off.topic:,, Tja, es war obligatorisch, daß ich irgendwann wieder schreibe, diesmal aber in unseren Nex-Universum. Es hat also null mit Wh40k zu tun. Die Geschichte selbst spielt auf einen verwahrlosten Planeten, an dem die Hoffnung der einzige Trost ist. Es sei angemerkt, daß ich diese Story nur am Wochenende fortführen kann, unter der Woche habe ich zu viel zu tun. Ich wünsche allen viel Spaß beim Lesen."
Proxima: The Beginnig of Genesis
Einleitung
Proxima eine idyllische Welt fernab der regulären Handelsrouten. Wir schreiben das Jahr 2335 und die Menschheit befindet sich erneut im Krieg. Doch dieses Mal gegen einen Feind von außerhalb. Die Sern'Kei eine außerirdische, hochentwickelte Rasse hatte sein Auge auf die Menschheit geworfen und hatte den Entschluss gefasst sie zu vernichten. Aber dieser Plan scheiterte. Bei der heldenhaften Verteidigung des Mars gegen die gewaltige Alienflotte gelang der Menschheit ein unerwarteter Sieg. Vielleicht der größte überhaupt. Seit dem befindet sich die Erde im Dauerhaften Kriegszustand. Proxima gehörte zu einer Reihe von weit entfernten Koloniewelten auf den die Menschheit expandiert hatte. Die Sern'Kei hatte ihr Bestreben die Menschheit zu versklaven niemals aufgegeben und beschlossen diese Welt zu vernichten. Doch als ihre Superwaffe, ein überdimensionales Raumschiff mit tausenden von genetischen Seuchen, einsetzen wollten, gelang es einem der zahlreichen Verteidiger mit einem Opfer dieses Raumschiff zu zerstören. Doch die Explosion des Pak'Rak war so immens und entsetzlich, daß sie sämtliche Verteidiger und Angreifer pulverisierte. Nichts blieb mehr von ihnen übrig außer die Reste ihre Raumschiffe und Leichen, die stumm im Weltraum trieben. Doch schien alles so sinnlos, denn die Reste des Pak'Rak stürzten auf den Planeten ab und verbreiteten dabei eine Reihe von Seuchen, die unkontrollierbar auf Proxima zu wuchern begannen. Neben ganzen Städten, die vollkommen ausgerottet wurden, mutierten einige Lebensformen. Die Menschen hatten am Meisten unter dieser Seuche zu leiden. Viele Millionen starben. Dadurch wurde der technisches Entwicklung entgegen gewirkt und die meisten Menschen betrieben primitiven Ackerbau und verfügten nur über primitive Fahrzeuge.
Eine dieser sich ausweitenden Seuchen war ein Virus, der die erstaunliche Fähigkeit verfügte, tote Zellen zu reanimieren. Bei lebenden Menschen führte dies zu einer hochgradigen Mutation und rückentwicklung der geistigen Fähigkeit. Der Alptraum, den man nur aus Horrorgeschichten kannte, wurde Realität. Wandelnde Tote schlürften über die Kontinente und wurden von den niedrigsten aller Bedürfnisse angetrieben. Den Wunsch zu Fressen. Doch am Betrüblichsten war, daß dieses Virus sich durch Bisswunden weiter übertrug.
Seit dem leben die Menschen auf Proxima in ständiger Angst und hoffen, daß die Reste des Militärs sie beschützen können. Aber auf dieser Welt gab es noch gemeinere Geschöpfe als wandelnde Untote, denn neben Mutanten aller Art hatte die Menschheit noch einen schlimmeren Feind. Verräter......
Auf der Pirsch
,,Das war's dann für dich, Mistvieh.“richtete Torin den Lauf seines 11 mm Sturmgewehres auf den verwesten Schädel der abartigen Monstrosität vor ihm. Immer noch wütend, knurrte ihm die tote Bestie an und bleckte seine verfaulten Zähne.
,,Du mich auch.“ meinte er sarkastisch und drückte den Abzug seiner Waffe. Mit einem leisen Klicken verließ eine einzelne Patrone den Lauf des Gewehres und schlug mit einem feuchten, schwammigen Geräusch in den Kopf des nackten Untoten ein. Mit einem Stöhnen brach dieser zusammen und rührte sich nicht mehr. Torin Bluthand war ein Kopfgeldjäger und ziemlich stolz über seinen heutigen Tag. Nicht das dieser Untote eine Herausforderung war, vielmehr weil er eben damit die 100 Abschüsse überschritten hatte. ,,Meine Fresse, du kannst wirklich froh sein, daß du tot bist. Bei dem Aussehen...“ witzelte er und wand sich von diesem traurigen Schauspiel ab. Untote zu jagen war nicht sonderlich schwer. Sie trieben sich mit Vorliebe in Höhlen oder in den Wälder rum, möglichst nahe an einer Siedlung. Mitunter griffen sie sogar kleinere Dörfer an.
