OT: Im nachhinein muss ich gestehen dass das Setting irgendwie an WA erinnert, was aber auf garkeinen Fall beabsichtigt war. Sollte ich Fluff-technisch Fehler gemacht haben, verzeiht mir. Bin in der Hinsicht etwas eingerostet, also nicht gleich den Kopf abhacken ;). Und ja, ich setze die Kommas instinktiv, was meist darin resultiert dass sie total falsch gesetzt sind. Gomen. Nichtsdestotrotz, viel Spass.
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Die schwarze Servorüstung des Ordenspriesters schimmerte matt in dem Licht dass durch die großen Buntglasfenster in das innere der Kapelle fiel. Die Motive der Fenster variierten in Größe und Aufmachung, jedoch blieb eines immer gleich. Space Marines waren in jedem einzelnen Fenster abgebildet. Mal posierten sie mit einem ihrer Banner, mal zeigten sie Szenen eines Kampfes - jedes einzelne von ihnen zeugte von Siegessicherheit.
Der Blick des Ordenspriesters war starr auf das Hauptfenster gerichtet. Es bildete den Imperator ab wie er auf dem Thron zu Terra saß. Durch das Licht dass durch das Motiv schien, bekam das Aussehen des Imperators ein surreales Aussehen.
Langsam drehte sich der Ordenspriester um. Sein Helm hatte die Form eines Totenschädels. Aus den Augenhöhlen brannten rote Punkte voller Eifer und Passion die nun über die anwesenden Space Marines glitten. Riesige Säulen aus schwarzem Plastonid-T-Stahl waren symmetrisch in der Kapelle angebracht und ragten so hoch nach oben bis sie mit der Dunkelheit verschmolzen. Das einzige Licht war das welches durch die Buntglasfenster schien und die Fackeln die an den Säulen angebracht worden waren. Der Anblick der vor ihm knienden Space Marines ließ dem Ordenspriester die Brust voller Stolz anschwellen. Keiner sprach, nur ihre Augen, verborgen unter ihren Helmen, ruhten alle auf dem Ordenspriester. Der Ordenspriester blickte neben sich und sah auf den knienden Space Marine Captain neben sich. Dieser starrte, gebeugten Hauptes, auf den Marmorboden unter sich.
Wieder wanderte der Blick des Ordenspriesters durch die Kapelle als er schließlich seine blecherne Stimme erhob.
„Wir sind die rechte Hand des Imperators“, hallte es durch die Kapelle.
„Die sein Schwert des Zornes führt“, erwiderten die Space Marines wie aus einem Mund.
„Wir sind die linke Hand des Imperators“, fuhr der Ordenspriester fort.
„Die sein Schild des Glaubens trägt“, hallte es zurück.
„Wir sind die Augen des Imperators.“
„Die die Unreinen von den Reinen sehen.“
„Und wir sind der Wille des Imperators.“
„Und sein Wille wird geschehen.“
Langsam erhob sich der Space Marine Captain und die Space Marines folgten seinem Beispiel. Der Ordenspriester hob sein Crozius Arcanum in die Luft, den Blick immer noch auf die Space Marines vor ihm gerichtet.
„Dies Irae!“
„Dies Irae!“
Die Worte hallten in der Kapelle noch nach, während sie alle langsam aus jener schritten.
„Wie sieht’s aus? Irgendwelche Nachrichten vom Dritten?“ Avery hatte schon längst vergessen der wievielte Feldzug es nun war an dem er, unter der imperialen Armee, teilgenommen hatte. Fakt war, dass die Orks organisierter und zahlreicher waren als angenommen. Fakt war auch, dass das Dritte als erste Berührung mit den Xenos hatte und sich seit Stunden nicht mehr meldete. Zum Glück musste er diese Nachricht ‚nur’ seinem Truppführer und keinem der Kommissare mitteilen die nur allzu häufig die eigenen Leute exekutierten um diesen einen Geschmack davon zu geben was mit den restlichen Soldaten passierte die, ihrer Meinung nach, nicht mit Leib und Seele bei der Sache waren. „Nein, Sir. Das Dritte hat sich bis jetzt nicht wieder gemeldet. Das Dreizehnte und Siebte vermelden schwere Verluste. Zudem kam die Meldung rein dass wir die Lufthoheit langsam aber sicher verlieren.“ Der Truppführer seufzte und nickte Avery dann zu. „Also gut. Wir haben Befehl erhalten nach Planquadrat vierundvierzig, Abschnitt Zeta aufzubrechen. Dort werden wir auf das Einundzwanzigste und Neunzehnte treffen und mit ihnen gemeinsam Planquadrat fünfundvierzig, Abschnitt Alpha angreifen und halten. Die Männer sind bereits unterrichtet. Abrücken in Fünfzehn.“
Avery überprüfte die Landkarten die vor ihm auf dem Klapptisch verstreut lagen, während sein Vorgesetzter das Kommandozelt verließ.
