Götterstein *sehr brutal*

  • hey, das war doch wohl net alles!!!!
    Jetzt wos grad richtig spannend wird!!!!1111111 X(
    SCHREIB WEITER ODER DAS CHAOS WIRD DICH HOLEN!!!
    Arghs ...

    Quote

    Original von Gbk: Und ich finde es gibt nichts schöneres als einen rassierten sack der schön duftet. :omg: .

  • off.topic:,, Kein Problem, ich habe weitergeschrieben. Nur Angesichts des heutigen Feiertages, bin ich mir nicht sicher, ob die Thematik meiner Geschichte wirklich passend ist. Das heutige Epos ist sehr brutal und wenn ich sage:,, sehr brutal." dann meine ich das auch ;)
    Ist auch dieses Mal viel mehr ;)
    Ich hoffe trotzdem, daß die Geschichte auf gefallen stösst und wünsche euch allen eine frohe Weihnachtsnacht."


    Die Besinnungslosen


    Langsam pirschte sich Daminus in geduckter Haltung durch einen Wartungsschacht, der direkt unter den regulären Gängen entlang führte. Durch das Gatter im Bodens konnte er erkennen, wer sich noch hier rum trieb. Vorsichtig wie eine Katze setzte er einen Fuß vor den anderen. Sein Herz schlug wie ein Presslufthammer gegen seine Brust und eiskalter Schweiß lief über sein warmes Fleisch.
    Seine Pupillen waren geweitet und seine Nerven dem zerreißen nahe.
    Bei jedem Geräusch, egal ob er es selbst verursacht hatte oder ein lauter Spannungsstoß, der nun offenliegenden Stromkabel, blieb er stehen. Immer wieder spitzte er die Ohren und lauschte. Durch das Rotlicht, ausgelöst durch den Alarm, war es schwierig etwas zu erkennen.
    Vielleicht ein paar Meter konnte man sehen, mehr aber auch nicht, bevor alles im schaurigen Kontrast aus Schwarz und Rot verschwamm. Das menschliche Auge reagierte auf helle und dunkle Farben unterschiedlich, daher war es für seinen Körper schwierig einen Konsens zu finden. Immer wieder wurden seine Pupillen kleiner und größer, sich verzweifelt an das ständig wechselnde Licht anpassend.

    Was habe ich nur verbrochen, dachte er und versuchte damit die aufkeimende Angst zu unterdrücken, welches ihm allerdings mehr schlecht als recht gelang. Ständig waren Schreie zu hören. Ob sie von sterbenden imperialen Soldaten kamen oder von Ketzern konnte er nur schlecht sagen. Doch es gab ein Sprichwort in der Braxis-Regiment:,, Im Zweifel, rechne immer mit der Hölle.“

    Versehentlich sprach er laut und hörte einen mörderischen Schrei den Gang hinunter hallen. Ausgestoßen von einem menschlichen Wesen in höchster Angst, kurz bevor es getötet wurde.
    ,,Möge der Imperator dich in sein Reich aufnehmen....“ flüsterte er leise und schlich sich weiter vorwärts. Immer wieder auf jede Gefahr achtend. Normalerweise waren die Wartungsschächte eng und nicht selten verfing man sich in den vielen Kabeln, die man unordentlich hier angebracht hatte. Jedoch war jetzt alles frei. Die Explosion der Gasleitung hatte einen Weg durch den Wartungsschacht gebrannt und alle Kabel zu Asche verbrannt. Zwar kam er nun gut voran, allerdings musste er auch darauf achten, ob der Boden nicht unter ihm nachgab und er in das Stockwerk unter ihm stürzte. Das hätte ihm wirklich noch gefehlt. Bei seinem Glück wäre er bestimmt in eine kleine Armee von Gottlosen und Dämonen gestürzt.
    ,,Ich weiß, du magst mich nicht, daß kann ich ja noch verstehen, aber könnten wir vielleicht einen kleinen Frieden schließen? Bis ich hier raus bin, dann kannst du mir weiter auf den Kopf hauen.“sprach er leise zur Decke. Er meinte das Schicksal, dem er die Schuld an dieser Misere gab.
    Plötzlich hörte er Schritte. Es waren mehrere. Dann sah er sie. Mehrere Männer mit seltsamen Gewänder schritten über ihn hinweg. Manche kicherten, als hätte der Wahnsinn sie verschlugen. Andere knurrten wie Tiere und gingen auch so.

