Ein schöner Traum

  • Mir ist grade langweilig und ich habe schnell mal 30 Seiten geschrieben...nicht wirklich, aber mir ist langweilig und poste deshalb schnell mal meine "kleine" Geschichte.(Habe ich vor ca. 0,5 Jahren geschrieben)

    Kapitel 1

    Arthan sah aus dem Fenster. Eine Wüste aus maroden Gebäuden und eingerissenen Straßen zog sich
    bis zum Horizont der unendlich weit weg war. Er sah sich in der kleinen Wohnung um. Eine kleine Kochnische, ein Bett, ein paar Bücher und eine kleines Bad waren alles was er besaß . Das war wirklich nicht das Leben das er sich in seiner Kindheit immer ausgemalt hatte, er wollte wie jedes kleine Kind immer ein großer General werden oder ein Mächtiger Inquisitor. Doch das einzige was er wirklich geworden war war unmenschlich.
    Seine Gefühle waren ein Abgrund, in den zu sehen, er sich selbst nicht wagte. Sein ganzes Leben war er vor sich weggelaufen. In seiner Kindheit war er immer allein gelassen worden, als er älter war tötete er deshalb seine Eltern bei einem Routine Einsatz der Planetaren Streitkräfte, da er Sie aufgefordert hatte stehen zubleiben und als sie weiterliefen schoss er ihnen in den Rücken. Nicht das er es hätte tun müssen. Allerdings vergab Arthan nicht, und er vergaß auch nicht...

    Es war bereits dunkel und sie waren bereits wieder auf dem Rückweg zu ihrer Kaserne. „Arthan, was hältst du davon das bald wieder ein Manöver abgehalten wird?“ „Habe ich nicht vorhin gesagt du sollst dein dummes Maul halten Oktavian?“ sagte Arthan in einem ausdruckslosem Ton. „War nur eine Frage...“ Er reagierte nicht mehr darauf. Als sie um die nächste Ecke bogen kam ein Mann auf sie zu gerannt. „Kommt schnell, in den Wohnblock, hier wird jemand ermordet!“ „Wir kommen schon.“ sagte Arthan gelangweilt. Als sie den Staubigen und dunklen Wohnblock betraten schalteten sie ihre Taschenlampen an, setzten die Bajonette auf und entsicherten ihre zerkratzten und abgenutzten Lasergewehre. „Wo sind denn die Übeltäter?“ fragte Arthan im selben gelangweilten Ton wie zuvor, aber der Mann hatte sich bereits so schnell verkrochen wie er konnte
    und überließ den Soldaten den Rest.
    Arthan ging mit Oktavian im Laufschritt die Treppe hoch, als sie in den 20ten Stock kamen hörten sie dumpfe Geräusche und Schreie aus dem Gang hallen. „Ich gehe vor.“ sagte Arthan mit Blutdurst in den Augen, er hatte schon seit Wochen keine solche Gelegenheit mehr gehabt. Als sie die Quelle der Geräusche erreichten trat die morsche Tür mit einem wuchtigem Tritt auf, visierte den Schläger an und erschoss ihn durch einen Schuss in den Nacken, welcher daraufhin wie ein nasser Sack auf den Boden schlug. Arthan ging schnell auf das Opfer zu und untersuchte es nach Verletzungen. Als er keine ernsthaften fand wollte er schon von ihm ablassen, allerdings entdeckte er eine Tätowierung auf dem dreckigem Oberarm des Mannes, Stufte es als Zeichen des Chaos ein und feuerte ein paar Schüsse in seinen Bauch. „Was hast du getan?“ „Er war ein Anhänger des Chaos.“ „War er nicht! Das war doch nur eine gewöhnliche Tätowierung!“ „Das konnte ich in der Hektik leider nicht so gut erkennen.“ „Du bist doch ein *#~"* Arthan, davon wird der Oberst noch erfahren!“ „Mach doch was du willst.“ Er legte sein Gewehr neben sich auf den staubigen Boden und kniete sich neben den Schläger. Als Oktavian im begriff war durch die Tür zu gehen erhob sich
    Arthan in einer schnellen Bewegung und gab Oktavian einen Kopfschuss, mit der Waffe die er eben im Gürtel des Schlägers gefunden hatte. Er legte die Pistole fein säuberlich in die Hand des toten Mannes, erstattete über Funk Bericht, schulterte den schlaffen Körper von Oktavian und begann den restlichen Weg zur Kaserne zurück zu legen. Seit langem war es wieder ein guter Tag für Arthan gewesen, auch wenn er seine Beförderung bereits in noch weiter Ferne rücken sah als sie ohnehin schon war, außerdem fühlte er sich in den letzten Tagen immer seltsamer...

  • Kapitel 2

    „Arthan, verdammt noch mal. So wird aus ihnen nie ein Sergeant!“ brüllte ihn Oberst Vorlan an. „Sir, wenn sie es sagen, Sir.“ antwortete Arthan etwas eingeschüchtert. „Ich weiß dass sie ein guter Soldat sind, aber wenn sie weiterhin soviele ihrer Soldaten verlieren wird sie das Administratum nicht für tauglich einstufen.“ „Ja, Sir“ „Halten sie ihr verdammtes Arschkriecher Maul Arthan! Machen sie lieber etwas dagegen dass jeder 2te Mann den ich ihnen gebe eine Woche später in einem Kampf umkommt den man auch hätte vermeiden können, nicht dass ich etwas gegen den Kampf hätte und dass diese Luschen lange im Krieg überlebt hätten, aber ich kann ihnen nicht alles durchgehen lassen!“ „Ja...“ „Jetzt stopf ich ihnen gleich ihr verdammtes „Ja, Sir“ Maul mit einem Gewehrkolben. Wie oft soll ich ihnen noch sagen, nennen sie mich Vorlan, Arthan.“ „Ja...Vorlan“sagte Arthan schließlich zögernd, er verstand den Oberst einfach nicht. Entweder war er zu dumm um zu sehen dass er jeden 2ten Mann den er bekam nach einer Woche eigenhändig umlegte oder er hat Verständnis dafür. Was von beiden es auch war, es war so oder so besser für Arthans Karriere und sein Leben. „Sie bekommen morgen einen Trupp von 10 Mann auf einer Säuberungsmission der Inquisition im Armenviertel, versauen sie das bloß nicht, oder nur der Imperator kann sie noch vor einem Kopfschuss bewahren...“ „Danke...Vorlan.“ sagte er schließlich und verließ die Kaserne in Richtung seiner Wohnung die sich 10 Kilometer entfernt befand. Viele fragten sich warum er in dieser Wohnung wohnte, wenn er auch in der Kaserne wohnen konnte. Die Antwort war denkbar einfach, er wollte einfach nur alleine sein.

  • Kapitel 3

    Es dämmerte bereits und Arthan sollte eigentlich schon längst in der Kaserne sein, doch irgendetwas war an diesem Tag anders. Sein Körper fühlte sich verändert an, obwohl er keine Veränderung entdecken konnte. Seine Gedanken waren verschwommener und er fühlte ab und zu ein Zittern durch seine Glieder gehen. Er wusste nicht was mit ihm geschah, aber eins war sicher. Er konnte so auf keinen Fall einen Einsatz durchführen...Es klingelte mehrmals und heftig an seiner Tür, er stand auf und ging zur Tür um nachzusehen wer es sein könnte. Es war natürlich Oberst Vorlan, er wusste nicht warum, aber der Oberst hielt wohl mehr von ihm als er bisher dachte... Arthan öffnete die Tür, dass erste was er danach spürte war eine Faust in seinem Gesicht und das letzte was er sah war Dunkelheit, Dunkelheit die in einen Sturm aus Wahnsinn und Feuer überging...
    Er wachte auf. „Wenn sie so etwas noch einmal abziehen... Welcher verdammte Wahnsinn hat sie zu dieser Scheiße getrieben???“ „Es tut mir Leid, ich fühlte mich nicht so gut...“ „Sie fühlten sich also nicht so gut? Jetzt fühlen sie sich besser, oder? Los, ziehen sie sich an und führen sie diesen verschissenen Trupp an!“ „Ja, Vorlan!“

    Es war ein ausgesprochener Haufen Weicheier, allmählich kam er auf die Idee das der Oberst doch wollte das er erschossen wird... „Los, in den Transporter!“ „Ja, Sir“ erschallte es im Chor. Ein zufriedenes Grinsen breitete sich auf Arthans Gesicht aus, Macht wahr fast so schön wie das Gefühl jemanden sterben zu sehen. „Los fahren!“ „Ja“ antwortete der Fahrere knapp. Als die Gruppe sich
    während der Fahrt langsam begann zu lockern und einzeln Gespräche aufkamen sagte Arthan: „Wie stellt ihr euch das Gefühl vor erschossen zu werden?“ es breitete sich schweigen aus. „Ich wollte nur dass ihr eure Intelligenten Gespräche einstellt.“ sagte Arthan gelangweilt wie eh und je.

    Als sie ankamen herrschte gähnende leere auf dem Platz, wahrscheinlich hatten sich alle schnell in irgendwelche dreckigen Löcher verkrochen und hofften dass man sie nicht fand. Aber das interessierte Arthan nicht, ihr Ziel war eine Bar, in der angeblich Waffen verkauft wurden. „Zwei von euch gehen und sichern den Hinterausgang. Der Rest geht mit mir vorne rein!“ „Ja, Sir.“ Die beiden die er weggeschickt hatte verschwanden in einer Staubwolke hinter das Gebäude. Arthan setzte sich langsam in Bewegung und ging mit erhobener Waffe vorsichtig in die Bar. Als er durch den Eingang gegangen war blieb er kurz stehen um seinen Augen Zeit zu geben sich an die schlechten Lichtverhältnisse zu gewöhnen.
    Als er wieder gut sehen konnte setzte er sich wieder in Bewegung. „ Alle auf den Boden! Ausschwärmen!“ Die Soldaten verteilten sich so schnell sie konnten im Raum und suchten den Raum nach verdächtigen Bewegungen ab. „Fesselt alle anwesenden.“ gab Arthan knapp an die etwas nervösen Soldaten weiter. Nachdem alle gefesselt waren
    ging er zum Barbesitzer und fragte ihn höflich nach einem eventuell vorhandenem Waffengeschäft und als dieser sich weigerte die Frage mit „Ja“ zu beantworten fing Arthan an ihn zusammengeschlagen. Nach einer halben Stunde hörte er auf, der Mann fing an ihn mit seinem stöhnen zu langweilen. „Durchsucht den Laden!“ „Ja, Sir“ gaben die Soldaten etwas zurückhaltend als Antwort, sie wunderten sich wohl warum er den Besitzer zusammengeschlagen hat bevor sie das Geschäft durchsucht hatten. Aus irgendeinem Grund ahnte Arthan schon dass sie nichts finden würden. Er ging hinter die Theke und platzierte dort eine Pistole, die er sich vorsorglich bereits am Vortag gekauft hatte unter dem Tresen.Daraufhin stellte er sich wieder in den Eingang und wartete. „Sir, wir haben eine versteckte Laserpistole gefunden...“ „Das reicht als Beweis!“ „Im Namen der heiligen Inquisition des Imperators verurteile ich alle anwesenden Bürger wegen Hochverrats zum Tod!“ Die Soldaten blieben wie angewurzelt stehen. „Wenn ihr nicht gleich dem Befehl nachkommt werdet ihr noch alle erschossen müssen!“ Es dauerte ein bisschen, doch langsam setzten sich die Soldaten in Bewegung und erschossen sichtbar unwillig alle Bürger die im Raum waren. Das amüsierte Arthan, sogar so gut dass er ein kichern fast nicht mehr verkneifen konnte, dass alles war einfach so herrlich Ironisch, die Soldaten erschossen gerade aufrechte Bürger aufgrund einer Waffe die er illegal erworben hatte, was wohl später dann auch der Grund für eine Beförderung werden könnte... Nach dem Gemetzel stiegen sie wieder in den Transporter und fuhren zurück zur Kaserne, wobei er die ganze Fahrt über belustigt in die leeren Augen seiner Soldaten sah.

    Als sie wieder in der Kaserne waren sah alles ganz gut aus. Der Inquisition reichte bereits ein sehr dürftiger Beweis und der Einsatz war ohne Verluste abgeschlossen worden. „Da haben sie sich ja gerade noch einmal eine Beförderung eingefangen anstatt der Bolterkugel eines Komissars!“ „Ich weiß Vorlan.“ „Jetzt tun sie nicht so bescheuert. Freuen sie sich!“ „Ja Vorlan! Ich freue mich ganz sicher nicht erschossen worden zu sein!“ „Sie sind so beschissen Sarkastisch Arthan, aber das mag ich an ihnen. Ihre verschlossene Art erinnert mich immer ein wenig an mich selbst...“Wobei sich Arthan da nicht so sicher war.

