• Caidan-System : 994999.M41


    Ganz langsam, als wär sie ängstlich, schob sich die Sonne über den kleinen Mond Thrrant, welcher einen namenlosen Gasriesen in der Mitte des kleinen Caidan-Systems umkreiste. Benannt war dieses System nach Caidan, der einzigen bewohnbaren Welt im System. Caidan, früher eine kleine Handelswelt, die hauptsächlich Textilien für den zivilen Gebrauch produzierte und exportierte, umkreiste die Sonne an erster Stelle, gefolgt von einem leb-, und atmosphärelosen Brocken Gesteins mit Namen Haban. An dritter und letzter Stelle folgte der Gasriese, der seit seiner Entdeckung namenlos, durch die ihn nun anstrahlende Sonne grau und schlierig violett schimmerte. Der Mond, Thrrant, benannt nach irgendeinem, längst vergessenen Entdecker, war indes alles andere als leblos und verlassen. Zwar hatte dies den Anschein, da er über keinerlei Atmosphäre und somit auch über keine Vegetation oder Fauna verfügte, doch regte sich sehr wohl Leben, wenn auch ein düsteres, verbittertes und hasserfülltes. Tief unter der Oberfläche, verborgen vor Blicken und sogar vor den Scannern eventuell vorbeikommender imperialer Schiffe, befand sich eine der im ganzen imperialen Raum verstreuten, heimlich angelegten und betriebenen Operations-Basen der gefürchteten Alpha-Legion. Lange war es her seit diese Hallen, angefüllt mit der militärischen Ausrüstung, um ganze Systeme in Schutt und Asche zu legen, Schritte und Stimmen vernommen hatten. Die Basis war vor 300 Jahren verlassen und versiegelt worden, da ihre damaligen Herren zu einem weit entfernten Kriegsschauplatz gerufen wurden, von dem sie nie wieder kehrten. Doch nun....


    Mit den letzten Handgriffen wurde der Schulterpanzer an Yorviks blau-grüner Servo-Rüstung befestigt. Zufrieden nickte er. Ein gutes Gefühl, endlich wieder ein Ziel zu haben, nach langer Zeit der Untätigkeit. Er war zutiefst überzeugt, dass es richtig war, auf den Hexer zu hören. Lange war dieser umher geschlichen, hatte mit ihm und vielen anderen gesprochen, ihre Unzufreidenheit gespürt, mit ihr gespielt, sie angstachelt und manipuliert. Yorvik war klug genug, dies zu wissen, doch kümmerte ihn dies nicht. Er und die anderen hatten ein neues Ziel, und dies war Grund genug, hier zu sein.
    Dies allein zählte, war der Anfang und das Ende, Alpha und Omega. Sie hatten sich ihren Weg von Praan, ihrer ursprünglichen Basis, bis hierher mehr oder weniger freischiesen müssen und hatten dabei alte Kameraden und Kampfgefährten getötet und auch verloren. Aber dies zählte nicht mehr, war zur Vergangenheit und unwichtig. Wichtig war das Ziel ihrer neuen Bruderschaft, das Ziel der "Sons of Omegon".
    Im Grunde genommen waren es zwei Ziele, aber beide hingen unmittelbar zusammen, so dass jeder nur von einem sprach. Bald würde soweit sein und der erste Schritt seit ihrer Abkehr von den alten Brüdern der "Alpha Legion" würde getan.


    Beherit Dolorosa, Beherit-System, 994999.M41


    Yorvik hörte die Einschläge der Artillerie-Geschütze, spürte den Boden der Gebaüde in den Fundamenten kurz beben und lächelte, bevor er die Treppe hinabstieg. Er fragte sich, warum sie noch schossen. Die Schlacht war gewonnen. Kurz, brutal und effektiv. Überfallartig hatten sie diese nahezu unbewachte Agrar-Welt am Rande des Segmentum Ultima angegriffen, die einzigste nennenswerte Stadt erst aus dem Orbit bombardiert und nach der Landung mit schwerer Artillerie sturmreif geschossen, bevor er und sein Trupp in sie eindrangen und alles niedermachten, was sie sahen. Er kehrte aus den obersten Geschossen des des imperialen Gouverneurspalastes zurück, in welchen einige dumme PVS-Schwächlinge glaubten, Widerstand leisten zu können. Oh, wie sie sich geirrt hatten und wie sie entsetzt geschrien hatten, als sie sich ihres tödlichen Irrtums bewusst wurden. Noch immer klebten Fleischfetzen an Yorviks Kettenschwert. Er erreichte auf seinem Weg nach unten eine Aussichtsplattform. Er trat hinaus ins Freie. Die Artillerie hatte ihr Feuer endlich eingestellt. Yorvik umfasste mit beiden Händen die Brüstung der Aussichtsplattform und blickte zufrieden über die brennende Stadt, welche vor dem sich langsam verdunkelndem Horizont ein herrliches Panorama bot, welches ein jedes Krieger-Herz erfreuen musste. Die Luft war angefüllt mit den lieblichen Klängen des Sieges, mit den Scheien sterbender Menschen und entsetzter flüchtender Zivilisten, dem Prasseln des Feuers der brennenden Häuser und dem Bellen von Boltgewehren in den Fäusten seiner Brüder. Er war zufrieden. Es war ein guter Anfang. Das Alpha.


