• Auf dem Höhepunkt seiner Macht wurde Horus jedoch vom Chaos verführt. Seine "Sons of Horus" und mit ihnen 9 weitere Space Marine-Legionen rebellierten gegen den Imperator. Der Große Bruderkrieg brach aus, in welchem sich die (vom Imperium so bezeichneten) Verräter-Legionen blutige Schlachten mit ihren dem Imperator weiterhin loyalen Brüdern lieferten. Auf dem Höhepunkt des Krieges, beim finalen Angriff der Verräter auf Terra, kam es schließlich zum Zweikampf zwischen Horus und dem Imperator. Der Imperator konnte den Kampf zwar für sich entscheiden, nicht jedoch ohne selbst so stark verwundet zu werden, dass er fortan nur durch eine gewaltige Lebenserhaltungsmaschine, genannt "Goldene Thron", weiterleben konnte. Die rebellischen Space Marine-Legionen flüchteten nach Horus Tod in das Reich des Warp, wo sie seitdem als Chaoslegionen darauf lauern, das Imperium bei jeder sich bietenden Gelegenheit anzugreifen.

    Quelle: Wikipedia

  • Horus wurde vom Chaos verführt, weil er an einem Ritual auf irgenteinem, vom Imperaor verlassenem Planeten teilgenommen hat, in wirklichkeit war dies Ritual aber eine Anrufung Khornes. Dieses Ritual führte er dann auch bei seinen Legionen ein. So kam es, dass die Chaosgötter ihn und die anderen Space Marines beeinflussen konnten, und was daraus geworden ist, wisst ihr ja.

    Tod dem falschen Imperator, lang lebe Abaddon!!!

  • Quote

    Original von Masterchief369
    Kennt jemand ausführliche Geschichten zum CHaos Gott Khorne , i besitze nur die sachen ausm Codex und was man halt ma so aufschnappt.

    vielmehr kannst auch über khorne nich sagen. ist halt immer das gleiche.

    im Buch Storm of Iron (Ironwarriors) gibts n general, der immer mehr Khorne verfällt, aber sonst nirgends mehr gesehen

  • na wie gesagt gibbet ja ein buch leider nur auf englisch was das chaos als ganzes beschreibt..... sobald ich das wieder seh kauf ich das mal ( 50€ ;( )
    librum chaotica oder so...

    zu warhammer fantasy gibts aufjeden ein buch über alle chaosgötter

    -=Laetitia per mortem=- got pwnd ? owns all

  • so jetzt hab die die Emperor Children fertig. War sehr viel zu lesen, ich glaube zwei Stunden hab ich alleine gelesen und nochmal weitere zwei weitere Stunden geschrieben. Ich denke aber, daß es sich gelohnt hat, daher präsentiere ich voller Stolz, die Geschichte der Emperor Children.


    Emperor Childen: Die Rettung von Chemos


    Im Zeitalter des Weltenbrandes, lange bevor der Warpantrieb erfunden wurde, steht im Libram Ex Dominar, einer der wenigen Schriftstücke aus dieser Zeit, geschrieben, daß sich in einem fernen Sternensystem folgendes zugetragen haben soll. Chemos, eine ausgeschöpfte Welt lag im Sterben. Ihre Wirtschaft lag brach am Boden und landwirtschaftliche Erzeugnisse reichten nicht einmal ansatzweise aus, um die Bevölkerung zu ernähren. Deshalb versuchte die damalige Regierung, daß Direktorat, mittels vieler Transporter, nahe Planeten für landwirtschaftliche Zwecke zu nutzen. Allerdings waren diese Planeten auch rar an Rohstoffen und Landwirtschaft konnte nur mäßig betrieben werden. Man schien nur den Tod etwas hinauszögern zu wollen.
    Es steht geschrieben, daß ein riesiger Feuerball, eines Meteoren gleich, am Sternenhimmel über Callax zu sehen war und dieser direkten Kurs auf Chemos nahm.
    In ihrer Hast versuchte man zu agieren, aber es war zu spät. Der feurige Meteor schlug auf Chemos ein, aber anders als erwartet, war die Explosion minimal, entgegen seiner enormen Geschwindigkeit.
    Von den seltsamen Zwischenfall mehr als interessiert, entsendete das Direktorat einige Kundschafter, die sich ein genaueres Bild über den Einschlag machen sollten. Bergungsteams konnte keine entsandt werden, jeder Mann, jede Frau und jedes Kind war fest in seine Arbeit eingeplant.
    Doch als die Kundschafter den Krater untersuchten, sahen sie die Überreste einer Stasiskapsel und mittendrin ein Kind, nicht älter als ein Neugeborenes, gehüllt in weißes Leien. Normalerweise wurden Findelkinder auf Chemos getötet, da es keinen Zweck hatte in sie etwas zu investieren. Wer nicht für sich selbst sorgen konnte, hatte auf dieser tristen Welt keine Zukunft. Und obwohl der Hauptmann der Kundschafter den Befehl hatte, daß Kind zu ermorden, tat er es nicht. Er sah in den Augen des Findelkindes etwas wundervolles. Mit neuer Entschlossenheit wand er sich an das Direktorat persönlich und erhielt, aufgrund seiner tadellosen Dienste, das Recht dieses Kind zu adoptieren.
    In den Stand eines normalen Kindes wuchs Fulgrim auf, allerdings schneller als jedes andere menschliche Wesen. Schon im zarten Alter von 15 Jahren arbeitete er in den Fabriken des Direktorats und zwar nach den Vorgaben eines Erwachsenen. Tag und Nacht konnte er hinten den komplizierten Maschinen stehen, ohne eine Form der Erschöpfung zu zeigen. Aber nicht nur seine physischen Kräfte waren imposant, auch sein Geist wuchs in dieser Zeit. Bei der täglichen, harten Arbeit lernte er die komplizierten Arbeitsmaschinen zu verstehen und hatte manch brilliante Idee, sie zu verbessern. Sein Aufstieg war obligatorisch. Im selben Jahr noch durchlief Fulgrim alle Beförderung eines Arbeiters, hin zum Ingenieur. Aber auch für diesen Posten war er weit überqualifiziert. Seine harte Arbeit zahlte sich aus und nach wenigen Monaten war bereits ein Mitglied des Direktorats. Als er von ihnen erfuhr, wie Chemos langsam zu Grunde gingen, schwor er ihnen, alles daran zu setzen, um sie vor diesem Schicksal zu bewahren. Er überzeugte das Direktorat gegen den Niedergang anzugehen und entsandte riesige Ingenieurteams zu alten verlassen Minen und Rohstoffförderanlangen, um sie zu verbessern. Mit den zusätzlichen Ressourcen gelang es Fulgrim, die Maschinen in den Fabriken zu verbessern und selbst das Recyclingsystem nochmals zu erweitern. Diesen Weg folgend war Callax die erste Siedlung, die mehr produzierte, als sie verbrauchte. Dieser Siegeszug machte sich auch in den anderen Siedlungen breit, bis diese es Callax gleich taten. Als Fulgrim sah wie die Bevölkerung wieder gedieh, machte er sich daran die Kulturstätten und Museen wieder aufzubauen, die man vor so langer Zeit geopfert hatte, um zu überleben.
    Die Welt erholte sich und Callax, die als die Fabrikfestung galt, verband sich immer mehr mit den anderen Siedlungen des Planeten. Durch diesen Akt hatte es Fulgrim geschafft,in nur 50 Jahren seit seinem Absturz, diese Welt vor den Untergang zu retten. Aus Dank ernannten ihn die Bewohner des Planeten zum alleinigen Herrscher dieser Welt.
    Nur kurze Zeit darauf landete Fremde auf dieser Welt. Space-Marines nannten sie sich und sie kamen auf Chemos, seiner Welt. Da er kein stehendes Heer besaß, empfing er die Fremden freundlich.
    Bei ihrer ersten Begegnung bemerkte er bereits ihren hohen Intellekt und ihre meisterliche Ausrüstung an Hochtechnologie.
    Aus der Menge trat der Imperator. Ohne ein weiteres Wort zu verschenken, übereignete Fulgrim ihn seine Treue und das Versprechen den Imperium zu dienen, von den er an diesem Tag soviel erfahren hatte.
    Vom Imperator selbst erfuhr Fulgrim über den großen Kreuzzug, um das Imperium wieder zu vereinen und auch von Terra seiner einstigen Heimat. Obwohl sich dies alles sehr komplex anhörte und diese Geschichten nur einen verträumten Irren entsprungen sein konnten, glaubte Fulgrim ihm.
    Sogar als er nach Terra zurückkehren sollte, um dort das Kommando über eine Legion Space-Marines zu erhalten, die aus seinen Genen erschaffen worden waren, schenkte er dem Imperator Glauben. Natürlich nahm er dieses Angebot dankend an und erreichte endlich Terra. Von dort wollte er zuerst seine Legion inspizieren.
    Allerdings waren die Emperors Children wenige. Nur zweihundert Mann. Ein Unfall, der die komplette Zerstörung seiner Gensaat zu folge hatte, war schuld an geringen Größe seiner Legion.
    Daher ging das Nachzüchten von Organen sehr langsam voran.
    Trotz dieser misslichen Situation übernahm er das Kommando über seine Legion. Wenn man den Buch der Primarchen glauben schenken darf, soll Fulgrims ersten Sätze folgende gewesen sein:

    ,,Wir sind seine Kinder. Dies sollen alle erkennen, die uns erblicken. Nur durch mangelnde Perfektion können wir Ihn enttäuschen. Wir werden Ihn nicht enttäuschen!“

    Diese Worten sollten den Imperator mit Stolz erfüllten haben, daß er seinen verlorenen Sohn und seiner Legion eine besondere Ehre zukommen ließ. Den Emperor Children wurde es erlaubt, den imperialen Adler auf ihren Brustpanzern zu tragen. Eine Ehre, die sonst keiner Legion der Space-Marines erlaubt war.
    Diesen feierlichen Akt folgend, sprach Fulgrim ein weiteres Versprechen aus. Er würde mit seiner Legion ausziehen und die gerechte Herrschaft wieder herstellen. Mit nur zweihundert Männern war dies allerdings ein hoffnungsloses Unterfangen.
    Um sein Versprechen dennoch halten zu können, schloss sich Fulgrium den mächtigen General Horus an und haft ihn dabei den Spiralarm zu erobern.
    Während dieser Zeit erlangten die Emperor Children ein Maß an Perfektion, wie es noch keine andere Legion je geschafft hatte. Jede Lehre des Adeptus Astartes wurde buchstabengetreu umgesetzt, jeder Befehl wurde exakt ausgeführt, jede noch so gering geschätzte Taktik wurde durch Fulgrims Mannen ein Erfolg.
    Horus selbst, lobte Fulgrim in aller Öffentlichkeit und bezeichnete sie als Verkörperung der Ideale des Adeptus Astartes. Durch die Verstärkungen von Terra und Chemos war Fulgrims Legion bald vollständig, daß er seinen eigenen Kreuzzug führen konnte. Die mächtigen, eldelsten und mutigsten Männer erwählte er aus seinen Reihen und hob sie in den Rang eines Lord Commander. Jeden dieser Erwählten unterstand eine komplette Gefechtskompanie und die Befugnisse sie zu leiten.
    Fulgrim eroberte in dieser Zeit viele Welten und brachte ihnen die heiligen Gesetze des Imperiums. Jedoch vernichtete er jeden Widerstand, denn wer nicht für den Imperator war, hatte kein Recht zu existieren. Seine bedingungslose Loyalität war erschreckend hoch, vielleicht konnte man sie schon Fanatismus nennen.


    Verrat der Emperor Children


    Als Horus sich gegen den Imperator stellte, entsandte dieser die Emperor Children und sechs weitere Legionen der Space-Marines. Fulgrims Truppen waren die ersten, die auf den Verräter Horus trafen, der sich Istvaan-System verschanzt hatte. Statt gegen seinen Bruder zu kämpfen, wollte sich Fulgrim ihm zu einem persönlichen Gespräch treffen.
    Statt Rede und Antwort zu stehen, gelang es Horus seinen Bruder Fulgrim zu korrumpieren. Man sagt, Fulgrims Respekt vor den Kriegsherren und sein unerschütterlicher Wahn nach Perfektion wären es gewesen, der ihn letztendlich in die Arme des Chaos trieb. Sein Hass auf den Imperator nahm ungeahnte Dimensionen an. Er schwor den falschen Imperator zu töten und ihn den Nichts zu übergeben.
    Doch waren es nicht Horus Worte gewesen, die Fulgrim korrumpierten, nein, es waren die Worte von Slaanesh, der aus den Kriegsherren sprach. Slaanesh schürte das Verlangen nach Perfektion, so daß Fulgrim letztendlich dem Chaos verfiel.
    Sein Verrat war nicht unbemerkt geblieben. Seine Lord Commanders waren von Fulgrims Ambitionen überzeugt und folgten ihm und schworen genau wie ihr Primarch, den Chaosgott Slaanesh, die Treue.
    Mit der gleichen Hingabe, der die Emperor Children einst den Imperator gedient hatten, dienten sie jetzt Slaanesh. Ihr Maß an Perfektion kannte keine Grenzen und die Lehren der neuen Chaosgottheit verstärkten sie nur in dieser Hinsicht.
    Der Verrat war perfekt, als die noch loyalen Space-Marines auf Istvaan V landeten. Die Emperor Children waren eine der ersten Legionen, die sich ihren einstigen Brüdern entgegenstellte und sie in einem blutigen Gemetzel aus Blut und Alpträumen, vernichtete.
    Aber ihre neue Blutgier kannte keine Grenzen. Sie folgten Horus und halfen ihm bei seinen Angriff auf Terra. Doch befahl Fulgrim nicht seinen Truppen den Palast direkt anzugreifen, nein, er dirigierte seine Truppe in unumkämpfte Gebiete in den Städten. Wie Monster richteten die Emperor Children ein Massaker unter der Bevölkerung an. Die Straßen waren übervoll mit den zerfetzten Leichen gespickt. Dämonen kauerten in jeden Haus und suchten nach den letzten Resten von menschlichen Leben. Fast vierzigtausend Menschen fielen seinen wahnsinnigen Plänen zum Opfern. Nicht als wären die Zivilisten eine Gefahr gewesen, er genoss sein Massaker, ebenso wie seine Gefolgsleute. Es sollte sie in die Ektase allen Seins treiben, ein Gefühl, wie es keines gegeben hatte.
    Doch mussten auch sie sich zurückziehen, als Horus im Zweikampf gegen den Imperator sein Ende fand.
    Anders als die anderen Legion, die Terra fluchtartig verließen, bis auf die Ausnahme der Deathguards, zogen sich die Emperor Children nur sehr langsam zurück.
    Mit ihrer gesamten Flotte hielten sie Kurs auf den Warpraum, doch ihre unermessliche Gier nach Schmerz ließ jeden nahen Planeten überfallen und weitere Gemetzel anzurichten.
    Ein imperialer Soldat berichtet:

    ,,Es war als hätte sich die Hölle über diese Welt ergossen. Fast alle Städte waren zerstört und brannten im Feuer des Chaos nach und nach nieder. Wir stiegen über Berge von Leichen, nur in der Hoffnung noch Überlebende zu finden. Die wenigen, die wir fanden, waren den Wahnsinn verfallen und bettelten uns nach der Erlösung an. Sie flehten uns um den Tod an. Ich werde nie ihre Augen vergessen. Alle von entsetzlicher Angst geweitet.“


    Als die Emperor Children den Warpraum erreichten, bemerkten sie daß ihre Sklaven und Opfer allesamt Tod waren. Von grausamen, blutigen Spielen vernichtet. Um ihrer liebsten Beschäftigung weiterhin zu frönen, griffen sie auf die einzigen Opfer in ihrer Reichweite. Die Sklaven und Diener der anderer Chaosgötter.
    Von der Dreistigkeit der Emperor Children erbost, erhoben sich die anderen Chaos-Legionen und zogen in den Krieg gegen die Jünger Fulgrims. Die Niederlage der Emperor Children war damit vorprogrammiert.
    Die Armee der Emperor Children wurden zerschmettert und zerrissen. Die einstige Legion ist heute nur noch ein Mosaik aus kleinen Divisionen, angeführt von den korrumpierten Lord Commandern.
    Über Fulgrims Verbleib gibt es keine Aufzeichnungen. Manche behaupten, daß er in der letzten Schlacht gefallen sei, doch fehlt von seiner Leiche jede Spur. Andere behaupten, er wäre zum Dämonenprimarchen aufgestiegen und hätte sich eine eigene, versteckte Welt in Warpraum erschaffen.
    Einige Divisionen glaubten fest an das zweite Gerücht und machten sich auf, diese Welt der Ektase zu finden. Viele waren jedoch von den ersten Gerücht felsenfest überzeugt und schlossen sich anderen verräterischen Space-Marines an, die ebenfalls Slaanesh die Treue geschworen hatten. Man sagt, daß ebenso viele Emperor Children völlig in ihren Glauben zerrissen waren und zu den sogenannten Noise-Marines wurden.
    Glücklicherweise sind die Armeen der Emperor Children gespalten, so daß man selten auf eine größere Ansammlung von ihnen antrifft. Die letzte Gnade eines erbarmungslosen Universums an das Imperium der Menschheit.


