off.topic:,, Danke fürs Lob, Black Templer, wir werden dich nicht enttäuschen."
Der stählerne Tod
Ellios schlenderte ohne festes Ziel durch die langen weiss-gesäumten Gänge des Blizzard-Kreuzers.
Dieser Traum, der ihn mittlerweile schon 2 Nächte heimsuchte, ging ihm einfach nicht aus dem Kopf. War dieses Monster was sich aus der Erde erhob wirklich ein neuer Gott? Oder nur ein Dämon? Fragen über Fragen überhäuften seinen Verstand. Doch auf keine dieser Fragen wusste er eine Antwort.
Halbwegs nahm er seine Umgebung war. Seine Leute arbeiteten wirklich in Akkord. Waffen worden bereitgestellt, Aspektenkrieger marschierten auf und ab, Kristallsänger warteten das Schiff. Doch nur wie durch einen Nebel nahm er seine Leute war. Bis ihm eine wohlbekannte Stimme aus seinen Gedanken riss.
,,Verzeiht, erhabenden Runenprophet Ellios, aber mir brennt die Frage auf den Herzen ob es meinen Mann gut geht.“
Ellios drehte sich um und erblickte dabei Armenia, die Frau von Bakudas. Ihr Haar war schwarz und fiel seiden ähnlich über ihre Schultern. Ihre blauen Augen, die ansonsten in einen eher strengen Blick leuchteten, waren heut von Sorge erfüllt.
Sie war schwanger und hatte ihren Mann seit mehr als 5 Monaten nicht mehr gesehen. Wie jede Eldar war auch sie von jedweder Arbeit befreit, um das Kind nicht zu gefährden. Da die Eldar ein sterbendes Volk sind, ist jedes Kind ein Hoffnungsschimmer.
Zwar waren Armenia und Bakuda nicht verheiratet, aber jeder wusste von ihrer Beziehung.
Armenia war ansonsten eine recht streitsüchtige Frau. Kein Mann schaffte es sie zu bändigen, bis auf einen Runenleser namens Bakuda.
Ellios sah an ihr herunter und war erfreut über die bald anstehende Geburt des Kindes höchst erfreut. Vielleicht gibt es doch noch Hoffnung für uns, dachte er als sein Blick über ihr lilafarbendes Gewand fiel.
Armenia war eigentlich kein Mitglied von Ellios Clan, doch als herauskam das sie sich mit Bakuda eingelassen hatte, verstieß ihre Familie sie. Ellios nahm danach kurzerhand in seinen Clan auf, schließlich konnte er eine werdenden Mutter nicht sich selbst überlassen, zumal er wusste, das sie das Kind seines Lehrlinges inne trug.
,, Euren Mann geht es gut Armenia. Auch wenn sein handeln, oft den meinigen widerspricht und ich ihm am liebsten, dafür an die Wand nageln würde.“ sagte Ellios mit einfühlsamer Stimme.
Ein Lächeln huschte über Armenias hübsches Gesicht.
,,So ist er nun mal, immer der Rebell.“ sagte sie und ihre vollen Lippen zeichneten ein wunderschönes Lächeln auf ihr blasses Gesicht.
In ihren blauen Augen wich nun die Sorge etwas der Freude.
,, Ich hoffe nur euer Kind kommt nicht nach ihm.“ sagte Ellios scherzhaft zu Armenia.
Armenia strich über ihren angeschwollenen Bauch und antwortete dann genauso mit Witz.
,, Ich werde schon aufpassen, das es nicht ganz so rebellisch sein wird wie sein Vater. Hoffen wir mal das es mehr nach mir kommt.“
Um Gottes willen, bloß nicht, dachte Ellios, denn Armenia war genauso stur und verdreht wie Bakuda.
Aber um die werdende Mutter nicht zu Beleidigen, redete sich Ellios aus dem Gespräch raus. Er hätte jetzt noch was Wichtiges zu erledigen, was keine Zeit mehr hätte.
Der Gedanke das das Kind sowohl nach Armenia als auch nach Bakuda käme erschauderte ihn.
Dann würde das Weltenschiff, bald von den starrsinnigsten, befehlsverweigernden Eldar überhaupt heimgesucht. Semian war Ellios schon ein Groll im Magen, aber nun ein Eldar, der Semian übertreffen sollte, schauderte ihn sehr. Der Gedanken an seinen Traum war wie verflogen, jetzt allerdings hatte er eine noch viel schlimmere Vision vor Augen. Bakuda und Armenias Kind!
