• Blubb heyho erstmal ^^ Also ich war mir nicht sicher ob ich diese Story hier veröffentlichen soll oder nicht... Sie hat weder was mit DoW noch mit dem richtigen Leben zu tun. Es ist eine Fan-Fic zu einem Anime/Manga welches einige unter euch vlt. kennen. (InuYasha)
    Ich sage gleich von vorneherein, das wer sie nicht lesen will oder sie und das Thema einfach nur bescheuert findet hier auchnicht posten braucht ;)
    Konstruktive Kritik ist natürlich immer gerne gesehn! (Solange sie wirklich Konstruktiv ist^^)

    Die Story ist eine "Mystic/Darkfic/Romantik"-Story und kann an einigen Stellen sehr ins kitschige gehen...
    Die gezeichneten Bilder sind alle von mir (Alles bilder zu neuen Chars die im Anime/Manga nicht vorkommen)

    Zu erst einmal die Charachtervorstellung:
    1.1 Inu-Yasha

    Alter: 203-2xx
    Rasse: Inu-Youkai/Hanyou
    Waffe/n: Tessaiga
    Liebe: Kagome

    Inu-Yasha ist am Anfang nachwievor der draufgängerische Hanyou den wir alles aus dem Anime kennen. Jedoch wird er auf seiner alleinigen Trainingsreise sehr viel ruhiger und besonnener. Er kann zwar noch immer aufbrausen aber handelt meistens anders als man es sonst von ihm erwartet hätte.


    1.2 InuTaisho

    Alter: Etwa 3200 Jahre
    Rasse: Inu-Youkai/Dai-Youkai
    Waffe/n: Tessaiga/Tensaiga/So'unga
    Liebe: Izayoi

    Der InuTaisho ist der Vater von Sesshomaru und Inu-Yasha und ein guter Youkai.
    Er hat in dieser FF ein paar Auftritte und wird deshalb hier auchmal erwähnt :)


    1.3 Sesshomaru

    Alter: Ca. 903
    Rasse: Inu-Youkai/Dai-Youkai
    Waffe/n: Tenseiga/Toukjin
    Liebe: Kann ein Dai-Youkai wie er lieben?

    Sesshomaru bleibt am Anfang wie immer... Wie er sich jedoch weiterentwickelt müsst ihr euch schon erlesen ;)


    1.4 Kazaka

    Alter: 340
    Rasse: Inu-Youkai
    Waffe/n: Zweihänder seines Vaters/ Shuriken
    Liebe: Unbekannt

    Kazaka ist ein friedlicher und fröhlicher Mensch und auch wenn er von der Stärke her Inu-Yasha ebenbürtig ist kämpft er äußerst ungerne wenn es an ernste Konflikte geht.
    In Notfällen steht er seinen Kumpanen jedoch immer bei!
    Die Meiste Freizeit verbringt er entweder mit Inu-Yasha auf dem Trainingsgelände oder in seinem Gemach wenn er wieder einer Youkai-Dirne dir Unschuld raubt.


    2.1 Yuuto

    Alter: 480
    Rasse: Shishiza-Youkai
    Waffe/n: 1-handschwert/Bi-händer
    Liebe: /

    Yuuto ist kalt, gefühllos und sehr leicht reizbar. Er ist eine Art Nachwuchs-sesshomaru und hällt sich für den stärksten Kämpfer der Shishiza-Youkai.
    Die Liebe von Ayaka erwiedert er in keinster Weise und sein Leben gillt nur dem Kampf.


    2.2 Ayaka

    Alter: 280
    Rasse: Shishiza-Youkai
    Waffe/n: Dolch
    Liebe: Yuuto

    Ayaka ist eine sehr attraktive Shishiza-Youkai und kämpft mit dem Dolch, den ihr Vater ihr einst schenkte.
    Sie ist sehr freundlich und es gibt wohl niemanden den sie so richtig hassen kann. Leider ist sie in Yuuto verliebt und dieser denkt nicht einmal daran diese Gefühle zu erwiedern.


    2.3 Naohiro

    Alter: ca. 4400
    Rasse: Shishiza-DaiYoukai
    Waffe/n: Stab/Innerer Fokus
    Liebe: /

    Naohiro ist der Älteste der Shishiza-Youkai und hat das Blut eines Dai-Youkais.
    Er ist mittlerweile sehr alt geworden und ist ständig damit beschäftigt seinem Enkel Yuuto die Arroganz abzugewöhnen.
    Trotz seines hohen Alters, sieht er immernoch durchtrainiert aus und steht den anderen Youkai's in nichts nach.


    3.1 Jaken

    Alter: Über 3400
    Rasse: Kröten-Youkai
    Waffe/n: Kopfstab
    Liebe: ... Kein Kommentar

    Jaken ist wie man ihn seit jeher kennt... Unterwürfig und schleimerisch hängt er immer an Sesshomarus Rockzipfel und geht allen auf die Nerven.
    Auch wenn er es sich nicht anmerken lässt hat er die kleine Rin ins Herz geschlossen. Was andere Menschen jedoch angeht ist er nachwievor eine kleine hinterhältige Kröte...


    4.1Kagome

    Alter: 19
    Rasse: Mensch
    Waffe/n: Pfeil und Bogen/Mikokräfte
    Liebe: Inu-Yasha

    Auch Kagome hat sich verändert. Sie lebt nachwievor zu Hause und besucht die Schule allerdings schweifen ihre Gedanken immerzu, zu Inu-Yasha ab. Die Trennung fällt ihr sehr schwer und sie lässt andere Verehrer ohne mit der Wimper zu zucken abblitzen.


    4.2 Miyu

    Alter: 24
    Rasse: Mensch
    Waffe/n: /
    Liebe: Kazaka

    Miyu ist eine heitere Person und verrichtet gewissenhaft ihre Arbeiten im Schloss. Sie traf auf einer Reise auf Sesshomaru und noch bevor dieser sie töten konnte, hatte die kleine Rin sie ins Herz geschlossen. Seitdem ist sie ihr Kindermädchen.
    Als plötzlich Kazaka in ihr Leben tritt, verändert sich dieses völlig...


    4.3 Rin

    Alter: 10
    Rasse: Mensch
    Waffe/n: Ihre Augen
    Liebe: Unbekannt

    Rin zieht seit ihrer Widerbelebung durch Sesshomaru mit ihm durch die Gegend. Sie vergöttert ihn und vertraut ihm blind. Dabei sieht sie ihn als Vater-Figur.
    Sie ist ein unschuldiges, neugieriges und aufgewecktes Kind. Ihren Augen kann kaum jemand wiederstehen da sie selbst den eisigen Sesshomaru schwach werden lassen und ihn so dazu bringen Rin einige's durchgehen zu lassen.

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    Weitere Chars können noch angehängt werden je nachdem wie sich die Story so in meinem kranken Kopf entwickelt.

    Also dann mal los (Im ersten kap sind noch einige Rechtschreib und Kommafehler drinne allerdings wurden diese in den andern Kapiteln vermieden (So gut es eben ging ^^)

    A Sunrise and the Past

    Kap 1. Ein unerwünschtes Treffen

    "Ein Sonnenaufgang ist das Treffen zwischen der Nacht und dem Tag, zwischen dem Leben und dem Tod! Diese Verbindung ist stärker als die Macht des Hasses und die Macht der Zwietracht.
    Was auch passiert, ein Sonnenaufgang verbindet Gemüter und Gesinnungen. Denn wer ist schon fähig diesem Zauber zu wiederstehen, der doch älter als die Welt selbst ist?"

    Mit offenen Augen blickte Inu-Yasha in den Sonnenaufgang. 'Wie Recht du doch hattest Vater'. An der Seite von Inu-Yasha lag sein Schwert Tessaiga im grünen saftigen Gras und pulsierte leicht. Dieses Pulsieren hatte seinen Ursprung in der Klinge die neben Tessaiga verweilte und einem Inu-Youkai gehörte der mit unbewegter und emotionsloser Miene neben Inu-Yasha saß. Der See der sich vor den Augen der beiden Inu-Youkai erstreckte, verwandelte sich nun durch Sonnenstrahlen in einen Schauplatz für die Spielereien, und den Glanz sämtlicher Farben dieser Welt.
    Ein friedliches Lächeln zog sich über das Gesicht von Inu-Yasha als er kurz zu dem Youkai, der neben ihm saß, blickte. Sein älterer Bruder Sesshomaru saß nach wie vor tief in Gedanken versunken neben ihm und widmete sich seiner morgendlichen Meditation.
    'Noch immer kann ich nicht fassen das wir uns tatsächlich ausgesprochen haben' Ein weiterer Blick von Inu-Yasha streifte Sesshomaru, und er versank in dem Sog der Zeit um gedanklich nochmal die Ereignisse zu durchleben.


    *Ein Blick in die Vergangenheit*


    Seit Narakus Tod sind mittlerweile drei Jahre vergangen, und Kagome ist wieder in ihre Zeit zurück gekehrt. Trotz ihrer großen Liebe zu Inu-Yasha, die dieser auch nach einiger Zeit erwiderte, stieß er sie in den Brunnen, und bat sie nicht mehr wieder zu kehren, da es einfach zu gefährlich für sie wäre trotz der Tatsache das Naraku tot sei.
    In diesen drei Jahren haben einige Ereignisse das Leben von Inu-Yasha bestimmt. Zum einen hat Kykio sich selbst das Leben genommen, da sie erkannte wie sehr Inu-Yasha doch an Kagome hing, zum anderen hatte Miroku sein lüsternes Treiben endlich eingestellt und war nun mit Sango liiert, während Shippo zusammen mit den Kindern vom Dorf aufwuchs und bei Kaede sehr viel lernte. Die Idylle schien perfekt zu sein bis auf eine Tatsache...
    Inu-Yasha hatte sich genau einen Tag nachdem er Kagome in ihre Zeit geschickt hat auf den Weg gemacht, um wieder alleine durch die Wälder zu ziehen und stärker zu werden.
    Bei genau einer dieser Wanderungen stieß er unglücklicher Weise auf Sesshomaru, seinen verhassten Halbbruder, und das Schicksal nahm seinen Lauf:

    "Verschwinde Inu-Yasha! Du wirst niemals stark genug sein um mich zu schlagen. Du verdankst deinen einzigen Trumpf unserem Vater und das ist Tessaiga. Würde das Schwert dich nicht beschützen, wärst du nur ein hilfloser Wurm der jederzeit zerquetscht werden könnte!" Verächtlich, spottend und voller Hohn schmetterten die Worte Sesshomarus auf Inuyasha ein. Dieser jedoch ließ sich in seiner natürlichen Art wenig davon beeindrucken...

    "Du willst mir wohl Angst machen? Halt endlich dein verdammtes Maul!" Zornig schrie Inu-Yasha seine Worte hinaus, und setzte zu einem erneuten Angriff an. Tessaiga prallte auf Toukjin, und die Auren der beiden verstärkten sich enorm in dieser kurzen Zeit. Die Macht dieser beiden Inu-Youkais war fast zum greifen, und jeder konnte sie spüren. Niedere Youkais verkrochen sich so schnell wie es ging in irgendwelche Höhlen, und Unterschlüpfe, während selbst die Menschen diese Auren warhnahmen, und versuchten zu benachbarten Dörfern zu fliehen.
    Ein lauter Knall, der durch Mark und Bein ging, durchfuhr die Landschaft und die Energie die sich beim Aufprall in den beiden Waffen angesammelte hatte wurde mit einem Schlag entladen. Eine Druckwelle fegte durch die Bäume, welche sich verdächtig im Wind bewegten. Kleine Gräser, Sträucher und sogar Steine wurden einfach mit dem Wind weggeschleudert. Die beiden Kämpfer sprangen wieder auseinander, und erneut entflammte eine Disskusion zwischen den beiden.

    "Bist du wirklich so dumm? Oder willst du einfach nicht einsehen das du unterlegen bist Inu-Yasha?" Kalt, und mit keiner Emotion im Gesicht sprach Sesshomaru und versuchte dadurch seinen Gegenüber aus der Reserve zu locken, und weiter zu reizen, wohlwissend darüber das dieser schon immer ein sehr hitziges Gemüt hatte.
    Diese Finte ging auch auf, und so stürmte Inu-Yasha mit seinem erhobenen Tessaiga erneut auf Sesshomaru zu, der diesen Angriff nur mit einem kühlen Lächeln quittierte und sein Schwert hob um diesem unseeligen Schauspiel endlich ein Ende zu bereiten.

    Gerade als die zwei Klingen aufeinander prallten gab es einen erneuten Knall. Dieser wurde jedoch nicht durch die zwei Klingen erzeugt, sondern kam von einer anderen Richtung. Allerdings war die Wucht dieses Angriffes geradezu beunruhigend, da sie Inu-Yasha sofort vom Boden fegte, und ihn mehrere Meter weiter hinten gegen einen Baum prallen ließ. Selbst Sesshomaru konnt dieser enormen Macht kaum standhalten, und es brauchte einiges an Kraft um auf den Beinen zu bleiben.

