Posts by Deva

    Ein weiteres Beispiel für die mangelnde Akzeptanz der Com. Und ein weiterer Grund ihr den Rücken zu kehren. Und falls das nicht ersichtlich ist, ich ziehe mich hiermit endgültig aus DoW zurück und distanziere mich nun auch endgültig vom Forum, also als letzte abschließende Worte:,,Viel Spaß beim Aussterben."

    Was bringt das bestanimierte Spiel, wenn die Balance einfach nur schauderhaft ist? Und das mit den Rücken kehren ist schon längst geschehen, es wird nur groß aufgebauscht wenn SC2 rauskommt.
    Und das mit den sieben Rassen ist doch genau der Punkt.

    SC = 3 Rassen = perfekte Balance
    DC = 7 Rassen = entsetzliche Balance


    Und jetzt kommen wir zu einer weiteren Tatsache.

    Relic hat keine Liebe in seine Spiele gesteckt, was wohl die schlechte Balance beweist, während Blizzard immer in ihren Schaffen auf die Spielbarkeit geachtet haben. Auch hier die beispielse W3 und SC, die trotz ihres hohen Alters immer noch eine gewaltige Com besitzen. Kann DoW das auch vorweisen? Nein. Ergo sind meine Argumente durchaus berechtigt, auch wenn ich hier einigen Kleinkrämern hier auf den Schlips trete.
    Tut mir leid, wenn ihr das Offensichtlich nicht erkennen könnt. DC wird immer weiter aussterben, bis nur noch ein paar treue Seelen es spielen werden, damit es nicht völlig in Vergessenheit gerät.
    Vielleicht wird es mit DoW2 einen Aufschwung erleben, doch das bleibt abzuwarten. Dennoch hege ich dahingehend große Zweifel. Relic hat ja bewiesen, daß sie nicht in der Lage sind ein simples Spiel zu balancen.
    Tja, was bleibt mir noch zu sagen. Nichts.

    Comicgrafik? Äh schon mal DC gesehen?

    Ich find Starcraft nur geil. Spiele es heute ab und zu noch, denn DC ist eigentlich totaler Grafikgeschwängeter Dreck. Die Balance ist wirklich entsetzlich. Nach kurzer Zeit hat man keine Lust es mehr zu spielen, weil es nur 1 oder 2 Taktiken pro Volk gibt und das wars auch schon.
    Starcraft hingegen bietet zwar nicht die aktuelleste Grafik, dafür aber ein durchaus logisches und wesentlich nachvollziehbareres Universum als es DoW/WA/DC je könnten.
    Gameplay sollte bei jedem Spiel in Vordergrund stehen, so auch die Story, denn was Relic derzeitig produziert war nicht so der Hammer.
    Die Story in DoW war gut und man hätte da wirklich noch was daraus machen können, aber mit dem Erscheinen von WA war der Untergang besiegelt. DC war eigentlich der obligatorische Todesstoss. Statt die Balance zu richten, war man damit beschäftigt noch mehr Spiele zu produzieren und Völker zu integrieren. Die Folge war vorhersehbar. 7 Rasse und eine Balance, die dieses Wort eigentlich nicht verdient.
    Starcraft hingegen hat eine astreine Balance und ein geniales System, wo selbst eine billige Unit wirklich was reißen kann.
    Tja, nachdem SC2 raus ist, kehre ich DC den Rücken und freue mich wieder darauf mit Rynor in die Schlacht zu ziehen ;)

    Also ich finde die Grafik ganz gut. W3-Einfluss ist zwar offensichtlich, aber das kratzt mich ehrlich gesagt nicht. Starcraft und das Addon waren meiner Meinung nach Meilensteine in der PC-Spiele-Geschichte. Im direkten Vergleich finde ich Starcraft besser als DoW/WA/DC. Die Begründung ist einfach:

    - brilliante Story, die auch unheimlich spannend war
    - glorreiche Balance, nicht wie es EA/Relic und CO.KG machen.
    - Liebenswerte Charaktäre und Einheiten.
    - Auffallend unterschiedliche Rasse, in DC waren sie ja irgendwo alle gleich
    - Keine Imbalance, wie beispielsweise Necrons
    - Eine taktische Bombe, alles war möglich.

    Ich persönlich finde die Grafik wirklich gut und freue mich schon wenn es rauskommt.

    off.topic:,, Danke für das positive Feedback und wie versprochen kommt auch die Fortsetzung, ist heute "etwas" mehr. Es sind zwei Teile und ich glaube, euch werden sie gefallen. Trotzdem wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen."


    Die Wege eines Jägers


    Armageddon, die letzte, große Wiege der Zivilisation. Diese Stadt war eine der Größten ihrer Art. Erbaut auf den Knochen von hart arbeitenden Menschen. Heute nur noch eine von Misständen und Korruption geschwängerte Metropole. Die gesamte Siedlung war in zwei Bereiche eingeteilt. Die reichen Fabrikbesitzer besaßen Häuser und Wohngebäude außerhalb ihrer eigenen Arbeitsplätze und wurden besonders gut von den Schutztruppen bewacht, während der wesentlich größere Teil der Bevölkerung gezwungen war in oder an den Industriegebieten zu siedeln. Dies war natürlich nur ärmeren Menschen vorbehalten, da sie es sich nicht leisten konnten in den besseren Bezirken zu residieren.

    Manche wollten nicht langsam durch die ungefilterten Abgase hingerichtet werden und zogen es vor am Hafen zu Leben, doch dort bestand das Risiko, daß sich manche Kreaturen an Land schlichen um ihre Beute zu reißen. So oder so hatte man nur eine Wahl zu überleben, man musste entweder vermögend sein oder verdammt gute Kontakte besitzen.

    Torin schritt mit diesen Gedanken durch das Tor und wurde sogleich von einer gepanzerten Gestalt aufgehalten, einen Prätor, wie auf seiner glatten, stählernen Rüstung deutlich zu lesen war.
    ,,Halt, Bürger.“ bedrohte dieser ihm mit einer Maschinenkanone, die im wesentlichen einer Railgun glich, nur war sie wesentlich durchschlagender und vernichtender.

    ,,Was gibt's, Chef.“meinte Torin vorwitzig wie immer und blieb stehen, wohl wissend wie angespannt die Lage war. Die Prätoren scannten jeden normalen Menschen, der durch dieses Tor trat, um sicher zu gehen, daß er oder sie keine gefährliche oder ansteckende Krankheit inne trug. Eine Pandemie hätte entsetzliche Folgen und dieses Risiko wollte man minimieren. Daher waren auch die Schutztruppen dazu berechtigt, infizierte Individuen auszulöschen. Man nannte diesen Vorgang:,,Sterilisieren.“ Bei der mangelnden oder geringen Prägung der Moral in diesen schweren Zeiten würde man ihm nicht eine Träne nachweinen oder ihn in irgendeiner Weise bestatten.
    Das Display auf den Oberarm des Prätor leuchtete rot auf und gab einen schrillen, warnenden Ton von sich.

    ,, Krankheit lokalisiert. Warnung: Bürger Torin Bluthand ist hochgradig infiziert. Um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, wird die sofortige Eliminierung des Bürger Torin Bluthand vorgeschlagen.“ ertönte eine weibliche, sanfte Stimme aus den Mikrofon am Kopf des gepanzerten Wachpostens.

    ,,Heute ist wirklich nicht mein Tag.“ stöhnte Torin und zog den abgetrennten Finger des Untoten aus seiner Gürteltasche an der Hüfte hervor und präsentierte ihm dem Schutzsoldaten, bevor dieser überhaupt die Anweisungen des Computers ausführen konnte.
    ,,Sie sind ein Kopfgeldjäger? Dann muss ich den Scan wiederholen.“ sprach der Prätor mit seiner dunklen, metallischen Stimme und begann mit der Prozedur vom Neuen.

    Dies war nun einer dieser zahlreichen Augenblicke an dem das Schicksal über sein Leben bestimmte. Hier trafen alle Faktoren aufeinander. Glück, Pech, menschliches Versagen, Fehler des Computers, einfach alles.