Dieser Gedanke ließ ihn nicht los, selbst als er den Konferenzsaal der Propheten betrat.
Ein langer Tisch mit mehr als 20 Sitzplätzen erstreckte sich in der Mitte des Raumes. Am Ende der Tafel, wo eigentlich der höchste aller Runenpropheten sitzen sollte, nämlich Eldrad Uthran , setzte sich Ellios hin.
Knapp 5 Meter über Ellios Schädel baumelten die Flaggen der jeweiligen Weltenschiffe. Auch das Schwert gefangen im Eispanzer, welches Ellios Clan-Flagge war, baumelte genauso kraftlos im Raum.
,,Ist es wirklich unser Schicksal zu sterben?“ fragte Ellios laut in den Raum.,, Ist es wirklich Zeit, das die Eldar dies Universum für immer verlassen? Sollen unsere Leichen wirklich jetzt schon in der Erde verrotten? NEIN! DAS WERDE ICH NICHT ZULASSEN!“ brüllte Ellios laut über den Konferenztisch, als ob er wieder in einer hitzigen Debatte mit den anderen Runenpropheten wäre.
Der Gedanke, das die Eldar jetzt schon sterben sollten, erfüllte ihn mit Hass. Hass auf die unwürdigen Menschen, die dieses Universum nicht einmal ansatzweise verstanden und sich jedoch als die ultimativen Herrscher des Universums betrachteten. Als diese nichtswürdigen Affen noch auf Bäumen lebten, hatten wir ein riesiges Imperium, welches unangefochten war.
Weder Orks noch Necrons konnten uns gefährlich werden, doch unsere grösste Sünde suchte und heim. SLAANESH! Der letzte der 4 Chaosgötter. Bei seiner Geburt fraß der Gott der Lust mit einem Atemzug Milliarden von Eldarseelen auf. Nur die leblosen Körper bleiben zurück und verrottete gleich den Planeten der Eldar. Nur die Eldar auf den Weltenschiffen überlebten. Doch auch ihre Hoffnung schwand als der mächtige Krieggott Khaila Mensha Khaine von Slaanesh zerschmettert worde. Doch schaffte Slaanesh es nicht Khaine zu vernichten, stattdessen zertrümmerten er Khaine ist Tausende von Teile und verstreute seinen Körper über das gesamte Universum. Viele Trümmerstücke Khaines krachten auf die Weltenschiffe und worden von den Eldar aufgesammelt. Die Relikte des zerbrochenen Gottes worden in spezielle Kammern eingebettet. Der Plan war es Khaine wie ein Puzzle wieder zusammenzusetzen, aber das war beinahe unmöglich, da man nicht wusste wo überall Khaines Trümmerstücke lagen.
Obwohl Khaine geschlagen war, war er dennoch nicht machtlos. Khaine erwählt noch heute einige Auserwählte und lässt sie zu sogenannten Avataren aufsteigen, zu 7 Meter großen mit Flammen bedeckten Kriegern. Diese sogenannte Avatare sind unheimlich stark und können nur von sehr wenigen Wesen bezwungen werden. Selbst die heroischen Space-Marines fürchten diese Wesen.
Ellios schüttelte den Kopf. Es war keine Zeit um über vergangenes nachzudenken, vielmehr sollte er sich auf die Zukunft seines Volkes konzentrieren.
Plötzlich trat ein Runenleser an Ellios heran.
,,Verzeiht, Erhabender, aber ein Harlequin möchte euch sprechen.“ sagte der Runenleser. Ellios wusste, das dieser Geheimbund ihn irgendwann besuchen würde. Die Wächter der Schwarzen Bibliothek, hatten auch nichts besseres zu tun, als sich in die Belange der jeweiligen Familien-Clans einzumischen.
,, Führt ihn herein, aber bringt meine Leibwache mit, diesen Harlequins ist nicht zu trauen.“
sagte Ellios, mit einem leichten Groll in seiner Stimme.
Der Runenleser nickte und verließ den Raum. Kurze Zeit später betrat der Harlequin nebst Ellios Leibwache den Konferenzraum. Die Leibwache, bestehend aus 6 Exarchen der schwarzen Khaindare richteten ihre tragbaren Shuriken-Kanonen auf den Harlequin.
Ein Zeichen von tiefen Misstrauen gegenüber den Harlequin.
