Wie war das mit "Trennung von Religion und Staat?"

  • Dass man in Deutschland hinsichtlich "political correctness" besonders sensibel ist, haben wir wohl unserem Nazi-Malus zu verdanken. Dafür kann die jetzige Generation zwar nix, ist aber leider so. Darum gibt's auch für alle und jeden Extra-Würste. Mag zwar im Einzellfall ärgerlich sein, aber das ist mir lieber als gravierende Beschneidungen des Persönlichkeits-Rechts. Wem sowas nicht passt, soll nach China auswandern, dort zählt das Individum nichts.

    Die von dir genannten Beispiele wegen Frisuren, Metal-Shirts etc. sind ebenso ärgerlich, aber auch rechtlich nicht durchsetzbar. Hätte einer der Betroffenen dagegen geklagt, hätte er recht bekommen und seine Frisur/Shirt/Hose tragen dürfen. Ist ebensolcher Bullshit wie Kopftuch-Verbot. Aber wo kein Kläger, da kein Richter. Und wegen der Schweinewürstchen... sicherlich stark überzogen, den Jungen der Schule zu verweisen, darum ist Religions-INFORMATIONS-Unterricht keine schlechte Idee. Keine Religiöse Propaganda, sondern Auf- und Erklärung der diversen religiösen Gruppierungen im Lande. Trägt evtl. auch dem arg nachgelassenen Sozialverhalten bei.

  • Bei Privatschulen kann ichs mir vorstellen , aber bei öffentlichen sollte eig. jeglicher religiöser Einfluss verschwinden. Aber mit der Meinung steh ich anschenend allene :(

    ich stimme da schon zu.
    betende moslems haben in der schule nix zu suchen.
    bei uns gabs nur vor weihnachten und ostern nen gottesdienst und zwar außerhalb der schule in einer kirche und nur für einen stunde.
    und es war freiwillig....damit auch alle moslems draußen bleiben konnten.

    egtl sollte niemand in der schule beten, aber die regen mich einfach am meisten auf. Verblendete Sturköpfe und Fanatisten. Wer muss denn schon in der Schule beten omg<.< Am besten noch schön in ihren Burkas mumifiziert ole ole....^^

    Edited once, last by Knubbelhase (October 1, 2009 at 12:30 AM).

  • Ich bin wie Schnabelhund auch der Meinung das jeder das Recht dazu hat und es auch ausleben darf, nur sollte in öffentlichen Schulen eine Art Neutralität gewahrt bleiben. Kein religiöser Einfluss.

    Wenn jemand beten will 1 - 5 mal am tag soll er das tuen, nur dafür (methaphorisch) extra Würste zu verlangen ist einfach falsch.In den Pausen soll er seine Hände falten , aufn Boden knien und sein Teppich ausrollen aber, wenn man sagt , das Gläubige in einer eig. idelogie/religionsfreien Schule einen Extra Raum hat wo er beten kann ist das nicht richtig.

    Stell dir mal Multikulti Schulen vor, mit vielen Religionen, und selbst wenn man mit dann anfängt einem Muslim/Juden/Buddhisten etc einen Raum zur Verfügung stellt dann kommen NOCH mehr, dann kommen irgendwelche Leute die die kleinste Religion oder Abart davon nehmen und IHRE extra Wurst haben wollen. (Seis aus Provokation oder Ernst gemeint. (vertieftes bsp, ein schiitischer Muslim will mit einem Sunnitischen Muslim nicht in einem Raum beten.) )

    Abgesehen davon, wenn man es zu lässt, dann gibt es Religionsdominierte Schulen, in best. Gebieten (bsp Bayern) gibt es dann viele wo nur christliche Sachen dominieren , gibt es in Kreuzberg bswp. dann von Muslim dominierte Schulen UND sowas gibt dann ordentliche Konflikte. Dann ist der muslimische "Muselmann" in Bayern der Aussgestoßene und in Kreuzberg der Christ.

    Daher von vornerein sagen, öffentliche Schulen bleiben Religionsfrei !

