Kurzgeschichten/Geschichten/Erzählungen aus dem Sci-Fi-Universum

  • mein Gott jetzt ahckt doch alle auf meiner Story rum......


    Wenn ein Kampf schon ne halbe Ewigkeit andauert kannst du am Anfang noch so motiviert sein irgendwann möchtest du ihn nur noch beenden...


    @ Teron_G: dito + thx und @abgehacktem Kampf: es war halt schon spät und cih wollt fertig werden ;)

    "Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, die sich darum streiten, wer den besseren imaginären Freund hat."

    Edited once, last by N1ke (April 11, 2007 at 6:01 PM).

  • Wir müssen hier nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, denn sonst könnten auch die anderen Sci-Fi-Universen dicht machen, schlagwort SM = Superkrieger = Unbesiegbar. Also von daher ist es doch eien recht ansehnliche Einleitung für ein Bündnis.


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • Quote

    Original von N1ke
    mein Gott jetzt ahckt doch alle auf meiner Story rum......


    Wenn ein Kampf schon ne halbe Ewigkeit andauert kannst du am Anfang noch so motiviert sein irgendwann möchtest du ihn nur noch beenden...

    Das ist zwar logisch, aber nicht unbedingt muss ein Volk an logisches Denken gebunden sein, eher aber an ihre eigenen Charaktereigenschaften, erst recht, wenn sie unlogisches Denken beinhalten.

    Aber die Geschichte ist nun geschrieben und soll auch so stehen bleiben. Ich erkläre das somit als mein persönliches Schlusswort bei dieser Diskussion.

  • so auch mal wieder was von mir.


    Alter Feind, neue Schlachtfelder


    ,,Da kommen Sie.“ brüllte Staffsergeant Hermann von Geißen und richtete seine Sturmkanone auf die breite Front von langsamen und teilweise wankenden, gepanzerten Gestalten.

    ,,Mein Gott sind das Viele.“ stöhnte der Rekrut neben ihn, während ein anderer Soldat im hinteren Schützengraben:,, Sern'Kei.“ rief und damit die restlichen G.I.'s des Imperiums alarmierte.

    ,,Macht sie fertig.“ knurrte Hermann von Geißen und drückte den stählernen Abzug seiner Maschinenkanone und spürte wie die Maschine unter den Abschuss von Dutzenden von Geschossen förmlich vibrierte. Fast Alle eröffneten das Feuer auf die Sern'Kei, diese schritten aber noch weiter auf sie zu und konterten mit Hilfe ihrer Desintrigrationwaffen und Impulslaser. Hellleuchtende Energieblitze rasten über die Köpfe der Männer hinweg und ein grauenhaftes Kreischen, fast als wäre es der glühenden Hölle entsprungen, hallte über das Schlachtfeld.

    Dieser vorgeschobene Außenposten des Imperiums wurde von den Sern'Kei angegriffen und durch den orbitalen Beschuss schwer in Mitleidenschaft gezogen, aber man wollte diese kleine Basis nicht aufgeben und verstärkte daher die Station kurzerhand, obwohl dies eigentlich reiner Selbstmord war. Viele Geschosse prallten von der biogenen Panzerung der Sern'Kei ab, nur wenige fanden ihren Weg in das weiche Innere dieser Scheusale. Die aufgewirbelte Asche legte sich wie ein Schleier über die beiden kämpfenden Armeen, nur noch das Aufblitzen der Maschinenkanonen oder der Sern'Kei-Waffen war noch zu erkennen. Die rötlich leuchtenden Augen der Aliens stachen durch den aufgewirbelten Dreck wie brennende Schwerter und vermochten einen förmlich in Todesangst stürzen zu lassen.

    ,,WEITER FEUERN!“ brüllte Hermann von Geißen gegen das üble Gemisch aus donnernden Waffen, Explosionen und entsetzlichen Kreischen an. Der Kampf hatten sich binnen weniger Minuten in einen wahr gewordenen Alptraum entwickelt. Die Sern'Kei marschierten wie die dunklen Horden des Todes weiter auf sie zu, ohne sich von den wenigen Verlusten oder den mörderischen Gegenfeuer beeindrucken zu lassen. Plötzlich sprang aus dem Schutz der aufgewirbelten Asche ein Za'Resch hervor und streckte seine beiden Arme nach ihnen aus. Hermann von Geißen ließ sich fallen und rollte zur Seite, aber die jüngeren Soldaten an seiner Seite hatten noch nicht derartige Reflexe. Mit einem Lachen, wie Tausend Nadelstiche ins Hirn, spreizte er seine langen, dürren Finger von seiner Hand und aus einer Öffnung in seinen Handinnenflächen schoss eine ölige, zischende, grüne Flüssigkeit heraus, die die Männer im Graben traf. Vor Schmerzen wie Tiere schreiend, fraß die unbekannte Säure den Männern regelrecht das Fleisch von den Knochen und verflüssigte selbige, bis nur noch eine blubbere Pfütze übrig blieb.

    ,,DU MONSTER!“ legte Hermann von Geißen seine Maschinenkanone an und entlud ein ganzes Magazin auf die abscheuliche Bestie. Die meisten Geschossen durchschlugen den Brustkorb des Sern'Kei und ließen ihn einige unsichere Schritte nach hinten wanken, bevor er dann einem letzten Lachen hingab und anschließend rückwärts auf den staubigen Boden stürzte und sich nicht mehr rührte. Hermann von Geißen versuchte sich zu beruhigen, aber sein Herz schlug gegen seinen Brustkorb wie ein Presslufthammer und eiskalter Schweiß glitt ihn über den Rücken. Seine Sinne waren auf das Äußerste gespannt und er spähte auch wieder in Richtung der Front. Das Zielsystem, welches in seinem Helm integriert war, schien nicht mehr zu funktionieren und er musste nun auf seine eigenen Fertigkeiten als Schütze vertrauen, ebenso wie auf seine Augen.

    ,,Die linke Flanke wird bedroht. Alle verfügbaren Einheiten sichern sie die linke Flanke.“ vernahmer über sein Funkgerät einen Befehl vom Oberkommando. Hastig lief er in gebückter Haltung durch den engen Graben und wünschte sie zu gern, den stickenden Helm abzunehmen und sich den Schweiß von seiner hohen Stirn zu wischen, wie auch seine schwarzen, kurzen Haare abzutrocknen können.

    Über seinen Schädel flogen erneut die seltsamen Energieschosse der Sern'Kei und mitunter auch gebündelte Impulslaser, die einen Panzer mit einer unbekannten Leichtigkeit in Stücke schneiden konnten. Das sieht nicht gut aus, dachte er und sah zwei weitere G.I., die mit ihren Maschinenkanonen die Sern'Kei unter Beschuss nahmen. Sie sahen noch nicht einmal zu ihm, aber das war auch verständlich, denn bei einer solch schlechten Sicht, musste man sehr auf das feindliche Feuer achten.
    Doch plötzlich blieb er stehen, denn er konnte nicht glauben, was er hörte. Ein metallisches Klacken.

    ,,Va'Rot.“ realisierte er und brüllte dieses Wort noch einmal so laut er konnte.,,VA'ROT!“ Jedoch kam seine Warnung zu spät, denn ein fast zweieinhalb Meter großer Gigant sprang in den Graben und richtete seinen linken Waffenarm auf ihn und seine Kameraden. Die längliche Desintrigrationswaffe entlud sich mit einem kurzen Aufflackern und eine grelle Energiesalve schoss durch den knappen Graben. Hermann von Geißen warf sich in den Dreck, doch die beiden anderen G.I.'s teilten nicht dieses Glück. Einer von ihnen wurde frontal von den seltsamen Geschoss getroffen, ließ seine Waffe fallen, fasste sich mit beiden Händen an den Kopf und brach dann zusammen. Dies war der furchtbare Effekt dieser Waffe. Der Hirntot. Daher war sie auch gefürchtet.