    Anmerkung: Der Bericht des imperialen Soldaten ist frei erfunden. Die Erlebnisse die er schildert nicht. Ich wollte dme ganzen nur eine persönliche Note verleihen. Ich hoffe es gefällt euch." ;)


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • Kann ich machen, also zuerst black Legion und dann World Eaters oder anderum? Das müsst ihr entscheiden.


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • die World Eaters worden zuerst gefordert, also würde ich sagen, mach das mal zuerst, sonst ist es unfair. Obwohl die Balck Legion imo den geilsten Fluff der Chaoten hat^^

  • Die Geschichte gefällt mir am besten! Sehr gut gemacht! Einfach nur hammer!
    Das mit dem Imperialen Soldaten war auch ne super idee!
    Es gibt einen besseren Einblick in die Geschichte!
    Ich freu mich schon auf die nächste Geschichte von dir!

  • Naja man muss die Geschichte der World Eater kennen, dann versteht man auch teilweise ihr überdrehtes Handeln. Wie ihr euch sichllrich denken könnt, hab ich nun den Geschichte über unsere lieben Zerker fertig ;)
    Also viel spaß beim lesen.


    Die Geschichte der World Eater


    Das Liber Malum enthält alle Namen und Beschreibungen der größten Feinde der Menschheit. Jede der Seite ist in einer Sprache geschrieben, die jeden Kleingeist in den Wahnsinn treiben kann. Auf der ersten Seite dieses Buches steht ein Name, geschrieben in Blut. Angron, der Primarch der World-Eater.
    Seit des Bruderkriege sind viele Fakten über die Ursprünge der Primarchen verloren gegangen.
    Zu der Zeit, als alle Primarchen von Terra entführt worden, weiß keiner genau auf welchen Planeten, Angron stranden sollte. Selbst in den Archiven der Inquisition findet sich kein Eintrag über den Planet. Es ist fraglich, ob er noch existiert. Es wird lediglich erwähnt, daß es sich um eine fortgeschrittene Welt handeln soll, die von reichen, mächtigen Männer geführt wurde. Um ihre Bevölkerung bei Laune zu halten, veranstaltete die Machthaber des namenlosen Planeten, jede Woche regelmäßige Todesspiele in gewaltigen Arenen.
    Gladiatore und Tiere traten gegeneinander an, manchmal sogar Schlimmeres. Der Zweck dieser Spiele war es, den Großteil der Bevölkerung von der Armut abzulenken und den Reichtum der oberen, wenigen Bürger zu erhalten. Auf dieser Welt soll allen Angaben nach, der Primarch der World-Eater gestrandet sein. Ein Sklavenhändler soll den jungen Angron gefunden habe, umringt von toten, zerhackten Aliens. Allesamt wie Vieh abgeschlachtet. Aus dem Bericht geht nicht heraus, wer diese Aliens waren, doch eine unbestätigte Vermutung eines anonymen Inquisitor besagt, daß es sich um Eldar gehandelt haben muss. Was sie auf diesen Planeten gesucht hatten, war ebenfalls unklar. Manch einer behauptet, sie kamen um Angron zu töten, da sie um sein zukünftiges Schicksal wussten. Diese These war nach Ansicht der Historiker am Einfachsten zu erklären. Der Beweis war Angrons blutender Oberkörper, der von schweren Wunden durchzogen war.
    Der Sklavenhändler erkannte seine Chance, er erkannte die Möglichkeit, die sich ihm offerierte.
    Hinterhältig verschleppte er den verletzten Angron und machte ihn zu einen Sklaven. Er wusste, um das enorme Potenzial des jungen Angron und wollte ihn an die hiesigen Arenen verschachern. Ein glorreicher Gladiator war gut für das Geschäft und seinen Ruf. Der Sklavenhändler investierte viel in seine neue Ikone.
    Er ließ die Wunden seines Sklaven versorgen und sorgte sogar für eine Aufwertung seiner jetzigen Stärke. Mit Hilfe eines Chirurgen, pflanzte er ihn ein bioneurales Implantat in seinen zerebralen Kortex. Diese Gerätschaft hatte die bemerkenswerte Fähigkeiten, ihren Träger zu stärken, aber auch deren Aggressionstrieb um ein vielfaches zu steigern.
    Der Sklavenhändler verschacherte seinen Sklaven an eine der großen Arenen in der Stadt, wo sein Potenzial als Gladiator schnell erkannt wurde.
    Die Menge schien sich für den jungen, namenlosen Gladiator zu interessieren, somit war es nur eine Frage der Zeit, bis er an die größte Arena der Hauptstadt verkauft wurde. Hier wurde er unter der Arena, wie ein Vieh gleich, in eine kleine Zelle gesperrt, mit ihm Tausende anderer Gladiatoren.
    Sein Ansehen bei der Bevölkerung wuchs unaufhörlich. Seine Kämpfe bestritt er mit Ehre und Blut. Er besiegte Hunderte von anderen Kämpfern im Einzel- oder Mehrfachkämpfen, nur jene, die seines Erachtens gut gekämpft hatten, ließ er am Leben. Er schwang sich zum Favoriten der jubelnden Massen auf. Manche kamen nur, um ihn kämpfen zu sehen.
    Trotz seines enormen Erfolges war Angron dieses Leben leid. Er dachte in seiner Zelle über kühne Fluchtpläne nach. Allerdings war dies nicht gerade leicht. Die Gladiatoren standen unter schwerer Bewachung. Hunderte von Soldaten mit schweren Waffen behielten sie im Auge. Schließlich wollte die Regierung nicht ihre einzige Sicherheit vor einer Revolution verlieren. Armut und Reichtum hatten schon seit ewigen Zeiten, das Schlimmste im Menschen ausgelöst.
    Die Wachen hatten keinen Skrupel einen Gladiator zu töten, falls dieser eine Revolte anzetteln wollte. Angrons Pläne fanden immer wieder den selben Ausgang. Es gab keine Flucht, aber eine Möglichkeit, so dachte er.
    Sein Ziel vor Augen machte er aus seinen Kämpfen wahre Showeinlagen. Er zögerte offensichtliche Siege heraus, um die Masse noch weiter in Atem zu halten. Dies war für seinen Ruhm sehr förderlich.
    Seine Bekanntheit weitete sich weit über die Hauptstadt hinaus und viele Menschen kamen von anderen Kontinenten, nur um ein solches Spektakel zu sehen. Angron war der Held der Massen, aber nun folgte Phase zwei seines Planes. Er bildete die anderen Gladiatoren heimlich vor den Augen der Wachen aus. Er brachte ihnen das Kämpfen bei. Manche von ihnen waren ihn sogar ansatzweise ebenbürtig. Während dieser Zeit versuchte Angron einmal zu fliehen, doch sein Versuch wurde schnell beendete. Eigentlich ein Todesurteil, doch er war viel zu wertvoll, als ihn zu erschießen. Man beschloss ihn zu Züchtigen. Ein Gladiator schrieb mit seinen eigenen Blut an die Zellenwand:

    ,, Durch den Spalt in der Tür konnte ich sehen, wie sie ihn misshandelten. Mit ihren Gewehrkolben schlugen sie immer wieder auf ihn ein. Aber Angron schrie nicht. Obwohl er am ganzen Körper blutete, gönnte er seinen Henkern nicht den Sieg, ihn schreien zu hören. Nicht einmal eine Grimasse verzog er. Einen Tag und eine Nacht schlugen sie auf ihn ein, aber sie konnten ihn nicht brechen. Ich bin stolz an seiner Seite kämpfen zu dürfen.“


