Götterstein *sehr brutal*

  • ich kann dich auch nur weiter loben. Die Geschichte ist oberklasse!

    ich hab in den Ferien auch mal versucht n bissl zu schreiben und bin im laufe von 3 Tagen grad so auch 3 Seiten gekommen, also wirklich respekt.

    Und lass dich nciht von so ein paar bösen PM's abschrecken, für mich bist du der beste DoW-Geschcihtenschreiber und es wär blöd wenn die Geschichten nicht mehr im Forum auftauchten.

    "Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, die sich darum streiten, wer den besseren imaginären Freund hat."

  • off.topic:,, Hi, Leute. Ich komme mit einer schrecklichen Kunde. Mein Comp hat ein kleines Problem, leider ist dieses Problem recht erheblich in seiner Substanz, weshalb ich mir morgen *Montag* einen Techniker holen lassen werde, der sich dieses Problems *hoffentlich* annehmen wird. Leider kann ich dadurch eine Zeitlang diese Geschichte nicht fortsetzen, aber sowie die Reperaturen an meinem Computer abgeschlossen sind, wird es neuen Stoff geben. Ich selbst bedauere diese Entwicklung, denn wenn es nach mir gehen würde, hätte ich heute oder gestern schon wieder eine Fortsetzung der Geschichte gehabt. Also sorry Leute. Diese Geschichte geht weiter, keine Angst, aber erst nach den Reperaturen, falls mein Comp noch zu retten ist.
    Mag jetzt vielleicht etwas zu dramatisch ausgedrückt sein, doch ich lebe nach dem Prinzip.
    ,, Gehe vom schlimmsten aus, denn dann kannst du nicht mehr enttäuscht werden. Wenn es jedoch besser läuft, ist die Freude gleich doppelt so groß."

    Ich hoffe ihr könnt mir diese kleine Pause nachsehen.

    Euer Deva


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • Wir verzeihen dir, Deva!^^
    Hauptsache du kommst möglichst schnell wieder zum schreiben ...

    Quote

    Original von Gbk: Und ich finde es gibt nichts schöneres als einen rassierten sack der schön duftet. :omg: .

  • besser jetzt eine kurze Reparaturpause als inner Woche n Monat Pause weil das Problem den PC endgültig Schachmatt gesetzt hat.

    Lass dir ruhig Zeit. Auf das die Geschichte in der Ruhepause noch besser werde (omfg XD)

    "Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, die sich darum streiten, wer den besseren imaginären Freund hat."

  • sag mal wieso schreibst du eigentlich keine bücher?
    evtl. haben das hier schon mehr gefragt, hab jetzt net alles durchgelesen oder hast du schon mit dem Gedanken gespielt?

    und ich fand jetzt deine geschichte soweit ich sie gelesen hab..auch net zu brutal...denn ich mein wc3 bücher oder Wolfgang hohlbein sind jetzt auch net umbedingt harmloser - Diablo 2 bücher sind noch brutaler.

    Jene, die nach Perfektion streben, werden vor dem Tod keine Ruhe finden.

  • @Danger_boon: Lies dir ma den gesamten Fred durch,
    da beantwortet Deva das n par mal! ^^

    Quote

    Original von Gbk: Und ich finde es gibt nichts schöneres als einen rassierten sack der schön duftet. :omg: .

  • off.topic:,, So mein Comp scheint wieder zu gehen. Der Big Mek *Techniker* schäint gude Arbäid geleist't zu hab'n.
    ZU deutsch, es kann wieter gehen. Ich kann VIELLEICHT, daß betonte ich besonders, morgen schon was präsentieren.


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • *kleines freudentänzchen tanz*


    Mistletoe, friend of foe, so black upon the moor
    Fallen leaves coloured red, blood of all the dead
    Into mist they'll take your soul, they'll take your heart
    And none of flames shall burn with the ravens dark

  • off.topic.,,Heute mal was neues, nicht so brutal wie üblich, sondern es sollte leicht monoton wirken. Viel Spaß beim Lesen."


