Das Adeptus Arbites: Des Imperators Fingerzeig

  • off.topic:,, Naj , ich woltle mal wieder etwas schreiben, möglichst was interessantes, daß die WH40k nahe leigt und zu gleich sehr auf die Menschen eingeht, aber da die meisten Völker/Rassen/Fraktionen nur auf den Kampf abgerichtet sind, wollte ich mal über das Adeptus Arbites schreiben. Kaum einer kennt es und wer es doch kennt, betrachtet es mit schmunzeln, dabei sind die Männer und Frauen des Adeptus Arbites knallharte Jungs, die selbst den gefürchteten Kasrkin gefeährlich werden können. Daher habe ich mich entschieden, mal etwas über sie zu schreiben und über einen Gegner mit etwas anderen Ambitionen. :D

    Ich hoffe es gefällt euch, also viel Spaß beim Lesen."

    *Ich editiere das ganze nochmal wegen möglicher Rechtschriebfehler, kam noch nicht dazu*


    Das Adeptus Arbites


    Der Planet Termines XII, eine imperiale Makropole, mit Milliarden von Menschen versunken in der Unendlichkeit des Segmentum Ultima.
    Viele Gerüchte machen über diese Welt die Runde. Von aufständischen Mutanten bis hin zu einer häretischen Organisation, die seit Jahrzehnten versucht die Politik dieser Welt zu beeinflussen und zu korrumpieren.
    Manch einer mag glauben dies sei die Wahrheit oder eine Lüge? Der Adminstrator und Gouverneur dieses Planeten Alexander von Hohenfels hält diese Welt im eisernen Griff und kontrolliert sie mittels seiner Handlanger von der imperialen Armee. Doch es gibt jene, die seinen Befehlen trotzen und nur ihrer eigentlichen Aufgabe nachgehen. Das Adeptus Arbites, eine Institution und Gruppierung, dessen Methoden und Vorgänge leicht an eine Militärpolizei erinnern, was sie auch in Wirklichkeit ist. Doch auch wenn die Männer und Frauen des Adeptus Arbites sehr rüde mit Gefangenen umgehen und ihre Methoden oft von zweifelhafter Natur sind, war ihr Glaube an den heiligen Gott-Imperator immer fest gewesen.
    Doch Menschen können sich ändern, manchmal zum Vorteil und nicht selten, zum Nachteil.......



    ,,Alles Sauber. Der Platz der Einheit ist frei von jeden kriminellen Elementen.“ sprach Sentius Claw in sein Funkgerät, daß er auf seiner schwarzen Uniform befestigt hatte.
    Er hielt die gesamte Zeit eine schussbereite Laserpistole in der Hand und trug die andere Hand stehts an den Griff seines Kettenschwertes, daß jetzt noch in der Schwertscheide am Gürtel ruhte.
    ,,Man kann nicht vorsichtig genug sein, besonders bei Nacht nicht...“ dachte sich der junge Rotschopf und setzte seinen Gang fort.
    Mit seinen smaragdgrünen Augen konnte er jedes Detail erfassen, schuld war ein spezielles bionisches Implantat, daß man ihm in die innere Iris eingepflanzt hatte. Fast jeder in seiner Gruppe besaß es. Oft juckte dieser kleine stählerne Splitter, der nicht größer war als eine Stecknadel.
    In der Festung hatte er einmal gesehen, wie sich jemand das Implantat entfernt hatte, mit Hilfe eines Magnet, aber dabei wurde das Auge schwer beschädigt und die Frau erblindete auf diesem Auge.
    Nicht gerade ein rühmlicher Abschluss, aber zumindest war er nicht verzeichnet worden. Das hätte wahrscheinlich auch die sofortige Tötung zufolge gehabt, glücklicherweise hielten die Mitglieder des Adeptus Arbites zusammen, auf Gedeih und Verderb, wie sein Ausbilder immer so schön sagte.

    ,,Gut, aber halte dort noch ein bisschen auf. Hier könnte bald etwas steigen, also sei vorsichtig und habe keine Hemmungen abzudrücken.“ hörte er die Stimme von Las'Venegath, die Zyklopin wurde sie genannt, aufgrund ihres ''Unfalles''.
    ,,Alles klar, nur ist hier keiner mehr außer mir. Ich laufe über einen endlosen Platz, über Tonnen von Abfall und muss hören wie sich die Hunde, um den Müll streiten.“ grummelte Sentius und genoss die Aussicht auf den Mond, der am Nachthimmel besonders zur Geltung kam. Es wirkte, als würde Imperator über ihnen schweben und die vielen Sterne waren seine glorreichen Krieger.

    ,,Hörst du mich? Wir haben gerade eine Messung vorgenommen. Fluktuierendes Muster. Wahrscheinlich ein Mutant.“ rauschte das Funkgerät erneut und er ging den Hinweis nach. Vorsichtig schlich er über den Platz, sich bewusst, daß seine Lederstiefel ein wenig hinderlich dabei waren.
    Der Platz der Einheit war eigentlich ein Gebetsplatz. Ein Ort an dem alle Menschen von Termines XII beten konnten und es auch regelmäßig taten. Einige Bäume waren in perfekter Symmetrie zum heiligen Tempel des Imperator gepflanzt worden, ansonsten war der Platz, bis auf die lange Treppe und die zwei Statuen, die links und rechts von der Treppe standen und in ihrem Abbild vollkommen identisch waren, leer.
    Nachts war hier nichts los, nur Hunde und Katzen streunten herum, in der Hoffnung noch irgendetwas essbares in den Mülltonnen zu finden. Aber auch Mutanten trieben sich hier herum. Degenerierter Abschaum, der es wagt diesen heiligen Platz mit ihrer verwerflichen Existenz zu entweihen. Es gab nur eine Strafe dafür und zwar den Tod.
    ,,Er müsste jetzt vor dir sein, 10 Meter.“ vernahm er Las'Venegath sanfte Stimme.

    ,,Hier ist weit und breit nichts. Sicher das sie Sensoren richtig kalibriert sind?“ fragte er nach und musste sich eine gesalzene Predigt anhören. Als Frischling hatte er noch keinen Rang. Kanonenfutter, das war seine momentane Bezeichnung.
    ,,Ist ja gut, aber hier ist niemand. Bis auf eine schwarze Katze und die ist tot.“ stupste er den leblosen, aufgerissenen Kadaver mit seinem Stiefel an. Das arme Tier war ausgeweidet worden. Wahrscheinlich waren das wieder ein paar Gangs, die sich besonders durch solche Gräueltaten hervorheben wollten.

    Plötzlich bewegte sich etwas in dem schwarzen Fell des Tieres. Erschrocken sprang Sentius zurück und der Schrecken wanderte sein faltenloses Gesicht hinauf.
    Eine Art Insekt, größer als ein Fußball, schob sich aus den toten Tier. Es schien keine Augen zu besitzen, nur einen roten Kamm. Lange, spitzen Zähne zierten das Maul dieses Wesens. Die Arme und Beine schienen noch verkümmert. Es robbte über den Boden, wie eine Schlag und fauchte ihn an, obwohl es ihn nicht gesehen haben konnte.
    ,,Mistvieh!“ zischte er zurück und richtete seine Laserpistole auf den Kopf des Insekts. Ein Druck auf den Abzug beendete die Sache. Zurück blieb ein weiterer toter Körper, in dessen Stirn sich gerade ein feuerroter Laserstrahl gefressen hatte.

    ,,So ein Ding habe ich noch nie gesehen. Vielleicht weiß der Sarge, was das ist.“ ging er murmelnd in Kreis und blickte immer wieder zu den dampfenden Kadaver. Dampfend?! schreckte er hoch und sah wie sich der Körper aufzulösen schien, irgendeine körpereigene Säure schien das kleine Monster zu zersetzen.
    ,,So nicht!“ lachte er leise und drücke erneut den Abzug seiner Laserpistole. Diesmal trennte der Laserstahl, den Kopf der Kreatur ab. Gerade noch rechtzeitig, denn der Körper hatte sich gerade im nichts aufgelöst. Zurück bleib nur der seltsame Schädel, der einige Meter weiter gerollt war.
    ,,Sentius? Was ist da los, wir haben zwei kurze Energiemuster ausgemacht. Hast du deine Waffe benutzt?“ wollte die weibliche Stimme am anderen Ende des Funkgerätes wissen.

    ,,Äh...ja. Hier ist so eine Art Ding gewesen, keine Ahnung was das war. Schickt mal ein paar Leute in ABC-Schutzanzügen. Vielleicht klärt es sich dann. Ich bleibe solange Vorort.“ sprach er, noch immer etwas verwirrt über das seltsame Wesen. Auf den gesamten Planeten hatte man nie solche Insekten gesehen, schon keine die so groß waren. Und jetzt sollten sie auf einmal auftauchen? Mitten in der Stadt? Unwahrscheinlich, wie er selbst bemerkte. Jede neue Spezies erschließt sich ihren Lebensraum langsam und dominiert erst sein Gebiet, in dem es die anderen Rassen in seiner Umgebung verscheucht oder falls keine Gefahr besteht, sie jagt oder mit ihnen lebt.

    Sein Wissen über die Biologie und Tierverhalten war begrenzt, aber wie man Sturmgewehr in wenigen Sekunden zusammensetzte, wusste er.
    ,,Schutzanzüge?Was zum Geier ist bei dir los.“ dröhnte auf einmal die harte, markante Stimme von Sergeant Ester, den man auch einfach „Sarge“ nannte.
    ,, Hier ist so eine Art Insekt gewesen. Es hat sich aus den Eingeweiden einer Katze gegraben. Ich denke, daß wir hier den Seuchenschutz brauchen.“ erklärte Sentius seine Ansichten und erhoffte ein paar lobende Worte, doch nicht von Sergeant Ester.

    ,,Hör mal zu, Kanonenfutter. Du bist nur ein einfacher Soldat, daher entfällt für dich das Denken. Aber möglicherweise hast du Recht. Ich werde die Behörden informieren und gnade dir der Imperator, wenn ich es umsonst getan habe.“ damit verstummte das Funkgerät. Darüber war Sentius auch ganz glücklich. Diese endlosen Litaneien von Ester konnte er langsam nicht mehr hören. Er behandelte jeden einfachen Rekruten wie Dreck. Nur wenn man offiziell in die Reihen des Adeptus Arbites aufgenommen wurde, war er schlagartig freundlich.

    ,, Miese Schlange.....“ knurrend setzte er sich auf die ersten Stufen, der beinahe 100 Meter hoch reichenden Treppe. Der imperiale Maximalismus war besonders in einer Makropole deutlich zu spüren. Die unglaublich riesigen Tempel und Statuen des Imperators waren ein Blickfang, ganz ohne Frage, doch wurden oft massive Ausgaben getätigt, um dies zu finanzieren. Darunter musste die Bevölkerung leiden. Wer nicht die Steuern zahlen konnte, wurde eingezogen und durfte seinen Schulden, als Gardist bei der imperialen Armee abarbeiten. Nicht das man viel als Soldat verdienen würde, im Gegenteil, man verschuldete sich immer mehr. Der Gouverneur Alexander von Hohenfels war ein Tyrann, weder nett noch gerecht, nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Seine harte Herrschaft war allerdings notwendig. Wie sollte man sonst in eine Universum überleben, daß nur von Xenos, Häretikern und Feinden der Menschheit wimmelte.
    Er selbst hatte vor der Wahl gestanden, entweder er ging in das Gefängnis, wo seine Chancen gleich null waren zu überleben oder zur imperialen Armee, wo er einen hoffentlich schnellen Tod starb. Glücklicherweise hatte sich das Adeptus Arbites eingemischt und ihn aufgrund seiner Fähigkeiten eingezogen, bevor es zu einer Verhaftung kam.
    Selbst der Gouverneur war gegen das Adeptus Arbites machtlos. Seine Macht hatte Grenzen.

    Wie gerne hätte er diesen Alexander von Hohenfels in das Gesicht gesehen und gegrinst, aber der kleine Triumph über ihn war schon genug für Sentius Claw.
    ,,Ich möchte zu gerne wissen, was du bist, mein widerlich Freund.“ sagte er zu den kleinen Kopf in seiner rechten Hand. Ohne seine schwarzen Lederhandschuhe hätte er dieses Ding auch nicht berührt.
    Er kam sich momentan wie Hamlet vor, aber es während unpassend den Dialog zu rezitieren, zumal diese Kreatur sein Feind war.
    ,,Wo bleiben die? Verdammt nochmal.“ rutschte er ungeduldig auf den kalten Stein hin und her.
    Er war des Wartens überdrüssig und das würde er auch in seinen Bericht verfassen.

    Seine innere Unruhe war mitunter ein echtes Problem. Er konnte einfach nicht still sitzen und sich den Müßiggang hingeben. Nein, er brauchte immer etwas zu tun und sei es so etwas Belangloses wie einen Bericht zu schreiben.