    Im Prinzip war ihm die Auswertung und die Todesangst dieser wenigen Sekunden egal, denn er war sich bewusst, daß er sein Glück schon viel zu lange überstrapaziert hatte.
    Dennoch hatte er nichts dagegen, wenn die Anzeige auf grün sprang. Als ob eine namenlose Gottheit selbst seine Hand über Torin gehalten hätte, leuchtete die Anzeige in einem grünlichen Ton auf und die digitalisierte Stimme sagte:,, Infektionsrisiko minimal.“ Innerlich atmete er erleichtert auf.

    ,,Scanvorgang beendet. Ich wünsche noch einen angenehmen Tag, Bürger.“ sagte der Prätor und wand sich von dem Kopfgeldjäger ab, um sich seinen regulären Tätigkeiten wieder zuzuwenden.
    ,,Danke.“ schaute er mit einem Salut zum wolkenbedeckten Himmel. Manche Geschehnisse im Leben eines Menschen mochten witzig sein, so auch dieser, denn es begann erneut zu regnen, nur eine Sekunde nachdem Torin seiner Ehrenbezeugung kund getan hatte.
    ,,Du hast echt einen beschissenen Sinn für Humor.“ ging er murmelnd weiter, denn sein Ziel war die Garnison der Schutztruppen, wo er sein Geld für einen weiteren toten Guhl erhalten sollte.

    Die Bezahlung war immer unterschiedlich. Wenn ein Untoter aus einer reichen und gleichzeitig sehr ehrenhaften Familie erledigt wurde, war das Kopfgeld dementsprechend hoch und man merkte sich seinen Namen. Das konnte in seinem Geschäft nur förderlich sein, dennoch war der Zweig des einsamen Jägers sehr überlaufen, denn kaum einer hatte wirklich Lust auf den Feldern zu arbeiten, in Fabriken zu schuften oder den örtlichen Handlangerdiensten Treue zu schwören.
    Lieber riskierte man es einen grausamen und schmerzhaften Tod zu sterben. Wobei noch gesagt sei das das Ende jedweder Existenz nicht immer gewährleistet war. Im schlimmsten und leider auch häufigsten aller Fälle wurde man selbst ein Guhl. Eine hirnlose, ständig nach Fressen suchende Gestalt mit geringen motorischen Fähigkeiten.
    Wenn man den Christen in Armageddon glauben schenken durfte, so soll man niemals Ruhe finden, bis die Seele aus dieser dämonischen Hülle befreit worden war.

    Naja, dachte Torin, ich bin gespannt, wann es bei mir so weit ist. Damit harkte er die Sache ab und ging die Penny-Road entlang, die noch zu den besser betuchten Gegenden dieser Siedlung gehörten. Die meisten Häuser waren aus Backsteinen gebaut und besaßen schöne Balkons aus feinster Kiefer. Aber auch grüne Bäume, die an den Seiten der Straße gepflanzt worden waren, erzeugten einen warmen Eindruck. Nicht zuletzt auch, da diese Bewohner recht freundlich waren. Das traf allerdings nur auf die arbeitenden Handlanger zu, die den Gehweg fegten oder Reparaturen an den Häuserdächern vornahmen. Die eigentlichen Eigentümer waren blasiert und sahen auf ärmere Leute oft herunter, da sie sich als etwas wesentlich Besseres ansahen. Torin Bluthand war in ihren Augen ein Schandfleck, auch wenn er es sich hätte leisten können in diesem Bezirk zu wohnen, denn genug Geld besaß der sarkastische Kopfgeldjäger schon.

    Allerdings sah er keinen Grund hier wirklich sesshaft zu werden und eine fadenscheinige Beziehung mit seinen Nachbarn aufzubauen, wenn es ihm doch zu Abenteuern hinzog.

    ,,Sollen diese Pfeifen doch denken, was sie wollen.“ ging er weiter und hörte wieder das hiesige Geprahle der Neureichen, die sich allen Ernstes mit den Titel eines Jägers schmückten. Er konnte diese Großmäuler auf den Tod nicht ausstehen, wenn sie mit ihren erkauften Trophäen sich auf Kisten stellten und versuchten die Damenwelt zu beeindrucken. Heute ignorierte er diese Grünschnäbel, denn er wollte nicht noch für weitere Unruhe sorgen. Teilweise lag es an ihm, daß er sich hier in der Penny-Road unbeliebt gemacht hatte. Vor wenigen Wochen hatte er einem dieser Spring ins Feld gratuliert und ihm das Herz einen kürzlich erlegten Monsters in die Hand gelegt. Das sorgte für eine rasche Ohnmacht und für eine Strafe seinerseits, da man ihn tatsächlich wegen Körperverletzung einsperren wollte. Das Recht war nur für Leute, die es sich leisten konnten. Damit hatte er sich abgefunden. Es war ihm keinesfalls unangenehm, als ihm die Leute nach stierten und ihm einen bösen Blick zuwarfen.

    Ihm gefiel es so langsam, da er sich dadurch bestätigt fühlte. Die Einzigen, die ihn hier wirklich Achtung entgegen brachten waren die Jugendlichen. Nichts war cooler als ein Kopfgeldjäger, wenn man es mit ihren Worte ausdrücken durfte. Ihnen diesen Traum von einer eigenen Karriere dieser Art auszureden, hielt er nichts, schließlich war dies nicht seine Aufgabe.

    Torin war der festen Meinung, daß das Leben wie eine Brücke war. Man baut sie sich selbst. Entweder man überquerte sie oder bricht sich beim Bau das Genick. So hart war die Realität.
    Fröhlich pfeifend erreichte er den Platz der Penny-Road, wo viele hölzerne Bänke bereit standen und die Jugendlichen ihre Aufgaben studierten. Hier war alles, daß sich Schulbildung leisten konnte. Akademiker, Hochschule und Geistliche waren hier zu finden. Das Christentum war auf diesem Planeten die Religion mit der größten Anhängerschaft. Natürlich waren auch andere Glaubensrichtungen vertreten, doch waren diese eher in der Minderheit. Vielleicht war dies auch gut so, denn damit war Gewährleistet, daß sich die Gläubigen nicht untereinander stritten.

    ,,Ah, mein verlorenes Schaf, da seid ihr ja. Ich habe schon überall nach euch gesucht.“ sprach ihn jemand von der Seite an.
    ,,Ah, Pater Deoran. Ihr wisst doch, daß ich nicht mehr an Gott glaube.“ drehte sich Torin zu den älteren, aber dennoch freundlich wirkenden Herren.

    Der Priester rückte sich seine goldene Brille zurecht und klopfte sich den Staub von seiner schwarzen Robe, bevor er seinen weißen Kragen richtete.

    ,,Aber er glaubt noch an euch und das ist es, was ihr noch begreifen müsst. Ich sehe euch nur als kleines Lämmlein, daß wir in den Schoße Gottes zurückführen müssen.“ meinte Pater Deoran und strich sich das Regenwasser von seiner Glatze, daß sich mangels seiner Haare darauf absetzte, aber leider nicht von selbiger abperlte. Wenn der Priester könnte, wie eigentlich wollte, hätte er wahrscheinlich geflucht.
    ,,Genug von mir. Was wollt ihr oder versucht ihr mich wirklich noch zu bekehren. Ihr wisst, daß ich soweit möglich von Licht wandle wie möglich.“ murrte Torin, denn er war dieser Unterhaltung überdrüssig.
    ,,Um der Wahrheit die Ehre zu geben, möchte ich euch um einen Gefallen bitten. Es ist von äußerster Dringlichkeit.“ redete der Pater eindringlich auf ihn ein, aber der Kopfgeldjäger schmunzelte nur und schob sich an ihm vorbei.,, Ihr solltet mehr Vertrauen in euren Gott haben.“ lachte Torin und ging weiter. Der Priester wollte ihn nicht ziehen lassen und sagte dann.

    ,,Ich würde euch eine hohe Belohnung anbieten.“ Der Kopfgeldjäger blieb abrupt stehen und drehte sich wieder zum Pater.,, Wie viel?“ formulierte Torin seine Frage so harsch, daß es fast wie ein Befehl klang.
    ,,Nicht hier. Kommt mit mir zur Kirche, dann werde ich euch alles erläutern. Versprochen.“ hielt der Priester seine Hand vor dem Mund und tat recht geheimnisvoll.