    Der zweite Soldat nahm seine mittelschwere Maschinenkanone und entfesselte ein wahres Inferno auf den Va'Rot. Doch die Geschosse prallten allesamt mit einem Klirren von der chitinartigen Panzerung des Aliens ab. Nicht einmal im Entferntesten davon beeindruckt, richtete der Sern'Kei seine Waffe auf den G.I. und drückte ab. Diesmal war die Wirkung der Waffe noch verheerender, denn der Mann wurde wie ein Spielball durch den halben Graben geschleudert und hatte sich wahrscheinlich beim Aufschlag gegen eine harte, dunkelgrüne Munitionkiste das Genick gebrochen.

    Von seiner überlegenden Stärke überzeugt, ging der Va'Rot langsam auf Hermann von Geißen zu und ballte dabei seine rechte Hand zu einer Faust. Dabei entsprang der Panzerung am Oberarm eine seltsam geformte, drehende Klinge. Von Geißen machte eine Rolle rückwärts und entging so dem furchtbaren Messer und feuerte im gleichen Atemzug seine Waffe ab. Aber auch hier war der Effekt schier sinnlos. Die meisten Geschossen prallten ab, nur einige wenige durchbrachen den Panzer des Sern'Kei mit einem feuchten Geräusch. Eine lilafarbende Flüssigkeit ergoss sich aus den geschlagenen Wunden. Es war Blut, aber der Va'Rot schienen diese Verletzungen nicht im Geringsten zu kümmern, als er weiter auf ihn zuging.

    ,,NUN STIRB ENDLICH!“ drückte Hermann von Geißen den Abzug seiner mittlerweile heiß gelaufenen Maschinenkanone. Die Patronen donnerten gegen die biogene Panzerung des Va'Rot und schienen nicht wirklich den Alien gefährlich werden zu können, bis er seine Waffe hochzog und die Geschosse in den gepanzerten Kopf des Sern'Kei eindrangen und dieser förmlich explodierte. Zurück blieb nur noch der blutende, dürre Körper, der nun keine Befehle mehr erhielt und vor ihm in die Knie ging. Mit einem starken Zittern am ganzen Körper richtete sich nun auch Hermann von Geißen auf. Seine Nerven lagen brach am Boden. Obwohl das Imperium seine Waffen verbessert hatte, konnte sie immer noch sehr schwer gegen die Sern'Kei bestehen. Gerade als er weiter zur linken Flanke weiterlaufen wollte erhielt er neue Befehle.,, An alle Truppenverbände. Feind ist übermächtig, Stellung aufgeben und zurückziehen. Ich wiederhole Rückzug. Wir formieren uns neu. Alle Einheiten auf Empfang bleiben.“

    Dies waren die ersten schönen Worte, die er je gehört hatte. Er wollte nur zu gerne fliehen und den Horror vergessen, den er hier erlebt hatte. Schnell lief er den Grabenweg entlang und floh mit Dutzenden von weiteren Soldaten, während eine breite Front von Sern'Kei den Grabenrand erreichte......


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • erreichen die sern'kei den grabenrand an der stelle wo sich die soldaten grade ausm staub machen oda wo diese garde noch warn


    vergleichbar mit starcraft: broodwar intro?^^

  • Muhahar, da wärden wohl'n par menschänz gemoscht !!!11

    Geili, Geili ! ^^

    Quote

    Original von Gbk: Und ich finde es gibt nichts schöneres als einen rassierten sack der schön duftet. :omg: .

  • Naja, die Frage müsste sich eigentlich von selbst klären. Die Menschen laufen in die entgegengesetzte Richtung aus der die Sern'Kei kommen. Diese erreichen jetzt den äußeren Grabenrand. Ich dachte man liest es raus.


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • Admiral Conwell blickte zum dreihundertsten Mal in den düsteren Weltraum. Ihm war langweilig, sein heißes Blut hasste es zu warten. Dieses heiße Blut hatte ihm geholfen, zum Admiral aufzusteigen, doch es würde ihm auch helfen zu fallen, nicht wieder zurück zum Offizier, sondern gleich in sein Grab.
    Langsam sah er, wie die beiden anderen Schiffe vor seinem eigenen schwebten; Die drei Schiffe bildeten eine V-Formation. Vor einer Woche hatte er mit einem anderen Admiral einen Hinterhalt auf die reichen, fetten Säcke von der Erde gemacht und erfolgreich hatten sie vier Schiffe in die ewigen Jagdgründe geschickt, nur das fünfte Schiff entkam angeschlagen. Jetzt sollte er mit seinen drei Schiffen dieses verfolgen. Das taten sie schon die ganze Woche lang.
    Spezielle Radartechnik ortete Signale, die aus der Richtung kamen, in die sie gerade flogen. Wahrscheinlich Hilferufe von den dummen Imperialen. Dennoch war es Admiral Conwell nicht geheuer. Manchmal stürzen die Geräte ab, manchmal spinnen sie einfach nur. Vielleicht lag es an der veralteten Technik des Paktes, doch Conwell hatte ein schlechtes Gefühl (Maden im Arsch würde Conwell sagen, wenn er es jemanden erzählen würde).
    Er wendete sich an seine reizende Assistentin Polly Laurence. „Was sagen die Geräte, Polly?“
    Laurence sprach wie immer mit einer fipsigen, leisen Stimme. „Wir kommen den Signalen langsam näher, wir sollten sie in wenigen Minuten hören können, Admiral.“
    Sie war es nicht gewohnt, ständig mit dem Vornamen angeredet zu werden. Im Militär hatte man sie bei jeden anderen „Miss Laurence“ genannt, nur sie musste feststellen, dass Conwell häufig so sprach, wie ihm der Schnabel gewachsen war.
    „Polly, das sagen Sie mir schon seit 3 Stunden und wir können immer noch nichts hören.“
    Laurence wollte den Mund öffnen, um verständlich zu machen, dass sie keine Technikerin wäre und keinen Schimmer von solchen Sachen hatte, da öffnete sich die Tür und einer der technischen Abteilung stürmte hinein. Obwohl seine Wangen vom Rennen rot waren, war er sonst käseweiß.
    „Wir können die Signale empfangen, Admiral! Soll ich sie zu Ihnen durchstellen?“
    „Tun sie das, aber schnell, wenn ich bitten darf!“
    „Das empfangene ist ein Audiosignal, enthält also kein Bild, Admiral.“
    Der bleiche Techniker lief zum Computer in Conwells Büro, tippte ein bisschen auf der Tastatur, bewegte die Maus, klickt und tippte weiter. Dann ertönte etwas durch den Lautsprecher, die Stimme sprach zwar in der Sprache der Menschen, hörte sich aber keines Falls menschlich an. Ein bisschen hörte es sich an, als ob jemand etwas nachplapperte, ohne zu wissen, was es überhaupt bedeutet, ein bisschen konnte man glauben, dass es irgendwie fast schon doppelt gesprochen wurde...

    „Verschwindet von hier. Wenn Sie weiterfliegen, werden sie es bereuen.“

    Obwohl keinerlei Druck von der Stimmte ausging und es sich wie von einem alten, langweiligen Universitätsprofessor gesprochen anhörte, der kurz vor der Rente war und vom täglichen Müßiggang abgestumpft wurde, war genau das, was Conwell beunruhigte.
    Ein normaler Mensch hätte Emotionen hineingelegt oder wenigstens bestimmte Worte betont, doch diese Stimme war einfach so... maschinell, unnatürlich.