    Als er mit dem frischen Abzeichen in der Hand schließlich in seinem Bett lag kamen die Anfälle wieder und zwar stärker als zuvor. Er konnte die ganze Nacht nicht schlafen und als er am Nächsten Morgen aufstand konnte er sich kaum Bewegen. Er hoffte der Oberst würde annehmen er hätte die Nacht durchgezecht. Als er in den Spiegel sah erkannte er sich selbst nicht wieder.

  • Kapitel 4

    Sein Gesicht war frei von jedem Makel, alle Narben waren verschwunden, seine Augen strahlten förmlich und sein Haar war glatt und makellos. Als er in den finsteren Morgenhimmel sah fühlte er sich plötzlich lebendiger als je zuvor, seit langem fühlte er sich wieder wirklich glücklich. Er war von neuer Hoffnung erfüllt noch etwas aus seinem Leben zu machen. Woher all sein Glück kam, diese Frage wagte er sich nicht zu stellen. „Ich muss wahrlich vom Imperator gesegnet sein.“ sagte er wie in Trance zu sich selbst, obwohl ihm der Gedanke fast schon lächerlich vorkam. Er, der sein ganzes Leben mehr oder weniger verschwendet hatte und nicht einmal regelmäßig in die Messen ging. Wie sollte er ein Auserwählter des Imperators sein, ein Heiliger der in seinem Namen kämpft. Wahrscheinlicher war dass er vom Chaos besessen war, aber daran wollte er gar nicht denken.
    Wie um von seinen Zweifeln abzulenken, bekam er plötzlich das unwiderstehliche Verlangen das Blut eines Menschen über seine Hände fließen zu sehen. Es war wiedereinmal die Zeit gekommen sein Innerstes aus dem fest versiegeltem Käfig seiner Seele zu holen. Blutdurst breitete sich schneller in ihm aus als dass er noch einen klaren Gedanken fassen konnte, er wollte nur noch eins: den Tod eines Menschen. Er suchte sich so schnell er konnte sein Werkzeug zusammen, die einzigen Wertvollen Dinge die er besaß. Ein unglaublich scharfes und anmutig anzusehendes Messer der Dark Eldar, dass er einmal einem Gardisten gestohlen hatte, der es als Trophäe aus einer Schlacht hatte. Ein paar Gifte und Gegengifte, sowie ein Energieschwert dass er von seinem Vater geerbt hatte. Er zog sich ein paar schwarze Sachen an und warf sich einen Mantel um, der so dunkel war wie eine Nacht ohne Sterne.
    Als er auf der verdreckten Straße war versteckte er sich so schnell er konnte in der Dunkelheit und begann zu jagen. Doch es viel ihm immer schwerer sich zurückzuhalten. Er konnte es schon fast spüren, wie das warme Blut sinnlich seine Hände herunterlief, der berauschende Duft seinen Geist umnebelte und der Wein der Götter seine Zunge umschmeichelte. Er musste sich zusammennehmen. Er durfte nicht sein Leben deshalb gefährden. Er bog um die nächste Ecke und sah sie. Er wusste nicht warum er sie begehrte, aber er wollte sie. Ihr Haar war schwarz, ihre Augen waren mit einer großzügig aufgetragenen Schicht Kajal umrandet und hatte ein weites Kleid an. Arthan hatte zwar schon attraktivere Frauen gesehen, aber sie hatte so eine unglaubliche Ausstrahlung. Es würde bestimmt Spaß machen sie sterben zu sehen, wenn ihren sinnlichen Lippen ein süßer Schrei entfährt, wenn ihr süße Tränen über die Wange fließen. Er würde ihren Schmerz auffangen, ihr die Liebe geben die sie verdiente, ihr das Geschenk der Freiheit geben. Allerdings musste er sich vorher um ihre Begleiter kümmern.
    Er schlich im Schatten immer näher an die kleine Gruppe aus 3 Personen heran. Sein Körper wurde zu einem formlosen Schatten, nur seine Augen glühten vor begehren wie Juwelen. Als er nah genug herangekommen war, ohne entdeckt zu werden, zog er, ohne ein Geräusch zu verursachen, sein Schwert heraus und spannte seine Muskeln für den Sprung an. Wie eine Schlange schnellte er aus dem Schatten hervor und enthauptete den ihm am nächsten stehenden in einem Sekundenbruchteil. Bluttropfen flogen wie leuchtende Rubine durch die Luft und benetzten die Umgebung, als auch den Rest der Gruppe. Der süßliche Geruch des Blutes lies Arthans Herz nur noch schneller schlagen. Bevor der zweite Mann überhaupt realisiert hatte dass sein Freund kopflos zusammensackte, stieß Arthan das Schwert in einer geschmeidigen Bewegung durch das Herz des Mannes, ungläubig sah er in seine Augen. In seinem Blutrausch zog der das Schwert heraus und
    stieß den leblosen Körper zu Boden. Als er sich in froher Erwartung umdrehte erwartete ihn nicht das was er sehen wollte. Die Frau war weg, als wäre sie nie dort gewesen. Enttäuscht wendete sich Arthan ab und machte sich auf den Weg zurück zu seiner Wohnung um sich anzuziehen und schließlich zur Kaserne zu gehen.

  • Kapitel 5

    Er schaffte es gerade noch rechtzeitig zur Kaserne. Oberst Vorlan wartete schon ungeduldig auf ihn. „Wo stecken sie denn man, ihr erster Tag als Sergeant und schon kommen sie fast zu spät, sie fauler Sack. Zuviel gesoffen oder was?“ „Könnte sein Vorlan.“ erwiderte Arthan ruhig. „Was haben sie mit ihrem verschissenem Gesicht gemacht? Haben sie ihr ganzes Geld für eine Weicheikur ausgegeben?“ „Ich dachte das würde meinem neuen Rang gerecht werden, wenn ich so aufkreuze wie ein Kommisar...“ „Jetzt werden sie mal nicht unverschämt! Behalten sie ihre drecks Geschichte doch für sich wenn sie sie nicht erzählen wollen.“ „Sowiso.“ „Verschwinden sie, heute will ich ihre Weichgespülte Visage nicht mehr sehen, Arthan und die nächsten 5 Tage haben sie frei, wollte ich ihnen noch sagen.“ „Danke, Vorlan.“ erwiderte er erstaunt.
    Den Rest des Tages beschäftigte er sich damit die Lagerbestände an Waffen und Medizin zu kontrollieren und dem Munitorium eine Liste der benötigten Gegenstände zu schicken. Als er fertig war ging er noch einmal alle Lagerbestände durch und kam dabei auf die Idee dass er seine Nachforschungen ja mit einem Computer betreiben könnte, er nahm einen kleineren und versteckte ihn in seinem Rucksack. Daraufhin schickte er dem Munitorium noch eine Anfrage, nach einem Ersatz für eben diesen. Langsam machte er sich auf den Rückweg zu seiner Wohnung. Er hatte beschlossen zu laufen, vielleicht lief sie ihm ja wieder über den Weg. Wie er sie wohl finden konnte? Er hatte ja jetzt 5 Tage Zeit um nach ihr zu suchen. Sie war zu gut angezogen gewesen um aus seinem Viertel zu kommen, allerdings hatte er auch ein paar bessere Sachen, er könnte natürlich einfach die Menschen auf der Straße fragen, allerdings würde ihm dass spätestens nach ihrem Tod zum Verhängnis werden. Wie sollte er sie nur finden? Er konnte einfach nicht von ihr ablassen. Jede freie Sekunde verzehrte er sich nach ihr. Jeden Augenblick in dem er nichts zu tun hatte, indem er sich nicht ablenken konnte. Wie sollte er nur 5 Tage in diesem Zustand überstehen? Wie sollte er überhaupt weiterleben können, wenn er nicht nocheinmal ihre Sinnliche Ausstrahlung spürte, wenn er nicht ihr Blut seine Hände, wie flüssige Seide, herunterlaufen spüren könnte, wenn er nicht ihre sinnlichen Schreie kosten konnte, wie sollte er jemals sein Verlangen nach ihr vergessen können?

    Ohne es richtig mitbekommen zu haben stand er bereits vor seiner Tür und entriegelte die Schlösser.
    War er so in Gedanken versunken gewesen? Er dachte nicht weiter darüber nach und betrat seine Wohnung. Mit seinem jetzigen Gehalt sollte er sich eine neue Wohnung zulegen. Ja er könnte sich eine Wohnung in einem besseren Viertel leisten, allerdings wären seine Bedürfnisse immer schwerer zu befriedigen, die Kamera überwachte Viertel der Mittel- und Oberschicht waren für jemanden wie ihn nicht geeignet. Er setzte sich auf sein Bett und packte den Computer aus. Mit einem leisen Summen fuhr er hoch. Natürlich hatte er einen genommen der keinen Zugriff auf Bevölkerungs Dateien hatte...Enttäuscht über sich selbst warf er ihn aufs Bett und stellte sich an das Fenster. Der Anblick der Blutroten Sonne, die im Begriff war hinter den Horizont zu tauchen war wunderschön anzusehen. So stand er eine Stunde bis die Stadt in Dunkelheit getaucht war. Er wollte sich umdrehen und spürte plötzlich den sinnlich kühlen Stahl eines Messers an seiner Kehle. „Worüber hast du denn nachgedacht mein lieber?“ „Wie bist du hier hereingekommen?“ „Durch die Tür, du warst sehr in Gedanken.“ „Was willst du von mir?“ „Deinen Tod nehme ich an...sag mir warum sollte ich dich nicht töten?“ ein paar Sekunden breitete sich Schweigen aus. Schließlich sagte Arthan mit zitternder Stimme: „Weil ich dich liebe...“ Plötzlich war sie verschwunden. Er fuhr sich unsicher über seine Kehle und als er seine Hand vor seine Augen hob war sie Rot vor Blut.

  • Kapitel 6

    Wurde er jetzt auch noch verrückt? Das stellte sich Arthan sehr belustigend vor, jedenfalls war es Grund genug sich abzulenken. Er tat etwas was er sehr selten tat. Er zog sich ein paar gewöhnliche Sachen an. Ging die Treppe hinunter. Lief langsam über die Straße und betrat eine mittelmäßige Bar. Er setzte sich in eine dunkle Ecke und bestellte sich ein Glas alten Amansec. Er ließ sich einen großzügigen Schluck des dunklen Getränks herunterlaufen und stellte es vor sich auf den Tisch. Er sah durch das Glas hindurch auf den Tisch. Eine unbeschreibliche leere ergriff von ihm Besitz, es war so als hätte sie seine Seele gestohlen, wenn er denn jemals eine besessen hatte...
    Er saß noch ein paar Stunden so da und wollte sich schon darauf vorbereiten zu gehen, da setzte sich jemand an seinen Tisch. Er hob langsam seinen Kopf. Dort saß sie. Direkt vor ihm. War dass möglich? Das vorhin mag eine Einbildung gewesen sein, aber wenn dass jetzt keine war, warum sollte sich jemand zu der Person setzen die vor ihren Augen ihre Freunde getötet hat? Vielleicht erkannte sie ihn ohne die schwarzen Klamotten und ohne den hungrigen Blick in seinen Augen nicht wieder. Vielleicht war sie es ja auch gar nicht. Vielleicht war es nur wieder eine Einbildung.
    Er sah sie mit leeren Augen an. „Ich habe gerade das unbegreifliche Verlangen bekommen mich zu diesem jungen, gutaussehenden Mann zu setzen. Was halten sie davon?“fragte sie freundlich. „Hört sich besser an als ihn töten zu wollen...“ „Seien sie nicht so furchtbar pessimistisch.“ „Ich werde es versuchen, sobald ich keinen Grund mehr dazu habe.“ erwiderte Arthan mit einem leeren Ton in der Stimme. Das seltsame war, er konnte nichts spüren, da war kein Verlangen in seinem Herzen. Nichts in ihm wollte diese Frau töten. Als er genauer darüber nachdachte kam ihm dass nicht sehr gut vor. Er sollte sie wohl trotzdem aus dem Weg schaffen.
    „Wollen sie noch etwas anderes trinken?“ fragte sie mit einem süßem Unterton. „Gerne, wenn ich sie einladen darf.“ erwiderte Arthan jetzt mit einem Lächeln. „Das hört sich doch schon viel besser an.“ Er stand auf und holte noch 2 Gläser Asuave. „Ich hoffe das Schmeckt ihnen...“ Der Abend tröpfelte noch ein paar Stunden vor sich hin, dann machten sie sich langsam bereit zu gehen. „Bringst du mich noch nach Hause?“ „Natürlich.“ erwiderte er charmant. Innerlich breitete sich ein Grinsen auf seinem Gesicht aus. War es wirklich so einfach. Nachdem er so lange gewartet hatte. Wenn es so einfach war dann sollte es wohl so sein. Er zahlte und sie gingen auf die nun in Dunkelheit versunkene Straße hinaus.
    Sie gingen schweigend nebeneinander her. Arhtan malte sich bereits aus wie er denn ihrem Leben ein Ende bereiten würde, vorallem aber fragte er sich immer öfter warum sie in ihm kein Begehren mehr auslöste. Sie kamen an die Pforte ihres Wohnblocks. „Soll ich dich noch zu deiner Wohnung bringen?“ fragte Arthan höflich. „Wenn du willst, sehr gerne.“ Das war einfach, viel zu einfach. Dass konnte doch einfach nicht wahr sein. Wahrscheinlich lag er gerade in seinem Bett und verblutete. Sie gingen zum Aufzug und fuhren zu ihrer Wohnung hoch. Als sie vor ihrer Tür standen, sperrte sie auf und blieb dann fragend vor ihm stehen. Arthan bewegte seinen Kopf vorsichtig auf den ihren zu. Irgendwo auf der Mitte des Weges trafen sich ihre Lippen. Sein Kopf wurde von einer Welle der Lust überflutet. Jetzt war es wieder da, das Bedürfnis ihr Blut zu kosten. Er zog sie näher zu sich heran. Sie schmiegte sich eng an ihn und zog ihn langsam in ihre Wohnung hinein. Er schloss die Tür hinter ihnen, noch während sie innig miteinander vereint waren, während sie sich ihm vollkommen hingab. Ihre Seele gehörte ihm, ihr Körper. Er nahm ihre Hand, drehte sie in einer schnellen Bewegung von ihm weg und schlug ihren Kopf gegen die Wand. Ihr lebloser Körper sackte ohnmächtig in seine wartenden Arme. Er schleifte sie ins Bad, ging in ihre Küche und suchte sich sorgfältig das vorhandene Werkzeug zusammen. Dann stellte er sich noch kurz ans Fenster und sah in die finstere Seele der Nacht. Ob seine Seele für einen Psioniker auch so aussah?
    Er machte sich keine weiteren Gedanken mehr darüber und ging wieder ins Bad. Sie begann sich bereits wieder zu bewegen. „Warum...“ sagte ihre zitternde Stimme. „Weil ich dich liebe.“ erwiderte er zärtlich. „Weil ich dir ein Zeichen meiner Liebe schenken will...“