    Ein Blick nach hinten verriet Sesshomaru das sein Bruder vorerst außer Gefecht gesetzt war, und er sich diesem kampf alleine widmen konnte.
    "Zeig dich!" Ruhig und gelassen forderte Sesshomaru die fremde Macht auf aus seinem Versteck hervorzutreten, um sich zu zeigen. Trotz der Gelassenheit die er nach außen hin ausstrahlte bebte es in seinem Inneren, und er versuchte sich voll auf seine Sinne zu konzentrieren um mögliche Attacken früh zu erahnen. Seine Hand umgriff Toukjin nun noch fester, und er konzentriere sich voll auf diesen Kampf.

    Da trat hinter einem der Bäume ein Youkai vor, der zwar nicht sonderlich stark aussah, aber eine Aura verströmte die selbst Sesshomaru für einen Augenblick erschaudern lies. Dieser fasste sich jedoch sofort wieder, und setzte seine kühle, bewegungslose Miene auf. Gerade als er sich bereit machte einen Angriff mit Toukjin zu starten, formte der Youkai einen schwarz-lilanen Energieball der durch die Blitze welche um ihn heraum aufblinkten nur noch bedrohlicher wirkte.
    Und noch bevor Sesshomaru reagieren konnte flog diese Kugel auf ihn zu, nur dadurch das er zusätzlich zu Toukjin noch Tenseiga zog, um sich mit beiden besser verteidigen zu können, rettete ihm das Leben und er flog direkt neben seinen Bruder auf den Boden.

    Keuchend richtete er sich auf "Wer bist du?" stieß er aus seinem zusammengepressten Mund hervor, bevor ein Schwall Blut aus ihm herraus brach. Kraftlos sank er neben seinem Bruder zu Boden unfähig noch irgendetwas zu tun.
    Lachend Schritt der mächtige Youkai auf die Beiden zu, und in seiner Hand formte sich ein neuer Energieball der die beiden endgütlig pulverisieren sollte um sie auf dem schnellsten Wege in das Reich der Toten zu schicken.
    Mit einem kalten Flüstern sprach er nur ein Wort, welches von Sesshomaru nur mit einer ungläubigen Miene quittiert wurde. "Sterbt!".

    'Sollte dies wirklich sein Ende sein? Neben seinem verhassten Bruder zu sterben? Gerade neben IHM? War das Schicksal wirklich so schlecht auf ihn zu sprechen?'
    So schwer es auch war, aber innerlich machte Sesshomaru sich darauf bereit die Schwelle zum Jenseits zu übertreten, und bald seinem Vater wieder zu begegnen.

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    Kap 2. Der InuTaisho höchstpersönlich

    Mit einem Mal verflog sämtliche Emotionslosigkeit vom Gesicht Sesshomarus und eine Woge aus Gefühlen, die er jahrelang in sich hineinfraß schlug sich nun den Weg. Wut, Verzweiflung, Trauer und Reue, aber auch positive Erinnerungen durchfluteten ihn. So glitt ein Lächeln auf sein Gesicht, als er an die kleine Rin dachte, oder an seine Kindertage als er noch vom InuTaisho trainiert wurde. Diese positiven Erinnerungen verschwanden jedoch genauso schnell wie sie gekommen waren und stattdessen schlich sich wieder der Hass gegenüber seinem Halb-Bruder ein und gegenüber dieser Menschenfrau die es gewagt hatte seinen Vater zu verführen.

    All diese Emotionen spiegelte sein Gesicht in wenigen Sekunden wieder. Ein leises rascheln hinter ihm zeigte ihm, dass sein Bruder wieder zur Besinnung gekommen war und nun mit genauso verwirrter Miene diesem grausigem Treiben entgegensah.
    "Sesshomaru? Was zur Hölle ist hier los?" Kam es nur als leises Flüstern von Inu-Yasha. Für mehr und wütendere Worte war er im Moment nicht in der Lage und die Nähe das qualvollen Todes schnürte ihm die Kehle zu.

    Sesshomaru antwortete nicht und blickte starr in die Augen des Youkais der sie beide so ohne Probleme hat besiegen können. Noch immer konnte er nicht fassen wie schnell das alles geschehen war.
    Gerade als er seine Augen schließen wollte, spürte er neben sich im Gras wie Tenseiga pulsierte und sich förmlich der Klinge seines Bruders entgegenstreckte. Von diesem befremdlichen Auftreten Tenseiga's war Sesshomaru sichtlich überrascht und er blickte sich nun um zu seinem Bruder.

    Dieser hatte genauso wie er gespürt wie Tessaiga pulsierte und zu Tenseiga wollte. Für zwei Sekunden sahen sich Inu-Yasha und Sesshomaru tief in die Augen, bis von beiden ein wiederwilliges Nicken zu sehen war und sie beide ihre Schwerter hoben um ein letztes Mal noch Wiederstand zu leisten.
    Mit jeder Sekunde die verstrich wuchs das Selbstvertrauen in den beiden wieder an und nun schwangen beide im Takt ihr Klingen.

    Die zwei energiegeladenen Lichtstrahlen, die aus den Schwertern strömten, verbanden sich. Doch anstatt das eine mächtige Attacke entstand, sah man nur wie weißer, nebliger Rauch aufstieg. Völlig entkräftet sackten beide wieder zusammen und warteten was passieren würde. Langsam verzog sich der Nebel und wie erwartet stand der mächtige Youkai noch immer dort, wo er vorher auchschon stand. Doch dann viel der Blick von den beiden auf eine Person die mit den zwei Klingen Tessaiga und Tenseiga ruhig und gelassen dem Youkai gegenüber trat.

    Ein großes weißes Fell diente ihm als Umhang und es waren schwere Schulterplatten aus einem Metal, härter als Stahl zu sehen. Ein silbrig weißer Zopf verlief den Rücken entlang und zwei blaue Streifen zogen sich durch sein Gesicht.
    Ungläubig und schockiert starrte Sesshomaru diese Person an, was Inu-Yasha jedoch nicht verstand da er diese Person nicht einmal kannte oder je zuvor gesehn hatte.
    "Vater?" entwich es Sesshomaru in einem ehrfürchtigen Flüsterton. Nun war es an Inu-Yasha ungläubig zwischen Sesshomaru und seinem angeblichen Vater hin-und her zu schauen.
    "D.. Du bist mein Vater?" fragte Inu-Yasha den Unbekannten mit zittriger und gebrochener Stimme.
    Dieser jedoch drehte sich nur kurz um lächelte die beiden verschmitzt an und schenkte den beiden ein Nicken bevor er sich wieder seinem Gegner zuwand.

    Der Youkai, der diese Szene nur still beobachtete, wurde langsam wütend und griff erneut mit einer leuchtenden Kugel an. Dem InuTaisho schien dies jedoch nicht zu stören und mit einem Hieb von Tenseiga zerschlug er die Kugel. "Du hast dich zu weit vorgewagt!" Mit einer ruhigen, aber dennoch gebieterischen Stimme hob er Tessaiga und ging zum Angriff über. Eine Windnarbe von einer Geschwindigkeit, und einem Ausmaß welches selbst Sesshomaru staunen ließ, schoss direkt auf den Youkai zu, welcher sich gerade noch so aus der Gefahrenzone bringen konnte jedoch durch die gewaltige Aura der Attacke einen Arm verlor.

    Keuchend sah dieser nun zum InuTaisho hoch und schloss mit seinem Leben ab. Unter solchen Umständen konnte er nicht gewinnen und das wusste er genau. Erneut hob der InuTaisho Tessaiga und die Windnarbe die durch den Schwung erzeugt wurde, war noch größer und gewaltiger als die erste und vernichtete den Youkai innerhalb von einer Sekunde.
    Staunend verfolgte Inu-Yasha diese Szene und er konnte nicht glauben was für eine unglaubliche Macht mit Tessaiga entfesselt werden konnte.
    Der InuTaisho drehte sich langsam in die Richtung seiner Söhne um und lächelte diese an.

    "Nun Jungs... Ich hätte mir durchaus gewünscht das wir uns unter anderen Umständen wiedersehen würden, aber das Schicksal meinte es wohl nicht so gut mit uns und ich schätze ich muss euch jetze eine Menge erklären." begann der InuTaisho nun zu sprechen und seine ruhige Stimme kettete die zwei Brüder unverzüglich an die Aufmerksamkeit und das Interesse was sich ihr Vater wünschte..
    "Bevor ich Anfange, möchte ich das ihr euch umarmt wie es sich Brüder gehört!" Mit einem Ton der keine Widerrede zuließ forderte er eine solche Tat von den beiden.
    Diese sahen sich nur erschrocken und entsetzt an bevor sie jedoch von den Worten ihres Vaters getrieben in eine Umarmung verfielen.

    Sesshomaru und Inu-Yasha lagen sich in den Armen und in beiden Gesichtern war der pure Ekel abzulesen sowie, der starke Wunsch so schnell wie irgend möglich wegzukommen vom jeweils anderen.

    "Tse also mal ehrlich brüderlich sah das ja nicht gerade aus.." Scherzte der InuTaisho bevor er wieder ernst wurde. "Nun egal darüber reden wir später zuerst sollte ich euch wohl erklären wer dieser Youkai war und warum er euch so einfach schlagen konnte." Nach diesem Satz schaute er kurz in die Gesichter seiner beiden Söhne und beide waren wie gebannt von den Worten ihres Vaters.
    "Nun er war im Prinzip kein lebender Youkai mehr, sondern die Seele eines unlängst verstorbenen Youkais." Nun konnte er sich das Lachen kaum verkneifen als er in die ungläubigen und skeptischen Gesichter seiner beiden Söhne sah.
    "Passt auf! Auch im Jenseits oder das Reich der "Shora" wie wir Gestorbenen es zu nennen pflegen, gibt es Regeln. Und genau diese Regeln werden von Wächtern des Jenseits überwacht und Versäumnisse werden bestraft. Wie es das Schicksal nunmal so wollte, bin ich vor etwa zweihundert Jahren einer dieser Wächter geworden. Also kurz nachdem ich starb um deine Mutter zu retten Inu-Yasha."
    Mit einem warmherzigen Blick schaute er in die Richtung seines zweiten Sohnes Inu-Yasha bevor er fortfuhr.

    "Vor einigen Tagen brach ein Youkai des Jenseits eine Regel indem er eine Dämonische Formel anwand, die ihm ermöglichte wieder auf der Erde zu verweilen. Dieser Youkai war der, der euch fast getötet hätte. Seine unglaublichen Kräfte resultierten daher, dass er bereits seit fünftausend Jahren im Jenseits verweilte und dort genug Zeit hatte um zu trainieren. Ihr wart dementsprechend keine Gegner für ihn. Als Wächter des Jenseits habe ich jedoch die Aufgabe solche Taten zu bestrafen und genau das habe ich getan. Die Tatsache das ich euch dabei retten und wiedersehen konnte verwandelte die ganze Angelegenheit jedoch für mich von einem Arbeitsausflug in eine freudige Überraschung:" Berichtete der InuTaisho weiter.

    Immernoch ungläubig saßen ihm Inu-Yasha und Sesshomaru gegenüber und fragten sich immer wieder ob das wirklich stimmen konnte was ihr Vater ihnen hier erzählte. 'Was wenn es die Wahrheit ist? Hat er auch die Macht uns jederzeit zu beobachten?' Ging es durch die Gedanken von Sesshomaru.
    Bei Inu-Yasha bahnten sich ähnliche Gedanken ihren Weg und beide wurden von Sekunde zu Sekunde unsicherer.

    Mit einem herzhaftem Lachen unterbrach der InuTaisho diese Stille da er genau ahnte woran seine Söhne gerade dachten. "Falls ihr euch fragt ob ich euch beobachtet habe kann ich eure Vermutungen nur bestätigen. Ich habe genau gesehen was passiert ist und wie ihr euch bei jedem Treffen fast zerfleischt hättet." Beantwortete der InuTaisho die ungestellte Frage seiner beiden Söhne.
    Etwas verbittert sprach er weiter "Und ich habe jedesmal den Tag herbei gesehnt, an dem ihr Seite an Seite kämpft und euch umarmt wie Brüder nun ich hätte wohl lange warten müssen wäre dieser Youkai nicht dazwischen gekommen. In sofern müsste ich ihm sogar danken."

    "Nun bin ich einmal hier und werde die Gelegenheit nutzen um euch beide etwas zu erzählen was euch sicherlich interessieren dürfte. Zu erst an dich Sesshomaru, da du der ältere bist und mich auchschon vorher kanntest. Ich habe nie gewollt das du gegen Inu-Yasha kämpfst! Ich habe mich damals freiwillig geopfert da ich mich in seine Mutter verliebt hatte und du einen Bruder bekommen solltest. Das ich dabei starb war mir zwar nicht bewusst, aber im nachhinein bereue ich nichts von dem was ich tat und würde es für Inu-Yashas Mutter Izayoi jederzeit wieder tun!"

