Rede zum Thema Kinderarmut in Deutschland

  • Muss in Deutsch ne etwas längere Rede halten (Thema frei wählbar).
    Ist noch nicht fertig, das Beispiel fehlt noch und zwischendrin noch einige ergänzende Sätze. Wollte mal wissen was ihr davon haltet, sprachlich und
    inhaltlich.
    Den Aufbau (Beispiel-Problem-Lösung) hab ich mir mal so zusammengereimt, hab sowas noch nie gemacht.

    achso, beachtet bitte bei eurer Kritik das ist 10. Klasse und nicht Uni o.Ä.


    Kinderarmut in Deutschland (arbeitstitel)

    Melanie ist 13 Jahre alt.


    So wie Melanie geht es vielen Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Bedingt durch ihre Armut sowohl finanzieller als auch kultureller Art sind ihre Chancen auf ein Leben in Wohlstand sehr gering. Sie werden in einen Teufelskreis hineingeboren aus dem es kaum Entkommen gibt. Weil ihre Eltern oft mit der Erziehung überfordert und zudem oft arbeitslos arm sind, lernen die Kinder nie einen geregelten Tagesablauf kennen, kommen in der Schule nicht zurecht. Selbst wenn ihre Eltern sich bemühen, fehlt oft die nötige helfende Hand in Form eines Sozialarbeiters der die Familie betreut. Hinzu kommt die soziale Ausgrenzung da sie aufgrund fehlender Mittel nicht an ** der anderen teilnehmen können. Dies führt zu einer starken Schichtenbildung und vertieft die Gräben zwischen Reich und Arm.

    Abhilfe für diese Probleme kann nur ein Katalog von Maßnahmen schaffen.
    Zum einen ist es absolut notwendig die Regelsätze für Kinder von ALG II Empfängern besonders für unter 14 Jährige anzuheben. Dieser Wert von 60 % der Bedarfs eines Erwachsenen wurde (übrigens haben die beteiligten Politiker diesen Fehler schon eingesehen) willkürlich festgelegt. Im Laufe der Jahre hat sich allerdings gezeigt dass ein Kind keineswegs nur ein "halber" Mensch ist was seine Bedürfnisse angeht. Gleichzeitig ist aber dafür zu sorgen dass das Geld auch wirklich dort ankommt wo es ankommen soll, nämlich bei den Kindern und Jugendlichen.
    Um nicht nur die finanzielle sondern auch die bildungs- und soziale- Armut effektiv bekämpfen zu können braucht es deutlich mehr Betreungsangebote durch den Staat. Angefangen im Kleinkindalter durch Krippenplätze über staatliche Kindergärten und Ganztags- und Gesamtschule bis zu Bafög- gestütztem Studium. Das alles natürlich völlig kostenlos. Unsinn hingegen ist ein alternativ in Anspruch zu nehmendes, sogenanntes "Betreungsgeld" für Mütter, die ihre Kinder zuhause großziehen. Diese, oft abfällig "Herdprämie" genannte, Regelung würde gerade da wo es am nötigsten ist, nämlich in den Problemfamilien verhindern, dass die Kinder in eine Kita gehen.
    Nun werden sich viele fragen wie man diese Pläne in Zeiten leerer Kassen und Sparverordnungen umsetzen kann. Ich bin absolut davon überzeugt, dass jeder Euro der der stärkeren Förderung von Kindern aus einkommensschwachen Familien zugute kommt, richtig angelegt ist. Wir, als Land ohne natürliche Rohstoffvorkommen (von der Kohle mal abgesehen) können es uns einfach nicht leisten unser einziges Kapital, nämlich die breite Volksbildung, durch undurchdachte Aktionen wie die Einführung von Studiengebühren zu verschenken. Stellen sie sich doch nur mal vor wie es für ein Arbeiterkind sein muss, wenn zu der sowieso völlig ungewohnten Akademikerumgebung noch die große nicht unerhebliche finanzielle Belastung der Semestergebühren kommt. Wie groß ist da der Anreiz zu studieren wenn die Eltern zuhause ihr Kind sowieso lieber in einer Ausbildung sähen?
    Durch gezielte Fördermaßnahmen kann der ewige Teufelskreis durchbrochen werden! Der Schritt hin zur Chancengleichheit muss getan werden, jeder Fehler rächt sich später, wenn die vernachlässigten Kinder erwachsen sind, keine Arbeit finden und die Sozialkassen belasten.