    ,,Waren das alle? Ich hatte mehr erwartet.“ zischte einer der Männer über ihn. Er konnte nicht erkennen wer es von ihnen war.
    ,,Die haben sich ja kaum gewehrt....*irres Gekicher*.....Hier unten sollen sich noch ein paar imperiale Schafe befinden......“ erwiderte eine abgrundtief bösartige Stimme.

    ,,Dann wird Khorne noch weitere Schädel für seinen Thron erhalten und ich werde noch weiter in seiner Gunst steigen.“ antwortete ein anderer der Ketzer.

    Über wen die Heiden sprachen, war ihm nicht geläufig. Ein Soldat hatte ohnehin eine sehr beschränkte Sichtweise der Dinge. Einzig und allein durch das Schutzvisier seines Helmes, mehr sollte man nicht wissen. Siege oder Sterbe, eine weitere Alternative gab es nicht. Auch jetzt war sein Spielraum nur auf diese eine Möglichkeit ausgerichtet. Siege oder Sterbe. Die goldene Mitte oder den sicheren Pfad gab es nicht. Ja, der Tod könnte wirklich ein Segen sein, wenn er versagen sollte.

    Vielleicht war Khorne einer ihrer Generäle, über die er allerdings auch nicht Bescheid wusste. Lediglich das sie äußerst grausam waren. Das würde auch auf die Äußerung mit den Schädel passen und seiner Beobachtung entsprechen, als er auf die Leichen von imperialen Soldaten traf, denen allem samt der Kopf fehlte.

    Aber das würde bedeuten das Setrius Schattenherz tot war und ein anderer Chaosgeneral die Führung übernommen hatte oder das sich hier ein weiterer Kult organisierte. Das geschah nicht selten. Seit Beginn der Kämpfe hatte er von den Offizieren viele Informationen über das Chaos erhalten. Auch über die Chaos-Space-Marines, allerdings war dieses Wissen mehr provisorisch. Mehr als:,, Hütet euch vor ihrer Feuerkraft!“ oder der ebenfalls banalen Warnung über ihre enorme Körperkraft hatte er auch nicht erfahren. Lediglich das ihre Rüstung nur schwer zu durchdringen seien, da sich angeblich ihr Fleisch mit dem kalten Metall der Servorüstung verband. Auch das die sogenannte Alpha-Legion ihren Champions gerne einige Freiheiten ließ und sie ohne große Probleme einen eigenen Kult aufbauen konnten, der zwar vollkommen loyal zur Legion stand, aber auch eigenständig handelte. Eine gefährliche Konstruktion, wie Daminus feststellen musste. Das Chaos könnte auf zwei Fronten kämpfen, ohne dabei wirklich seine Aktionen in irgendeinen Form zu schwächen oder zu verzögern.

    Ein Schaudern lief ihm über den Rücken und er kriegte eine Gänsehaut. Er musste hier raus. Er musste die Anderen warnen. Diese Entwicklung könnte über Sieg oder Niederlage entscheiden, über ein weiteres Morgen für die Menschen auf Braxis. Hastig und diesen Gedanken wie ein Schwert umklammernd, krabbelte er hastig weiter. Der Schacht führte nach rechts, ein gutes Zeichen. Nur noch diesen Gang entlang und er könnte eine weitere Wartungsleiter nehmen, die in den nächsten Schacht über ihn führte. Da die Gasleitung ebenfalls diesen Weg nahm, konnte er sich sicher sein, daß sein Weg weiterhin so leicht war. Doch er wurde enttäuscht. Keine zwei Schritte nach der Abbiegung klaffte ein großes Loch vor ihm. Fast 3 Meter trennten ihm von sicherem Pfad.