  • Kapitel 7

    Er fuhr mit dem Messer langsam ihren Rücken hinauf, setzte ab und strich ihr zärtlich über die Wange. Immer schneller fuhr er mit der Klinge über ihren ganzen Körper. Immer tiefer drang die Klinge in die Haut. Langsam begann dass erste Blut über ihre Haut zu perlen. Er zeichnete Muster des Wahnsinns in ihre Haut. Schmeckte ihr Blut auf seiner Zunge. Sie zitterte am ganzen Körper aber es entfuhr ihren Lippen kein einziger Schrei. Das Blut war bereits über den ganzen Boden verteilt, seine Unterarme glänzten vom Saft des Lebens. Ihr Körper wurde immer kälter. Ihr zittern immer schwächer. Ihr Atem ging immer flacher. Ihr Leben entfloss ihrem Körper so schnell wie ihr Blut. Arthan Atmete fast nicht mehr. Seine Augen glänzten vor Wahnsinn. Man konnte die Abgründe des Chaos in seinen Augen sehen. Ihr Körper zuckte noch ein paar mal, dann lag er still da. Arthan atmete auf, endlich war sie tot. Er schmeckte ein letztes mal ihr Blut und ging dann das Blut abwaschen.
    Sie hatte zwar nicht geschrien aber noch nie war es so befriedigend für ihn gewesen, als hätte er eine letzte Prüfung abgelegt und würde jetzt über seinen Begierden stehen. Plötzlich fasste eine Hand um seine Hüfte. „Das hast du wirklich gut gemacht.“ schnurrte ihre Stimme. Er sprang herum. Da stand sie wieder, trotz ihrer schweren Wunden war ihr Ausstrahlung so intensiv, wie an dem Tag, an dem er sie das erste mal gesehen hatte. „Wie, wie...“stotterte er. „Ich sollte dich nur auf den rechten Pfad führen. Bald wirst du die Erlösung finden die du immer wolltest, bald wirst du alle deine Wünsche erfüllen können, du musst dich ihm nur endgültig hingeben...“ „Was bist du? Wer ist „er“?“ stotterte Arthan. „Das, mein lieber, wirst du noch erfahren. Er lässt seine Diener nicht im Stich. Bald wird sich jemand an dich wenden. Du hast den letzten Rest deiner Menschlichkeit überwunden und gibst dich deiner Lust hin...“ Ihr Körper erschlaffte jetzt endgültig und fiel zu Boden. Was war das, dachte sich Arthan. Wieder die Einbildung? Nein, es war nicht möglich. Er war dem Chaos verfallen? Was immer sie gewesen ist, er würde ihr folgen. Eine Chance aus diesem Loch herauszukommen, eine Chance auf ein neues Leben. Endlich konnte er dass erreichen was er immer wollte. Oder zumindest glaubte er dass.
    Ein Chaos Gott der Lust also. Er musste sich darüber informieren. Die Bürger des Imperiums erhielten keine Informationen über das Chaos, außer dass es vernichtet werden musste. Es gab nur einen Ort an dem er diese Informationen bekommen konnte und dass war die Inquisition. Die Frage war nur wie er ohne Aufsehen zu erregen an diese Informationen kommen sollte. Was wenn sie ein Dämon gewesen war...sie musste ihm einen Hinweis hinterlassen haben. Arthan durchwühlte die gesamte Wohnung, er durchsuchte jede Ecke, jeden Schrank, jede Schublade. Er fand nirgends etwas. Der Ort an dem er seine Menschlichkeit aufgegeben hatte. Dort würde er sicher finden was er brauchte. Er ging wieder ins Bad und tatsächlich, auf dem Boden in mitten des Blutes lag es. Ein Amulett mit 2 Halbmonden und einer Kugel am Ende eines kleinen Stabes, eingefasst in einer Scheibe, in der Runen eingeritzt waren. Arthan nahm das sich warm anfühlende Amulett an sich und steckte es in die Hosentasche. Er machte sich schnell auf den Weg nach Hause um es zu verstecken bis er eine Verwendung dafür gefunden hatte. Als er die Straßen zurückging machte ihm die sonst so vertraute Dunkelheit angst, er fürchtete sich davor dass ihn jemand entdecken könnte, dass jemand seine Zukunft zerstören würde, seinen Traum.

  • Kapitel 8

    Er betrat seine Wohnung und suchte nach einem geeignetem Versteck für das Amulett. Er suchte Stundenlang, doch fand keins. Schließlich beschloss Arthan einfach es sich umzuhängen. Als das Amulett seine Haut berührte, fühlte es sich warm an, das Metall schmeichelte seiner Haut, es fühlte sich unglaublich an. Er hatte das Bedürfnis es nie wieder abzulegen. Er entschloss sich ersteinmal am Computer nach Informationen zu suchen, fand aber, wie er erwartet hatte, keine. Wo könnte er als nächstes suchen? Er machte sich nicht vor dass er wirklich bei der Inquisition etwas finden könnte ohne aufzufallen, deshalb wollte er sich diese Option bis zu Letzt ersparen. Er wollte nicht erschossen werden, nicht jetzt. Er fand es wäre richtig ersteinmal zu warten, auf die Person die sie erwähnt hatte. Nur was sollte er bis dahin machen. Er konnte es sich nicht leisten einfach nur herumzusitzen. Arthan ging ans Fenster und sah hinaus. Das Wetter war relativ gut, nur ein paar Wolken waren am Himmel zu sehen und obwohl es erst sehr früh am Tag war befanden sich bereits viele Menschen auf der Straße, was war wenn sie ihn bereits suchten? Er musst sich absichern. Arthan zog sich schnell ein paar neue Sachen über und stürzte nach draußen. Er ging so schnell wie möglich in den Schatten und machte sich auf den Weg zu einem der Waffenhändler, die er gegen Geld nicht der Justiz überführt hatte. Er hatte noch viele Gefallen einzuholen und nur wenig Zeit.

    Er betrat den staubigen Laden für Elektronische Geräte, Arthan sah sich kurz um und rief dann nach dem Besitzer. Es dauerte kurz und dann erschien er. Ein älterer, bereits ergrauter Mann, der einen unruhigen Blick hatte, als würde er ständig vor etwas davonlaufen. Als er Arthan sah fuhr er zusammen. „Was willst du?“ sagte der Mann zögerlich. „Ich brauche ein paar Waffen.“ „Na gut, komm mit.“ Arthan folgte dem Mann in ein Hinterzimmer, dort angekommen schob der Mann einen Schrank zurück und sie gingen in den dahinterliegenden Raum. „Was brauchst du?“ „Nichts von dem Kram, ich brauche ein Boltergewehr und eine passende Pistole, wenn du es hast wäre ein Tarnanzug auch nicht schlecht.“ „Gut,gut. Du bekommst was du willst, aber lass dich danach nie mehr hier blicken!“ „Oh, du wirst mich nie wieder mit deinen eigenen Augen sehen.“ sagte Arthan mit einer Andeutung eines Lächelns auf den Lippen. Der alte Mann suchte ihm das geforderte zusammen und packte es ihm in einen größeren Koffer. „Danke alter Mann.“ sagte Arthan und schoss ihm zwischen die Augen.
    Als er mit dem Koffer aus dem Laden herauskam musste er sich erst einmal wieder an das Licht gewöhnen. Arthan machte sich auf den Weg zu seinem nächsten Schuldner. Er vergaß nicht und er vergab nicht, doch alle seine Schuldner dachten sie könnten seine Gnade mit ein paar Gefallen erkaufen. Ihr tot machte ihm zwar keinen allzu großen Spaß, allerdings war es eine nette Ablenkung während er seine Vorbereitungen traf.
    Als nächstes kam er in einen noch dunkleren Laden. Er trug den schweren Koffer lässig in seiner rechten Hand. Ein ebenso alter wie ängstlicher Mann kam aus irgendeiner dunklen Ecke des Geschäfts, ob er wohl auch einmal so werden sollte? „Verschwinde!“ Arthan hob ihm die Waffe an den Kopf. „Ich brauche deine Wohnungen.“sagte Arthan lächelnd und drückte ab. Er schleifte den schlaffen Körper in einen Hinterraum und nahm ihm ein Dutzend Schlüssel für Wohnungen ab, die er besessen hatte. Er nahm sich noch einen Lageplan mit und machte sich auf den Weg zu der die am nächsten am Raumhafen lag.
    Als er in seiner neuen Wohnung ankam bereitet er alles vor. Er lud die Waffen durch und richtete den Tarnanzug her, es war der eines Vindicare Attentäters. Er hatte schon so gut wie gewonnen, im Notfall konnte er sich damit auf ein Schiff schleichen und vom Planeten entkommen. Was er früher oder später sowieso tun musste. Er brauchte nur noch ein paar Informationen, außerdem musste er noch die restlichen Gefallen einfordern, ein paar kybernetische Teile und einiges an Drogen, Drogen waren überall eine gute Währung, egal auf welcher Seite man stand. Er legte sich aufs Bett und wartete auf den nächsten Tag.