    ,,Gut.“ Damit hatte er einen neuen Auftrag angenommen, obwohl er sich von den Letzten noch nicht einmal erholt hatte. Dennoch der Gedanke, daß die Geistlichen in dieser Stadt ihm etwas schuldeten , amüsierte ihn und es wäre sicherlich nur gut für seine Popularität. Es war nur eine Spekulation, dennoch musste es recht brisant sein. Also folgte er dem Priester.....


    Wenn Alpträume Realität werden....


    Nach einem kurzen Marsch und der faszinierenden Tatsache, daß sich die Regenwolken verzogen hatten und die Sonne wieder schien, erreichten Torin Bluthand und der Priester Deoran die heilige Kirche. Ein wirklich beeindruckendes Gebäude, daß von einer längst vergessenen Zeit voller Glorie und Glanz berichtete. Der gotische Baustil mit den spitz zu laufenden Dach machte es einzigartig. Es war die letzte, großartige Konstruktion vor der Katastrophe. Als der Himmel zu verbrennen schien und das Universum der Menschheit ins Gesicht schrie,, Ihr seid tot!“. Kaum einer erinnert sich gerne an diesen Tag, als der Pak'Rak der Sern'Kei in der Atomsphäre von Proxima explodierte und das Leben in seinen Grundfesten erschütterte. Das Christentum bezeichnet diesen Tag auch als Götterdämmerung. Als Gott in seinem Zorn die Heiden bestrafen und die Gläubigen testen wollte. Nicht gerade eine sehr geschickte Definition dieses Ereignisses, aber zumindest war es nahe liegend. Torin gehörte damals zu den Rekruten der imperialen Legion auf diesen Planeten und hatte mit seinen gerade mal 15 Jahren wirklich Glück gehabt. Wäre er nicht in die Armee eingetreten und hätte sich nicht in einen der Luftschutzbunker retten können, wäre er heute wahrscheinlich tot. 3 Jahre blieb er noch bei der imperialen Armee bevor er ihnen den Rücken kehrte und sein Glück als Kopfgeldjäger suchte. Heute nannte sich die letzten Reste des Militärs V.d.M. ( Verteidiger der Menschheit).

    Eine korrupte Bande, die diesen Namen wirklich zu Unrecht trug. Sie sprachen nur das Recht, wenn man ihre Hände mit Geld füllte und wer sich ihren Schutz nicht leisten konnte, wurde im Stich gelassen. In Armageddon war dies besonders auffällig, da der Hafen sehr schlecht bewacht wurde. Nur junge Rekruten, die sich in der Ausbildung befanden und keiner Kampferfahrung besaßen, schoben hier ihren Dienst. Die Veteranen waren die Prätoren und diese bewachten die Stadtmauern und die besseren Gegenden oder auch die Industriegebiete, daher siedelte sich die ärmere Bevölkerung auch gerne dort an, auch wenn man wusste, daß man hier an den Giften der rauchenden Schlote zu Grunde gerichtet wurde.

    Torin und der Pater erreichten diese massive Tür aus dicken Eichenholz. Hier hielt der Priester an und sah sich fast schon panisch um. Er schien vor irgendetwas Angst zu haben, doch vor was konnte der Kopfgeldjäger nicht sagen.

    ,,Bevor wir eintreten möchte ich euch noch einmal fragen, ob ihr diesen Auftrag wirklich annehmen wollt, denn er ist sehr gefährlich.“ räusperte sich der ältere Mann öfter und Torin verstand.
    ,,Was für ein Monster terrorisiert euch? Ein Horde von Guhlen? Krakensaurier? Wenn ja, werde ich wohl nicht drum rumkommen scharfe Munition einzusetzen.“ sagte er und sah wie der Priester blass wurde.

    ,,Nichts dergleichen. Es ist ein Dämon. Ein scheußliches Ungetüm, daß sich in unserer heiligen Abtei herumtreibt. Wir haben es eingeschlossen, aber die Wachmänner, die unser Wissen beschützen sollten, wurden Opfer dieser Perversion der Hölle.“ erklärte Pater Deoran ihm langsam und sachlich, doch mitunter stockte seine warme Stimme und man konnte förmlich seine Wut über die Kreatur heraushören.
    ,,Wie viele Leute hattet ihr da unten und wisst ihr wie dieses Vieh aussieht?“ fragte Torin explizit nach, denn er wollte keine Überraschungen erleben. Die Abtei kannte er noch aus seiner Jugend, als er noch ein gläubiger Christ war. Es war ein langer Korridor, der sich tief in der Erde befand und von dicken, steinernen Mauern geschützt war. Kein Tier konnte sich durchbrechen und daher war seine nächste Frage, wie überhaupt dieser „Dämon“ in die Abtei gelangen konnte. Der Priester kannte seinen verlorenen Schützling schon lange und antwortete, bevor der Kopfgeldjäger danach fragen konnte.

    ,, Es waren sieben Männer, alle gut ausgebildet. Wir hatten eine Kamera installiert, um uns ein Bild über unser Personal zu machen und sicher zu stellen, daß nichts geklaut wurde. Mir ist schleierhaft wie diese Bestie in unsere heiligen Hallen hätte gelangen können. Es gibt keine Löcher oder undichte Stelle und schon gar keine Geheimgänge. Es kann sich nur um einen Dämon handeln, der aus der glühenden Hölle gestiegen ist, um die Grundpfeiler unseres Glaubens zu zertrümmern. Helft uns bitte. Ich werde auch dafür Sorge tragen, daß ihr mehr als nur großzügig entlohnt werdet.“ ging Pater Deoran vor ihm in die Knie und verschränkte seine Hände ineinander, als würde er ihn anflehen.
    ,, Gut. Ich nehme mich der Sache an. Nur noch eine Frage, sind alle der Wachmänner tot oder haben sie sich unten irgendwo versteckt? Schließlich will ich euer Personal nicht noch weiter limitieren, als es das Vieh dort unten schon getan hat.“ brach wieder der Sarkasmus aus Torin Bluthands Mund hervor.

    ,,Sechs sind definitiv tot, aber der siebte Wachmann scheint verschwunden zu sein. Wir glauben, er hat ein sicheres Versteck gefunden. Aber nun bitte, helft uns, bevor es diese Stätte des Glaubens noch weiter entweiht. Ihr kennt ja den Weg.“ drängelte Pater Deoran und schob mit diesen Worten das Tor auf.
    ,,Immer dieses Gehetzte.“ trat Torin in die Halle ein und hörte hinter sich ein lautes Donnern. Sein Auftraggeber hatte die Tür wieder verschlossen und ihn somit auch jede Möglichkeit zu entkommen.
    Den Kopf schüttelnd ging er weiter und achtete nicht auf die Dutzenden von Bänken oder auf die kolorierten Fenster, die Jesus oder andere mystische Gegebenheiten in der Bibel farbig darstellten.
    Nicht einmal für das Podest interessierte er sich, von dem der Pfarrer jeden Tag seine Reden schwang und die Gläubigen ihm aufmerksam lauschten. Viel hatte sich nicht verändert, nur wirkte alles so alt und verfallen. Nicht weiter verwunderlich, denn es gab nur wenige Spender. Die besser betuchten Besucher der Kirche spendete nicht, da sie glaubten, der Himmel wäre ihnen ohnehin sicher.

    Also lag es an verarmten Menschen den Klingelbeutel zu füllen. Stur nach dem Prinzip:,, Spenden bis es weh tat.“ und Das tat es auch. Man ruinierte sich vollkommen, nur um von der Kirche heilig gesprochen zu werden. Die Lücke der Bildung füllte der Glaube aus und daraus wurden Fanatiker geboren.

    Also war es obligatorisch, daß die Bevölkerung in Armut lebte oder starb, je nachdem wie man es sah.

    ,,Es ist doch alles Beschiss.“ erreichte Torin eine Tür mit eiserner Klinke und drückte diese runter. Er betrat einen kurzen Korridor und sah drei weitere Türen. Eine vor ihm und die anderen Links und Rechts von ihm. Bis auf die helle Lampe und die orangefarbene Tapeten, wirkte der Raum kahl. Ja fast spartanisch. Dabei wusste er genau, welche Tür wohin führte. Eine führte in die Schatzkammer, wo sagenhafte Schätze aufbewahrt worden, die keinesfalls genutzt wurden um irgendjemanden zu helfen. Die Tür links von ihm führte in die Abtei und die letzte Pforte in das nächste Stockwerk, wo die Gelehrten und Vertreter der Kirche sich zur Ruhe begaben.