    Am liebsten würde Conwell nach Hause fliegen, sich einen langweiligen Job suchen und nie und nimmer mehr in das Weltall fliegen. Nicht in das Weltall, wo diese Wesen wohnten, wobei Wesen ein noch viel zu menschlicher Ausdruck dafür war.
    Er glaubte nicht, dass es ein Trick vom Imperium wäre, er spürte es (die Maden in seinem Hintern sagten es). Aber niemand würde es verstehen, nur die Leute, die diese Aufnahme selbst hören würde. Conwell malte sich in Gedanken aus, wie er vor dem Kriegsgericht mit einem der drei Gouverneure stand und das erzählte. Dieser würde lachen und ihn für ein Jahr in eine Gummizelle stecken.

    Er musste es tun, egal, ob er dafür von kleinen grünen Männchen in seine Einzelteile geschossen werden würde. Conwell redete sich ein, dass es doch nur die Imperialen sein können, sonst niemand anderes. Es musste einfach so sein!

    „Ähm, Admiral, was sollen wir tun?“, fragte Laurence mit ihrer Pipsstimme, die nun wahrscheinlich die fipsigste im ganzen Universum war. Conwell starrte sie an. Dann erhob er die Brust: Wenigstens er musste den Anschein von Furchtlosigkeit bewahren, damit seine Untergebenen nicht in Panik ausbrachen.
    „Wir fliegen weiter, in die Richtung, von der das Signal kommt. Lassen sie das, was wir gehört haben, gottverdammt niemanden zukommen, die Crew soll nicht in Panik geraten.“
    „OK, Admiral.“, antwortete der immer noch bleiche Techniker und verließ das Büro.
    Wenige Minuten später und auch einige graue Haare mehr ging Conwell auch aus dem Büro und machte sich auf den Weg zur Brücke. Falls ein Gefecht ausbräche, wäre es nützlich, von dort die Befehle geben zu können.

    „Admiral, die Systeme spielen etwas verrückt...“
    „Wird es unser Vorrücken behindern?“
    „Ähm, das lässt sich nicht genau...“
    „Ich fragte, ob es unser Vorrücken behindert!“
    „Nein, Admiral.“
    „Dann ignorieren sie es gottverdammt noch mal!“
    Conwell würde nie erfahren, dass diese Störungen von einem Energieplaneten einer hochtechnologischen Rasse stammten. Die riesigen Batterien waren dort zu Millionen gelagert und auch nur zehn von ihnen hätten gereicht, Conwells Schiff bis vor die Haustür des Präsidenten der Erde zu schießen...
    Eine Stunde und somit sieben Tassen Kaffee später (Conwell war koffeinsüchtig) erreichte sie ein weiteres Signal. Es bestand aus drei Worten und hallte über die ganze Brücke, als man es empfing.

    „Wir warnten Sie.“

    Conwell würde nun zu gerne fluchen, doch ihm war die Sprache verschlagen. Er konnte kein Wort sagen. Auf dem ganzen Schiff herrschte Stille, scheinbar fühlten die anderen Anwesenden, dass etwas bevorstand. Einer Wartungstechniker, der schon 50 Jahre alt war, bekam sogar einen Herzinfarkt, doch das war nun egal. Etwas würde passieren, das wussten sie alle.

    Eine Sekunde, zwei, drei vergingen, vier und fünf. Nach der fünften Sekunde passierte etwas, doch keiner wusste, was. Erst nach der zehnten Sekunde bemerkte Conwell es.
    „Wir leben in einer Zeit, in der das auffällige nicht mehr auffällt.“ Das hatte einmal jemand gesagt und es passte genau in diese Situation. Denn erst nach 15 Sekunden hatten es alle auf der Brücke gesehen.

    Eine fliegende Untertasse schwebte direkt vor ihnen.

    Conwell wusste, dass es im 20. Jahrhundert billige Comics über solche fliegende Untertassen gab, aber nie hätte er es sich erträumt, dass es solche wirklich gab. Aber, was im Comic so lächerlich aussah, war in der Realität erhaben und gottgleich.
    „Ich glaube, dass es sich hierher teleportiert hat.“, gab Conwell von sich. Er konnte als einziger sprechen, alle anderen hatten ihre Mäuler so weit offen, dass sie fast einen Kieferbruch bekamen.
    „Grün...“, stotterte der Waffenoffizier des Schiffs. Scheinbar meinte er damit, die grüne Kugel, die langsam unter dem UFO wuchs. Das verhieß nichts gutes, doch Conwell staunte noch zu arg, um irgendwelche Befehle geben zu können.

    Die Kugel wuchs, bis sie eine bestimmte Größe erreicht hatte, dann schoss aus ihr grüne Flammen über das Schiff, das links vor ihnen war. Hilflos sah Conwell zu, wie sich die Schiffseite aufzulösen schien, dann entwich Sauerstoff und das grüne Feuer wurde weiter darüber gefeuert. Man konnte sehen, wie die Menschen in das Vakuum gesogen wurden und sich in den Flammen auflösten.
    Jetzt erwachte erst die ganze Brücke und Conwell schrie.
    „FEUERT DARAUF VERDAMMT FEUERT DARAUF DIE WERDEN UNS TÖTEN!!!!“

    Die grünen Flammen hörten auf, das Schiff sah aus wie eine halbe Torte, die andere Hälfte fein säuberlich abgeschnitten und verspeist.
    Erst jetzt eröffneten die beiden anderen Schiffe des Paktes das Feuer. Alle Raketen und die ganzen Projektile konnten den Schiff nichts anhaben, man sah nur, wie ein scheinbarer Energieschild flimmerte, wenn etwas auftraf. Doch nichts vermochte es, Schaden anzurichten.
    Das UFO schien nicht untätig zu bleiben, denn plötzlich eröffnete sich neben dem anderen Schiff, in dem Conwell auch nicht war, ein seltsames Etwas. Vielleicht ein schwarzes Loch... Aber das war sowieso egal. Während das Schiff noch aus allen Rohren feuerte, wurde es davon angesogen und erreichte es. Das Loch war kleiner, also würde es doch nicht auch seine Kameraden einsaugen können...
    Da hatte der Admiral falsch gedacht. Das Schiff wurde zusammendrückt wie eine leere Metalldose und wurde so eingesogen. Wenige Sekunden später war es vollständig verschwunden.

    Auch wenn die fliegende Untertasse sich nicht bewegte, konnte Conwell es fühlen, dass ES sich ihnen zuwandte.

    Wenige Minuten später weilte auch der Admiral Henry F. Conwell nicht mehr unter den Lebenden.

  • erinnert stark an "Per Anhalter durch die Galaxis" imho, nur etwas ernster...


    TRotzdem, ließt sich nciht schlecht....

    "Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, die sich darum streiten, wer den besseren imaginären Freund hat."

  • off.topic:,, Kann leider nicht schlafen und habe daher etwas geschrieben aus der Sicht eines Sern'Kei. Ich hoffe dies hilft zum besseren Verständnis dieser Rasse. Also viel Spaß dabei und ich hoffe auf viele Meinungen."


    Vergessene Ideale


    Greife auf Sern'Kei Netzwerk zu....
    Daten verarbeitet und geladen......
    Auszug aus der Niederschrift von Sansis Ka'Dal wurde ausgewählt....


