Bericht von Inquisitor Gordon über den Orden der Sons of the Night
Telepathischer Kanal: Astropath-Terminus Torugan
Autor: Inquisitor Markus Gordon
Bericht übermittelt durch: Trayon Beta
Ziel: Terra
Datum: 5322888. M40
Der Orden der Sons of the Night weicht in vielen Punkten vom Codex Astartes ab, außerdem gab es häufiger Gerüchte über die Grausamkeit des Ordens im Kampf, wodurch Zivilisten zu schaden kamen, ebenso löschte der Orden die Gesamte Führungsschicht des Planeten Jorlor mit übertriebener härte und Grausamkeit aus als bekannt wurde das sich ein Teil der Regierung dem Chaos zugewandt hatte.
Da die Loyalität des Ordens damit in Frage gestellt werden kann wurde eine umfassende Untersuchung angeordnet.
ORGANISATION DES ORDENS
Der Orden ist größer als im Codex Astartes festgelegt und verfügt über 12. Kompanien deren Stärke zwischen 100 und 120 Astartes schwankt. Die 12. Kompanie bildet hierbei die Scout Kompanie, wobei die Scouts des Ordens vollwertige Astartes sind die sich als Einzelgänger erwiesen haben und daher mit den übrigen als Scouts dienen, die 12. Kompanie ist daher die kleinste und besteht aus ca. 30 - 50 Mitgliedern.
DOKTRINEN DES KAMPFES
Die Doktrinen für den Kampf erinnern sehr an die Taktiken des Verräter Legion des Night Lords, wobei zu beachten ist das die Heimatwelt des Ordens hierbei Ihre Einflüsse hat.
Jedes Ordensmitglied wird intensiv in der Infiltration ausgebildet.
Diese Fähigkeiten werden genutzt um hinter die Feindlichen Linien zu gelangen und dort Chaos und Verwirrung zu legen wo es den Scouts nicht möglich ist.
Solche Unternehmen zielen meist darauf ab die Anführer des Feindes außer Gefecht zu setzten oder wichtige Strategische Orte einzunehmen.
Um die Moral der Feinde zu untergraben schmücken viele Ordensbrüder ihre Rüstungen mit den Abgeschlagenen Köpfen ihrer erschlagenen Gegner.
Der Orden setzt weder auf Nahkampf, noch auf Fernkampf sondern setzt eine Mischung aus beidem ein.
Bei einem Angriff achtet der Orden immer darauf das der Feind auch bezwingbar ist, wird er als zu Stark eingestuft benutz der Orden eine Gurillia Taktik um ihn zu schwächen indem sie Nahrungs-, Treibstoff- und Munitionsdepots zerstören und Nachschubwege unterbrechen.
Der Orden leitet eine Schlacht meist nach einem einfach Muster ein.
1. Die Trupps der Kompanien gehen an vorgesehen Punkten in Stellung, wobei der Orden es bevorzugt in der Nacht zu kämpfen.
2. Die Truppen eröffnen mit schweren Waffen das Feuer auf den meist überraschten Feind sobald sie das Signal dazu bekommen, hierbei setzt der Orden auch auf die Feuerkraft seiner Whirwinds.
3. Die Sturmtruppen, sofern vorhanden springen in das Zentrum der Feindlichen Streitmacht und eröffnen den Nahkampf.
4. Die Truppen rücken vor, meist unterstützt von Cybots, der per Landungskapsel direkt ins Kampfgebiet gebracht werden, da der Orden über nur wenige schwere Panzer verfügt und diese nur einsetzt wenn es absolut erforderlich ist.
HEIMATWELT DES ORDENS
Die Heimatwelt des Ordens ist die Dunkelwelt Narmtra.
Aufgrund der Entfernung zur Sonne und der Atmosphäre dringt kaum Licht an die Oberfläche, jedoch ist der Plante warm genug um eine gewisse Flora und Fauna zu beherbergen.
Der Planet verfügt über zwei Kontinente; Narmata Primus und Secundus.