    Zu dumm, daß hier nicht einmal eine Zeitschrift rumlag, damit hätte er sich wenigstens etwas die Zeit vertreiben können.
    Er wollte zum Funkgerät greifen und sich beschweren, jedoch entschied er sich anders. Als Neuling sich über die Mühlräder der Bürokratie aufzuregen war umsonst. Hier hatte man keine Rechte, bis einem das Gegenteil bewiesen wurde.

    Vielleicht wenn er ein wirkliches Mitglied war, erst dann würde man ihn auch in der Gesellschaft akzeptieren. Momentan pendelte sein gesellschaftliches Ansehen zwischen einem Speichellecker und einer zertretenden Made. Die Rekruten des Adeptus Arbites waren nicht sonderlich beliebt, aufgrund ihrer eifrigen Hingabe und Rücksichtslosigkeit.
    Ein Groll für ihn waren die einschmeichelnden Jünglinge. Sie waren wie Diener. Sprachen nur wenn sie gefragt wurden und taten auch nur das, was sie tun sollten. Keine Spur von Individualität mehr vorhanden, bis sie Mitglieder wurden. Dann zeichneten sie sich als wahre Bastarde aus.
    ,,Gerechtigkeit ist Auslegungssache“murmelte er leise vor sich hin und dachte an die endlosen Predigten der Priester und Prediger in den heiligen Hallen vor sich.

    Unglauben wird niedergeworfen und Gerechtigkeit ist nur dann wirksam, wenn es den Häretiker verbrennt.
    Alles Sätze aus mitreißenden Reden. Wenn er sich langweilte, dachte er oft über ihren Sinn nach.

    Warum nutzte das Imperium so eine brutale Propaganda-Maschinerie, wenn der Glauben an den Imperator unantastbar war? Warum mussten die Mutanten verbrennen, wenn sie doch keine Gefahr darstellten?
    Alleine für diese Gedanken wäre ihm ein Platz auf den Scheiterhaufen sicher, besonders wenn er sie noch an einen solch geheiligten Ort dachte.
    ,,Na endlich.“ grunzte er, als er in der Ferne zwei gepanzerte Fahrzeuge erkannte, die zwischen den Häusern auf den Platz der Einheit zufuhren.
    Doch zu früh gefreut, auf einen der Fahrzeuge war das Zeichen der Inquisition. Das rote I in dessen Mitte ein Totenkopf prangte.
    ,, Das wird noch eine lange Nacht....“ schnaufte er und ließ sich auf die Treppenstufen fallen......


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

    Edited once, last by Deva (November 7, 2006 at 10:12 PM).

  • also...
    n paar rechtschreib- und tipp fehler, zähl ich aber nich auf...
    außer der formulierung

    Quote

    weiterer toter Körper, in dessen Stirn sich gerade ein feuerroter Laserstrahl gefressen hatte

    (logisch, wenn er ihm in den kopf schießt, das kann der leser auch selber schließen) egtl ziemlich gut geschrieben.

    was mich aber n bischn nervt (das macht nich nur deva sondern viele):
    ein kadett des adeptus arbites hat NIEMALS ein energieschwert!
    ich kenne so viele die allen möglichen figuren ein energieschwert verpassen...*Arg*

    energieschwerter sind möglich/wahrscheinlich bei:
    space marines, ab sergeant rang
    und bei imps ab den rängen kommissar (abgeschlossene ausbildung) und oberst.
    außerdem bei inquisitoren.
    wenn es sich nicht um außergewöhnliche helden handelt, hat unter diesen rängen wohl keiner ein energieschwert!

    (bin jez nich auf xenos und ketzer eingegangen)

  • Joar. naja ich wollte es etwas anders gestalten, etwas moderner und naja der Adeptus Arbites ist ja so gesehen Elite aber danke für die Blumen, ich muss es noch korrigieren, bin auch jetzt wirklich da und werde es in den text einfließen.


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • So bin den Text kurz überflogen udn habe auch einige signifikante Änderungen dran vorgenommen. Das Energieschwert wurde beispielsweise durch ein Kettenschwert ersetzt, daß kann ja jeder pimpf haben.


    Morgen kommt was neues versprochen.


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • gewohnt gut geschrieben nur hab ich 2 fluff schnitzer gleich gesehen

    erstens tragen meines wissens nach Aritratoren gewisse energie schlagstöcke deren spannung sie regulieren können sowie Schrotflinten mit verschiedenen Munitionsarten (ob gummigeschosse verwendet werden weiß ich aber nicht) (begründet auf dem Buch Nightbringer)
    zudem unternimmt der Arbites größte anstrengungen seine Rekruten soweit von ihrer Heimatwelt wie möglich fernzuhalten damit diese nicht mit der Bevölkerung auf irgendeine weise Sympatisieren oder besser gesagt Moralische Hemmungen entwickeln im ernstfall


    Schätze mal das war son kleiner minischwarm Tyranid der da rumgekreucht ist^^ also Genstealer^^ sehr interessant^^ bin gespannt wies weitergeht^^
    PS Arbites nutzt meist Rhinos und keine Chimären falls du dir die Frage schon gestellt hast.

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  • off.topic:,, Jup Cronos, ist mir alles bewusst, ich erkläre auch nachher, warum das Adeptus Arbites scharfe Waffen benutzt ;)

    Hier mal was neues, wie versprochen. Viel Spaß beim Lesen."

    *Edit* Falls ihr fragen habt, geduldet euch, es wird bald alles geklärt ;) *


    Die Vision


    Schleim, überall um ihn herum. Gefangen wie Tier, wie ein Fliege im Netz der Spinne. Feuchte, warme Luft strich über seine schuppige Haut.
    Er war nackt und nicht in der Lage sich zu bewegen. Der grünliche Schleim und die durchsichtige Flüssigkeit, die ihm umgaben, wärmten ihn auf eine groteske Art.

    Eine Stimme, nein, ein Echo aus tausenden von Stimmen war in seinem Kopf. Es waren so unzählbar viele. Doch sein Verstand blieb scharf und ging nicht im wilden Geflüster des Wahnsinns unter.
    Schmerzen durchzuckten seinen Körper, wie Wehen bei einer Geburt. Die Transformation begann.

    Lange, spitze Klauen ersetzen seine Hornhaut an Fingern und Zehen und eine knotige Schuppenflechte stülpte sich über sein Gesicht.
    Aus seinen Rücken schoben sich kleine, weiche Panzerplatten hervor, die sich langsam verfärbten, nachdem sie sich auf seinen Rücken ausgebreitet hatten.

    Sein Kiefer wuchs nach vorne und dolchartige Zähne verdrängten seine vorhandenen Zähne. Sie fielen aus und lösten sich in der Nährflüssigkeit seinen Kokons auf, nur er blieb verschont. Sämtliche Haare verlor er, eines nach dem anderen. Von der Kopfbehaarung angefangen bis über den Genitalbereich.

    All dies verging in der säurehaltigen Flüssigkeit, die scheinbar immer weiter stieg.

    Plötzliche wurde seine Sicht anders, alles veränderte sich. Er konnte die Körperwärme eines jeden Wesens erkennen ,wie durch eine Infrarotkamera.

    Unbemerkt von ihm, hatten sich seine grünen Augen, in rote kraftvolle Schlitze verwandelt.

    ,,Hörst du mich....“ trat eine Stimme aus den Chor von Unendlichen hervor.
    ,,Ich bin deine Mutter und du sollst der Erste deiner Art sein. Lange Zeit beobachte ich dich schon. Du bist stark, körperlich und geistig. Der perfekte Anführer der Bruten.....“


    ,,AHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH........“ mit einem lauten Schrei verschwand das grauenhafte Gebildes eins Alptraumes und er befand sich in seiner 3 Quadratmeter großen Zelle wieder.

    ,,Es war....es war nur Traum.“ schnaufte Sentius Claw erleichtert und wischte sich den Schweiß von der Stirn.

    Seine gesamte Kleidung war vollkommen nass, die komplette Uniform. Die Inquisitions-Gardisten hatte ihn ohne Umschweife in diese Zelle gesperrt und den Kopf des Insekts konfisziert.

    Man gilt solange als schuldig, bis die Unschuld bewiesen wurde. Das war das Motto der Inquisition. Niemand konnte etwas gegen sie unternehmen. Sie durften Milliarden von Menschen, nur aufgrund eines Verdachtes verbrennen und niemand zog sie zur Rechenschaft, da dies angeblich im Namen des Imperators geschehe.

    Er selbst glaubte an die Reinheit von Terra und an die Macht des Imperators, doch die Inquisition hasste er vom ganzen Herzen. Sie waren keine treuen Diener, sie war in seinen Augen Abfall.
    Korruptes Geschmeiß, daß sich nur auf Kosten anderer bediente.
    Natürlich durfte er so etwas nie laut sagen, noch nicht mal denken in der Anwesenheit eines Psionikers.

    ,,Das ist ja mal wieder klasse.“ knurrte er und wälzte sich unruhig auf der hölzernen Pritsche, die mit Ketten an die stählerne Wand angebracht waren. Wie sehr hasste er diesen tristen Ort. Nur kalte Stahlplatten an den Wänden, am Boden und an der Decke, nicht mal eine Lampe oder dergleichen, sondern das wenige Licht, daß durch den Sehschlitz an der Tür zu ihm hinein schien.

    Vielleicht wäre absolute Finsternis besser gewesen, als das Wissen, sich in Isolation zu befinden.

    Man würde wohl jetzt ein paar „Befragungsspezialisten“ kommen lassen und die sollten sich seiner annehmen, nachdem die medizinischen Hilfskräfte ihn gründlich untersucht hatten.

    Nicht gerade eine prickelnde Vorstellung. Besonders die Betäubung vor seiner Untersuchung würde sehr angenehm werden, malte er sich vor seinem inneren Auge die Prozedur ab.

    Er persönlich kannte die Vorgänge nicht, nur das, was er im Lehrbuch gelesen hatte und das war alles andere als erfreulich.
    ,,Und wie fühlen wir uns Rekrut.“ sagte Sergeant Ester, der ihn beobachtete.

    ,,Habe schon bessere Tage erlebt, Sire.“ salutierte er im Liegen und starrte wieder zur Decke.

    ,,Die Inquisition untersucht gerade den ''Gegenstand“.“ betonte er und fügte noch hinzu.,, Es sieht wirklich nicht gut aus Junge. Scheinbar soll es eine Art Xeno sein. Ein primitives Wesen mit keinerlei geistigen Fähigkeiten, wie man mir versicherte.“ Sentius grinste und Ester konnte es scheinbar spüren.

    ,,Keine spitzen Antworten. Du bist noch im Untersuchungshaft. Wenn man dich nachher befragt, sei ehrlich und denke keinesfalls an was anderes. Sie werden versuchen in deinen Geist einzudringen und so tief zu bohren wie sie können. Lass das nicht zu. Nicht ablenken lassen und nur die Fragen beantworten. Verkneife dir deinen üblichen Sarkasmus und lass dich nicht provozieren. Selbst wenn sie dich auf deiner schlechte Kindheit und deinen bestialischen Vater ansprechen.“ man hörte deutlich seine Sorgen und zum ersten Mal in seinem Leben mochte den Sergeant. Diese neuen Züge waren ihm fremd, aber nicht weniger willkommen.
    ,,HAST DU MICH VERSTANDEN!“ harkte er barsch nach und fiel in sein altes Muster zurück.

    ,,Ja, Sire.“ salutierte Sentius erneut und flüsterte kaum hörbar.,, Danke.“
    Mit einem ,,Gern geschehen.“ schloss Sergeant Ester den Sehschlitz und alles um Sentius wurde in tiefste Dunkelheit getaucht............


    Der Sturm bricht los.......


    Tief unter den Industriekomplexen der Makropole sammelten sich gewaltige Verbände von Mutanten, allesamt waren sie gekommen, um den Worten ihres neuen Anführers Ten zu lauschen.
    Ein Mutant von grauenhafter Macht und einen Traum an die Freiheit.
    Tausende von grotesken, widerlichen Gestalten hatten sich um eine Tribüne aus Holz und Stahl gesammelt. Ein zerfetztes Banner hing schlaff von den der Spitze und berichtete von einer vergessenen Gerechtigkeit.
    Mit einem Megafon in der Hand begann Ten seine Rede.
    ,,Das Imperium hat uns über Generationen hinweg verteufelt, wie Vieh zusammengepfercht und wie Ratten erschlagen, doch wir werden uns rächen.“

    Jubeln brach aus, einige Mutanten riefen seinen Namen. Er repräsentierte ihre Meinung, die sie niemals denken durften.
    In vielen Prinzipien wirkte Ten wie ein Mensch. Sein Gesicht glich dem eines jungen Mannes, die azurblauen Augen und die kleine Stupsnase ließen ihn sympatisch wirken. Sein blondes, kurzes Haar verstärkte noch diesen Effekt. Doch unter einer weiten, braunen Kutte verbarg sich das Unaussprechliche.
    ,,Meine Freunde heute wurde ich Zeuge von der größten Ungerechtigkeit gegenüber unserer Art. In wenigen Tagen wird ein neues Gesetz in Kraft treten, daß unsere Existenz auf Null legitimiert. Mit anderen Worten, jeder Mensch darf uns ohne einen Verdacht ermorden....“
    Die jubelnden Schreie wurden leiser, sie wichen den wilden Geschrei von empörten Mutanten.