  • Es können keine Kleinst-Religions-Typen ankommen und Sonderrechte verlangen, da sich nur an eingetragenen Religions-Gemeinschaften orientiert wird. Diese benötigen 1.) einen Nachweis über ihre Mitglieder-Zahl ( erst ab einer bestimmten Anzahl gibt's ne Extra-Wurst ) und 2.) ein Statut, aus welchem eindeutig hervor geht, dass ihre Religion nicht im Widerspruch zu unserer Verfassung steht. Da dies von der Anzahl her nur für die großen Weltreligionen zutrifft, gibt es auch nur für diese, sowie kleinere Glaubensgemeinschaften mit der nötigen Mitgliederzahl, Sonderregelungen, bzw. Ausnahmen. Bei Religionsgemeinschaften mit einer geringen Anzahl an Mitgliedern steht das Interesse der Gemeinschaft im Gegensatz zu der der Gesellschaft und ist damit untergeordenter Natur. Klingt undemokratisch, ist es aber nicht. Wenn du den Imperator in aller Öffentlichkeit anbeten willst, verbietet dir das niemand, nur bekommst du dafür keinen Extra-Schrein. :) Ich versteh das Problem an sich auch nicht wirklich. JEDE Interessengemeinschaft verlangt von der Gesellschaft für sich doch irgendwelche Rechte, bzw. Akzeptanz : vom Kleingarten-Spießer über den Metaller, "Killerspiele-Spieler", Hunde-Besitzer bis zum Rentner. Warum nicht auch Gläubige ? ( Auch wenn die ein Rad abhaben ;) ) Wir leben nun mal in einer offenen Gesellschaft, da ist auch Platz für Spinner. Sein wir froh drüber, es war nicht immer so in Deutschland.

  • Nein, tun sie nicht. Unsere Verfassung, bzw. unser ganzes Werte- und Normensystem entspringt ja direkt der christlichen Lehre. Wo steht denn das Christentum/der Islam /der Buddhismus in Konflikt mit unserer Verfassung ? Das, was einzelne tun, tun sie als Privatpersonen, nicht als Glaubensvertreter, auch wenn sie sich damit gerne bemänteln. Wenn ein Muslim seine Schwester umbringt, weil sie mit einem Ungläubigen vor der Ehe rumvögelt, tut er dies nicht als Muslim, sondern als Privatmann. Im Koran steht nichts davon, seine Schwester zu töten.

  • Okay theologisch bewandert genug bin ich nicht die Inhalte zu kennen, nur gibt es genügend Glaubensvertreter die im Namen irgendeinen Gottes Mist bauen, die Leute beeinflussen.

    Und da ich sehe das Problem in den (öffentlichen) Schulen, wo viele halt grade zu beeinflussen sind (Kinder Jugendliche) , dass man dort sowenig wie möglich religiösen Einfluss hat.

    (Aber ja, hast Recht , dass nicht jeder ankommen kann und "Extra Würste" verlangen kann. Bischen unreflektiert von mir.)


    Und wenn alle Teile in der Bibel Koran etc verfassungsfreundlich sind , ist es dennoch nicht richtig , dass halt wie gesagt der religöse Einfluss größer wird.

    Was der Neutralität dienen würde , ist Unterricht für Muslime und Juden und nicht ausschließlich für Christen. Bildungs- und Erziehungsfkt der Schule, aber dann bitte religions und ideologie frei. Das dürfen die privaten Schulen gerne anders machen.

  • Ich wette es gibt mind. ne Millionen Erdenbürger die für die Spaghettimonsterreligion unterschreiben würden. Und im Widerspruch zu unserer Verfassung steht die auch nicht. Warum also kein Spaghettimonsterunterricht?

    Und unsere Verfassung entspringt ganz sicher nicht direkt der christlichen Lehre. Indirekt ist ein Einfluss meinetwegen verhandelbar.

    Achso, im Koran gibt es durchaus Stellen die zur Verfolgung Ungläubiger aufrufen ;)

  • @ Masterchief : Hast vollkommen recht. Religionsunterticht in der jetzigen Form sollte abgeschafft werden und durch einen Religions-Informations-Unterricht ersetzt werden, in welchem über alle Religionen gesprochen und diese neutral erklärt werden, ohne eine einzelne positiv oder negativ hervorzuheben. Und wie gesagt, wenn Typ X eine Straftat begeht und diese mit seiner Relgion begründet, tut er dies rechtlich gesehen als Privatmensch, nicht als offizieller Vertreter seiner Religion. Würde sich eine Religionsgemeinschaft auf Inhalte ihrer heiligen Schriften berufen, welche im Gegensatz zu unserer Verfassung stehen, würde diese Gemeinschaft hier verboten. Die katholische Kirche z.B. erkennt Homosexuelle ( offiziell ) an, fördert aber Homosexualität ( offiziel ;) )nicht. Sie geht davon aus, dass Homosexuelle am jüngsten Tag gerichtet werden, und gut ist. Die CDU hat ja auch kein Problem mit Guido Westerwelle, wie man sieht.