Auf Narmata Primus existieren drei Makropolen während auf Secundus eine Nomadische Kultur besteht, aus einigen Aspekten dieser Kultur entwickelte der Orden seine Eigenarten wie z.B. das Sammeln von Köpfen.
In tiefen der Makropolen von Narmata Primus erheben sich von Zeit zu Zeit Mutantenhorden, werden jedoch immer von den Verteidigern der Makropolen niedergeschlagen, nur selten muss der Orden hier eingreifen.
Die Ordensfestung befindet sich im höchsten Gebirge des Hauptkontinents und wird von den Bewohnern des Planeten meist als “Tor zur Unterwelt” bezeichnet da sie großteils Unterirdisch liegt.
In Friedenszeiten besuchen die Ordensmitglieder häufig ihre alten Heimstätten und Verwandte.
Die Ordensprister sehen dies als Positiv an da so die Verbundenheit zwischen Orden und Bevölkerung wächst.
FARBSCHEMA
Das Farbschema des Ordens ist in einem Mitternachtsblau - Ton gehalten. Die Verzierung auf der Brustplatte wurde durch einen mit roten Fledermausflügeln verziertem weißen Schädel ersetzt, der das Ordenssymbol darstellt.
Die Waffen des Ordens sind in Pechschwarz gehalten.
Die Kompanie Markierungen sind mit weiß und römischen Ziffern auf dem linken Schulterpanzer angebracht.
Der rechte Schulterpanzer zeigt das Symbol des Captains der die Kompanie anführt.
DIE ORDENSMITGLIEDER
Die Ordensmitglieder werden aus den vielversprochensten Jugendlichen der Bevölkerung ausgewählt, wobei die meisten aus den Nomaden Stämmen von Namatra Secundus stammen.
Der Orden achtet nicht sonderlich auf die Disziplin seiner Mitglieder.
Die jungen Astartes erscheinen einem Außenstehendem daher oft als unreif, was jedoch mit der Erfahrung abklingt.
Nach einigen Jahren Kampf werden die Jungen Astartes ruhiger und Disziplinierter, der Orden lässt ihnen dieses Zeit da es als besser angesehen wird sie ihren eigenen Weg finden zu lassen als sie zur Disziplin
zu zwingen, was nicht heißt das der Orden seinen neuen Mitgliedern alles gestattet.
BESONDERHEITEN
Was die Sons of the Night von anderen Orden noch stärker unterscheidet ist die Tatsache das besondere Ausrüstungen wie z.B. Energieklauen und Energieschwerter nicht nur an höhere Ränge, sondern auch an andere Ordensbrüder vergeben wird wenn sie es sich in den Augen ihrer Vorgesetzen verdient haben. Dies spornt vor allem die Jungen Astartes im Kampf an.
GLAUBENSDOKTIRN
Die Sons of the Night verehren den Imperator als mächtigen Krieger und großen Anführer.
Ihr Glaube ist Stark und ihre Loyalität steht außer Frage.
GENSAAT
Die Gensaat unterliegt der strengen Beobachtung des Adeptus Mechanicus, doch das Experiment scheint sich als Erfolg zu Verzeichnen.
ABSCHLUSS
Ich empfehle den Orden weiterhin unter Beobachtung zu halten.
Gezeichnet
Inquisitor Markus Gordon
Kapitel 1
Bäume raschelten und bogen sich in einer leichten Briese. Eine dunkle Wolke schob sich vor den vollen Mond und verschluckte das Licht.
Zehn Gestalten schlichen sich zwischen den gewaltigen Laubbäumen hindurch, ihre Schritte wären für einen normalen Menschen, trotz der schweren Servorüstungen, nur schwer hörbar gewesen. Ein Space Marine hingegen konnte es hören.
„Bald sind wir da“ hörte Kontan eine Stimme im Funk sagen und nickt unbewusst, ja bald würden sie ihr Ziel erreichen und der Kampf würde beginnen. Sie würden gegen die Feinde des Imperators kämpfen und sie vernichten.