    Trotz der Misshandlung durch die Wachen war Angrons Wille zur Flucht nicht geschmälert worden, im Gegenteil. Dieses Ereignis ließ ihn sein Ziel klarer werden. Und schon nach einer Woche sollte sein Plan seine Ausführung finden. Er hatte die Gespräche der Wachen belauscht und wusste, daß die größte Show an Todesspielen, genau heute abgehalten wurde. Aus diesen Grund hatte man die Sicherheitsmaßnahmen noch einmal verstärkt.
    In der Arena sollten sich Tausende von Gladiatoren gegenseitig abschlachten, um der hohen Eminenz ein gar einzigartiges Schauspiel zu präsentieren.
    Wie erwartet nahmen die Kämpfer ihre Positionen ein, doch jetzt geschah etwas, was keiner für möglich gehalten hätte.
    Die jahrelange, aufgestaute Wut über die Gefangenschaft entlud sich in einer wilden Schlacht. Die Gladiatoren wandten sich gegen die Wachen und erschlugen sie mit Knüppeln, Fäusten und nicht selten mit Äxten.
    Doch war man vorbereitet. Die Wachen eröffneten das Feuer und töteten Tausende Gladiatoren, aber dieser Augenblick war es auf den Angron gewartet hatte.
    Erst jetzt, wo die Wachen mit einer Aufgabe beschäftigt waren nicht mehr auf die Sicherheit achtete, gab er das Signal für die Flucht.
    Es war ein grauenhafter Tag, der mit den Tode von Tausenden Gladiatoren und Soldaten endete. Als sich die Sonne senkte, hatten es Angron und mehr als 2000 Gladiatoren geschafft, sich ihren Weg in die Freiheit zu erkämpfen. Während ihres Aufstandes gelang es ihnen viele Waffen und Ausrüstungsgegenstände, wie Granaten und Armaplastwesten, mit sich gehen zu lassen.
    Noch in der selben Nacht entsendete die Regierung eine komplette Division der imperialen Armee, um diese aufständischen Barbaren zu vernichten. Ihre Bewaffnung war wesentlich besser, als die von Angrons Kämpfern. Gegen Langstreckenwaffen wie den Lasergewehr konnten sie nur wenig ausrichten. Am Morgengrauen des nächsten Tages entbrannte die Schlacht. Dutzende von Gladiatoren fielen im Laserfeuer ihrer Feinde, aber entgegen aller Erwartungen, wendete sich das Blatt schlagartig. Trotz der enormen Verluste gelang es ihnen, die imperialen Truppen im Nahkampf zu zermürben. Die vergleichsweise schwächlichen Soldaten hatten keine Chance gegen eine Armee, die nur für den Nahkampf gedrillt wurde. Der Sieg von Angron war unerwartet, aber nicht weniger glorreich.
    Diese Niederlage war für die amtierende Regierung ein Schlag ins Gesicht. Über die Jahre hinweg, entsandte sie immer wieder größere und kleinere Armee, um die Sklavenarmee zu vernichten, aber ohne Erfolg, so sah es zumindest aus. In Wirklichkeit war ihre Offensive erfolgreich. Angrons einst große Armee von zweitausend Männern war auf nur noch knapp Tausend zusammengeschrumpft. Und seine Feinde warfen ihm Welle für Welle ihres Militärs entgegen. Schon bald konnten Angron und seine Männer nur noch fliehen.
    Auf den Berg Fedan Mhor, umzingelt von 5 Armeen, sollte die Revolte der Sklaven ein entgültiges Ende haben. Nicht einmal der Primarch Angron konnte gegen so eine Übermacht bestehen. Doch wieder legte das Schicksal seine gnädige Hand auf sein Haupt, in Form des Imperators, der plötzlich, wie aus dem Nichts, vor seinen Sohn erschien. Dieser hatte seinen Sohn Angron schon lange aus den Orbit beobachtet und war stolz auf seine Taten.
    Er bot Angron die Führung seiner World-Eater-Legion an, doch zur Überraschung des Imperators ,lehnte der starrsinnige Primarch dessen Angebot ab.
    Der Imperator verschwand auf sein stolzes Flaggschiff und Angron begann mit seinen Leuten in der Nacht, ihre eigene Gräber auszuheben. Ein Zeichen für ihre Feinde, daß sie sich
    niemals ergeben würden.
    Im Morgengrauen marschierten die fünf Armee auf die Sklavenarmee, in geschlossener Formation,zu.
    Der Imperator wusste, daß sein Sohn hier sein Ende finden würde und befahl seinen Flaggschiff eine Person an Bord zu teleportieren.
    Als sich Angron an Bord des Raumschiffes befand ,tobte er vor Wut. Ohne seine Anwesenheit hatten die Gladiatoren keinen Anführer mehr. Ihre Moral zerbrach wie Glas und sie wurden allesamt abgeschlachtet. Keiner überlebte.
    Trotz dieses Ereignisses wandte sich der Imperator an seinen Sohn und bot ihn erneut, die Führung seiner Legion zu übernehmen.
    Seltsamerweise nahm Angron das mit Blut erkaufte Angebot an, mit den Hintergedanken, den Imperator eines Tages in den Rücken zu fallen.
    Auf Terra angekommen, befahl er den Techmarines, jeden Space-Marine der World-Eater ein spezielles Implantat einzupflanzen. Das selbe, welches er schon seit so langer Zeit in seinen zerebralen Kortex mit sich führte. Allerdings erwies sich sein Implantat, als ein wahres Schreckensinstrument, da es auch oft den Geist veränderte und somit fast jeden in einen gewissenlosen Psychopathen verwandelte. Den Tech-Marines gelang es jedoch das Implantat zu verbessern, aber sie warnten Angron erneut vor seinem Gebrauch. Entgegen aller Warnung ließ er dieses neue Implantat seiner Legion zu Teil werden.
    Durch die Modifikationen erwarben die World-Eater bei zahlreichen Schlachten für das Imperium einen Namen als gefürchtete Terrortruppen. Statt mit Bolter ihre Feinde zu bekämpfen, schwangen sie ihre Kettenäxte und schlachtete jeden Feind bis auf das letzte Kind ab.
    Viele Sternensysteme kapitulierten, als sie von den Massakern der World-Eater hörten. Doch waren manche Sternensysteme über den blutigen Ruf dieser Legion skeptisch. Eine Welt weigerte sich den Imperator zu unterwerfen und zog somit die Wut der World-Eater auf sich. Der Planet wurde Ghenna genannt. Aber das kümmerte die blutgierigen Berserker nicht mehr. In einer einzigen Nacht fielen sie über den Planeten her und vernichteten alles. Die gesamte Bevölkerung des Planeten wurde in nur einer Nacht vollkommen ausgerottet.
    Der Imperator verwarnte seinen Sohn Angron und verbot ihm die Implantate weiter in die Körper der Rekruten seiner Legion einzupflanzen.
    Aber statt gehorsam zu sein, lachte Angron seinen Vater aus.
    Er setzte die blutigen Initiation weiter an den neuen Rekruten fort. Seine Legion begann sogar mit den Sammeln von Schädel ihrer Opfer.
    Dies war zuviel für den Imperator und seinen Primarchen. Sie beschworen den Imperator, die World-Eater aufzuhalten. Ihrer Meinung zustimmend, sandte der Imperator seinen liebsten Sohn Horus aus, um die World-Eater zu stellen.
    Aber dies war ein folgenschwerer Fehler. Horus war schon lange den Einflüsterungen des Chaos erlegen und führte daher seinen Befehl nicht aus. Stattdessen überredete er Angron, sich seinen Sons of Horus anzuschließen. Natürlich hatte Angron nur auf diese Gelegenheit gewartet und brüllte mit vollster Überzeugung:

    ,,TOD DEN FALSCHEN IMPERATOR!

    Dies war der letzte Schritt für seinen Fall. Khorne, der Blutgott unterbreitete Angron ein Angebot, daß er nicht ablehnte. Seine Legion korrumpierte im Angesicht des Chaos.
    Seite an Seite kämpften er und Horus sich nach Terra vor. Dort angekommen, stürmten er und seine Legion auf den Palast des Imperators zu. Noch intakte Videoaufzeichnungen zeigen noch jenen Tag, an dem Angron und seine World-Eater die Mauern des Palastes niederrissen und ein gewaltiges Schlachtfest im Innenhof feierten.
    Aber ihre Freude war zu früh. Im selben Augenblick streckte der Imperator, Horus, auf seinen eigenen Schlachtschiff nieder. Dies war das Signal. Alle Legionen des Chaos ergriffen schnell die Flucht, bis auf World-Eater. Sie waren die Letzten, die sich von Terra zurückzogen. Gerade noch rechtzeitig, denn schon brachen die Flotten der Space-Wolves und Dark-Angels aus den Warpraum hervor.
    Zwar verfolgte man sie, doch kamen sie zu spät. Angron und die World-Eater waren lange im Warpwirbel angekommen, bevor die imperialen Narren sich überhaupt wieder besinnen konnten.
    Diese Schlacht war verloren, doch der Krieg würde weiter gehen. Tief im Herzen des Warpraumes, errichtete Angron seine Welt und wurde anschließend in den Rang eines Dämonenprimarchen erhoben. Die World-Eater sind immer noch im Universum präsent und setzen ihre niemals endende Schlacht fort.........