    Das offene Ohr des Feindes


    ,,......imperialen Armee fallen mögen. Wir werden überleben..........“ hörte Drakon gespannt den Funkverkehr seiner Feinde ab. Sein mächtiges Schlachtschiff, die ewig Blutige, schwebte in der Umlaufbahn um den Planeten Braxis und hatte längst das Feuer eingestellt, um die Bodentruppen nicht zu vernichten. Obwohl es ihm gleich sein konnte, was aus ihnen wurde. Solange er den einzigen wahren Trumpf hatte, war er unangreifbar. Kein Geschütz konnte sie hier oben treffen und kein feindliches Schiff war auch nur in einem Lichtjahr in Reichweite.
    Daher konnte er unbesorgt in seinem Knochenthron sitzen und die Geschehnisse auf den riesigen Monitor an der Wand verfolgen. Die Qualität war miserabel und er konnte durch die vielen Interferenzen der Atmosphäre schwerlich etwas erkennen, doch selbst darum ging es ihm nicht.
    Ihm war es gleich, ob seine Truppen siegten oder wie Vieh abgeschlachtet wurden. Nur eine Sache bzw. eine Person genoss seine volle Aufmerksamkeit. Setrius Schattenherz, sein alter Lehrmeister und nun seine baldige Trophäe, dachte er und streichelte über einen aufgespießten, nackten Schädel auf seiner blutroten Rüstung.
    ,,Ich habe für dich einen Platz reserviert.“ lachte er und sah auf den Zacken, der aus seiner linken Schulter ragte. Ja, dies sollte der Platz für seinen Lehrmeister sein.

    ,,Meister.....“ kroch die bucklige Gestalt eines vom Chaos degenerierte Techpriesters auf ihn zu.
    ,,WAS!“ keifte ihn Drakon an und hatte schon die Hand an dem Griff seiner Kettenaxt, welche noch an der Haltung seines Gürtels ruhte.
    ,,Wir haben die Quelle eurer Begierde geortet, aber sie liegt in einem Tal, eingegraben in einem Berg und umrundet von einer brennenden Wüste.“ meldete ihm der kleine Mann und ging danach einige Schritte zurück. Nicht aus Ehrerbietung vor seinem Herren, sondern aus Furcht.
    ,,Wurde dieses Gebiet künstlich erzeugt oder natürlich?“fragte er seltsamerweise nach und sah auf den Bildschirm, wo Drakon jetzt das beschriebene Gebiet gezeigt wurde.

    ,,Die Instrumente sagen es sei natürlich, allerdings können wir sehr viele Ionen,Partikelteilchen der Eldartechnologie orten.“ mit diesen Worte erschien auf den Monitor eine Skala mit verschiedenen Werten, wobei einige durch ein leuchtendes Rot dargestellt wurden.
    ,,Vergesst die Instrumente. Das sind eindeutig Zeichen für eine frühere Eldarkolonie oder zumindest einen Schrein. Dirigiert die Truppen dorthin. Ich will dieses Gebiet unter Kontrolle haben.“ befahl er und sah den Techpriester vor ihm böse an. Dieser war nun der neue Anführer seiner Maschinenseher. Der Letzte hatte leider einen bedauerlichen Unfall mit seiner Axt gehabt, ein erneuter Beweis für seine Unfähigkeit.
    Von der Beförderung mehr als glücklich, brüllte er bucklige Mann.
    ,,Ihr habt den Meister gehört. Beeilt euch los.“

    Drakon grinste. Sein alter Lehrer hatte Recht gehabt. Jedes Wesen, egal wie unbedeutend es auch sein mag, wird durch Macht binnen von Augenblicken korrumpiert.

    Dieses Wissen konnte er sich zu nutze machen, zusätzlich zu seiner Schreckensherrschaft.
    Der Götterstein, einst im Besitz von seiner blutigen Herrlichkeit würde schon bald wieder in Khornes Arme zurückgeführt werden und er würde als mächtiger Dämonenprinz aufsteigen.

    Schon jetzt träumte er von seinem glorreichen Sieg. Diese ganze Welt sollte ein Mahnmal des Khorne werden. Niemand sollte diesen Planeten verlassen können und keiner sollte überleben.
    Plötzlich wurde das mächtige Schlachtschiff erschüttert und die schwächlichen Maschinenseher fielen zu Boden.
    ,,WAS IST HIER LOS!“ stand Drakon erzürnt auf, während im Hintergrund die Alarmsirenen aufheulten.

    ,,WIR WERDEN BESCHOSSEN!“ schrie jemand und auf den Bildschirm erschien plötzlich ein Eldarschiff.
    ,,GOTTVERDAMMT!“ knurrte Drakon und verfluchte die silberne Schönheit, die sich auf sie zuschob.

    ,,Schiff wenden und das Feuer eröffnen! LOS!“ erteilte er hastig Befehle, bevor sein Schlachtschiff von weiteren Explosionen erschüttert wurde.......