„Ruhe“ meldet sich die befehlende Stimme von Sergeant Einar, der nur wenige Schritt vor Kontan ging. Im Gegensatz zum Rest des Trupps trug der Sergeant keinen Helm.
„Verstanden Sergeant “ kam die Antwort. Stille herrschte während sie durch die Nacht schlichen. Die einzigen Geräusche dir noch zu hören waren war das wispern des Windes und das rascheln des Unterholzes.
Ein leisen quicken ließ Kontar herumfahren und seine Bolter heben, seine Kameraden taten es ihm gleich. Nur einen Herzschlag später atmeten alle auf, ein kleines Tier hatte das Geräusch verursacht und suchte nun erschrocken sein Heil in der Flucht.
„Ihr seit ja so Nervös als würdet ihr in eure erste Schlacht ziehen“ stellt Einar nüchtern fest, keiner wagte es sich ihm zu wiedersprechen, denn ganz so unrecht hatte der Sergeant nicht.
Langsam ließen die Marines ihre Waffen wieder sinken und setzten ihren Marsch fort.
Das Heulen einer Wolfähnlichen Kreatur schwoll an und ebbte ab. Kontar fühlte sich unbehaglich. Seit einer Stunde marschierten sie nun durch den Wald und nährten sich ihrem Ziel, dabei waren sie weder auf Wachposten, noch auf Streifen der Orks getroffen. Er wusste nicht warum doch es beunruhigte ihn. Hatten die Orks von dem Angriff erfahren und lockten sie nun in eine Falle oder waren sie einfach nur unvorsichtig? Kontar wusste es nicht.
Plötzlich blieb der Sergeant stehen und hob die Hand zum Zeichen das sie stehen bleiben sollten.
„Kontar, geh ein Stück voraus und schau dich um“ befahl Einar und sah richtet seine dunklen Augen auf ihn. Kontar nickte, er hatte keine Ahnung was sein Vorgesetzter gesehen hatte aber es war besser Vorsichtig zu sein.
So leise er konnte schlich er vorwärts, seine Kameraden blieben hinter ihm zurück. Erneut hörte er das Heulen der Wölfe, doch da war noch etwas anderes. Kontar sah sich um, die Sensoren in seinem Helm und seine verbesserte Nachtsicht halfen ihm sich zu Orientieren.
Lautes ,grollendes, Lachen erregte Kontars Aufmerksamkeit. Vorsichtig schlich er sich in die Richtung aus der das Geräusch gekommen war.
Nach wenigen Minuten konnte er die Urheber des Lachens ausmachen: zwei massige Orks hockten einige Meter entfernt auf dem Boden und tranken irgendeine Flüssigkeit aus Glasflaschen. Kontar ging hinter einem Baum in Deckung und drückte sich an den Stamm.
Die grüne Haut der fast zwei Meter großen und ebenso breiten Xenos wirkte fast wie Moos. Seine verbesserte Nachtsicht konnte Kontar erkennen das die Orks rötliche Westen und eine braune Hosen trugen, die Kleidung wirkte zerschließen. Die beiden Grünhäute trugen jeder eine Pistole und eine Axt.
Die Waffen der Orks wirkten primitiv und grobschlächtig, doch Kontar zweifelte nicht im mindesten daran das sie ihren Zweck erfüllten
Die Orks schienen ihren nahenden Tod noch nicht bemerkt zu haben, denn einer der beiden kratzte sich gemütlich am hinterteil und unterhielten sich mit seinem Kameraden in einer lauten und groben Sprache, es schien als müsse diese Sprache immer aus gebrüllt werden.
“Sergeant, habe zwei Orks ausgemacht. Soll ich sie ausschalten?” hauchte Kontar in sein Mikrofon, das in seinen Helm eingebaut war. Es dauerte einen Moment bis Einar antwortete: “Schalt sie aus, aber mach es schnell und sorg dafür das sie ihre Artgenossen nicht mehr warnen können”.