Es war schon irgendwie seltsam. Obwohl diese verrottenden Wesenheiten eigentlich überhaupt keine Intelligenz besitzen sollten, attackierten sie nur in größeren Gruppe eine Siedlung an. Es kam gelegentlich vor, daß auch einzelne Untote sich sehr nah an die Höfe der Bauern wagten, aber dies kam eher selten vor.
,,Ah, vergessen.“ schlug er sich vor den Kopf mit seiner vernarbten Hand und kehrte noch einmal zu seiner Beute zurück.
,,Entschuldige.“ meinte er und trennte der Leiche den mittleren Finger seiner rechten Hand mittels eines scharfen Messer ab. Es war keine Trophäe, sondern ein Beweis dafür das er einen Untoten eliminiert hatte.
Schließlich gab es nur pro Kopf eine Prämie und dieser war ihm zu schwierig zu schleppen. Daher hatte er sich mit den örtlichen Schutztruppen geeinigt, nur einen Finger mitzubringen und zu verraten, wo der Leichnam sich befand.
,,Ich wünsche noch einen schönen Tod.“ verneigte sich spöttisch vor dem grausigen Wiedergänger und ging dann in Richtung des Ausganges dieser feuchten Höhle. Giftgrünes Moos wucherte auf den Stalaktiten und ein übler Geruch von Verwesung und Fäkalien lag in der Luft. Ohne sein Tuch, daß er sich um Mund und Nase gebunden hatte, hätte sich der rothaarige Mann schon längst übergeben müssen. Seiner langer Trenchcoat aus Leder und seine doppelvernähte Hose aus einem elastischen Material verhinderte, daß man ihn beißen konnte und er sich möglicherweise infizieren konnte. Die schweren, schwarzen Stiefel mit der stählernen Hacke waren zugleich sein Markenzeichen, als auch eine zusätzlich seine Lebensversicherung, denn ein Tritt mit den Schuhen sorgte zweifellos für ein stumpfes Gehirnschädeltrauma und somit zum Exitus der schleichenden Stinktiere.
Neben seinem Gewehr besaß er noch eine Reihe von Wurfmessern, die er in einem Gürtel um die Hüfte trug, wie zwei Schlagringe, an dessen Enden allerdings 3 cm lange, spitze Eisenstachel angebracht worden waren.
Endlich verließ er die Höhle und riss sich auch gleich das Stück lilafarbenen Stoffes vom Gesicht. Gierig sog er die frische Luft durch seine Nüstern. Von hier oben hatte er guten Überblick auf den grünen Tannenwald und die nur wenige Kilometer entfernte Stadt.
Gerne ging er nicht durch das dichte Wäldchen, denn dort trieb allerhand Viehzeug rum und die meisten dieser Kreaturen waren von 3 bis zu 5 Meter groß.
Um so etwas zu erlegen bräuchte er vergiftete Pfeile oder zumindest einen Raketenwerfer.
,,Naja, zumindest hatte ich einen schönes Leben.“ grinste er und fasste sich nochmal auf seine Wunde, die ihm quer über den Mund verlief. Die Kralle eines Mutanten war die Ursache. Er litt auch an diesem Zombievirus, aber auf irgendeine Weise hatte die Krankheit keinen Effekt auf ihn. Warum wusste er bis heute nicht. Ihm war es auch im Prinzip egal, Hauptsache er war am Leben.
Der Abstieg gestaltete such mühsamer als der Aufstieg. Ständig bröckelten kleinere und größere Steinfragmente ihm auf den Kopf oder unter seinen Füßen weg.
,,Ein Hubschrauber....das wärs.“ knurrte er und machte sich weiter an den Abstieg. Es war ein weiter weg nach unten und er hatte keineswegs vor dort im freien Fall anzukommen. Vielleicht würde er es sogar überleben, denn durch die heftigen Regenfälle war der Boden aufgeweicht und schlammig. Dementsprechend war auch der Himmel bewölkt. Windig war es zum Glück nicht, denn das hätte ihm noch gefehlt.
5 Minuten dauerte es bis wieder den Boden unter seinen Sohlen spürte, doch so richtig freuen konnte er sich nicht darüber, denn schon spaltete ein lautes Grollen den Himmel und es begann zu regnen. Die Regentropfen prasselten auf ihn, aber perlten von seiner Kleidung ab, nur sein kurzes, ungepflegtes Haar wurde vollkommen durchnässt.