    ,,MÖRDER!“klang es.,, Gottlose Schweine!“ hörte er sie rufen. Ten erhob beide Hände in die Höhe und versucht ihre Wut zu schlichten. Mit Erfolg.
    ,,Ja, mit diesem Gesetz werden wir alle sterben, nicht schon hatte uns die imperiale Armee oder ihre gewaltbereite Schutzpolizei, das Adeptus Arbites, uns gegeißelt und viele Brüder und Schwestern willkürlich den Tode offeriert.
    Meine Freunde, die Zeit ist gekommen uns alle unter einen Banner zu sammeln, nur in dieser Einigkeit liegt Stärke. Unsere Wut werden wir auf ihre Straßen entfesseln und möge unser Hass ihre leidige Existenz ertränken.“ Ten's Rede war sehr bewegend, besonders für jene, die ohnehin keinen Weg bis auf die Sklaverei und den Tod kannten. Wie der mysteriöse Mutant von den neuen Erlass erfahren hat, bleibt ungewiss, doch es gab niemanden der an seinen Worten Zweifel hegte.
    Ähnlich wie ein imperialer General, hatte Ten einige besonders kräftige und intelligente Mutanten um sich geschart. Er wollte sicher gehen, daß ihm niemand gefährlich werden konnte. Revoltierende Mutanten waren dem Imperium ein Groll und nicht weniger oft wurden die Aufführer, dieser meist putzigen Scharade, von Attentäter oder spezial ausgebildeten Assassinen eliminiert.

    Woher er den eigenartigen Namen hatte oder wer ihm diesen verliehen hatte war ebenso ungewiss, wie sein Ursprung. Mutanten wurden nach ihrer Geburt von den eigenen Eltern erschlagen oder wenn sie den Mut nicht aufbrachten ausgesetzt.

    Namen waren daher eine Seltenheit, doch trotz dieser Nichtigkeit konnten sich die Mutanten hervorragend organisieren.
    ,,Meine Freunde....“ setzte er seine Ansprache fort und vernahm wie die versammelte Meute leiser wurde.

    ,,Wir haben einen Verbündeten. Jemanden der unsere Sache für gerecht hält. Es sind jene, die das Imperium als Ketzer verschrien hat. Andersgläubige. Heute sind sie hier und wollen sich unserer noblen Sache anschließen.“

    In das Licht der dreckigen Scheinwerfer der Bühne trat ein riesiger Chaos-Space-Marine. Ein erschrockenes Aufheulen war zu hören, bis plötzlich alles still war. Nicht einziges Geräusch war noch zu hören. Jeder starte auf den riesigen Hünen in der hellgrünen Servorüstung. Seine dunkelblauen Servoaugen leuchtete, heller als es es Scheinwerfer gekonnt hätten. Ein Death-Guard!

    Der gehörnte Helm mit der typischen Gasmaske, die zum Brustpanzer führte, war ein typisches Merkmal dieser Legion.
    ,,Darf ich vorstellen. General Staphylos, Heerführer der Deathguards und Streiter unserer Sache.“ stellte Ten seinen Verbündeten vor. Noch immer waren seine Gefolgsleute verunsichert.
    Sie hatten scheinbar nicht mit der puren, unverfälschten Präsenz des Bösen gerechnet.

    Der General nickte und trat wieder zurück in den Schatten, kein Wort drang aus dem Mundstück an seinem Helm.
    So unwahrscheinlich es auch klang, viele Mutanten fürchteten das Chaos, obwohl die meisten ihr erschreckendes Erscheinungsbild ihnen verdankten. Manche Dämonen können Wesen im Embryonalstadium beeinflussen und ihre Entwicklung verändern.

    Daher schlossen sich auch Millionen von Mutanten den Chaos an, weil sie im Imperium keine Zukunft hatten. Das Ten sich an das Chaos verkaufte, hätte niemand erwartet, nicht von ihm.

    ,,Hört mir zu. Ihr mögt mich einen Verräter nennen, doch das bin ich nicht. General Staphylos und seine Soldaten sind zu mir gekommen und haben aus freien Stücken ihre Hilfe angeboten. Sie werden uns mit ihren Waffen versorgen, damit wir unsere Wut in das Herz von Termines XII treiben können.“

    Seine Worte waren ausreichend, um die ruhelose Meute zu beruhigen und wieder ihren Kampfeswillen zu wecken..........


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • jetzt bin ich verwirrt XD
    war das nun son zergling vieh der tyraniden oder nen nurgling^^

    aber schuppen...krallen... .....

    verwirrt^^ aber gut gemacht^^

    PS schockstäbe können durchaus töten, bei nromaler ladung reicht ein kleiner wink und das opfer fliegt mitschweren krämpfen und blut ergüssen zu boden
    bei voller ladung brauchen sie den schädel nur mit etwas schwung zu berühren und der zerplatzt aber egal^^ PS das selbst einfache soldaten immer soviel über streng geheime institutionen wissen müssen^^
    egal ist ne tolle geschichte^^

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  • *Gnaaaaaaaaaaaaa*

    Ich dachte du bringst mal was über Tyras.......
    Immer dieses Chaos gedönse, Staphylos haste doch jetz schon so oft sterben lassen ;)

    Aba nichts desto trotz gute Story, spannend geschrieben und ich will, wie üblich mehr!

    mfg

  • off.topic:,, Ich wäre ein schlechter Schreiberling, wenn ich mich nur auf eine Thematik beschränke, keine Sorge, es wird etwas kommen und das werdet ihr nicht einmal erahnen können 8)

    Also hier was neues ;) . Viel Spaß beim Lesen."


    Das Verhör


    ,,Siehst du nicht, wie sie deine Qualitäten verachten? Merkst du es nicht, wie dich deine Leute behandeln? Vom Neid getriebene Tiere sind sie, mehr nicht. Erkennst du nicht die Wahrheit? Der Schwarm ist deine einzige Familie, hier wird dich keiner verachten, keines meiner Kinder kennt Neid und Habgier, nur den schrecklichen Hunger......“


    ,,Oh nein, nicht schon wieder.“ wachte Sentius Claw in einem sterilen Raum auf. Sein Kopf dröhnte,aber die Stimme war verschwunden.,, Dem Imperator sei Dank....“ betend hielt er sich seinen Kopf. Man hatte ihm den gesamten Kopf kahl geschoren und Dutzende von Einstichen konnte er vom Hals bis zum Nacken runter erfühlen.

    ,,Ich hasse diese Untersuchungen......“ knurrte er und stützte sich auf der Tischplatte aus glänzenden Chrom ab.
    Es war schwierig für ihn, sich zu sammeln. Die Betäubung wirkte größtenteils nicht mehr, doch seine Sinne schienen immer noch davon beeinflusst zu werden. Das grelle Licht der Neonröhren an der Decke war einfach nur störend und wurde durch die äußerst saubere Tischplatte reflektiert. Im ersten Moment wollte er die Augen wieder schließen, aber das wurde ihm verwehrt. Gerade öffnete sich eine Tür, die Einzige in diesem Raum, und eine dürre Gestalt trat herein. Seine Kopfschmerzen kehrten zurück und er konnte erkennen, daß dies ein Psioniker war. Das anschließende Verhör.

    ,,Ah, Mister Sentius Claw...“ sprach ihn der Fremde an und umrundete ihn langsam.,, Ich habe ihre Akte gelesen...“ warf er ein großen Stapel an Papyrus und Pergamenten auf den Tisch. Das laute Geräusch war äußerst unangenehm für den Rekruten des Adeptus Arbites und wie es schien, wusste es der unheilvolle Psioniker.

    Dieser wirkte eine Mischung aus Mensch und Schlange, wahrscheinlich ein Mutant. Seine Haut war ähnlich der eines Menschen, doch sehr schuppig, die Augen zu tierartigen Schlitzen geformt und die Nase fehlte völlig, nur zwei unscheinbare Löcher hatten diese ersetzt.
    Ob er über Haare verfügte, war durch den dunkelblauen, blitzenden Helm schlecht zu sagen.

    ,,Und ich muss sagen, daß ich entrüstet bin, wie ein solch nutzloses Individuum unserer Gesellschaft, es in die heilige Gefilde des Adeptus Arbites gebracht hat. Scheinbar versucht man jetzt den Abfall direkt zu entsorgen.“ setzte sich der mittlerweile unsympathisch gewordene Psioniker an das Ende des zwei Meter langen Tisches.

    ,,Besonders wenn ich ihre beunruhigende Vergangenheit berücksichtige. Wie hat es sich angefühlt im Dreck zu leben?“
    Sentius kochte vor Wut und formte eine spitze Antwort.,, Keine Ahnung, sagen sie es mir doch Psioniker. Sie sind es doch gewohnt, im Dreck anderer zu wühlen.“

    Er konnte deutlich spüren wie seine Kopfschmerzen sich schlagartig intensivierten. Normalerweise kein gutes Zeichen, doch in diesem Falle befriedigend. Der Psioniker war wütend, aber er konnte seinen Zorn gut verbergen.

    ,, Ah, wir rebellieren gegen die Oberhoheit der Inquisition. Sehr schön, ein weiteres Indiz für meine These.“ lachte der ekelhafte Mann vor ihm.
    ,,Der Imperator ist die einzige Macht im Universum, die Inquisition nicht!“ brüllte er und schlug mit der Faust auf den Tisch.
    ,,Bravo...“ klatschte der Psioniker in die Hände.,, Ihr wisst also doch noch wem eure Loyalität gehört. Nun dann können wir endlich offen reden.“
    Leider hatte er die kümmerliche Scharade des Psionikers nicht gleich durchschaut, allerdings hatte ihm seine grobe Antwort gerettet.
    ,,Sehen sie, ich bin geneigt ihnen zu glauben, nur sind meine Vorgesetzten in dieser Beziehung recht kompromisslos. Beginnen wir also....“ begann er erklärend.

    Sentius saß auf glühenden Kohlen. Er musste beherzter denken und sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Alles, was nun geschah, jedes Niesen, jeder Augenaufschlag würde strengstens in die Bewertung seines Gegenüber fließen.

    ,, Ihr direkter Vorgesetzter Sergeant Ester Damokles , hat sich durchaus positiv über sie geäußert. Darauf sollten sie in Anbetracht ihrer kurzen Zeit beim Adeptus Arbites durchaus Stolz sein.“ Wieder eine Finte, um in seinen Geist eindringen zu können, dachte er und war überaus vorsichtig. Nickend bedankte er sich und wartete auf die nächste Frage. Sein Geist musste ein Bollwerk sein, niemand durfte in seinen Geist, am wenigsten dieser speichelleckende Abschaum von der Inquisition.

    ,, Den Kopf des Aliens, den sie gefunden haben, wird derzeit noch untersucht, allerdings stellen sich uns erste Fragen über seinen Fundort. In ihrem kurzen Bericht steht geschrieben, ein insektenartiges Wesen wäre aus dem Leib einer toten Katze gekrochen und das mitten auf dem Platz der Einheit. Ist das soweit korrekt?“ harkte der Psioniker nach und sah ihn tückisch in die Auge.

    Wieder nickte Sentius Claw und hoffte seine Deckung beibehalten zu können. Er spürte förmlich, wie irgendetwas durch seine Gedanken wälzte, wie eine Wurm durch das saftige Fruchtfleisch eines Apfels.
    ,,Gut, sehr gut. Weiter steht hier, das diese Wesenheit über keinerlei erkennbare Augen verfügte und sich trotzdem bedrohte. Würden sie in eigenen Worten bitte schildern, wie es sie ''bedrohte“?“
    Jetzt hatte er ihn, jetzt musste Sentius seinen Widerstand aufrechterhalten und antworten. Da er über keinerlei psionische Fähigkeiten verfügte, war dies äußerst schwierig.

    ,,Dieses Tier hat mich angefaucht und geknurrt.“ antwortete er knapp und sah, wie der Psioniker grinste.
    Er war in ihm und das verbarg er auch nicht mehr länger.
    ,,Ich sehe es. Sie haben richtig gehandelt, aber fühle ich eine leichte Abneigung gegenüber der heiligen Inquisition.....Möglicherweise wird in dieser Beziehung noch eine weitere Untersuchung von Nöten sein, um zu bestätigen, daß sie KEIN Feind des Imperiums und nur ein williger Diener seines Namens sind.“

    notierte sich der Psioniker mittels eines Kugelschreibers auf einen vergilbten Stück Pergament seine bisherigen Untersuchungsergebnisse.
    Leider war die Schrift so zittrig und bedauerlicherweise auch in einer anderen Sprache, als das er es hätte lesen können. Ein mieser Trick, murmelte er unhörbar und beobachtete seinen Verhörexperten weiter. Dieser wirkte unscheinbar, doch auch der Psioniker suggerierte den jungen Mann vom Adeptus Arbites ebenfalls.

