Kapitel 21
Das Leben wich aus seinem Körper. Als er erwachte war nicht mehr viel davon in ihm. Er fühlte sich als wäre sein Körper der eines Krüppels, nicht der eines Space Marines der vom Chaos gesegnet war, nicht der seine. Er versuchte sich aufzurichten und brach bei dem Versuch unter Schmerzen wieder zusammen. Wie konnte das möglich sein, was war mit ihm geschehen? Eine Dämonette kam auf ihn zu und gab ihm etwas zu trinken. Danach fühlte er sich nicht wirklich besser. Er nahm sich etwas von dem Essen das neben ihm stand. Es war eine Art gebratenes Fleisch, mit etwas Gemüse, was für Fleisch es war wollte Arthan überhaupt nicht wissen. Es befriedigte seinen Hunger und dass war alles worauf es jetzt ankam. Ihr solltet euch noch ausruhen, Meister. Wenn ihr so vor eure Soldaten tretet werdet ihr nur Respekt verlieren. „Seit wann bist du in der Position mir einen Befehl zu erteilen?“ Das war kein Befehl, Meister. Nur ein Hinweis auf euren...Zustand. Arthan befolgte ihn. Er trank den Rest Wasser aus der Karaffe, aß den Rest des Fleisches und ließ sich wieder zurück in sein Kissen fallen. Wie lange es wohl dauern würde bis er sich wieder gut auf den Beinen halten könnte... Nein, er musste es gar nicht, er konnte einfach ihre Kraft nehmen. „A'zurha, gib mir deine Kraft, mit ihr werde ich nicht schwach erscheinen.“ Wie ihr wünscht mein Meister.
Ein Feuer durchflutete seine Adern, es fühlte sich an als würde sein ganzer Körper in Flammen stehen, seine Seele verbrannte in der Dämonischen Energie. Doch er fühlte sich deshalb nicht schlecht, er fühlte sich gut. Eine Kraft durchflutete seinen Körper die er noch nie gespürt hatte. Er stand auf und ließ befahl den Dämonetten ihm die Rüstung anzulegen, er nahm sein Schwert und schritt nach draußen.
Es war erstaunlich. Er wusste nicht wie lange er geschlafen hatte, aber die Festung war bereits wieder fast vollkommen wiederhergestellt. Die Tore waren wieder in ihren Angeln befestigt, der groß teil der Gebäude wieder aufgebaut. „Schafft mir Vorgan her.“ Eine seiner Dämonetten ging um seinen Befehl auszuführen. Er sah zufrieden auf die Festung hinab. Wie weit die neuen Soldaten wohl schon ausgebildet waren? Seine Neugierde würde bald befriedigt werden. Doch irgendetwas war anders als sonst, sein Körper fühlte sich immer noch seltsam an. Es war als wäre er gewachsen oder als hätte er einen anderen Körper in sich aufgenommen, er konnte das Gefühl nicht wirklich beschreiben, aber etwas hatte sich verändert, er war sich sicher bald herauszufinden was. Arthan schritt langsam los. Er wollte auf die Festungsmauer hinauf um sich einen Überblick über seine Festung zu machen. Bald würde der Feldzug gegen den Rest des Planeten beginnen.
Vom Wall aus hatte man eine Atemberaubende Aussicht auf das umliegende Gelände, weite Wälder zogen sich um die Festung herum, vor der Festung selbst war ca. ein Kilometer weite Grasfläche, hier hatte lange kein Krieg mehr stattgefunden. Im Moment fand eine Gefechtsübung der Rekruten statt. Sie waren bereits mit leichten Rüstungen und veralteten Lasergewehren ausgestattet, ihr Anblick erfüllte Arthan mit einer Art Stolz, sie waren für ihn fast so etwas wie Kinder.
„Mein Meister, was wünscht ihr von mir?“ „Wie machen sich die Rekruten?“ „Gut...Meister, sie wären im Grunde bereits Gefechtbereit, allerdings finde ich sollte wir sie noch etwas weiter auf den Kampf vorbereiten...“ „Ja, es ist im Moment kein Grund zur Eile vorhanden. Gib ihnen noch eine Woche Zeit, oder zwei wenn du meinst.“ „Ja, Meister.“ Arthan drehte sich zu Vorgan um. „Warum starrst du mich so an?“ „Weil...“ „Ja?“ „Weil ihr Flügel habt, Meister.“ Arthan erstarrte, er drehte seinen Kopf zur Seite und sah sie. Ein Paar Schwarzer Flügel lag an seinem Rücken an. Wie konnte das sein, wie konnte er seine Rüstung damit tragen? Wozu hatte ihm sein Gott Flügel geschenkt? Damit ihr tiefer fallen könnt, mein Meister...