    P.S:,, Die Schrift des Gladiators ist natürlich erfunden, aber nicht das Geschehene, was er beschreibt.

    Der Ausruf von Angron ist nicht geschehen, in wirklichkeit schreit er nämlich nur Tod, ich habe allerdings wegen des Verrates des Imperators ihn diesen Satz sagen lassen, falsch im Sinne von verräterisch.
    So gesehen, also kein Flufffehler ;)
    Ich hoffe trotz dieser Erweiterung von Angrons Worten, da´euch auch dieser Teil gefallen hat.


    Morgen werd ich versuchen, den Wunsch über die Black Legion nach zu kommen, wird allerdings schwierig, bin morgen sehr viel unterwegs, aber ich werde mich bemühen.


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

    Edited 4 times, last by Deva (September 6, 2006 at 4:43 PM).

  • Wirklich geil deva und ich würde auch gerne wie mav3rick die geschichte der deathguard hören oder am besten mach gleich alle :D,aber nur wenn du zeit hast ;)

    Schmutzige Bomben, fallen wie der Regen, brasseln auf die Erde, zerstören alles Leben.

  • deathquard ist doch daO.o auf der ersten seite des thread....
    naja aber die geschichte der Night lords ist eh die coolste^^

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  • OK
    da es sich um fluff handelt will ich mal was raussuchen^^ und da hier nur 4 der 10 Legionen beschireben sind mach ich mal die meine flufftechnische Chaos liblingslegion^^

    Die Ursprünge der Night Lords

    Sich auf die häretische, handgeschriebene Chronik seines Lebens beziehend, welche den simplen Titel "Die Finsternis" trägt, ist Konrad Curzes früheste Erinnerung jene von seiner Niederfahrt vom ewig nächtlichen Himmel des Planeten Nostramos in einer flackernden Kugel aus Licht. Seine embryonische Form schlug in die dichte Stadtlandschaft von Nostramo Quintus ein, schmetterte durch zahllose Ebenen voll Schrott und zerfallender Architektur, durch die Planetenkruste und in die Geosphäre, bevor sie schließlich nahe des flüssigen Kerns des Planeten zur Ruhe kam. Sein Niedergang hinterließ eine Scharte in der scheinbar unverletzlichen Adamantiumhülle Nostramos, Zeugnis der übernatürlichen Widerstandskraft des Primarchen und seiner gewaltvollen Geburt in eine Welt, die kein Licht kannte. Der Schacht im Krater seines Einschlages wurde verschlossen und mit Argwohn und Furcht beäugt. Der einzige Weg, auf dem der Primarch an die Oberfläche gelangen konnte, waren die vulkanischen Kanäle, und durch diese wurde das Kind an die Oberfläche geboren. Das Arcana Progenitum Nostramo Quintus' beschreibt das Ereignis in vagen und grobschlächtigen Zügen:

    "... eine glühende Kindform war es. Sie krabbelte durch den Schacht auf die zerstörte Straße, zischendes geschmolzenes Metall tropfte von ihren Gliedmaßen herab. Es war ein Dämon, nichts weniger, mit dem Körper eines Kindes und doch dem Ausdruck eines alten Mannes im Gesicht, und seine Augen waren schwarz und kalt wie Obsidian."

    Durch die verschmutzte, dreckige Atmosphäre hindurch war Nostramo zur Mittagszeit kaum mehr erhellt als zur Mitternacht. Ein Leichentuch ewiger Dunkelheit hielt den Planeten dämmernd in dumpfem Grau und tiefem Schwarz. Allein die Reichen konnten sich die nostramische Art von Licht leisten, kaum mehr als kleine, in dämmrigem Blau schimmernde Leuchtstreifen in den Decken der luxuriösen Wohnsitze der herrschenden Klasse. Das Adamantium, das die Kruste des Planeten durchsetzte, war der Hauptexport Nostramos zu den umliegenden Welten. Dies war auch der Grund für die Tausenden Metallschmelzen und chemischen Verarbeitungsanlagen, welche die Oberfläche der Welt verkrusteten und die Luft mit giftigen Abgasen füllten. Die große Mehrheit der Planetenbevölkerung lebte in der bitteren Armut von Gießereiarbeitern, während die Reichen im Überfluss gediehen und jeden, der es wagte diesen Staus Quo anzuprangern, zum Schweigen brachten. Mord, Diebstahl und Erpressung blühten. Die Kriminalität entfaltete sich unkontrolliert und die einzige Geste in Richtung Durchsetzung des Gesetzes war die furchtbare Gewalt der von der Hierarchie angeheuerten Verbrecher, die ausgesandt wurden, um denen zu begegnen, die den Oberen die Stirn boten. Es war unmöglich, der Depression zu entfliehen, und die Übervölkerung wurde nicht durch Krieg, Seuchen oder das Gesetz eingeschränkt, sondern durch den Selbstmord unzähliger Tausender.

    Anders als viele seiner Brüder erhob sich Konrad Curze von selbst, und seine Überlebensinstinkte sowie seine eiserne Konstitution führten ihn zweifelsohne problemlos durch jede Prüfung, die ihm die lebensfeindliche Stadt Nostramo Quintus abverlangte. Den ersten Teil seines Lebens verbrachte er unscheinbar durch die Straßen schleichend, ernährte sich von den Rudeltieren, die sich in der Ödnis um die makropolenähnlichen Städte herumtrieben. Er stieg nicht in 'die Höhen intellektueller Weisheit auf und wurde weder von den besten Tutoren des Landes geschult noch im Umgang mit Klinge und Axt durch adlige Mentoren unterwiesen. Stattdessen stieg er in der Nahrungskette auf. Zuerst nährte er sich von Ratten und anderem Ungeziefer, dann von den schwarzen, abgemagerten Hunden, welche in den verqualmten Straßen umherschlichen und schließlich von den Körpern all der vielen Opfer von Nostramos' korrupter Gesellschaft. Seine kraftvolle Gestalt, bedeckt mit Blut und Schmutz, erfüllte die Bevölkerung mit Angst vor dieser grauenhaften Bedrohung.

    Die Reinigung Nostramo Quintus'

    Einer der bekannteren Umstände bei Konrad Curze war es, dass er sein ganzes Leben von Visionen und furchtbaren Wahnvorstellungen verfolgt wurde. Statt die Mlliarden von Möglichkeiten zu sehen, welche die Zukunft laut den Hexern der Eldar barg, die diese Kunst zu beherrschen behaupten, waren seine Visionen unvermeidlich finster und problematisch. Die dunkelsten Pfade der Zukunft entspannen sich vor ihm. Unter den am meisten diskutierten Schriften von Curzes Historie sind die Enthüllungen im zweiten Band von "Die Finsternis".

    "Zu manchen Zeiten, in der Verzückung der Schmerzen, sah ich, was offen vor mir lag. In diesen Wachträumen nahm ich zahllose Leben mit meinen bloßen Händen und Köpfe als meine Trophäen. Ich starb wieder und wieder durch die Hand meines Vaters. Meine Söhne schlachteten und verstümmelten ihre Brüder. Mein Name wurde zum Synonym des Todes. Doch am lebhaftesten und häufigsten sah ich meine Welt durchdrungen von einer Lanze aus reinstem Licht, zerteilt und zersplittert zu Staub."