    Stellen, die zur Verfolgung Andersgläubiger aufrufen, gibt es auch in der Bibe, nicht nur im Koranl.. ist eben Interpretationssache, für sowas gibt es Konklaven und die Glaubenskongrekrationen.... Solange eine Religionsgemeinschaft nicht offiziell zu Mord und Totschlag aufruft, ist sie verfassungskonform. dafür gibts die Bischofskonferenzen & Kardinäle, den Zentarlrat der Juden und den Zentralrat der Muslime. Diese sind offizielles Sprachrohr ihrer jeweiligen Religionsgemeinschaften und nur ihr Wort zählt. Was Christ/Muslim/Hindu/Buddhist XY macht, ist irrelevant und hat mit der Religion als solcher nichts zu tun.

    Und ob unser Wertesystem auf dem christlichen Glauben beruht, von der Verfassung der französischen Revolution mal abgesehen. Für unsere direkten Ahnen, die nichtchristianisierten Germanen, war Mord z.B kein Kapitalverbrechen. Der Familie des Mordopfers wurde bei erwiesener Schuld des Täters ein Wergeld bezahlt, welches den Arbeitsausfall des Mordopfers betrug, und gut war. Da ist mir die heutige Version lieber. wenn mich jemand umbringt, möchte ich nicht nur nach meinem finanziellen Wert bemessen werden.....

    Edited 4 times, last by Schnabelhund (October 1, 2009 at 2:17 AM).

  • rusherryan:
    Ja nur ist das Spaghettimonster ja nun eine Parodie, brechtigterweise.

    Es geht aus den vorigen genannten Gründen einfach darum, das Einfluss von Religionen auf öffentliche Schulen nicht richtig ist.

    Schnabelhund:

    Die CDU würde damit auch verdammt ihre Wählerstimmen abgeben, glaube schon das es da genug konservative gibt die ne Frau als Kanzlerin und ein Homo als Minister nicht haben wollen. Aber das ist ja nun ein anderes Thema.

    Einen Religionsunterricht würde sich niemals durchsetzen: 1. Ländersache 2. Christlich dominiertes Land

  • Immerhin darf die katholische Kirche nur Männer als Pfarrer zulassen, obwohl das eindeutig Diskriminierung ist und nach unserm Grundgesetz Männer und Frauen gleichberechtigt sind.

  • Siehe Edit weiter oben.

    Die katholische Kirche ist zwar Glaubensgemeinschaft, aber auch territorialer Souverän. Der Vatikan ist ein anerkanntes Land, alle katholischen Kirchen sind in erster Stelle dessen Staatseigentum. Was er darin treibt, wen er zu Priestern macht und wen nicht, ist seine Sache.

  • Und was Meinungsfreiheit etc angeht, ich kann mich an genug Leute erinnern, die auf ihrer Schule Aerger bekommen haben weil
    -sie ganz in schwarz rumliefen
    -Baggies trugen
    -Piercings trugen, die entfernt werden mussten
    -gefaerbte Haare/Iro
    -irgendwelche Metalshirts (nein, nichts extremes)

    Ja, solche Fälle kenne ich auch. Ne Bekannte von mir musste den Klassenraum verlassen, weil sie ein Shirt mit der Aufschrift "Zicke" anhatte.
    Regelmäßig musste die ganze Schule vor den Weihnachtsferien zum Schulgottesdienst und ich bekam Ärger mit Lehrern weil ich ein Chimaira Shirt anhatte, auf dessen Rückseite "I hate everyone" stand :D

    ToolOfMyDemons 2.0

  • Also ich finde prinzipiell, dass Religion einfach der größte scheiß ist, den es auf der Welt gibt!!
    Und Bildung, Religion und Staat MÜSSEN voneinander getrennt werden, weil das sonst katastrophale Folgen haben kann (zb. Evolution und Christentum).
    Will heißen: Wenn man eine Schule betritt hatt man gefälligst nicht seine Religion zu zeigen!
    Und ich finde das auch richtig, dass die Schulleiterin dem verboten hatt mit seinem großen Imaginären Freund zu "reden".

    Und am Rande: Ich finde es eine schande, dass man Religion als Abiturfach nehmen kann! Das ist genauso, als wenn du eine Arbeit in "Märchen von Hänsel und Gretel" schreiben würdest!
    Außerdem schadet Religion den Menschen mehr als es ihnen Hilft (Thema Mittelalter und Hexenverfolgung, 2. Weltkrieg Deutschland und naher Osten heutzutage "Heiliger Krieg") und ist der größte Feind des Friedens.