  • Kapitel 9

    Es war ein trüber Tag. Die Scheiben waren beschlagen und dass Gestern noch gute Wetter war vollends verschwunden. Arthan musste sich beeilen. Ihm blieb nur noch ein Tag an dem er tun konnte was er wollte, ohne aufzufallen. Er ging hinunter und holte sich an einem Stand einen Grox Burger. Es war zu fettig und ihm wurde ein bisschen schlecht, allerdings hatte er von diesem Viertel nichts besseres erwartet. Er setzte sich wieder in Bewegung. Er wollte vor dem Mittagessen noch den Rest erledigen.
    Arthan betrat, wie zuvor auch, einen Klischee trächtigen Laden, in dem Illegale Waren verkauft wurden. Auch hier erschoss er seinen alten Bekannte, es bereitete ihm immer weniger Freude alte wehrlose Männer zu erschießen, er wollte endlich wieder ein echtes Opfer. Er nahm ein Kilo Spuk an sich und suchte das weite.
    Er musste die Drogen so schnell wie möglich in eine der Wohnungen schaffen, wenn er damit erwischt werden sollte würde man ihn sofort erschießen, außer der betreffende Soldat wäre nicht ganz so treu, wie es immer den Anschein hat. Arthan kam eine, dem Raumhafen recht nahen, Wohnung in den Sinn, sogar im Selben Wohnblock in dem auch der Rest seiner, zur schnellen Abreise, benötigten Utensilien lag. Er betrat die Heruntergekommene Wohnungen und versteckte das Spuck. Er wollte möglichst flexibel bleiben, sollte eines der Verstecke auffliegen hatte er immer noch ein weiteres, dass sein Überleben sichern sollte. Als nächstes wollte er sich auf den Weg zu einem guten Freund machen, einem Freund den er nicht töten würde, einen Freund den er als solcher zu bezeichnen wagte. Niemand mochte ihn. Nur sein Freund und vielleicht der Oberst, allerdings würde der Oberst ihn wohl nie wieder sehen. Er ging die Treppe hinunter, betrat die Straße und ging in Richtung des Oberen Viertels.
    Hier glänzte alles, die Straßen waren sauber, die Bürgersteige Beheizt und ein Schutzschirm gegen Witterungseinflüsse war über der Straße. Doch es war ein gewohnter Anblick, er war relativ oft hier und er hatte eine Aufenthalts Genehmigung.
    Als er an dem Haus seines Freundes ankam stand die Sonne bereits im Zenit, jedenfalls sagte dass seine Uhr, von ihr selbst konnte man nicht sehr viel sehen. Arthan betätigte die Klingel und wartete. Nach einer guten Minute öffnete ein Junger Mann. Er kannte seinen Freund nicht beim Namen, allerdings waren sie durch ein paar Gefallen beiderseits sehr aneinander gebunden. „Komm doch rein, was brauchst du?“ „Ich benötige einen letzten Gefallen von dir, ich brauche ein Auge, ein Auge mit dem ich alles durchblicken kann.“ „Wie du willst, warum glaubst du das dass deine letzte Bitte sein wird, oder ist es nur die Redensart?“ „Es ist die letzte.“ Sie sprachen nicht weiter miteinander. Arthan wurde in einen Klinisch aussehenden Raum gebracht und wurde in Narkose versetzt.
    Er schlug die Augen auf. Alles sah normal aus. „Ist etwas schief gelaufen?“ „Nein alles lief bestens, das Auge passt sich automatisch den Begebenheiten an, es liest praktischen deine Gedanken und setzt sie um, allerdings kann es nicht alle Spektren erfassen. Es hat einen Nachtsichtmodus, einen Infrarot Modus und einen Modus in dem dir Elektronische Strahlungen angezeigt werden, oder Psyonische.“sagte er ruhig. „Gut, kann ich einen Spiegel haben?“ Ihm wurde ein Spiegel gereicht. Er sah fast genauso aus wie zuvor. Nur war sein Linkes Auge stark gerötet und Spiegelte etwas mehr als das rechte, damit konnte sich Arthan abfinden, alles in allem war es sehr gut. „Kann ich noch einen Datenchip haben?“ „Ich dachte das war deine letzte Bitte, aber nagut, worüber?“ „Chaosgötter.“ „Seltsame Wahl aber jemand wird ihn dir oben überreichen.“ „Danke. Mach dir ein schönes Leben, mein Freund.
    Als Arthan wieder in seine normale Wohnung kam erwartete ihn eine Überraschung. Auf seinem Bett saß ein kleines Mädchen mit leeren Augen. „Wer bist du? Was willst du hier?“ „Ich bin gekommen um dir zu Helfen, wir müssen uns beeilen, sie werden dein Verhalten bald bemerken.“ sagte das Mädchen mit kalter, hohler Stimme.

  • Kapitel 10

    „Wer bist du?“ „Ich wurde angewiesen dir meinen Namen zu nennen, ich heiße A'zurah.“ „Wozu sagst du mir wie du heißt, ich will wissen was du bist!“ „Ich bin ein Diener, unseres Gottes, der dir Geschickt wurde um deine Flucht umzusetzen.“ Arthan stand eine Weile stumm am Fenster und sah hinaus. In den letzten Tagen ist das Wetter immer schlechter geworden. Arthan drehte sich wieder zu A'zurah um. „Warum bist du in dem Körper eines kleinen Mädchens?“ „Ältere Menschliche Individuen mit Psionischen Fähigkeiten wurden meist schon entdeckt und daher von der Inquisition bereits behandelt worden. Dieses Mädchen hat eine relativ schwache Ausprägung, in eurem Einstufungssystem eine Stufe Iota glaube ich. Deshalb konnte ich sie sehr leicht besetzen, allerdings werde ich aufgrund ihrer geringen Kapazitäten nicht sehr lange bleiben können. Wir sollten uns beeilen.“ sagte sie. „Das alles, es kommt so schnell, es kommt so unerwartet, ich weiß nicht wie ich dass alles schaffen soll...“ Arthan fühlte sich schwach und ausgebrannt. Er hatte das Gefühl er würde bald zusammenbrechen. Er wünschte sich er könnte sich kurz ausruhen, sein ganzes Leben musste er stark sein und jetzt, jetzt saß ein kleines Mädchen auf seinem Bett, dass ihm dienen sollte.
    Ein Dämon, eine Dämonette. Slaanesh würde ihm sicher keinen hohen Dämon zur Hilfe schicken, was ja auch viel zu auffällig wäre, als ob die Emperor's Children in Legionsstärke im System ankommen würden. Arthan hatte seinen Wert einmal mehr überschätzt, die Ausstrahlung dieses Mädchens war stark auf ihn, aber selbst der Lockvogel seines Meisters war mächtiger als dieses Mädchen gewesen, als dieser Dämon. „Dass ist nicht der richtige Moment um schwäche zu zeigen, Arthan.“ „Wem soll ich meine Gefühle offenbaren, wenn nicht meinem Diener der mit ergeben ist und nicht nach meinem Leben dürstet, wem wenn nicht jenen denen ich vertrauen kann, jeder andere würde mich für ein Zeichen der Schwäche töten. Mein Geist ist nicht die Festung die er zu seinen Scheint. In meinem Innersten sterbe ich jeden Tag tausend Tode durch meine Hand, falle tausend mal in den Abgrund meiner Einsamkeit, ich bin allein, ich lebe allein und ich sterbe allein. Wir alle tun dass. Nur ihr nicht, ihr lebt immer weiter, betrachtet das Spiel des Todes und erfreut euch daran, warum wohl wird mir deine Hilfe zuteil, weil mein Spiel dem Meister gefällt, weil es ihn belustigt und wenn ich einer seiner großen Diener bin, seine größten Schlachten schlage, ihm zu ehren Rum aufhäufe, dann werde ich wertlos sein, dann wird meine Seele für meine Sünden auf ewig brennen im Feuer der Verlorenen.“ „Eine interessante Sichtweise, Meister. Ihr seid sehr Interessant für einen Menschen, für einen Menschen der einen Dämon zur Hilfe hat. Ihr kennt meinen Namen, warum erfreut ihr euch nicht der Macht die ihr besitzt?“ fragte sie schmeichelhaft.

    Arthan wandte sich ab um zu gehen. „Komm.“ A'zurah lächelte und folgte ihm. „Was glaubst du wie wir am besten von hier fliehen sollten?“ „Wir sollten einfach das nächste Raumschiff dass den Hafen verlässt betreten und nach verlassen des Systems das Schiff übernehmen und zum nächsten Planeten unseres Meisters bringen.“ „Hört sich ganz brauchbar an.“ Arthan hetzte noch einmal in die Wohnung zurück und kam mit seinem Schwert wieder hinaus. Er lief so unauffällig wie möglich
    zu dem Wohnblock in dem seine Restlichen Sachen waren. Insofern man als, mit einem Schwert bewaffneter, Mann der mit einem kleinen Mädchen herumläuft unauffällig sein konnte. Sie kamen jedoch ohne größere Probleme zum Wohnblock.
    Als sie oben waren begann sich Arthan zu fragen wie er und der Dämon mit nur einem Tarnumhang auf ein Schiff kommen sollten... „Kannst du dich vor anderen Verbergen?“ „Ja das könnte ich, aber...“ „Ich befehle dir, A'zurah, alle meine Anweisungen ohne Hinterfragungen zu gehorchen und sie sofort auszuführen, auch darfst du keinen Anweisungen eines anderen als mir gehorchen.“ „Ja Meister.“ „Gut.“ sagte Arthan knapp und ging mit dem übergeworfenen Tarnumhang wieder auf die Straße, bis auf sein Schwert hatte er alles zurückgelassen. A'zurah müsste als Waffe genügen, auch wenn sie nicht so stark war, wie er sich erhofft hatte.
    Sie kamen dem Raumhafen immer näher. Arthan hielt sich sogut wie es ging im Schatten auf, da auch sein Tarnumhang nicht vor einem Prüfenden Blick beschützte. Als sie ankamen viel sein Blick auf ein kleines Handelsschiff. „Wir werden dieses Schiff nehmen.“ sagte er und ging Wortlos weiter. Es würde nicht mehr lange dauern, dann würde er endlich frei sein, dass zu tun was er zu tun bestimmt war.

  • Kapitel 11

    Sie schlichen auf das Schiff zu. Es war wohl schon fast fertig beladen und die Mannschaft machte es gerade startbereit. Dank dem Tarnumhang und A'zurhas Fähigkeiten kamen sie ohne bemerkt zu werden auf die Laderampe und von dort erst einmal in den Maschinen Raum. „Wie lange wird es brauchen bis wir aus dem Bereich heraus sind indem sie keinen Notruf mehr absetzten können?“ „Wir können nicht solange warten, Meister, wir müssen sie nach verlassen des Sonnensystems ausschalten oder unterwerfen.“ Arthan dachte nach. Hier im Maschinenraum waren sie erst einmal sicher. Die Triebwerke zündeten und brachten das Schiff langsam in den Weltraum. Es kam im wie eine Ewigkeit vor, aber schließlich es waren erst 4 Stunden vergangen. Jetzt dürfte genug Zeit vergangen sein. Er hatte vor zuerst in die Kantine zu gehen. A'zurha konnte das Essen vergiften und somit den Großteil der Mannschaft ohne Gewalt ausschalten.
    Auf dem Weg zur Kantine musste Arthan nur drei Mannschaftsmitglieder töten. Von seinem Schwert tropfte Blut herunter, er strich mit dem Finger darüber und kostete davon, wie er erwartet hatte war es sehr bitter, als würde er Rattenblut kosten. „Vergifte das gesamte Essen so dass es niemandem auffällt, beim essen, ach und lass uns etwas unvergiftetes übrig, soviel wie wir zum überleben unserer Reise benötigten, oder ich.“ „Ja, Meister.“ In den meisten Berichten die er gelesen hatte, hieß es dass einem normalen Menschen übel davon würde, wenn in seiner Nähe starke Psionische aktivtäten sind. Entweder waren sie nicht stark, oder er war nicht normal. Wobei er letzteres für wahrscheinlicher hielt. „Bist du fertig?“ „Ja, Meister.“ „Gut, sorge dafür dass niemand unser Essen anrührt und zwar ohne es für mich unbrauchbar zu machen.“ „Ja, Meister.“ Langsam fing ihre leere Stimme an ihn zu nerven. Wie es sich wohl anhört wenn ein Dämon schreit, wenn er Qualen erleidet... Arthan überkam die Lust es auszuprobieren, doch noch musste er sich zusammenreißen. Auf der langen Reise würde er viel Ablenkung brauchen...
    Sie warteten einen ganzen Tag, dann wagte er es aus dem Versteck herauszukommen. Auf dem Weg zur Brücke trafen sie auf viele Tote Körper. Trotz der Größe des Schiffes waren es wohl um die 200 Mann Besatzung gewesen. Wieviele davon wohl noch lebten? Hoffentlich noch mehr als ein paar, dachte sich Arthan. Auf der Brücke waren noch alle am Leben. Arthan erstarrte. Alle waren in ihre Tätigkeiten vertieft und bemerkten sie nicht. Außerdem hatte er ja auch noch seinen Tarnumhang an. „Kapitän, unser Astropath kann keine Verbindung nach außen mehr herstellen. Sie wird irgendwie gestört...“ niemand antwortete. „Warst du das?“ flüsterte Arthan. „Ja du darfst nicht scheitern. Ich soll dir helfen, nicht dir im Weg stehen.“ „Kannst du sie töten?“ „Nein, dazu bin ich zu schwach, aber ich kann sie ablenken und einige von ihnen töten...“ „Dann tu es, fang an.“
    Alle Besatzungsmitglieder drehten sich zum Mittelgang. Dort stand ein kleines, dünnes Mädchen, dass krank und schwach aussah. Rufe gingen durch die Besatzung. Einer von ihnen ging auf das kleine Mädchen zu. Als er es erreichte blieb er plötzlich stehen. Mit Blutüberströmten Gesicht viel er zu Boden. Jetzt wurden Waffen gezogen und auf das Mädchen gerichtet. „Was, beim heiligen Imperator, bist du?“ Der Soldat wartete nicht auf eine Antwort und zielte mit seiner Waffe. Zum Schuss kam er aber nicht mehr. Sein Kopf flog nach einem schnellen Schwerthieb zu Boden. Zwei Sekunden später der seines Kollegen. Jetzt wurden auch auf ihn Waffen gerichtet und die Besatzung fing an zu schießen. Ein Schuss streifte seinen Arm bevor er den nächsten Mann in einer Blutwolke zu Bodenschickte. Er genoss das töten, den Schmerz, die Macht. Vor seinen Augen spielte sich alles in Zeitlupe ab. A'zurha tötete einen weiteren Mann mit einer Handbewegung die ihm so vorkam als würde sie Minuten für sie benötigten. Patronen flogen an ihm vorbei, er weichte zuschlagenden Kolben aus, töte mit jedem Schritt ein Mannschaftsmitglied. Plötzlich warf es ihn auf den Boden. Die Zeit normalisierte sich wieder und er sah den Kapitän mit erhobener Waffe über sich stehen. „Dafür wirst du auf ewig in der Hölle des Warp Schmoren, Ketzer!“ sagte er und zerplatzte in tausende, unglaublich kleine Teile. Ein paar Meter hinter ihm stand die sterbende A'zurha mit erhobener Hand. „Danke, A'zurha, danke dass du mich gerettet hast.“ „Ihr habt es befohlen, Meister, könnt ihr euch erinnern. Ich muss euch gehorchen.“ „Irgendetwas sagt mir du hättest es auch so getan.“ Arthan drehte sich zum Astropathen um. Der Astropath brachte eine schwächere psionische Attacke zusammen, die Arthan in die Brust traf. Doch nichts passierte. Arthan sah ungläubig an sich herab und der Astropath zog sich verängstigt und erschöpft immer weiter nach hinten zurück. Arthan folgte ihm und legte ihm eine Hand auf die Schulter. Der Astropath verzog daraufhin das Gesicht vor Schmerzen. „Was bin ich?“ „Chi...“ von der Kraftaufwendung bereits geschwächt und jetzt auch noch von seltsamen Schmerzen geplagt brauch er zusammen. Arthan nahm sein Schwert und stieß es durch sein Herz. Mit einem Lächeln auf den Lippen drehte er sich zu A'zurha um.