    Auf Sesshomarus Gesicht konnte man nun eindeutig die Trauer herauslesen. Nicht die Trauer darüber das er seinen Vater an eine Menschenfrau verlor, sondern die Trauer darüber das er seinen Bruder stets hasste obwohl sein Vater sie so gerne zusammen als Brüder gesehen hätte. 'Was hab ich nur getan?' Und Sesshomaru verspürte schreckliche Reue.
    Mit einem einzigen Ruck zog er seinen Bruder Inu-Yasha hoch und umarmte ihn. Diesmal war es keine Umarmung zwischen Feinden, sondern eine unter Brüdern und sie kam einer Entschuldigung Sesshomarus gleich. Inu-Yasha war total überrumpelt durch die Situation und ließ es geschehen. Doch nach wenigen Sekunden entspannte er sich und ließ die Umarmung geschehen.
    Ein schelmisches Lächeln stahl sich auf das Gesicht des InuTaisho, welcher diese Szene genau beobachtete.

    Nach einer Zeit die den beiden wie eine Ewigkeit erschien lösten sie sich voneinander und in keiner der beiden Gesichter konnte man zu diesem Zeitpunkt lesen welches Gefühl die Oberhand hatte... Ob Überraschung oder Freude?
    "Nun Inu-Yasha ich kann nichtmehr lange bleiben und möchte dir deshalb etwas geben das auf meinen Erfahrungen beruht. Sieh es dir an und verwahre es im Herzen denn eines Tages wird es dir sicherlich helfen dein Glück und deinen Frieden zu finden." Mit einem letzten Nicken richtete der InuTaisho diese Wörter an Inu-Yasha, bevor er sich wieder in ein silbrigen Nebel auflöste und in wenigen Sekunden verschwand.
    Zurück blieb nur ein kleines Buch mit einem Lederband, auf dessen Vorderseite "InuTaisho" stand.
    Inu-Yasha hob es auf, entfernte das Band und blätterte etwas in ihm rum. Was ihn dort erwartete schockierte ihn im ersten Moment, doch dann entspannten sich seine Gesichtszüge und er dankte im Stillen seinem Vater für dieses Geschenk.

    "Die Erfahrungen des InuTaisho"


    "Blut! Aus Blut wurde die Welt geformt! Durch Blut gelangten Reiche an Macht! Mit Blut wurden Schwerter beschmiert und in Blut liegend wird unser Leben dereinst enden wenn die Götter des Schicksals unsere Seele zurückholen in das Reich der Shoura. Wir können uns die Zeit unseres Eintrittes nach Shoura nicht aussuchen, aber wir können uns vorbereiten damit wir erhobenen Hauptes, und mit dem Gefühl eines sinnvollen Todes gestorben zu sein, in das Reich der Seelen einziehen."

    "Doch auch all das Blut ist wertlos wenn es nicht einem Sinn hat. Im ungestüm der früheren Tage opferte man es für Hass, Missgunst und Neid doch nun in den Tagen wo Warmherzigkeit einzieht und Liebe den Thron der Welt besteigt, da soll es fortan nurnoch dem Schutze der Liebe dienen."

    "Solltest du einst auf einem Schlachtfeld stehen, sollte das Blut deines letzten Feindes an deiner Klinge kleben und bist dir nicht sicher ob dir deine Götter dieses Übel jemals verzeihen. Dann denk an das was dir am liebsten ist auf diesem Erdenreich und in einem Sonnenaufgang wird selbst die Farbe des Blutes zu einem Farbenspiel der Liebe!"

    "Liebe...."

    Weiter konnte Inu-Yasha nicht lesen da er auf seine Knie fiel und zusammenbrach. Zu groß war dieser Schock gewesen und zu schwer waren die Anstrengungen gewesen. Doch als wäre dies das größte Übel so versetzte ein Stich im Herz ihn nun in einen solchen Zustand des Kummers, dass selbst die Versöhnung mit seinem Bruder nichts hätte beitragen können um ihn wieder glücklich zu machen.
    Diese Worte seines Vaters...
    Kagome? KAGOME? Wie konnte er das damals nur tun? Drei Jahre war es mittlerweile schon her und er hatte es so erfolgreich geschafft es in einem kleinen Teil seines Herzens zu bannen. Doch nun, durch die Worte seines Vaters... Schien alles wieder so allgegenwärtig und sein Herz drohte zu zerspringen.
    'Was habe ich nur getan?'

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    Kap 3. Aufgaben bei Hofe

    Sesshomaru war der Erste, der sich nach diesem ereignissreichem Treffen mit seinem Vater und seinem Bruder wieder in den Griff bekam. Sofort setzten sich wieder seine kalten, emotionslosen Gesichtszüge durch und verliehem ihm erneut das Aussehen eines unnahbarem, unantastbarem und kaltem Engel. Langsam und bedacht schritt er auf seinen Bruder Inu-Yasha zu und legte seine Hand auf dessen rechte Schulter.
    "Komm Inu-Yasha! Wir sollten diesen Ort verlassen." leise und eindringlich sprach er auf seinen Bruder ein, doch dieser zuckte nur fortwährend zusammen und war tief in einem zeitlosen Sog von Gedanken versunken.

    'Kagome? Wie konnte ich.. Was hab ich nur getan?' Immerwieder brachen sich diese Gedanken ihren Weg und beschworen ein Bild in seinem Kopf, dass er die letzten drei Jahre so erfolgreich verdrängt hatte.
    'Kagome' sprach er so leise, so das selbst Sesshomaru mit seinen Youkaiohren es nicht verstand. Immerwieder tauchten Bilder von ihrem Gesicht in seinem Kopf auf. Ihre Augen, ihre Lippen, die weiche Haut, die er so selten spüren durfte und doch bei jeder dieser seltenen Berührungen so sehr genossen hatte. Seine Sicht verschwomm und langsam bahnten sich Tränen der Trauer und der Reue ihren Weg über sein Gesicht.

    Sesshomaru beobachtete ihn und ahnte welche Gefühle seinen Bruder durchströmten, auch wenn er es im Moment nicht nachvollziehen konnte. 'Was ist nur mit dir passiert Bruder?'
    Er merkte wie sich Inu-Yasha erneut, von inneren Schmerzen zerfressen, krümmte und sich dann einer tiefen Bewusstlosigkeit hingab.
    'Da bleibt mir wohl nichts anderes übrig...'

    Langsam hob er Inu-Yasha auf und warf ihn über seine Schulter. Er wollte sich schon auf den Weg machen, als ihm etwas glitzernes im Gras auffiel. Langsam näherte er sich dem Gegenstand der in der Sonne strahlte und einen Glanz verströmte als wäre all dies nie passiert.
    'Tessaiga?..' Erstaunt betrachtete Sesshomaru die Klinge und verlor sich in seinen Gedanken.

    'Hier liegt es, einer der Reißzähne meines Vaters, Tessaiga. Das Schwert, dass ich schon seit seiner Existenz und dem Tod meines Vaters begehrte.' Sesshomaru rang mit seinen Gefühlen. Einerseits war es das Schwert was er immer begehrte und seine Macht vervollständigen würde, andererseits gehörte es seinem Bruder und durch die gegenwärtigen Ereignisse wollte er nicht das von seinem Vater in ihn gesetzte Vertrauen missbrauchen. Er entschied sich es mitzunehmen und Inu-Yasha bei seinem Erwachen zu überreichen. Langsam ging er in die Knie und wollte Tessaiga gerade am Griff berühren, als ihn wieder die Gedanken an den Dämonenschutz einholten. 'Was wird wohl passieren wenn ich es berühre? Sei es drum und wenn meine Hand dabei verbrennen wird! Ich werde dieses Schwert für meinen Bruder mitnehmen!' Entschlossen griff er nach Tessaiga doch die erwartete Wirkung blieb aus. Es kam kein Schmerz und seine Hand verbrannte nicht.

    'Sollte das Schwert etwa meinen Willen erkannt haben? Ganz gleich warum es mich nicht läutert, ich werde es auf jeden Fall mitnehmen!' Mit einer letzten Bewegung steckte er Tessaiga in die Schwertscheide zurück und machte sich mit dem Schwert und Inu-Yashas bewusstlosem Körper auf den Weg.

    "Sesshomaru-sama! Ihr seit zurück!" Mit einem freudigen Lächeln auf dem Gesicht trat die mittlerweile zehnjährige Rin auf ihren Meister, Beschützer und Helden zu. Doch die Freude währte nur kurz, da sie wenige Sekunden später dem leblosen Körper auf Sesshomarus Rücken gewahr wurde.
    "Wer ist das Sesshomaru-sama?" Neugierig wie eh und je stellte Rin ihre Frage in der Hoffnung eine befriedigende Antwort zu erhalten. Doch bevor dieser zu einer Antwort ansetzen konnte, warf sich auchschon ein grüner Krötenyoukai in den Schlamm vor seinen Füßen und schleimte wieder was das Zeug hielt.

    "Ah Meister ich habe auf euch gewartet. Sicher habt ihr diesen Hanyouabschaum beseitigen können." Erst als der Krötenyoukai seinen Blick hob, sah er das Sesshomaru Inu-Yasha über der Schulter trug.
    "Ihr habt es geschafft Meister! Euer Halbbruder, dieser nutzlose Bastard ist endlich gestorben! Ich möchte euch beglückwünschen Meister." Unterwürfig warf Jaken sich erneut in den Dreck.
    In diesem Moment flackerte ein roter Schimmer in Shesshomarus Augen und mit einem einzigen Tritt beförderte er den Krötenyoukai an einen Baum, der etwa dreizehn Meter entfernt stand.

    Jaken der sich keiner Schuld bewusst war und damit gerechnet hat für seine guten Worte belohnt zu werden, riss entsetzt die Augen auf als ihn ein Tritt in die Magengegend gegen einen Baum beförderte.
    Langsam richtete er sich wieder auf und began zu flüstern "Aber Meister? Was habe ich denn falsch gemacht?"
    "Jaken?" nun sprach Sesshomaru mit klarer aber unterkühlter Stimme.

    "Ja Meister?" Jaken hielt dies für ein gutes Zeichen und dachte das Sesshomaru ihm nun eine Aufgabe geben würde und die Sache erledigt wäre.
    "Dieser nutzlose Bastard wie du ihn genannt hast, ist mein Halbbruder Inu-Yasha und wird in kürze seinen Platz an meiner Seite als dieser einnehmen. Damit ist er nicht nur eine zu respektierende Person, sondern auch der weitaus Ranghöhere dir gegenüber!" emotionslos sprach Sesshomaru weiter.

    Für Jaken brach in diesem Moment eine Welt zusammen. "Aber Sesshomaru-sama..." wollte er wieder zum reden ansetzen, doch wurde sofort von einem eiskaltem Blick Sesshomaru's gestoppt.
    Devot und Unterwürfig kam Jaken zurück zum Lagerplatz und setzte sich neben Ah-Uhn, dem zweiköpfigen Drachen, der die Gruppe um Sesshomaru begleitete.
    Rin allerdings konnte Jakens Fassungslosigkeit nicht nachvollziehen und freute sich sichtlich darüber das Sesshomaru sich wieder mit seinem Bruder vertragen hat.
    'Endlich ich dachte schon Sesshomaru-sama würde sich nie mit seinem Bruder versöhnen' ein Lächeln stahl sich auf Rin's Gesicht.

    Langsam ließ Sesshomaru nun Inu-Yashas Körper von seiner Schulter gleiten und lehnte diesen an einen Baum.
    "Wir werden uns erst einmal darum kümmern das mein Bruder wieder zur Besinnung kommt." Mit diesen Worten wies er Jaken an Wasser zu holen.
    "Rin geh und sammel ein paar Früchte damit ihr etwas zu essen habt." befahl Sesshomaru zwar nachwievor emotionslos doch die unnahbare kälte seiner Stimme war nichtmehr vorhanden.

    Nach wenigen Minuten kam Jaken mit Wasser und Rin mit Früchten aus dem Wald wieder und nach einer kleinen Mahlzeit legten sich die beiden schlafen.
    Sesshomaru sprang auf einen nahgelegenen Baum und setzte sich auf einen der höher gelegenen Äste um das ganze Lager zu überblicken.
    Sein Blick wanderte von Jaken zu Ah-Uhn und dann weiter zu Rin. An ihr blieb sein Blick einen Moment hängen und er fragte sich wie schon so oft in den letzten Monaten 'Warum habe ich sie mitgenommen? Sie ist doch eh nur ein Mensch'. Dann schloss auch er seine Augen und verfiel in einen leichten Dämmerzustand.

    Der nächste Morgen brach schon früh heran und durch die Baumwipfel drangen erste Sonnenstrahlen an das Gesicht Sesshomarus. Dieser öffnete seine Augen und sah, das Rin und Jaken von Ah-Uhn gewärmt, noch schliefen. Dann wanderte sein Blick zu seinem Bruder und er bemerkte wie dieser sich leicht bewegte.
    Mit einem großen Satz war Sesshomaru von dem Baum gesprungen und landete leise und elegant vor seinem Bruder auf dem Gras.