    Es war ein Katz und Maus-Spiel, nur war er die wehrhafte Maus.
    ,, Sich mit einem Nagetier zu vergleichen ist nicht gerade eine praktikable Art, um mich von ihrer Unschuld zu überzeugen.“ gab der Psioniker bissig zurück und schrieb weiter an seinem Bericht.
    ,,Sie sollten vielleicht doch eine Neural-Therapie in Betrachtung ziehen, damit wir auch weiterhin von ihrem gesunden Menschenverstand profitieren können.“ fügte er noch seiner Antwort hinzu und legte den Kugelschreiber ab.

    ,,Ihre Bewertung ist abgeschlossen. Ich habe derweil alles was ich brauche. Das Ergebnis kann ich ihnen mitteilen, da sie ohnehin keine Möglichkeit haben es anzufechten......“ sagte er Psioniker kalt lächelnd.
    Dies war ihm bereits bewusst. In seiner Situation war er nur ein Opfer oder noch weniger. In dieser Situation war jeder Entscheidung hilflos ausgeliefert, egal, wie sie ausfallen mochte.
    ,, Beginnen wir mit der medizinischen Untersuchung. Sie weißt auf ein geringes Ungleichgewicht in ihrer Gehirnchemie, welches oft die Ursache für Kopfschmerzen jedlicher Art sind und sie scheinbar besonders anfällig gegenüber psionischen Auren machen. Dies mag sich recht negativ anhören, doch bestätigt es ihre Qualifikationen für das Adeptus Arbites. Ich bin sicher, daß sich durch diese Befähigung, neue Anwendungsbereiche erschließen lassen.“ sprach er äußerst langatmig, in der stetigen Gewissheit, wie bedrückend die Angelegenheit für Sentius Claw war.
    ,,Ihre Befragung war echt aufschlussreich. Sie sind loyal dem Imperium, allerdings habe ich ihre Abneigung gegenüber der heiligen Inquisition in meine Bewertung mit einfließen lassen. Eine leichte Unsicherheit war deutlich spürbar, schon bei dem Gedankengang des Katz-und-Maus-Spieles. Daher rate ich zur einen Nerven-Stimulanz-Behandlung, um einer möglichen Schwäche vorzubeugen. Desweiteren haben ich ihre innere Unruhe gespürt, nicht weiter verwunderlich für einen jungen Rekruten, allerdings werde ich dies ihrem direkten Vorgesetzten mitteilen müssen.
    Ihr Bericht hat durchaus die Wahrheit entsprochen. Durch einen legitimen Blick in ihre Gedanken habe eine deutliches Bild von der Szenerie erhalten. Sie besitzen einen äußerst klaren Verstand, danken sie dem Imperator dafür.

    Alles im Allem bin ich relativ zufrieden mit der Untersuchung. Trotzdem werde ich die signifikanten Punkte, die bereits angesprochen habe, melden müssen und ich schließe es nicht aus, daß dies eine weitere Untersuchung zu Folge haben könnte. Ich werde sie aus der Untersuchung entlassen und sie werden wieder ihren Dienst antreten, aber seien sie sich bewusst, wir werden ein Auge auf sie haben. Bleiben sie noch sitzen, ihre Leute werden sie abholen.“ damit stand der Psioniker auf und suchte sich seine Unterlagen zusammen. Ohne ein weiteres Wort verließ er den Raum und ließ den sichtlich erleichterten Rekruten zurück.........


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • schön geschrieben^^
    da kriegt man wieder lust etwas dow zu zocken^^
    ruhig weiter so das wird noch spannend^^

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  • Arrr sehr gut geschrieben deva. Bin jetzt am überlegen was das insekt war, oder warum die Stimme sagt du wirst der erste unsere Art. Wird bestimmt so ne tyraniden brut sein^^, oder sowas änliches. Ich finds gut das du über die adeptus arbites schreibst, aber soweit ich weiss haben die doch auch diese executor schrotflinten( oder wie die heissen^^). Das sind doch aufgemotze schrotflinten??? Wäre cool wenn du die noch reinbringen würdest, aber ich denk mir mal du hast schon irgendwas in der art vor. Das die Adeputs arbites eine lager halle stürmen oder sonst was in der art^^. Was ich richtig gut find ist das mit dem parasiten, und mit dem death guard. Bin gespannt wie es weiter geht.Und ne frage bist du noch am schreiben daran und wenn ja wann postest du es rein.

    Und wie immer weiter so, will mehr, sehr gute arbeit diener des nurgles, dein Gott wird bestimmt zufrieden mit deiner Leistung sein ;).

    Schmutzige Bomben, fallen wie der Regen, brasseln auf die Erde, zerstören alles Leben.

    Edited once, last by Blokkmonsta (November 16, 2006 at 8:48 PM).

  • Danke jungs, natürlich schreib ich noch weiter, ich versuch morgen was reinzustellen. War heute ein recht hektischer tag, ich schaff bestimmt morgen was. Habe einige TRäume gehabt, in einem war ich nen Waghboss und hab meinen Feind mit einer Leiche erschlagen, mein Beiname: Leichenkloppa. ;)

    Ja ich träume mitunter etwas groteskes, aber keine sorge, daß hilft mir in meiner kreativität. ;)


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • off.topic:,, Ich habe es versprochen und hier ist es. Ein neuer Teil. Wünsche viel Spaß beim lesen und keine Angst, was jetzt noch nur angedeutet ist, wird baldblutige Realität ;)
    Also viel Spaß beim Lesen."

    P.S. Gute Idee GBK, ich werde es in meine Geschichte sicherlich einfließen lassen, wenn es sich ergibt."


    Selig sind die Narren


    Eine halbe Stunde später


    Das Verhör war zu Ende und Sergeant Ester war bereits über die unliebsamen Neuigkeiten informiert worden. Nicht gerade ein rühmliches Ende für einen solch nervenaufreibenden Tag.
    ,,Was für ein Scheiß....“ knurrend warf er die kleine, stählerne Pforte seines dunkelgrünen Spindes zu.

    Er war für heute fertig mit der Welt, aber dennoch hatte er seine Pflicht zu erfüllen. Man meinte, eine Doppelschicht würde ihm nach der recht „entspannenden“ Befragung und Untersuchung sicherlich gut tun.
    Seine Ausrüstung war nun eine andere. Er musste jetzt einen Elektro-Schlagstock und eine Nadelpistole mit Injektionspfeilen mit sich tragen. Gerade am Tage lauerte doch das Verbrechen, er konnte die Administration nicht verstehen und auch nicht diese unsinnigen Vorschriften.

    Nur Abends bis zur Dämmerung war es den Rekruten gestattet scharfe Munition und Waffen mit sich zu tragen. Von Sonnenaufgang bis deren Untergang sollte man auf nicht tödliche Werkzeuge zurückgreifen, da man schließlich zum Wohle aller Bürger des Imperiums handle.
    Eine blödsinnige Metapher, die er bedauerlicherweise befolgen musste.
    Wie ein nasser Sack Mehl ließ er sich auf die hölzerne Sitzbank hinter sich fallen und ließ den Kopf in die Arme sinken.
    Diese Kopfschmerzen waren nervend, vielleicht würde ihm die frische Morgenluft gut tun.

    ,, Verdammt!“ brüllend stand er auf und trat gegen die getäfelte Wand. Er hatte es so satt, so unendlich satt. Der ganze Tag war ein Alptraum gewesen. Nicht nur musste er irgendwelche Mutanten wieder verweisen oder sie in ihre Slums zurücktreiben, nein, er durfte sich auch das Gejammer von unglücklich verheirateten Männern und Frauen anhören. Die Krönung war dieses Insektenvieh aus der toten Katze und das darauffolgende Verhör.

    ,,Das wird sich in meinen Lebenslauf spitze machen...“ lachte er wie ein Wahnsinniger und weinte anschließend. Stress konnte die seltsamsten Gefühlen in einem Menschen regen. Selbst jene, die man unter purer Stärke vergraben hatte.

    ,,Mein Glaube ist stark. Ich diene den Imperium bis in den Tod.“ umklammerte er die kleine goldene Kette um seinen Hals mit den goldenen Adler. Er hasste sich in diesem Moment. Wie ein kleines Kind war er momentan. Schwach und verletzlich. Ein erwachsener Mann, der in einem Umkleidungsraum wie ein Nichts im Raume stand und eine goldene Halskette umarmte.

    ,,Mein Glaube ist stark. Ich diene den Imperium bis in den Tod!“ redete er sich selbst Mut ein und seine Stirn zelebrierte vor Anspannung.
    ,,MEIN GLAUBE IST STARK! ICH DIENE DEN IMPERIUM BIS IN DEN TOD!“ schrie er nun aus Leibeskräften und versenkte seine angeschlagene Psyche wieder in der Unendlichkeit seines starken Geistes.
    Jetzt fühlte er sich stark und wollte gerade zum Ausgang gehen, als sich eine zierliche Frauengestalt in hautengen Leder aus einer dunklen Ecke des schlecht beleuchteten Raumes bewegte.

    ,,Welche starke Worte, vielleicht schenke ich dir mal ein Wörterbuch, damit du eventuell ein paar neue Sätzen bilden kannst.“ sagte Las'Venegath neckisch und klatschte in ihre zarten, manikürten Hände.
    An der wohlgeformten Frau mit den kurzen, schwarzen Haar und den weiß melierten Strähnen wirkte die Uniform wie ein Kleid. Es stand ihr wunderbar. Ihre weiblichen Runden waren wohl für jede Kleidung ausgelegt, selbst in einem schlappigen Overall würde sicherlich gut aussehen. Besonders die schwarze Augenklappe über ihren rechten Auge regte seine Fantasie an.
    ,, Ach die Zyklopin......“ sagte er abfällig, um seine offensichtliche Erregung zu verbergen. Der Schweiß glänze auf seiner kahlen Stirn und sein Herz schlug Purzelbäume. Hätte sie ihr bionisches Auge noch, hätte sie es sicherlich gesehen.

    ,,Ich habe gehört, was der Psioniker und der gute Sergeant Ester beredet haben. Möchtest du es gerne wissen?“ lächelte sie ihn mit ihren vollen roten Lippen an und er verzog eine Miene.
    Sentius Claw wusste nur zu genau, daß seine Kameradin nie etwas ohne Gegenleistung tat.

    ,, Du verlangst doch sicherlich etwas dafür oder?“ fragte er skeptisch und sah sie grimmig an. Sie lachte und ging geschmeidig auf ihn zu. Ihre Hüften wurden durch das nachtschwarze Leder der Uniform besonders hervorgehoben.

    Wenn sie so auf einem zukam, konnte man ihr kaum einen Wunsch abschlagen. Sie war sich ihrer Schönheit bewusst und nutzte sie pausenlos. Nur im Einsatz war sie ein braves Mädchen, das besondere Privilegien genoss.

    Selbstverständlich bei ihren geschmeidigen Bewegungen und der Tatsache das über 96% der Mitglieder des Adeptus Arbites männlicher Natur waren.
    ,, So viele Fragen und so wenig Vertrauen. Ich würde es dir sagen, wenn du dich bei mir entschuldigst.....“ grinste sie ihn an und strich mit ihrer seidigen Hand über seinen kahlgeschorenen Kopf. Sentius Claw erschauderte. Ihm stellten sich die Nackenhaare auf und sein Puls kannte kein Halten mehr. In seinem Kopf tobte die irre Vorstellung, sich wie ein Tier auf sie zu stürzen und sie zu begatten, aber schnell konnte er diesen Urtrieb abschütteln.

    ,,Denk klar, verdammt, du kennst Las'Venegath. Du weißt, das sie nur spielt. Reiß dich zusammen.“ dachte er innerlich und rief sich zur Besinnung.
    ,,Entschuldigung.....“ zischte er Gram gebeugt und sein Gesicht verwandelte sich in eine finstere Maske aus Scharm und innerlicher Wut.
    ,,Na, wenn du mich so nett bittest.“ sagte sie und setzte sich auf die Holzbank. Dabei strich sie über ihre Beine und Sentius verlor beinahe seine Stärke. Zwischen seinen Gefühlen Hin und Her gerissen, biss er sich auf die Zunge und schmeckte den süßlichen, metallischen Geschmack von Blut. Seinem Blut. Der plötzliche Schmerz blies wie eine Flutwelle alle Regungen aus seinen Körper, nur ein Verstand war intakt.