    ,,Du hasst mich oder?“ knurrte er die Decke an und richtete sich langsam auf. Nun hatte er keine andere Wahl mehr. Er musste über den Korridor entlang und über die Treppe in das nächste Stockwerk kommen. Was sich allerdings nicht ungefährlich war. Noch immer konnte er das Geschrei von Sterbenden hören und ab und zu sah er ein paar helle Lichtstreifen, die über ihn weg schossen. Sie bewegten sich wahnsinnig schnell und erinnerte an Kopfgroße Feuerbälle. Als er vorsichtig das Gitter über ihn anhob, um es zur Seite zu stemmen, sah er eine dieser Feuerkugel. Sie bewegte sich langsamer als ihre Gefährten und sie kreischte!

    ,,Beim Imperator....“ stockte ihm der Atem als er endlich erkannte worum es sich handelte. Es waren Totenschädel. Köpfe der gefallenen imperialen Soldaten, teilweise noch nicht einmal gehäutet. Ihre Augen waren vom Feuer längst verzerrt, nur ihr Geschrei hatte mittlerweile groteske Formen angenommen. Daminus zitterte wie Espenlaub. So etwas hatte er noch nie gesehen, geschweige denn in seinen wildesten Alpträumen erlebt. Vielleicht war er ein Narr, doch er erinnerte sich genau, daß die Alpha-Legion nie dergleichen eingesetzt hatte. Die Körper seiner toten Waffenbrüder hatten sie an der Front aufgestellt, auf Standarten aufgespießt. Jedoch so etwas hatten sie nie getan und dafür war er ihnen fast dankbar.
    Er sah die feurige Fratze vor sich. Den Mund zu einem Schrei geöffnet, als es knapp über ihn hinweg zog und mit unglaublicher Geschwindigkeit den Gang hinunter raste.

    Daminus Herz überschlug sich fast. Nein, das konnte es nicht geben, das durfte es nicht geben.
    Wer auch immer diese Gottlosen waren, sie waren schlimmer als alles, was er bisher gesehen hatte. Jede Erklärung für den Schrecken verpuffte im Angesicht der Logik. Es konnte nicht sein.

    Mit festen Willen dennoch zu überleben, spähte er den Korridor entlang. Rechts und Links war niemand, nicht einmal diese fliegenden Köpfe. Vorsichtig hob er wieder das Gitter an und schob es zur Seite. Dieses Mal war er fest entschlossen. Der Horror des Warp, sinnierte er über das Gesehene.

    Dämonen und andere pervertierte Energie sollten in den Warpraum wabern. Das Chaos war in der Lage dieses Grauen mit sich zu führen und in der Realität einzusetzen.

    Kaum war genug Platz, schob er sich blitzschnell aus den Wartungsschacht und zwängte sich in eine Nische, die es zu Dutzenden in der Wand gab. Die Metallverstrebungen waren perfekt angelegt, daß ein Soldat sich dahinter verstecken konnte und bei einen möglichen Kampf eine sichere Deckung hatte. Nur noch Geschrei war im Hintergrund zu hören, gefolgt von boshaften Gelächter. Es war fast so, als hätte sich die Hölle in diesem Bunker manifestiert.

    ,,Reiß dich zusammen....“ ermutigte er sich und pirschte langsam vorwärts, immer dicht an der Wand entlang, um in Notfall Deckung zu suchen.
    Nur noch einige Stockwerke, biss er sich auf die Zunge. Er wollte überleben, ja, vielmehr er musste überleben. Die imperiale Armee musste gewarnt werden. Dieser neue Feind war grausam, einer Bestie gleich.
    Aus der Ferne sah er schon die Treppe, die nach oben führte, doch plötzlich stürzte ein Mann die Treppe hinunter. Nach seiner Uniform zu schließen ein Soldat. Er blutete aus der Schulter und sein Gesicht war vollkommen unter einem Schwall aus Blut verschwunden. Er brüllte und schrie vor Angst. Daminus hätte sich nur zu gerne zu erkennen gegeben und ihm geholfen, wenn nicht plötzlich ein Riese aus Stahl ebenfalls die Treppe hinab stieg. Zwei spitze Hörner wuchsen aus seinem Helm und eine mächtige Kettenaxt kreischte in seinen Händen. Bei jeder Bewegung des Hünen klirrten die nackten Schädel, die er mit einer stählernen Kette befestigt hatte, gegen seine dunkelrote Rüstung.