    ,, Tot. Mein ganzes Volk stinkt danach. Ich blicke auf die Hauptstadt herab und sehe nur noch den matten Glanz unser vorherigen Größe. Was haben wir nur falsch gemacht. Was haben wir nur verbrochen. Noch nie wurde ein Volk so hart bestraft wie wir. Unsere einstigen Vorstellungen von Moral und Ethik sind nicht mehr. Nun überfällt mein Volk andere Welten, um sich durch den Tod Anderer noch mehr Zeit zu erkaufen. Doch ich glaube, aus diesem einstigen Trieb um unser Überleben ist völlig vergangen. Planeten und ganze Sternensysteme werden willkürlich überfallen und die Schlachten immer blutiger und entsetzlicher. Es scheint wirklich nur noch eine Erinnerung zu sein, was wir zum Überleben taten. Trauer ist kein Wort, welches das Meer aus Chaos in meinem Inneren erklären könnte.

    Die Narkar war weise und hat unser Volk immer mit Weisheit und Voraussicht geführt, aber nun glaube ich wurde sie von der Hoffnungslosigkeit angesteckt und schreit nur noch nach Vergeltung. Ich habe alte Aufzeichnung aus dem Archiven ausgegraben und sie mir angesehen. Noch vor der Zeit, als uns das Universum verfluchte. In den ersten Minuten konnte ich nicht glauben, was wir einst waren. Leuchtende Geschöpfe, die zwischen den Rassen als Vermittler und Bewahrer fungierten. Wir waren selbst schon auf der Erde, dies scheint aber längst vergessen zu sein. Als uns das Grauen packte und Millionen Leben von ihm verschlungen wurden, überkam uns die Hoffnungslosigkeit. In unserer schwersten Stunde wurden wir aber von denen angegriffen, denen wir einst halfen. Wie Aasgeier kreiste sie um unsere Planeten und warteten darauf, daß wir endlich alle verstorben waren. Mit feigen Beschuss auf unsere Städte dankten sie uns für unsere Hilfe uns und mit Verrat belohnten sie unsere Güte.

    Ich habe diesen Irrsinn nicht mehr erlebt, doch die Aufzeichnungen sprechen von einem Zorn, der mein Volk überkam. Unser innerstes Licht verblasste und unendlicher Hass nahm stattdessen diesen leeren Flecken in unseren Herzen ein.

    Moral und Ethik verblassen doch recht schnell, wenn man die eigenen toten Kinder im Arme wiegt und sich fragt, warum dies nur? Die Antwort folgte wie eine Supernova. Wir beschlossen, daß nur wir ein Vorrecht zu Leben haben und das alle anderen Rassen und Völker dieses Geschenk nicht verdienten. Es ist schon seltsam. Erst durch den Übergriff der jüngeren Völker, wurden die Sern'Kei zu dem, was sie heute sind. Von Hass verzerrte Kreaturen, die nur noch den Pfad des Todes kennen.

    Wenn ich jetzt auf die Straßen sehe, frage ich mich, ob wir wirklich noch Leben oder schon lange Tod sind. Unsere Gefühle sind nur noch einseitig, unser Mitgefühl völlig abgestumpft und unsere Nächstenliebe nur noch eine Erinnerung. Schwer vorstellbar, daß wir uns mit der Krankheit abgefunden hatten und schon bereit waren auszusterben. Hätten diese Narren nur etwas Geduld gehabt, dann wären wir schon nicht mehr existent, aber sie waren zu gierig. Sie lechzten nach unserer Technik, nach unserem Fortschritt.

    Heute erscheint alles nur noch sinnlos zu sein. Der Kampf gegen unser Leid findet keinen Abklang. Wir erfinden nur immer bessere Mitteln, uns noch länger am Leben zu erhalten. Ich sagte ihnen, es gibt andere Wege. Ich sagte, lasst uns jene aufsuchen, die schon lange sich zwischen den Sternen verstecken. Aber man hörte mich nicht an. Ich sei nur ein Träumer, ein Schöngeist und eine Optimist. Ich allein habe nicht die Möglichkeit uns zu heilen, aber ich habe einen Traum und den Geist dazu ihn zu erfüllen. Ich träume davon, daß wir endlich wieder frei von der Geissel der Krankheit sind und endlich wieder den einstigen Glanz unserer Städte herstellen können. Das wir nicht mehr fremde Planeten und Rassen überfallen, nur um den Tod damit zu besänftigen. Aber was habe ich schon für eine Wahl. Ich kann kein Leben erschaffen und ich keinen Beweis für meine Theorien überbringen, da man mir nicht mehr zuhört. Der blaue Symbiot. Ja, ich trage ihn gerade um meinen Körper. Er ist ein genetisches Wunderwerk. Er vermag es nicht nur meinen Tod zu verzögern, nein, er besitzt ein körpereigenes Toxin, daß die DNS-Degeneration negiert, sie zerstört. Auf meinem Kopf habe ich zum ersten Mal wieder ein Haar gefühlt. Ja, es scheint so, als hätte ich den richtigen Weg gefunden, aber was nützt mir das Beste Wundermittel, wenn mich niemand anhört.

    Ich habe schon lange aufgeben die Narkar direkt anzusprechen oder mit anderen Sern'Kei. Ich schreibe diese Notizen nieder, damit irgendwer zufällig darauf stoßen sollte. Ich weiß nicht, ob dies noch vor unserem Ende sein wird, aber ich hoffe es doch. Die abgesperrte Zone mit den nicht-infizierten Sern'Kei scheint meine letzte Hoffnung zu sein. Obwohl ich noch nie an ein höheres Wesen geglaubt habe, tue ich es jetzt. Ich bete dafür, daß mein Volk wieder zu Besinnung kommt. Das dieser Irrsinn endlich ein Ende findet und das sie auf mein Projekt stoßen, ehe wir alle ausgestorben sind......


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • Die Zeremonie by LaZy

    Es war ein klarer, warmer Tag, perfekt für das Fest zu Ehren der Erdgöttin. Mûthû, der Bedachte Großkönig der Nâradasch stand auf einer kleinen Anhöhe und betrachtete zufrieden das geschäftige Treiben auf dem Festplatz. Drag’Thal der Weiße sein Berater und der älteste Nâradasch den es gibt stand neben ihm und genoss die Sonne. „Mein König, welche Vorbereitungen für die Zeremonie müssen noch getroffen werden?“, fragte der Berater.
    „Lass alle Weibchen die kurz vor der Geburt stehen zusammentrommeln, bring sie zum Altar der Erdgöttin, ach und schicke Maroghâ, Bârakthû und Nârgoth zu mir.“, antwortete der Großkönig während er genüsslich die frische Luft einzog. Ja, es war wirklich ein perfekter Tag für das Fest, das spürte er genau.

    Seine Stammeshäuptlinge und Heeresführer waren mittlerweile eingetroffen und auch Drag’Thal sollte bald wieder kommen. Da standen sie vor ihm, Maroghâ, den alle den Vernarbten nannten auf Grund der Narben die er im Kampf gegen den Führer der Abor’cida davon getragen hatte. Bârakthû, der Rote mit seinem seltenen Gendefekt, der ihm eine rote Fellfarbe beschert, sein zurzeit fähigster Plünderer und auch Nârgoth, die Geißel, sein Schwanz war wirklich unglaublich kräftig. Mûthû konnte gut verstehen warum er einer der beängstigenden Kämpfer seiner Truppen war. Alle drei überragten Mûthû um gut einen Kopf, denn der Großkönig war einst ein Shim’pan gewesen und somit nur etwa 1,70 groß.
    „Seid gegrüßt meine Heerführer, heute sind wir hier, zu Ehren der Urmutter! Wir werden ihren Segen erfahren und wieder eine Macht werden. Das Bündnis mit den Pflanzen verschafft uns den Vorteil der schier unerschöpflichen Masse an verbündeten Krieger. Aber vergesst nicht, sie sind es nicht wert eine Vormachtstellung einzunehmen. WIR SCHON!“, eiferte der sonst so besonnene Großkönig und seine Heerführer antworteten mit einem Kampfschrei und einem Schwur auf die Urmutter. Sobald es dämmerte sollte das Fest beginnen, Mûthû entließ seine Heerführer bis zur Zeremonie mit der Aufgabe pünktlich und mit ihren Soldaten zum Fest wieder da zu sein.