    ,,Der Psioniker hat mehr oder weniger darauf gedrängt dich vorrübergehend vom Dienst zu suspendieren, bis man über deine feindliche Haltung gegenüber der Inquisition im Klaren wäre bzw. eine weitere Befragung durchgeführt hätte.....“ sagte sie äußerst langsam und drückte sich dabei ebenso gewählt aus, was selten der Fall war.

    ,,Na klasse.....“ ging er unruhig im Kreis und machte sie immense Vorwürfe. Er hatte bei dem Verhör versagt. Alle Ratschläge seines Vorgesetzten in den Wind geschlagen und jetzt erntete er den Segen für seine Verfehlungen.

    ,, Da ist noch mehr. Du solltest mich ausreden lassen.“ lächelte sie ihn erneut an und er ballte eine Faust.,,Diese lange Pause war Absicht gewesen.....“flüsterte er unhörbar und forderte sie auf weiter zu sprechen. Natürlich kam sie seiner Aufforderung zögerlich nach.
    ,, Der gute Ester ist für dich in die Bresche gesprungen und hat den Psioniker hart angefahren. Ich glaube, er hat ihn einen degenerierten Haufen Scheiße genannt und er solle sich lieber auf wirkliche Verbrechen konzentrieren und nicht junge, aufstrebende Rekruten und gläubige Diener des Imperiums in ihrer Pflicht zu hindern.“

    Sentius Claw wurde hellhörig.,, Das hat er gesagt? Wir reden hier noch von Sergeant Ester oder nicht?“ fragte er ungläubig nach und Las'Venegath nickte.,, Sagen wir es mal so, ich war erstaunt, aber gleichermaßen begeistert. Schließlich hast du deine Pflicht getan und das noch nicht mal übel für einen Grünschnabel.“ witzelte sie und machte ihren Spint auf, der seltsamerweise nur einen Meter von dem seinigen lag.
    Auch sie nahm ihren Schlagstock und die Nadelpistole daraus hervor und bewaffnete sich.

    ,, Grünschnabel? Sag mal bist du nicht auch erst ein Jahr bei uns?“ baute der junge Rekrut ein Gegenargument auf, das allerdings durch eine arrogante Antwort von Las'Venegath zerfiel.
    ,, Dann kannst du einmal sehen. Ich brauchte nur ein Jahr und du?“
    Das gefiel ihm nicht. Er hatte seine Kameradin gern, vielleicht liebt er sie sogar. In dieser Beziehung war er sich nicht sicher. War es nur körperliche Anziehungskraft oder verbarg sich noch mehr dahinter.
    ,,Achja, bevor ich es vergesse:,, Neue Anweisung. Wir gehen gemeinsam auf Streife.“ rief sie ihm hinterher, als er direkt in der Türfüllung stand.
    ,,Echt klasse....Heute scheint mich echt alles zu hassen.“ verließ er den Umkleidungsraum und wurde von einem Schuh am Hinterkopf , begleitet von einem „Hey“, getroffen. Grinsend stolperte weiter, um seine Schicht zu beginnen......


    IN der verzweigten Kanalisation, unter der Stadt


    ,,Mir gefällt das nicht. Ich bin dein treuester Diener, Ten, aber den Mächten des Chaos traue ich nicht.“ sagte Markosch ein entstelltes Wesen mit dutzenden von peitschenden Tentakeln, die ihm willkürlich aus der Haut wuchsen. Sein Gesicht hatte er, mittels weißer Bandagen, versteckt, sowie auch seine Arme und Beine, doch die Tentakel fanden immer wieder eine Stelle, wo sie wuchern konnten. Sein langer, brauner Trenchcoat war schon längst durchlöchert und eigentlich nur ein zerrissenes Stück Stoff.
    Er gehörte zu den Leibwächtern von Ten und galt auch als sein Berater, seinem einzigen Berater.

    ,,Ich weiß, aber wir müssen uns mit einem Dämonen verbünden, um den Teufel zu stürzen. Denkst du wirklich, mir gefällt das?“ erwiderte Ten, der direkt gegenüber saß und an einer verdreckten Karotte knabberte.
    In den kleinen, engen Versteck, was mehr einer Müllhalde ähnelte, waren sie ungestört. Der verbeulte, morsche Tisch und die ebenso mitgenommenen Stühle boten ein schrecklichen Einblick in das Leben eines Mutanten. Fast alle Gegenstände wirkten wie von einer Mülldeponie. Selbst die hölzernen Wände waren mit Graffiti oder widerlicherem beschmiert. Auf den Boden lagen fest getrocknete, schimmelige Essensreste und mitunter auch Fäkalien. Und das Plätschern von riesigen Ablassrohren der Fabriken für das Abwasser war deutlich im Hintergrund zu hören.

    Glücklicherweise brauchten sie hier in der Kanalisation kein Dach, hier war es immer feucht und schmierig. An den ekelhaften Geruch hatten sich die beiden Mutanten mittlerweile gewöhnt.
    ,,Vielleicht sollten wir einfach den ursprünglichen Plan ausführen und die Waffendepots im Süden der Stadt angreifen. Dann hätten wir die Mittel, um los zuschlagen und wären nicht auf die Chaos-Space-Marines angewiesen.“sagte Markosch und hütete sich dabei das Wort Verräter oder Abschaum zu benutzen, schließlich waren dies Begriffe der Menschen und diese hasste er vom ganzen Herzen.

    ,, Unwahrscheinlich. Durch die automatischen Geschützanlagen würden viele unserer Brüder und Schwester unnötig ihr Leben verlieren. Nicht zu vergessen, die Garnison. Die imperialen Wachen hätten keinen Skrupel uns einfach zu erschießen. Ich bin selber nicht für den Weg des Krieges, aber wir haben keine andere Wahl. Entweder wir werden zu den Tieren für die uns die Menschheit hält oder wir werden sterben und zwar qualvoll.“ antwortete Ten mit einer gewissen Schwere in seiner Stimme.
    ,,Ich habe von diesen Staphylos gehört. Zumindest was man so über ihn sagen hört. Angeblich ein Mörder und ein Vernichter. Keinem den man wirklich begegnen möchte. Ich konnte nicht viel in Erfahrung bringen. Das wenige Material beruht auf Hören und Sagen, leider.“ betonte Markosch und fasste sich an seine aalglatte Stirn. Er wirkte tatsächlich wie eine Art Meeresgetier. Seine Haut war recht geleeartig und immer ohne Schrammen, ähnlich einem Tintenfisch.

    ,,Ich muss leider auch sagen, daß ich nicht viel erfahren haben. Unser Verbündeter hat mit mir einige Stunden gesprochen und ich muss sagen, es hört sich alles gut an, zu gut. Seine Worte mögen sich immer keuchend anhören, doch sind sie immer mit einer gewissen Überzeugung angereichert. Ich konnte kaum umher, seiner Sache, glauben zu schenken.“ erklärte Ten immer noch sachlich, aber der bedrückende Unterton blieb.
    ,,Mal eine andere Frage. Was passiert wenn wir gewinnen? Ich frage dies mit Bedacht. Was dann?“ stellte Markosch eine erneute Frage und sah dabei Ten in die Augen.

    ,, Dann werden wir uns mit den Administratoren in diesen Raumsektor in Verbindung setzen und eine Austausch zwischen Menschen und Mutanten veranlassen. Sollten ihre Leute ihnen etwas bedeuten, werden sie es tun.“ sprach Ten und würgte nun die madige, gelbliche Karotte runter. Dabei verzog er das Gesicht, als müsste er sich gleich übergeben.
    ,, Ich glaube nicht, das sie so handeln würden. Sie werden diesen Planeten vernichten und damit alles Leben auf ihn. Ex Terminatus, nennen sie diesen unmenschlichen Akt. Was dann Ten? Was können wir dann tun?“ Markosch war besorgt. Man sah es ihm an und er war auch nicht über diesen Plan begeistert.

    ,,Du sprichst wirklich offen mit mir und ich werde dir diesen Gefallen ebenfalls tun. Gar nichts. Wir können jetzt nur auf die Unterstützung der Deathguards bauen. Im brisantesten aller Fälle werden wir uns den Chaos anschließen. Eine andere Wahl haben wir nicht oder möchtest du von einer Energiewelle zu einem glühenden Stück Brikett verkohlt werden?“
    Sicher hatte Ten recht. Viele Alternativen hatten sie nicht, entweder sie erhoben sich und kämpften für ihr Recht zu leben oder sie würden nach und nach ausgerottet. Sie mussten so handeln. Das Imperium musste endlich wachgerüttelt werden. Es musste endlich einsehen, daß die Mutanten die Zukunft der Menschheit waren und nicht die Menschen selbst.

    Markosch war immer überzeugt davon gewesen, daß Mutanten einen Menschen körperlich und geistig überlegen waren. Das traf allerdings nicht auf jeden zu. Ca. zwei Drittel der Mutanten im gesamten Imperium waren verkrüppelt und verfügten über keinerlei psionische oder körperliche Kräfte. Viele waren auch nicht Herr ihrer Sinne und meist psychisch behindert.
    ,,Wann soll der Sturm losgehen?“ wollte er wissen und Ten erwiderte.,, In zwei Tagen. Genau eine Stunden nachdem der Gouverneur das neue Gesetz ausgerufen hat und damit unsere Tötung legitimiert hat.
    Unsere Brüder sammeln die letzten Waffen ein und formieren unsere Streitkräfte, während unsere Schwestern unsere Versorgung überwachen.“
    Sein Plan mochte etwas chauvinistisch wirken, aber eine Tatsache war, daß männliche Mutanten über eine wesentlich größere körperliche Kraft verfügten und ein höheres Schmerzpotenzial besaßen ,als die weiblichen, wobei seine Schwestern durch einen hohen Intellekt und über überdurchschnittlich gute organisatorische Fähigkeiten verfügten.
    An sich eine wohlüberlegte Aufteilung, doch gab es auch kleinere Konflikte unter den Mutanten. Das alte Spiel zwischen Mann und Frau. Wer war besser. Ten konnte darauf keine Rücksicht nehmen. Er musste einfach die kalten Fakten berücksichtigen und sie auch gezielt einsetzen.
    ,,Und was ist wenn sie unseren Plan erkennen? Ich meine, nicht alle Mutanten sind mit unseren Plan einverstanden. Sie könnten ihnen etwas verraten.“ stellte Markosch fest, doch Ten lächelte nur in seiner bekannt sympathischen Art.

    ,,Das habe ich natürlich einkalkuliert. Unsere Waffen und Ausrüstungen befinden sich in unzähligen von Lager, selbst wenn wir einige Plappermäuler in unseren Reihen hätten, würde uns nur ein paar Lager verloren gehen. Es ist alles perfekt geplant.“

    Wirklich klug ausgedacht, wie Markosch zugeben musste. Keiner konnte mehr ihren Plan aufhalten und keiner würde ihr Ziel anfechten können. Sie waren einfach zu viele und mit der Hilfe des Chaos würden sie diese Welt überrennen.

    Plötzlich stand Ten auf und schleppte sich nach draußen.,, Komm, mein Freund. Wir haben viel zu tun...“


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

    Edited once, last by Deva (November 17, 2006 at 1:28 PM).

  • Sehr gut geschrieben, gefällt mir sehr jut macht wieder lust auf mehr, was ich am coolsten fand war der satz.

    Das Imperium musste endlich wachgerüttelt werden. Es musste endlich einsehen, daß die Mutanten die Zukunft der Menschheit waren und nicht die Menschen selbst.

    Der Satz gefällt mir richtig gut, und mit den lagerhallen find ich auch sehr gut. Da kann jeder vielleicht raten was als nächstes passiert ;). Ich tipp drauf das die adeptus des selber herrausfindet oder wie du geschrieben hast einer wird die klappe aufreissen und die verpfeiffen.

    Hrr freu mich schon auf die blutig geschriebenen szenen.

    Schmutzige Bomben, fallen wie der Regen, brasseln auf die Erde, zerstören alles Leben.

  • off.topic:,, Danke für das rege Interesse. Natürlich geht GBK's Vermutung in die richtige Richtung. Jetzt werdet ihr einen alten Bekannten treffen, allerdings in etwas verrückterer Form. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen."


    Der Informant


    Langsam schritten Sentius Claw und Las'Venegath durch die noch fast leeren Straßen der Makropole. Bis auf einige niedere Sklaven und Mutanten, die in ihren knalligen, orangen Ganzkörperanzügen die Straße mit einem primitiven Besen reinigten, war noch niemand wach.

    Alles schien noch zu schlafen, nur das laute Gebrüll der Prediger hallten aus allen Straßen. Nicht weiter verwunderlich. Ein gewöhnlicher Tag. Diese fanatischen Männer standen oft nächtelang auf einer Stelle und beschrien das Wort des Imperators. Daß Manche dadurch sich selber zu Grunde richteten, kümmerte keinen. Es war ein Opfer an den Glauben, so wurden diese Todesfälle gehandhabt.