    € die rede muss auch ausformuliert abgegeben werden
    €² diese regelung von wegen 60 % / 80 % bedarf wollte ich am beispiel noch näher erläutern deswegen da keine weiteren infos im text
    €³ bei ** fehlt mir noch das passende wort, vorschläge bitte :)

    Edited 3 times, last by rusherryan (May 12, 2008 at 12:38 PM).

  • etwas länger heisst inner 10. klasse 5-10min ^^

    wir haben 700-900 wörter als richtwert bekommen, sind atm 500, das beispiel fehlt noch, da bekomm ich sicher über 250 zusammen.

  • kleiner tipp..
    entscheide dich ob du deine rede so schön ausformuliert haben willst "Abhilfe durch einen Katalog von Maßnahmen", oder eher umgangssprachlich "Unsinn" sprechen willst..

  • jo beim unsinn war ich mir auch nicht 100 % sicher ob das noch akzeptabel ist.
    was schlagt ihr vor ?

    mir fällt ein begriff nicht ein
    "den zielen entgegen arbeitend"

    helft mir auf die sprünge ^^

  • Zu viele Fremdwörter bzw Wörter die du selten im Alltag gebrauchst sind doof, das klingt dan so nach abgelesen.

    Du lachsch, ich kennt heile!

  • Ich habs kurz überflogen, da fehlen jede Menge Kommata. :>

    > Höre nie auf anzufangen. Fange nie an aufzuhören.
    > Zeit hat, wer sich Zeit nimmt.

  • Soweit nett, jedoch fehlen da nicht nur die Kommata, auch der Satzbau ist teilweise etwas holprig; ebenso solltest du dich (wie schon erwähnt) für eine Art des Schreibens entscheiden, also eher sachlich mit Fremdwörtern, oder halt eher umgangssprachlich.

    Quote

    Original von EugenusMaximus
    Sandra, du bist wahrlich der böseste Mensch den es auf der Welt gibt. :P


    ich weis das ich echt bin aber fake sandra nicht.
    wenn sandra ne frau wäre dann wäre sie nicht so krass

  • kann man ne rede net auch einfach mit stichpunkten machen udn dann frei blubbern.. also bei referaten , schlaf ich nach 2min ein ,wenn jemand da seine ausformulierten vortrag vorliest oder auswendig aufsagt^^

    Quote

    Original von sIN.sHaDe
    ...DoW2: weil einfach einfach einfach ist


    Original von Gurke
    besser ein punktphoenixpunkt als ein kommaphoenixkomma


  • Quote

    Original von rusherryan
    Ich bin absolut davon überzeugt, dass jeder Euro der der stärkeren Förderung von Kindern aus einkommensschwachen Familien zugute kommt, richtig angelegt ist.

    Sehe ich absolut anders, was glaubst du in wieviele Familien seit Generationen Geld reingebuttert wird, und es ändert sich absolut nichts?

    Und eine Frage habe ich noch. Ist das deine vertretene Meinung in der Rede oder die vorgegebene Meinung eines Deutschlehrers?

  • 100 % meine Meinung

    unser lehrer hat mit dem thema absolut nix am hut


    förderung muss gezielt sein und unabhängig von den eltern, sonst bringt sie natürlich wenig. atm ist das eher weniger der fall

  • Hmm ich arbeite in einer OGS in der es sehr viele Kinder aus sozial schwachen Familien gibt. Die OGS selber hat 700 Euro im Jahr zur Verfügung, man kann also nichts für die Kinder kaufen, viele der Familien werden schon seit Jahren von Sozialarbeitern betreut und es tut sich trotzdem nichts.

    Es ist schwer zu sagen, ob man sozial schwache Familien wirklich finanziell mehr unterstützen sollte. Die meisten Familien sind aus eigenem Verschulden in diese Lage gekommen und kassieren schon genug Geld.

    Offene Ganztagsschulen sind eine gute Idee, aber leider hapert es dort an der Umsetzung, diese OGSen werden zu einem Großteil viel zu schlecht unterstützt und dann gibt es halt wirklich Familien, in denen zwei Sozialarbeiter arbeiten. Man muss sich das mal vorstellen, da gibt es Menschen, denen muss man sagen, dass sie Brot kaufen müssen, damit die Kinder etwas zu essen haben.

    So etwas kostet den Staat nur unnötig Geld.

    Ich weiß nicht recht, was du mit unabhängig von den Eltern meinst, aber es gibt zwei Möglichkeiten und ich bevorzuge die krassere Möglichkeit (nach eigenen Erfahrungen).