    Es dämmerte, langsam senkte sich die Sonne und die Feuer wurden entzündet und tauchten die Kultstätte und den Altar der Urmutter in ein besonderes Licht. Man konnte die Spannung fast schon spüren. Es wurde Zeit, das spürten alle. Bald würden sie den Segen der Erdgöttin empfangen und somit das Versprechen auf eine große Zukunft. Die Heerführer und ihre Truppen standen um die Kultstätte und bildeten einen Halbkreis mit gewaltigem Durchmesser. Im Inneren befanden sich einige Priester und die Weibchen die kurz vor der Geburt standen. Sie sollten ihre Jungen zur Segnung der Erdgöttin zur Welt bringen und somit den Grundstein für eine neue Generation Krieger legen. Die Priester stimmten einen gutturalen Singsang an und die Krieger und alle Umstehenden fielen mit ein. Die ganze Stätte war vom Murmeln der Nâradasch erfüllt als plötzlich ein goldener Schimmer auf den Altar fiel und eine sanfte Frauenstimme sprach: „Meine Kinder, mehret euch, seid fruchtbar und mehret euch, ich werde euch ein großes Reich zu Füßen legen, ihr werdet eure Vormachtsstellung erhalten, aber ihr werdet sie behaupten müssen. Auch andere drängen darauf, seid standhaft. Ich gebe euch meinen Segen.“, und noch während die Stimme sprach brachten die Weibchen ihre Jungen zur Welt, die alle für Neugeborene erstaunlich groß und schwer waren. Ja, es werden große Krieger sein, die „Segenreichen“ wie man sie später nennen wird werden die nächste Generation der Heerführer und Soldaten, ihre Feinden werden die Angst noch kennen lernen. Mûthû war von einer besonderen Stille ergriffen und auch die Heerführer blickten leer, es schien als würde die Urmutter zu jedem einzelnen noch etwas sagen, denn nacheinander wurde ihr Blick wieder klar und ihre Haltung straffte sich wieder. Dann plötzlich schlug die Stille in ein ohrenbetäubendes Getöse um als alle Krieger und ihre Heerführer, ja alle Nâradasch gleichzeitig ihre Stimme zu einem triumphalen Geheul anhoben und der Erdgöttin huldigten. Sie würden standhaft sein und das große Reich, von dem die Urmutter sprach behaupten. Keiner merkte dass sie beobachtet wurden…

  • @ die beiden Storys über mir. sehr nice beide echt und baun auch schön die hintergründe zu den völkern weiter aus. Meins jetzt hmmmm birgt keine neuen Informationen, hatte ich nur grad im Kopf und musste raus^^

    Der achtbeinige Tod


    Es war eine sternenklare Nacht, weit hinten am Horizont, sah man den glimmerenden Lichtkegel, der irgenwie unwikrlich wirkte, es erinnerte so gar nichts an seine geliebte Heimatstadt. "Jake!" , hätte man nicht laut seinen Namen gerufen, hätte er wohl zu langsam reagiert und die Bierdose wäre direkt gegen seinen Kopf geflogen. Auch wenn er dennoch ein wenig erschrocken war, fing er die Dose mit beiden Händen und nickte seinem Kameraden dankend zu.

    Sie saßen gemütlich an einem Lagerfeuer, irgendwo in der staubtrockenen Einöde, dieser unfruchtbaren Wüste vor den Toren der Stadt. Betrunken gröhlte die Runde, während einer auf seiner Gitarre spielte und Anthony lauthals Geschichten von seiner letzten Sauftour vortrug: "... und dann, dann..." Anthony setzte kurz aus und brüllte in die Runde: "Bier her verdammt!" Nach dem ersten Schluck fuhr er fort: "Und dann, als ihm der Stuhl nich gereicht hat, dann, dann hab ich ihm noch mit so einem Schwinger den Rest gegeben." Sturzbetrunken versuchte Anthony den Schlag vorzuführen, aber die elegante Drehung war zu viel für seinen Gleichgewichtssinn und er fiel rücklings hin. Alle viere von sich gestreckt fing er an wie ein Wahnsinniger zu lachen und dann stimmte die ganze Runde mit ein.

    Mit einem lauten, dumpfen Geräusch endete das Lachen abrupt. Eine riesige Staubwolke toste über die Gruppe, Jake konnte fast seinen Kameraden neben ihm nicht sehen. Alle saßen noch regunglos da, als sich der Staub legte, auch Anthony lag noch an der selben Stelle, nur spuckte er jetzt Blut und Bier gegen den bläuclich schimmernden Panzer, seines Angreifers. Ein Krallenbewährtes Bein der riesigen Spinne hatte sich in Anthonys Brustkorb gebohrt. Mit einem durch die Schmerzensschreie kaum hörbaren Knall schlug Jakes Bierdose auf den Stein auf dem er saß.

    Schweißgebadet schreckte Jake aus dem Schlaf auf. Sein Kopfkissen war in kaltem Schweiß getränkt und die salzige Flüssigkeit, sammelte sich schon in seinem Mundwinkel. Die brennende Flüssigkeit in seinen Augen, ließ die Wände seines Zimmers verschwimmen und alles hatte einen leichten rosa Farbstich, was allerdings nicht an dem Schweiß in seinem Auge lag. Er schlug mit der Faust gegen das metallene Bettgestänge: "Fuck! Merken: Nie wieder außerirdische Drogen bei Mehmet kaufen." Seine Selbstgespräche blieben nicht ungehört und Anthony ließ schlaff seinen linken Arm und seinen Kopf über den Rand des Hochbettes hängen: "Geht das nicht ein bisschen leiser, Doc? Mein Kopf fühlt sich an wie ein Preßlufthammer, also bitte Pssst." Nachdem er die Kraft aufgebracht hatte, den Finger vor den Mund zu heben, reichte es nur noch um seinen Kopf wieder aufs Bett zu hieven. Anthonys Arm hing immer noch schlapp das Hochbett hinunter.

    In Jakes Kopf drehte sich alles und er würde unter diesen Umständen eh nicht mehr einschlafen können bis in drei Stunden der Abmarschbefehl ertönen würde. Eine seltsame Alienspezies war gestern auf dem kleinen Außenposten, der als Farmplanet diente, und man hatte beschlossen kein Risiko einzugehn und sie wieder zu vertreiben. Wenn man nichtmal seiner eigenen Spezies vertrauen kann, muss man diesem außerirdischen Pack, gleich mit Feuer und Stahl klarmachen, wer hier das sagen hat. Die ersten Angriffe liefen relativ erfolgreich und man hatte einige Exemplare zur Sektion mitgenommen. Er selbst hatte noch nicht gegen sie gekämpft, aber Jake durfte bei der Obdution, als Assistent aushelfen. Er war zwar nur Feldsanitäter, aber es mangelde anscheinend an fähigem Personal. Viel hatte das Ganze nicht für ihn ergeben, für ihn waren es nur überdimensionale Spinnen. Unglaublich hässliche Spinnen.

