QuoteOriginal von .Phoenix.
denn die [linken Krawallmacher] wurden nicht ausgebildet um solche situationen zu lösen ...
Aber leider oft genug dafür ausgebildet, Krawall zu machen.
Meine sehr weitgehende Loyalität haben in diesen Situationen grundsätzlich ersteinmal die Polizeibeamten, die dort ihren Arsch hinhalten. Und warum?
Nicht wegen den Rechten, die machen nämlich keinen Krawall.
Ich kann gut verstehen, dass die Polizei Schild und Schlagstock den Linken entgegenhält. Denn die Rechten sind schlau genug die Füße stillzuhalten. Die Linken kommen hin, um Nazis zu verhauen. Und da stehen dann diese anderen "Nazis und System-Marionetten" im Weg. Also verhauen sie wenigstens die.
Was äußerlich so aussieht, als würde die Polizei die (Neo)-Nazis beschützen ist auch nur rein äußerlich der Fall. Eigentlich beschützen sie dort nämlich auf zwei Ebenen unsere rechtstaatliche Ordnung.
1) Weil sie die Meinungsfreiheit AUCH der Faschos ermöglichen.
2) Weil sie totale Eskalation und Gewaltexzesse unterbinden. (Ja, das was da läuft ist Kuchenbacken. Siehe Frankreich, Siehe Griechenland)
Ich habe im Bekannten- und Freundeskreis einige Polizisten unterschiedlicher Abteilungen und Dienstgrade. Unterhaltet Euch mal mit denen und hört Euch die dritte Seite in diesen Situationen an.
Ich weiß nicht wie viele hier schonmal das die Spiele "Schlachtreihe" und "Geplänkel" gespielt haben. Letzteres zählt zu meinen regelmäßigen Hobbies, ersteres ist ab und an mal dabei. Und obwohl ich das nur Spiele und all die Leute da es auch nur spielen, vermittelt das einen sehr guten Eindruck davon, wie sowas denn von "Zwischendrin" ausschaut. Chaos, Unübersichtlichkeit, Enge, Panik, Adrenalin, Angst, Thrill, Rausch. Das sind die Schlagworte, wie da in rascher Folge wechseln.
Dort auf den Demos werfen die Leute mit Steinen, Molllies und was weiß ich nicht. Bis zu einem gewissen Grade erdulden die Beamten das einfach. Danach ist es nicht mehr erduldbar und Gegenmaßnahmen müssen getroffen werden. Das diese nicht gerade zimperlich ausfallen, sollte jedem klar sein, der mit Molotovcocktails um sich wirft.
Macht mir auch keine Bauchweh. Echt nicht.
Dass es dabei zu Überschreitungen auch seitens der Polizei kommt ist so wahr wie bedauerlich wie verständlich. Sollte nicht passieren.
Da es allerdings dank der Physik nur jemanden Treffen kann, der sich an einem Ort aufgehalten hat, an dem er offensichtlich nicht sein darf und an dem sich aufzuhalten ganz offenbar gefährlich ist... Und er hat sich wissentlich und willentlich dort aufgehalten, brauchts ihn wohl nicht verwundern.
Zum Thema Aufmarsch an sich:
Ich finds schlimm, dass sich genug Leute finden um eine Nazidemo Anmeldepflichtig zu machen. Das lässt sich aber nur durch die Veränderung der inneren Motivationslage ändern, nicht durch äußere Zwänge.
Von Verboten usw. kann also keine Rede sein.
Und so sehr es mich gefühlsmäßig wurmt: Die rechtstaatlichkeit verlangt, dass auch die das machen dürfen müssen. Ansonsten würde sich die Rechtstaatlichkeit selber ad absurdum führen, die innere Logik würde brechen.
Es gibt jedesmal eine friediche, vernünftige Gegendemo, deren "Köppe zählen" ein vieeeeeel größeres Ergebnis bringt. Gut so, soll so sein, ist spitze.
Und jedesmal gibt es einen Haufen Bekloppter aus dem Linken Lager, deren erscheinen und tumbe Krawallerei ein absurd hohes Polizeiaufgebot erforderlich machen. Das Kostet unmengen an Kohle (aber der fiese Kapitalistenstaat soll ruhig bluten, Höhöhö), die mit Sicherheit in Aufklärungsarbeit und Jugendförderung vieeeel besser aufgehoben wäre.
Aber neee, Mr. Extremist ist ja zu blöde zum Nachdenken. Und damit meine ich sowohl Mr. L. Extremist als auch Herrn R. Extremist.