    Er kannte sich hier gut aus, denn schließlich gehörte er selbst eine sehr kurze Zeitspanne zur Kirche. 3 Monate nachdem er das V.d.M. verlassen hatte, suchte er nach etwas göttlichen, wurde aber enttäuscht und entschloss sich daher einzig und allein seinem Traum als Kopfgeldjäger nachzugehen.

    Er öffnete hastig die Tür zum Kellergewölbe und betrat die steinernen Stufen, die in die Abtei führten. Elektrisches Licht gab es hier nicht, aber hier brannten einige Fackeln, welche fest in einer stählernen Halterung an der Wand befestigt worden waren.

    Die Luft war feucht und kalt, jedoch störte ihn das nicht. Eher das die Stufen irgendwie rutschig waren und er jede Stufe nur sehr vorsichtig betreten konnte. 10 Minuten brauchte er um die rund 230 Stufen hinab zusteigen. Aus Langeweile hatte er sie gezählt und ihm lief ein Schaudern über den Rücken, den gleichen Weg nochmal zu beschreiten, falls er diesen Störenfried überleben sollte.
    Pater Deoran hatte nicht gelogen, als er meinte, sie hätten den Dämon eingesperrt. Vor der hiesigen Pforte zu der Abtei, die wie das Eingangstor ebenfalls aus dunklen Eichenholz bestand, hatte man ein Gitter davor angebracht. Zu seinem Glück wurde dieses mit einer Kurbel wieder hochgezogen.

    ,,Langsam sollte ich über einen Berufswechsel nachdenken.“knurrte Torin und umschloss mit seinen beiden Händen die hölzerne Kurbel.
    Er musste viel Kraft anwenden, um diese primitive Konstruktion überhaupt bedienen zu können. Klirrend und Knarrend bewegten sich die Ketten und langsam bewegte sich das massige, quietschende Gitter. Doch kaum hatte es den harten Untergrund verlassen, so spürte Torin auch wie es schwerer wurde. Diese Kurbel war gedacht, daß zwei Männer sie bedienen mussten und er hatte nun die Ehre, dieses Problem zu lösen.

    ,,Nie wieder betrete ich eine Kirche. Nie wieder und wenn doch, trete ich mir selbst in den Allerwertesten.“ schimpfte er und bemerkte die tolle Resonanz des Gewölbes. Das Echo wurde von den Wänden reflektiert und hörte sich gar schaurig an, aber er hatte schon wesentlich schlimmeres vernommen.
    Endlich, und das vernahm er mit Freuden, verhakte sich das Gitter und rührte sich nicht mehr.

    ,,Nur noch durch die Pforte und dann nehme ich mich dieses Monsters an.“ schnaufte er leicht erschöpft und zog dabei sein Maschinengewehr aus der Schlaufe am Rücken. Er entsicherte es und sah vorsichtshalber nach, ob er es nicht noch nachladen musste. Doch dem war nicht so.
    ,,Dann wollen wir mal.“ ging er auf die Holzpforte zu und entfernte den schweren blechernen und leicht rostigen Riegel. Nun schob er selbige auf und konnte einen Blick in die hell erleuchtete Abtei werfen.
    An den Seiten befanden sich Bücherregale, die bis zum Ende der Abtei führten und entweder mit Büchern oder kleineren Skulpturen besetzt waren. Der Boden bestand aus einem schroffen, hellgrauen Marmor und die Decke der Abtei wurde von massiven Stützpfeiler gehalten. Er betrat das muffige Gemäuer und schloss das Tor hinter sich, denn er wollte sicher gehen, daß hier nichts entkam. An den Scharnieren befestige er einen Faden und klebte eine modifizierte Form eines C4-Sprengsatzes daran. Falls er sterben sollte und das Vieh versuchen sollte auszubrechen, würde der Sprengsatz detonieren und es auf jeden Fall vernichten.

    Torin malte sich schon einen neuen Slogan für seine Dienste aus.,, Selbst wenn ich sterbe, erfülle ich noch meine Aufträge.“ Mehr Eigenwerbung ging nicht mehr. Leider hatte er keine Zeit sich seine Idee zu notieren, aber vielleicht hatte er später dazu Gelegenheit.
    Fertig, dachte er und hörte plötzlich ein lautes, schmatzendes Geräusch. Schnell richtete er sich auf und drehte sich mit einem eleganten und einstudierten Sprung zu dem ekelhaften Echo.
    Keine 100 Meter von ihm entfernt, sah er die Bestie. Sie hielt sich mit seinen vier haarigen Spinnenbeinen an der Decke fest und mit seinen langen Armen hatte es den Leichnam eines Wachmannes umschlungen. Als er sich dem „Ding“ langsam näherte erkannte er, daß sich hier noch fünf weitere zerfetzte Körper befanden. Alle um das ekelhafte, schleimige Vieh verstreut. Es sammelte also seine Nahrung, ähnlich eines Eichhörnchens und war wohl auch zum Teil ein Insekt.

    ,,Hey, Hackfresse.“ ging er auf das Monstrum zu, daß in aller Seelenruhe weiter seine Beute vertilgte. Keine siebte Leiche, also hatte sich der Wachmann in Sicherheit bringen können oder hielt sich hier noch versteckt.

    Als Torin dem Wesen zu nahe kam, ließ es seine Nahrung fallen und seilte sich an einem klebrigen Faden, welchem dem Vieh aus den Rücken zu wachsen schien, ab.

    Es baute sich vor dem Kopfgeldjäger auf und bleckte herausfordernd seine langen, spitzen Zähnen, die aus den langen Ober- und Unterkiefer ragten.

    ,,Du hattest einen Six-Pack Wachmänner. Wie wäre es mit etwas Blei als Nachspeise.“ hielt er den glänzenden Lauf seines 11mm Gewehres auf die Bestie. Diese blickte kurz seine Waffe an und auf eine seltsame Art und Weise wusste es, was es war. Fauchend wich es zurück und galoppierte wie ein Pferd den langen Gang der Abtei herunter.
    ,,Ach Kacke. Immer müssen sie fliehen.“ stöhnte Torin und rannte dem Monster hinterher, aber er war bei weitem nicht so schnell. Dennoch entkommen konnte ihm diese Kreatur nicht. Das musste diese Wesenheit auch schnell einsehen und wandte sich wieder zu seinem Jäger.

    Die Facettenaugen dieses Dämon fixierten ihn und es drohte mit seinem langen Greifzangen am Schädel.

    ,,Ich hab dich auch vermisst.“ gab er bissig zurück und wollte gerade den Abzug seines Maschinengewehres betätigen, als plötzlich eine lange Zunge aus dem Maul des Spinnengeschöpfes schoss und in seinen Oberarm schnellte.

    Dabei durchbohrte es seinen Mantel, die darunter befindliche Kleidung und drang tief in sein Fleisch ein. Tief genug, daß Torin nicht mehr seinen linken Arm bewegten konnte. Doch verzog der Kopfgeldjäger keine Miene und grinste nur.

    ,,Dumm gelaufen. Ich bin Rechtshänder. Ach ja. Aus Anstand warne ich dich, was jetzt kommt, tut weh!“ lachte er grimmig und drückte ab. Dutzende von Patronen verließen den Lauf seines Gewehres und schlugen mit einem ekelhaften, beinahe abartig widerlichen Ton in den Brustkorb des Dämon ein. Dabei war der Rückstoss so gewaltig gewesen, daß die Zunge der Spinne riss und Torin sich den fleischigen Lappen aus der Schulter zog. Aber noch immer konnte er seinen linken Arm bis zur Schulter nicht bewegen. Daher war er entweder vergiftet worden, die Nerven durchtrennt oder das Vieh besaß irgendein Narkotikum in seinem Speichel.

    Die Kreatur lag am Boden und zappelte und zuckte. Scheinbar hatte er ein Nervengeflecht getroffen, welches zu diesen epileptischen Anfall führte. Das war fast schon zu einfach, denkend ging er auf das Spinnenwesen zu und richtete erneut sein Maschinengewehr auf den eiförmigen Kopf des Dämons.