    Ein nicht überliefertes Ereignis während seiner Reifung stürzte Curze in eine zerstörerischen Kreislauf der Verfolgung und des Mordens, welcher immer auf die kriminellen Elemente von Nostramos Gesellschaft fokussiert war. Dieser Krieg der Selbstjustiz mag im Kleinen begonnen haben, als Curze lediglich eingriff, wenn er Zeuge von etwas wurde, das er für falsch hielt. Jedoch begann er schon bald ganz bewusst jene Mitglieder der Gesellschaft zu jagen, die die Grenzen überschritten. Zuerst verschwanden mehrere prominente Figuren der korrupten Hierarchie der Stadt. Andere fanden sich schnell, um in ihre Fußstapfen zu treten. Später in diesem Jahr dann, in einem ungewöhnlich langen vor Hitze schwärenden Sommer, begannen jene, die am lautesten protestierten, ebenso zu verschwinden. Die Bewohner von Quintus hörten schnell auf, ihren Einwänden Gehör zu verschaffen. Die Körper bekannter Krimineller wurden abgeschlachtet aufgefunden, von der brutalen Aufmerksamkeit eines unsichtbaren Angreifers ausgenommen wie Fische. Die Körper von Beamten der Hierarchie wurden an den Füßen nach unten aufgehängt an hohen Fenstern entdeckt. Kopflose Torsi wurden verstümmelt aufgefunden, geöffnet, sodass ihre Korruption der ätzenden Luft Nostramos ausgesetzt war. Viele der Körper, die in diesem Sommer entdeckt wurden, waren wegen der verheerenden Wunden, denen sie erlegen waren, nicht mehr zu identifizieren. Körperteile blockierten die Regenrinnen, die Bettler und Kinder der Gosse entledigten sie schnell allen teuren Schmuckes und der Gegenstände der Reichen. Es war offensichtlich, dass der unbekannte Rächer keine Gewissensbisse hatte, jenen den Tod mit schreckenerregender Brutalität zu bringen, die sein Gesetz brachen. Innerhalb eines Jahres fiel die Kriminalitätsrate von Nostramo auf nahezu Null. Die Gesellschaft unterlag einer Veränderung, deren Auswirkungen überall auf dem Planeten spürbar waren. Quintus erlegte sich selbst eine Ausgangssperre auf, sodass keiner mehr nach dem frühen Abend nach draußen ging. Die mitternächtlichen Straßen, welche vorher vor Aktivität summten, waren so still wie ein Grab. Mütter bestraften die Ungehorsamkeit ihrer Kinder mit der verderbten Aufmerksamkeit des Night Haunters, des unsichtbaren Schreckens. Schon bald wurde der Name zum Alltag und von der gesamten Bevölkerung benutzt. Gerüchte gingen um von einer abstoßenden, dunklen Kreatur, die durch die Gänge und Tunnel schlich, ihre schmutzigen Klauen immer bereit, jene auszuweiden, die durch die Stadt streiften. Die Einwohner Quintus' führten ein Halbleben in der Furcht, dass ihre Worte als Häresie aufgenommen werden könnten. Nostramo war reif für die Herrschaft des Night Haunters.

    Der dunkle König

    Schon bald sah Konrad Curze ein vages Glimmen der Erlösung für seine Welt, da es praktisch keine Kriminalität mehr auf dieser Welt, keinen Killer mehr neben ihm gab. Er war das einzige Objekt der Furcht und des Hasses in dieser Stadt. Nicht länger mehr mussten die Seinen in der Furcht leben, während des Schlafes ausgeraubt und getötet zu werden, nun fürchteten sie nur noch ihn. Er hatte die Bürde des Bösen auf Sich selbst genommen und sah sich selbst mehr als fähig, diese zu tragen. Es schien, als würde ihm sein Märtyrertum Stärke verleihen und schon bald begann er sich selbst offen als Night Haunter zu bezeichnen. Der folgende Ausschnitt wurde den letzten Notizen des Ghereticus entnommen, einem Adligen von einst hohem Stand, bevor er dem Primarchen die Lehnstreue schwor.

    "Er erwartete uns, die wenigen überlebenden Adligen Nostramos und als er sich in Schatten gehüllt niederließ, dachten wir, er sei (fehlendes Fragment). Zwergenhaft war der luxuriöse Thron, in den er sich zwängte und unglaublich die Auszahlung seiner Präsenz. Ich konnte kaum atmen, als er (fehlendes Fragment), seine bleichen, eingesunkenen Gesichtszüge in das Licht der Glühstreifen kamen. Genau in diesem Moment dachte ich, er würde auf uns springen. und erstarrte vor Angst. Doch es schien, als hätte er Verwendung für uns. Wir würden seine Sprachrohre werden, die Instrumenten, mit denen er das Volk von Nostramo beherrschen würde. Sein Wort war absolut - jeder, der von seinem Pfade abweichen würde, fände den Tod - aber weder durch uns noch durch Vollstrecker. Er würde die Abweichler selbst aufspüren und ein Exempel an ihnen statuieren. Und es war etwas in seiner Stimme, das mich wünschen ließ, wegzurennen. Nichtsdestotrotz hatten wir keine andere Wahl, als zu gehorchen."

    Und so wurde Night Haunter der Erste Monarch von Nostram Quintus. Er absorbierte das gesammelte Wissen mit einem an Ausgehungertheit grenzenden Eifer. Night Haunter regierte mit noch nie gesehener Mäßigkeit und Verstand, bis ihm zu Ohren kam, dass ein Unrecht geschehen sei, woraufhin er allein den Schuldigen durch die leeren Straßen jagte, bis seine Beute vor Erschöpfung zusammenbrach. Er verstümmelte seine Opfer auf brutalste Weise und hinterließ ein Mahnmal des Todes. Diese unberechenbare Art wohlwollender Weisheit und abstoßender Rache führte die geschockte Bevölkerung in neue Bereiche der Effizienz und der Ehrlichkeit. Die Exporte von Adamantium zu den Nachbarwelten verdreifachten sich. Die ganze Gesellschaft existierte in einer furchtbaren Harmonie geteilten Wohlstandes und geteilter Furcht miteinander. Keiner traute sich, mehr zu besitzen als sein Nachbar, und unter dem Schatten der Regentschaft von Night Haunter wuchs die Stadt, gut erleuchtet und erfolgreich. Und als er Nostramo Quintus anführte, folgte ihm auch der Rest des Planeten, in der Angst, Night Haunter ansonsten vor der eigenen Tür zu finden. Imperiale Historiker haben den Zeitpunkt von Night Haunters Regentschaft über Nostramo Quintus mit der Zeit gleichgesetzt, in der der Große Kreuzzug den östlichen Spiralarm erreichte, wo Nostramo seine sterbende Sonne umkreiste. Das folgende Fragment von Astropath Thoquais persönlichen Aufzeichnungen während des Großen Kreuzzuges berichtet von den Ereignissen, als der Imperiale Schlachtkreuzer Göttliches Schwert das Nostramo-System erreichte. Bis jetzt wurden sechzehn imperiale Scholare auf das Äußerste gezüchtigt, da sie unweise ihre Zweifel an den hier geäußerten Zusammenhängen ausdrückten.

    "Ich wusste sehr wohl. warum das Schilf des Imperators seinen Kurs zu diesem kahlen Felsen wechselte, noch bevor ich die Karten des Geringeren Arcanoi konsultierte. Sie beschrieben großen Wohlstand, Erfolg, Stabilität. Der Mond, der Märtyrer und das Monster lagen im Dreieck. Der König lag umgekehrt zu den Füßen des Imperators. Seltsamerweise lag das Zeichen der Hoffnung ebenfalls umgekehrt und der schreckliche Aspekt des Todes war immer präsent, indem er über dem gesamten Tableaux lag. Doch der Kurs war gesetzt, und meine Befürchtungen waren ein bloßer Hauch gegen den Mahlstrom Seines Willens."