    ,, Lauf. Ich finde dich ohnehin.“ verspottete der Chaos-Space-Marine sein Opfer mit kalter, blecherner Stimme.
    Der verängstigte Gardist krabbelte auf allen Vieren voran, trotz des Blutverlustes. Seine Angst schien ihn anzutreiben.
    ,,Das ist nicht die Alpha-Legion.“ stellte Daminus fest, als er den Ketzer besah. Dunkelblau war die Tracht der Alpha-Legion, aber wer waren diese Häretiker?

    Er kannte sie nicht und was er nicht kannte machte ihm Angst. Trotz des Rotlichtes konnte er die goldenen Verzierungen am Rande der blutroten Servorüstung erkennen, ebenso eine Reihe von Totenköpfen, die auf die aus der Schulter ragenden Stachel aufgespießt waren.
    Der Verräter zuckte zusammen, sein Körper wurde von seltsamen Krämpfen heimgesucht. Von irgendeinem kranken Gedanken inspiriert, lief der Chaos-Space-Marine seiner Beute hinterher und packte den sterbenden imperialen Soldaten. Dieser versuchte sich zu befreien, doch aus den Griff dieser Monstrosität gab es kein entkommen.

    ,,Genieße es....“ brüllte der Gottlose, bevor der Gardisten an der Brust packte und ihn die Armplastweste vom Körper riss.
    Daminus starrte wie gebannt auf das entsetzliche Schauspiel, nicht der Lage auch nur einen Knochen zu bewegen.

    Jetzt packte die große Hand des Chaos-Space-Marine das Brustfleisch seines Opfer und zerrte daran. Der Mann schrie auf und Daminus kämpfte mit dem Brechreiz. Das Fleisch löste sich vom Knochen,während das Opfer des Gottlosen einen lauten Schrei von sich gab. Kaum war dieser verstummt, hielt der Heide ein Großteil seines Fleisches und seiner Organe in der einen Hand und den Rest des imperialen Soldaten in der anderen. Der Gardist war tot, zum Glück, kreuzigte Daminus sich und betete kurz zum Imperator.
    Nicht mehr an seiner Beute interessiert, warf der Chaos-Space-Marine beide Hälften des zerfetzten Körpers von sich, direkt vor Daminus, dessen Magen nun vollkommen die Beherrschung verlor.

    Magensäure schoss seine Speiseröhre hoch und ergoss sich in seinen Händen. Er hoffte, daß er nicht entdeckt wurde und hatte daher beide Hände wie einen Trichter vor sein Gesicht gehalten. Das leise Platschen der durchsichtigen Flüssigkeit auf den stählernen Boden ging unter, angesichts der schweren Schritte des Ketzers.

    ,,Ich hasse mein Leben......“stöhnte Daminus, als der Berserker wieder die Treppe in das obere Stockwerk gegangen war.
    Er musste hier raus......


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • ganz nett vor allem das mit der decke reden :D

    aber eine frage hab ich:

    Quote

    zum Glück, kreuzigte Daminus sich ...


    btw ich nehm mal an dass du BEkreuzigen meinst, wäre sonst nich so...^^
    aber trotzdem: wieso bekreuzigt er sich? das ist eine christliche geste und das christentum ist wahrscheinlich nich so die hauptreligion im imperium XD

    Edited once, last by sCyh (December 24, 2006 at 11:03 PM).

  • ich denke man kann das als algemeines Glaubenszeichen so stehen lassen...
    die Kreuz geste, könnte auch für den imperialen Adler stehen z.B...

    Alder, du schreibst sogar an heilich abend...bleib logger xD

    schön geschrieben wie immer!

  • wann kommt denn nun endlich der nächste Teil? Oder ist Deva etwa in Urlaub? Mann ich sitz auf glühenden Kohlen!

    "Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, die sich darum streiten, wer den besseren imaginären Freund hat."

  • seeehr geil! Sind des die Word Bearers oder World Eaters??
    Ich komm da immer durcheinander bei den beiden^^

    PS: Haben AlphaLegion-Marines net ne Schwarz-Grüne Rüstung??
    Blau is doch eher 1k Sons! 8|

    Quote

    Original von Gbk: Und ich finde es gibt nichts schöneres als einen rassierten sack der schön duftet. :omg: .