,,Klasse. Wirklich klasse.“ beschwerte er sich, nicht weil er Regen hasste, sondern weil die Kreaturen des Waldes nun aus ihren Verstecken kamen und das frische Wasser von den Pflanzen und Pfützen zu trinken. Das sie dabei aber einen Imbiss in seiner Größe nicht ausschlagen würden, war obligatorisch und daher lud er ein neues Magazin in seine Waffe. Das Gewehr wurde durch ein kurzes Klicken entsichert und er grinste.
Nun war er bereit. Die Bewohner der nahen Siedlung hatten einen Pfad angelegt und den hatte er vor zu nutzen. Im Dickicht war er nur noch eine leichtere Beute, hier hatte er allerdings die Möglichkeit einen Angreifer zu sehen.
Irgendetwas von Mistwetter murmelnd, ging er weiter und achtete dabei auf jede Bewegung. Der anfängliche Regen verwandelte sich in ein faustdickes Gewitter und blitze durchzuckten den stürmischen Tag.
Das war allerdings ein Vorteil für ihn. So konnte Torin die gierigen Augen erkennen, die ihm mittlerweile zu verfolgen schienen.
Ein Insekt, daß ca so groß war wie Mensch stürzte sich von einer Baumkrone und hatte sich den Kopfgeldjäger schon als Mahlzeit ausgesucht, bevor Torin sein Gewehr Richtung Himmel hielt und den Abzug drückte. Laut kreischend schlugen Dutzende von Kugel in das Insekt und es stürzte ab. Fiepend wie ein verletzter Hund landete es hinter ihm. Aber Torin hatte wenig Mitleid und feuerte noch mal seine Waffe ab. Einem fleischigen, krachenden Geräusch folgte ein dumpfer Ton und das Insekt war tot.
,,Für euer Mittagessen müsst ihr euch schon anstrengen.“ knurrte er und folgte weiter dem Pfad.
Diese kleine Demonstration sollte wohl die kleineren Räuber abgeschreckt haben, nur würde leider Aasfresser und größere Bestien anlocken, daher erhöhte er auch sein Schritttempo. Weit war es nicht mehr, denn er konnte schon die hohen Mauern und die darauf montierten Scheinwerfer erkennen, ebenso die rauchenden Schlote der kleineren Fabriken.
Er spürte wie die Erde erzitterte und ein Schrei ertönte, den kein bekanntes Tier je hätte ausstoßen können.
,,Verdammt.“ biss er sich auf die Lippe und rannte los, denn dieses Geräusch kannte er. Ein riesige Echse, aus deren Kopf Tentakel wucherten. Ein schreckliches Ungetüm. Ihre Zähne waren unglaublich scharf und fast so lang wie sein Arm. Man nannte dieses Monstrum:,, Octupus vulgaris Saurus oder die beliebtere Kurzform,, bösartiges Mistvieh“.
Auf keinem Fall wollte er auf sowas treffen, nicht ohne eine Harkon-Kanone und einen Gauss-Raketenwerfer. Er vernahm wie ein Baum umgekippt wurde und auf den Pfad hinter ihm stürzte.
Diese Bestie war gleich hier.,,So langsam hasse ich es immer gejagt zu werden.“ Stat weiter zu rennen, tat Torin das einzig Richtige. Er ließ sich fallen und aalte sich im Dreck bis sein ganzer Körper davon bedeckt war. Keinen Moment zu früh, denn schon trat die schuppige Echse aus Tannenwald.
Keine 200 Meter von ihm entfernt senkte es seinen spitz zu laufenden Schädel und verschlag den Kadaver des Insektes mit nur einem einzigen Bissen. Dabei peitschten die dicken, langen Tentakel an seinem Hals erregt durch die Luft und verkündeten seine Zufriedenheit.
Die zweibeinige Kreatur sah zu ihm, konnte Torin nicht erkennen, denn es konnte nur die Körperwärme seiner Beute sehen. Der Schlamm machte den Kopfgeldjäger damit unsichtbar für das scheußliche Raubtier.
Nachdem es sich nochmal umgesehen hatte und keine weitere Beute ausmachen konnte, trampelte es wieder zurück in das dichte Dickicht.
Torin blieb noch eine Viertel Stunde im Dreck liegen, nur um sicher zu gehen, daß diese Bestie wirklich nicht mehr hier war. Mitunter blieben diese Monster etwas länger in der Gegend und lauerten auf ihre nächste Beute.
Nachdem er aufmerksam alles im Blick hatte und die Ohren gespitzt hatte, stand er wieder auf und klopfte sich den Dreck von seinem Trenchcoat.
,,Meine Fresse war das knapp. Danke, Ich bin bedient.“ salutierte er zum dunklen Himmel. Eigentlich Blasphemie, aber seiner Ansicht nach, gab es keine Götter oder sonst eine glorreiche Macht, die sein Schicksal bestimmte.
Leicht erregt ging er weiter und erreichte auch ohne weiteren Vorkommnisse das große, stählerne Stadttor......