    Zwischen den riesigen Gebäuden und leeren Straßen fühlten sich die beiden unwohl, beinahe völlig verloren. Nur einige Autos fuhren um diese Tageszeit, größtenteils die riesigen Müllschlepper, die die Mülltonnen entleerten und den Inhalt zur Mülldoponie brachten, wo er anschließend verbrannt wurde, um genug Energie zu erhalten, damit die schweren Maschinen in den Fabriken auch ordnungsgemäß arbeiten konnten.
    Alles wurde wiederverwendet, nichts wurde ohne Bedacht weggeworfen. Es gibt das Gerücht, daß es auf dem riesigen Friedhof keine Leichen mehr geben soll, da sie angeblich alle zur Energiegewinnung verbrannt wurden.
    Ein zweifelhaftes Gerücht, wie er selber empfand.,, Tretet der imperialen Armee bei. Zum Ruhme des Imperiums!“ las er im Vorbeigehen ein großes Plakat, das an einer Mauer angebracht worden war.

    Überall hingen diese Anwerbungen. Manche nur so klein wie ein Kopf, doch manche so überdimensional, daß man sie auf riesigen Bannern an den steinernen Gebäuden angebracht hatte.
    Plötzlich rauschte das Funkgerät und die Stimme von Sergeant Ester war zu hören, der neue Befehle übermittelte.

    ,, Also dann mal hergehört. Die Population von Mutanten in ihren Slums ist beunruhigend zurückgegangen. Wir vermuten, daß sie einen Ausbruch versuchen. Findet heraus, was sie vorhaben. Ester out.“
    Sentius nickte und sie überquerten die Straße. Ehrfürchtig wichen die versklavten Mutantenwesen vor ihnen zurück. Sie wollten nicht auffallen oder verhaftet werden. Ihre Herren würden sie erschlagen oder gar Schlimmeres mit ihnen anstellen.

    ,,Wo fangen wir an zu suchen?“ wollte Sentius wissen, als sie die schmutzige Straße entlang schlenderten und keine Notiz von den Sklaven nahmen.

    ,,Ich habe einen Informanten, allerdings ist er sehr schwer aufzuspüren. Er hat die besondere Fähigkeit, sich in jeder Gesellschaft zu verstecken. Selbst einem geschulten Auge würde er entgehen.“ erklärte ihm Las'Venegath und sie spitzte die Ohren. Sie hielt sich seltsamerweise zurück. Keinerlei spitze Antworten oder sonst eine Form des Sarkasmus. Sentius war leicht verwundert über dieses neuartige Verhalten, aber wahrscheinlich lag es an der Tatsache, daß er noch nie mit ihr auf Patrouille war.
    ,,Ein Mutant?“ fragte er leicht abfällig nach.
    ,,Ja. Aber er hält sich für einen Übermenschen und im Angesicht seiner erstaunlichen Fähigkeiten bin ich fast geneigt, ihm zuzustimmen.“ sagte sie bitterernst.

    ,,Warte!“ stoppte sie plötzlich und hob ihre Hand hoch. Sie musste etwas gehört haben, aber er hingegen hörte nur die hetzende Stimme eines nahen Predigers.

    ,,Komm.“ lachte sie und rannte die Straße hinunter und bog in eine neue Straße ein, dabei hätte sie fast eine übervolle Mülltonne umgerissen. Er rannte ihr schnell hinterher und war erstaunt. Sie musste ein erstaunliches Gehör haben.

    ,,Dort ist er.“ sagte sie leicht erfreut und zeigte auf den Mönch, der mit einem Kettenschwert in der Hand auf einer Holzkiste den Glauben an den glorreichen Gott-Imperator predigte.
    ,,Wer? Der Prediger?“ wollte er wissen, doch Las'Venegath ging ohne ein weiteres Wort weiter und ließ Sentius Claw wie einen nassen Hund im Regen stehen. Gekränkt folgte er ihr und murmelte irgendetwas von einem ,, arroganten Weibsbild.“, was sie allerdings großzügig überhörte.
    ,,Hört mich an, meine Kinder. Was haben wir gelitten, was haben wir alles erdulden müssen. Jetzt sind wir stark und doch so schwach. Die Wellen des Bösen nähern sich und wir verstecken uns in unseren Städten, während unsere Söhne und Töchter auf den Schlachtfeldern unseren wahren Feind bekämpfen. Ich höre ihre Schreie, ihren Glauben. Und ihr? Welchen Zweck erfüllt ihr? Ihr seht nur zu und helft ihnen nicht. Doch mache ich euch keinen Vorwurf. Im Codex Sanctus steht geschrieben, daß jeder Mensch, egal wie nieder seine Arbeit auch sein mag, dem Imperium dient.
    Wie kostbares Gold fließt euer Schweiß in Waffenfabriken und wisset,daß eure Hingabe in der nahen Zukunft belohnt wird......“

    Sentius spürte ein Zittern im Nacken. Dieser Mönch war wirklich sehr gut. Er schien ganz genau zu wissen, wie man Menschen mit sich riss und die Herzen aller mit Mut und Moral füllte.

    Auf der Stirn des alten Mannes war ein rotes Kreuz eingebrannt. Es musste sicherlich furchtbar schmerzhaft gewesen sein, dachte der junge Rekrut und beobachtete seine Kameradin. Was würde sie als Nächstes tun?
    ,,Seht dort, unsere Beschützer, die Männer und Frauen vom Adeptus Arbites. Preiset ihren Namen, preiset ihre Hingabe, denn sie sind unser einziger Schutzschild gegen die Flut aus mörderischen Mutanten und verräterischen Ketzern...“ reagierte der kuttierte Mann sofort, als er die Uniform von Las'Venegath erkannte.

    Der Mönch war wirklich so, wie man sich einen Fanatiker und Verfechter der heiligen Schrift vorgestellt hatte. Seine lange, braune Kutte ging bis auf den Boden. Goldenes Geschmeide hing um seinen Hals und teilweise auf seiner Kleidung. Ein schweres Buch in schwarzem Einband hatte er an seinem schlickgrünen Gürtel um die Hüfte befestigt. Es musste bestimmt sehr schwer sein, stellte Sentius fest, als er die geneigte Haltung des Predigers sah.

    ,, Wir haben etwas zu bereden. Komm mit uns.“ sagte sie frech zu dem Mann, der plötzlich wütend dreinblickte.

    ,,Mein Kind. Meine Pflicht ist es, den Glauben zu wahren und deine ist es, die Welt von jedem Abschaum zu befreien. Erfülle deine Aufgaben oder dich möge der Zorn des heiligen Imperators erschlagen......“ drohte der Mann und schwang sein Kettenschwert federleicht durch die Luft, obwohl dieses mehrere Kilo wog.

    Las'Venegath grinste.,, Nun mach nicht so einen Wind. Komm freiwillig mit uns oder.......“ Plötzlich unterbrach sie der Mönch und setzte seine endlosen Litaneien fort.

    ,,Seht ihr dies. Drohungen sprechen sie aus. Sie wagen es, einen Mann des Glaubens zu bedrohen. Welch trauriger Tag für das Imperium. Sehet, meine Kinder, dies ist der Verfall, vor dem ich euch warnte. Der Verfall in der Gestalt des Adeptus Arbites. Es wird ein Tag werden ,an dem der Imperator weint.......“

    Sentius knurrte und war wirklich böse, nicht auf den Prediger und seine beleidigenden Art, sondern auf seine Begleiterin, die es tatsächlich wagte, einen heiligen Mann zu beleidigen.

    ,,Ich habe dich gewarnt....“ sagte sie nun grimmig und zog ihre Nadelpistole. Mehrfach drückte sie den Abzug, ganz zum Entsetzen des Mönchs. Ein Injektionspfeil war nicht gefährlich, doch wenn man mehrfach getroffen wurde, lief man Gefahr nie wieder auf zu wachen.
    ,,NEIN!“ rief Sentius Claw, doch es war zu spät. Blitzschnell bohrten sich die nadelgroßen Pfeile durch die zähe Kleidung des Mannes und durchstachen sein zartes Fleisch.

    ,,Beim Imperator......“ flüsterte Sentius, da er es nicht fassen konnte, was Las'Venegath gerade getan hatte.
    Der Prediger ging auf seiner Kiste in die Knie und streckte seinen Arm zum Himmel.

    ,, Ich habe versagt, verzeiht mir, mein Gebieter. Das Böse war stärker als ich.....“ brach der Mönch zusammen und regte sich nicht mehr.
    Die umstehenden Mutanten rannten weg. Kreischend flüchteten sie zurück in die Häuser ihrer Herren und knallten die Türen zu. In wenigen Sekunden war die Straße leer, nur noch sie und Sentius Claw waren dort und der regungslose Körper des Predigers.

    ,, Hände hoch!“ brüllte er und richtete den Lauf seiner relativ kurzen Nadelpistole auf seine Kameradin.
    ,,Nun mal langsam, Grünschnabel.“ versuchte sie zu erklären, doch Sentius schenkte ihr kein Gehör.

    ,,Ich sagte:,, HÄNDE HOCH!“ KEINE WIDERWORTE!“ schrie er und zielte auf ihren Oberkörper. Dabei blieb er in den Beinen locker, um notfalls zur Seite springen zu können, falls es zu einem Feuergefecht kam.
    Das Adrenalin peitsche durch seine Arterien und schärfte seine Sinne. Er wusste, was zu tun war. Es war wirklich ein trauriger Tag, gab er den wahrscheinlich toten Prediger recht.

    ,, Jetzt reicht es. STEH ENDLICH AUF! VERDAMMT!“ drehte sie sich um und trat den Leichnam des Mönches.
    Gerade wollte Sentius abdrücken, als der Prediger zu lachen begann. Es war ein düsteres Lachen, wie von zwei Stimmen ausgestoßen. Eine helle und eine tiefe Stimme konnte er vernehmen, die in völliger Synchronität zueinander standen.

    ,,Hast du Angst gehabt, meine Liebe.“ stand der Mann auf und sein Körper zerfiel.

    ,,Beim Imperator....WAS IST DAS?“ Er konnte einfach nicht glauben, was er sah. Genauer gesagt, er wollte NICHT es nicht glauben.
    Die Haut, die Kleidung und das Fleisch vom Prediger bröckelten von ihm ab und verwandelten sich auf den Boden angekommen, zu Wasser. Nur eine dürre körperlose Gestalt blieb zurück, die sowohl Mann, als auch Frau sein konnte, es gab keine signifikanten Körpermerkmale.

    Das, was er für Wasser gehalten hatte, floss auf dieses seltsame Wesen zu, als hätte es einen eigenen Willen und verband sich sofort wieder mit der Wesenheit.
    Sentius Claw brachte keinen Ton hervor, seine gesamte Welt war gerade zusammengestürzt. Doch das war auch nicht nötig, da Las'Venegath die Initiative ergriff.

    ,,Darf ich vorstellen, Morph, unser Informant.“ sagte sie und zeigte auf das scheinbar flüssige Wesen.
    ,,Er hat Angst. Ich kann es riechen. Vielleicht sollte ich doch eine neue Form annehmen, die ihm mehr zusagt.“erklärte sich das Wesen und verwandelte sich zu seinem völligen Erstaunen in Las'Venegath.
    ,,Ich glaube, das sagt ihm mehr zu.“ sprach Morph mit der selben Zunge wie seine Partnerin.

    ,,Wie geht das? Das ist doch unmöglich...“ stolperte er mit offenen Mund auf die beiden Schönheiten zu.
    ,,Morph ist ein Formverwandler und relativ geschlechtslos, wie du gerade erlebt hast. Und er ist ein exzellenter Schauspieler.“ sagte die linke Las'Venegath, während die Rechte elegant und geschmeidig auf ihn zuging.
    ,,Das heißt?“ zischte Sentius, der sich nicht wohl in seiner Haut fühlte. Er konnte die beiden identischen Personen nicht von einander unterscheiden. Morph hatte sich wirklich perfekt getarnt. Das meinte seine Kameradin also damit, daß er sich in jeder Gesellschaft verstecken könnte.

    Die Vorstellung, ein Mutant könnte wirklich jede Person imitieren, war grotesk. Morph war eine Gefahr, wie leicht könnte er sich in einen Inquisitor verwandeln und irgendwelche Befehle erteilen, die niemand hinterfragte.
    ,,Und er von beiden ist jetzt dieser „Morph“?“ stellte er seine Frage offen.
    ,,Nicht ein Morph, der Morph...“ sprach ihn die Las'Venegath an, die direkt vor ihm stand und drückte seine Pistole zur Seite. Er war wie gelähmt. Sein Herz schlug schneller, als er ihre wollüstigen Lippen sah und ihr engelsgleiches Gesicht ihn anfunkelte.

    Ihre zarten Finger strichen über seinen Glatzkopf und zogen ihn dann plötzlich heran. Las'Venegath
    küsste ihn wie eine Verliebte und Sentius Claw errötete. Seine Beine wurden schwach und sein Herz überschlug sich fast vor Vorfreude. War es wirklich Liebe?
    Doch dann erkannte er ein kleines, rotes Kreuz, das unter einer Haarsträhne versteckt war.