Dieser trug nur eine Kutte, kein Zeichen das er ein Harlequin war, bis auf seine Slaanesh-Maske, die man unter der Kutte erkennen konnte.
Ein Solitär, dachte Ellios verächtlich. Normalerweise ist ein Solitär selten alleine, meist reisen sie in Gruppen von bis zu 100 Mann, wobei nur gut 25 davon wirklich kämpfen können. Der Solitär ist meist der Anführer und der schweigsamste einer Gruppe. Er sagt so gut wie kein Wort und redet nur dann wenn es unbedingt nötig ist. Die Slaanesh-Maske ist sein Zeichen.
Und genau diese Maske brachte Ellios immer an den Rande der Weißglut.
,,Was wollt ihr hier...HARLEQUIN!“ sagte Ellios wobei er das Wort Harlequin wie eine Krankheit ausspuckte.
,, Ich bin nur ein Bote um euch zu warnen, Ellios!“ sagte der Harlequin und die Slaanesh-Maske, erzeugte dabei ein schauerliches kratzen.
,,Ihr kennt mich?“ fragte Ellios verwundert. Normalerweise schubsten die Harlequin Propheten rum wie Sklaven, nur bei Eldrad Uthran wagten sie es nicht dieses Verhalten an den Tag zu legen. Deshalb wunderte es Ellios umso mehr, woher der Harlequin seinen Namen kannte.
,,Vielleicht beantwortet das eure Frage!“ antwortete der Harlequin und öffnete dabei seine linke Hand. In der Handinnenfläche war ein Tattoo eingeritzt worden. Das Schwert im Eispanzer. Ellios Zeichen. Ein Zeichen welches nur die hochrangigsten Mitglieder von Ellios Clan in der Handinnenfläche tragen durften.
,,Wer seid ihr. ANTWORTET!“ brüllte Ellios daraufhin, da er den Gedanken nicht ertragen konnte das einer seiner Leute ein Harlequin war.
,,Wer ich bin ist völlig belanglos für euch, nur was ich euch jetzt sage ist wichtig.“ sagte der Harlequin ohne auch nur einen Funken irgendeiner Emotion inne zu haben.
Bevor Ellios irgendetwas sagen konnte begann der Harlequin zu reden.
,, Was hier vergraben liegt, lockt nun auch den Tod im stählernen Gewande an. Sie kommen Ellios, in Massen.“
,,DIE NECRONTYR?“ fragte Ellios erregt.
,, Ja, sie komme Ellios. Angeführt von einem C'Tan. Unseren Informationen nach ist es der den man den Gaukler nennt.“ sagte der Harlequin, wieder ohne irgendeine Emotion.
,, Es ist ein Heer von 5000 Necrons. Ein Heer das ihr niemals aufhalten könnt. Flieht von Carares solange es noch geht.“ fügte er noch hinzu und beobachtete dabei Ellios. Dieser lachte nun voller Verachtung.
,, Damit die Harlequin sich das Artefakt schnappen, nachdem wir von hier geflohen sind. Ich glaube nicht. Es ist schon beklemmend zu sehen, das die Harlequin solch erbärmliche Tricks versuchen um mich zum gehen zu bewegen.“
,,Es ist kein Trick Ellios. Sie kommen um das Artefakt zu zerstören.“
sagte der Harlequin gefolgt von den kratzen der Slaanesh-Maske.
,, Warum sollte ich euch glauben?“ fragte Ellios verächtlich.
,,WEIL.....weil ich euer Sohn bin!“
Ellios blieb beinahe das Herz stehen. Sein Sohn war Tod, er hatte ihn selbst zu Grabe getragen. Nie würde er vergessen, wie er von der Geißel des Chaos in Stücke gerissen worde.
Wutentbrannt zog Ellios sein Energieschwert. ,, Wie könnt ihr es wagen, euch als meinen Sohn auszugeben, zumal er schon seit Jahren tot ist. Ich werde euch für diese Anmaßung in finsterste Ecke des Warpraumes verbannen.
,,Ich bin es wirklich Vater.“ sagte der Kuttierte und lüftete dabei seine Kutte als auch seine Maske.
Das war sein Sohn, vereint mit einer Maschine.
Bis auf die feuerroten Augen und der linken Hälfte des verbrannten Gesichtes, war der Rest seines Sohnes eine Maschine. Die linke Hand und ein Teil des Armes schauten aus den Metall hervor.