  • Kapitel 12

    A'zurha sank zu Boden. „Ich danke dir für deine Hilfe, sag mir wo ich hin muss.“ „Ich werde den Kurs eingeben Meister.“ Sie fing an auf die Steuerungskonsole zuzukriechen. Arthan nahm sie in die Arme und trug sie hin, er wollte vermeiden dass sie vorher starb. Außerdem wollte er ihr unnötiges Leiden ersparen. Er hatte eine gewisse Zuneigung zu dem Dämon entwickelt. Nachdem sie die Koordinaten eingegeben hatte wich das Leben immer schneller aus dem kleinen Mädchen. Arthan beachtete sie nicht weiter und begann die Leichen von Bord zu schaffen. Die Arbeit war nicht gerade angenehm, aber notwendig.
    Nach einem Tag war er damit fertig. Er legte sich in ein Bett und fing an zu schlafen, noch während Arthan im Schlaf versank begann das Amulett an seiner Brust zu glühen. Er bekam es nicht mehr richtig mit, er war einfach schon zu müde. Eine Minute später fuhr er wieder auf. Durch seinen Körper liefen unvorstellbar Schmerzen, reine Schmerzen, ohne das Gefühl irgendetwas würde verletzt werden. Reiner Schmerz füllte seinen Geist aus, seinen Körper, sein Denken. Sein Körper lag ruhig auf dem Bett, was in ihm vorging konnte niemand sehen. Eine Mutation mag für einen normalen Menschen bereits sehr schmerzhaft sein, aber für einen Menschen der gegenüber Psionischer Energie praktisch immun ist und der nur durch ein Amulett mit dem Warp verbunden ist, für den ist das ganze sehr viel schmerzhafter. Das Amulett leitete die Energien des Warp beständig in seinen Körper, wo sie langsam das Wachsen von 18 der 19 Organe eines Space Marines bewirkten.
    Nach zwei Wochen war das Wachstum, der Organe, abgeschlossen und Arthan erwachte aus seinem
    Schock Zustand. „Was...“ Unser Meister hat dir ein Geschenk gemacht, doch es ist noch nicht vorbei Arthan, du wirst noch mehr Schmerz erdulden müssen, deine Knochen müssen Wachsen, deine neuen Organe müssen anfangen zu arbeiten. Dein Körper muss sich anpassen.
    Er versank in Schmerzen. Diesmal waren sie nicht so rein. Er fühlte wie sich sein Körper veränderte, wie sein Brust zuwuchs, wie sich seine Organe verschoben, wie sich seine Augen veränderten und er fühlte wieder nichts als Schmerzen vermischt mit dem Gefühl aufgeschlitzt zu werden. Arthan wand sich auf dem Boden. Er schrie, nach einer Zeit konnte er nicht mehr schreien, sein Rachen war vollständig ausgetrocknet und rau. Man konnte sich an Schmerzen nicht gewöhnen wenn sie sich immer verändern. Er fühlte den Schmerz mehrere Wochen lang.
    Arthan fühlte sich verändert. Er fühlte sich stärker, er konnte besser sehen, schneller denken, besser atmen, sich besser bewegen, sein Körper war massiver, seine Muskeln stärker. Er konnte es nicht begreifen und er vergass sein Interesse an sich selbst wieder als er merkte wie ausgebrannt er war. Er fühlte sich schrecklich. Zuerst hatte er keine Schmerzen verspürt, die vorhergegangenen waren einfach zu stark gewesen, aber jetzt spürte er jeden Bluterguss, seinen Trockenen Hals, die aufgesprungenen Lippen, seine aufgeschürfte Haut und seinen Müden Geist der nach erholung schrie. Er lief zur Kantine und aß soviel er konnte, von dem Essen dass er sich zurückgelegt hatte. Als er fertig war, war nur noch die Hälfte seiner Rationen übrig. Er trank noch soviel er konnte und machte sich wieder auf den Weg, um endlich schlafen zu können.
    Arthan ließ sich ins Bett fallen und schlief abermals sofort ein, nur dass er dieses Mal nicht geweckt wurde, oder Schmerzen verspürte. Arthan schlief lange. Seine neuen Organe fuhren seinen Kreislauf herunter damit er keinen hohen Bedarf an Nahrung und Wasser hatte. Als er wieder aufwachte war das gesamte Schiff in Dunkelheit versunken. Er ging an die Frontluke und sah hinaus. In seinem Blickfeld breitete sich ein großer Planet aus, der so aussah als könnte man ihn bewohnen, er konnte auch einige Menschliche Relikte erkennen. Er stand noch eine Weile so da, bis er bemerkte dass sein Raumschiff nicht mehr intakt war. Es stürzte unaufhaltsam auf den Planeten zu.

  • Kapitel 13

    Während das Raumschiff immer tiefer stürzte dachte Arthan noch einmal nach. Was mit ihm geschehen war, welche Stimme hatte zu ihm gesprochen, was das alles für ihn bedeuten würde. Er konnte sich wegen der Schmerzen, die er gehabt hatte, nur noch sehr schlecht erinnern. Alles was während der Reise geschehen war sah er jetzt durch einen Schleier. Er wusste von den Schmerzen, von einer Stimme und einigen Mutationen in seinem Körper. Arthan sah sein Spiegelbild im Fenster an. Er kam sich größer vor, stärker, mächtiger. Das Amulett lag auf seiner breiten Brust. Das Amulett. Er war Psionisch inaktiv, aber das Amulett. Es verband ihn mit dem Warp. Das Amulett machte die Veränderungen möglich, die Stimme, war es A'zurha gewesen?
    Das Raumschiff pendelte sich in eine Umlaufbahn um den Planeten ein. Es würde noch mindestens einen Tag dauern bis es die Atmosphäre erreichen würde. Bis er seinem Schicksal in die Augen sehen konnte. Seine Klamotten passten ihm nicht mehr richtig, er machte sich auf den Weg neue zu finden. Nach ein paar Stunden war er fertig. Jetzt hatte er ein Heruntergekommenes Hemd, eine ausgebleichte Hose und ein paar alter Schuhe an. Das musste reichen. Er schnallte sich sein Schwert um und warf sich den Tarnumhang über, dann setzte er sich vor die Bug Lucke und wartete in einer Art Wachschlaf.
    Das Raumschiff fing an zu vibrieren und Arthan wachte aus seinem Wachschlaf auf. Er blickte in die der Sonne abgeneigten Atmosphäre. Es war als würde man in einen Ozean tauchen, in einen Ozean aus dem man nie wieder herauskommt. Es war endlose Dunkelheit, Dunkelheit die sein Herz umfasste. Was würde ihn wohl erwarten. Das Menschen hier lebten war wahrscheinlich, der Planet war fast perfekt für eine Kolonie. Ob wohl Xenos dort lebten, Eldar, was wenn es keine Menschen gab? Slaanesh hatte ihn nicht umsonst hier her gebracht. Hier wartete sein Schicksal auf ihn. Er war sich sicher, dass sein Ende noch lange nicht gekommen war. Er stand erst am Beginn seiner Reise. Einer Reise in der das Blut eine Straße war, die Lust ein Wegweiser, der Tod das Ziel. Arthan leerte seinen Geist und hörte in sich hinein. Da war noch etwas, am Rande seiner Seele, dort war sie. A'zurha hatte ihn nicht verlassen. Nein, mein Meister. Hattet ihr das nicht befohlen? „Hatte ich...ich bin nicht davon ausgegangen das du in meinem Körper einen Platz findest.“ Das Amulett bindet mich an euch. Solange ihr es tragt werde ich in eurem Körper wohnen. „Danke.“ Meister?
    Arthan schwieg.
    Jetzt konnte man bereits die Oberfläche des Planeten sehen. Sie war ähnlich wie die seines alten Planeten, es gab Wälder, Ebenen und Gebirge, Flüsse und Seen. Im Grunde war es eine Perfekte Welt, eine Welt die nicht so aussah als wäre sie vom Chaos berührt und doch hatte alles eine seltsame Ausstrahlung. Das Schiff war vielleicht noch einen Kilometer hoch. Arthan fuhr die Landeklappen aus, als ob das etwas helfen würde. Es wunderte ihn selbst aber er war nicht aufgeregt. Die Erde raste auf sein Gesichtsfeld zu wie eine Bolterkugel und doch war er ganz ruhig, er war sich seiner selbst sicher, er war sich sicher zu überleben.
    Der Aufschlag war heftiger als er erwartet hatte. Als das Schiff langsam auftraf wurde er zurückgeworfen und gegen eine Schiffswand geschleudert. Die Luft wurde aus seinen Lungen gepresst und ihm wurde fast schwarz vor Augen. Er hing noch ein paar Sekunden an der Wand und wurde dann zu Boden geschleudert. Sein Kopf schlug wuchtig auf und es blieb eine Platzwunde zurück. Außerdem fühlte es sich so an als wäre sein Arm gebrochen. Langsam richtete sich Arthan auf. Der Schmerz den er dabei empfand stimulierte ihn, er begrüßte ihn wie einen alten bekannten und doch viel er dabei fast in Ohnmacht. Er machte vorsichtig ein paar Schritte und betrachtete wie das Raumschiff aufgesetzt hatte. Wie durch ein Wunder hatte sich die Nase nur leicht in den Boden gebohrt, der Rest des Schiffes schien intakt zu sein. Arthan verließ das Schiff so schnell er konnte. Als er die Luke Ausfuhr und nach draußen ging sah er dass bereits ein paar Lebewesen auf dem Weg hierher waren. In der Ferne zeichneten sich näherkommende Energiesignaturen ab. Sein neues Auge war wirklich gut. Er setzte sich auf den Boden und wartete.