    Pünktlich um 6 Uhr morgens, hallte das ohrenbetäubende Wecksignal durch die Kaserne. Mit falsch geknöpftem Hemd und schief aufgesetztem Helm, mischte er sich unter die anderen Soldaten die auf ihre Einteilung warteten. Nicht ohne abwertenden Blick des diensthabenden Offiziers und eine kurze Predigt über Ordnung und Disziplin, wurde er in eine Gruppe mit Mehmet und Anthony gesteckt, der die Leitung des kleinen, übernächtigtem Haufens übernehmen sollte.

    Circa 30 Minuten später, waren sie an der Stelle des Schützengrabens angekommen, den sie bewachen sollten. Jake steckte sich erstmal eine Zigarette an und schaute sich kurz um, ob nicht irgend ein Offizier in der Nähe sei. Dann schlug er mit der flachen Hand hinten auf Mehmets Helm: "Was für einen Dreck haste mir denn da wieder verkauft?" Mehmet zuckte kurz zusammen und versicherte ihm dann: "Nur das Beste mein Freund, nur das Beste." Breit grinsend fuhr er fort: "Das war das ganz normale Rez 34 gemischt mit ein bisschen ganz exklusiven Shit, von unseren guten Freunden der Nacht." Jake schlug ihm wieder auf den Hinterkopf: "Blutsaugershit? Nie wieder was von diesem Mist hast du mich verstanden?" Jake hob schon wieder drohend die Hand als Anthony den beiden zubrüllte: "Fresse halten."

    Anthony schaute mit einem Fernglas aus dem Schützengraben und deutete den beiden zu ihm zu kommen. Jake und Mehmet legten sich bauchlings an den Rand des Grabens, um ein möglichst kleines Ziel abzugeben. Zu ihrem Erstaunen war der Feind nur noch einige 100 Meter entfernt. Jake war erstaunt. Er hatte sich die Angreifer, nach der Autopsie, vollkommen anders vorgestellt. Nicht schneller, als normale Marschgeschwindigkeit rückten die mechanisierten Wesen vor. Jeder der Feinde war komplett gepanzert. Ungefähr 10 der Roboterspinnen hielten auf ihre Position zu. Sie würden in Kürze in Feuerreichweite sein. Jake tat es Anthony gleich und legte schonmal auf das nächste Ziel an, während Anthony Mehmet anwies mit dem Raketenwerfer zu warten bis er einen sicheren Abschuss erzielen konnte.

    Dann ließen die Beiden, die Munition ihrer Sturmgewehre auf den vordersten Feind einprasseln. Die jeweils ersten Magazine, der beiden Soldaten erzielten nicht mehr, als dass die Patronen kleinere Dellen in die Außenpanzerung schlugen und die Spinnenwesen ihren Lauf beschleunigten und das Feuer erwiderten. Mehrere zentimeterdicke Strahlen aus weiß-bläulichem Licht verließen die Strahlenkanonen an den Unterseiten der Aliens. Anthony lud sein Gewher nach und legte ganz behutsam an. Er schien nun eine Schwachstelle erkennen zu können. Eine kurze Salve später durchschlug eine Patrone die Frontpanzerung einer Spinne. Geblendet torkelte das Wesen noch einige Schritte nach vorne, dann wurden die Bewegungen immer abgehakter, und endeten dann völlig, als wäre die Spinne eingefroren.

    "Die Sichtfenster. Bei den Sichtfenstern ist die Panzerung schwächer!", rief Anthony und feuerte gleich auf die nächste. Jake suchte sich auch ein Ziel und nachdem 2 weitere Feinde ausgeschaltet waren, brüllte Anthony in den Schützengraben: "Raketenwerfer FEUER!" Mehmet kletterte schnell auf den Rand des Schützengrabens und hockte sich hin um vernünftig zielen zu können. Tanzend fand der Kondenstreifen und die zugehörige Rakete ihr Ziel, mit einer großen Explosion fiel das nächste unwürdige Alien. Mehmet riss jubelnd die Arme hoch, doch dann teilte sich die Rauchwolke. Ein Strahl einer Alienwaffe, wirbelte den Rauch auf und die nächste Bedrohung durchschritt diesen kurz darauf. Mehmet versuchte in Deckung zu gehn, aber ein zweiter Strahl war schneller. In die Schulter getroffen stürzte Mehmet, unter Schmerzen schreiend nach hinten in den Graben.

    Jake sprang nach unten in den Schützengraben und untersuchte seinen panisch schreienden Kameraden. Die Waffe hatte ein faustgroßes Loch in seine Schulter gerissen, aber die Hitze hatte alle Adern versengt und so geschlossen, also blutete Mehmet kaum, aber sein Arm war nun vollkommen nutzlos, die Muskeln und die Knochen, die den Arm normalerweise in Position halten würden, waren allesamt verdampft und so hing der Arm an ihm herunter, als wäre er kein Teil des Körpers. Jake konnte nichts für ihn tun. Nicht hier. Er hielt Mehmets Gesicht mit beiden Händen fest und versuchte ihn zu beruhigen, während Anthony hinabschrie: "Jetzt stell ihn verdammt nochmal endlich ruhig." Aber Jake konnte nichts tun und Mehmet schrie wie am Spieß weiter, seine Schmerzen dürften eigentlich nicht so enorm stark sein, da die Wunde fast vollkommen verschlossen, war aber die Panik hatte von Mehmet Besitz ergriffen. Anthony kam herunter in den Schützengraben und brüllte Mehmet an er solle ruhig sein, aber er schrie immer weiter. Anthony holte aus.

    "FRESSE, FRESSE, Fresse!" Der erste Schlag des Gewehrkolbens traf Mehmet am Kopf und er sank bewußtlos zu Boden, die nächsten Schläge trafen immer wieder dort in den Graben, wo ebend noch Mehmets Kopf war. Dreck und Erde rieselte auf den Verletzten. Jake war schockiert und stellte Anthony zur Rede: "Was zur Hölle soll das?" Anthony drehte sich wieder Richtung Feind und antwortete beiläufig: "Wenn du deinen Job machen würdest, Doc, müsste ich ihn nicht machen." Jake war wütend und stürmte auf Anthony zu. Auf Höhe der Hüfte prallte Jakes Schulter gegen seinen Kameraden und riss ihn von den Füßen. Dieser drehte sich um und schlug ihm mit voller Wucht ins Gesicht. Mit aufgeplatzer Lippe stürzte Jake zurück, aber es blieb keine Zeit für eine Revanche. Mit einem dumpfen Knall schlug eine der Spinnen im Dreck des Schützengrabens auf.

    Dreck sprizte ihm entgegen und das Monstrum richtete seine Waffe auf ihn, die wie ein kleiner Geschützturm an der Unterseite der Panzerung angebracht war. Anthony regierte schnell. Er stürmte schiessend auf das Ungeheuer zu und dieses zielte jetzt auf ihn. Bevor das Alien schoss warf sich Anthony bauchlings in den Dreck und schlitterte unter das Alien. Panisch drehte sich das sichtlich erstaunte Monster hin und her, während Anthony eine Granate im Schwenkarm des Geschütz verhakte. Dann esplodierte alles. Jake riss Mehmets bewußtlosen Körper herum um ihn vor drn Splittern zu schützen. Jake schrie nach Anthony bekam aber keine Antwort, jetzt war der Zeitpunkt gekommen, wo ihm klarwurde, dass er diesen Tag nicht überleben sollte. Einzelne Tränen der Trauer und der Erschöpfung rannen seine Wangen hinab.