    ,,Noch irgendwelche letzten Worte.“ forderte er sein Glück heraus und erhielt sogleich auch Antwort in Form von Fauchen und Zischen.
    ,,Wenn ich jedesmal nur einen Cent kriegen würde, für....ach vergiss es!“ jagte er der Bestie ein halbes Dutzend Kugeln in den Schädel und war überrascht, als der Kopf wie eine reife Melone explodierte.
    Blaues Blut, Fragmente des Schädels und Hirnmasse regneten auf ihn herab und eine Fontäne aus Blut besudelte seinen Trenchcoat wie seine Stiefel.

    Eine Lache bildete sich um das Monster, in der schwammige Brocken des einstigen Gehirnes wie kleine Inseln schwammen.
    ,,Da wird die Putzfrau aber was zu tun haben.“ triumphierte er und näherte sich dem schlaffen Körper der Monstrosität.

    Dieses war tot und regte sich nicht mehr. Die vier Beine waren am Körper zusammen gekrümmt wie bei einer erschlagenen Spinne, nur die Arme lagen weit gespreizt vom Leib. Ein weiterer Auftrag war beendet, aber so recht freuen konnte sich Torin Bluthand nicht, denn er entdeckte etwas glänzendes im Schein einer Fackel. Langsam beugte sich runter zu seiner Beute. Unter einer harten Brustplatte leuchtete etwas golden auf. Mit seinem Messer hebelte er den Panzer zur Seite und entdeckte dort zu seinem erstaunen ein goldenes Kreuz, wie Reste einer blauen Uniform, genauso eine trugen auch die Wachmänner.
    Eine schreckliche Entdeckung, denn er hatte Wachmann sieben gefunden und dieser hatte sich in diese Bestie verwandelt. Aber wie war das möglich? Statt Abscheu zu empfinden, entwickelte Torin Mitleid. Was immer diesen Wachmann so hatte mutieren lassen, es musste gestoppt werden. Schnell ließ er von der Kreatur ab und rannte den Gang der Abtei hinunter, vorbei an den Leichen, beseelt von nur einen Gedanken: Er musste alle warnen.......

    off.topic:,, Tja, es war obligatorisch, daß ich irgendwann wieder schreibe, diesmal aber in unseren Nex-Universum. Es hat also null mit Wh40k zu tun. Die Geschichte selbst spielt auf einen verwahrlosten Planeten, an dem die Hoffnung der einzige Trost ist. Es sei angemerkt, daß ich diese Story nur am Wochenende fortführen kann, unter der Woche habe ich zu viel zu tun. Ich wünsche allen viel Spaß beim Lesen."


    Proxima: The Beginnig of Genesis


    Einleitung


    Proxima eine idyllische Welt fernab der regulären Handelsrouten. Wir schreiben das Jahr 2335 und die Menschheit befindet sich erneut im Krieg. Doch dieses Mal gegen einen Feind von außerhalb. Die Sern'Kei eine außerirdische, hochentwickelte Rasse hatte sein Auge auf die Menschheit geworfen und hatte den Entschluss gefasst sie zu vernichten. Aber dieser Plan scheiterte. Bei der heldenhaften Verteidigung des Mars gegen die gewaltige Alienflotte gelang der Menschheit ein unerwarteter Sieg. Vielleicht der größte überhaupt. Seit dem befindet sich die Erde im Dauerhaften Kriegszustand. Proxima gehörte zu einer Reihe von weit entfernten Koloniewelten auf den die Menschheit expandiert hatte. Die Sern'Kei hatte ihr Bestreben die Menschheit zu versklaven niemals aufgegeben und beschlossen diese Welt zu vernichten. Doch als ihre Superwaffe, ein überdimensionales Raumschiff mit tausenden von genetischen Seuchen, einsetzen wollten, gelang es einem der zahlreichen Verteidiger mit einem Opfer dieses Raumschiff zu zerstören. Doch die Explosion des Pak'Rak war so immens und entsetzlich, daß sie sämtliche Verteidiger und Angreifer pulverisierte. Nichts blieb mehr von ihnen übrig außer die Reste ihre Raumschiffe und Leichen, die stumm im Weltraum trieben. Doch schien alles so sinnlos, denn die Reste des Pak'Rak stürzten auf den Planeten ab und verbreiteten dabei eine Reihe von Seuchen, die unkontrollierbar auf Proxima zu wuchern begannen. Neben ganzen Städten, die vollkommen ausgerottet wurden, mutierten einige Lebensformen. Die Menschen hatten am Meisten unter dieser Seuche zu leiden. Viele Millionen starben. Dadurch wurde der technisches Entwicklung entgegen gewirkt und die meisten Menschen betrieben primitiven Ackerbau und verfügten nur über primitive Fahrzeuge.
    Eine dieser sich ausweitenden Seuchen war ein Virus, der die erstaunliche Fähigkeit verfügte, tote Zellen zu reanimieren. Bei lebenden Menschen führte dies zu einer hochgradigen Mutation und rückentwicklung der geistigen Fähigkeit. Der Alptraum, den man nur aus Horrorgeschichten kannte, wurde Realität. Wandelnde Tote schlürften über die Kontinente und wurden von den niedrigsten aller Bedürfnisse angetrieben. Den Wunsch zu Fressen. Doch am Betrüblichsten war, daß dieses Virus sich durch Bisswunden weiter übertrug.
    Seit dem leben die Menschen auf Proxima in ständiger Angst und hoffen, daß die Reste des Militärs sie beschützen können. Aber auf dieser Welt gab es noch gemeinere Geschöpfe als wandelnde Untote, denn neben Mutanten aller Art hatte die Menschheit noch einen schlimmeren Feind. Verräter......


    Auf der Pirsch


    ,,Das war's dann für dich, Mistvieh.“richtete Torin den Lauf seines 11 mm Sturmgewehres auf den verwesten Schädel der abartigen Monstrosität vor ihm. Immer noch wütend, knurrte ihm die tote Bestie an und bleckte seine verfaulten Zähne.

    ,,Du mich auch.“ meinte er sarkastisch und drückte den Abzug seiner Waffe. Mit einem leisen Klicken verließ eine einzelne Patrone den Lauf des Gewehres und schlug mit einem feuchten, schwammigen Geräusch in den Kopf des nackten Untoten ein. Mit einem Stöhnen brach dieser zusammen und rührte sich nicht mehr. Torin Bluthand war ein Kopfgeldjäger und ziemlich stolz über seinen heutigen Tag. Nicht das dieser Untote eine Herausforderung war, vielmehr weil er eben damit die 100 Abschüsse überschritten hatte. ,,Meine Fresse, du kannst wirklich froh sein, daß du tot bist. Bei dem Aussehen...“ witzelte er und wand sich von diesem traurigen Schauspiel ab. Untote zu jagen war nicht sonderlich schwer. Sie trieben sich mit Vorliebe in Höhlen oder in den Wälder rum, möglichst nahe an einer Siedlung. Mitunter griffen sie sogar kleinere Dörfer an.

    Es war schon irgendwie seltsam. Obwohl diese verrottenden Wesenheiten eigentlich überhaupt keine Intelligenz besitzen sollten, attackierten sie nur in größeren Gruppe eine Siedlung an. Es kam gelegentlich vor, daß auch einzelne Untote sich sehr nah an die Höfe der Bauern wagten, aber dies kam eher selten vor.
    ,,Ah, vergessen.“ schlug er sich vor den Kopf mit seiner vernarbten Hand und kehrte noch einmal zu seiner Beute zurück.
    ,,Entschuldige.“ meinte er und trennte der Leiche den mittleren Finger seiner rechten Hand mittels eines scharfen Messer ab. Es war keine Trophäe, sondern ein Beweis dafür das er einen Untoten eliminiert hatte.

    Schließlich gab es nur pro Kopf eine Prämie und dieser war ihm zu schwierig zu schleppen. Daher hatte er sich mit den örtlichen Schutztruppen geeinigt, nur einen Finger mitzubringen und zu verraten, wo der Leichnam sich befand.