    Vorvik stand noch immer auf der Aussichtsplattform und ergötzte sich an dem Bild der Stadt unter ihm, als er sich plötzlich einer Gefahr bewusst wurde, die plötzlich aus heiterem Himmel hinter ihm aufgetaucht war. Blitzschnell, das entsicherte Boltgewehr sofort im Anschlag, drehte er sich um, um dem Feind in's Gesicht zu schiesen. Doch sofort sah er, dass nicht der Feind hinter ihm stand, sondern etwas viel schlimmeres. Der Hexer.
    "Nun, Yorvik, gefällt dir was du siehst ?" flüsterte er. "DIES ist unsere Macht und es ist nichts im Vergleich zu dem, was uns und vor allem unsere Feinde noch erwartet." sprach er, noch immer flüsternd, weiter. Yorvik nickte. Der Hexer war ihm nicht geheuer. Yorvik fürchtete keinen Feind, ob Mensch, Kreatur, Alien-Abschaum oder die lächerlichen Space Marines mit ihrem leeren Glauben an eine Leiche. Aber der Hexer und alle anderen, die eine tiefere Verbindung zum Warp und dem ihm innewohenden Kräften hatten, waren ihm auf eine tiefe Art zuwider. "Nun, Lemarchand, um ehrlich zu sein hoffe ich doch, dass da noch mehr kommt. Dies war keine Schlacht gegen einen ebenbürtigen Feind, sondern ein Gemetzel an Zivilisten und Hilfssoldaten, gut gegen Langeweile aber ansonsten doch nichts, womit man sich rühmen müsste. Jede schwachsinnige Grünhaut hätte das ebenso gekonnt." entgegnete Yorvik. Lemarchand der Hexer lachte ebenso leise, wie er sprach. "Oh Yorvik, ich hätte dich für klüger gehalten. Natürlich ist dies nur ein Vorgschmack, sei unbesorgt. Wie du doch wissen müsstest, diente dieser kleine Überfall nur der Provokation. Ich habe sicher gestellt, dass die Menschlein hier während unseres Angriffes die Möglichkeit hatten, einen Hilferuf abzusetzen, damit SIE - verflucht sei ihr Name- davon erfahren. Ebenso habe ich unsere armen Opfer hier wissen lassen, wer sie angreift." Er zeigte dabei auf die Schulterpanzerung Yorviks. Auf dieser war das alte Symbol der Alpha Legion entfernt worden und statt dessen prangte auf ihr ein verdrehtes, pervertiertes und mit finsteren Runen versehens Symbol der Ultramarines.
    "Die Sons of Omegon" fur Lemarchand der Hexer fort "sind hier, um sich zu rächen. Am feigen Mord an unserem Primarchen Alpharius und unserer Brüder in der Zeit, die von ihnen der Bruderkrieg genannt wird. Die Ultramarines werden von dieser Sache hier erfahren, sie werden von unserem Namen hören und zittern !" Das letzte Wort sprach Lemarchand für seine Verhältnisse laut und mit Nachdruck aus. Bei der Erwähnung des Mordes an ihrem heiligen Primarchen überkam auch Yorvik wieder die alte, ebenso heilige, Wut. "Ja Yorvik", flüsterte Lemarchand wieder, "sie werden kommen und wir werden hier sein und sie erwarten. Sie werden sterben, einer nach dem anderen. Und dann werden wir nach Macragge gehen, wo die halb lebendige Leiche des Primarchen-Mörders aufbewahrt wird. Und wir werden dafür sorgen, dass die Götter sich bis in alle Ewigkeit an seiner Seele laben werden. Und der letzte und größte Triumph wird jener sein, wenn wir den anderen Teil unseres großen Ziels erreicht haben. Ich habe hunderte von Spähern und Trupps ausgesandt, tausende von Spionen und Kundschaftern, um IHN zu finden, Omegon. Wir werden ihn finden und unter seiner Führung werden wir das widerwärtige Imperium hinweg fegen...."


    So, wer bis hierhin gelesen hat kann auch noch das hier lesen : Dies war eine kleine Fluff-Kurzgeschichte zu meiner Chaos-Armee, welche ich mir grad zusammen bastel. Fürchtet die "SONS OF OMEGON" !!!! :rofl:

    Edited 2 times, last by Schnabelhund (October 29, 2009 at 12:08 AM).

  • Vielen Dank. Hab das spontan geschrieben und nicht so auf orthographische und grammatikalische Perfektion geachtet. Ging mir eher darum, meine TT-Armee kurz einzuführen. Freut mich, wenn es gefällt. :)

  • Gefällt mir auch sehr gut ,hoffe du schreibst noch ein Stück ;)

    Aber ich frage mich immer woher alle wissen das der imperator aussieht wie ne Leiche ? Bis auf Adeptus Custodes und ein paar Ausnahmen sieht den ja niemand.

  • Jop, liest sich sehr geil. Weiter so. Irgendwie kribbelt es mir in den Händen, gegen deine Sons of Omegon mit meinen Ultramarines den Boden aufzuwischen. :omg:

    "In einer Welt die in Wahnsinn regiert wird, kann nur der Wahnsinnigste überleben. Und diejenigen die überleben, bestimmen die Grenze zwischen Genie und Wahnsinn".


    ich muss gestehen ich dachte bisher immer Don sein Avatar wär aus irgendeinem Gangsterfilm, hätte nicht gedacht, dass er das selber ist

  • Könnte interessant werden.

    Damals im japanischen Spät-Mittelalter (1603) wurden Holzschnitte mit surrealem pornographischen Inhalt verbreitet. Wir "Tentakel-Liebhaber" sind Förderer einer alten annerkannten Kunst, zudem verbindet der "Tentakel-Hentai" auch 2 Vorteile: 1) Gangbang ohne close-ups auf Männerärsche 2) Bukkake! Wir sind nur "kunsthistorisch anspruchsvolle Pornoliebhaber"

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