“Verstanden” bestätigte Kontar und hob seine Bolter, jetzt kam es drauf an. Vorsichtig schob er sich soweit um den Stamm das er ein gutes Schussfeld hatte. Mit einer schnellen Bewegung lud er seine Waffe durch und legte an.
Der erste Schuss ließ den Schädel eines Orks platzen und verspritzte Knochensplitter, Hirnmasse und Blut. Der andere Xeno brüllte und sah sich hektisch um. Erneut zielte Kontar und drückte ab, doch bevor das Geschoss sein Ziel traf drehte sich der Ork.
Unter dem Schmerzenschreien der Grünhaut legte schoss Kontar ein weiteres mal, sein vorheriger Schuss hatte der Kreatur nur die Schulter zerrissen. Doch der dritte traf.
Erneut verteilten sich Blut und Gehirn über den Boden. Der schwere Körper fiel zu Boden.
“Ziel ausgeschaltet” meldete Kontar über Funk und verließ seine Deckung. Es dauerte nur wenige Minuten bis der Sergeant und die übrigen Astartes wieder zu ihm stießen.
Ohne große Worte winkte Einar sie hinter sich her, er beachtete die beiden Orkleichen nicht weiter.
Eine gepanzerte Hand legte sich auf Kontars Schulterpanzer. “Gut gemacht” erklang die, durch den Helm metallisch klingende Stimme von Steffen.
Kontar winkte ab. “Hätte jeder geschafft”.
“Wie du meinst” sagte Steffen und zuckte mit den Achseln, Kontar wusste das sein Freund und Kamerad unter seinem Helm breit grinste.
Schweigend marschierten sie weiter durch den Wald, hier und da hörten sie Laute von Tieren, doch ansonsten herrschte Stille. Die beiden Orks schienen sich weit abseits ihres Lagers aufgehalten zu haben.
Ein knacken im Funk ließ Kontar aufmerksam werden. “Oberkommando an Kompanie. Hier Captain Arman. Alle Einheiten befinden sich in Stellung. Der Angriff wird mit der Zerstörung des feindlichen Treibstoffdepots eingeleitet. Instruktionen hierzu sind bekannt. Oberkommando Ende”.
Neun Augenpaare richteten sich auf das Vernarbte Gesicht von Sergeant Einar. “Ihr habt es gehört. Wir werden den Angriff einleiten, also bewegt euch”, knurrte Einar und ging voraus. Kontar sah zu Steffen, dieser nickte als Zeichen das es ihm genauso ging wie ihm. Sie wussten beide das von diesem Einsatz eine menge abhing.
Kapitel 2
Mehrere große Tanks ragten in einiger Entfernung über den Baumwipfeln auf. Das Metall schimmerte leicht im hellen Licht des Mondes. Kontar schloss die Augen und murmelte ein Gebet an den Imperator um sich zu beruhigen. Seinen Helm hatte er zuvor abgelegt. Vor wenigen Minuten waren Marcus und Andre vorausgegangen um die Lage auszukundschaften, die Zahl der Wächter festzustellen und um eventuelle andere Gefahren auszumachen.
“Nervös?”, fragte Steffen ihn leise. Ohne den Helm war seine Stimme tief und ernst. “Ein wenig.”, wich Kontar der Frage aus.
“Ach komm, ich sehe es dir doch an.”, stichelte Steffen und Kontar wusste das er es nur tat um seine eigene Nervosität zu verbergen.
“Dir geht’s aber auch nicht besser.”, gab Kontar grinsend zurück.
“Meinst du?” Ein Grinsen zog sich nun auch über die Lippen seines Freundes. “Ich beweis dir gleich das....”, bevor er den Satz beenden konnte mischte sich Darkan ein. Darkan war der Korporal des Trupps. Wie er zu dieser Position gekommen war, war allen rätselhaft, denn Darkan war ein Angeber wie er im Buche stand.