    ,,Ich wünsche noch einen schönen Tod.“ verneigte sich spöttisch vor dem grausigen Wiedergänger und ging dann in Richtung des Ausganges dieser feuchten Höhle. Giftgrünes Moos wucherte auf den Stalaktiten und ein übler Geruch von Verwesung und Fäkalien lag in der Luft. Ohne sein Tuch, daß er sich um Mund und Nase gebunden hatte, hätte sich der rothaarige Mann schon längst übergeben müssen. Seiner langer Trenchcoat aus Leder und seine doppelvernähte Hose aus einem elastischen Material verhinderte, daß man ihn beißen konnte und er sich möglicherweise infizieren konnte. Die schweren, schwarzen Stiefel mit der stählernen Hacke waren zugleich sein Markenzeichen, als auch eine zusätzlich seine Lebensversicherung, denn ein Tritt mit den Schuhen sorgte zweifellos für ein stumpfes Gehirnschädeltrauma und somit zum Exitus der schleichenden Stinktiere.

    Neben seinem Gewehr besaß er noch eine Reihe von Wurfmessern, die er in einem Gürtel um die Hüfte trug, wie zwei Schlagringe, an dessen Enden allerdings 3 cm lange, spitze Eisenstachel angebracht worden waren.

    Endlich verließ er die Höhle und riss sich auch gleich das Stück lilafarbenen Stoffes vom Gesicht. Gierig sog er die frische Luft durch seine Nüstern. Von hier oben hatte er guten Überblick auf den grünen Tannenwald und die nur wenige Kilometer entfernte Stadt.
    Gerne ging er nicht durch das dichte Wäldchen, denn dort trieb allerhand Viehzeug rum und die meisten dieser Kreaturen waren von 3 bis zu 5 Meter groß.

    Um so etwas zu erlegen bräuchte er vergiftete Pfeile oder zumindest einen Raketenwerfer.

    ,,Naja, zumindest hatte ich einen schönes Leben.“ grinste er und fasste sich nochmal auf seine Wunde, die ihm quer über den Mund verlief. Die Kralle eines Mutanten war die Ursache. Er litt auch an diesem Zombievirus, aber auf irgendeine Weise hatte die Krankheit keinen Effekt auf ihn. Warum wusste er bis heute nicht. Ihm war es auch im Prinzip egal, Hauptsache er war am Leben.

    Der Abstieg gestaltete such mühsamer als der Aufstieg. Ständig bröckelten kleinere und größere Steinfragmente ihm auf den Kopf oder unter seinen Füßen weg.

    ,,Ein Hubschrauber....das wärs.“ knurrte er und machte sich weiter an den Abstieg. Es war ein weiter weg nach unten und er hatte keineswegs vor dort im freien Fall anzukommen. Vielleicht würde er es sogar überleben, denn durch die heftigen Regenfälle war der Boden aufgeweicht und schlammig. Dementsprechend war auch der Himmel bewölkt. Windig war es zum Glück nicht, denn das hätte ihm noch gefehlt.

    5 Minuten dauerte es bis wieder den Boden unter seinen Sohlen spürte, doch so richtig freuen konnte er sich nicht darüber, denn schon spaltete ein lautes Grollen den Himmel und es begann zu regnen. Die Regentropfen prasselten auf ihn, aber perlten von seiner Kleidung ab, nur sein kurzes, ungepflegtes Haar wurde vollkommen durchnässt.
    ,,Klasse. Wirklich klasse.“ beschwerte er sich, nicht weil er Regen hasste, sondern weil die Kreaturen des Waldes nun aus ihren Verstecken kamen und das frische Wasser von den Pflanzen und Pfützen zu trinken. Das sie dabei aber einen Imbiss in seiner Größe nicht ausschlagen würden, war obligatorisch und daher lud er ein neues Magazin in seine Waffe. Das Gewehr wurde durch ein kurzes Klicken entsichert und er grinste.

    Nun war er bereit. Die Bewohner der nahen Siedlung hatten einen Pfad angelegt und den hatte er vor zu nutzen. Im Dickicht war er nur noch eine leichtere Beute, hier hatte er allerdings die Möglichkeit einen Angreifer zu sehen.

    Irgendetwas von Mistwetter murmelnd, ging er weiter und achtete dabei auf jede Bewegung. Der anfängliche Regen verwandelte sich in ein faustdickes Gewitter und blitze durchzuckten den stürmischen Tag.
    Das war allerdings ein Vorteil für ihn. So konnte Torin die gierigen Augen erkennen, die ihm mittlerweile zu verfolgen schienen.
    Ein Insekt, daß ca so groß war wie Mensch stürzte sich von einer Baumkrone und hatte sich den Kopfgeldjäger schon als Mahlzeit ausgesucht, bevor Torin sein Gewehr Richtung Himmel hielt und den Abzug drückte. Laut kreischend schlugen Dutzende von Kugel in das Insekt und es stürzte ab. Fiepend wie ein verletzter Hund landete es hinter ihm. Aber Torin hatte wenig Mitleid und feuerte noch mal seine Waffe ab. Einem fleischigen, krachenden Geräusch folgte ein dumpfer Ton und das Insekt war tot.

    ,,Für euer Mittagessen müsst ihr euch schon anstrengen.“ knurrte er und folgte weiter dem Pfad.

    Diese kleine Demonstration sollte wohl die kleineren Räuber abgeschreckt haben, nur würde leider Aasfresser und größere Bestien anlocken, daher erhöhte er auch sein Schritttempo. Weit war es nicht mehr, denn er konnte schon die hohen Mauern und die darauf montierten Scheinwerfer erkennen, ebenso die rauchenden Schlote der kleineren Fabriken.

    Er spürte wie die Erde erzitterte und ein Schrei ertönte, den kein bekanntes Tier je hätte ausstoßen können.
    ,,Verdammt.“ biss er sich auf die Lippe und rannte los, denn dieses Geräusch kannte er. Ein riesige Echse, aus deren Kopf Tentakel wucherten. Ein schreckliches Ungetüm. Ihre Zähne waren unglaublich scharf und fast so lang wie sein Arm. Man nannte dieses Monstrum:,, Octupus vulgaris Saurus oder die beliebtere Kurzform,, bösartiges Mistvieh“.

    Auf keinem Fall wollte er auf sowas treffen, nicht ohne eine Harkon-Kanone und einen Gauss-Raketenwerfer. Er vernahm wie ein Baum umgekippt wurde und auf den Pfad hinter ihm stürzte.
    Diese Bestie war gleich hier.,,So langsam hasse ich es immer gejagt zu werden.“ Stat weiter zu rennen, tat Torin das einzig Richtige. Er ließ sich fallen und aalte sich im Dreck bis sein ganzer Körper davon bedeckt war. Keinen Moment zu früh, denn schon trat die schuppige Echse aus Tannenwald.

    Keine 200 Meter von ihm entfernt senkte es seinen spitz zu laufenden Schädel und verschlag den Kadaver des Insektes mit nur einem einzigen Bissen. Dabei peitschten die dicken, langen Tentakel an seinem Hals erregt durch die Luft und verkündeten seine Zufriedenheit.
    Die zweibeinige Kreatur sah zu ihm, konnte Torin nicht erkennen, denn es konnte nur die Körperwärme seiner Beute sehen. Der Schlamm machte den Kopfgeldjäger damit unsichtbar für das scheußliche Raubtier.
    Nachdem es sich nochmal umgesehen hatte und keine weitere Beute ausmachen konnte, trampelte es wieder zurück in das dichte Dickicht.
    Torin blieb noch eine Viertel Stunde im Dreck liegen, nur um sicher zu gehen, daß diese Bestie wirklich nicht mehr hier war. Mitunter blieben diese Monster etwas länger in der Gegend und lauerten auf ihre nächste Beute.

    Nachdem er aufmerksam alles im Blick hatte und die Ohren gespitzt hatte, stand er wieder auf und klopfte sich den Dreck von seinem Trenchcoat.

    ,,Meine Fresse war das knapp. Danke, Ich bin bedient.“ salutierte er zum dunklen Himmel. Eigentlich Blasphemie, aber seiner Ansicht nach, gab es keine Götter oder sonst eine glorreiche Macht, die sein Schicksal bestimmte.

    Leicht erregt ging er weiter und erreichte auch ohne weiteren Vorkommnisse das große, stählerne Stadttor......