    ,,Genau das gleiche Zeichen wie der Mönch.....“ angewidert stieß er Las'Venegath von sich und sah wie sie sich zurückverwandelte in die wässrige Form.
    ,,Und ich hätte gedacht, es hätte dir gefallen.“ wandte sich Morph von ihm ab und nahm die Gestalt eines normalen imperialen Bürgers an. Allerdings ohne ein Gesicht.

    Seine Partnerin konnte sich kaum noch einkriegen vor Lachen. Die Vorstellung von Morph war amüsant gewesen, für sie zumindest. Sentius hingegen spuckte noch immer auf den Boden und schämte sich in Grund und Boden.

    ,,Nun erzähl uns einmal, Morph, was weißt du über das Verschwinden von Mutanten?“ stellte ihm Las'Venegath endlich die Frage, in der Hoffnung, er könnte sie beantworten.
    ,,Sagen wir es so. Ich weiß es, aber was ist dir eine Antwort wert.“ erwiderte Morph.
    Diese berechnende Art kannte er doch von jemandem.
    ,,Okay, was willst du.“ ging sie auf sein Angebot ein und guckte leicht finster drein.

    ,,Zugang zu den oberen Ebenen der Makropole. Dieses rote Kreuz verrät mich immer wieder bei den fixen Wachen.“ tippte er auf seine Stirn. Las'Venegath kannte die Geschichte hinter dieser Kennzeichnung. Da Morph eine Gefahr darstellte, hatte man Anfangs versucht, ihn zu vernichten, doch stellte man schnell fest, daß dies nicht möglich war. Sein Körper regenerierte sich schneller, als man die Zellen zerstören konnte. Selbst die mächtigsten Waffen vermochten nicht, ihn zu töten. Unter unmenschlichem Aufwand brannte man ihm ein rotes Kreuz in die Stirn. Dieser Prozess war kaum zu umschreiben. Sie hatte nur gehört, daß man mehr als eine Woche mehrere Dutzend Lasergeräte auf seine Stirn gerichtet und ihre gesamte Kraft auf einen Punkt fokussiert hatte. Dabei sind die Zellen auf der Stirn abgestorben und hinterließen dieses Gebilde.
    Fast jeder kannte den Mutanten Morph. Er führte ein leichtes Leben, da er sich alles nehmen konnte, was er wollte. Selbst seine sexuellen Gelüste konnte er nach Belieben ausleben, schließlich konnte er jedes Geschlecht annehmen.

    ,,Nun gut, ich werde über die Sache nachdenken und jetzt verrate mir, was weißt du über diese Sache.“ forderte sie mit Nachdruck eine Antwort.
    ,, Sie bereiten etwas vor und sammeln Waffen. Natürlich kann ich mich nicht auf dein Wort verlassen, aber ich kann dir einen Schubs in die richtige Richtung geben. Siehst du das Lagerhaus, dort am Ende des Viertels.“ gestikulierte er auf ein Gebäude, neben einem Häuserkomplex mit Mietwohnungen.

    ,, Dort bereiten sie etwas vor. Ich warne davor, alleine diese Örtlichkeiten zu betreten. Vielleicht solltet ihr Verstärkung anfordern. Dort werdet ihr die Antworten finden, die ihr sucht.“ Mit diesen Worten rannte Morph die Straße runter und war verschwunden.
    Vielleicht mochten die Worte eines Mutanten wenig bedeuten, aber Las'Venegath kannte ihn zu gut. Er würde sie nicht belügen, vielleicht hatte er recht. Schnell griff sie zum Funkgerät...........


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

    Edited 2 times, last by Deva (November 19, 2006 at 1:08 PM).

  • Sehr gut geschrieben deva nur ein paar kleine rechtschreibfehler mehr ist das nicht, hast nur ein paar buchstaben vergessen und Wörter mehr ne. vor allem mit dem mutant find ich sehr cool, das er sich in alles verwandeln kann was er will. hrrr könnten das alle männer bräuchten wir keine frauen mehr :D und müssten nicht mehr zu arbeit gehen.

    Was mir sehr gut gefallen hat war das der morph sich verwandelt hat in die Las'Venegath und geküsst hat, fand ich cool, hab drüber gelacht. Hab mir vorgestellt wie würde ich reagieren in seine situation. Ich würd genau so reagieren aber ich würde den noch ein schuss in den fuss geben als Warnung das er nicht mehr sowas macht^^.

    Hr Hr jetzt freu ich mich auf den lagerangriff^^.

    Schmutzige Bomben, fallen wie der Regen, brasseln auf die Erde, zerstören alles Leben.

    Edited once, last by Blokkmonsta (November 18, 2006 at 9:10 PM).

  • off.topic:,, Danke, das mit den Rechtschreibfehler dürfte nun korrigiert sein. Passiert mitunter, wenn ich lange Texte hier reinkopiere. Dann verschwinden mitunter *seltenst* einige Buchstaben und Komma. Jetzt müsste theoretisch alles da sein. Das Problem ist immer beim korrigieren. Bei sich selbst findet man kaum Fehler bzw. überliest die meisten. Ich hoffe, daß es jetzt in Ordnung ist.

    Der Lagerangriff, naja, lass dich überraschen 8)


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • off.topic:,, So weiter geht es. Entschuldigt, aber ich hatte noch keine Zeit es zu korrigeren. Ich habe daran jetzt fast 3 Stunden geschrieben und werde es später korrigeren, aber ich denke, man kann es lesen. Ist dafür auch etwas mehr, als gewohnt ;) .Also in diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen."


    Der Sturm


    Eine halbe Stunde später, vor dem Lagerhaus


    Sentius Claw und seine Partnerin Las'Venegath hatten sich vor dem Eingang der riesigen Lagerhalle postiert und vergeblich versucht die Gegend zu sondieren. Allerdings scheiterte selbiges an der ihrer kläglichen Ausrüstung.

    Vor wenigen Minuten hatte er die neuen Informationen durchgeben, aber den Informanten verschwiegen. Das Wort eines Mutanten war nichts wert. Er baute nur auf die Aussage von Las'Venegath, die ihm versichert hatte, daß Morph die Wahrheit sprach.

    Sie warteten auf Verstärkung und waren sich gleichermaßen bewusst, daß ein blinder Alarm schreckliche Konsequenzen hätte.
    ,, Diese Warterei ist schrecklich...“ stöhnte Sentius und warf noch ein Blick in die dunkle Lagerhallen, aber bis auf einige, gestapelte Kiste und führerlose Gabelstapler konnte er nichts erkennen. Nur ein paar Geräusche waren zu hören, mehr nicht.

    ,,Hoffentlich bringen sie schweren Geschütz mit. Ich habe so ein ungutes Gefühl in der Magengegend.“ erwiderte Las'Venegath und drückte sich gegen die dicke Wand aus Stahl hinter ihr.
    Ein Glück, daß niemand mehr hier war. Die Mutanten hatten wohl den Braten gerochen und sich rechtzeitig versteckt, dachte sie und überlegte sich einen Plan. Sie mussten in die Lagerhalle und sie mussten auch ungefähr deren Grundriss kennen. Ein Plan war schwierig aufzutreiben, da manche bauten über Jahrhunderte alt waren und die Pläne längst zu Staub zerfallen waren.

    Wenn die Mutanten wirklich einen Schlag gegen das Imperium vorbereiteten, dann waren sie sicherlich auch bewaffnet und wahrscheinlich auch recht zahlreich.

    Ihr Verstand analysierte die Situation weiter, während Sentius weiter die Straße im Blick hatte.

    Kein Transporter oder ein Auto fuhr mehr, wahrscheinlich hatte man das Gebiet um das Lagerhaus weiträumig gesperrt.
    Die Menschen in den Sperrgebiet wurden durch eine telefonische Ansage gebeten in ihren Häusern zu bleiben. Ein lautes Sirenengeheul hätte nur unnötig die Feinde des Imperiums aufgeschreckt. Zwar waren telefonische Warnungen nicht gerade sicher, da man nicht wusste wen man anrief.
    Ein Verräter war nie auszuschließen. Man konnte nur das Risiko minimieren und hoffen, daß ein solcher nicht existierte.

    Unruhig sah sich Sentius um. Es kam niemand. Verdammt, dachte er und fragte sich, ob sie zu zweit eine Chance gegen eine Übermacht hätten.
    Ein Fluchtversuch war möglich und wer wusste noch, wie lange diese Mutanten in den Lager tätig waren.

    Morph sagte, sie würden etwas vorbereiten, doch einen genauen Zeitpunkt hatte er nicht erwähnt. Es wäre durchaus möglich, nur auf ein paar erschrockene Lagerarbeiter zu treffen, die sich vor einem Sturmtrupp des Adeptus Arbites ängstlich am Boden kauerten.

    Diese Ungewissheit war ihm ein Groll. Auch Las'Venegath wirkte leicht angespannt. Sie versuchte es zwar unter einem See aus Selbstbewusstsein zu ertränken, doch er konnte es an ihren zittrigen Blick erkennen. Ihre Pupille war geweitet und der Augapfel schnellte immer von links nach rechts.

    Ob ihr anderes Auge noch funktionierte konnte er dank der Augenklappe nicht sagen.
    Plötzlich begann das Funkgerät zu rauschen.
    ,,Ja?!“ fragte Sentius schnell nach und schon tönte die Stimme von Sergeant Ester.

    ,, Ich habe eine Team losgeschickt. Vier weitere Gardisten, allerdings sind es Männer von der imperialen Armee....“ erklärte er und wurde von Las'Venegath unterbrochen.
    ,,Imperiale Armee? Was haben wir mit denen zu tun?“ und Sergeant Ester antwortete eben so offen.

    ,, Ich weiß es nicht. Irgendetwas geht hier vor. Erst berichtete sie mir von den Verschwinden sehr vieler Mutanten und im gleichem Atemzug von einer mysteriösen Krankheit, die das Armenviertel befallen hätte. Man vermutete, daß beide Fälle irgendwie miteinander zusammenhängen. Möglicherweise sind die Mutanten zu chemischen Waffen gekommen. Egal. Die Männer werden euch zwei Armaplastwesten wie Helm und scharfe Waffen aushändigen. Ich habe euch kurzer Hand zu den Leitern dieser Operation ernannt. Macht mir keine Schande. Ester out!“

    Damit endete das Gespräch und auch die Anweisung. Las'Venegath verbiss sich sogar ein mürrisches,,Jawohl,Sire!“.
    Die Lage war ernst, vielleicht schlimmer, als man vermutet hätte. Wenn die rebellischen Mutanten über Bio-Waffen verfügten, würden sie diese sicherlich einsetzen, aber warum wartete sie solang.

    Ein kluger General hätte sein Feuer direkt auf den Feind entfesselt und nicht mit einer Seuche in einen Armenviertel begonnen. Dort schafften sie nur Leid, daß keinem interessierte. Sollte eine Pandemie entstehen, würde man das Viertel absperren und sämtliche Menschen dort abschlachten oder bei lebendigen Leibe verbrennen. Die gefährlichen Hellhound-Panzer der imperialen Armee waren dafür ausgelegt den zivilen Ungehorsam niederzuschlagen. Ein Flammenstoß aus ihren relativ kurzen Geschützrohr reichte, um ganze Menschenmassen zur Asche zu verbrennen.
    Bisher hatte er nur davon gehört, aber die Generäle von der imperialen Armee waren skrupellos. Für sie existierte ein Menschenleben nicht, nicht einmal das ihrer eigenen Männer. Der beste Beweis für diese These waren die Regimentskommissare, die in der Schlacht oftmals ihre eigenen Leute exekutierten.

    ,,Das sind keine gute Neuigkeiten...“ murmelte Sentius.
    ,,Nein, wirklich nicht. Vielleicht hat Morph deshalb die Infos so schnell ausgespuckt...“ sagte sie mit Bedacht. Zuviel wollte sie ihrem scheinbar unverwundbaren Informanten auch nicht zutrauen.
    ,,Falls wir das hier überleben sollten, reden wir nochmal mit diesen Morph.....“ knurrte der junge Rekrut und sah sich erneut um. Wieder nichts, wo bleiben die, ärgerte er sich in Gedanken.
    ,,Wieso hast du ''Sehnsucht“ nach ihm.....“ witzelte Las'Venegath, ganz zum Unbehagen von Sentius. Dieser sah wütend aus, wie es schien, hatte er diese Demütigung noch nicht verdaut.

    Bevor er eine bissige Antwort von sich geben konnte, sah er die Männer von der imperialen Armee. Vier Gardisten wie angekündigt. Nur eines war seltsam. Sie hatten lange Schutzanzüge an und trugen ihre reguläre Ausrüstung dadrüber. Statt der Schutzmaske ihres Helmes besaßen sie Atemmaske. Diese erinnerte an primitive Gasmasken, allerdings wesentlich feiner im Detail.

