Prolog
Gemächlich und ruhig, schlenderte er über den feuchten Rasen, langsam bogen sich die kurzen Halme unter seinen nackten Fußsohlen. Die Luft war dick und ein wenig neblig, auf den Ästen über seinem gesenkten Kopf zwitscherten kleine bunte Vögel und im seichten Luftzug tanzte das kleine Windspiel, dass ihm den Weg zu seiner Terrasse zeigte. Langsam und mühseelig machte er einen Schritt auf die knarrenden Dielen der Veranda.
Seine alten Knochen knarrten fast ebenso, wie das geduldige Holz unter ihm. Sich an der Ballustrade abstützend ging er zu seinem guten, liebgewonnenen Freund hinüber. Der alte Schaulkelstuhl ächzte unter dem Gewicht des in die Jahre gekommenen Mannes. Eine dünne Strähne, des wenigen verbliebenden Haares fiel ihm ins Gesicht und er fuhr mit seiner knochigen Hand über seine Stirn um das weisse Haar, dass sich wie Stroh anfühlte zur Seite zu bitten.
Er machte sich gerade seine selbstgeschnitzte Pfeife zurecht, als ein warmer Sommerregen begann. Er schob das getrocknete Kraut, dass er hinten im Garten anbaute, zwischen der ledrigen Haut seiner Finger hin und her und stopfte es dann in den Pfeifenkopf. Er griff nach dem Feuerzeug in seiner Hemdtasche. Die Streichhölzer in der kleinen Schublade auf der anderen Seite der Veranda waren einfach zu weit weg. Nach einigen Zügen lies er sich entspannt in die Lehne zürück und blickte gegen die Decke aus durchsichtigem Plastik. Der Regen prasselte gegen das Dach und dicke Tropfen zerplatzen. Ruhig und Müde lies er sich in die ferne Welt der Träume tragen.
"Abschuss bestätigt!" dröhnte es aus dem kleinen Lautsprecher im Cockpit seines kleinen Jägers. Als ob er es nicht wüsste, die Explosion der er im letzten Moment ausgewichen war, machte dies offensichtlich. Wie ein Sprühnebel zog sich der Treibstoff seines 23ten Abschusses, in dieser Nacht, durch das All. Dicke bräunliche Tropfen prasselten gegen die Scheibe seines Cockpits. Er lehnte sich zurück und entspannte sich. Es war vorbei.