    Jo, Nike, sehr schöne Geschichte. Kann man sich sehr gut vorstellen. Wie versprochen habe ich auch wieder eine kurze Story geschrieben, dieses Mal aus der Sicht eines Sern'Kei. Also viel Spaß damit ;)


    Ein letzter Marsch


    Langsam stapfte Serkes über das Schlachtfeld, seinen Arm mit der daran befestigten Waffe nach vorne gerichtet, stur durch das Meer an feindlichen Feuer marschierend. Der gepanzerte Va'Rot ignorierte die Geschosse der primitiven Waffen seiner Feinde, da sie ohnehin nicht den Chitinpanzer seines Symbionten durchschlagen konnten. Ein Interface in seinem Helm mit Dutzenden von fremdartigen Zeichen warnten ihn vor kritischen Treffer und signalisierten ihm zeitgleich den Aufenthalt seiner Gegner, die sich wie kleine Tiere in der Erde verkrochen hatten.

    Da die Sern'Kei über ein wesentlich weiter entwickeltes Gehirn als die meisten anderen Rassen verfügten, konnte er die Bandbreite von Informationen verarbeiten, ohne dabei in irgendeiner Weise verwirrt zu werden. Ein anderes Wesen wäre völlig überfordert gewesen.
    Obwohl er schon das Schlachtfeld betreten hatte und durch eine von Explosionen verwüstete Landschaft schritt, kannte er seinen Feind noch nicht. Die Staubwolken waren hinderlich, aber sein Interface konnte blitzschnell das Sichtspektrum verändern, so daß die Sern'Kei keineswegs durch die Umwelt einen Nachteil erhielten.

    ,,Beginne Analyse. Spezies bekannt. Homo Sapiens, eigene Bezeichnung: Mensch. Aufrecht gehendes Säugetier. Technisches Level: 22,9. Biologische, ethische und motorische Fähigkeiten gelten als Unterentwickelt. Warnung: Feindliche Spezies neigt zu unorthodoxen Handlungen. Rate zur Vorsicht.“ sendete die sanfte, weiche Stimme des Computers neue Datenimpulse in sein binäres Nervensystem. Dadurch wurde Serkes mit Informationen über die Taktiken dieser Rasse informiert und konnte sich ein Bild über ihre Kriegsführung machen.
    Mit einem Zischen feuerte er seine auf Lasertechnologie basierende Desintigratorkanone ab und sah den grellen Blitz aus pulsierender Energie nach, wie durch die Staubwolken schnitt und nur knapp über die Schädel der Menschen hinweg jagte.
    Ein lautes Klirren war zu hören und das spüren von Funken. Man beschoss ihn, aber die Patronen verpufften scheinbar sinnlos an seiner Rüstung.

    ,,Ändere Waffenposition.“ sprach Serkes laut, seine Gedanken nur auf den Kampf gerichtet. Seine Stimme war wie ein metallisches Kreischen und sorgte daher für Angst und Schrecken. Das lag an dem Sprachmodul an seinem Mundstück. Durch dieses sollte seine Stimme verzerrt werden, um den Feind zu demoralisieren.
    Viele der niederen Spezies wurden noch von ihrer Angst beherrscht. Daher war logisches und schlüssiges Denken ihnen fremd. Sein Volk dachte nicht mehr in solchen Parametern, denn der Tod hatte schon seine Klauen um sie geschlossen, daher war der Tod oder Angst im Allgemeinen für sie ein Fremdwort.

    Neben Serkes stampften noch weitere Va'Rot, die meisten von ihnen kannte er nicht, aber das war nicht wichtig. In der Strategie seines Volkes war Kameradschaft wie sie bei anderen Rassen propagiert wurde, nicht wichtig. Einzig und alleine das Ergebnis zählte.
    ,,Ziel erfasst. Eliminierung!“ dröhnte Sarkes und richtete seine Waffen auf einen der Menschen, die gerade aus einem der vielen Schützengräben schauten. Durch ihre organefarbenen X1-Kampfrüstungen waren sie eine perfekte Zielscheibe für ihn. Doch weiter konnte er nicht denken, denn vor seinen Füßen landete ein kleiner, zylindrischer Gegenstand.

    ,,Warnung. Primitive Explosivwaffe. Beschädigungen sind wahrscheinlich. Rate umgehend Abstand zu nehmen.“ sendete der Computer in Lichtgeschwindigkeit neue Informationen über die unbekannte Waffe in sein Gehirn.

    Serkes reagierte und drehte sich mit einem Oberkörper von der Granate weg, so daß sein Oberkörper der in wenigen Sekunden folgenden Explosion ausgesetzt war, aber sein Kopf vor dieser geschützt blieb. Das war ihm allerdings auch nur möglich, weil die Sern'Kei über zusätzliche Gelenke und Knochen verfügten, die sein Volk in Jahrtausenden der Evolution entwickelt hatten. Fliehen konnte der Va'Rot nicht, denn seine schwere Bewaffnung und Ausrüstung verhinderten dies. Daher war es ihm nur möglich seinen Körper auf minimalen oder geringfügigen Schaden einzurichten. Der Computer bot ihn dafür eine Menge an unterschiedlichen Szenarien an. Letztendlich blieb ihm die Entscheidung überlassen, schließlich war es sein Leben.
    Es kam wie erwartet und der kleine Zylinder dehnte sich aus und explodierte. Dabei wurde Serkes von der Detonation umgeworfen, aber da die Sprengkraft zu klein war, um einen schweren Hünen wie ihm weg zu schleudern, blieb es dabei. Die Flammen hüllten ihn ein und der Computer sendete Warnsignale. Um sich zu schützen, warf Serkes mit seiner freien linken Hand Sand und Dreck über sich, um mögliche Beschädigung durch das Feuer entgegen zu wirken. Als sich das Inferno verzogen hatte, verkündete die weibliche Stimme.,, Beschädigungen in akzeptablen Toleranzbereich. Reparaturen werden vorgenommen. Träger unverletzt.“

    Leicht erregt stand Serkes wieder auf und blieb für wenige Sekunden auf der Stelle stehe. So primitiv der Sprengkörper auch sein mochte, war er nicht weniger effektiv. Die Menschen waren bei weitem nicht so primitiv, wie es die Technologielevel-Anzeige in seinem Interface ihm glauben machen wollte. Mit neuer Kraft und noch wachsamer als zuvor, setzte er seinen Gewaltmarsch fort.

    Statt auf erneuten Beschuss zu warten, richtete er seine Waffe sofort auf den Graben. Unerwartet stieß auch diesmal wieder ein imperialer Soldat daraus hervor, diesmal trug er aber ein längliches Rohr auf seinen Schulter. Der Computer warnte und sendete neue Datenimpulse. Laut der Analyse war dies ein Raketenwerfer, der wie sein Name schon sagte, ein explosives Geschoss auf seinen Feind abfeuerte. Serkes reagierte dementsprechend und feuerte seine Waffe ab. Der Energieblitz traf den wesentlich kleineren Menschen und schleuderte ihn wie einen Gummiball durch die Luft. Obwohl er einige Meter entfernt wieder aufschlug konnte Serkes deutlich das Brechen seines Genickes hören. Damit war sein Gegner nicht mehr in der Lage weiter zu kämpfen. Vielleicht war nicht tot, aber zumindest außer Stande sich zu bewegen und zu reagieren. Normalerweise war die Desitigrationskanone darauf ausgerichtet einen Hochenergiestrahl abzufeuern, der beim Ziel einen Gehirntot auslösen sollte, aber manche Rassen besaßen über eine Energie absorbierende Rüstung, daher war dieser Effekt nicht jedesmal gewährleistet.

    Als Reaktion auf den Tod eines Kameraden sprang einer der Primitiven aus seiner schützenden Stellungen und rannte mit feuernder Maschinenkanone auf Serkes zu, der sich sehr über dies unüberlegte Vorgehen wunderte.

    Diese Menschen mussten wirklich eine dumme Rasse, wenn sie sich so offen in Gefahr begaben. Zusätzlich da dieses Individuum seine Waffe während des Laufens abfeuerte und daher viele Geschosse ihn nicht trafen. Die Streuung war einfach zu groß.

    ,,MÖRDER!“ brüllte das kleine Wesen, als es direkt vor Serkes stand und drückte erneut den Abzug seiner heiß gelaufenen Waffe, aber dummerweise hatte der menschliche Soldat seine gesamte Munition aufgebraucht.

    Statt aufzugeben schnellte der kleine Mann auf ihn zu und traktierte ihn mit Hieben und Schlägen seiner Maschinenkanone, die er jetzt wie einen Knüppel schwang. Dennoch war das Ergebnis ernüchtert und Serkes empfand es als störend.