„Seid still ihr beiden oder ich lass euch nach der ganzen Sache hier die Ausrüstung putzen.“
„Gib Ruhe du Möchtegern Offizier…“, knurrte Darmo, der direkt hinter Darkan stand. „…oder ich zeig dir gleich mal was du zu Befehlen hast.“
Der Korporal fuhr herum: „Halt dich da raus Darmo!“
„Ich halte mich raus wenn ich das für richtig finde und wenn ich könnte würde ich jemand anderen zum Korporal bestimmen, denn du gehst uns allen langsam aber sicher auf den Nerv.“, antwortete Darmo und baute sich zu seiner vollen Größe auf. Die Mutlimelter, die er in den Händen hielt wirkte bedrohlich. Darmo war der Größte und Stärkste im Trupp.
„Ruhe ihr Grünschnäbel. Solche Probleme können wir bereden wenn die Schlacht vorüber ist und wie alle noch Leben.“, meldete sich Sergeant Einar zu Wort und ließ alle anderen Verstummen. Bis zur Rückkehr der beiden Späher herrschte völliges Schweigen.
„Sergeant?!“, durchbrach eine mechanisch Stimme die Stille.
„Was gibt es Marcus?“, fragte Einar und wandte sich zu den beiden jungen Marines um, deren gerüstete Gestalten sich aus der Dunkelheit schälten.
„Erschütternde Neuigkeiten...“, begann Andre und nahm seinen Helm ab. „Die Orks sind nicht die einzige Bedrohung.“
„Wie meinst du das?“ Der Blick des Sergeant wurde stechend.
„Verräter Abschaum.“, antwortete Marcus. „Wir haben mehrere Chaos Marines bei den Treibstofftanks gesehen. Wir konnten zwar nicht erkennen was sie taten, aber sie schienen nicht mit den Okrs zusammenzuarbeiten, vielmehr haben sie die Grünhäute ausspioniert“.
„Das ist in der Tat bedenklich. Ich werde mit dem Oberkommando sprechen. Macht euch währenddessen Abmarsch bereit.“, sagte der Sergeant (kein Komma) und entfernte sich ein paar Schritte.
Kontar und Steffen setzen sich ihre Helme auf. Der Rest des Trupps folgte ihrem Beispiel. Vorher aber hatte Kontar an ihren Gesichtern sehen können, dass die Neuigkeit über die Verräter Marines sie mit Wut und Nervosität gleichermaßen erfüllt hatte.
Es dauerte einige Minuten bis der Sergeant zurückkam. Sein Gesicht wirkte besorgt und doch entschlossen.. „Wir machen weiter wie geplant. Wenn wir mit den diesem Orklager fertig sind, werden wir uns um die Ketzer kümmern.“, verkündete er das weitere Vorgehen.
Die Marines nickten. Sie hatten verstanden und würden ihre Befehle ausführen.
Während sie durch den nächtlichen Wald marschierten, kontrollierte Kontar immer wieder seine Bolter. Auch seine Kameraden überprüften ihre Waffen. Der einzige der ruhig schien war der Sergeant.
Kontar musterte seine Kameraden. Fünf von ihnen, er selbst eingeschlossen, trugen Boltergewehre. Darmo trug seine Multimelter. Lars, den Kontar manchmal als ziemliche Nervensäge empfand, trug einen Flammenwerfer. Marcus und Andre, die beiden Späher, trugen Kettenschwerter und Boltpistolen.
Sergenat Einar hielt ein Energieschwert in der einen und eine Plasmapistole in der anderen Hand.
*
Das Krachen der Schüsse und das Gebrüll der Orks durchschnitten die Stille der Nacht. Kontar schätze, dass es mindestens drei Dutzend Grünhäute waren, die das Treibstofflager bewachten.
Mit erhobenen Äxten stürmten die Xenos auf sie los und schossen dabei mit ihren primitiven Pistolen.
Ein Ork nach dem andren fiel in dem Feuerhagel den Kontar und seine Kameraden entfesselten. Blut tränkte den Boden und Gräser verbrannten im Feuerstrahl von Lars Flammenwerfer, der drei der Angreifer mit einem Schlag auslöschte. Darmos Multimelter riss einem der Xenos ein Loch in den Bauch durch das dessen Kopf gepasst hätte.