    Langsam, sehr langsam wie es ihm schien, öffnete Inu-Yasha seine Augen und schien von der Helligkeit fast geblendet. 'Wo bin ich?' schoss es ihm durch den Kopf. Als er dann jedoch in die Augen Sesshomarus blickte, kamen alle Erinnerungen an den vorherigen Tag zurück und erneut spürte er wie Trauer und Schmerz sein Herz durchzog.

    "Guten Morgen Inu-Yasha. Ich sehe du bist dem Reich der Träume langsam entflohen." Kam es nun von Sesshomaru.
    Inu-Yasha der von diesem Satz seines Bruders mehr als überrascht war nahm nun auch die anderen 3 Reisegefährten von Sesshomaru wahr.
    "Guten Morgen Sesshomaru. Danke das du dich meiner angenommen hast..." Etwas verlegen blickte der Hanyou hin und her.
    "Das war selbstverständlich nach den Ereignissen gestern. Solltest du aber daran denken das du dich jetz wieder alleine auf den Weg machst muss ich dich leider enttäuschen Inu-Yasha." erneut ergriff Sesshomaru das Wort und die Verblüffung in den Augen seines Bruders ließen ihn einen Moment innerlich schmunzeln.
    "Was soll das heißen?" fragte dieser nun beunruhigt nach.
    "Ganz einfach Inu-Yasha. Du wirst deinen Platz als mein Bruder und Sohn des InuTaisho einnehmen und mir auf mein Schloss folgen. Dort werde ich mein möglichstes tun um dich in die Gepflogenheiten bei Hofe einzuführen. Der Rest liegt dann an dir." bemerkte Sesshomaru beiläufig, als sei es das normalste der Welt das ein Bruder den man ewig gehasst und verachtet hat auf einmal in den Status eines Herrschers erhoben wird.
    "Mhh dann bleibt mir wohl keine Wahl oder?" fragte Inu-Yasha daraufhin, wusste jedoch gleich wie die Antwort ausfallen würde.
    "Du hast es erfasst!".


    "Inu-Yasha-sama! Ich möchte euch bitten mir zu Folgen. Lord Sesshomaru erwartet euch in der Bibliothek." Ein Diener verneigte sich tief vor dem frisch ernannten Prinzen des Westens. "Ist gut ich werde mich beeilen und gleich bei ihm erscheinen." gab Inu-Yasha freundlich aber bestimmt als Antwort. Der Diener verneigte sich noch einmal und verschwand dann in Windeseile um wieder seiner Arbeit nachzugehen.
    Seit dem Treffen mit seinem Vater und Sesshomaru sind mittlerweile 3 Wochen vergangen und Inu-Yasha hatte sich schnell an das Leben bei Hofe gewöhnt. Die Dienerschaft trat ihm mit Respekt gegenüber und die Zweifel, welche die Soldaten am Anfang gegen den Hanyou hegten wurden schnell beseitigt, als er einen der ihren in einem fairen Zweikampf innerhalb von zwei Minuten schlug.

    Seine Gewohnheiten änderten sich von Grund auf. So war er nichtmehr so draufgängerisch, sondern handelte mittlerweile eher besonnen und dachte nach bevor er sprach. Außerdem trainierte er fast täglich, wenn seine Arbeiten an den Geschicken des Reiches es zuließen, auf dem Trainingsgelände von Sesshomaru's Anwesen.
    Das Anwesen war sehr groß und bot allerlei Vergnügungen, sowie Arbeitsgelegenheiten.
    Eine wunderschöne Gartenanlage samt Teich und Pavillion luden zum fröhlichen beisammen sein ein während die Bibliothek gleichermaßen für Weisheit und Gelehrigkeit stand. Hier fand man oft ältere Inu-Youkai die zum Kämpfen zu alt geworden sind und sich nun mit Wissen über Magie als nützlich erweisen wollten.
    Der Übungsplatz glich einer sandigen Arena und bot genug Platz um mit mehr als 40 Mann auf einmal zu kämpfen. Die Bediensteten und die normalen Wachsoldaten fanden ihre Ruhe im Diener-Trakt, während die ranghöheren Offiziere kleine Gemächer bezogen.

    Sesshomaru selbst besaß das größte Gemach, welches auch reich ausstaffiert war. Überall sah man wertvolle Holzmöbel, die mit kleinen Schnitzarbeiten und Ornamenten nurnoch prachtvoller aussahen als vorher.
    Das Gemach von Inu-Yasha war nicht annähernd so groß wie das von Sesshomaru, bot aber trotzdem mehr Platz als eine Person zum leben brauchte.
    Das Prachtvollste an dem Anwesen Sesshomaru's war jedoch der Thronsaal. Dort konnte man, egal in welche Richtung man nun blickte, dem Prunk nicht ausweichen. Goldverzierte Vorhänge verdeckten einen Teil der handgearbeiteten Fenster, die ein wärmendes Spiel von Licht und Schatten auf den Boden warfen. Alles in allem war dies wohl ein Answesen das den Namen Palast verdient hätte.

    Wieder einmal hatte Inu-Yasha seine Arbeit schnell erledigt, damit er so früh wie möglich auf dem Trainingsgelände einige Übungsstunden einlegen konnte.
    Da der Dai-Youkai selbst kaum Zeit hatte und nur selten mit ihm üben konnte, fand sich für Inu-Yasha schon bald ein neuer Trainingspartner. Kazaka, ein ranghoher Offizier von Sesshomaru's Leuten, trainierte nun fast in jeder freien Minute mit Inu-Yasha. Kazaka war etwas älter als er selbst und konnte ihm einige Kniffe beibringen. Im Allgemeinen waren die beiden allerdings in etwa gleichstark und konnten so ideal zusammen trainieren.
    Trotz all dieser Ablenkung am Tage schweiften seine Gedanken in der Nacht immer wieder zu einer Person. Die Trauer über den scheinbaren Verlust von Kagome fraßen ihn Nachts fast auf und jedesmal wenn er an sie dachte, zersprang sein Herz erneut.

    Nun schritt Inu-Yasha langsam den Gang entlang und schlug die Richtung zur Bibliothek ein. 'Was kann Sesshomaru wohl von mir wollen? Hoffentlich nichts ernstes...' Mit diesen Gedanken kam Inu-Yasha letztendlich vor dem großen Torflügel, der in die Bibliothek führte, zum stehen.
    Zögerlich klopfte er an und wartete einen Moment, als auchschon Sesshomarus Stimme aus dem inneren erklang "Komm ruhig rein Inu-Yasha."
    Mit dieser Bestätigung öffnete Inu-Yasha nun die Tür und trat in das innere.

    Die Bibliothek versetzte ihn, so oft er sie auch schon gesehen hatte, immer wieder in tiefes Erstaunen. Hunderte Regale standen aufgereiht neben und hintereinander und bargen Wissen über mehr als zwangzigtausend Jahre Geschichte der Inu-Youkai und anderer Youkai-Stämme.
    "Du wolltest mich sprechen Sess?" Inuyasha trat nun in den großen Raum ein und wartete darauf das Sesshomaru ihm einen Stuhl oder anderen Platz zum sitzen anbot. Diese Erwartung wurde auch nicht enttäuscht und wenige Sekunden nach seinem Eintreten kamen von Sesshomaru die erlösenden Worte "Setz dich doch bitte. Ich habe etwas wichtiges mit dir zu besprechen!".
    Nun wieder in seiner Sicherheit bekräftigt, setzte sich Inu-Yasha auf einen Stuhl direkt gegenüber von seinem Bruder und blickte ihm in die Augen.
    "Was gibt es so dringendes?" fragte Inu-Yasha, der seine Neugierde nurnoch schwer im Zaum halten konnte. Es muss schon etwas besonderes sein, das Sesshomaru ihn so früh hat rufen lassen wo doch nichtmal die Zeit für das Frühstück angebrochen war.

    "Ich möchte es kurz machen!" Began nun Sesshomaru zu sprechen. Mit diesem Satz versicherte er sich die totale Aufmerksamkeit von Inu-Yasha.
    "Ein kleiner Youkai-Clan an der Grenze unseres Reiches bat um Hilfe gegen einen Youkai der für sie selbst ein großes Problem darstellt. Er tötet ihre Soldaten und vergewaltigt die weiblichen Youkai unter ihnen. Diesem Treiben muss Einhalt geboten werden! Allerdings sind sie selbst nicht in der Lage ihn zu vernichten. Mich selbst binden wichtige Angelegenheiten an die Anwesenheit hier im Schloss... Deshalb wirst du dich wohl auf den Weg machen müssen, um diesem unverschämten Treiben des Youkais Einhalt zu gebieten." Nachdem er geendet hatte, wartete Sesshomaru gespannt auf eine Antwort von Inu-Yasha.
    Dieser nickte jedoch nur und stellte dann eine für ihn nicht unerhebliche Frage "Um welchen Youkai-Clan handelt es sich denn?"
    "Es ist ein relativ bedeutungsloser Youkai-Clan der jedoch früher einmal eine glanzvolle und ruhmreiche Geschichte hatte. Unser Vater stand ihnen damals in einer Schlacht bei und gewann so ihre Loyalität und ihr Vertrauen. Wir reden von den Shishiza-Youkai." beantwortete Sesshomaru die Frage.

    "Shishiza-Youkai? Also mache ich mich auf den Weg zu den Löwen-Youkais?" fragte Inu-Yasha ungläubig, da er diesen Youkai-Clan nur aus den Legenden und alten Geschichten kannte.
    "Genau dorthin wird dich dein Weg führen. Du wirst ihnen beistehen in ihrem Kampf wie einst unser Vater es tat. Sei jedoch vorsichtig und tu nichts, womit du sie oder ihren Stolz verletzen könntest. Denn auch wenn sie schon lange nichtmehr den Ruhm vergangener Tage vorweisen können, ist ihr Ehrgefühl nachwievor stark ausgeprägt und könnte uns bei einer Beleidigung schnell in einen Krieg stürzen."
    Klärte Sesshomaru daraufhin den sichtlich interessiert dreinblickenden Inu-Yasha auf.

    "Das ist eine Angelegenheit von hoher Priorität. Deshalb wirst du direkt nach dem Frühstück aufbrechen und den Shishiza-Youkai helfen." mit diesen Worten wendete sich Sesshomaru wieder von Inu-Yasha ab und widmete sich erneut seinen Studien. Gerade als Inu-Yasha im Begriff war die Tür zu öffnen um auf den Gang hinauszutreten, erklang hinter ihm erneut die Stimme Sesshomarus.
    "Noch etwas. Da du als Vertreter der Inu-Youkai zu den Shishiza-Youkai gehst, wirst du dich auch Clan und Standesgemäß kleiden müssen. Ich habe deine Ausrüstung zusammen stellen lassen und sie müsste bereits in deinen Gemächern bereit liegen." Mit diesen Worten entließ Sesshomaru den verdutzten Inu-Yasha nun und las völlig in Gedanken versunken in einem der dicken Bücher die sich um ihn stapelten weiter.

    Inu-Yasha beeilte sich und ging zurück in sein Gemach um diese neue Kleidung in Augenschein zu nehmen. 'Mhh wie ich darin wohl aussehen werde? Ob man mich überhauptnoch erkennen wird?'
    Er verwarf diese Gedanken genausoschnell wieder wie sie gekommen war. Sesshomaru hatte Recht! Wenn er als Vertreter der Inu-Youkai unterwegs war, hatte er sich auch als ein solcher zu Kleiden und zu identifizieren. Langsam zog er sich seine Kleidung aus und und fing an sich mit seinen neuen Sachen einzukleiden. Nach etwa fünfzehn Minuten war er fertig und das Ergebniss konnte sich wirklich sehen lassen.
    Er trug einen weißen Kimono der mit Goldstickereien verziert war. Ein schwarzen Hakama der mit einem schweren Gürtel befestigt war, verdeckte einen Großteil seiner Beine. An dem Gürtel hing Tessaiga und ein blaues Tuch, auf dem das Wappen der Inu-Youkai eingestickt war, reichte ihm bis zum Knie. Auch sein Haori war in schwarz gehalten und verdeckte seinen Oberkörper. Um seinen Hals hingen 2 Ketten. Einmal der Rosenkranz den er damals von Kagome übergestülpt bekommen hatte und dann eine silberne Kette mit einem Medallion, auf dem ein eingravierter Hundekopf zu sehen war. So wie er nun aussah würde man ihn ohne Zweifel dem Clan der Inu-Youkai zuordnen und auch sehen das er einen hohen Rang innehaben muss.

