Die langfristige Verankerung von Ergebnissen der Meinungsmache ist beachtlich

  • Dinge an die das gemeine Volk glaubt, aber falsch sind:

    Beispiel 1: Wir haben einen Boom
    Beispiel 2: Arbeitslosigkeit ist gesunken
    Beispiel 3: Wir sind gut durch die Krise gekommen
    Beispiel 4: Guttenberg
    Beispiel 5: Exportüberschüsse sind gut, Sparen ist gut, man muss es nur wollen, usw
    Beispiel 6: Das demographische Problem, der Generationenvertrag trägt nicht mehr, jetzt hilft nur noch Privatvorsorge

    Findet sich hier jmd. wieder?

  • meine güte, ist dir langweilig oder wieso fasst du alles in threads zusammen, das sowieso schon jeder weis?

    It's better to live one day as a lion than a thousand years as a lamb.

  • jeder weiß sowas sicherlich nicht
    nur fehlt ein wenig die diskussionsgrundlage
    glaub nicht, dass sich viele hier bei den jeweiligen meldungen so viel gedanken darüber gemacht haben ob und wie und überhaupt das alles stimmt;)

    wer ab und zu auf solchen seiten liest (also alles, was konspirativ angehaucht ist, damit mans leichter für llächerlich erklären kann:D ) , kennt das ja eh schon

  • Das tolle ist, wenn man sich kaum den Medien hingibt, bekommt man kaum was mit.

    Ich fand die Wirtschaftskrise z.b. sehr lustig. Alle haben von Krise Krise Krise geredet und weder bei mir, noch bei meinem Bekanntenkreis hab ich irgendwas davon bemerkt.

  • Genau wegen sowas hab ich genau gar keine Lust mich mit sowas überhaupt zu beschäftigen, die Medien können einen da eigentlich beeinflussen wie sie gerade wollen ....

    EDIT: Word@Terro.

  • und eine krise wird nicht besser wenn alle die es eig nicht so betrifft anfangen zu sparen...

    "Und dann hat jeder ps3 user, der was auf sich hält minimum 3 accounts (ich habe 5)." - Darksnow

  • @ alatoric

    Solche Threads sind meiner Meinung nach wesentlich sinniger wie 95% der Themen die sonst in diesem und im Fun subforum diskutiert werden. Wenn du dich nicht für Politik interessierst schreib doch lieber wieder welche Sorte Klopapier du dir heute gekauft hast oder 956540 :kaffee: .

  • ich hab wa von der krise mitbekommen im bekanntenkreis. aber deutschland war ja auch nicht gerade zentrum der krise...

    zur arbeitslosigkeit muss man sagen, dass die zahlen crap sind, aber die reale arbeitslosigkeit(+fortbildungen, 1 euro jobber etc) tatsächlich gesunken ist.


    Mit dem Ohr fürs Detail, mit der Totalen im Blick

  • Das Problem ist das alles viel zu komplex ist. Es bleibt mir ja nichts anderes übrig als eine mehr oder weniger populäre Meinung zu glauben. Ich habe doch gar nicht genug Zeit mich gut genug in alle wichtigen Quellen usw einzuarbeiten. Es ist letztendlich egal ob ich am Ende der populären Meinung glaube oder der einer "konspirativen Randgruppe". Am Ende glaubt jeder das was er für richtig hält. Die wenigsten haben genug Ahnung davon um wirklich zu wissen was ab geht. Mag sein das du dich so gut auskennst (will dir jetzt hier kein Unwissen unterstellen) aber ich bezweifele es. Soll niemanden vom diskutieren abhalten, aber hier rein zu platzen und zu sagen: ihr seid blöd weil ihr das glaubt was die Medien sagen ist imho ein bisschen zu kurz gedacht.

    No one needs a smile as much as a person who fails to give one -- unknown

    Sind wir nicht alle ein bisschen Sega!

  • Das Problem ist das alles viel zu komplex ist. Es bleibt mir ja nichts anderes übrig als eine mehr oder weniger populäre Meinung zu glauben. Ich habe doch gar nicht genug Zeit mich gut genug in alle wichtigen Quellen usw einzuarbeiten. Es ist letztendlich egal ob ich am Ende der populären Meinung glaube oder der einer "konspirativen Randgruppe". Am Ende glaubt jeder das was er für richtig hält. Die wenigsten haben genug Ahnung davon um wirklich zu wissen was ab geht. Mag sein das du dich so gut auskennst (will dir jetzt hier kein Unwissen unterstellen) aber ich bezweifele es. Soll niemanden vom diskutieren abhalten, aber hier rein zu platzen und zu sagen: ihr seid blöd weil ihr das glaubt was die Medien sagen ist imho ein bisschen zu kurz gedacht.

    Nö, die Lösungen sind einfacher als man glaubt. Das Problem ist nur, dass diese Lösungen denen schaden würden, die momentan am politischen Entscheidungsprozess beteiligt sind.

  • Mit einfach scheinenden Lösungen zu komplexen Abläufen ist es meist wie mit dem Treibsand. Versucht man sich einfach herauszuarbeiten wird man merken, dass es ganz und gar nicht einfach ist, leider bleibt einem dann kaum noch Zeit über eine komplexere Lösung nachzudenken.