    "Hör auf zu flennen Soldat, bist du direkt vom Mädcheninternat zur Armee?" Erstaunt wichte sich Jake die Tränen aus dem Gesicht und er sah eine Shilouette durch den Staub auf ihn zukommen, konnte das wirklich Anthony sein? Ja er war es: "Du bist nicht tot zu bekommen, oder?" Mühsam lächelnd schwankte der kampferprobte Soldat auf ihn zu, er hielt sich den linken Arm. Erst jetzt bemerkte Jake die Unmengen von Blut die Anthonys Seite hinabliefen. Die Uniform war aufgerissen und verbrannt, genau wie die Haut darunter, aber viel schlimmer war, dass ein Teil des Unterarms fehlte, die Explosion musste ihn abgerissen haben. Jake wollte zu ihm rennen, als eine riesige, nicht weit entfernte Explosion den Boden erschütterte, beide Männer konnten sich nur schwerlich aufrecht halten. Eine gleißend blaue Explosion erfüllte den Himmel. "Atillerie." hauchte Anthony schwach.

    Dann landete mit einem lauten Krachen ein riesiger Kanister zwischen den beiden Männern. Winzige Explosionen sprengten die Hülle und ein grünliches Gas trat aus. Jake versuchte etwas zu sagen, aber das Gas begann schon seine Lunge zu zerfressen und er fiel auf die Knie und hustete Blut gegen die blau schimmernde Panzerung des Kanisters. "Wenn ich hier rauskomme, lästere ich nie wieder über Mehmets Stoff." lachte er wortlos, glucksend in sich hinein. Mit einem Lächeln auf den Lippen, sah er noch das Aufleuchten der zweiten Zündung.

  • Wow gefällt mir, etwas prolethisch die Soldaten, aber es passt alles super. Besonders die Burke kommen gut rüber.


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • "Gasbombenartillerie - Offensive - Weibchen

    Diese massigen Geschütze die mit den metergroßen Exoskelleten der Weibchen verbunden sind verschiessen 1 m³ große Kanister die beim Aufprall eine große Menge Gas ihres Heimatplaneten freisetzen, das gegnerischer Infanterie allein schon gefährlich wär, allerdings löst wenige Sekunden nach der Gasfreisetzung, ein zweiter Zünder eine enorme Hitze frei die reicht um das Gas zu entzünden und zu einer gigantischen Explosion zu bringen die alles verbrennt was sich innerhalb befindet. Diese Waffe ist sehr schwerfällig und nur auf mittlerer Distanz zu gebrauchen."

    soviel zu den kanistern. und die 3 soldaten verteidigen nich ne stellung sondern sind nur ne kleine Gruppe, von denen es mehrere gibt. Ist auch kein Großangriff oder großangelegter Krieg sondern nur eins der ersten Scharmützel, die die Burke geführt haben, wie schon gesagt ist inteligentes Leben für die Burke ne ziemlich neue Sache.

    und in einem Krieg wird auch nicht immer mit 100ten von Leuten gekämpft die sich irgendwo treffen.

  • OT: am Besten sehn sichs Spartan und MyQ nochmal an, nicht dass ich zu extreme Logikfehler drin hab, obwohl ich versucht habe es möglichst offen zu gestalten, ansonsten hf beim lesen.


    "Der Mond wird sich rot färben und ein Regen aus Blut wird auf uns niedergehen. Heute werden wir fürstlich speisen." Sera nahm das Ende der enthusiastischen Rede nur beiläufig wahr. Den Kopf, an die Schulter ihres Geliebten gelehnt, starrte die zierliche Blutsaugerin in den Himmel hinauf. Das Leuchten der Sterne funkelte in ihren smaragdgrünen Augen, die Nacht war so schön wie lange nicht mehr. Die zustimmenden Jubelrufe, erreichten sie nur ganz aus der Ferne, erst als ihr Nikolai die Strähnen aus dem Gesicht strich, um sie auf die Stirn zu küssen, erwachte sie aus ihrer Lethargie. Heute stand ein ganz besonderes Mahl auf der Speisekarte.

    In wenigen Augenblicken würde die kleine Truppe abrücken. Sera strich ihre langen, kastanien braunen Haare von der Schulter und band sie zu einem Zopf zusammen. Mit bloßem Auge konnte man die leichte Gänsehaut, ausgelöst durch den weichen Fluss ihrer Locken und die Vorfreude auf das kommende, kaum erkennen. Das schulterfreie, nachtschwarze Kleid mündete in einen knielangen Rock, der an den Seiten eingeschnitten war, um ihr trotz allem die ausreichende Bewegungsfreiheit zu garantieren. Sie war so unendlich froh, dass sie bei Nacht losziehen würden, so musste sie nicht ihren Panzer tragen, der sie vor dem Sonnenlicht schützen sollte, so würde sie in den Genuß dieses unbeschreiblichen Gefühls kommen. Dem Gefühl, wenn das warme, kostbare Blut ihrer Opfer sanft über ihre Haut fließen würde, lächelnd erschauderte sie in Erwartung der körperlichen Freuden. Nikolai hatte derweil den Raum betreten und näherte sich von hinten. Ohne zu erschrecken, ließ sie sich zurückfallen, als Nikolai seinen linken Arm um sie legte. Die sanfte Berührung seiner Lippen auf ihrem Hals ließ sie lächeln: "Hast du mir auch etwas mitgebracht?" Ihre Augen glänzten, als würde sie vor Leben überquellen, als er ganz langsam nickend, den Griff ihres Schwertes nach vorn reichte. Mit einer Drehung lies sie die flache Seite der Klinge auf ihren ausgestreckten linken Arm fallen. Langsam schob sie die Klinge hinab, bis sie am Handgelenk in die Haut schnitt. Ein einzelner Tropfen Blut benetzte zart die makellos glänzende Waffe. Mit diesem perfekten Kunstwerk würde sie die heutigen Festlichkeiten einleiten.

    Ihr Dolch Lecter's flog, pfeilschnell über die Ebenen des abgeschiedenen Planeten. Die anderen Maschinen folgten ihr und vertrieben mit ihren lauten Motoren, die wenigen ursprünglichen Bewohner des Planeten. Die hyänenartigen Raubtiere suchten jaulend das weite vor der kleinen Kolonne. Nur ganz weit entfernt beobachteten sie das Treiben mit ihren, die Nacht durchdringenden gelben Blicken. Sie beschleunigte nocheinmal, als sie ihr Ziel erkennen konnte. Am Horizont konnte man das kleine Lager der Expedition schon sehen.

    Mit einer gekonnten Drehung bremste sie vor der in Position gegangenen Wache ab. Der aufgewirbelte Kies prasselte gegen die Beine des Mannes, der sein Lasergewehr schon im Anschlag hatte und vor einigen Minuten Alarm gegeben hatte. Es handelte sich nur um ein kleines, nicht mehr als zehn Mann starkes Forschungsteam, also war es nicht nötig gewesen ihre Ankunft zu verschleiern. Im bläulichen Schein der Photonenfackeln, glitzerte der goldene Brustpanzer der Wache in einem unwirklichem Licht, dann spannte der Mann bedrohlich sein großes Paar Flügel auf dem Rücken. Deswegen waren sie gekommen, um diese einzigartige Gelegenheit zu nutzen, von diesem seltenen Geschenk zu kosten.

    Als der Mann seinen Mund bewegte um zu sprechen, kam kein Wort über seine Lippen. Er hatte noch nicht realisiert, dass sich die scharfe Klinge eines Wurfmessers durch seine Kehle, bis in sein Rückgrat gebohrt hatte. Eine Frau stand an der Tür, der schnell errichteten Hütte und sah alles mit an. Dann brach die Panik aus. Während zwei ihrer Kameraden, bereits über dem ersten Opfer knieten und ihren Durst stillten, warf Sera eine Brandbombe auf das Dach der Hütte. Die Konstruktion fing sofort Feuer und die Flammen breiteten sich schnell aus. Es gab nur diesen einen Eingang und sie würden bald kommen. Und sie behielt Recht. Panisch stürmten die Bewohner nach draußen. Drei Frauen und sehs Männer. Ihre Kameraden sprangen über die wehrlosen Flügelmenschen hinweg und schnitten ihnen den Weg ab. Wie eine zusammengetriebene Herde wussten diese Lämmer nicht wohin sie fliehen sollten.