  • Quote

    Original von N1ke
    wann kommt denn nun endlich der nächste Teil? Oder ist Deva etwa in Urlaub? Mann ich sitz auf glühenden Kohlen!

    Er hat wohl genug zu tun mit der Onlinekampange ;(

  • Quote

    Original von Noseman

    Er hat wohl genug zu tun mit der Onlinekampange ;(


    wusste ich nicht. ok dann dauerts halt leider länger.

    "Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, die sich darum streiten, wer den besseren imaginären Freund hat."

  • off.topic:,, Danke für das Feedback. Ja das mit Onlinekampagne hat etwas aufgehalten, aber jetzt bin ich wieder verfügbar. Werde mich mal ransetzen, vielleicht schaff ich ja morgen oder übermorgen etwas zu schreiben. Auf jeden Fall nochmal danke für das sehr positive Feedback."


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • Ey man du hast aber richtig verficktes talent. mach ma geschichten die so lang wie bücher werden und zeig denen ma ein verlag. oder sende die ma dem deustchen GamesWorkshop. hast richtig talent und es ist richtig spannend zu lesen ich sag nur artefakt. soo genug geschleimt jetzt wartet man auf mehr göttersteine .. hahahaha -.-

  • Quote

    Original von Deva
    off.topic:,, Keine Sorge, ich schreibe bereits an was, allerdings kann bzw. darf ich über Wh40K schreiben, da ich dafür eine Lizenz bräuchte. Nur solche kleinen Geschichten sind erlaubt, sobald ich damit mich an einem Verlag wenden würde, würde GW die Hand aufhalten ;)
    Egal, ich schreibe diese Geschichte aus Lust und Freude daran und nicht aus Prestigè.

    Ich möchte mich auch entschuldigen, da ich die letzten Tage nichts posten konnte, da ich leider für esl trainieren musste. Deshalb gibt es heute mehr und der alngersehnte Kampf von Drenor. Ich hoffe, ihr habt keine schwachen Nerven und seid bereit für Horror ;)

    Also wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen."

    "Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, die sich darum streiten, wer den besseren imaginären Freund hat."

  • off.topic:,, Danke ;) das ist wirklich das größte Lob für einen Schreiberling. Tatsächlich habe ich mir auch mal darüber Gedanken gemacht, allerdigns weiß ich nicht an wem. Wie dem auch sei. Ihr habt alle geduldig gewartet und ich habe etwas neues geschrieben, trotz schwerster Kopfschmerzen. Ich denke, besonders Khorne-Anbetern wird dieser Text besonders gefallen. Mehr verrat ich nicht, sonst hätte lesen ja keinen Sinn. Also in diesem Sinne, wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen."


    Für Khorne!


    ,,Landung erfolgreich abgeschlossen. Der Bunker ist gesäubert, allerdings spüren wir noch die Präsenz von atmenden Lebewesen. Trotzdem dürften sie keinerlei Gefahr für eure Expansionspläne sein......“ vernahm Chaosgeneral Drakon Destrukion die Stimme seines Adjutanten, dessen blutverschmiertes Gesicht auf dem riesigen, flackernden Bildschirm zu erkennen war.

