Deutschland verbrennt sein Vermögen im Ausland

  • Quote

    "Fast eine Billion Euro an Vermögen haben deutsche Unternehmen seit 2003 im Ausland angehäuft. Die Hälfte davon hat sich verflüchtigt.
    Über Jahrzehnte haben die deutschen Unternehmen das gemacht, was ihre Aufgabe ist: Sie haben zusätzlich zu ihren einbehaltenen Gewinnen Finanzmittel aufgenommen für die Realkapitalbildung, ihre Netto-Investitionen waren immer höher als ihr Sparen, sie hatten daher ein Finanzierungsdefizit.
    Das änderte sich ab 2003: Die Gewinne der Unternehmen stiegen deutlich an, in erster Linie als Folge sinkender Reallöhne. Statt ihre Investitionen zumindest in gleichem Maß zu erhöhen, akkumulierten die Unternehmen Finanzkapital: Sechs Jahre in Folge haben sie nun schon Finanzierungsüberschüsse. Diese legten sie primär in Form von Bankeinlagen, Aktien und Finanzderivaten an..."


    vollständiger Text: Handelsblatt

    Jetzt sag mir nochmal einer, die Löhne hätten nicht im Gegenzug steigen können :rolleyes:

  • ich denke das kann man schon als Ironie werten. :D

    "Parkour ist, die eigene Bewegung der Umwelt an zu passen und nicht, die Umwelt an die eigene Bewegung."

    "Ich hab das Spiel in allen seinen Grundzügen schon verstanden!" ... [DWD]TanteUlli has been killed by neutral Creeps.

  • Oh, Kamikaze hat gar nicht so Unrecht. Der Zusammenhang zwischen einseitiger Kapitalakkumulation und wirtschaftlicher Depression ist ganz einfach erklärt.
    Das Problem das entsteht, wenn es zu viele Reiche gibt ist simpel: Sie geben ihr Geld nicht mehr aus. Zumindest nicht in dem Maße, wie wenn man das gesparte Vermögen auf mehrere Bürger verteilen würde.

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    exakt daran hab ich auch gedacht

    aber ka was der artikel genau soll
    was wirklich neues steht doch nicht drin

    "Ich nenne DOW.de gerne liebevoll den exklusivsten Pornoclub Deutschlands."
    YesNoCancel
    "Wer Necrons aus Spass spielt, der schaut sehr wahrscheinlich auch am Nachmittag der Waschmaschine beim Drehen zu."
    Listoric

  • Oh, Kamikaze hat gar nicht so Unrecht. Der Zusammenhang zwischen einseitiger Kapitalakkumulation und wirtschaftlicher Depression ist ganz einfach erklärt.
    Das Problem das entsteht, wenn es zu viele Reiche gibt ist simpel: Sie geben ihr Geld nicht mehr aus. Zumindest nicht in dem Maße, wie wenn man das gesparte Vermögen auf mehrere Bürger verteilen würde.

    nein tut mir leid es stimmt so einfach nicht. Selsbt wenn du stinkend reich bist und dein Geld nicht ausgibst, benutzt die Bank es für ihre Geschäfte. Es ist ja im grunde nicht mal real das ganze Geld was auf deinem Konto ist. Also selbst wenn wenige Reiche alles Geld haben verpufft es nicht einfach aus dem System.

    Natürlich ist es besser für die Binnennachfrage wenn mehr Leute Geld haben aber darum ging es nicht.

  • nein tut mir leid es stimmt so einfach nicht. Selsbt wenn du stinkend reich bist und dein Geld nicht ausgibst, benutzt die Bank es für ihre Geschäfte. Es ist ja im grunde nicht mal real das ganze Geld was auf deinem Konto ist. Also selbst wenn wenige Reiche alles Geld haben verpufft es nicht einfach aus dem System.

    Natürlich ist es besser für die Binnennachfrage wenn mehr Leute Geld haben aber darum ging es nicht.

    Nö, verpuffen tuts nicht, aber die Banken treiben Schindluder mit dem angelegten Geld und schaden damit der (realen) Wirtschaft mehr als sie ihr Nutzen stiften. Bestes Beispiel ist wohl die Finanzmarktblase im Jahre 2008. Das Geld hätte lieber durch höhere Löhne auf die gemeine Bevölkerung umverteilt werden müssen, denn der gemeine Mann hat nicht unbedingt die Neigung sein Geld auf dem Finanzmarkt zu verzocken.