  • Heinz-J. Bontrup zur Preisverleihung des Golden Award of Change für die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik

    Wer als Politiker dem „schlanken“ Staat und dem deregulierten Markt, insbesondere auf den Finanzmärkten, das Wort geredet und letztlich das Laissez-Faire-Prinzip auch umgesetzt hat, der hat eine hohe Schuld auf sich geladen. Das Problem ist nur, dass die neoliberal denkende Politik immer noch an der Macht ist. Deshalb gibt es auch so gut wie keine Veränderung. Die neoliberalen „Brandstifter“ und Gesellschaftszerstörer wurden nur kurz, über Nacht zu „Bastard-Wendehals-Keynesianer“ und machten einen bisher nicht für möglich gehaltenen Schwenk in Richtung aktiver Konjunkturprogramme und extrem expansiver Geldpolitik. Damit die Vermögenden und Kapitaleigner nicht zur Kasse – zur Haftung, die sie sonst bei jeder Gelegenheit als Rechtfertigung für ihre Mehrwertaneignungen betonen – gebeten werden mussten, wurden die Krisenverluste durch eine massive Ausweitung der Staatsverschuldung kurzerhand sozialisiert. Da Steuererhöhungen für die Krisenverursacher weiterhin ausgeschlossen werden, wird die Staatsverschuldung nun als Grund für Haushaltskonsolidierungen herangezogen und damit noch mehr private und öffentliche Armut hergestellt.
    Was muss alternativ konkret passieren? Fünf Dinge:

    • Erstens eine auf europäischer Ebene abgestimmte Fiskal- und Geldpolitik…

    • Zweitens müssen diese kurzfristigen fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen durch systemisch- strukturelle Veränderungen ergänzt werden. So sind die internationalen Finanzmärkte aus ihrer in der Vergangenheit vollzogenen Liberalisierung wieder in staatlich streng regulierte Märkte zu überführen. Hinzu kommen muss eine Reform des Bankensystems durch eine demokratische Einbettung der Geldinstitute in ihr ökonomisches und gesellschaftliches Umfeld…Außerdem müssen die Banken auf ihre wesentlichen Kernfunktionen wie
    a. die Organisation des Zahlungsverkehrs,
    b. das Einlagengeschäft zur einfachen und sicheren Ersparnisbildung und
    c. die Finanzierung gesamtwirtschaftlich und gesellschaftlich sinnvoller öffentlicher und privater Investitionen durch Kreditvergabe zurechtgestutzt werden.
    Parallel dazu bedarf es eines verschärften internationalen Wettbewerbsrechts zur Eindämmung
    der Marktmacht von internationalen Konzernen.

    • Drittens muss speziell Deutschland seine Wirtschaftspolitik zur Beseitigung der Ungleichgewichte in den Leistungsbilanzen verstärkt auf die Binnenwirtschaft ausrichten.

    • Viertens muss eine völlig veränderte Steuerpolitik umgesetzt werden: Die gewinnträchtigen Unternehmen und die Spitzenverdiener sind im Vergleich zu heute wesentlich höher zu besteuern. Der Spitzensteuersatz (Grenzsteuersatz) bei der Einkommensteuer muss ab einem zu versteuernden Einkommen von 60.000 Euro auf 48 % angehoben werden. Der Körperschaftsteuersatz ist auf 35 % zu erhöhen.

    • Fünftens muss noch eine ordnungstheoretische Notwendigkeit hinzukommen: Die private Wirtschaft ist zu demokratisieren…Dazu dürfen die Beschäftigten nicht nur auf ihre heutige Lohnfunktion reduziert werden, sondern sie sollten über ihre gewählten Vertreter in den Betriebs- und Aufsichtsräten gleichberechtigt (demokratisch) auch an Entscheidungen über die Beschäftigung, die Unternehmensorganisation, über die Gewinnverwendung oder auch über die operative und strategische Ausrichtung „ihres“ Unternehmens beteiligt werden.

  • ich frag mich schon lange warum immer der (in meinen augen relativ niedrige) Spitzensteuersatz angehoben werden soll.
    wäre es nciht vernünftiger eine steuerklasse ab sagen wir 120.000 euro mit höherem satz einzuführen?
    wo ist der haken?


    Mit dem Ohr fürs Detail, mit der Totalen im Blick

  • ich frag mich schon lange warum immer der (in meinen augen relativ niedrige) Spitzensteuersatz angehoben werden soll.
    wäre es nciht vernünftiger eine steuerklasse ab sagen wir 120.000 euro mit höherem satz einzuführen?
    wo ist der haken?

    das deutsche Stuersystem hat ja im Grunde diese Steuerklasse so.
    So weit ich das weiß Zahlt man Spitzensteuersatz ab 250000 im Jahr, darunter ist alles ziemlich stark aufgeteilt. Deswegen machts also keinen Sinn in Deutschland irgendwas unter dem Spitzensteuersatz neues einzuführen. Es gibt da einfach nix was man neu machen könnte.

    und im OECD Vergleich hat Deutschland glaube mit die geringsten Steuern für Reiche.

  • hab mal gerade n paar texte dazu gelsen(hab irgendwie bisher ncihit so realisiert dass die "reichensteuer" zur einkommenssteuer gehört).
    freibeträge sollen weg!


    Mit dem Ohr fürs Detail, mit der Totalen im Blick

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