    Statt Lasergewehren trugen sie schwere Maschinengewehre oder eine Schrotflinte.

    Ein wirklich beunruhigender Anblick, selbst aus dieser Entfernung konnte er erkennen, wie gründlich sie sich schützten. Es gab keine offene Stellen zur Haut oder Kratzer. Alles wirkte sehr modern. Das war recht ungewohnt. Schließlich trugen die Gardisten der imperialen Armee meist keine sehr gute Ausrüstung. Sie war schlicht, einfach und praktisch, aber keinesfalls neu. Im Volksmund wurden die imperialen Gardisten auch als ,,Kanonenfutter“ bezeichnet, allerdings wurde es nie laut ausgesprochen. Dies würde auch schnell als Ketzerei ausgelegt werden und hätte die sofortige Eliminierung der Person zur Folge.

    ,,Das sieht nicht gut aus. Wissen die vielleicht mehr als wir?“ richtete Sentius seine Frage an seine Partner, aber dieser wusste es nicht und zuckte nur mit den Achseln.

    Schnell näherten sich die Männer und salutierten bei ihnen angekommen, diszipliniert und respektvoll.

    ,,Im Namen des Imperators. Wir sind hier, um dienlich zu sein.“ trat einer der vermummten Männer hervor. Er war scheinbar ein Offizier, daß erkannte er an den zwei schwarzen, aufgemalten Totenschädeln auf seiner rechten Schulterplatte.

    Sentius Claw und Las'Venegath erwiderten den Gruß, aber nahmen keine Haltung. Das hatten sie auch nicht nötig, da sie nicht zur Armee gehörten.
    ,,Oberst Tremor von Helsing möchten ihnen seinen Dank übermitteln und schickte uns aus, um ihrer noblen Sache dienlich zu sein....“ begann der Soldat einen Satz. Nun war Sentius sich klar, daß er ein Offizier war. Ein normaler imperialer Gardist hatte nicht den Wortschatz, um sich gewählt auszudrücken.

    ,,Ihr direkter Vorgesetzter hat sich gewünscht, daß sie diese Operation fortführen und uns, unter ihrem Kommando für diese Mission vereinen.
    Damit sie für einen Kampf gewappnet sind, hat man uns einige Utensilie mitgegeben, die allein für sie bestimmt sind. Gefreiter vortreten!“ brüllte er und einer der drei Männer trat hervor. Er war der Einzige der einen Rucksack mit sich trug. In sturer Präzision legte er den großen, schlickgrünen Rucksack aus reißfester Baumwolle und Plastik ab.,, Ja, Sire.“ sagend trat er zurück in seine Reihe und nahm wieder Haltung an.
    ,,Zwei Schusssichere Westen aus Armaplast, wie zwei Infrarotbrillen, die an den Sicherheitshelmen befestigt sind. Neben zwei scharfen Boltpistolen, finden sie auch eine Exekutor-Schrotflinte und einem Bolter. Man versicherte mir, daß sie mit dieser Ausrüstung umgehen könnten.“ öffnete der Mann den Rucksack und legte die Gegenstände nach ihrer Aufzählung auf den Boden.

    Sentius griff sich schnell die Schrotflinte, da diese recht schwer war und einen starken Rückstoss hatte. Die schwere Waffe war so dick wie ein Oberarm und schätzungsweise auch 10 Kilogramm schwer, besonders der stählerne Rücken der Waffe machten sie recht schwierig einzusetzen. Ein Laie wäre hoffnungslos überfordert und selbst geübte Männer hätten ihre Probleme. Damit wollte man sicher gehen, daß niemand bis auf Mitglieder des Adeptus Arbites ihre Waffen einsetzen konnte. Der junge Arbitrator hatte sich allerdings schon längst an die Handhabung der Schrotflinte gewohnt.

    Las'Venegath hingegen konnte auf das Vortrefflichste mit einem Bolter umgehen. Obwohl sie nur ein Auge hatte, war sie ein gefährlicher Schütze. Das trauten ihr die Wenigsten zu und unterschätzten sie laufend. Ein weiterer Vorteil, den sie sich zur Nutze machte.
    Flugs hatten sie ihre Armaplastwesten und die Helme angelegt. Sie waren bereit. Die Männer der imperialen Armee hatten gewartet, keinen Spott von sich gegeben oder sonst eine abfällige Bemerkung. Sie waren gut gedrillt worden.

    ,,Wie gehen wir am Besten vor?“ stellte Sentius eine erneute Frage und seine Kameradin antwortete.,, Ich schlage einen Sturmangriff vor. Direkt rein und überraschen. Bei einem Lagerhaus dieser Größenordnung wäre das wohl das Simpelste.“ äußerte sie einen Vorschlag der wohl am effektivsten war. Sie besaß wesentlich mehr Erfahrung, als ihr Kamerad Sentius Claw und konnte daher wesentlich direkter und effizienter planen. Der junge Arbitrator akzeptierte ihren Vorschlag. Er hatte vollstes Vertrauen in sie.
    ,,Wir teilen uns in zwei Gruppen auf und greifen dann frontal an. Irgendwelche Einwände?“ stellte sie ihre Frage an die versammelte Mannschaft. Sentius verneinte die Fragen mit einem Kopfschütteln, während der imperiale Offizier mit einem klaren.,, Nein, Sire!“ antwortete.
    ,,Dann los. Sentius, du kommandierst die zweite Gruppe. Sieh es als Feuertaufe an.“ befahl sie wie ein amtierender General. Da Sentius Claw noch keine Gruppe befehligt hatte, war dies wirklich ein Sprung in das eiskalte Wasser.

    ,, Ihr zwei kommt mit mir.“ winkte sie zwei Soldaten zu sich und rannte leicht gebeugt mit entsicherten Bolter in die Lagerhalle. Die zwei imperialen Gardisten folgten ihr, während Sentius Gruppe zurückblieb.
    ,,Verdammt, wie ich diese Aktionen hasse. Äh.....ihr kommt mit mir.“ machte er ein Handzeichen und stotterte unsicher einen Befehl.
    ,,Es wird uns eine Ehre sein.“ erwiderten die zwei Gardisten beinahe synchron und folgten ihren Befehlshaber, ohne auch nur eine einzige Sekunde an seinen Befehlen zu zweifeln.

    Sein Herz raste. Sowas hatte er noch nie gemacht und war dementsprechend aufgeregt.

    Es war weniger als eine Minute vergangen, aber von Las'Venegath's Gruppe fehlte jede Spur. Das Lagerhaus teilte sich in zwei Bereiche ein. Die Eingangshalle war leer, hier verstaubten nur unzählige Kisten in Hochregalen. Unterschiedliche Typen von Gabelstaplern standen unbenutzt an ihren Aufladestationen. Heute war eigentlich auch ein Feiertag zu Ehren des Gouverneurs.

    ,,Ok, das ist nicht gut.“ murmelnd ging er weiter, begleitet von seinen beiden Teammitgliedern, die sich sich wie treue Hunde an seine Fersen gehaftet hatten.

    Ein weiterer Gang führte in die zweite Halle, woher sie nun auch das Klirren von Maschinen hörten und Stimmen.
    Leise begann das in seinem Helm integrierte Funkgerät zu rauschen und die bitterernste Stimme von

    Las'Venegath meldete sich.,,Wir haben das Rattennest gefunden. Es sind fünf Mutanten. Schwing deinen Arsch hierher. Los!“
    ,,Sofort.“ sprach er mit deutlich zittrigen Unterton.,, Los, los!“ trieb er seine Begleiter an und sie rannten vorsichtig weiter, immer in der Deckung der unzähligen Kisten.

    Sie hatten fast die zweite Halle erreicht, als er plötzlich das laute Donnern von Maschinengewehren hörte.
    ,,FEUER EINSTELLEN!“ hörte er deutlich die laute Stimme von Las'Venegath und gleich darauf die wütenden Rufe von den fremden Mutanten.,, IMPERIALE! SIE HABEN UNS ENTDECKT! FÜR TEN!“
    ,,Das war es wohl mit den Anschleichen.“ knurrte er und hastete nach vorne. Dort sah er sie.

    Es waren tatsächlich 5 Mutanten. Einer widerlicher, als der Vorgegangene. Sie standen auf einer stählernen Plattform von der man aus die schweren Transporter belud, während einige Meter darunter sich Las'Venegath hinter den dicken Kisten und Ballen aus Stoff versteckte.
    Nur die imperialen Gardisten hatten das Feuer eröffnet und hörten nicht mehr auf die Befehle von Las'Venegath. Wie auf ein geheimes Kommando schoben sich auch seine Teammitglieder an ihm vorbei und entfesselten ein Inferno aus Stahlmantelgeschossen auf die verwirrten Mutanten.
    ,,DORT! WIR SIND UMZINGELT!“ kreischte eine tiefe Stimme.
    Plötzlich zogen die Mutanten primitive Maschinenpistolen aus ihren Mäntel und Umhängen. Ohne Reue eröffneten sie das Feuer auf die imperialen Gardisten, während sich einer der Mutanten von seinen Leuten abwandte und die Plattform einige Meter entlang lief, bis er außer Feuerreichweite war.

    Beide Parteien lieferten sich einen Feuerkampf, doch zeigte sich schnell, wie überlegen die geübten Soldaten der imperialen Armee gegenüber den degenerierten Mutanten waren.
    Kreischend fiel einer über das stählerne Geländer mit einer Schusswunde in der Brust und stürzte auf den glatten Boden. Das Knacken von Konchen übertönte sogar die Geräusche der Maschinengewehre.
    ,,FEUER EINSTELLEN! VERDAMMT NOCHMAL!“ brüllte sie, doch keiner gehorchte er.

    Die vermummten Männer wollten ihr nicht mehr gehorchen. Sie ignorierten sie vollkommen.
    Las'Venegath sah schnell ein, daß sie hier keine Macht mehr besaß und schlich sich von ihren Leuten weg. Man ignorierte die beiden Arbitratoren großzügig. Sentius stand völlig perplex auf der Stelle und konnte das Gesamtbild nicht begreifen.
    Warum machte man sie zu Anführern, wenn man ohnehin nicht auf sie hörte.

    ,,Weg hier. Schnell!“ packte ihm seine Partnerin an den Oberarm und riss ihn mit.
    ,,Was ist hier los?“ drängelte Sentius um eine Antwort.
    ,,Ich habe keine Ahnung, aber einer Mutanten hatte einen Basiliskensprengkopf auf seinen Rücken geschnallt. Du kannst ja raten, was sie nun vorhaben.“ warnte sie ihm und rannte noch schneller. Dabei warf sie ihren Bolter zur Seite und schlug den jungen Rekruten seine Schrotflinte aus der Hand.

    Sentius kapierte. Sie mussten schneller werden. Es war leicht einen Basiliskensprengkopf einzustellen und ihn als Bombe zu verwenden.
    Auch die Helme auf ihren Köpfen legten sie während des schnellen Sprints ab, hinter ihnen das wilde Gebrüll von Mutanten und Menschen, wie ihren Waffen.

    ,,Wir schaffen es nicht.“ sagte Sentius, als er lauten Knall hinter sich hörte und darauffolgende Todesschreie.

    ,,Keine Panik. Hab alles im Griff.“ hetzte Las'Venegath weiter zum Ausgang und konnte schon das Licht der aufgehenden Sonne erkennen.
    Panisch blickte er immer nach hinten, da sich eine Feuerwelle auf sie zuschob. Die Flammen riefen seinen Namen und forderten ihren Tod. Durch die stählerne Verkleidung des Lagers schoss das Feuer am Boden entlang und erinnerte an einem tödlichen Teppich.

    Es bewegte sich, als besäße es Intelligenz, eine diabolische Intelligenz.
    Weiter und weiter. Jeder Schritt, den sich machten, war gewonnen, doch die Flammen waren schneller. Im letzten Augenblick, als Verzweiflung und Selbstvorwürfe die Herzen beider erfüllten, warfen sie sich in Richtung Ausgang und landeten auf den harten Gehweg, nahe der Straße, gefolgt von den Flammen, die an der Luft angekommen in die Höhe schnellten. Doch damit nicht genug. Sie konnten beobachten wie sich das Dach des Lagerhauses nach oben wölbte und im selben Augenblick wieder zusammenbrach.

    Ein ohrenbetäubendes Scheppern war zu hören.,,WEG HIER!“ brüllte Sentius, da er bemerkt hatte, daß die Lagerhalle zusammenbrach. So schnell sie ihre Beinen trugen, rannten sie noch 100 Meter die Straße hinunter, gefolgt von einer Staubwolke, die sie vollkommen einhüllte, sich aber an der frischen Morgenluft verzog.

    Was zurückblieb war eine rauchende Ruine und zwei trübsinnige Arbitratoren.......


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

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