    Langsam und bedächtig schritt Inu-Yasha auf das große Tor zu. Nach 3 Wochen würde er das Schloss nun zum ersten Mal wieder verlassen und einen Fuß auf gefährliches Gelände setzten. Der Abschied schmerzte ihn da er seinen Bruder, auch wenn dieser seine unnahbare Art stets beibehalten hatte, langsam aber sicher ins Herz geschlossen hatte. Genauso wie die kleine Rin mit der er einige Zeit verbrachte in diesen drei Wochen.
    Als er durch das Tor schritt sah er leicht schmunzelnd den Blick der Torwache. Sie hatten den Bruder ihres Meisters Sesshomaru noch nie so gesehen. Er wurde seinem Erbe nun wirklich gerecht.
    Schon nach wenigen Schritten auf freiem Land wurde Inu-Yasha von Kazaka überrascht, der draußen auf ihn gewartet hatte.

    "Wie ich sehe schwärmst du aus zu größeren Taten Inu-Yasha!" scherzte Kazaka und lachte herzhaft über die verwunderte Miene die Inu-Yasha bei diesem Satz zog.
    "Also hat Sesshomaru dich ins Vertrauen gezogen Kazaka?" sprach Inu-Yasha mit einem schmunzeln. "Natürlich hat er das du Mistkerl willst du mich etwa kränken?" Wieder sah man,, wie sich ein verschmitztes Lächeln auf das Gesicht von Kazaka schlich.
    "Nun ich möchte dich auch garnicht aufhalten, sondern wollte dir nur nochmal persönlich viel Glück wünschen, bevor ich mich wichtigen Aufgaben widme!" Sprach nun Kazaka wieder.
    "Wichtige Aufgaben? Du meinst wohl du wirst dich mit irgendeiner Youkai-Dirne vergnügen oder?" Nun war es an Inu-Yasha über das Gesicht seines Trainingspartners zu lachen.
    "Wie ich es mir gedacht hab dir bleibt aber auch nichts verborgen Inu-Yasha..." mit einem ertappten Gesichtsausdruck reichten sich der Inu-Youkai und der Hanyou die Hände.

    Nach diesem herzlichen Abschied gingen beide wieder ihren Weg. Während Kazaka sich auf den Weg zum Dienertrakt machte um sich eine passende Youkai-Schönheit rauszusuchen, ging Inu-Yasha zu dem Shishiza-Youkai um diesen zu helfen.

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    [Adult]
    Kap. 4 Nächtlicher Spaziergang, ein See der Gefühle spiegelt.

    Während Inu-Yasha sich auf dem Weg zu den Shishiza-Youkai befand, gesellte sich Kazaka in den Dienertrakt und hielt Ausschau nach einer Schönheit, die ihm den tristen Alltag ohne Inu-Yasha sicherlich versüßen würde. Nach einer Suche, in der es ihm so vorkam als wenn Stunden vergangen wären, wollte er die Hoffnung schon aufgeben. Bis er dann schließlich unbedacht und in Gedanken versunken gegen jemanden lief. Dieser jemand hatte weiche ebenmäßige Gesichtszüge, schwarzes langes Haar und zwei wunderschöne Augen die in den, durch Kerzenlicht, erhelltem Gang türkis leuchteten. Durch den Stoß verlor die Frau das Gleichgewicht und drohte nach Hinten geradewegs umzukippen. Doch durch die schnellen Reflexe Kazaka's befand sie sich schon zwei Sekunden später in dessen Armen.

    Leicht verlegen lächelte sie ihn an wärend er sich nur etwas unsicher hinter dem Ohr kratzte. Jemand der ihn nicht kannte, konnte dies als fatale Schwäche gegenüber Frauen deuten. Er jedoch wusste genau warum er sich hinter dem Ohr kratzte denn es soll Frauen geben die auf Schüchternheit stehen und diese Aufreißmethode hatte er noch nie ausprobiert warum also nich gleichmal testen?
    "Hast du dich verletzt?" Fragte er sanft doch beabsichtigt etwas verlegen. "Nein Danke Kazaka-sama. Es tut mir Leid so unbeholfen in euch reingelaufen zu sein. Ich hätte euch eher bemerken müssen. Verzeiht mir bitte" erwiederte die Frau und betete schon innerlich, dass er das das nicht als Beleidigung ihm gegenüber auffasste.
    Dieser jedoch lächelte sie nur an, stellte sie wieder auf ihre eigenen Füße und bat sie, ihn ein Stück zu begleiten. Nachdem sie erst etwas verunsichert doch dann gezwungener Maßen zusagte, ging er mit ihr in Richtung des Gartens.

    "Wie heißt ihr eigentlich? Meinen Namen kennt ihr, wie ihr mir bereits bewiesen habt, ja schon." Fragte er neugierig und hoffte gleich den Namen seiner neuen Eroberung in Erfahrung zu bringen. "Mein Name ist Miyu. Ohne euch zu nahe treten zu wollen Kazaka-sama, aber warum interessiert euch das?" Beantwortete sie seine Frage mit einer Gegenfrage.
    'Stimmt warum frage ich eigentlich nach dem Namen? Der hat mich doch sonst nie interessiert ... Naja egal jetz weiß ich ihn, wird schon nix dabei sein...'

    Seine Taktik der Schüchternheit gab er jedoch auf. Bei einer solchen Schönheit wollte er nicht den Schüchternen spielen sondern sein wahres Wesen zeigen. "Nun im ehrlich zu sein Miyu... Ihr saht so bezaubernd aus, da musste ich einfach euren Namen in Erfahrung bringen. Aber sagt, seid ihr neu auf dem Schloss? Ich habe euch vorher noch nie hier gesehen und doch kennt ihr meinen Namen." Dann geschah es... er legte jegliche Zurückhaltung ab und ging wieder in die altmodische Art über... Sprüche klopfen und Komplimente machen. Damit wurde noch fast jede Frau in seinen Armen schwach.
    Ein leichter Rotschimmer um die Nase von Miyu zeigte ihm auch wenige Sekunden später, dass er Recht behalten sollte.

    'Man sie sieht aber wirklich sehr gut aus. Ein Segen das sie ins Schloss kam!' Seine Gedanken schwirrten schon im Vorraus um das Bevorstehende und doch blickte er wie gebannt in ihre Augen. Das Farbenspiel verzauberte ihn auf eine gewisse Weise.
    Das Mädchen wurde jetz immer verlegener und langsam lief sie wirklich rot an. Doch bevor es soweit war wandte er sein Blick von ihr ab, da sie im Garten angekommen waren. Dort gingen sie in aller Ruhe spazieren und unterhielten sich weiterhin über alles mögliche wobei Kazaka immer darauf bedacht war ihr Komplimente zu machen.

    Gerade als sie auf einer kleinen Brücke zum stehen kamen die über den kleinen Bach führte, welcher durch den gesamten Garten verlief, legte er seine Hand um ihre Tallie und zog sie leicht zu sich ran. Das Mädchen wusste noch immer nicht wie sie sich verhalten sollte, wurde sie doch gerade von einem ranghohen Offizier ganz offensichtlich verführt. Diese Nähe zu ihm war ihr jedoch nicht unangenehm... Nein im Gegenteil. Etwas von ihr genoss es sogar in seiner Nähe zu sein und seine Wärme zu spüren.

    Mit einem kurzen Blick besah sich seines Gesichtes, welches gerade von einem Sonnenstrahl erhellt wurde, genauer und bemerkte wie seine honiggelben Augen verträumt der Sonne entgegen blickten.
    Sein Gesicht war gekennzeichnet von 2 Narben an den Wangen, die er sich sicherlich in einer Schlacht zugezogen hatte. Doch diese Narben verliehen ihm nur etwas männliches und von ihm ging trotz der Entspanntheit seiner Gesichtszüge eine Kraft und Selbstsicherheit aus, die ihr warm ums Herz werden ließ.

    'Nein was denk ich denn da? Ich kann mich doch nicht in einen Hauptmann verlieben und schon garnicht in einem einzigen Tag nur weil er mich verführt... Mehr als eine Bettgespielin werde ich doch eh nicht für ihn sein' Diese Gedanken stimmten Miyu einen kurzen Moment traurig. 'Aber diese Wärme die von ihm ausgeht. Seis drum wenn auch nur für eine Nacht doch ich möchte sie noch länger spüren!'. Sofort erhellten sich ihre Gesichtszüge wieder und ein Lächeln stahl sich auf ihr Gesicht.

    Auch Kazaka fing an schelmisch zu lächeln, da er ahnte woran das Mädchen dachte. "Komm lass uns etwas weitergehen!." Er ging los, umschloss vorher aber noch ihre Hand um sie sanft hinter sich herzuziehen.
    An einem Kirschbaum kamen sie dann letztendlich zum stehen und schauten verträumt auf den kleinen See der sich vor ihnen erstreckte. Auf ihm war ein wirres Farbenspiel zu sehen, indem die verschiedensten Blau-Töne sich vermischten. "Dieser See .. er erinnert mich an eure Augen Miyu. Unergründlich, allerdings farbenfroh und wunderschön." Mit diesen Worten zog er sie wieder an sich. Diese Worte machten Miyu wieder sehr verlegen und sie wendete kurz ihr Gesicht von ihm ab um den roten Schimmer der sich wieder um ihre Nase gelegt hat zu verbergen. Kazaka der soetwas geahnt hatte, nutzte diese Zeit um mit der linken eine Kirschblüte vom Baum zu pflücken. "Miyu würdet ihr mir noch einmal erlauben in eure Augen zu schauen?" Fragte er dann zärtlich.

    Die Angesprochene war erneut geschockt. 'Kazaka-sama spricht so offen zu mir als wenn wir uns schon Ewigkeiten kennen würden. Dabei bin ich ihm doch erst vor kurzer Zeit begegnet' Noch während Miyu diesen Gedanken nachhing, drehte Kazaka ihren Kopf sanft zu sich und blickte ihr tief in die Augen. Seine rechte Hand streichelte ihre Wange was ihr erneut die Röte ins Gesicht schießen ließ. Mit der linken jedoch steckte er ihr die Kirschblüte ins Haar. Eine Tat, die Miyu wie erwartet dazu verleitete nun vollenends rot anzulaufen.

    Als sie die Hand Kazakas an ihrem Gesicht spürte, wurde Miyu ganz anders und ihre Gedanken irrten in wilden Gebilden durch ihren Kopf. Ein unbeschreibliches Gefühl durchströmte ihren Körper und es schien, als wenn Kazaka sie innerhalb so kurzer Zeit so sehr verzaubern konnte, dass sie alles um sich herum vergaß.
    Mit einer eleganten Bewegung hob er Miyu in seine beiden Arme und trug sie weiter durch den Garten. Nun war sie enger denn je bei ihm und spürte die Wärme die von seinem Körper ausging. Immernoch etwas verlegen schmiegte sie sich an seine Brust und genoss diesen Augenblick sichtlich. Mit einem wissenden Lächeln trug Kazaka Miyu weiterhin durch den Garten.
    An einer Rosenranke blieb er stehen und ließ Miyu langsam ins Gras gleiten. Nachdem er sie noch einmal betrachtete und sich in der kürze der Zeit soviel wie möglich von ihr einprägen wollte, setzte er sich zu ihr runter in das frische Gras.

    Dort ergriff er wieder ihr Hand und sie fühlte erneut, wie eine unbeschreibliche Wärme in ihr aufstieg. Langsam hob er seine Hand und streichelte wieder ihre Wange. Sein Gesicht kam ihrem nun immer näher und
    sie nahm mittlerweile deutlich seinen beruhigenden und warmen Atem auf auf ihrer Haut wahr. Nurnoch wenige Augenblicke trennten die beiden voneinander. Dann war es geschehen... Kazaka legte seine Lippen auf ihre und spürte wie weich sie waren. '
    Unglaublich' Dachte er sich nurnoch, fuhr mit seiner Zunge über ihre Lippen und bat um Einlass.

    Miyu spürte wie ihre Lippen sich berührten und seine Zunge langsam ihre Lippen streichelte und um Einlass bettelte. Nach wenigen weiteren Sekunden der Liebkosung gewährte sie Kazakas Lippen endlich Einlassen und ein wildes Spiel mit dem Feuer entflammte. Flink erkundete seine Zunge ihre Mundhöhle und spielte dabei immer wieder geschickt mit ihrer.
    'Wie kann man diesen Geschmack beschreiben? Einfach unglaublich!' Kazaka war einfach nur überwältigt. Egal wie viele Frauen er schon gehabt hatte, diesem Erlebniss wurde keine auch nur ansatzweise gerecht. Noch während dieses Kusses gingen die Hände von Kazaka auf Wanderschaft und erkundeten die Formen ihres Körpers. Sie war eine echte Schönheit. Alles war genau proportioniert und ergab ein perfektes Endbild.
    Seine Hand wanderte ihren Rücken entlang und seine Lippen trennten sich aus Luftnot kurz von ihren. Noch in dieser kurzen Verschnaufpause entlockte er ihr mit seinen Handbewegungen ein leises Keuchen.