  • der gemeine mann geht doch auch nur in media mark shoppen, so viel mehr nutzen seh ich da auch nich :D

    übrigens brauchst nicht zu jedem artikel den du liest n neuen thread aufmachen
    meinetewegen machen wir ne politik/soziales/schule&beruf sektion auf, aber das ist doch kein politikboard hier ^^
    zu richtig krassen geschichten ok... aber naja, über die banken und die finanzwelt wurde in jüngster zeit zu genüge berichtet, wundert mich, dass zu der neuen wikileaks geschichte noch nix offen ist :D

  • der gemeine mann geht doch auch nur in media mark shoppen, so viel mehr nutzen seh ich da auch nich :D

    übrigens brauchst nicht zu jedem artikel den du liest n neuen thread aufmachen
    meinetewegen machen wir ne politik/soziales/schule&beruf sektion auf, aber das ist doch kein politikboard hier ^^
    zu richtig krassen geschichten ok... aber naja, über die banken und die finanzwelt wurde in jüngster zeit zu genüge berichtet, wundert mich, dass zu der neuen wikileaks geschichte noch nix offen ist :D

    Zuerst ein Quellen-Nachtrag: Supereiche schaden der Wirtschaft Daraus:

    Quote

    Warum sind die Superreichen schädlich für das Wirtschaftswachstum? Die Antwort ist simpel: Weil sie es schlicht nicht schaffen, ihr Vermögen auch wieder auszugeben. Der ehemalige Arbeitsminister der USA, Robert Reich, erklärt dies in seinem soeben erschienen Buch «Nachbeben»* wie folgt: «Schon allein die Grösse der Aufgabe, unanständige Massen von Geld unter die Leute zu bringen, stellt ihre Besitzer vor unerwartete Herausforderungen.»

    Stellen Sie sich einmal Daniel Vasella vor. Der Mann soll jährlich rund 40 Millionen Franken verdienen. Er müsste demnach täglich mehr als 100'000 Franken ausgeben, um das Geld wieder unter die Leute bringen. Das ist selbst mir harter Arbeit kaum zu schaffen. Reiche horten so gesehen zwangsläufig zu viel Geld und geben zu wenig aus.

    Das mit der extra Sektion ist eine gute Idee ;)
    Doch zum ersten Punkt: Wenn das Geld zB im Media Markt ausgegeben wird, bezahlt der gemeine Bürger Steuern (Mehrwertsteuer), die in das Staatssäckel fließen und der Allgemeinheit zu Gute kommen. Das wäre nicht der Fall, wenn der selbe Betrag den Banken zur Zockerei freigegeben wird - dort gibt es entweder keine Steuern (Lobbypolitik) oder sie können leicht umgangen werden. Darüber hinaus sichert dein Einkauf Arbeitsplätze bei welchem Unternehmen auch immer du dein Geld lässt.;) (Banken zählen in dem Fall nicht, weil der Investmentbereich, der zuweilen den Hauptteil einer jeden großen Bank ausmacht, einfach eine parasitäre Struktur ist)

    Dazu der ehemalige Chef der Fed Paul Volcker, den man nun wahrlich nicht als linke Socke bezeichnen kann:
    “Ich wünschte, jemand würde mir auch nur den geringsten neutralen Beweis
    für den Zusammenhang zwischen innovativen Finanzprodukten und dem
    Wachstum der Volkswirtschaft liefern. [...] Die wichtigste
    Finanzinnovation, die ich in den vergangenen zwanzig Jahren erlebt habe,
    ist ...der Geldautomat, der hilft den Menschen wirklich.”[...]
    Recht hatter...

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    €: Und weil es noch nicht genug ist, noch ein schönes Zitat: ;)

    "Die Finanzakteure sind der ungewählte, korruptiv an die Macht gelangte
    Souverän, der sich auf dem Weg zur kalkulierten Insolvenz spekulativ
    selbst bereichern kann, sich dann für unschuldig erklärt und sich
    mithilfe der gewählten Macht leistungslose Kompensationen aus dem
    ...Vermögen unbeteiligter Dritter, nämlich der Bürger verschafft." pwned
    aus:
    Werner Rügemer: Subvention, Korruption, Marktzerstörung

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