OnLive: The Future of Gaming?

  • Auf der GDC (Games Developer Conference) 2009, die gerade in San Francisco stattfindet, wurde eine neue Art des Videogamings vorgestellt: der OnLive Service.

    Einen Artikel (engl.) darüber gibt es HIER.

    Auch wenn es für viele Hardcorezocker wahrscheinlich (noch) keine Alternative darstellt, sind die Möglichkeiten mMn durchaus interessant. Demos ohne Downloadzeiten testen oder mit einem Netbook z.B. Crysis zocken? Kein Problem! :)

    Wenn der Service zu einem vernünftigen Preis angeboten werden kann und weiter ausgereift ist, könnte ich mir schon vorstellen diesen zu nutzen. Gerade auch wenn man bedenkt, dass man sich nicht mehr um seine Hardware kümmern muss und statt mehreren Konsolen/PCs nur noch ein kleines Kästchen für den Datenverkehr hat. Minimalismus pur!

    Am Ende lebt oder stirbt das System aber mit dem Support und gerade da habe ich so meine bedenken. Solange die Benutzerzahl noch gering (<1Millionen) ist, wird es kaum möglich sein auf lange Sicht eine attraktive Preispolitik zu machen. Bleibt also zu hoffen, dass der Service zu einem günstigen Preis angeboten werden kann und großen Anklang findet.
    Oder doch nicht? Ist das vielleicht der Anfang vom Ende?
    Dass die digitale Distribution stark zugenommen hat, ist unübersehbar und früher oder später wird auch der Ladenverkauf von Videospielen ganz aussterben. Von da ist es nur noch ein kleiner Schritt zu OnLive...

  • Hab gestern einen PodCast gehört, der unter anderem das Thema "DLC" beinhaltet hat.
    Darin meinte ein Videospiel-Produzent, dass er nur auf die erste (Mircosoft-)Konsole mit einer eingebauten Terrabyte-Festplatte wartet, da der Ladenverkauf in den nächsten 5 Jahren zum erliegen kommen wird.
    GameStop macht in den Staaten momentan eh das meiste Geld mit gebrauchten Spielen, allerdings nützt dies der spiele-produzierenden Fraktion garnichts, da sie nur an neu-verkauften Games verdienen.

  • Klingt wie der feuchte Traum jedes Publishers. Nahezu keine illegalen Kopien mehr. Kunden kaufen endgültig nicht mehr ein Produkt sondern eine Lizenz. Endlich kein lästiges verleihen von Spielen mehr oder gar weiterverkauf. Endlich kann man problemlos Interessenprofile seiner Kunden erstellen. Damit ist exakt auf die bedürfnisse des Kunden abgestimmte Werbung kein Problem mehr. Man spart den größten Teil des Kundendienstes ein, den braucht ja keiner mehr weil die Spiele nicht mehr zuhause installiert werden müssen.

    Was das ganze für die Hersteller von Hardware und Spielekonsolen bedeutet, mal ganz zu schweigen vom Einzelhandel muss ich hoffentlich nicht erwähnen.

    Es lebe der Frotschritt.


    P.S.: Ich sehe auch die Vorteile, aber ich denke die wurden von der Werbung bei IGN schon ausreichend beleuchtet.

    The Lord of the Rings is a series of three popular films that were later adapted into shitty books.

  • naja sowie ich das verstanden hab werden Nvidia&Co dann eben sachen für die server bauen auf denen das Spiel läuft, da diese ja dann auch Grafik Power etc brauchen und zwar nicht zu knapp. Außerdem wird wieder Personal für die Serverwartung, Management etc gebraucht. Ich denke das gleicht sich in etwa aus.
    Ich glaube das einzige Problem werden laggs sein auch wenn in dem Artikel davon die Rede war das diese minimal sind, aber ich lgaub iwie nich dran.
    Auf jeden Fall wäre es Traumhaft seinen 300 Euro Laptop rauszuholen und mit Freunden ne Runde Crysis zu zocken :P

    Ein <3 für Flamer :omg:

  • das ganze erinnert mich etwas an project alchera aus dreamfall the longest journey. :omg: allerdings ist die sache an sich ziemlich fett. stellt euch vor jeder kann alles machen wann er will. das wird sich sicherlich nicht nur auf spiele beschränken.

    Der Duke sagt: "Your face, your ass, what's the difference?"

  • Ich würde ja sagen die Idee ist cool.
    Aber nicht mal das.
    Wenn das System von Hunden programmiert worden wäre würde ich instant sagen: "Ja!"
    Aber das waren nunmal Menschen. Und ich denke dass jeder sich vorstellen kann wie das System - sollte es denn auf der Markt kommen - in einigen Jahren aussehen wird.

    Alleine die wirtschaftliche Seite ... brr.
    Publisher müssen dort Lizenzen anbieten (was wieder Geld kostet), sowie die Spiele als CD/DVD auf den Markt bringen.
    Alleine dadurch kann es sich nicht decken da selbst wenn jemand eine passende Leitung hat das Spiel nicht zwingend kauft.
    Also entweder eine Preissteigerung die mehr als groß sein wird, oder das System kommt garnicht erst auf den Markt.

    Jedenfalls werden die Lizenzen scheiße teuer, viele Leute achten dabei nicht auf ihre Kreditkarte ... und so weiter.
    Klar, sind Thesen, aber wir kennen doch alle Amerika.

    Das gesamte Projekt ist viel zu teuer - und ich als Normaluser werde das nicht nutzen.
    Alleine die Kosten werden mir zu viel sein.

    Dann ein komplett neues System? Am Arsch.
    Umgewöhnung? Am Arsch.
    Auf externen Servern spielen? Am Arsch.


    <HARTKERN BOESARSCH> & <GEZIELTES URINIEREN>

    ICE CREAM! LET'S GO GET ICE CREAM!
    NEVER TOO COLD FOR ICE CREAM!

  • Nach deinem Beitrag kenne ich eher "typisch deutsch". ;)
    Die Idee dahinter ist auch nicht neu, ist eigentlich nur ein Thin Client, trotzdem ist es beeindruckend, sowas ruckelfrei durch eine Leitung zu pressen. Die Idee kein sromfressendes Monstrum mehr zuhause rumstehen zu haben gefaellt auf jeden fall, da mich aber schon Steam mit seinen Ausfaellen regelmaessig abfuckt, frage ich mich eher, wie man wirklich konstantes zocken ermoeglichen will und ob irgendwann wieder en gros wegen Rechenzeit gehackt wird.

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