Ansonsten war sein Sohn ein Phantomdroide, nur wesentlich höher entwickelt. Bionische Gelenke zierten den Metallkörper. An einigen Stellen war das Metall transparent und Ellios konnte in das Innere Maschine schauen. Er sah Organe, die pochten und sich bewegten, umklammert von Kabeln und Metallklammern.
Ellios taumelte etwas und ließ sich dann in einen Stuhl fallen. Es war sein Sohn, das spürte er. Die psionische Verbundenheit, die roten Augen die nur in seiner Familie bekannt waren, ließen keinen Zweifel mehr zu.
,,Warum...Wie....“ stotterte Ellios mit weinerliche Stimme.
,,Nachdem ich Tod war reanimierten mich die Harlequin. Angeblich im Auftrag des lachenden Gottes. Sie sperrten mich ein und redeten immer von einen Tag der Hoffnung den ihnen der Lachende prophezeit hatte. Heute ist dieser Tag Vater.
Ich wünschte ich wäre früher nach Hause gekommen, doch ich war gefangen. Wie auch jetzt in diesen Körper.
Nun soll ich dir diese Nachricht überbringen.
Vater es ist war. Die Necrons kommen. Ich habe sie selbst gesehen. Sie wollen das Artefakt zerstören, denn es ist das letzte Relikt der Alten, welches den C'Tan gefährlich werden könnte.“
sagte Ellios verschollener Sohn Cabras. Von den schönen Jüngling mit den blonden Haar war nicht mehr übrig. Nur eine Maschine, mit wenigen verbrannten organischen Komponenten. Bis auf die linke Hand und die Augen war sein Körper von Dämonenfeuer der Geißel verbrannt und zerrissen worden.
Ellios schlenderte von Trauer und von endloser Vaterliebe gepackt auf seinen Sohn zu. Endlos umarmte er seinen Sohn. Das kalte Metall störte ihn nicht. Er hatte seinen Sohn wieder. Solange das Herz seines Sohnes in diesen Metallkörper schlug, würde er seinen Sohn niemals verleugnen.
Seine Sohn umarmte ihn auch, aber die Sorge über den Angriff der Necrons überschattete dieses glückliche Familien treffen.
Freudig ließ Ellios von seinen Sohn ab. Ellios Leibwache senkte nun auch endlich ihre Waffen.
,,Mein Sohn, so sehr ich mich auch über deine Rückkehr freue, so sag mir was ist das für eine Waffe, die die C'Tan so fürchten.“ fragte Ellios freudig und lege dabei seien Hand auf Cabras eiserne Schulter.
Daraufhin sagte Cabras:,, Eine Seelenkugel. Ein Artefakt der Alten. Die Seelenkugel worde geschaffen, um die Seelen der Necrons zu entreißen und als psionische Energie zu speichern. Es gelang den Alten die Seelenkugel mit genug psionischer Energie zu füllen, aber es gelang ihnen nicht mehr diese Energie auf einen ihrer Krieger zu übertragen. Laut den Harlequin steigt derjenige ,auf den die psionische Energie der Seelenkugel übertragen wird ,zu einem Halbgott auf. Einen Halbgott, der in der Lage ist die Götter zu töten.“
Ellios Augen leuchteten auf.,, Das erklärt warum das Chaos ein solches Interesse hat diese Seelenkugel zu finden. Wenn das wirklich wahr ist, könnte derjenige für das Chaos ein guter Verbündeter oder ein schlimmer Gegner sein. Die C'Tan wissen das wohl auch sonst würden sie nicht mit einer solch großen Armee nach Carares kommen. Du hast recht mein Sohn, wir müssen handeln. Ich werde die Truppen bereitstellen, wir greifen in 12 Stunden an. Egal, ob uns nun Chaos, Dämonen oder die Menschen wir werden siegen. Für das Überleben der Eldar!“ brüllte Ellios, doch auch wenn er kühne Worte sprach, so wusste er das Carares eine Schlacht erwarten würde wie es sie seit dem Bruderkrieg, nicht mehr gegeben hat......
off.topic:,, So ist heute etwas mehr, so ne kleine Auszeit tut gut, aber hier wird nun endlich mal gesagt was das Artefakt ist. Die neuen Charaktere Armenia und Cabras sind Nebencharaktere, sowie wie sie jeden halbwegs gute Story hat. Ich hoffe, euch gefällts und werde mich morgen dransetzen um weiterzumachen.“