    Wohlwollend quittierte er diese Reaktion und wagte sich weiter vor. Langsam glitt seine Hand unter ihren Kimono und fuhr ihre Konturen nach. Zärtlich umspielte er ihre Brüste und als er mit seiner Hand bei ihren mittlerweile erhärteten Brustwarzen angekommen war, konnte sie nurnoch mühevoll ein Stöhnen unterdrücken. "Kazaka-sama nicht hier! Hier könnten wir doch jeden Moment entdeckt werden!" flüsterte sie ihm leise ins Ohr, während er sein Gesicht in ihren Haaren vergrub und den herrlichen Duft einatmete der ihn fast um den Verstand brachte. "Genau das macht den Reiz doch aus oder?" gab er leise von sich und erneut lächelte er sich verführerisch an.

    Nun war es soweit er löste langsam die Bänder, welche ihren Kimono zusammen hielten und dieser glitt von Miyu's zarter Haut. Als er nun ihre Brüste sah, war es um ihn fast vollkommen geschehen und mühevoll musste er sich zurücükhalten, um nicht direkt über sie herzufallen. Zärtlich küsste er sich seinen Weg von ihrem Hals zu ihrer Brust und umspielte ihre Brustwarzen mit seiner Zunge. Er entlockte ihr dadurch ein weiteres Aufkeuchen und spürte wie ihr durch diese unendliche Lust sämtliche Hemmungen abhanden kamen. Nun gab es für ihn keinen Halt mehr. Während er mit den Händen mittlerweile bei ihrem Po angekommen war, diesen streichelte und ab und zu mal leicht zukniff, wanderte er mit seinen Küssen weiter über ihren Bauch und liebkoste nun die Innenseite ihre Oberschenkel, immer wohlbedacht dabei ihre intimstie Zone zu umgehen. Erst als sie erneut mit aller verbleibender Kraft ein Stöhnen unterdrückte, wanderte er mit seinen Lippen weiter und fing an mit seiner Zunge über ihre Schamlippen zu streichen.

    Diesmal konnte sie das Stöhnen nicht unterdrücken und ihre Körper streckte sich ihm geradezu entgegen, während er anfing mit seiner Zunge immer tiefer in sie einzudringen. 'Sie ist wunderschön wie sie sich so auf dem Rasen räkelt' Die Gedanken Kazakas überschlugen sich immer wieder und langsam konnte er nichtmehr er wollte es endlich tun und sie vollkommen erfüllen.
    Langsam zog er seine Zunge wieder aus ihrer intimsten Zone heraus und schaute sie an. In ihrem Blick lag etwas vorwurfsvolles. Wo sie doch am liebsten nie wieder aufgewacht wäre aus diesem scheinbaren Traum.
    Doch noch bevor sie etwas auf seine Tat erwiedern konnte, versiegelte er ihren Mund und presste seine Lippen auf ihre. Erneut entbrannte ein heißer Kampf und keiner war gewillt diesen aufzugeben. Nach einer scheinbaren Ewigkeit trennten sie sich wieder und nun war der Augenblick für Kazaka gekommen.

    Er löste den Gürtel, welcher seinen Haori hielt und führte sein Gemächt in sie ein. Im ersten Moment verzog Miyu ihr Gesicht und Kazaka konnte einen schmerzenden Ausdruck in ihm lesen doch nach wenigen Augenblicken entspannten sich die Züge von Miyu wieder und sie fing an es zu genießen. Mit langsamen Stößen brachte er Miyu immer weiter dem Abgrund der Lust entgegen und sie konnte ihr Stöhnen nun kaumnoch unter Kontrolle halten. Zahlreiche Laute der Lust hallten durch den Garten doch keinen der beiden interessierte es im Moment, ob sie jemand entdecken könnte. Zu groß war die Zuneigung und die unstillbare Gier nach dem jeweils anderen. Kazaka begann seine Stöße zu beschleunigen und mit einem unbeschreiblichen Gefühl im Magen ergoss er sich in ihr. Miyu spürte nur wie eine warme Flüssigkeit in sie eindrang und war glücklich das sie Kazaka auf dem Gang begegnet war.

    Mit einem letzten Kuss lösten sich die beiden voneinander und Kazaka zog sich wieder seinen Haori an. Kurz darauf bemerkte er das ruhige und gleichmäßige Atmen Miyu's und stellte fest das sie sanft in das Reich der Träume befördert worden war. Nachdem er sich wieder komplett eingekleidet hatte, deckte er sie mit seinem Fell zu und ein Blick in den Himmel verriet ihm das es schon nach Mitternacht sein müsste. Mit Miyu im Arm und ihrem Kimono über der Schulter schlich er nun durchs Schloss hoch auf sein Zimmer und war froh, dass niemand ihn bemerkt hatte. Vorsichtig legte er Miyu in sein Bett, zog sich um und legte sich dann dazu...

    Miyu wurde am nächsten Morgen von Sonnenstrahlen gewecktn die sanft ihre Nase kitzelten und das Zimmer in ein warmes Licht tauchten. Doch moment wo war sie hier eigendlich? Nach kurzer Zeit erinnerte sie sich wieder an die Nacht vom Tag zuvor und erneut durchströmte sie ein Gefühl des puren Glücks. Als sie sich umdrehte merkte sie jedoch das sie alleine im Bett lag. Als ihre Augen auf Wanderschaft gingen bemerkte sie, dass an der Stelle an der Kazaka gelegen haben müsste nun ein Brief lag.

    "An Miyu

    Unter den Rosen traf ich gestern auf dich
    Ich wusste das jede Schönheit dieser Welt
    gegen die deine verblich!

    Mit einer Kirschblüte im Haar
    gabst du dich mir hin
    und raubtest mir schier den Sinn

    Vergessen werde ich diese Nacht nie
    Selbst wenn ichs wollte ich wüsst nich wie!

    Kazaka"


    Seufzend las Miyu den Brief und ließ sich dann zurück ins Bett fallen. 'Ob ich nun wirklich nur eine einmalige Sache für ihn war?'
    Nachdem sie sich noch einige Minuten in die Kissen gekuschelt hatte, stand sie auf, wusch sich und zog ihren Kimono wieder an. Dann ging sie zwar etwas nachdenklich, aber sehr glücklich aus dem Zimmer um wieder mit ihrer Arbeit zu beginnen.

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    Kap 5 Die Shishiza Youkai - Ein Herrausforderung für sich


    Seit geschlagenen 4 Tagen war InuYasha nun schon unterwegs durch die westlichen Länder und er spürte wie sich sein Magen zusammen zog. Es war nichtmehr weit bis zu den Shishiza-Youkai und noch immer wusste er nicht was ihn dort erwarten würde. 'Wie soll ich mich bloß ihnen gegenüber verhalten? Es ist nicht gerade leicht einem Youkai-Clan seine Hilfe anzubieten, der so auf seine Ehre und seinen Ruhm pocht wie die Shishiza-Youkai'. Beunruhigt setzte er seinen Weg trotzdem fort. Wie lange genau es noch dauern würde bis er ankam, wusste er nicht und es war ihm auch nicht wirklich wichtig, da er genau wusste das es unausweichlich war diesen Youkai's zu begegnen.

    Seit er vom Schloss aus losgegangen war, hatte er jedoch noch ein viel größeres Problem. Nun da er keinerlei Beschäftigung außer dem Laufen ansich hatte, flogen seine Gedanken immer wieder wild durch die gegend und seine Sehnsucht nach Kagome wurde immer stärker. Er sah ihr Bild jeden Tag so deutlich vor seinen Augen, dass es ihm schier den Atem verschlug. Erfolglos versuchte er die Gedanken an sie in einen tiefen Winkel seines Herzens zu verdrängen. Jedesmal wenn er glaubte es endlich geschafft zu haben, verspürte er ein derartig starkes Ziehen in seinem Körper, das ihn jedesmal dazu zwang eine kurze Rast einzulegen. Doch auch wenn sein Verlangen und seine Sehnsucht stetig wuchsen, so bereitete es ihm einen unendlichen Kummer und sein Herz zersprang am Tag mehrmals. Manchmal hatte er, nach diesen Torturen, bereits das Gefühl er hätte kein Herz mehr...

    Ein lautes und agressives Brüllen riss ihn aus seinen Gedanken und etwas verwirrt blickte er sich um. Auf einem großen Felsvorsprung stand ein riesiger Löwe mit einem durchdringenden Blick, welcher nur auf ihn gerichtet war, und beleckte sich seine scharfen Reißzähne. Seine Pranken sahen kräftig aus und Inu-Yasha wusste das sie niedere Oni mit nur einem Hieb zu dutzend in den Tod reißen konnten.
    Trotz dem selbstsicheren Auftretens des riesigen Löwens spürte InuYasha das etwas nicht stimme. Er besah sich den Löwen noch einmal genauer und entdeckte das dieser aus einigen kleinen, unscheinbar wirkenden Wunden blutete.

    'Na das fängt ja gut an... Ich hab gerade mal drei Minuten auf dem Gebiet der Shishiza-Youkai verbracht und werde von einem verletzten Shishiza-Youkai in seiner Tiergestallt angebrüllt...' Kurz überlegte InuYasha wie er sich nun verhalten sollte. Sein Schwert zu ziehen schied ohnehin aus, da er sich zu hundert Prozent sich war, das es ein Shishiza-Youkai war und er diesen nicht verletzten wollte und durfte.
    Also besann er sich und ging anstat sein Schwert zu ziehen, langsam auf den Shishiza-Youkai zu.

    Beschwichtigend zeigte er das Medallion mit dem eingravierten Hundekopf, welches ihn als Inu-Youkai kennzeichnete. Er überlegte noch einen Moment und fing dann an ruhig und sachlich zu sprechen: "Ich bin nicht hier um gegen dich zu kämpfen, sondern um mit dir einen Youkai aus der Welt zu schaffen, der wie man mir berichtete euch seit einiger Zeit plagt. Mein Name ist InuYasha und ich komme als Gesanter des Inu-Youkai Clans, um euch in dieser Angelegenheit beizustehen!" Nachdem er geendet hatte, verfiel InuYasha wieder in Gedanken. 'Hoffentlich waren das die richtigen Worte und er fühlt sich jetz nicht verletzt.'

    Mit einem letzten lauten Brüllen nahm der riesige Löwe seine menschenähnliche Gestalt an. Nun konnte InuYasha ihn genau betrachten. Er war ein stattlicher junger Mann, der allerdings vorrangig dadurch auffiel, das er kurze blonde Haare hatte und zwei Ozeanblaue Augen direkt aus seinem Gesicht hervorstachen. Außer einem schwarzen Hakama trug er nurnoch einen dunkelbraunen Umhang, der seine linke Schulter verdeckte und von einer Spange, die an einer Kette um seinen Hals befestigt war, gehalten wurde. Ein einziger Blick genügte InuYasha und er erkannte wie durchtrainiert sein gegenüber war. Er hatte eine stark ausgeprägte Bauchmuskulatur und seine Arme strotzten nur so von Kraft. Nur ein Fakt trübte die Tatsache das er wie ein geborener Kämpfer aussah. Sein Körper war an den verschiedensten Stellen bandagiert und InuYasha konnte sofort einen stechenden Blutgeruch warnehmen. Dies jedoch schien den Shishiza-Youkai wenig zu stören und er stand weiterhin aufrecht. Während InuYashas Blick über den jungen Mann wanderte und er sich ständig fragte, wie solche Krieger denn probleme mit einem Youkai bekommen konnten, blieb sein Blick an einem kleine Schwert an seinem Gurt hängen. Es war zwar nur ein sehr kurzes Schwert, aber dennoch ging von ihm eine gewisse Macht aus. Auf der Schwertscheide eingraviert nahm InuYasha letztendlich die Worte "Das Auge des Löwen" war und konnte sich schon denken, was für eine Kraft in diesem Schwert lag.
    Doch dies war nicht seine einzigste Waffe. Hinter seinem Rücken prangte ein gewaltiger Zweihänder der nicht nur gefährlich, sondern auch extrem wertvoll aussah.

    'Ob dies wohl einer ihrer Anführer ist? Naja ich werde es sicherlich bald erfahren'. Weiter kam InuYasha garnicht mit seinen Gedanken da der Shishiza-Youkai blitzschnell an ihn heran getreten war und ihm die Faust in den Magen rammte. Überrascht von diesem Schlag in seine Magengrube zuckte InuYasha zusammen und sank auf die Knie.
    "Was zur Hölle soll das?" flüsterte er wütend und sah den Shishiza-Youkai zornig an. "Nun wie ich es mir gedacht hatte. Du bist nicht gerade der stärkste... Und so jemand soll uns helfen können da lache ich doch eher darüber als das ich mich freue. Seis drum es wäre doch wirklich unhöflich euch hier so stehen zu lassen, nachdem ihr den weiten Weg auf euch genommen habt. Folgt mir wenn ihr mithalten könnt. Ich geleite euch zu unserem Dorf." Mit diesen Worten schritt der Shishiza-Youkai vorran und verfiel kurze Zeit darauf in einen schnellen Sprint.

