• Durch Dawn of War bin ich auf das Warhammer 40.000 Universum richtig scharf geworden. Dadurch ist auch meine Interesse an dem Tabletop geweckt worden. Doch bei näherer Betrachtung wird einem die gewaltige Dimension des ganzen erst einmal bewusst.
    Demnach schwirren einem unzählige Fragen durch den Kopf und man weiss gar nicht, wo man anfangen soll, das ganze zu verstehen.

    Wie funktioniert das Tabletop System grob erklärt? Wie werden die komplexen Schlachten ausgetragen? Was ist ein Codex...usw.
    Hinzu kommen Fragen zu dem Universum ansich. Es gibt viele Bücher, Romane und dergleichen, mit welchen sollte man anfangen? Gibt es Bücher die sich nur mit den einzelnen Rassen, deren Entstehung, Einheiten usw, befassen? Gibt es Bücher, die die Geschichte von Warhammer 40.000 erzählen?

    Vllt könnt und wollt ihr mir weiterhelfen. Gibt es eine Seite, wo das Tabletop grob erklärt wird, sodass man sich von dem Aubau und dem Spiel ansich ein Bild machen kann? Ich meine jetzt nicht die Seite: Games Workshop Portal. Denn diese ist ja eher für eingeweihte und deshalb für Unwissende ziemlich unübersichtlich und nichtssagend.

    Dann wollte ich mal nach den ganzen Büchern und Romanen über das Warhammer 40.000 Universum fragen. Gibt es da eine Seite, wo alle Werke aufgelistet und beschrieben sind? Es gibt da sicherlich eine Menge, und die alle einzeln aus dem Netz zu fischen, wäre eine unübersichtliche Aufgabe.

    Zu guter letzt eine Frage zu den Modellen. Ich wollte mir gern mal ein kleines und billiges Set kaufen, indem ein paar Modelle zum basteln und bemalen, sowie Pinsel und passende Farben enthalten sind. Halt ein billiges Einsteiger Set, dazu da, sich der Materie behutsam zu nähern und auszuprobieren. Am liebsten wäre mir ein Set von den Chaos.

    Ich danke schonmal im vorraus, und hoffe, ihr könnt mich ein wenig aufklären oder zumindest anderweitig helfen. :)

  • Willkommen im Hobby! :D

    Das Tabletop grob erklärt:

    Zwei Spieler und zwei Armeen werden benötigt. Vor dem Spiel sollte man sich mit seinem Gegner über die Größe des Spiels verständigen. Die größe berechnet sich anhand des Punktwerts der Armee. Der Punktwert der Armee errechnet sich aus den einzelnen Trupps. jeder Trupp kostet eine gewisse Zahl an Punkten, die je nach Rasse und Ausrüstung variieren kann.

    Im Regelbuch sind verschiedene Spieltypen beschrieben, von denen man einen auswählt.

    Beide Spieler stellen ihre Armeen auf dem Schlachtfeld auf ( für den Anfang reicht ein großer Tisch als Unterlage und einige Gegenstände als Gelände ).

    Dann beginnt der erste Spieler mit seinem Spielzug. Zunächst werden alle Einheiten bewegt. Dann geht es in die Schußphase und schließlich in die Nahkampfphase. In der Schußphase muss der gegnerische Spieler ggfs nur Rüstungswürfe bestehen, um zu sehen, ob seine Truppen den beschuß schadfrei überstehen. In der Nahkampfphase kann der Gegner zurückschlagen, d.h. auch der Spieler, dessen Zug es ist, kann Modelle einbüßen.
    Danach ist der zweite Spieler an der Reihe und zieht seine Modelle, schießt mit ihnen und geht in den Nahkampf.

    So geht es dann weiter, bis die Schlacht vorbei ist.

    Es wäre noch zu sagen, dass jedes Modell ein Profil besitzt, welches sich aus unterschiedlichen Werten zusammensetzt. Im Profil kann man erkennen, wie stark, widerstandsfähig und schnell ein Modell ist, bzw. wie viele Attacken es hat und wie gut es im Nahkapf, bzw. Fernkampf ist.