    Tandir von Biel'Than stand auf der Brücke seines Raumkreuzers und sah auf eine Art dreidimensionales Hologramm.
    ,,Intensiviert die Energiezufuhr der Laserlanzen, 6 und 8, ich möchte unsere Feinde manövrierunfähig sehen.“ befahl er und ein Kristallsänger leitete seinen Befehl durch einen musikalischen Laut seiner Kristallharfe weiter.
    Ganz im Gegensatz zu der menschlichen Technologie konnte ein Eldarschlachtschiff von nur wenigen Leuten bedient und gesteuert werden. Nicht mehr als 5 Kristallsänger waren hier in der weißen Kommandozentrale und bedienten fremdartig wirkende Konsolen.

    Teilweise sahen sie einem menschlichen Computer ähnlich, doch waren sie viel feiner, genauer und komplizierter.
    In den Ecken des Raumes befanden sich riesige rote Kristalle, die größer als ein Mensch oder Eldar waren. Diese Rubine waren Seelensteine. Stark genug um jeder gefallenen Eldarseele eine Heimat zu bieten, bis sie nach Biel'Than zurückgekehrt waren und sie dort in die Unendlichkeitsmatrix des Weltenschiffes eingefügt werden konnten.

    ,,Erhabener, die Schilde des gegnerischen Schiffes sind ausgefallen, sollen wir ihnen den Todesstoss versetzen.“ fragte der Kristallsänger neben ihm mit monotoner Stimme nach.

    ,,Nein.“ antwortete Tandir und erläuterte seinen Plan.,, Wir wissen nicht, welch fürchterliche Waffen unsere Feinde verfügen. Daher zerstört ihre Triebwerke und ihre Waffen.“

    Tandir von Biel'Than war kein Narr. Zu gerne hätte er diesen fliegenden Haufen Chaosabschaum aus den Weltraum geblasen, doch wenn dieses Raumschiff über Atomwaffen oder gar schrecklichere Waffen, wie die Hellfirebomben verfügte, könnte gar der ganze Planet zerstört werden und damit auch den größten Sieg der Eldar über den Blutgott.

    Noch dazu war es kein Garant, daß sie die Explosion einer Welt wie Braxis überstehen könnten. Auch ihr Schiff würde zerstört werden und damit noch weiter das traurige Lied seines Volkes fortführen.

    ,,Wie ihr wünscht, edler Prophet.“ erwiderte der Kristallsänger und spielte erneut auf seiner Harfe. Obwohl er die selbe Bewegung machte war die Melodie anders. Viel intensiver und kämpferischer als zuvor. Es war beinahe so, als würde das Lied die Stimmungen und Gefühle der Eldar wiederspiegeln.

    Auf den Hologramm konnte Tandir nun sehen, wie zwei pulsierende Energiestrahlen sich von seinem Flaggschiff lösten und mit einer unglaublichen Geschwindigkeit auf den gegnerischen Kreuzer rasten.
    Ein helles Aufleuchten symbolisierte den Einschlag und eine prozentuale,weiße Schrift gab Hinweis auf die Effektivität des Angriffes.
    ,,100%.“ staunte der Runenprophet und wartete auf das Nicken seines Vertrauten. Als dieses kam, war dies die Bestätigung für seine Vermutung. Das Chaosschiff war nun nicht mehr kampfbereit.
    Obwohl der Antrieb nicht getroffen worden war, schienen die Plasmareaktoren durch die immense Energiespitze beschädigt wurden zu sein oder gar zerstört......


    off.topic.,, Sicherlich fragt ihr euch, warum dieser Kampf nicht so berauschend war. Ganz einfach. Auf riesigen Schlachtschiffen kann man kaum eine gute Atmosphäre erzeugen, da es ja zwar starke Raumschiffe sind, aber auch träge und langsam. Das wollte ich einfangen. Keine Soprge, ich werde auch bald etwas aus dem Cockpit eines Piloten schreiben, dann wird natürlich wesentlich mehr Aktion dabei sein ;)


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • hihi
    da hat das Chaos was vor den Bug bekommen :D :D
    MAl sehen wie der Chaosgeneral daruf reagirt
    die Techprister können einem leid tun :D :D

    Am Ende werde ich bei euch sein,

    In der letzten Schlacht.
    Zur Zeit des Wolfs.
    - Russ

  • Finde die nicht vorhandene Atmosphäre beschreibt gut das planmäßige Vorgehen der Eldar :)


    Mistletoe, friend of foe, so black upon the moor
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  • ich finds auf keinen Fall zu langweilig, und viel spannender kann man Kämpfe mit Schiffen von dieser größe wirklich nciht beschreiben. Wie immer klasse!