    'Na warte der kann was erleben... Wenn ich hier fertig bin wird er sich wünschen das nie getan zu haben.' Nur Mühsam konnte InuYasha seinen Zorn unterdrücken da er wusste wie Sesshomaru darauf reagieren würde, wenn er hier sofort einen Krieg heraufbeschwören würde. Schnell richtete er sich wieder auf und folgte dem Shishiza-Youkai ohne sich dabei anstrengen zu müssen. Es stimmte zwar, das dieser ein ziemliches Tempo vorlegte, allerdings war InuYasha nach seinen langen und harten Trainingsreisen mittlerweile so ausdauernd und schnell geworden, das ihm so etwas nichts ausmachte.

    Nach einer Ewigkeit wie ihm schien, erreichten sie ein kleines in den Bergen gelegenes Dorf. Als er sich umsah bemerkte er wie alle Blicke auf ihn gerichtet waren. In einigen blitze Ehrfurcht auf, da sie von ihren Großeltern die Geschichten des InuTaisho gehört hatten und über die Stärke der Inu-Youkai bescheid wussten. Andere wiederum sahen ihn mit einer unverholenen Verachtung an und machten keinen Hel daraus was sie von seinem Erscheinen hier hielten. Die meisten jedoch schauten ihn nur Gleichgültig oder neutral an.

    Sofort fiel InuYasha auf, das wirklich alle in diesem Dorf verwundet waren und überall roch es entsetzlich nach Blut. Er war diesen Geruch zwar durchaus gewöhnt aber gleich derartig viel auf einmal war zuviel für seine sensible Nase. Gerade als er weiterlaufen wollte hallte auch schon eine ältere Stimme über den Dorfplatz und InuYasha sah einem Shishiza-Youkai ins Gesicht der Mindestens viertausend Jahre älter war als er selbst , wenn nicht noch älter. Seine langen Haaren waren ergraut und sein Gesicht lag in Falten. Auch die für Shishiza-Youkai so typischen Ohren sahen sehr alt aus. Dieser Youkai trat ihm erstaunlicherweise nicht mit Feindseeligkeit gegenüber sondern sah ihn offen und lächelnd an.

    "Willkommen in unserem bescheidenen Bergdorf InuYasha-sama!" Begrüßte der ältere Youkai den etwas verdutzt dreinblickenden InuYasha. "Mein Name ist Naohiro und ich bin der Dorfälteste hier im Dorf der Shishiza-Youkai. Ich hoffe ihr hattet eine angenehme Reise." Erneut richtete er das Wort an InuYasha und erst nach einigen Sekunden fand dieser seine Sprache zurück.
    "Euer Willkommensgruß ehrt mich Naohiro-sama und ich hatte keine größeren Probleme auf meiner Reise." Vor allem die letzten Worte sprach er betont ruhig mit einem kleinen Seitenblick auf den Shishiza-Youkai, der ihn in das Dorf geleitet hatte und dem er dieses ungute Gefühl im Magen verdankte. Naohiro fing diesen Blick sofort auf und wollte an Schaden beseitigen was zu beseitigen war.

    "Das ist mein Enkel Yuuto. Er ist ein sehr starker Kämpfer doch oft etwas ungestüm." Stellte er den als Yuuto bekannten Shishiza-Youkai InuYasha vor. Dieser nickte nur verächtlich in die Richtung von InuYasha und ein überlegenes Lächeln zog sich durch das Gesicht Yuuto's. InuYasha musste wirklich alle Kraft aufzubringen um sich in diesem Moment nicht von seinen Gefühlen leiten zu lassen. 'Beruhige dich InuYasha dieser Kerl ist es nicht wert einen Krieg zu riskieren. Beruhige dich und geh einfach nicht darauf ein!' Nachdem er sich etwas beruhigt hatte versuchte InuYasha schlicht und ergreifen Sesshomaru zu imitieren und blickte Yuuto emotionslos entgegen.

    Dieser wortlose Schlagabtausch entging Naohiro natürlich keineswegs und so bat er InuYasha, Yuuto und zwei weitere ranghohe Mitglieder der Shishiza-Youkai in eine etwas größer wirkende Hütte, im Zentrum des Dorfes.

    "So nun sind wir ungestört" begann Naohiro zu sprechen und blickte jedem der Anwesenden fest in die Augen. Zuerst einmal möchte ich euch bekannt machen. Meinen Enkel Yuuto kennt ihr ja mittlerweile schon InuYasha." Mit unverholener Verachtung blickte Yuuto in die kalten Augen von InuYasha und man vernahm ein leises Seufzen von Naohiro in der Hütte. "Der wackere Krieger hier zu meiner linken ist Hayato. Er ist ein exzellenter Bogenschütze, der für die Ausbildung der jungen Shishiza-Youkai's zuständig ist." Hayato blickte InuYasha freundlich entegend und nickte ihm respektvoll zu, was dieser auch sofort erwiederte. 'Na wenigstens scheint mich hier nicht jeder so zu hassen wie dieser Yuuto...' Kurze Zeit später stellte Naohiro nun auch den Unbekannten an seiner rechten Seite vor. "Das hier ist Otomo! Er ist schon etwas älter aber immernoch ein kraftvoller Krieger. Zusammen mit Yuuto, Hayatamo und mir bildet er den Ältestenrat der Shishiza-Youkai." schloss Noahiro seine Ausführungen. Otomo blickte InuYasha neutral entgegen. Er hatte nichts gegen ihn, wusste aber auch nicht wie er ihn einordnen sollte. So entschloss er sich seine Haltung von InuYashas Taten abhängig zu machen. Leicht nickte er InuYasha zu und auch diesesmal erwiederte dieser das Nicken.

    "So da wir nun uns nun soweit miteinander bekannt gemacht haben sollten wir uns dem großen Problem zuwenden, welches unser Dorf seit einiger Zeit belastet. Nun InuYasha-sama das könnte eine etwas längere Geschichte werden für die man weit ausholen muss um sie in den Grundsätzen zu erläutern. Ich werde trotzdem versuchen mich kurz zu fassen!" Mit diesen Worten begann die Erzählung Naohiro's:

    "Vor langer Zeit zog ein feindlicher Youkai-Clan durch unser Gebiet. Es waren Schlangen-Youkais die vom Grundsatz her nicht stark waren. Wir wollten es uns nicht einfach gefallen lassen, das ein mit uns verfeindeter Youkai-Clan durch unser Gebiet marschierte. So stellten wir sie in einer großen Schlacht und bereits nach kurzer Zeit hatten wir ihre Armee auf die Hälfte reduziert. Ich hatte mich damals direkt im Schlachtgetümmel nach ihrem Anführer umgesucht und fand diesen auch auf Anhieb. Er war der einzige unter ihnen, der in der lage war unsere Youkai's schwer zu verletzen und so kämpfte ich mir zielstrebig meinen Weg zu ihm frei. Kurze Zeit später entbrannte ein ungeheurer Kampf zwischen uns beiden. Während ich ihm mit meinem Schwert viele Wunden zufügte, traf er mich oft schwer mit seinen Zähnen. Allerdings verschaffte mir ein schnell ausgeführter Schwertstreich einen entscheidenden Vorteil. Ich wähnte mich schon als Sieger und wurde langsam unachtsam. Genau diese Schwäche nutzte der Youkai und mit letzter Kraft sprach er einen finsteren Bannspruch aus und die restlichen überlebenden Schlangen-Youkais vereinigten sich mit ihm.
    So wuchs er zu einer riesigen Schlange heran, die Reißzähne hatte, welche größer waren als jeder Mensch.
    Ich erschrak zwar leicht doch ließ mich diese Verwandlung eher unberührt und so nahm auch ich meine Tiergestalt an. Erneut entbrannte ein Kampf zwischen uns und das Blatt wendete sich schnell. Ich lag verletzt und blutend am Boden und wollte schon mit meinem Leben abschließen. Gerade als die riesige Schlange aufmich zu schnellte, warf eine sehr große Gestalt einen riesigen Schatten auf meinen Körper, welcher sich mittlerweile wieder in Menschenform befand. Ein weißer Hund rettete mir an diesem Tag mein Leben. Dieser weiße Hund war euer verehrter Vater, der InuTaisho, persönlich. Seitdem stehe ich tief in der Schuld der Inu-Youkai. Stark angeschlagen floh der Schlangenyoukai in einen tiefen Wald und verschwand für mehrere tausend Jahre von der Bildfläche. Nach zweitausend Jahren des Stillschweigens konnte man behaupten das kaum jemand sich noch an dieses Ereigniss erinnerte. Bis eben genau dieser Youkai vor einigen Wochen erneut vor uns stand und seitdem uns langsam aber sicher ausbluten lässt. Nun leider weilt euer Vater nichtmehr unter uns InuYasha-sama. Deshalb wandten wir unser Hilfegesuch an Sesshomaru und die Tatsache das er euch soweit vertraut, das er euch alleine gegen diesen Youkai kämpfen lässt, genügt mir um zu wissen das ihr der Aufgabe gewachsen seid."

    Viel Zeit war vergangen während Naohiro seine Geschichte sehr ausführlich erzählte. Als er endlich geendet hatte, wurde InuYasha so einiges klar und die Verletzungen welche überall an den Shishiza-Youkai zu sehen und zu riechen waren, stammten seiner Vermutung nach alle von diesem Schlangen-Youkai.
    Langsam und freundlich began InuYasha zu sprechen. "Zuerst möchte ich euch für eure Mühen danken, mir die Geschehnisse der Vergangenheit so ausführlich darzulegen Naohiro-sama. Dann möchte ich euch mitteilen das ich mich von dem Vertrauen was ihr in mich setzt geehrt fühle und ich mich mit Feuden dieser Aufgabe widmen werde."
    Die Gesichtszüge von Naohiro und Hayato erhellten sich in diesem Augenblick etwas. Otomo blickte nachwievor regungslos in die Runde und von Yuuto war nur ein leises Schnauben zu hören. "Wie sollte er uns schon helfen können? Er ist viel zu schwach, als das er diesem Youkai die Stirn bieten könnte." entwich es diesem nun zornig und es schwang eine solch triefende Verachtung in seiner Stimme mit , das InuYasha erneut mit seinen Instinkten rang um sich nicht gleich auf diesen unverschämten Kerl zu stürzen.

    Noch bevor InuYasha etwas erwiedern konnte, donnerte die Stimme Naohiro's durch den Raum. "Yuuto benimm dich gefälligst anständig sonst schließe ich dich Augenblicklich aus dem Ältestenrat aus! Also erweise unserem Gast und Helfer den gebührenden Respekt." Nun wieder mit einer lockeren und fröhlichen Stimme wandte er sich erneut an InuYasha. "Es ehrt mich das ihr uns helfen wollt InuYasha-sama und ich hatte mir schon so oft in den vergangenen Jahrhunderten gewünscht, noch einmal einen Inu-Youkai in seiner Tiergestalt kämpfen zu sehen."

    Darauf hin schaute InuYasha erst einmal etwas verwirrt drein. 'Hatten sie es etwa noch nicht gerochen? Na ok dann muss ich sie wohl aufklären.' freundlich sprach InuYasha daraufhin direkt den Dorfältesten Naohiro an. "Es tut mir Leid euch enttäuschen zu müssen Naohiro-sama, aber ich werde euch leider nicht den Anblick geben können den ihr euch wünscht. Es stimmt zwar das mein Vater der InuTaisho ein sehr starker Dai-Youkai war aber es lässt sich nunmal nicht leugnen, das meine Mutter Izayoi eine Menschenfrau war. Um es kurz zu fassen: Ich bin ein Hanyou und besitze nicht die Fähigkeiten eines vollwärtigen Youkais. Worunter leider die Verwandlung in eine Tiergestalt zählt." Nachdem er geendet hatte sah er gespannt in die Gesichter der Shishiza-Youkai.

    Etwas verwirrt blickten Naohiro, Hayato und Otomo auf InuYasha bevor Naohiro sich räusperte und wieder anfing zu sprechen: "Nun dann ist es wohl mein Schicksal das euer Vater der einzige Inu-Youkai bleibt den ich in seiner Tiergestalt sehen soll. Auch wenn sich die Tatsache das ihr ein Hanyou seid nicht leugnen lässt tut das meinem Vertrauen in euch keinen Abbruch. Solange ihr das Vertrauen von Sesshomaru genießt, habt ihr auch meines!"

    Diese Worte ließen InuYasha freundlich in die Runde blicken. Yuuto hingegen konnte sich nun nichtmehr beherrschen. Energisch sprang er auf und fing an sich um Kopf und Kragen zu reden:" Wie ich es mir gedacht hatte. Seine Schwäche wird noch größer. Er ist blos Hanyouabschaum und wurde durch ein einziges Fehlverhalten des Dai-Youkai's InuTaisho gezeugt. Ich bin mir sicher seine menschliche Mutter ist nicht mehr als eine Hure gewesen."