    Das ist wirklich sehr grob erklärt, denn es gibt natürlich noch viele weitere Regeln zu beachten, sowie Sonderregeln, die das ganze Spiel beeinflussen.

    Was ist ein Codex:

    Neben dem Hauptregelbuch gibt es für jedes Volk einen eigenständigen Codex. Das Hauptregelbuch erklärt die Allgemeinen Regeln, sowie globale Sonderregeln ( sonderregeln, die für viele Völker gelten und für alle gleich funktionieren ) und Missionen.
    Der Codex bezieht sich auf ein spezielles Volk. Darin sind dann Hintergrund und Sonderregeln des Volkes enthalten, sowie die Armeeliste.
    Die Armeeliste wird zum Spielen gebraucht, da hier die einzelnen verfügbaren Truppen des Volkes, deren Punktkosten, Sonderregeln und Ausrüstungsoptionen aufgeschlüsselt sind.

    Zu den Büchern:

    Die Entstehungsgeschichte ist am besten im großen Regelbuch zu lesen. Hintergründe übder die einzelnen Völker gibt es da auch, aber die sind recht allgemein. Genauere Informationen über ein Volk erhält man aus den unterschiedlichen Codexbüchern.

    Romane erzählen immer einen kleinen Teil und dann auch meist nur über ein spezielles Volk.
    Im Forum wurde mal eine Liste verschiedener Romane aufgestellt ( Warhammer 40k Roman Liste ). Grundsätzlich sollte man vor jedem Roman wissen, was ein imperialer Soldat, ein Space Marine oder ein Eldar ist. Ansonsten würde ich nur empfehlen, immer mit dem ersten Buch einer Serie ( sollte es eine sein ), anzufangen.

    Zur TT Seite:

    Ich wüßte jetzt leider keine. Aber am sinnvollsten wäre es, wenn du mal in einen Games Workshop Laden gehst und dir mal vor Ort ein Spiel live anschaust, bzw. gleich mitspielst ( GW Mitarbeiter ermöglichen dir da sicher ein kurzes Spiel, damit du siehst, wie es geht ).
    Wo die einzelnen games Workshop Filialen sind, kannst du hier nachlesen: LINK

    Nochmal zu Büchern:

    Ich denke, die oben genannte Liste ist zumindest an deutschen Büchern recht vollständig. Eine Übersicht über englische Bücher findest du bei der Black Library. Einfach mal ein wenig stöbern.

    Modelle:

    An sich wäre eine lohnende Anschaffung das Sturmlandung auf Black Reach Set. Darin ist ein kleines Regelbuch ( ohne Hintergrund ), Würfel, Maßstab und eine Unmenge an Miniaturen ( Space marines und Orks ). Kostenpunkt 60 €.
    Wenn es nur um ein paar Minis und Farben geht, wäre das Black Reach Malset nicht verkehrt. Einige Minis ( Space Marines ) und ein paar Farben sowie ein Pinsel.

    Wenn es Chaos sein soll, könntest du dir eine Box Snap Fit Chaos Space Marines holen ( 3 Minis ), ca. 7,50€. Die Farben und Pinsel müßtest du dir dann aber extra beschaffen. ( Anmerkung: ich hab die Snap Fit CSM nicht im GW online Shop gefunden, daher der Link zu einem anderen Fantasy shop )

    Snap Fit Modelle bestehen aus wenigen Teilen ( Chaos space Marines aus 3 Teilen + Base, wenn ich mich nicht irre ). Dann gibt es aber auch noch die "echten" Modelle, die aus weit mehr Einzelteilen bestehen. bei den Chaos Space Marines wäre das :

    - Backpack
    - Kopf
    - Oberkörper Vorderseite
    - Oberkörper Rückseite
    - Unterkörper
    - Arm rechts
    - Arm links
    - 2 Schulterpanzer
    - Waffe

    + Ausrüstung
    + Base

    Diese Modelle gibt es nur in den normalen Boxen und sind natürlich etwas teurer. Hier mal ein Bild eines Chaos Space Marines Miniaturen Gußrahmen: LINK2

    Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.

  • Danke für deine Mühe. Du hast mir echt weitergeholfen. Zum Glück gibt es einen Warhammer Shop in meiner Nähe, ich denke ich werde da mal hinfahren und mich weiter erkundigen.