    "Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, die sich darum streiten, wer den besseren imaginären Freund hat."

  • off.topic:,, Danke sehr für die vielen Komplimente und Meinungen. Ich konnte leider die letzten Tage nur stückhaft schreiben, da ich für die ESL trainieren musste. Naja was soll ich sagen hat sich gelohnt, gestern das Duell gewonnen, aber dannach hab ich auch wieder an euch gedacht udn weiter geschrieben. Also wünsche ich bei diesem neuen Teil wie immer viel Spaß beim Lesen."


    Die Hand des Todes


    Braxis lebt....zumindest noch. Gespalten durch den Krieg zwischen Chaos und Imperium, scheinen nun auch die Eldar ihr Interesse an diesem Konflikt bekundet zu haben.
    Die schweren Beschädigen am Drakon's Schlachtschiff waren nur ihr erster Schritt und es würden noch Weitere folgen. Trotz alle dem schien der Kampf um das Überleben der Bevölkerung auf Braxis in eine kurzzeitige Ruhepause eingetreten zu sein.
    Setrius Schattenherz und seine Truppen wurden durch das überraschende Bombardement von der ewig Blutigen in die Wildnis getrieben, wo sie über nichts weiter verfügten, als kleinere Außenposten und primitive Lager.
    Das sich der Chaosgeneral für die ihm erbrachte Schmach rächen wollte, scheint nachvollziehbar zu sein. Drakon, General der World-Eater und Anhänger des Blutgottes, war fest dazu entschlossen seinen ehemaligen Lehrmeister zu schlagen, doch der Angriff der Eldar zwang ihn dazu, seine Taktik auf die Bodenkämpfe zu verlagern.
    Obwohl der Götterstein sein primäres Ziel war, wurde er dennoch durch seine unendliche Wut und Hass auf einen anderes persönliches Ziel geleitet.
    Vielleicht mag es für jene, die den Blutschwur Khorne nicht getätigt haben, unsinnig klingen, doch die größte Stärke der World-Eater, der Blutrausch, war auch zugleich ihre größte Schwäche. Dies war Setrius Schattenherz bewusst und versuchte daher diesen Hebel zu nutzen. Gerade in diesem Moment sollte das Massaker seinen Lauf nehmen..........


    ,,BRINGT SIE ALLE UM!“ kreischend rammte Drenor sein mächtiges Energieschwert in die Brust eines vor Wahnsinn geprägten Kultisten und vernahm das feuchte Geräusch, wenn Stahl in das Fleisch eindrang.
    Blut spritzte ihm einer Fontäne gleich entgegen und beschmutzte seine dunkelblaue Rüstung mit den gräulichen Verzierungen.

    Um ihm herum tobte eine Schlacht, sein Blut kochte vor Anspannung. Sein General hatte diesen tollkühnen Akt befohlen und verlangte die Vernichtung eines von Drakon's Offizieren. Das wiederum würde ihre Moral unterminieren und möglicherweise Aufstände in der Kriegerhierarchie der World-Eaters nach sich ziehen. Einige würden bestimmt die Führung ihres amtierenden Befehlshabers zweifeln und ihn herausfordern.
    Höchstwahrscheinlich würden es aufstrebende Champions sein, die sich einen Namen machen wollten, indem sie Drakons Schädel an ihrer Rüstung glänzen sahen. Diese Kämpfe untereinander würden bestimmt Drakon irgendwann das Leben kosten, da es unwahrscheinlich war, daß er alle Konkurrenten vernichten konnte. Und sollte er dies doch schaffen, so wären seine Truppen führerlos. Das wiederum würde bedeuteten, daß Drakon seine Truppen direkt vom Boden aus dirigieren müsste. Somit wäre sein Schutz auf den Schlachtschiff nicht mehr gewährleistet und er wäre verwundbar.