    1. Man muss mit der ganzen Familie an sozialen Defiziten arbeiten, um überhaupt einen Ansatzpunkt zu haben, um sozial schwachen Familien den gesellschaftlichen Aufstieg zu ermöglichen (dazu gehören Angebote für Kinder, aber auch für Eltern, sowie für beide, psychologische Betreuung, Arbeitsvermittlung, was bedeutet es müssen erstmal Arbeitsplätze geschaffen werden...). Der Ansatz ist gar nicht finanzierbar und bei vielen Menschen, die ich kennen gelernt habe, würde das auch nicht fruchten.

    2. Man nimmt gewissen Familien die Kinder weg und steckt sie in Pflegefamilien, in denen die Eltern nicht mit der Erziehung ihrer Kinder, dem Unterhalt, dem Haushalt etc. überfordert sind und erzieht und bildet sie wirklich unabhängig von ihren leiblichen Eltern. Bei dieser Möglichkeit ist es schwer den sozialen Aufstieg für die leiblichen Eltern zu ermöglichen, aber immerhin kommen die Kinder weg aus elenden Verhältnissen und haben wirkilch die Möglichkeit einen besseren Lebensweg zu wählen. Dies ist allemal besser als in die Armut hineingeboren zu werden.

    Hört sich krass an und ist auch nicht vom GG realisierbar, aber so würde man denke ich eher Erfolge erzielen.

    Der Staat verschwendet soviel Geld in Sozialarbeiter und Integrationskurse etc.

  • gut, ich hatte nicht damit gerechnet dass du soviel einschlägige erfahrung besitzt.

    Wie du selber sagst, es ist sehr schwierig eine Lösung für das Problem zu finden. Wenn man sagt dass die Eltern schuld sind an der Misere ihrer Kinder dann muss man sehen dass diese Menschen wahrscheinlich genauso unfähige Eltern hatten und es nicht besser kennen/können. Denke mit Schuldzuweisungen kommt man nicht weiter auch wenn die Dummheit einem manchmal so ins Auge springt dass man sich an den Kopf greift. Meine Mutter arbeitet als Lehrerin in einer Sonderschule, ich kenne das Milieu.
    Klar, im Endeffekt sind die Eltern schuld, am wenigstens kann meiner Meinung nach das Kind dafür, aber was wichtig ist ist ein Lösungsweg.

    Plegefamilien wären wahrscheinlich in der Tat der richtige Weg, allerdings bezweifle ich dass Aufnahmewillige in ausreichender Zahl vorhanden wären (obwohl die Familien ja ganz gut verdienen an ihren Pflegekindern).

    Wahrscheinlich wären Ganztagsschulen wirklich ein guter Ansatz, dann kämen die Kinder wenigstens von der Straße weg und aus ihren Familien raus. Allerdings wäre das natürlich eine Einschränkung für alle andern Familien, die ihre Kinder ordentlich erziehen und auch ohne Ganztagsbetreung zurechtkommen. Vielleicht sollte man das Schulsystem neu gliedern und in Gesamtschule + Gymnasium aufteilen. Die obersten 10 % (Elite klingt scheisse) aufs Gymnasium, der "Rest" (bewusst in Anführungszeichen, da die große Mehrheit) auf eine Gesamtschule mit Ganztagsangebot. Dass ich am Gymnasium festhalten möchte hat eigene Gründe die ich jetzt hier nicht näher erläutere (sehr spannendes thema btw).

  • Also ich muss mir schon an den Kopf fassen, wenn in Familien, in denen die Mutter 4 Kinder von 3 verschiedenen Vätern hat, noch dazu mit dem Onkel zweier ihrer Kinder zusammen ist, die Tochter vom großen Bruder vergewaltigt wurde, 2 Sozialarbeiter arbeiten und die Tochter und ihren großen Bruder immer noch zusammen wohnen lassen... dass sich in solch einer Familie nicht viel tut, ist glaube ich vorprogrammeirt...

    Man kann meiner Ansicht nach wirklich nur einen Schlussstrich setzen, wenn der Staat mehr Verantwortung in der Erziehung der Kinder übernimmt und somit (wie bereits gesagt) vielen Familien die Kinder wegnimmt.

    Bei solchen Fällen wüsste ich jedenfalls nicht, wie sich die Kinder zu "normalen" Erwachsenen entwickeln sollen, vor allem, wenn man bedenkt, dass so viele Kinder heutzutage schon Auffälligkeiten aufweisen.

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