    Nur die Modelle verwirren mich noch etwas.
    Es gibt die von dir genannten Snap Fit Figuren. Diese bestehen aus wenigen Teilen + Base. Und dann gibt es noch die "echten" Modelle, die aus vielen Einzelteilen bestehen. Wieso gibt es da einen Unterschied? Sind die Snap Fit Figuren nur zum sammeln und nicht zum Spielen ? Sind sie weniger detailliert aufgebaut als die "echten"?
    Und dann habe ich noch was von Citadel-Figuren gelesen, ich glaube das war bei dem Link zu dem Hauptregelbuch.


    Und noch eine Frage zu den Farben. Ich habe gelesen, das die Bemalung der Figuren sehr aufwendig ist. Man braucht verschiedene Lacke und Grundtöne, man muss die Farbe in Schichten aufmalen und sie "bürsten". Deshalb die Frage was ich da alles für Ausrüstung brauche. Was für Pinsel, was für Grundfarben und wie viel kosten die Farbtöpfe allgemein?

  • die snapfit-modelle, sind vollwerrtige modelle. der nachteil dieser,ist halt, dass sie einfach nicht sehr "lebendig" aussehen. die "richtigen" modelle, kannst du halt individuell posieren und ausrüsten.

    das aufwendige bemalen, hängt davon ab, wie du deine armee präsentieren willst. ob du nun eine hammer glänz armee (sehr sehr aufwendig) oder eine tt-standard armee willst. die 2te variante ist relativ einfach zu bemalen und du brauchst auch keine großen technicken außer halt verschiedene schichten.
    für werkzeug schauste hier

    "Stop feeling my CHEST!" "It's really more of a grabbing motion..."

    Edited once, last by L4rg0 (October 29, 2008 at 1:27 PM).

  • Ah, danke für den Link. Also dürfte fürs erste ein Teppichmesser, Pinsel mit Naturhaar und halt die Farben reichen.

    Einige schrieben, sie benutzen einen Bohrer. O.o Wofür braucht man denn einen?

    Und wann sind die Figuren aus Zink und wann aus Plastik? Oder gibt es da wieder verschiedene Modellarten, für die ich mich entscheiden muss?

    Edit: Ich habe vorhin auf Games Workshop gelesen, das man die Figuren vor dem eigentlichen bemalen mit einer Grundierung besprüht. Ist diese notwendig? Ebenso erfuhr ich etwas übers tuschen und bürsten. Was bedeuten diese zwei Begriffe?

  • Teppichmesser ist an sich etwas groß. Ein kleiner Cutter eignet sich da meiner Meinung nach besser.

    Der Bohrer wird für einige Sachen beutzt. Bei den Modellen sind die Läufe der Waffen nicht mit einer Mündung versehen, so dass man einen schwarzen Punkt als Mündung malen müßte. Manchen ist das nicht genug und sie bohren eine Mündung in die Waffe.
    Zweitens zum stiften. Wenn ein Modell aus Metall besteht, kann es sein, dass die Teile allein mit Kleber nicht besonders gut halten. Dann werden einfach Löcher in beide Teile gebohrt und ein kleiner Draht dazwischen gesteckt. Sozusagen als Stabilisierung.

    Es gibt beides, Plastik und Metall. Die normalen Truppen sind nahezu alle komplett aus Plastik. Besondere Charaktere und verschiede nicht Standard Modelle sind aus Metall, bzw. zu einem großen Teil aus Metall.

    Grundieren ist nicht verkehrt, bevor man bemalt. Es geht wohl auch ohne, aber das Ergebnis ist bei weitem nicht so gut, wie auf einem grundierten Modell.

    Tuschen sind auch Farben ( Washes ). Diese Farben sind jedoch äußerst dünnflüssig und haben keine große Deckkraft. Aber sie können helfen, ein Modell zu schattieren.