  • Kapitel 14

    Als sie ankamen ging die Sonne bereits auf. Es waren 2 kleinere Fahrzeuge, die von Menschen befahren wurden, Menschen die offensichtlich nicht besonders Zivilisiert lebten. „Könnte ihr mich verstehen?“ „Ja.“ sagte der etwas exotisch wirkende und hagere Mensch in einem leichtem Dialekt. Die Menschen hier waren anscheinend zivilisierter als er gedacht hatte. „Bringt mich zu eurem Dorf oder eurer Stadt und dort zu eurem Anführer.“ Die Menschen sahen sich kurz an und wiesen ihn dann an einzusteigen.
    Die Fahrt dauerte zwei Tage, dann kamen sie in eine mittelgroße Siedlung, aus Steinhäusern, mit ca. 2000 Einwohnern und relativ wenigen Technischen Hilfsmitteln. Im Zentrum der Siedlung stand das Banner des Slaanesh. Arthan sah es ungläubig an. Was war das für ein Planet. Die Wagen hielten ruckartig an und es drückte Arthan, schmerzhaft, nach vorne. Er schwang sich aus dem Fahrzeug und folgte seinen Führern. Sie brachten ihn in eine Art Verwaltungsgebäude. Alle Menschen die sie trafen sahen ihn misstrauisch an und verzogen sich zügig von seiner Anwesenheit. Sie betraten einen größeren Raum, der wohl auch der Ort war an dem sie die Feste zu ehren Slaaneshs feierten, jedenfalls die Oberschicht der Bevölkerung. Der Raum hatte ein hohe Decke die sich steil gegen der Himmel streckte, einen Polierten Marmorboden und ebensolche Säulen. Sie waren mit Silber und Gold geschmückt und an jeder Säule hing das Zeichen Slaaneshs. Sie betraten einen Weiteren Raum, der wohl eine Art Thronraum sein sollte. Auf dem Thron saß ein beleibter Mensch der ihn überrascht ansah. „Was wollt ihr hier?“ „Ich will mit eurem Meister sprechen, außer ihr seid hier der höchste aller Herrscher.“ „Warum wollt ihr das?“ „Stellt nicht zuviele Fragen, ihr könntet an ihnen ersticken.“ sagte Arthan arrogant und legte seine Hand ans Schwert. „Was erlaubt ihr euch? Für dieses Verhalten werdet ihr bestraft werden! UND JETZT RAUS HIER! Diener bringt ihn zu unseren Herren. Er sieht kräftig aus, es wird ihnen Spaß machen mit ihm zu spielen.“ Die Diener packten ihm am Arm. Arthan befreite sich aus dem Grif in einer geschmeidigen Bewegung, zog sein Schwert und enthauptete einen der Diener. Der Kopf viel mit einem klatschen auf den Boden, danach auch der Körper. Das Blut bespritzte eine Wand und breitete sich dann langsam auf dem gesamten Boden aus. „Er soll mich zu ihnen führen.“ „Tu was er sagt.“ sagte der Herrscher etwas verängstigt. Arthan folgte dem Diener wieder hinaus. Das Schwert steckte er nicht wieder weg sondern behielt es in der Hand. „Was ist das für ein Planet A'zurha?“ Es ist ein Planet unseres Prinzen, Meister. Hier werdet ihr den Weg eurer Bestimmung einschlagen. „Sprich nicht dauernd in Rätseln. Ich will dir Vertrauen. Gib mir keinen Grund es nicht zu tun, bitte.“ Meister? Sie verstand es wohl nicht. Er fühlte sich, trotz ihres Wesens das niemand abstreiten konnte, einfach mit ihr verbunden. Als wäre sie ein Teil von ihm, schon immer gewesen. Arthan verließ das Palastartige Gebäude und blinzelte in die Sonne. Der Planet musste recht klein sein, da die Stunden sehr schnell vergingen. Sein Führer brachte ihn wieder zu dem Fahrzeug und sie fuhren wieder aus der Siedlung heraus. Sie kamen wieder tiefer in die Wildniss und kamen auch für längere Zeit nicht heraus.

    Arthan wachte auf. Es war vollkommen dunkel geworden und vor sich erblickte er eine Festungsanlange. Mit Symbolen des Prinzen geschmückt und mit für einen unterentwickelten Planten recht guten Waffen. Er sah Laserkanonen und Schildgeneratoren. Der Fahrer brachte ihn vor das große Tor und bedeute ihm zügig auszusteigen. Arthan stieg aus und ging zum Tor. Er drehte sich um und sah wie sein Führer zügig wegfuhr und plötzlich in einer Explosion verlosch. Eine der Laserkanonen hatte das Fahrzeug völlig ausgelöscht. Nur noch ein Stück verbrannte Erde zeugte noch von dem Fahrzeug das dort gefahren ist. Arthan drehte sich wieder zu dem Tor um, dass im begriff war sich zu öffnen. Plötzlich hörte er hinter sich ein Geräusch. Er drehte sich mit übernatürlicher Schnelligkeit um und sah gerade noch bevor er ihn Ohnmacht viel wie ein Chaos Space Marine ihm seine gepanzerte Faust ins Gesicht rammte.
    Als er wieder aufwachte lag er in einer Arena, sein Schwert neben ihm. Er sah auf. „Endlich ist er aufgewacht. Endlich können sich unsere neuen Aspiranten beweisen. Einige in weniger guten Rüstungen gekleidete Marines sprangen in die Arena und zogen ihre Schwerter. Arthan stand auf und bereitete sich auf den Kampf vor.

  • Kapitel 15

    Arthan nahm sein Schwert, ein Gefühl der Sicherheit breitete sich in ihm aus. Er richtete sich auf, seine Gegner fingen an ihn langsam zu umkreisen. Er entspannte seine Muskeln und leerte seinen Geist. Der erste Gegner sprang auf ihn zu. Er parierte den harten Schlag und setzte zum Gegenangriff über. Sein Gegner parierte seinen Schlag ohne viel Mühe und plötzlich griffen ihn auch die anderen an. Sie waren wohl der Meinung dass er es nicht wert wäre ihm einzeln zu begegnen. Arthan ließ sich auf den Boden fallen und stieß das Schwert senkrecht nach oben in die Brust des Mannes, der direkt vor ihm stand. Er sah ihn verblüfft an, er konnte nicht glauben dass dieses Spielzeug ihn getötet hatte. Arthan zog das Schwert heraus und stieß sich wieder vom Boden ab. Das Blut des Mannes zeichnete filigrane Muster auf den staubigen Boden. Er leckte die Spitze seines Schwertes ab. Das Blut dieses Mannes war nicht bitter, es war, es war interessant, aber alles andere als berauschend. Er verstand nicht warum andere Menschen nicht die Nuancen von Blut schmecken konnten, Blut erregte mehr als jede andere Flüssigkeit, es war berauschend. Seine restlichen Gegner waren ungläubig stehen geblieben. Wie in Zeitlupe umkreisten sie ihn, jetzt vorsichtiger geworden. In den Rängen, über ihnen, wurde es langsam unruhig, ein einfacher Mensch konnte einfach keinen Chaos Space Marine besiegen. Es war für sie unmöglich, aber er war ja auch kein normaler Mensch. Er hob die Waffe auf die sein toter Gegner zurückgelassen hatte. Arthan fing an auf den rechten seiner Gegner zu zulaufen und warf im Lauf das Schwert auf den anderen. Dieser parierte es mit Leichtigkeit, aber die Zeit die er damit beschäftigt gewesen ist reichte für Arthan um an den anderen heranzukommen. Er malte Blutige Muster in die Luft, sein Gegner trug immer mehr leichte Wunden davon, doch konnte er noch das schlimmste verhindern. Arthan fintierte in den Hüftbereich seines Gegners und als dieser den Schlag abwehrte klemmte Arthan sein Schwert ein und riss ihm mit der bloßen Hand das Herz heraus. Blut spritzte ihm ins Gesicht. Das Herz klopfte noch einmal in seiner Hand und erschlaffte dann. Durch das zweite Herz noch am Leben erhalten, blieb seinem Gegner noch genug Zeit zu versuchen eine Frage zu äußern, aber als er seinen Mund öffnete strömte nur ein Schwall Blut heraus. Mit einem verzweifelten Blick brach er zusammen und starb. Seine Frage war wohl gewesen woher er die Kraft hatte seine Brust zu durchstoßen, die doch von einer Knochenplatte geschützt war. Sein letzter Widersacher war wieder bei ihm und Arthan schaffte es gerade noch sich umzudrehen, das Schwert herumzureißen und den Schlag abzulenken. Die Axt seines Gegners streifte seine Brust und riss ihm ein Stück seines Hemdes herunter. Sein Blick fiel auf das Amulett, es konnte kein gewöhnlicher Mensch sein, der das Zeichen seines Herren trug. Der Mann versank in einer Art Verzweiflung und wankte zurück. Wie konnte es sein dass ein Fremder das Zeichen seines Herren trug, zwei seiner Brüder mit Leichtigkeit getötet hatte und ihn, der sonst Furchtlos war, durch seine Anwesenheit straucheln lassen konnte. Er verstand es einfach nicht. Plötzlich war Arthan neben ihm, schlug den Mann zu Boden, setzte einen Stiefel auf seine Brust und hob das Schwert. Lasst ihn am Leben mein Meister, ihr könnt nicht alle eurer zukünftigen Diener töten, seht ihr nicht dass er willig ist euch zu dienen, lasst euch nicht vom Prinzen blenden mein Meister. Beherrscht eure Zügellosigkeit. Arthan ließ das Schwert langsam sinken. Die Menge schrie auf. „TÖTET IHN, TOT!“ kreischten alle. Arthan ließ ihn liegen und ging auf einen der Ausgänge zu, der ihm auch geöffnet wurde.
    Arthan ging ohne zu zögern durch den Ausgang. Die plötzliche Dunkelheit, konnte ihm dank seinem neuen Auge nichts mehr anhaben. Niemand erwartete ihn. Er ging weiter und kam in einen Blutverschmierten Raum. Es gab zwei Gänge einer führte nach oben auf die Tribüne, der andere nach draußen. Arthan zögerte nicht und nahm den Gang der ihn in die Freiheit führen würde, er ging nach draußen. Er wusste die Meister dieses Ordens würden seinen Sieg nicht akzeptieren, nur der den er Besiegt hatte, er würde seinen Sieg akzeptieren und sein Recht auf diesen Orden. Er hatte erkannt das er der Auserwählte ihres Gottes war, er war der Auserwählte Slaaneshs.
    Arthan verließ das Lager so schnell er konnte und wartete im Wald vor den Toren des Lagers.
    Nach ein paar Stunden traf das ein was er vermutet hatte, der Mann den er besiegt hatte kam aus dem Tor heraus und sah sich unsicher um. Er hatte keine Rüstung mehr und auch seiner Waffen war er beraubt worden. Arthan stand auf und wartete darauf bemerkt zu werden. Nach ein paar Augenblicken kam der Mann auf ihn zu. „Wie heißt du?“ „Mein Name ist Vorgar, Meister.“