    Die Geschichte von Nostramo war überhäuft mit Verweisen auf ein Ereignis, welches als das Erscheinen des Lichts bezeichnet wird. Die Ankunft des Imperators auf Nostramo hatte solch einen unauslöschlichen Eindruck auf die Bevölkerung Nostramos, dass die Welt unwiderruflich verändert wurde. Obgleich die Ankunft des Imperators der Bevölkerung Hoffnung brachte, brachte sie auch endgültig einen furchtbaren Fluch über sie. Als im ewig dunklen Himmel über Nostramo die Lichter der Flotte des Imperators erstrahlten, überwand die gesamte Bevölkerung von Quintus, einer nach dem anderen, ihre Furcht. Sie standen in den kalten Straßen und blickten aufwärts in den Himmel, viele von ihnen zum ersten Mal in ihrem Leben. Unbestreitbar kam das Licht zu ihnen auf die Welt. Und es wuchs von Minute zu Minute. Männer standen da wie Kinder, die Münder weit aufgerissen, und die Augen zusammengekniffen vor dem Leuchten, das sie nicht verstanden. Viele wurden von Verwirrung ergriffen und von Furcht, andere schrien vor Freude oder krochen auf ihren Bäuchen, im festen Glauben, sie würden alle sterben. Der Imperator der Menschheit hatte die Weise überwacht, wie seine geheiligten Auguren diese Welt ausmachten. Die Bewohner waren rein und effizient, arbeiteten alle mit Entschlossenheit und Stille für das Gemeinwohl. Die nächtlichen Straßen waren vollkommen leer, wenn der gesamte Planet schlief. Offensichtlich lebten sie in Ignoranz gegenüber der Glorie des Imperiums, doch ihr Herrscher besaß zweifelsohne große Autorität. Er kommandierte unter bedingungslosem Respekt und hatte die Gesellschaft in ein Vorbild für Produktivität umgeformt. Unvergleichlich effizient. Natürliche Konformität. Totaler Gehorsam. Aufgrund der Schreiber, der Begleiter und Helfer, die den Imperator auf seiner Reise zum Zentrum von Nostramo Quintus begleiteten, ist es möglich, einen detaillierten Bericht über das Treffen zwischen dem Imperator und Night Haunter anzufertigen. Selbst einige der Worte des Imperators an den Primarchen haben die Wirren der Zeit überstanden. Die Gesandtschaft des Lichts, wie sie genannt werden sollte, betrat Nostramo Quintus zu Fuß. Das Tröpfeln sauren Regens hörte auf, als würde es die Präsenz des Herren der Menschheit anerkennen. Vor ihnen standen die Einwohner Nostramos. Nur wenige konnten direkt auf die glühende Form des Imperators schauen, doch viele von ihnen begannen zu weinen, als das heilende Licht seiner Ausstrahlung von den regennassen Straßen auf ihre fahlen Gesichter reflektierte. Jene, die es wagten, geradezu auf das polierte Gold der Servorüstung des Imperators zu blicken, verloren für immer ihr Augenlicht. Das leuchtende Bild des Retters der Menschheit hatte sich unauslöschlich in ihre rabenschwarzen Augen gebrannt. Ungewöhnlich war, dass nicht einer der Bewohner auch nur einen einzigen Ton von sich gab während die Delegation vorbeischritt. In seinem nachfolgenden Bericht erwähnte Captain Lycius Mysander von den Ultramarines, dass der flehende Blick derer, die es wagten aufzublicken, wohl daher kommen musste, dass diese bedauernswerten Kreaturen niemals zuvor echtes Licht gesehen hatten. Die Gelehrten spekulierten seitdem, ob sie nicht vielleicht Erlösung vom Regime der Furcht suchten, welches sie an ein meist ödes und freudloses Leben fesselte. Am Ende der immer breiter werdenden Prachtstraße, welche zu Night Haunters schmucklosen Turm führte, stand der über allen thronende Primarch. Seine strähnigen Haare schützten sein Gesicht vor dem Licht der sich nähernden Abordnung. Die Menge teilte sich wie Weizen vor einer Sommerbrise und als der Imperator auf Night Haunter zuschritt, öffnete er seine Arme. Plötzlich begann Night Haunter heftig zu zittern und riss seine Hände vor die Augen, als würde er sie sich auskratzen wollen. Ein dünner Schrei löste sich von den gelähmten Lippen des Primarchen und er fiel auf die Knie. Seine engsten Berater wurden zurückgedrängt - dieser war schlimmer als alle Weinkrämpfe ihres Herrschers, die sie zuvor erlebt hatten. Dann schritt der Imperator mit einem gütigen Lächeln nach vorn und legte seine glühende Hand sanft auf den Kopf des Primarchen. Sein Schreien endete, seine Hände fielen herab und sein Körper beruhigte sich. Die Berater Night Haunters, das Schlimmste befürchtend, wollten nach vorn, wurden durch die schiere Macht der Präsenz jenes Neuankömmlings jedoch zurückgehalten. Nun sprach der Imperator zu dem Primarchen, und seine Antwort hallte klar über den Platz. Seit diesem Tag hallte sie im Strom der Zeiten wieder.

    "Konrad Curze, sei beruhigt. Ich bin zu dir gekommen und ich habe vor, dich nach Hause zu bringen."

    "Dies ist nicht mein Name, Vater. Ich bin Night Haunter, und ich weiss sehr wohl, welches Schicksal du für mich vorgesehen hast."

    Der Fall von Nostramo

    Das Glimmen der Hoffnung, welches durch die Ankunft des Imperators in den Bewohnern entstanden war, wurde brutal von ihnen fortgerissen, als der Imperator sie mit ihrem Monarchen verließ. Viele waren zuerst überglücklich, dass Night Haunter aus ihrer Mitte verschwunden war, sodass sie wieder frei reden und handeln konnten ohne seine blutige Vergeltung fürchten zu müssen. Doch trotz der nominalen Präsenz des Administratums degenerierte die Gesellschaft schnell wieder zu einem Sumpf der Korruption. Tatsache war, dass die regelmäßigen Berichte des Imperialen Administrator-Regenten Balthius, welcher nach dem Verlassen der Delegation des Imperators auf Nostramo eingesetzt wurde, immer seltener wurden und schließlich in Depression und Unerheblichkeit abglitten. Es gibt Gerüchte unter den Gelehrten des Imperiums dieser Periode, dass er sich schließlich das Leben nahm. Tragischerweise hatte der Imperator der Bevölkerung des Planeten gezeigt, dass es eine Zivilisation außerhalb von Nostramos dunklem Sternensystem gab, dass es in der Galaxis bessere Orte gab und dass diese Orte Licht und Glanz besaßen. Der Fluch, der nun auf diese Welt gelegt worden war, war der von sinnloser Hoffnung, da jeder von ihnen genau wusste, dass diese Orte weit außerhalb seiner Reichweite lagen. Das Licht des Imperators hatte Nostramo seiner letzten Verteidigung gegen die Dunkelheit beraubt - der Ignoranz. Night Haunter nahm die Lehren des Imperiums schnell an, obwohl seine Art mürrisch und still blieb, selbst als er seinen Brüdern, den anderen Primarchen, vorgestellt wurde. Mit dem Primarchen der Emperors Children, Fulgrim, als seinen Mentor lernte er die komplexen Doktrinen des Adeptus Astartes bis zur Perfektion und fügte sie seinen Erinnerungen mit Leichtigkeit hinzu. Er berichtete oft von Terra als einem Paradies, und seine Physis passte sich dem täglichen Kreislauf an, der so anders als der seiner Heimatwelt war. Schon bald wurde Night Haunter als der spirituelle und militärische Führer der Night Lords eingesetzt, seiner Nachkommen, einer ganzen Legion von Söhnen, deren exzentrischer Vater heimgekehrt war. Als der Große Kreuzzug immer weiter fortschritt, demonstrierte Night Haunter seine außerordentlich ungewöhnlichen Auffassungen von Strategie und seine Legion passte sich diesen Taktiken mit Intelligenz und Eifer an. Obwohl er auf vielen Schlachtfeldern hervorstach, vergaß er doch häufig die Feinheiten der Verhandlung und der Unterredung. Es kam für Night Haunter einfach nicht in Frage, seine Ziele mit weniger als totaler und entschiedener Gewalt durchzusetzen. Diese Tendenz verbreitete sich schnell unter den Offizieren der Legion, bis sie ohne Frage akzeptiert wurde. Wo ein simpler operativer Eingriff genügt hätte, setzte Night Haunter für gewöhnlich sehr große Kräfte ein, um seine Ziele zu erreichen. Zu mehreren Gelegenheiten ist es überliefert, dass Night Haunter seiner Meinung Ausdruck verlieh, dass man mit der vollständigen Vernichtung von Abweichlern im Angesicht ihrer Anhänger nicht nur das ursprüngliche Problem ohne jeden Zweifel löse, sondern auch dafür sorge, dass jene, die es mit ansahen, nicht mehr wagen würden, vom Pfad des Imperialen Gesetzes abzuweichen. Letztendlich wäre die physische Präsenz des Bezwingers nicht mehr nötig, um das Gesetz durchzusetzen. Dies waren die Gedanken, die Night Haunters politische und militärische Taktiken von Anfang an untermauerten. Während der ersten paar Jahre seiner Herrschaft als Primarch der Night Lords zerstörte seine Legion Spuren der Häresie vollständig und legte dabei den Fanatismus von Hexenjägern an den Tag. Night Haunter formte seine Söhne zu einer effizienten, humorlosen Streitmacht von Kriegern, deren zweite Natur das Töten war und deren Ziele sie mit allen Mitteln erreichten. Es wird überliefert, dass Night Haunter zu Beginn seines Aufstieges einige seiner besten Krieger gegen einen Tempel im Dienste einer Gottheit der Landwirtschaft anführte und die gesamte Siedlung niederbrannte. Eine Begebenheit, bei der die Night Lords einen Kontinent mit Virusbomben bombardierten, weil ein anwachsender Slaaneshkult auf einer vorgelagerten Insel entdeckt wurde, wird als furchtbarer Beweis ihres gefährlichen Einsatzes ausschweifender Gewalt angesehen. Night Haunter ermutigte seine Legion, ihre Rüstungen mit Symbolen der Furcht und des Todes zu schmücken, um ihren Furcht einflößenden Ruf noch weiter zu verstärken. Geflügelte Schädel, Totenmasken, schreiende Gesichter und andere abstoßende Bilder wurden mit größter Sorgfalt auf Servorüstungen der Legion gemalt. Selbst die verdorrten Köpfe ihrer Feinde wurden von den Night Lord an ihren Rüstungen befestigt.