    ->Im Krieg ist jedes sichtbare Ziel ein Verlust, egal wie gut es geschützt sein mag - Tactica Imperialis

    ->Ein guter General führt eine Armee nicht in die Vernichtung, nur weil er weiß, dass sie ihm folgen wird - Tactica Imperialis

    ->Religion ist ein anderes Wort für Schizophrenie kombiniert mit Minderwertigkeitskomplexen

  • Glaube/Religion kann an sich denke ich eine schöne Sache sen bloss die Führer fast jeder Religion haben noch nie was von Menschlichkeit gehört. Das ist eigentlich das Problem. Die Religion an sich nicht, nur der Fanatismus dahinter wirklich.
    Und wie willst du Bildung und Staat trennen? Also Schulen/Unis bekommen kein Geld mehr vom Staat aber müssen sich auch nicht an Richtlinien vom Staat halten? Geil, nur privatisierte Schulen. Sehr gute Bildungschancen für Kinder deren Eltern nicht der Oberschicht, sondern der Unter-/Mittelschicht angehören.:)

  • Ja, solche Fälle kenne ich auch. Ne Bekannte von mir musste den Klassenraum verlassen, weil sie ein Shirt mit der Aufschrift "Zicke" anhatte.
    Regelmäßig musste die ganze Schule vor den Weihnachtsferien zum Schulgottesdienst und ich bekam Ärger mit Lehrern weil ich ein Chimaira Shirt anhatte, auf dessen Rückseite "I hate everyone" stand :D

    haha, also mein "I like Satan" mit umgedrehtem kreuz, hat keine konsequenzen nach sich gezogen
    gab zwar einige witzige diskussionen und böse blicke, aber das wars
    provokation ist herrlich :P

    glaube an sich ist nicht schlimmes
    sobald man jedoch versucht andere vom eigenen glauben zu überzeugen oder sie verurteil aufgrund des eigenen glaubens, dann wird es für mich zuviel

    "Ich nenne DOW.de gerne liebevoll den exklusivsten Pornoclub Deutschlands."
    YesNoCancel
    "Wer Necrons aus Spass spielt, der schaut sehr wahrscheinlich auch am Nachmittag der Waschmaschine beim Drehen zu."
    Listoric

  • Also ich finde prinzipiell, dass Religion einfach der größte scheiß ist, den es auf der Welt gibt!!
    Und Bildung, Religion und Staat MÜSSEN voneinander getrennt werden, weil das sonst katastrophale Folgen haben kann (zb. Evolution und Christentum).
    Will heißen: Wenn man eine Schule betritt hatt man gefälligst nicht seine Religion zu zeigen!
    Und ich finde das auch richtig, dass die Schulleiterin dem verboten hatt mit seinem großen Imaginären Freund zu "reden".

    Und am Rande: Ich finde es eine schande, dass man Religion als Abiturfach nehmen kann! Das ist genauso, als wenn du eine Arbeit in "Märchen von Hänsel und Gretel" schreiben würdest!
    Außerdem schadet Religion den Menschen mehr als es ihnen Hilft (Thema Mittelalter und Hexenverfolgung, 2. Weltkrieg Deutschland und naher Osten heutzutage "Heiliger Krieg") und ist der größte Feind des Friedens.


    du kannst keinem verbieten seinen glauben offen zu zeigen oder in pause/freizeit untersagen zu beten

  • @ Craft, Man soll verdammt nochmal zeigen ob man Christ etc ist. Darum geht es nicht.

    Als Abiturfach , wieso nicht, wenn man dann wie in deutsch , religiöse Texte auseinander nimmt erörtert interpretiert usw ist das nicht weiter schädlich.

  • ich persöhnlich mache gerade mein abi und habe religion als leistungskurs belegt.

    Warum?
    a)mein Reli-leherer ist einfach cool, der unterricht geht sehr in ethik/philosophie
    b)bin christlich erzogen, kenne mich also auf dem gebiet aus
    c)lieber die bibel nach eventuel brauchbaren stellen ausarbeiten als irgendwelche gedichte von 18schnee :D


    Und was ich an dieser stelle auch anbringen möchte, wenn ich "evolution und christentum" lese. Fundamentalisten egal welcher sorte, auch die hier scheinbaren Atheistischen Fundis/Fanatisten, sind schädlich für unsere gesellschaft.

    Aber Fundamentalisten=/=Kirche=/=Religion
    einfach mal differenzieren und nicht einfach sagen "Religion ist scheiße!!!!!"

    Wenn mir irgendwer unterkommt, der sagt "die welt ist in sieben tagen erschaffen worden" könnte ich mir nur so an den schädel fassen, dass es weh tut.

    Die Bibel ist ein Theologisches Sammelwerk und weder ein Geschichts, Bio oder Autobiographisches Buch der Erde.

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