  • Kapitel 16

    „Warum seid ihr geflohen, Meister?“ Arthan bereute die Entscheidung ihn am Leben gelassen zu haben bereits. „Beleidige mich nicht. Die Anführer deines Ordens hätten mich aus Angst getötet, ich bin nicht mächtig genug um ihnen entgegen zutreten. Ich brauche die Hilfe unseres Gottes um sie zu vernichten.“ „Ihr besitzt sie doch schon, euer Amulett...“ „Sei nicht dumm. Ich brauche mehr. Du weißt gar nichts, ab jetzt sagst du nur noch etwas wenn ich es dir sage.“ „Ja, Meister.“ „Kennst du irgendeinen Schrein oder Tempel des Prinzen?“ „Ja, soll ich euch hinführen, Meister?“ „Nein, du brauchst nur so zu tun und jetzt führe mich dorthin.“ Vorgar ging los.
    Arthan hatte seine Meinung geändert, ein Diener der zu Dumm war um sich selbst zu führen würde ihn nicht so schnell verraten, hoffte er. Was immer ihn hier erwartete, ein Kampf gegen die Anführer dieses Ordens war es bestimmt nicht, jedenfalls nicht jetzt, später würde er sie natürlich töten müssen. Man konnte keine Armee führen wenn die ganze Zeit gegen ihn intrigiert wurde. Außerdem würde es ihm ein gewisses maß an Spaß bereiten und seinen Herren auch sicher Freude bereiten, wenn die Anführer eines seiner Orden von seinem eigenen Auserwählten getötet würden. Macht euch nicht zuviele Gedanken, mein Meister. Alles was ihr braucht werdet ihr dort finden und noch mehr. „A'zurha...ich...“ Meister ich verstehe euch einfach manchmal nicht, für einen Menschen seid ihr wirklich sehr interessant, einerseits tötet ihr immer wann ihr gerade Lust dazu habt, andererseits habt ihr immer das Bedürfnis, mir euer Innerstes zu offenbaren. Die meisten werden einfach nur von der Gier nach Macht geleitet oder vom Drang perfekt zu sein, aber ihr, ihr seid anders als jeder den ich je getroffen habe. Eure Art ist insich widersprüchlich. Eure Seele ist zerrissen. Euer Herz gehört nicht euch. Ihr haltet euch für ein Seelenloses Monster und sucht eure Seele in einer anderen Person. Was seid ihr? „Bedeutungslos.“ Arthan schwieg.
    Er war depressiv und unglücklich. Jeder Erfolg den er bis jetzt erlangt hatte erschien ihm bedeutungslos. Was war er schon Wert. Welchen Wert konnte er für einen Gott haben. Alles was er getan hatte erschien ihm jetzt falsch. Er sah Vorgar an, er glaubte an ihn, er dachte er wäre ein Champion ihres Gottes. Vielleicht war er es, vielleicht auch nicht, vielleicht schmiss Slaanesh ihn auch einfach nur weg nachdem er ihn ein bisschen beschäftigt hatte. Was wusste dieser Vollidiot schon? Arthan hatte nie an sich oder seinen Taten gezweifelt. Sicher er hatte darüber nachgedacht, was gut und böse ist. Das einzige Ergebnis zu dem er gekommen ist war das es nichts gutes gab. Er blickte durch die, sich im Wind wiegenden Blätter, die über ihm sanft hin und her wogen, in die Sonne. War er wie eine Sonne? Verglühte nachdem sie ihre Energie auf ihre Umgebung abgestrahlt hatte. Ihr Licht. Sein Licht. Oder verlöschte er und wurde dann als neue Sonne wiedergeboren, als eine noch stärkere?
    Sie schritten bereits seit Tagen ohne eine Pause auf einem Schmalem Weg durch einen riesig anmutenden Wald. „Wann sind wir da?“ „Es dauert nicht mehr lange mein Meister.“ Nachdem sie eine weitere Stunde gelaufen waren kamen sie auf einen kleinen Berg, auf dem eine Art Eingang eingelassen war. Vorgan ging selbstsicher durch den Eingang, Arthan folgte ihm nach einem kurzen zögern, er blickte noch einmal in den Himmel. Die Sonne strahlte und als er durch den Eingang schritt hatte er das Gefühl dass sie immer stärker leuchtete.
    In dem Berg war ein einfacher Schrein. „Wo ist hier ein Tempel unseres Gottes?“ „Wartet kurz, Meister.“ Vorgan ging zu einer Fackel hinüber und zog sie hinunter. Ein Eingang tat sich auf und er Schritt hindurch. Arthan folgte ihm.
    Sie kamen in einen unermesslich großen Raum. In der Mitte stand eine Standarte Slaaneshs und um sie herum waren Skelette verteilt. Es war ein Beeindruckender Anblick. „Jetzt sind wir da, Meister.“
    „Geh nach oben und warte in der Höhle auf mich.“ Vorgan ging nach einem kurzen zögern hinaus. Arthan schritt weiter in den Tempel hinein. „Was soll ich jetzt tun?“ Geh in die Mitte des Tempels.
    Er tat was sie gesagt hatte. Er riss die Standarte heraus und stellte sich selbst auf den Schacht. Sein Amulett fing an zu glühen. Schmerzen umfingen Arthan. Er fiel auf die Knie und begann das Bewusstsein zu verlieren. Er dachte es wäre sein Ende.
    Als er wieder erwachte war er in einem anderen Raum. Er war sehr viel kleiner als der eigentliche Tempel. Er über und über mit Symbolen und Runen geschmückt die sich, wenn man sich auf sie konzentrierte, in einem Muster des Wahnsinns verflossen. Arthan richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf das wofür dieser Raum gedacht war. Direkt vor ihm lag auf einem Alter eine mächtige Rüstung, darauf lag ein Schwert, dass eine seltsame Aura ausstrahlte. Arthan hatte sein vorläufiges Ziel erreicht, jetzt war er fähig seine Feinde zu vernichten, seine Bestimmung zu erfüllen.

  • Kapitel 17

    Er legte die dämonische Rüstung an, sie verband sich mit seinem Körper soweit sie es konnte. Er fühlte sich noch stärker und vorallem, wahrlich gesegnet vom Gott der Lust. Auf der Brustplatte prangte das Symbol seines Meisters. Arthan legte sich wieder sein Amulett um. Jetzt lag nur noch das Schwert vor ihm. Es war über und über mit Runen bedeckt und strahlte reine Macht aus. Wahrscheinlich war ein Dämon darin gefangen, oder die Waffe hatte einfach nur eine besonders große Macht. Er nahm es in seine Hand. Ihn durchflutete ein Gefühl reiner Macht, reines Schmerzes. Das Schwert wollte seine Seele verzehren, doch es konnte sie nicht erreichen. Nach einer Zeit hörte der Schmerz auf, die Aura des Schwerts war schwächer geworden, es hatte aufgegeben, sich ihm ergeben, nun war er sein Meister. Er schob das Schwert in die dafür vorgesehene Halterung an seiner Rüstung. Arthan verließ den Seltsamen Raum durch einen Gang auf der Gegenüberliegenden Seite. Nach einigen Stunden kam er wieder in den Haupttempel, ob Vorgan wohl noch da war? Arthan blieb stehen. Er sah sein Spiegelbild in einem der Goldplatten an. Er sah sich in einer glänzenden Rüstung, eine Aura der Macht umgab ihn. Er war wahrlich ein Champion des Prinzen. In dem Gold sah er aus wie einer der Heiligen des Imperators, der Menschheit. In Wirklichkeit war der Großteil seiner Rüstung sehr dunkel und Schulterpanzer wie Knieschoner und einige Details waren in einem dunklerem Rosa gehalten. Eine dunkle Aura umgab ihn und sein Schwert. Das Amulett, mit dem Zeichen des Prinzen der Lust darauf, lag lose auf der Brustplatte. Sein Gesicht war rein und wirkte vollkommen. Sein mechanisches Auge war verändert, jetzt hatte es die Farbe seines Gottes. Sein Haar reichte ihm bis zum Nacken und war tief Schwarz. Arthan hatte neue Kraft geschöpft und machte sich auf den Weg nach oben.
    Vorgan saß nach wie vor in dem Vorraum des Tempels. „Meister...?“ stotterte er ein wenig ungläubig. Er fiel auf die Knie und schwor ihm ewige Treue. Arthan glaubte daran dass er ihm vertrauen konnte. „Du wirst in ein Dorf oder eine Stadt gehen und eine Armee für mich aufbauen.“ „Wie, mein Meister?“ Arthan gab ihm sein altes Schwert. „Diese Waffe wird reichen müssen, Slaanesh wird dir Erfolg gewähren, ich bin mir sicher.“ Arthan wandte sich ohne ein weiteres Wort von ihm ab und ging zurück zum Lager der Chaos Space Marines.
    Arthan bekam von der Reise an sich nichts mit, er befand sich die ganze Zeit über in einer Art Wachschlaf. Seine Beine trugen in unaufhaltsam vorwärts. Er erwachte wieder als er die ersten Schüsse hörte. Keine zwei Meilen entfernt war die Ordensfestung und es stieg Rauch von ihr auf. Arthan beeilte sich nicht zu ihr zu kommen.
    Nach einer halben Stunde war er angekommen. Er stand vor den gewaltigen Toren, die vollständig zerstört waren. Arthan schritt hindurch und sah in die Festung hinein. Es zog sich eine Art Riss durch das gesamte Gebiet. Es kämpfte ca. ein Drittel des Ordens gegen den Rest. Sein Kampf in der Arena hatte wohl doch mehr Kämpfer an ihren Anführern zweifeln lassen als Arthan gedacht hatte. Vielleicht kämpften auch beide Lager für ihn, nur mit jeweils anderen Anführern. Er entschied dass es besser wäre sich den Unterlegenen anzuschließen. Arthan wand sich von dem Faszinierendem Anblick der gespaltenen Festung ab und suchte sich seinen Weg durch die Trümmer.

    Er brauchte den halben Tag um das Unterlegene Lager zu erreichen. Er sah die Wachen die am improvisiertem Eingang zu ihrem Lager standen, es waren 20 Chaos Space Marines mit dem Zeichen Slaaneshs, was sie aber nicht unbedingt zu seinen Verbündeten machte. Er trat in ihr Sichtfeld. Die Soldaten hoben ihre Waffen, ein erster Schuss löste sich aus ihrer Gruppe, der wirkungslos an seiner Rüstung abprallte, allerdings wurde der Schütze sofort von ihrem Anführer enthauptet. Arthan ging näher zu ihnen. „Verzeit, Meister, ich werde euch sofort zu unserer Anführerin bringen.“ krächzte die, durch das Heimvisier verzerrte, Stimme. Arthan ging nicht weiter darauf ein und ließ sich zu dieser Anführerin bringen.
    Er betrat den Raum in dem sie war und blieb wie angewurzelt stehen. Es war die Frau die er auf seinem Heimatplaneten getötet hatte. Sie lächelte ihn an.

  • Kapitel 18

    „Wie...?“ „Frag nicht. Es ist doch offensichtlich und du wusstest es schon seit dem Tag. Ich kann hier nicht mehr lange bleiben und muss dir noch die Macht geben diesen erbärmlichen Haufen unorganisierter Wilder zu zähmen.“ Sie wandte sich ab und fuhr mit ihren Vorbereitungen fort. „Was machst du eigentlich?“ „Wie gesagt, ich gebe dir die Macht dein Schicksal zu erfüllen.“
    Arthan sah ein dass es keinen Sinn machte ihr weitere Fragen zu stellen. Er blieb einfach neben dem Eingang stehen und wartete.
    Sie verbrachte einen ganzen Tag damit Symbole in den Boden zu zeichnen und als sie fertig war verließ sie erst einmal das Gebäude. Von draußen drangen ab und zu Schüsse herein. Anscheinend gab es fast keine Gefechte, nur ab und zu wurde das besetzte Gebiet um ein paar Meter verschoben. Es schien als würde alles auf ihn warten, als würde jeder spüren dass es noch nicht begonnen hatte und dass wenn es begann es schon vorbei war.
    Wie ein Sturm kam sie wieder herein. „Leg dich auf den Boden.“ Arthan gehorchte ihr ohne zu zögern. In ihrer Stimme lag eine unerbittlichkeit, andererseits wollte er ihr gehorchen, ihr bis zum Tod folgen, ihr Blut noch einmal kosten. Er wollte seine Hände mit ihrem Blut tränken. Hier auf diesem Planeten war ihre Ausstrahlung noch viel stärker als damals, was aber aus irgendeinem Grund, sein Verlangen nach ihr nicht verstärkte, oder er brauchte mehr als nur sie. Seine Gedankengänge wurden unterbrochen. Schmerz flammte in seiner Seele auf, Schmerz der seinen gesamten Körper ergriff, doch er konnte sich nicht bewegen, die Runen die zuvor im Boden eingeritzt waren bewegten sich jetzt, sie waren lebendig geworden durch die Mächte des Warp, sie hielten seinen Körper am Boden, zwangen sich ihm dem Schmerz hinzugeben. Stundenlang hatte er das Gefühl dass immer wieder etwas versuchte sich seiner Seele zu bemächtigen, seinen Körper zu stehlen. Sein Geist erschlaffte immer mehr, bis er in Dunkelheit versank.
    Arthan erwachte. Die Runen waren verblasst und der gesamte Raum war schwarz, als hätte zuvor ein Feuer in ihm gewütet. Sie war weg und an ihrer Stelle sah er um sich herum an die vierzig Frauen stehen. Alle waren von einer wilden Schönheit, die aber durch ihre Waffen artigen Mutationen abgeschwächt wurde. Sie blickten ihn alle an. Es lag eine unbeschreibliche Gier in ihrem Blick, aber nicht nach ihm oder seinem Körper, sondern danach ihm jedem seiner Wünsche zu erfüllen, ihm zu Dienen. Arthan erhob sich langsam. Sein gesamter Körper schmerzte. Er ging nach draußen.
    Er sah zum Himmel. Am Firmament leuchteten die Sterne. Es war hell, obwohl es dunkel war. Alles war in ein wunderschönes Licht getaucht. Alles sah aus als wäre es nicht von Kämpfen verzehrt, sondern es sah perfekt aus, als ob es schon immer so hätte sein sollen, als würde dieser ganze Planet nur für ihn existieren. Er ging zu einem Fass, in dem Wasser war und Tauchte seinen Kopf hinein.
    Als er ihn wieder hinaus hob betrachtete er sein Gesicht. Seine Augen Leuchteten wie Sterne. Das eine in einem dunklem Grün, dass andere, mechanische, war in einem dunklem Rosa und jetzt nach der Beschwörung hatte sich die Pupille reptilienartig verformt. Es war als würde er in zwei Gesichter zu gleich blicken, das eine von einer erhabenen Traurigkeit geprägt, das andere vom Wahnsinn seines Meisters. Arthan löste sich von dem Anblick und ging zum Lager seiner Soldaten. Bis auf die die auf Wache waren saßen alle beisammen und tranken Alkohol, erzählten sich Geschichten und lachten. Als sie Arthan und seine neuen Diener erblickten verstummten sie. „Meine Brüder, wartet nicht bis zum Morgengrauen, vernichtet eure Feinde, lasst keinen am Leben, auch die nicht die sich uns hingeben. Verschlingt ihre Seelen und bringt sie unserem Fürsten als Opfer dar. Es hat begonnen, nun beendet es.“ Ein ohrenbetäubender Jubel breitete sich unter den Marines aus, Waffen wurden gehoben und abgefeuert, der Himmel erglühte im entfesseltem Sturm aus leuchtender Munition. Es hatte nicht begonnen, es war bereits vorbei, seine Feinde waren bereits verloren gewesen bevor er den ersten Schritt in ihre Richtung gemacht hatte. Die Dämonetten stürzten voraus, als würden sie den Blutdurst fühlen die er fühlte. Das Amulett auf seiner Brust leuchtete und sein Herz wurde von einer nie gekannten Macht erfüllt, noch vor dem Morgengrauen würde sein Schwert mehr Blut gekostet haben als es sich jemals ertraümt hatte.