Fast die Hälfte der Orks war bereits Tod als sie die Marines erreichten. Der Nahkampf begann. Mit seinem Energieschwert enthauptete Einar den größten der Orks und streckte mit einem Schuss seine Plasmapistole einen weiteren Ork nieder.
Kontar zog sein Kampfmesser und blockte den Axthieb einer Grünhaut. Ohne zu zögern holte der Ork ein weiteres mal aus, doch Kontar wich aus und schoss ihm mit seiner Bolter in den den Kopf. Der Schädel explodierte in einer Fontäne aus Blut und Gehirnmasse.
Kontar richtete seine Waffe auf den nächsten Angreifer und schoss. Der Schuss riss dem Ork den Arm ab, doch es schien ihm kaum etwas auszumachen. Der Ork warf sich regelrecht auf Kontar und schlug mit der Axt, der er in seiner verbliebenden Hand hielt, nach ihm.
Die Axt krachte gegen Kontars Servorüstung und blieb in der Schulterpanzerung stecken. Sofort riss der Ork seine Waffe wieder heraus und holte aus, doch bevor er einen weiteren Treffer landen konnte, rammte Kontar ihm sein Kampfmesser zwischen die Augen. Die Servomotoren seiner Rüstung jaulten leise auf als sie die Kraft lieferten den dicken Schädel des Orks zu durchbrechen.
Mit einem ruck zog Kontoar das Messer wieder heraus. Der massige Körper seines toten Gegners fiel zu Boden.
Ein kurzer Blick auf seine Umgebung verriet Kontar, dass die meisten Orks bereits tot waren. Ein feiner Nebel aus Blut legte sich dort über das Schlachtfeld wo Marcus und Andre mit ihren Kettenschwertern einen Ork nach dem anderen niedermachten.
Der letzte Ork verbrannte zu einem Häufchen Asche als Lars ihn mit seinem Flammenwerfer unter Feuer nahm. Der Kampf war vorüber.
*
Kontar sah sich um. Keiner seiner Kameraden war gefallen oder ernsthaft verletzt worden. Nur Ronar, der jüngste des Trupps, hatte eine leichte Verletzung am Unterarm abbekommen als ein Ork seine Axt gegen ihn erhoben hatte. Der Riss wurde erst einmal mit Zement repariert. Auch Kontar flickte seine Rüstung. Wahrendessen kümmerten sich Sergeant Einar, Steffen und Lars um die Zerstörung des Treibstoffdepots. Sie platzierten mehrere Sprengsätze zwischen den einzelnen Tanks, die ausreichen sollten alles in die Luft zu jagen.
Nachdem alle Sprengsätze sich an den Richtigen Stellen befanden, entfernten sie sich und Sergenat Einar löste die Zünder per Funk aus.
Eine gewaltige Explosion erschütterte die Erde und eine meterhohe Flammensäule schoss in den Himmel und tauchte den Wald in blutiges Licht.
Kontar wusste das der Angriff auf das Lager der Orks nun beginnen würde, doch er wusste auch, dass die grünhäutigen Xenos leicht zu besiegen waren. Im Vergleich zu dem was noch kommen würde.
Das Chaos hatte die Angewohnheit sich sehr lange auf einem Planeten aufzuhalten bevor es zuschlug und wenn sich bereits Verräter Mariens hier aufhielten, dann war es gewiss bald soweit. Sie würden sich offen zu erkennen geben um die Welt im Namen ihrer finsteren Götter zu erobern.
In der Ferne halten Explosionen wider und erschütterten die Erde.
“Bewegung, wir müssen unsere Brüder unterstützen.”, knurrte Sergeant Einar und lief mit gezückten Waffen voraus. Kontar, Steffen und die übrigen Marines folgten ihm. Sie alle brannten in ihrem tiefsten Inneren darauf wieder in die Schlacht zu ziehen. Im Namen des Imperators.