Nach der freudigen Überaschung in Form einer Gaystation3 hab ich mir am Monatg direkt den Konsolen-Hypetitel schlechtweg gekauft:
Ubisoft's Assassin's Creed.
Bisher hab ich es noch nicht allzuweit gezoggt aber die Grafik ist, selbst auf meinem old-school Fernseher, vom Feinsten. Die Steuerung ist unglaublich intuitiv und die Storyline im, ich nenne ihn mal, Assassin's Modus packt noch mal ein paar Sahnemomente oben drauf.
Allerdings hört hier die Lobhuldigung auch schon wieder auf: Die KI der Gegner ist vergleichsweise lachhaft, jedoch geb ich die Hoffnung nicht auf, dass der Schwierigkeitsgrad sich mit dem Levelfortschritt weiter hochschraubt. Bisher hat sich dass nur dadurch geäußert, dass ein paar mehr Bogenschützen auf den Dächern rumlungerten.
Nun aber zu den zwei, für mich zumindest, herausragensten Macken: die Meta-Story und die Abwechslung.
Ohne zuviel spoilern zu wollen will ich nur Folgendes festhalten: Es gibt den Assassin's Mod, wo du dich im 13. Jhrd. zur Zeit der Kreuzzüge rumtummelst und es gibt einen Mod, im dem dir erklärt wird, WARUM gerade DU dich im 13. Jhrd. zur Zeit der Kreuzzüge rummtummelst.
Hä? Ja, genau.
Spätestens wenn du das Spiel gestartet hast, weisst du was ich meine.
Nicht nur, dass diese Meta-Story in meinen Augen unglaublich nervtötend ist, ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen wozu man diesen braucht!
Narrative Kunstgriffe zur Entwicklung der Geschichte? Wohl kaum.
Abwechslung für den Spieler schaffen? Eher den Spieler auf die Folter spannen, wie es im Assassin's Mod weitergeht.
Macke Nr.2, die Abwechslung....oder das Ausbleiben der Selbigen.
Reite zu Stadt X; löse eine kleine Quest (bisher immer die gleiche) um in die Stadt zu gelangen; löse mindestens 2 Quests aus den immer gleichen Drei -Belauschen, Bestehlen und Verprügeln- um den "Hit" frei zu schalten; Kill den Endboss; Reite zu Stadt Y; wiederhole wie oben beschrieben.
Hurra.
Wie gesagt, ich bin noch nicht so weit und vielleicht ändert sich ja noch einiges.
In der Zwischenzeit vertreibe ich mir die Zeit indem ich einfach diese excellente Grafik von Türmen und hohen Gebäuden aus betrachte -die Städte und umliegende Landschaft sind einfach Wahnsinn- und die Bogenschützen von meinen Dächern runterschubse.
Man kann noch kleinere Quests lösen und ein paar Sammelaufgaben unternehmen, aber auch da stellt sich schnell Monotonie ein. Bisher habe ich sowas nur aus der Motivation heraus gemacht, dass ich eventuell Bonusinhalte und/oder -fähigkeiten freischalten kann, aber auch an der Front hat sich nicht viel getan.
Weitere Fähigkeiten für deinen Assassin gibt es nur nach jedem geschafften Kill.
Ist es einen Kauf wert?
Naja, es ist definitiv nicht dieses ultimative Spielerlebniss wie angepriesen, aber welches Game ist des schon?^^ (Ja, ich höre euch "Street Fighter II" skandieren)
Auf jeden Fall rubbelt die gelungene Mischung aus Sandbox-Feeling a là GTA und der Atmosphäre von Prince of Persia die gröbsten Macken weg. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass der Mehrspielwert für den ein oder anderen zu gering ist um wirklich die 60 €uronen zu latzen. Deswegen würde ich den Semiinteressierten raten, das Game erstmal für ein Wochenende auszuleihen und dann weiter zu schauen.