  • Kapitel 19

    Ihre Gegner waren von den Jubelschreien und den Schüssen geweckt worden. Sie verschanzten sich hinter ihren Verteidigungslinien, machten ihr Waffen bereit und warteten auf die eigentlich unterlegene Streitmacht ihrer Gegner.
    Arthan ging auf eine Einheit seiner Feinde zu, überall um ihn herum entwickelten sich erste Feuergefechte, Männer starben durch herum fliegende Splitter, durch Granaten, wurden von den Kettenschwertern ihrer Gegner zerfetzt. Die Einheit die er angreifen wollte wurde auf ihn aufmerksam, Schüsse lösten sich und flogen auf ihn zu, prallten an seiner Rüstung ab ohne Spuren zu hinterlassen oder schlugen neben ihm auf dem Boden ein. Arthan begann auf sie zu zu stürmen. Geschosse bewegten sich wie durch Wasser an ihm vorbei, die Zeit blieb praktisch stehen, alles um ihn herum fror ein und doch konnte er sich weiterbewegen. Er erreichte seinen ersten Feind der gerade noch einen Schuss in die Richtung abgab aus der er gekommen war, bevor er sich bewusst wurde dass Arthan direkt neben ihm stand und in in zwei Teile spaltete. Das Blut bespritzte alle umstehenden und Arthan selbst. Er wirbelte herum, bekam einen Schlag von einem Gewehrkolben ab, schwankte leicht und fing an sein Schwert singen zu lassen, es Bewegte sich durch die Körper der Männer wie durch Luft, zeichnete feine Linien aus Blut in die Luft, der Widerstand der sich ihm entgegen warf wurde hinweggefegt. Es war ein Gemetzel, nach einer Minute war ein Trupp aus zehn Männern nur noch ein blutiger Haufen Körperteile, die in weitem Umkreis um Arthan herum verteilt lagen. Er schritt durch das Blut hindurch, wandte sich seinem nächsten Feind zu. Neben ihm sangen die Klingen der Dämonetten durch das Fleisch ihrer Feinde, sie tanzten mit ihnen. Arthan nahm nichts von dem wahr. Es war als bewegte er sich durch einen Raum in dem nur er existierte. Sein Schwert und das Amulett glühten wie Sonnen.
    Seine nächsten Gegner waren weitaus stärker als die zuvor gegangenen. Die Raptoren kreisten ihn ein und ließen ihre Ketteschwerter auf ihn herunter stoßen, sie prallten wirkungslos an seiner Rüstung ab oder wurden von seinem Schwert zerteil. Er zerschlug die Raptoren in einem Ozean aus Blut, er zerhackte sie, teilte ihre Körper in viele Teile auf, ließ ihr Blut auf den Boden fließen, sog ihre Lebenskraft in sich auf. Sein Schwert vibrierte in seiner Hand, in der Vorfreude auf noch mehr Seelen die es verschlingen konnte, auf Körper die es zerteilen konnte, auf Männer die es töten konnte. Arthan wollte seine Wünsche erfüllen, denn es war sein Wunsch.
    Er flog durch die Reihen seiner Feinde, er zog eine Spur aus Blut und Körperteilen hinter sich her, seine Armee war bereits weit hinter ihm zurückgefallen. Nur die Dämonetten waren noch in seiner Nähe und sorgten dafür dass er sich seinem Meister hingeben konnte.
    Die Truppenkontingente auf die er traf waren keine Gegner für ihn, er vernichtete einen Trupp nach dem anderen, es schien als könnte ihm nichts widerstehen.
    Arthan war im Herzen des feindlichen Lagers angekommen, hier würde ihn ein würdiger Gegner erwarten und wie er gehofft hatte sah er im Zentrum des Lager den Anführer des Ordens stehen, er war in eine nicht weniger Prachtvolle Rüstung gehüllt als Arthan und auch sein Schwert war dem seinen sehr ähnlich. Arthan kämpfte sich seinen Weg zu ihm frei und endlich stand er vor ihm.

    Der General lachte. „Was glaubt ihr wer ihr seid? Glaubt ihr wirklich ihr würdet hier siegen?“ „Glaubt ihr es nicht?“ Der Ausdruck von Wahnsinn verschwand vom Gesicht des Generals. „Ihr hättet nie herkommen dürfen. Unser Meister wird meinen Tod nicht verzeihen.“ „Ihr werdet sehen wie viel ihr ihm wert seid, mein Freund.“ Arthan stütze auf ihn zu. Ihre Schwerter trafen aufeinander und erzeugten ein ohrenbetäubendes Kreischen. Dann fintierte er zu seinem Kopf um kurz vor dem erneuten aufeinander treffen der Schwerter seinen Schlag nach unten abzulenken. Aus irgendeinem Grund verfehlte der Schlag seinen Gegner, der seinerseits mit einem Schlag auf seinen Arm konterte, Arthan konnte sein Schwert nicht mehr rechtzeitig hoch reißen und das Schwert fand sein Ziel. Bevor das Schwert auf der Rüstung aufschlagen konnte wurde es von einer unsichtbaren Energie aufgehalten. Arthan verzog vor Schmerzen das Gesicht und plötzlich entlud sich die Energie die sich aufgebaut hatte. Er wurde von seinem Feind fort geschleudert und schlug hart auf dem Boden auf. Das leuchten seines Amulettes hatte nachgelassen und wurde immer schwächer. Noch solch einen Fehler konnte er sich nicht erlauben, er richtete sich wieder auf und konnte gerade noch sein Schwert zur Parade herumreißen. Wieder stießen die Schwerter aufeinander und sangen ein Lied des Wahnsinns. Arthan stieß seinen Gegner von sich weg, nahm wieder eine Kampfhaltung an und griff selbst wieder an. Er schlug mit aller Kraft zu die er aufwenden bringen konnte, ließ jedes Gefühl in den Schlag fließen, jeden Schmerz, jede Freude die er je empfunden hatte. Als die Schwerter aufeinander trafen sang keines von ihnen. Die Klinge seines Feindes zerbrach einfach unter der schier unvorstellbaren Kraft mit der der Schlag geführt worden war. Das Gesicht des Generals erstarrte vor Angst, bis der Schwung das Schwert tief in seinen Brustkorb getrieben hatte. Sein Gesicht wurde leer, alles Leben das je in ihm gewesen war verschwand jetzt und wich einem Ausdruck der Verzweiflung, des bereuens. Es war vollbracht. Arthan hatte es geschafft, sein Teil der Schlacht war geschlagen. Die restlichen Feinde würden nicht mehr lange Leben. Er sah zum Horizont hinüber, gerade krochen die ersten Sonnenstrahlen über die Krümmung des Planeten. Doch noch war sein Schicksal nicht erfüllt, ein Reich musste Geschmiedet werden, im Feuer des Krieges.

  • Kapitel 20

    Arthan blickte auf das Schlachtfeld hinab, seine Krieger töteten die letzten Überlebenden ihrer Feinde, es war der Augenblick seines Sieges, seine Feinde lagen tot am Boden, es war nur noch eine Frage der Zeit bis er den ganzen Planeten unter Kontrolle hatte und mit seinem Raumschiff konnte er anfangen andere Raumschiffe zu kapern, das Schicksal das ihm vorherbestimmt war erfüllte sich.

    Die Sonne war bereits über dem Horizont hervor gekommen. Die ersten Aufräumarbeiten begannen und die Space Marines verbrannten die Toten. Ein Furchtbarer Geruch lag über dem Schlachtfeld, er fragte sich was jetzt wohl kommen würde, wie es weitergehen würde. Plötzlich wurde Alarm geschlagen, er sah zum Horizont und da war sie, eine Armee aus mindestens zwei Tausend frisch ausgehobener Rekruten. Vorgar hatte doch noch seinen Zweck erfüllt, ein Gefühl der Befriedigung breite sich in Arthan aus. Er ging zu seinen Untergebenen und befahl ihnen den Neuankömmlingen Arbeit zuzuweisen. Er selbst machte sich auf den Weg zu Vorgan.
    „Ihr habt es ja doch noch geschafft, zweifelt nicht mehr an meinen Worten, Vorgan.“ „Ja, Meister. Zuerst habe ich ein Dorf für euch gewinnen können, ich habe es in Grundzügen im Kampf unterwiesen und bin weiter gezogen, ich hatte schon nach ein paar Tagen diesen Haufen Schwächlinge zusammen. Wie findet ihr dass?“ „Das habt ihr wirklich sehr gut gemacht Vorgan, fast so als hätte ich versucht meinen Kopf zu drehen, oder euren von den Schultern. Hatte ich nicht gesagt du sollst nur reden wenn ich es sage? Du übernimmst den Posten als General dieses Lächerlichen Haufens und sorge dafür dass diese Jammerlappen ausgebildet werden und bewaffnet werden.“ Natürlich wusste er das Vorgan nicht die nötige Intelligenz besaß um ein Feldherr zu sein, aber im Moment war er der einzige seiner Krieger dem er vertrauen konnte, er würde den anderen noch mehr den Glauben an ihm geben. Er wusste das er seinen Mund nicht halten konnte. Was er aber auch wusste war dass er sich früher oder später von ihm trennen müsste. Die anderen Marines würden es nicht gutheißen dass er einen Schwachen Mann in den Höchsten Rang seiner Armee einsetze. Aber er würde ihm die Chance geben seinen Rang zu behalten, er würde die Intrigen nicht einschränken, aber auch nicht zu Vorgans Nachteil auslegen. Er würde sie sich einfach gegenseitig umbringen und am Ende würde der beste von ihnen Überlebt haben.
    Arthan versank immer mehr in Gedanken, der Tag zog vorüber und er stand immer noch an der selben stelle wie zuvor. Ihr müsst euch ausruhen, mein Meister. Auch ihr habt nicht unbegrenzte Kraft. Raunte A'zurhas Stimme. Sie hatte Recht, er war tot müde, er wollte nur noch schlafen, schlafen bis alles vorbei war, die Welt an sich vorbeiziehen lassen, andere sein Schicksal erfüllen lassen. Doch er wusste das es nicht möglich war. Er hatte es begonnen und jetzt musste er es zu ende bringen, doch jetzt würde er erst einmal ruhen.
    Er lief zügig durch die Festung und suchte nach einer passenden Unterkunft. Er blieb vor einen großen, ansehnlichem und vor allem unversehrten Gebäude stehen. Das würde ihm als Nachtlager genügen, er trat zur Tür und öffnete sie. In dem Gebäude war es dunkel, doch sein Auge passte sich an und verstärkte das Licht, es war wohl eine Art Tempel seines Meisters gewesen, überall lagen große Kissen und es war eine Tanzfläche in der Mitte des Raumes, in einem Teil des Raumes war auch eine große Auswahl an Waffen verstaut, wahrscheinlich um sich an den Körpern von Sklaven gütlich zu tun, den Prinzen der Lust zu preisen, sich den Freuden seiner Herrlichkeit hinzugeben. Erst jetzt bemerkte er dass die Dämonetten die ganze Zeit bei ihm gewesen waren. „Befreit mich von der Rüstung.“ Sie taten wie geheißen. Ihre Arme hatten sich jetzt größtenteils in normale verwandelt und sie befreiten ihn zärtlich von seiner Last. Nachdem er aus der Rüstung herausgekommen war übermannte ihn die Müdigkeit endgültig, er konnte sich kaum mehr auf den Beinen halten, die Dämonetten nahmen seinen schlaffen Körper und brachten ihn zu einem der Schlafkissen, legten ihn darauf und verteilten sich schließlich auf den übrigen, zwei von ihnen brachten ihm frisches Wasser und etwas zu Essen. Er beachtete es nicht, er schloss die Augen und versank in einem Schlaf, der so tief und vollkommen war, dass er nichts von den Schmerzen mitbekam die seinen Rücken durch fuhren, das Amulett auf seiner Brust leuchtete stärker als bei der Schlacht. Die Dämonetten betrachteten ihn mit der selben Gier wie schon am Tag zuvor. Sein Körper veränderte sich noch weiter, seine Seele wurde trotz ihrer eigentlichen Immunität gegen den Warp immer enger mit ihm verknüpft, das Band das ihn mit der leere verband immer schwächer, bald würde er bereit sein sich seinem Meister vollkommen hinzugeben.

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