.
»So heißt der Planet auf dem du auch warst. Ich wurde als Aufklärer geschickt. Sollte abchecken was auf dem Planeten so abgeht. Plötzlich wurde ich von Bonesingern umstellt. Als ich wieder aufgewacht bin lag ich hier. Ich bin hier schon seit Tagen drinn. Zum Glück hat mich Scott… Scott… Er war doch mein bester Freund!«
So ging das dann die nächste Stunde weiter. Plötzlich drehte sich einer der Warpspinnen um und schrie etwas in die Richtung seines Bettes. Er hörte aber nichts. Der andere gab ihm einen Schlag und sagte ihm irgendwas mit zorniger Miene. Wieder verstand Peter kein einziges Wort, obwohl er genau neben ihnen saß. Als wären sie…
»Hologramme!«, brüllte er.
Er brach sich ein verrostetes Stück Eisen von Scotts Rüstung ab und warf es auf die Warpspinnen. Es flog direkt durch dessen Brustkorb.
Eine einfache Methode um bei Eldar Personal zu sparen.
Jetzt konnte Peter endlich seinen Geheimen Gang ausprobieren.
Abschnitt V
Vier Fäuste sind besser als zwei
Peter zog den Teppich mit der Aufschrift „AWGDNWDDGH“ zur Seite. Für den Fall das er wirklich vergessen sollte wo die Tür ist, würde ihn die Abkürzung für „Ach wie gut das Niemand weiß, dass dies Geheimgang heißt“ auf die richtige Fährte bringen.
Er hatte auch schon langsam Kohldampf, da sein Vorrat an gepressten Squiggofleisch, in dem defekten Kühlfach unter seiner Kniepanzerung, schon vollkommen verschimmelt war. Und von Scott, wie es Doomi machte, wollte er sich nicht ernähren. Dazu kam noch die Angst der Nächste zu sein, da von Scott nur noch der Kopf da war. Den wollte er aber laut eigener Aussage nicht essen.
Doomi saß mit dem Rücken zu ihm und versuchte mit Scotts Kopf ein Gespräch zu führen.
Peter hätte unbemerkt abhauen können. Allerdings konnte er einen starken Mann gut gebrauchen.
»Hey Doomi, lass uns abhauen. «
Doomi drehte sich verwirrt um. Er sah Peter mit verdutzten Augen an, sah dann die Klappe und verstand.
Peter sprang in den Gang. Der war 2 Meter tief. Tiefer als Peter dachte, sodass er unsanft landete.
»Achtung, hörte er von oben. «
Er lag auf dem Rücken und es war so stockdunkel, weshalb er zusammenzuckte als etwas Hartes auf seinen Brustkorb prallte.
»Verdammt«, knurrte er als er das licht seiner Rüstung anmachte.
»AHHHH, schrie er. «
Scotts Kopf lag auf seinem Bauch und grinste ihn an. Entsetzt warf er ihn weg.
»Ich komme«, brüllte Doomi.
Er landete knapp neben ihm. Seine dicke Rüstung drückte sich tiefe in den Kanal in dem sie sich befanden.
»Wo ist Scott? «
»Du meinst seinen Kopf? «
Doomis Augen leuchteten feuerrot auf. Er packte Peter am Hals und schleuderte ihn gegen die Wand des Ganges.
»Wage es nicht, dich darüber lustig zu machen. «
»Ist ja gut. Ich hab ihn dort in die Ecke gewor… gelegt. «
Doomi schmiss ihn auf den Boden und ging zu Scotts Überresten. Behutsam hob er ihn auf.
»Aber bleib mal locker, sagte Peter. Sei lieber froh wenn uns keiner…
»…gehört hat«, vollendete eine von zwei Warpspinnen die plötzlich hinter ihn standen.
»Was ist das denn? «, fragte die andere Spinne und schnappte sich den Kopf von Scott. »Was für ein hässliches Ding«, amüsierten sich beide. Zwei Sekunden später waren beide tot. Durchbohrt von jeweils einer blutüberströmten Faust.
Eigentlich hätte Peter ihn dafür drücken können. Nicht nur das er ihm das Leben gerettet hat. Doomi hatte wieder was zu essen und er musste nicht mehr befürchten, dass er der nächste auf der Speisekarte war. Und sie hatten jetzt zwei Rüstungen mit Teleportationsfähigkeit.
Die Einbrüche im Herzbereich hatte er wieder schnell mit seinem Allzweckkleber zusammengeflickt. Jeder Spacemarine hatte dieses Wundermittel bei sich, denn es kam nicht selten vor das mal ein Stück von seiner Rüstung abbrach.
Peter stöhnte als er sich endlich in die viel zu enge Rüstung gezwängt hatte. Besonders drückte es ihm am Hinterteil, wo ihm die Rüstung seinen faltigen Sitzballen zu einem Pfirsichpopo zusammenpresste.
Sie liefen Gang weiter. Der Ausgang war das WC auf dem sich die Prophetin gerade befand.
Peter schnappte sich seine Impulsmiene. Er wusste wie stark die sind. Sie können ganze Panzer auseinandernehmen. Peter versuchte sie auf die Tusse zu werfen, aber es ging nicht. Irgendetwas hielt ihn davon ab. Doomi schlug ihm auf die Schulter.
»Junge, Impulsmienen kann man nur bei Fahrzeugen und Gebäuden benutzen. «
Das sagte der aber so laute, dass sich die Pussy umdrehte.
»Verräter – Mentales Duell, schrie sie. «
Peter schnappte sich Scotts Kopf und hielt ihn vor sich. Um ihn bildete sich ein weißer Kreis.
Peter schmiss die Miene auf den Boden des Raumes. Das WC war im untersten Teil des Schiffes, sodass die Bitch rausgefetzt wurde. Der Boden des Schiffes reparierte sich in Bruchteilen von Sekunde. Zu schnell, denn das eine Bein von ihr war noch im Schiff. Doomi brach es sich ab, da er wieder Hunger hatte.
»Jetzt aber schnell weg hier. «
Sie rannten in Richtung Rettungskapsel. An den Wachen porteten sie sich vorbei. Unbemerkt konnten sie mit der fliehen.
Für eine Rettungskapsel war diese aber sehr luxuriös ausgestattet. Im Grunde war es auch keine Kapsel sondern schon fast ein eigenes Schiff mit Küche, Bad und einem Schlafzimmer in dem sich Doomi schon breitgemacht hatte.
Peter saß am Steuer in Richtung der Rüstkammer. Er musste sie warnen.
Scotts Kopf lag neben ihm. Doomi war so fertig mit den Nerven das er ihn vergessen hatte. Er sah noch ranziger aus als am vorherigen Tag. Aber irgendwie mochte er ihn doch. Er hatte ihm schließlich das Leben gerettet.
Nach einigen Stunden Flug schlief Doomi immer noch. Peter summte Lieder vor sich her.
»Ey, kann mal jemand das Licht an machen. «
Peter schrak auf. Es war wirklich dunkel. Er musste wohl wieder neue Lampen einsetzen.
»Hole mal nen paar Lampen aus der Kammer«, sagte Peter.
Sehr witzig, antwortete die Stimme.
Peter drehte sich verwirrt um und erschrak als er sah von wem die Stimme kam. Scott!
-Fortsetzung folgt-
Positive und negative Kritik erwünscht!
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