    Bürsten ist recht einfach. Man nimmt etwas Farbe auf den Pinsel und streicht einen Großteil der farbe auf einem Tuch ab. Wenn kaum noch farbe auf dem Pinsel ist, dann damit sanft über das Modell gehen. So werden die erhöhten Stellen bemalt, die tiefer liegenden bleiben ohne Farbe

    Schau dir mal den Brustpanzer an. Ich hab die heraldik erst mit Shadow Grey bemalt und anschließend mit Skull White drüber gebürstet. Trotzdem ist noch einiges von dem Shadow Grey zu sehen.

  • Ich habe mich vorhin auf der Games Workshop Seite rumgemümmelt und ein bisschen zu den Völkern und dem Tabletop gelesen. Wie es aussieht, finde ich die Chaos Space Marines am interessantesten. Dabei ist mir aufgefallen, das diese sich in vier Götter unterteilen. Einmal Khorne, Nurgle, Tzeentch und Slaanesh.

    Müsste ich mich für eine Gottheit entscheiden und spielen die sich alle unterschiedlich? Hinzu kommt, das die Modelle je nach Gottheit anders aussehen. So sehen die Anänger des Nurgle richtig verfault und Untot aus. Wenn ich mir jedoch die Modelle der Chaos Space Marines ansehe, so sehen die immer wie die bekannten aus. Gibt es für jede Gottheit eigene Miniatur- Boxen?

  • An die Chaos Spieler:
    Welche Vor und Nachteile hat die Fraktion Chaos. Was mir aufgefallen ist, das Chaos eine Menge verschiedener Einheiten hat und ich denke mal das sie eine gute Mischung aus Feuerkraft und Nahkampf abgeben.

  • Normale Chaos Space Marines sind inzwischen alle auf Nah- und Fernkampf ausgelegt.

    Du wirst kaum eine Armee finden, die so flexibel ist, wie Chaos Space Marines. Nachteil ist, das es inzwischen so ist, dass die Dämonen eine eigenständige Armee geworden sind. Daher gibt es für die Chaos Space Marines keine gottspezifischen Dämonen mehr.

    Ansonsten ist man bei Chaos sehr frei, was die Armee angeht. Man kann sich auf eine bestimmte Gottheit festlegen, verschiedene gottspezifische Einheiten in eine Armee aufnehmen, oder man spielt ganz ohne spezielle Kult Truppen ( Kult Truppen sind die Einheiten der speziellen Chaos Götter ).

    Die Kulttruppen sind ja auf der Games Workshop Seite beschrieben. Man kann ohne Probleme einen Trupp Emperors Children in seine Armee aufnehmen und später dann noch Khorne Berserker, Thousand Sons oder Seuchenmarines hinzufügen. Hintergrundtechnisch sollte man nur in diesem Fall eine Armee des ungeteilten Chaos als Hauptstreitmacht nehmen. Eine Emperors Children Armee würde beispielsweise niemals Khorne Berserker beinhalten. Die anderen Kulttruppen ( Thousand Sons, Seuchenmarines ) natürlich auch nicht.

    Ich habe eine Rote Korsaren Armee im Aufbau ( ungeteiltes Chaos ), daher kann ich problemlos Kulttruppen aller vier Chaosgötter aufnehmen.

  • Da ja Khorne irgendwie der Erzfeind von Slaanesh ist. Das wäre hintergrundtechnisch eine Friktion zu erwarten, wenn man nicht ungeteiltes Chaos nimmt.

  • Bin ich mal nicht am Start, geht's hier richtig ab ... freut mich ... und in letzter Zeit seh ich immer wieder jemand neues der sich fürs Tabletop interessiert.

    Schön wär es auch wenn der Opferfinder (Angaben für Spieler mit Wohnort) aktualisiert wird und wir hier eine kleine Datenbank entwickeln.

    Edited once, last by Khorny (October 30, 2008 at 10:56 AM).

  • Hallo, ich habe vor kurzem mit Tabletop begonnen und habe nun eine kleine Streitmacht zusammen, welche ich nach den mittelalterlichen Tempelrittern gestalten will.
    Sprich meine Space Marines sollen weiße Wappenröcke, silbrige Rüstungen und rote Kreuze erhalten.
    Irgendwelche Farbempfehlungen?

  • Na, Skull White für die Wappenröcke, evtl. etwas Bleached Bone. Silbrige Rüstungen Chainmail und Boltgun Metal, Rote Kreuze Blood Red.

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