    Mit diesen Worten hatte Yuuto das Maß nun entgütlig überspannt. 'Erst schlägt er mich ohne Grund und begegnet mir mit einer triefenden Herablassung und nun beleidigt er auchnoch meine Mutter und stellt mich als einzigen Fehler dar?' Um die Selbstkontrolle von InuYasha war es nun geschehen und mit einer großen Verwunderung nahmen die drei sitzen gebliebenen Shishiza-Youkai die Veränderung an InuYasha war.
    In seine Augen trat eine blutrote Farbe, seine Reißzähne und Klauen verlängerten sich und auf seinem Gesicht wurden 2 violette Streifen sichtbar die ihn nun wie einen vollwärtigen Youkai erschienen ließen.
    Mit einem einzigen Satz war InuYasha an den erschrockenen Yuuto herrangesprungen und hatte die Hand um seine Kehle gelegt. Er drückte Yuuto geradewegs gegen einen Holzpfeiler und seine Hand zog sich immer weiter,einem Schraubstock gleich, um dessen Hals.

    Nachdem dieser sich wieder einigermaßen gefangen hatte, entgegnete er dem zornigen, von Hass erfülltem InuYasha nur ein einziges Wort :"Hanyouabschaum!". Sollte es noch ein letztes Fünkchen von Zurückhaltung in InuYasha gegeben haben, so war dies nun verschwunden. Mit einem einzigen Ruck warf er Yuuto durch die Holzwand der Hütte und dieser flog mehrere Meter weit durch die Luft bevor er auf dem steinigen Boden des Dorfes aufkam.

    "Ohne euch zu nahe treten zu wollen oder mich in eure Familienangelegenheiten einzumischen Naohiro-sama, aber wollt ihr diesem Treiben nicht einhalt gebieten?" Otomo war es, der diese Frage an Naohiro richtete.
    "Nein so gerne ich es unterbinden würde, aber InuYasha-sama hat sein volles Recht dazu, etwas derartiges zu tun. Yuuto hat den Bogen eindeutig überspannt und muss nun die Konsequenzen tragen. Ich kann und werde mich nicht einmischen." erwiederte dieser ruhig, so das keiner bemerkte wie es innerlich in ihm brodelte.

    In der Zeit dieses kurzen Gespräches ist Yuuto mittlerweile sechsmal durch die Luft geschleudert worden und lag nun blutend im Staub. InuYasha schritt langsam auf ihn zu und wollte ihm gerade den Gnadenstoß versetzen, als ein unbekannter Schatten hervorschnellte und sich vor Yuuto auf den Boden warf.
    "Bitte ich flehe euch an! Verschont Yuuto! Was auch immer er getan haben muss um euch so zu reizen... bitte nehmt es nicht so ernst! Er ist nun einmal so und wird sein Wesen wohl nicht so schnell ändern. Bitte habt Nachsicht mit ihm Prinz InuYasha."

    Dieser kam durch die Stimme des Mädchens wieder zu sich und sah nun kalt auf Yuuto herab. Vor Yuuto stand eine junge Shishiza-Youkai die ungefähr in seinem Alter sein müsste. Sie hatte ihre Haare zu einem Zopf zusammengebunden der ihr über die Schultern fiel und trug ein sehr knappes Oberteil, was ihre sehr üppig ausgefallene Oberweite sehr stark betonte. Ein kurzer Fellrock war auch das einzige was sie neben ihrem Umhang und dem Oberteil noch trug.
    "Ay...aka... Ver.. verschwinde hier... D...Du stehst mir im Weg." Konnte man hinter Ayaka ein leises Röcheln von Yuuto vernehmen. Bei diesen Worten kamen Ayaka augenblicklich die Tränen und genau das war für InuYasha der ausschlag gebende Grund, warum er Tessaiga zog. Er hasste es wenn er Mädchen und Frauen weinen sah und diese Shishiza-Youkai erdreistete sich auchnoch in seiner Lage so etwas zu sagen.
    Wütend schritt er mit seinem Tessaiga auf Yuuto zu um ihn entgültig zu töten, als er erneut die Stimme Ayaka's vernahm :" Ich bitte euch InuYasha-sama verschont ihn. Er hat euch sicherlich in eurem Stolz gekränkt aber bitte..." nun war nurnoch ein Flüstern von Ayaka zu hören. "bitte.. verschont ihn!".

    InuYasha traute seinen Ohren kaum. 'Wieso beschützt sie diesen Mistkerl so sehr und vor allem nachdem was er zu ihr gesagt hat?.' Gott wie gerne würde ich diesen Bastard auf der Stelle töten.' Noch immer rang InuYasha mit seinem Stolz, seinem Ehrgefühl aber auch mit seinem Gewissen. Nach einer Ewigkeit, wie es Ayaka erschien, steckte er Tessaiga in die Schwertscheide und wandte sich ab.
    "Sei dir gewiss Yuuto nur deine kleine Freundin hat dich heute vor dem sicheren Tod bewahrt. Solltest du es noch einmal wagen in meiner Gegenwart schlecht über meine Familie zu sprechen, dann werde ich dich töten. Ob mir Ayaka im Weg steht oder nicht wird dann keine Rolle mehr spielen." Mit einer für InuYasha so ungewohnten Kälte in seiner Stimme sprach er Yuuto beim gehen noch einmal an.
    Dieser zuckte nach diesen Worten kurz zusammen... Dieser Kampf hatte ihm deutlich die Kraft InuYasha's gezeigt, wenn dieser in Rage gerät und der eiskalte Klang seiner Stimme ließ keinen Zweifel daran zu, dass er seine Drohung wahr machen würde.

    Langsam Schritt InuYasha an den anderen Shishiza-Youkai vorbei und blieb vor Naohiro stehen. "Naohiro-sama! Es tut mir leid das euer Enkel solche Verletzungen davon getragen hat, aber er sollte seine Worte mit mehr Bedacht wählen. Ich versichere euch jedoch das es in keinster Weise in meiner Absicht liegt einen Krieg mit den Shishiza-Youkai zu beginnen. Ich werde mich nun etwas vom Dorf entfernen und mich ausruhen. Werde aber spätestens morgen früh wieder hier erscheinen für weitere Besprechungen..." Mit diesen Worten wandte er den ungläubig dreinblickenden Shishiza-Youkai seinen Rücken zu und ging langsam in die Richtung der nahgelegenen Berge.

    Langsam ließ sich InuYasha auf einem Felsen nieder und legte Tessaiga neben sich. 'Dieser Youkai... Wenn ich nur an ihn denke wird mir schlecht! Eine solche Arroganz und diese elende Überheblichkeit. Sollte er sich noch einmal in meinem Beisein einer solchen Beleidigung entledigen, werde ich nicht zögern ihn zu töten!"
    Erneut spürte InuYasha wie du Wut in ihm aufstieg und sein Blut in Wallung geriet. 'Verdammt ich will nicht das mein Blut derartig die Kontrolle über mich hat. Ich darf nichtmehr so außer Kontrolle geraten. Wahrscheinlich grenzt es an ein Wunder, das die Shishiza-Youkai mich nicht gleich getötet haben....'

    Mit einem Seitenblick auf Tessaiga nahm er wahr wie es leicht pulsierte. 'Tessaiga? Ich dachte du könntest mein Youki unterdrücken? Warum bin ich so außer Kontrolle geraten obwohl ich dich an meiner Seite hatte? Was zur Hölle ist nur passiert? Wenn Kagome mich sehen könnte, sie hätte sicherlich Angst bekommen...' und da waren sie auch schon wieder, die Gedanken über Kagome. Egal was passierte und wie sehr er sich auf etwas anderes konzentrierte... Kagome kam immer zurück in seine Gedanken und wie jedesmal versteinerten sich InuYashas Gesichtszüge und er hing seiner Kagome nach.

    Erschrocken drehte Ayaka sich um als sie ein leisen Röcheln vernahm. "Yuuto du bist wach? Endlich, ich dachte schon du würdest sterben." Seit diesem zwischenfall war Ayaka nichtmehr von Yuuto's Seite gewichen und auf ihrem Gesicht konnte man noch gut den salzigen Geruch von Tränen wahrnehmen. Sie hat geweint, fürchterlich geweint und war verzweifelt. 'Was wenn er nicht mehr aufsteht? Wenn er seinen Verletzungen erliegt?' All diese Gedanken strömten zu dieser Zeit durch ihren Kopf.

    "Du el.. elendes dummes Weibs..bild." Stöhnend versuchte Yuuto sich aufzurichten. "Yuuto?" schon wieder war Ayaka den Tränen nah. 'Wieso macht er das? Wieso versucht er mich zu verletzen?' Doch ihre Trauer wandelte sich sofort ins Entsetzen um als sie bemerkte wie er anfing Blut zu spucken und eine seiner Wunden wieder aufgegangen war. Seine gesamten Verbände um die Brust waren nun Blut getränkt und Ayaka versuchte sofort ihm zu helfen.

    "Yuuto bitte beweg dich nicht sonst brechen deine Wunden wieder auf und du.. du stirbst vielleicht." Aus ihrer Stimme konnte man eine Besorgniss entnehmen, die wohl kaum jemand jemals Yuuto entgegengebracht hätte.
    Seit er ein Schwert schwingen konnte, war er überheblich, arrogant und kalt. Jeder, ob Freund oder Feind bekam diese Arroganz zu spüren und es gab nicht wenige die sich dadurch beleidigt oder beschämt fühlten.
    Ayaka hingegen fühlte nichts von beiden. Nur ein schier unendlicher Strom von Trauer, der ihren Körper durchzog und sie bei jedem seiner Worte zusammenzucken ließ als hätte er sie ins Gesicht geschlagen.

    "Du .. hast mir meine Ehre ... genommen du Mist..stück!" Yuuto wollte brüllen doch dies gelang ihm nicht. Er wollte seiner Wut und seiner Scham Ausdruck verleihen doch nichts funktionierte.
    "Yuuto..." es schmerzte Ayaka sehr dies von ihm zu hören, Ausgerechnet von ihm dem Menschen, den sie über alles liebte und dem sie um jeden Preis auf der Welt helfen wollte.
    Langsam stand Ayaka auf und verließ dann schweigend und geschockt die Hütte.
    Mit letzter Kraft hatte Yuuto diese Worte aus seinem Mund herrausgepresst bevor er wieder in einen tiefen Schlaf fiel.

    Ayaka hatte sich hinter eine Steinwand verkrochen und weinte nun bitterlich die Tränen der Liebe. Sie war geschockt! Sie wusste das Yuuto nichts für sie empfand und trotzdem hatte sie ihn noch nie so wütend erlebt. Ein schier unendlicher Tränenfluss, der nicht versiegen wollte, ließen ihr Gesicht schon bald fürchterlich entstellt wirken und der salzige Geruch von Tränen stieg sogar dem weit entfernt sitzendem InuYasha in die Nase. 'Ayaka weint...' Ich hätte ihn wirklich umbringen sollen!'

    Auch wenn das Gespür von Hayato nicht annähernd so gut ausgeprägt war wie das der Inu-Youkai, so konnte er doch den salzigen Geruch nicht ignorieren. 'Oh man Yuuto was hast du nun schon wieder angestellt?' Kopfschüttelnd verließ er seine Hütte um sich auf die Suche nach Ayaka zu machen. Diese Suche blieb auch nicht ohne Erfolg da er ihren Aufenthalt schon von weitem hören konnte. Immerwieder hörte er ein Schluchzen und Wimmern hinter einer Steinwand und wusste vom ersten Moment an das dort Ayaka sein musste.

    Langsam umrundete er die Steinwand um sie nicht zu erschrecken und kniete sich zu ihr runter. Sie war mittlerweile eingeschlafen und doch dachte sie, ihrem Wimmern und Schluchzen nach zu urteilen, immernoch an Yuuto.
    Langsam hob er sie auf, legte ihr seinen Mantel über die Schultern und trug sie in seine Hütte. Als er dort angekommen war legte er sie behutsam auf sein Bett und setzte sich selbst mit überkreuzten Beinen in eine andere Ecke der Hütte.

    'Diesmal bist du zu weit gegangen Yuuto... Du magst der Enkel des Ältesten sein aber es gibt dir nicht das Recht dich ihr gegenüber so zu verhalten.' Fast unbewusst ballte Hayato die Hände und machte die Augen zu. Nur mit Mühe konnte er ein Schnauben unterdrücken. Nachdem er sich wieder etwas beruhigt hatte, schlief er langsam ein....

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


    So bis Kap 5 gehts im moment bin aber schon am schreiben für das 6te.
    Bevor ich hier noch nen paar weitere Kaps reinstelle würd ich erstmal gern wissen ob die Geschichte hier auf Anklang stößt ansonsten post ich nich weiter *gg*

    ~~~~~~~~
    David....xcom

    ~Vick Firth~

  • Habs ja schon in Word-Form gelesen, und kann nur sagen..
    Heyheyhey, nicht schlecht, Herr Specht :)
    Du hast das Geschichteschreiben immernoch drauf :)
    Wrd mich freuen, mehr lesen zu dürfen.

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