Der Planet auf dem sie vor knapp zwei Monaten landeten trug den offiziellen Namen XLDV-III. Die Soldaten jedoch nannten ihn lediglich ‚Grauregen’. Nicht sehr originell, jedoch mehr als zutreffend, denn der Himmel war immer gräulich und es regnete ständig. Der Planet besaß einen Kontinent und einen Ozean, wobei der Ozean an die 40 Prozent der Gesamtoberfläche einnahm. Der Kontinent bestand Größtenteils aus flacher Ebene die hier und dort von Gebirgsketten durchzogen waren. XLDV-III gehörte zum Imperium und wurde als Industrieplanet gehandhabt. Nach Jahrhunderten der Schwerstindustrie veränderten sich jedoch sowohl Klima als auch das Wetter. Die hohe Umweltverschmutzung, ausgelöst durch den stetig steigenden Industrieabfall, ließ so gut wie die ganze Flora und Fauna des Planeten innerhalb wenigen hundert Jahren verenden. Die unzähligen Industriekamine der riesigen Fabriken bliesen unaufhörlich ihren schwarzen, giftigen Rauch in den Himmel, mit dem Ergebnis dass sich dieser, nach Jahren, langsam mit der Atmosphäre verband und sich wie ein dunkler Mantel um den Planeten legte. Durch das mangelnde Sonnenlicht fiel die Temperatur und pendelte sich irgendwann bei durchschnittlichen 9,6 Grad Celsius ein. Der Mantel aus Abgasen reagierte chemisch mit der Atmosphäre, mit dem Effekt dass es anfing ständig zu regnen. Zu diesem Zeitpunkt hatte man dem Planeten alle, für das Imperium, wichtigen Ressourcen entzogen und so überließ man den Planeten sich selbst und schenkte ihm keinerlei weitere Beachtung. Der Großteil der Industrieanlagen wurde stillgelegt, lediglich diejenigen die für die Energieversorgung der Städte zuständig waren ließ man weiter laufen. Dass die Aliens, genannt Orks, vor geraumer Zeit eine Invasion auf diesen Planeten durchführten widersprach jeglicher menschlicher Logik. Nichtsdestotrotz unterstand XLDV-III immer noch dem Imperium und verdammt sollten die Xenos sein wenn sie dachten sie könnten sich mit dem menschlichen Imperium anlegen. So entsandte man eine Armee um den Planeten wieder unter ihre Kontrolle zu bringen.
Avery blickte langsam von den Landkarten wieder auf und kratzte sich am Kinn.
Wird ein verdammt langer Marsch, dachte er sich und ging dann aus dem Kommandozelt hinaus. Draußen angekommen empfing ihn die gewohnt kalte Luft ‚Grauregens’. Tief sog er die leicht nach Schwefel schmeckende Luft in seine Lungen während der Regen ihn innerhalb Sekunden durchnässte. Immerhin nieselt es heute nur.
„Captain! Unser linkes Triebwerk wurde getroffen. Die ‚Spiculum’ und die ‚Cinqueada’ sind vernichtet worden. Unsere Jäger erhalten schwere Verluste.“
Space Marine Captain Horace stand hinter dem Piloten des Thunderhawk Landungsschiffes und konzentrierte sich auf den taktischen Monitor.
Sie waren vor kurzem um den Orbit des Planeten XLDV-III angekommen und wurden direkt in einen Raumkampf verwickelt. Zu seiner Überraschung stellte Captain Horace fest dass die Schiffe der Orks koordinierter angriffen als es normalerweise der Fall gewesen wäre. Der Captain hatte bereits dutzende Schlachten gegen diese Xenos geschlagen und diese Vorgehensweise entsprach eindeutig nicht der, die er normalerweise von ihnen gewöhnt war.