    Er holte kurz mit seinen Waffenarm aus und versetzte seinem Gegenüber mit brachialer Gewalt einen mächtigen Hieb. Dabei hatte er wohl zuviel Kraft angewandt, denn der imperiale Soldat wurde nicht nur in den Staub geworfen, sondern platzte förmlich auf.
    Die Schädeldecke riss auf und das Gehirn quoll förmlich daraus hervor. Eine Lache aus Blut bildete sich, die aber sofort in den wasserlosen Untergrund sickerte.

    Nicht im Geringsten davon betroffen ging er weiter, ohne seinem Feind die letzte Ehre zu zollen. Ungehindert trampelte er auf die feindlichen Stellung zu. Der feindliche Beschuss nahm immer mehr ab, was auch nicht wenig verwunderlich war, da viele Va'Rot und Zan'Tri die feindlichen Stellungen betreten hatten.

    In der Ferne hörte er lautes Aufheulen. Es hörte sich an wie ein sterbendes Tier, als er sich dort hingehend wand, sah er eine Spinnenbeinige Konstruktion, die über das Schlachtfeld stolzierte, allerdings sich eher im Hintergrund aufhielt. Ein Kay'Katar, der mit seinen Tentakeln die Körper der Gefallenen und Verletzten aufsammelte und sie in seinem Inneren in einen Kälteschlaf versetzte.

    Eine verwerfliche Maschinerie, dennoch ist sie ein Schwachpunkt der Sern'Kei. Denn ihr wird mehr Bedeutung angemessen, als anderen Fahrzeugen. Intelligente Völker wie die Trakan besitzen nur wenige Waffen, aber sollten sie gegen ihren erklärten Hassfeind kämpfen, greifen sie oft die Kay'Katar an, um den Vormarsch der Sern'Kei zu stoppen oder zu behindern. Allerdings waren die Menschen keineswegs in der Lage gewesen diese Hoffnungsträger anzugreifen, dafür waren die Truppen der Sern'Kei zu zahlreich.

    Endlich erreichte er den Schützengraben und sprang in die Vertiefung. Hier lagen bereits einige imperiale Soldaten, entweder tot oder schwer verletzt.

    Serkes hob mit seiner linken Hand einen dieser Menschen hoch und sah ihm direkt in das blutverschmierte Gesicht. Er hatte sich gewundert, warum diese Rasse es nötig hatte sich einzugraben. Bei genauerer Betrachtung empfand er sie als hässlich und das sie auf groteske Weise etwas von einer Ratte oder einen anderen Nagetier hatten.
    ,,Hilfe.“ stöhnte einer der Männer und streckte seine Hände nach Serkes aus. Er war am Kopf verletzt und war wahrscheinlich geblendet worden, zumindest sprach die Augenbinde und das vertrocknete Blut auf seiner blassen Haut eine eindeutige Sprache.

    Serkes bückte sich zu den genetisch minderwertigen Material und betrachtete ihn. Warum sollte er ihm Gnade gewähren? Warum sollte er ihm helfen? Als sein Volk zu den Sternen aufbrach und vielen Völker Frieden und Wohlstand brachte, sah man sie als Engel an. Als Erleuchtete unter den Sternen. Doch als sie Sern'Kei an der mysteriösen Seuche erkrankten und Millionen von ihnen starben, half man ihnen nicht. Im Gegenteil die Völker sahen ihre Chance darin sich mit neuer Technologie auszustatten, die jenseits ihrer kühnsten Träume lag. Man wusste, daß die Sern'Kei sich mit ihren Schicksal abgefunden hatten und bereit waren auszusterben, da sie glaubten, daß ihre Zeit im Universum zu Ende sei. Da die gierigen Rassen aber nicht noch einige Jahrzehnte abwarten konnten, griffen sie die Sern'Kei direkt an, um ihr Ende zu beschleunigen. Doch damit weckten sie einen schlafenden Riesen. Die Sern'Kei wurde von einem alles verzerrenden Hass auf die jüngeren Völker gepackt und beschlossen in ihrer Wut, daß nur sie allein Leben durften, aber alle anderen Zivilisationen mussten vernichtet werden. Sie sollten seinem Volk zukünftig nur noch als Nahrungsmittel dienen. Der Gegenschlag erfolgte schnell und binnen eines Jahres hatten die Sern'Kei ihre Feinde bis auf das letzte Kind ausgerottet. Man sagt, daß viele Billiarden Lebewesen von den vernichtenden Zorn der Sern'Kei verschlungen wurden.

    Serkes richtete seine Waffe auf den Menschen und sagte mit harter Stimme,, NEIN!“ Damit betätigte er die Desitrigrationkanone und sah dabei zu, wie der imperiale Soldat zusammenzuckte und starb.
    Ein schmerzhaftes Ziehen durchzog seinen Körper und er wusste, daß die genetische Degeneration weiter fortgeschritten war. Er spürte, wie einige seiner Organe förmlich platzten. Seine Lunge füllte sich mit Wasser und seine Beine wurden taub.

    Er hatte damit gerechnet, daß er sterben würde und das dies bald geschehen würde. Genau wie ihm die Mediziner auf seinen Planeten prophezeit hatten. Alle Sern'Kei litten an der Seuche, doch war der Verlauf unterschiedlich. Mitunter war die degenerative Krankheit weniger aggressiv oder wie in seinem Fall vernichtend.
    Einige seiner Knochen brachen und bohrten sich zu allem Überfluss noch in die funktionierenden Organe seines Körpers. Schmerzen, die nicht einmal ein Schriftsteller hätte beschreiben können, ließen ihn erbeben.
    ,,Warnung. Körperlicher Zustand verschlechtert sich.“ sagte der Computer, aber Serkes hörte nicht mehr. Sein Trommelfell war bereits wie Glas zersprungen.

    ,,Ein letztes Mal bin ich gewandelt, bevor ich rückkehrte in mein ewiges Grab. Ich danke dir, verehrte Narkar.“ murmelte Serkes und setzte sich seine eigene Kanone an die Schläfe. Bevor er diese allerdings abfeuerte, dachte er noch einmal daran, wie schön es sein würde nichts mehr zu spüren. Endlich frei von den Fesseln des Körpers zu sein, um endlich zu schlafen. Das Nichts war sein gnädiger Lohn für ein Leben voller Qualen.
    ,,Danke.“ flüsterte er zum Himmel und drückte ab. Mehr als ein lautes Zischen sollte Serkes nicht mehr hören, bevor er schlaff zusammenbrach und im kalten Sand, umgeben von den Leichen seiner Feinde, endlich Frieden fand........

    Jap, da stimme ich Nike zu. Ein Universum muss reich an Völkern sein, denn es wäre unwahrscheinlich, daß die menschliche Rasse alleine im Universum wäre, alleine schon rechnerisch.

    Bedanken möchte ich mich auch für das Lob. Find ich wirklich gut, daß wir auch mal ein positives Feedback von unseren Leser erhalten.

    Ich werde wohl demnächst eine kleine Story aus der Sicht eines Sern'Kei schreiben. :D

    Quote

    Original von SergeantChamp
    Ich hab vor Deva angst xD


    Die Angst ist auch berechtigt ;)


    Wovor hab ich Angst. Tja, obwohl man mir es nicht anmerken kann, habe ich eine furchtbare Angst vor der Dunkelheit, nicht weil ich mich fürchte, sondern weil ich aufgrund meiner schlechten Augen nichts sehen kann, hier ein danke an die Natur. Ansonsten noch die Urängste wie gefressen werden etc.

    Sicherlich kommt er aus der grischischen Heilpraktik, daß ist richtig, aber er wurde im Mittelalter, also nach der Hochzeit der Griechen für beschriebenes verwendet. Wusste ich ehrlich gesagt auch nicht, aber ein Professor in meiner Schule hat mir das mal genauer erklärt und ich sage euch, ohne starken Magen steht man das nicht durch.

    Früher im Mittelalter war das sogar Realität, was glaubt ihr warum sich um den Eskulabstab sich eine Schlange wickelt? Das ist nen Wurm, weil man früher damit die Parasiten aus den Körpern gedreht hat, teilweise auch aus den Augen.

    Aber solch dicke Würmer habe ich noch nicht gesehen, ich ruf mal bei Stargate an ob die nen Goault vermissen :D