    Ein genialer Plan, doch hing alles von dieser Schlacht ab.
    Glücklicherweise waren Drakon's Champions und Offiziere zu arrogant, um sich hinter vielen Leuten zu verstecken.
    ,,ZERMALT SIE!“ waren die markanten Schlachtrufe von einigen Alpha-Legionären zu hören, die mit Kettenschwertern und Kampfmessern gegen die wesentlich nahkampfstärkeren Berserker des Blutgottes zogen.
    ,,IHR NARREN!“ trampelte Drenor auf seine Männer zu, um ihnen beizustehen. Nicht aus Loyalität, sondern weil die Alpha-Legion sich keine weiteren Verluste erlauben konnte.

    Doch hatte er kein Glück, denn eine blutüberströmte, gepanzerte Gestalt stellte sich ihm in den Weg. Ein World-Eater, an seinem Gürtel die Trophäen von erschlagenen Alpha-Legionären. Ihre Helme waren samt Schädel mit einer Eisenkette verschnürt und hielten sie am ledernen Gürtel fest.
    ,,Du wirst ihnen bald Gesellschaft leisten.“ schlug sich der stählerne Titan auf die Brust und rannte mit wirbelnder Kettenaxt auf Drenor zu.
    Im Hintergrund musste er erkennen, daß seine Leute von den Berserkern wie Vieh abgeschlachtet wurden.

    Doch er konnte sich nicht mehr um diese Dummköpfe kümmern, sein Leben stand auf dem Spiel und dieses war wesentlich kostbarer, als das dieser jämmerlichen Versager.

    Mit einem lauten Klirren trafen die ungleichen Waffen aufeinander, während die beiden Konkurrenten mit Faustschläge nach den Kopf des Anderen zielten. Der Servohelm war nicht sehr stabil, trotz seiner Effektivität war er doch die meiste Todesursache von Space-Marines und Chaos-Space-Marines.
    Selbst ein mächtiger Hieb konnte das vergleichsweise dünne Blech zertrümmern und seinem Träger töten oder zumindest dazu zwingen ohne diesen Schutz weiterzukämpfen.

    Jeder Primarch kannte diese Schwachstelle und hatte dieses Wissen in die Ausbildung der jeweiligen Legion mit einfließen lassen, selbst heute noch war dies eine bewährte Taktik im Kampf.
    Doch waren beide Kämpfer so geschickt, daß sie den Schlägen immer wieder ausweichen konnten.
    ,,DAS IST DEIN ENDE!“ setzte der Khorne-Berserker zu einem mächtigen Hieb mit seiner Kettenaxt an, doch Drenor sprang einen Schritt zurück und entging so den tödlichen Eisen, während sich dieses in den matschigen Boden grub.

    Sich seiner Chance bewusst, nutzte Drenor seine Gelegenheit und stürmte nach vorne und benutzte dabei sein Schwert wie eine Sense. Mit einem grausamen Erfolg.
    Ein lauter Schrei und der Schädel des Berserkers fiel laut platschend zu Boden, während sein mächtiger Leib noch einige vergebliche Axthiebe ins Nichts tat und dann anschließend donnernd in den kalten Matsch stürzte.
    ,,Nein, es war Deines.“ stieg er über den enthaupteten Körper seines Gegners und suchte sein nächstes Ziel.
    Und er fand es. Zwei Kultisten rannten hastigen Schrittes auf ihn zu, ihre Krummdolche festumklammernd in der absurden Vorstellung gefangen, sie könnten ihn besiegen.

    Schmunzelnd ging er auf sie zu und freute sich schon darauf, ihnen ihren Eifer aus dem Gesicht zu prügeln.
    Aber soweit sollte es nicht kommen. Bevor ihm dieser Abschaum erreichte wurden sie von einer Explosion in Stücke gerissen und nur ein klaffender Krater konnte noch von ihrer früheren Existenz berichten.
    Schnell blickte Drenor den weißen Kondensstreifen nach, der ihm zu den Schützen führte. Es war einer seiner Männer, bewaffnet mit einem Raketenwerfer, der auf seinen Schultern ruhte.
    Dieser gab ihm ein Handzeichen und steckte kurz darauf eine neue Rakete in die vernichtende Waffe.