    Diese Taktik erwies sich als unglaublich effektiv. Als die extremen Methoden der Night Lords bekannt wurden, reichte das bloße Wissen um ihre Präsenz in einem System, um zivilisierte Planeten dazu zu bringen, alle ausstehenden Abgaben zu leisten, alle illegalen Aktivitäten zu stoppen und all jene mit Deformationen zu töten, um nur einer Säuberung durch die Night Lords zu entgehen. Als seine Space Marines an der Front fielen, ordnete Night Haunter neue Aushebungen auf seiner Heimatwelt Nostramo an. Er wusste, dass die Bewohner ihm ohne jede Frage gehorchen würden, und war überzeugt, dass sie für das große Ziel des Imperiums genauso streben würden, wie sie sich als die Seinen ereifert hatten. Was Night Haunter nicht wusste war, dass Nostramo mittlerweile in die korrupte und dekadente Gesellschaft abgeglitten war, die sie vor seinem Erscheinen gewesen war. Allein die ruchlosesten und draufgängerischsten Kriminellen blieben gesund und stark auf dieser lebensgefährlichen Welt. Und es waren genau diese Männer, die Stärke und Sinn für Laster besaßen und absolut bar jeder Skrupel waren, welche die Ränge der Night Lords bevölkerten. Kriegerkulte entstanden unter diesen schwarzäugigen, blassen Rekruten. Pakte wurden geschmiedet und Gelöbnisse geschworen. Zwischenfälle, bei denen die Night Lords auf die wehrlose Bevölkerung losgingen, häuften sich mit beängstigender Regelmäßigkeit. Obwohl er als Sohn des Imperators keinem anderen Rechenschaft schuldig war als dem Herrscher der Menschheit selbst, wurde sein Vorgehen dennoch argwöhnisch von seinen Bruderprimarchen beäugt. Die Narben seines vorigen Lebens waren tief, und obwohl er Zeit mit Seinesgleichen verbrachte, hielt er immer einen gewissen Abstand und war niemals fähig, sich ihrer Kameradschaft zu öffnen oder ihre Freuden zu teilen. Er verfiel noch immer in zuckende Krämpfe, war geplagt von Visionen seines eigenen Todes und der Night Lords, wie sie Krieg um Krieg gegen die anderen Legionen des Adeptus Astartes kämpften, doch trotz der Besorgnis seiner Brüder wollte er nicht mehr aus den Tiefen seines geplagten Geistes preisgeben als finstere Andeutungen. Das Gefühl seiner Isolation wandelte sich zunehmend in Paranoia, und der Graben zwischen Night Haunter und den restlichen Primarchen weitete sich aus. Der Inhalt von Night Haunters häretischen Auffassungen kam erst einige Zeit später zum Vorschein und dies nur, weil er es geschafft hatte, den Anschein von Vertrauen zu seinem vormaligen Mentor Fulgrim zu wahren. Fulgrims eigene Weitsicht könnte es ihm erlaubt haben, Night Haunters verworrene Logik zu verstehen, selbst wenn die Ressourcen, welche die Night Lords auf ihren Säuberungen verbrauchten, anderswo besser hätten benutzt werden können. Es wird angenommen, dass, als Fulgrim ihm nach einem starken Anfall zu Hilfe kam, Night Haunter fühlte, dass er ihm seine Ängste anvertrauen könne. Angesichts Fulgrims Reaktion auf Curzes Worte scheint es wahrscheinlich, dass der Primarch der Night Lords von seiner Gewissheit sprach, dass er von seinem eigenen Vater getötet werden würde, dass ihre Söhne im Kampf gegen sich selbst sterben würden statt gegen die Feinde und dass das Licht, welches der Imperator nach Nostramo gebracht hatte, die Welt für immer zerstören würde. Fulgrim vertraute Night Haunters Geschichte wiederum Rogal Dorn an, welcher diese Visionen als Blasphemie gegen den Namen des Imperators empfand. Die folgende Beschreibung der darauf folgenden Ereignisse deuten auf eine Konfrontation mit Night Haunter und in einigen der Schriften scheint offensichtlich, dass es zwischen den beiden zu einer direkten Konfrontation kam. Der folgende Ausschnitt ist angeblich Teil eines Berichtes von Lord Princeps Ichabod Lethrai über das Siegesbankett, welches zu Ehren der Befriedung des Cheraut-Systems 7232826.M29 abgehalten wurde. Es wird in einer Lösung verschiedener Öle aufbewahrt, um seinen Zerfall abzuwenden und gehört zu den bestgehütetsten Texten der Kreuzgang-Archive des Librarium Sanctus.

    ".. .Auf dem Steinboden, flach atmend, lag Rogal Dorn. Blut durchtränkte seine Robe und große Fleischfetzen fehlten an seinem Körper. Auf dem Rumpf des riesigen Kriegers hockte die bleiche Gestalt Night Haunters wie ein abstoßend weißer Gargoyle. Die Haut des Primarchen war von einem Schweißfilm bedeckt. Er keuchte schwer und sein mattes Haar fiel über seine tiefschwarzen Augen, als er sich uns zuwandte. Er weinte, doch sein Gesicht war zu einem Knurren verzerrt und seine Züge zeigten gleichsam Hass und Schuld."

    Die die diesem Zwischenfall unmittelbar folgenden Ereignisse wurden nicht niedergeschrieben, doch scheint es, als hätten die Primarchen eine Versammlung abgehalten und Night Haunter sich in seine Kammer zurückgezogen. Welche Entscheidung sie trafen, bleibt im Dunkel der Geschichte verborgen. Der Schluss dieser furchtbaren Kette von Ereignissen ist jedoch tief in die Geschichte der dunkelsten Stunde des Imperiums eingemeißelt. Als sich das Konzil der Primarchen viele Stunden später auflöste, war Night Haunter verschwunden, seine Bewacher bis auf den letzten abgeschlachtet. Die Korridore, Mauern und Decken des Kreuzganges vor seinem Quartier waren mit Blut bedeckt und mit Stücken geborstener Knochen übersät. Night Haunter hatte bereits das Schiff seiner Legion alarmiert und als die Primarchen genug Schiffe für eine Verfolgung bereit hatten, war Night Haunters Schiff bereits in den Warp gesprungen. Ohne die übernatürlichen Fähigkeiten und das unglaubliche Vorwissen der Primarchen des Imperators wären viele der Verfolger Night Haunters sicher verloren gegangen, als das abtrünnige Schiff tief in das Herz des Empyrean vorstieß. Die Reise, im Warp dehnbar, könnte Stunden oder Monate gedauert haben und es existiert keine gesicherte Aufzeichnung hierüber. Eines jedoch war sicher - trotz ihrer hartnäckigen Verfolgung kamen seine Brüder zu spät. Die Schiffe der Night Lords umkreisten Nostramo und die Läufe Tausender Waffen, einst auf der verhüllten Welt geschaffen, glänzten in den Strahlen der sterbenden Sonne des Systems. Als sich das Fundament des Raumes verzerrte und aufriss und die wenigen Schiffe der Verfolger ausspie, die hatten Schritt halten konnten, eröffneten die Geschützbatterien und Lanzen von Night Haunters Flaggschiff das Feuer auf den Planeten. Strahl um Strahl weißglühenden Lichts fügte sich dem Feuersturm hinzu und alle konzentrierten sich auf einen Punkt. Einen schwachen Punkt in der adamantenen Hülle Nostramos, jenen, an dem der Primarch vor so vielen Jahren auf den Planeten gekommen war. Die Laser der Schiffe der Night Lords fokussierten sich in einem gleißenden Speer reiner Energie, der tief in den Kern des Planeten vordrang und die Welt in einer kataklysmischen Explosion vergehen ließ.

    (WD68)

    zu finden sind diese infos auf http://www.wh40kbackground.de.vu/

  • Jo ich mach mich dann morgen ran, die Black Legion zu schreiben. Night Lords sind ja schon vorhanden, dank Cronos.
    Aber wie gesagt bin morgen bei einem Seminar und ich habe keien Ahnung wie lange das dort dauert. Kann sich zwischen einer Stunde und mehr dauern. Ich bin aber zuversichtlich. Natürlich kann ich auch die andern Legionen machen.

    Die Seite von Cronos kann ich nur sehr empfehlen, von dort hol ich mir oft Infos.Allerdings ist einiges sehr verworren geschrieben, daher gibt es einige Logikfehler. Das meiste lese ich aber wie gesagt aus den Büchern ;)

    Na mal schauen. Ich bedanke mich für die netten Komplimente.


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

    Edited once, last by Deva (September 6, 2006 at 6:56 PM).

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