    Ihre Mitstreiter vergnügten sich schon mit den meisten der Opfer, nur eine Frau war noch von ihnen eingekreist und Sera schritt ganz langsam auf sie zu. Sie hatte ein Anrecht auf ihren Teil der Beute und schickte die anderen mit einer Handbewegung weg. Fauchend zogen sich ihre Kameraden zu den anderen Bewohnern zurück. Die zierliche Frau legte ihre Flügel an und lies sich auf die Knie fallen. Die Hände gefaltet betete sie zu ihren schwächlichen Göttern und Sera fand Gefallen an der Verzweiflung. Direkt vor ihr ging Sera ebenfalls auf die Knie, und legte ihre Hände auf die der Frau. Schluchzend hob die Frau ihren Kopf und blickte in die wunderschönen, grünen Augen von Sera, ihre Lippen versuchten verzweifelt Bitten zu formen, aber Sera legte ihren Zeigefinger auf den Mund der Frau: "Pssst, du brauchst keine Angst zu haben." Dann strich Sera behutsam mit ihrem Handrücken die Tränden aus dem zitternden Gesicht. Sie umarmte die Frau und drückte sie ganz fest an sich, als wolle sie ihr Trost spenden. Ein letztes: "Bitte..." , verließ die Lippen ihres Opfers, als es unter dem Schmerz des Kusses, ein letztes Mal seine Flügel spreizte.

    Das Leben der Frau, war in unbeschreiblichem Maße köstlich, es war ein Gefühl so tief in Sera so wunderbar, dass sie fast verging vor Vergnügen. Bis ganz zum Schluss zögerte sie es hinaus, um es für immer in Erinnerung behalten zu können. Doch dann riss sie sich ruckartig los. Es war laut geworden. Nicht durch die typischen Schmerzenschreie und das Wehklagen, nein ihre Kameraden waren nun in Panik. Aus dem brennenden Haus, war in letzter Minute bevor es hinter ihm einbrach, ein riesiger Krieger mit einem meterlangen Schwert getreten und hatte einen von ihnen niedergestreckt. Ohne aufzustehn drehte sie sich in die Richtung, der Kopf des getöteten Vampirs rollte auf sie zu. Es war Nikolais Kopf.

    Schluchzend stürzte Sera auf ihre Handflächen. Sie blickte unter Tränen in die Augen der Liebe ihres Lebens und darüber hinaus. Unzählige Tränen verließen ihre Wangen und stürzten auf die Stirn, des abgetrennten Kopfes. Sanft strich sie seine Schläfen entlang durchs Haar und hob ihn auf. Ganz fest presste sie ihn an ihre Brust und küsste ein letztes Mal seine Stirn, dann schloss sie seine Augen und legte ihn beiseite. Sie wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und zog ihre Waffe. Lasziv ging sie auf den Krieger zu, ihre Waffe über den sandigen Boden hinter sich herziehend. Der Anblick, der wunderschönen, aber mit dem Blut ihrer Opfer sowie ihres geliebten beflecktem, Kriegerin, ließ den Krieger für den Hauch einer Sekunde, in das für Männer typische emotionale Chaos stürzen. Sie erkannte es an seinen Augen, wenn es auch nur einen winzigen Moment dauerte, bis diese Gefühle wieder von den Flammen des Zorns verschlungen wurden, so reichte es doch aus um den ersten Angriff zu starten.

    Von unten führte sie beidhändig den ersten Angriff auf den Waffenarm ihres Gegenüber. Überrascht konnte dieser nicht schnell genug reagieren und die dünne Klinge schnitt tief in das Fleisch. Doch zu spät bemerkte sie, dass der Mann der ohnehin sein Leben aufgegeben hatte, gar nicht versucht hatte auszuweichen. Stattdessen ging er direkt zum Gegenangriff über und hieb mit seiner großen massigen Waffe direkt auf die Deckung von Sera. Die Kraft war unglaublich. Funken sprühten auf, als die Klingen übereinander glitten und Sera musste, trotzdem sie die stumpfe Seite ihres Schwertes mit dem Unterarm stützte, in die Knie gehn um den Angriff vollends zu stoppen. Sie lies die Waffe ihres Gegners über das Ende ihrer gleiten und rollte sich zur Seite weg, der Schlag der nun ins Leere ging forderte seinen Tribut an das Gleichgewicht des Mannes und so konnte sie ungehindert in seinen Rücken gelangen.

    Ihr Opfer drehte sich noch zur Seite, aber ihr Stoß traf es tief ins Fleisch oberhalb der Hüfte. Doch der Feind führte die Drehung fort und verschlimmerte so die Wunde, spannte allerdings seine Flügel, womit sie nicht gerechnet hatte. Mit unglaublicher Wucht, die man dem Flügel nicht zugetraut hätte, wurde sie zu Boden geschleudert. Ihre Waffe steckte noch immer in dem Mann, aber er war jetzt direkt über ihr und holte über dem Kopf aus. Als Schutzhaltung streckte sie ihren Arm aus. Die Klinge raste hinab und traf sie zwischen Mittel- und Ringfinger. Die Wucht der Waffe spaltete ihre Hand und die Klinge drang tief in den Unterarm ein, bis sie dann zum Stillstand kam.

    Das Funkeln des Triumphes in seinen Augen, wich aber schnell dem Unverständniss, als er Sera lächeln sah: "Hab ich dich!" Die Klinge war nun zwischen Elle und Speiche gefangen und mit einer ruckartigen Bewegung, der das Handgelenk ihres Gegenüber nicht folgen konnte, entwaffnete sie den Angreifer. Die Klinge rutschte aus ihrem Fleisch, während sie mit der anderen Hand ein Wurfmesser in das Auge ihres Opfers schleuderte. Als sie mit einem zweiten Messer in der Hand hochschnellte, war sie sich sicher gewonnen zu haben, doch dann blieb sie ruckartig stehn und konnte nicht weiter. Der zur Hälfte geblendete hatte sie mit der Rechten Hand, die unter der Anstrengung mehr wie eine Pranke wirkte, an der Kehle gepackt und hob ihren Körper langsam in die Luft. Ihre Kehle schmerzte, als der Flügelmensch immer fester zudrückte und dann zog er mit einem Ruck seiner anderen Hand, Seras Klinge aus seiner Seite. Wie wild stieß sie das Messer immer wieder in den muskulösen Arm der ihren dünnen Hals umklammerte, aber der Angreifer ließ nicht von ihr ab. Sie geriet in Panik und strampelte mit den Beinen, bis sie endlich erkannte, dass es vorbei war.

    Ihre eigene Waffe bohrte sich tief in ihren Brustkorb und durchstieß ihn schlussendlich. Mit einem Ruck schnitt der Angreifer nicht nur ihren Oberkörper bis zum Bauch auf, sondern auch ihr Herz. So stürzte sie zu Boden und blickte zum Mond. Es spielte alles keine Rolle mehr, ihr Herz war schon vor den endlosen Minuten ihres Kampfes gestorben. Ihre Augen füllten sich langsam mit ihrem Blut, dass auf sie niederprasselte und der Mond färbte sich rot.

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