    Drenor nickte. Schnell versuchte er einen neuen Feind zu finden, doch niemand stand mehr. Die World-Eater wurden beseitigt, aber zu einem hohen Blutzoll, einem zu hohen.
    Jeder gefallene Chaos-Space-Marine bedeutete eine nicht zu ersetzende Kampfkraft in Setrius Schattenherz Plänen.
    Zwar konnte er sich des Gedankens nicht erwehren, daß er seinen verfluchten Anführer diese Verluste gönnte,doch hing auch sein Leben von diesen Plänen ab, deshalb war er gezwungen ihnen Folge zu leisten.
    Ob sie den Anführer dieser Gruppe getötet hatten war durch die Anzahl von zerfetzten oder zerstückelten Leichen unklar.
    ,,SAMMELT DIE LEICHEN DER TOTEN UND STAPELT SIE!“ gab er einen Befehl, den die verbliebenen seiner Truppen auch bedenkenlos nachkamen.
    Jeder Tote der Blutlegion wurde samt seiner herumliegenden Organe oder Extremitäten eingesammelt und geradezu pedantisch genau in eine Reihe eingeordnet. Drenor hätte Maß nehmen können und er wäre nicht enttäuscht worden. Darin lag die Stärke der Alpha-Legion in ihrer eisernen Disziplin und Präzision.

    Die Lehren vom Alpharius, den Primarchen der Alpha-Legion, wurden exakt ausgeführt. Selbst neu rekrutierte Soldaten wurden in diesen Aufgaben und Pflichten unterwiesen.

    Es kann keine Fehler geben, nein, es darf keine Fehler geben. Nach diesem Leitfaden richtete sich diese Chaoslegion und das mit Erfolg. Niemand hatte bisher das verstrickte Netzwerk der Alpha-Legion durchschauen können, da es in seiner Ausführung zu komplex und in seiner Stabilität unangreifbar war.
    ,, Wir haben euren Befehle folge geleistet, doch muss ich euch enttäuschen. Wir fanden keinen Champion unter diesen Abschaum. Vielleicht ist er uns entkommen und zu den Rockzipfel seines Herren geflohen.“ erstattete ein hochgewachsener Chaos-Space-Marine Bericht und salutierte dabei vorbildlich.

    ,,Verflucht!“ knurrte Drenor, da er jetzt schon voraussah, daß Setrius Schattenherz nicht gerade glimpflich mit Dilettanten umging.
    ,,Seid ihr sicher?“ fragte er nach und der Alpha-Legionär nickte.
    ,,Dann sucht nach Spuren, findet eine Fährte oder ich werde jeden Einzelnen von euch bei lebendigen Leibe häuten!“ drohte er und bleckte dabei seine spitzen Zähne.
    ,,Wie ihr wünscht.“ salutierte sein Gegenüber und rief seinen Leuten neue Befehle zu.

    Drenor hatte nun keine Wahl. Er musste diesen Feigling finden und zur Strecke bringen, ganz gleich was es kostete. Andernfalls würde Setrius keinen Moment vergehen lassen und ihn für sein Versagen bestrafen.
    Eine schwache Hoffnung, wie er sich selbst eingestand, World-Eater fliehen nicht, schon gar nicht wenn die Aussicht auf ein Massaker wie das heutige so verlockend war.

    Unruhig ging er im Kreis und blickte immer wieder zu seinen Kriegern, die in einer Kreisformation das Terrain absuchten.
    Dies gestaltete sich allerdings schwierig, besonders nach einem solch blutigen Scharmützel.

    ,,Findet etwas, ihr Idioten!“ fauchte er unhörbar und versuchte sich irgendwie zu beschäftigen, doch ihm fiel nichts ein. Seine Neugier und zugleich seine letzte Hoffnungen stützten sich auf eine vielleicht nicht vorhandene Spur.

    Erst als ihm ein Ruf erreichte:,, Hier sind Fußabdrücke.“ rannte er so schnell ihm seine Beine trugen zu seinem Finder.
    ,,Jahahahahaha.“ lachte er und triumphierte.,,Sie führen weiter in die Wälder. Dort werden wir ihn stellen und TÖTEN! Sammelt schnell die Truppen. Wir gehen auf die Pirsch!“

    ,,Ja, Herr und Gebieter des finsteren Träume!“ antwortete der Chaos-Space-Marine zu seinen Füßen und lief zu den restlichen Soldaten, um ihnen die neuen Befehle mitzuteilen.

    Eigentlich hätten sie auch ein Funkgerät benutzen können, aber dann hätte man sie abhören können und das wollten sowohl Setrius als auch Drenor nicht.

    Dem Feind in die Hände zu spielen wäre der letzte Tag seines Lebens gewesen. Nun aber konnte er seinem General diese Trophäe bringen, denn in dem Waldgebiet musste man sich auf seine Sinne verlassen und nicht auf bloße Kraft.

    Er sah sich schon als Sieger, aber das Schicksal ist ein mürrisches Wesen........


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

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