„Erstelle sofort eine Leitung zu allen unseren verbliebenen Schiffen, Bruder.“ Das Schiff wurde wieder getroffen und der Captain musste sich festhalten um nicht umgeworfen zu werden.
„An alle Schiffe. Hier spricht Captain Horace. Protokoll 79a einleiten. Der Imperator wacht über uns. Ende und aus.“
Mit zwei schnellen Handbewegungen rief der Captain die Landkarte auf den taktischen Bildschirm und deutete schließlich auf einen Punkt.
„Planquadrat fünfundvierzig, Abschnitt Alpha liegt am nächsten. Bringe uns dorthin, Bruder. Der Geist des Imperators wird dich weisen.“
Mit dem gesagt, begab sich der Space Marine Captain wieder in den hinten liegenden Frachtraum des Landungsschiffes. Er wusste dass er heute noch nicht sterben würde.
Sein Tod würde an einem anderen bestimmten Tag kommen, dessen war er sich sicher.
„Die Mänschänz fallen wie de Fliegen. Unserä Flugboys schießän se ab als wärense nichts weita als Grotz.“ Waaaghboss Magh’Trakka bebte kurz auf vor Lachen. Um seinen Worten Nachdruck zu verleihen griff er mit seiner mechanischen Klaue nach einem Grotz der ihm auf einem Tablett etwas zu trinken reichte und zerteilte diesen, unter dessen lautem Gekreische, spielerisch in zwei Hälften. Zufrieden mit seinem Werk, lehnte sich der Ork wieder zurück auf seinem, aus Schrotteilen gefertigten, Sessel zurück.
Seine Truppen hatten bei der Invasion leichtes Spiel gehabt und als die Imperiale Armee aufgetaucht war, konnte er diese leicht in Schach halten. Kurzum, alles lief nach seinem Geschmack. Magh’Trakka hatte seit Wochen an keinem Kampf mehr teilgenommen und lümmelte selbstzufrieden in einem ehemaligen Regierungsgebäude der drittgrößten Stadt XLDV-III’s. Zum einen, weil es einfach groß war und zum anderen weil es, während der Invasion der Stadt, am wenigsten Schaden abbekommen hatte. Binnen kurzer Zeit hatte er daraus sein Hauptquartier gemacht und es zu einer kleinen Festung ausgebaut.
„Du solltest dich nicht zu früh freuen.“ Die männliche Stimme klang hohl, leer und drang aus einem Vorhang hinter dem Sessel des Waaaghboss’ hervor.
Wieder bebte der Körper des Orks auf als er anfing zu lachen.
„Ich habä dich bereitz gerochän alz du den Raum beträtän hast. Was willzt du?“
„Du kontrollierst zwar bereits einen Großteil Kontinents, aber die zwei größten Städte sind noch frei und werden von der Imperialen Armee gehalten. Vergiss unsere Abmachung nicht, Ork.“ Ein unmenschliches Geheul dröhnte durch den Raum als Magh’Trakka sich erhob und seiner Wut freien Lauf lies. „Meinä Boys und ich habän diesän Planätän erobärt, Mänsch!“
„Und nur durch mich habt ihr es überhaupt geschafft ihn bis jetzt auch zu halten. Die zwei Städte müssen unter Kontrolle gebracht werden. Die Imperiale Armee wird ihre Truppen dort verstärken und durch das erscheinen der Space Marines wird die Sache nicht leichter. Ich erwarte von dir dass alles nach Plan läuft.“
Der Waaaghboss stürmte auf den Vorhang zu und zerriss diesen unter lautem Kriegsgeheul, doch hinter dem Vorhang war nichts. Schnaubend setzte er sich wieder auf seinen Sessel und starrte auf den taktischen Monitor der an einem der Armlehnen angebracht war. Er konnte erkennen wie seine Raumjäger die Schiffe der Space Marines auseinander trieben. Schließlich kehrten die wenigen Raumjäger der Space Marines zu ihren Mutterschiffen zurück, kehrten dem Kampf den Rücken und zogen sich in die Weiten des Alls zurück. Die wenigen Schiffe die bald landen würden sollten kein Problem darstellen, sinnierte Magh’Trakka.
Wenn ich die Städtä erobärt habä, wärdä ich den Schädäl von diesäm Mänschän langsam zerquätschän und seinä Eingeweidä fressän!
Fortsetzung folgt...(wenn Interesse bestehen sollte)