    ,,Ausgezeichnet. Dann dürfte der Landung unserer Truppen nichts mehr im Wege stehen....“ kreuzte Drakon seine stählernen Finger übereinander und ein breites Lächeln fuhr über seine vernarbtes Äußeres. In seinen azurblauen Augen schillerte die Bosheit und sein Herz schlug vor freudiger Entzückung angesichts des angerichteten Massakers.
    Langsam erhob sich der große General aus seinem Knochenthron, dessen Armlehnen aus zwei menschlichen Köpfen bestanden, und fasste sich an sein eckiges Kinn. Währenddessen arbeiteten die buckligen Techpriester weiter an ihren blickenden und piepsenden Computer. Sie fegten mit ihren Finger rasant über die Tastaturen und nahmen in Sekundentakt Informationen auf, bei denen ein normaler Menschen bereits überfordert gewesen wäre. An den stählernen Wänden der großen Kommandozentrale des Flaggschiffes, waren Leichen mit Ketten befestigt, meist nur noch Gerippe die von Gräueltaten der World-Eater berichten konnten. Konkurrenten und Spielzeuge die Drakon über die Jahrhunderte gesammelt hatte. Allesamt waren sie durch den Schlächter umgekommen. Stolz auf seine Trophäen und Siege für Khorne, hatte er seine Gegner oder zumindest deren Überreste an die Wände des Schiffe geheftet. Der ekelhafte Gestank von verrottendem Fleisch war überall präsent. Seine Diener wussten, daß ihnen ein ähnliches Schicksal blühen würde, sollten sie versagen. Drakon hatte seinem Ruf als Berserker und Krieger nicht zu unrecht. Es gab nur wenige, falls überhaupt, die ihm wirklich die Macht streitig machen konnten. Doch hatte der brutale Chaosgeneral all seine Untergebenen eingeschüchtert. Sie würden es nicht wagen, sich gegen ihm zu erheben.

    ,,Ja, mein Gebieter. Leider muss ich ihnen mitteilen das wir in der imperialen Datenbank auf ein nicht unerhebliches Hindernis gestoßen sind. Ich übertrage die Daten....“ Damit verschwand das Gesicht seines Stellvertreters und eine Landkarte erschien stattdessen. Es war Pangea, perfekt kartografiert, bedauerlicherweise hatte man auch sämtliche Befestigungen und Städte eingetragen, bis auf eine Ausnahme.
    ,, Diese drei Festungen nennen sie die Claymorekette. Angesichts der immensen Feuerkraft dieser Bauwerke wird eine Bodenoffensive wohl kaum zu gewinnen sein.....“ erklärte sein Adjutant vorsichtig. Auch er fürchtete den Zorn seines Herren.

    ,,Sie lernen nie dazu....“ unterbrach ihm Drakon. Ich schätze, ein kleines orbitales Bombardement würde uns sicherlich von Nutzen sein, meint ihr nicht auch.“ harkte der General nach, nur um seinen Stellvertreter in eine ausweglose Situation zu platzieren. Jede Antwort wäre falsch gewesen. Eine Zustimmung von Drakons Plan würde bedeuten, daß die World-Eater schwach waren und die schwächlichen Imperialen nicht besiegen konnten. Eine Verneinung wäre ein Affront gegen den Chaosgeneral und hätte höchstwahrscheinlich den Tod zur Folge.

    Beschämt senkte sein Adjutant den Kopf und wartete auf die Befehle seines Meisters. Keine Antwort war besser, als jede andere Alternative. Sicherlich würde er bestraft werden, aber er würde zumindest leben.
    ,,Wie dem auch sei......“ fuhr Drakon fort.,, Über welche Stärken verfügt unser Gegner noch oder wurde selbiges nicht der Datenbank gefunden?“
    Ein kurzes Rauschen überdeckte die folgende Antwort, nur Bruchstücke waren zu hören. Zwei Worte ganz deutlich ,,Setrius Schattenherz.....“
    ,,WAS!?“ brüllend schlug Drakon mit seiner wuchtigen Faust auf einen Computer und zertrümmerte die alte Maschine.
    ,,Diese Feiglinge von der Alpha-Legion sind hier. Ich will Antworten. SOFORT!“ knurrte er und seine raubtierähnlichen Zähne knirschten schaurig aufeinander.

    ,,Seit mehreren Monaten, mein Gebieter, aber scheinbar wissen sie nichts von dem.......“
    ,,EGAL!“ unterbrach Drakon ihm erneut.,, Wir sind schon einmal an diesem Planeten gescheitert und nun müssen wir ihn erobern. Unsere Ehre steht auf den Spiel und der Segen des Blutgottes. Ich will das diese Festungen sofort vernichtet werden......“brüllte er mehr, als er sagte und fügte seinen Satz noch hinzu, während er langsam wieder in seinem Thron versank.
    ,,Beginnt mit der Ladung der Truppen....“

    Die Wut des Chaosgenerals hatte sein Vorgehen beschleunigen lassen. Der entsetzliche Hass auf seinen Feind Setrius Schattenherz ließ ihn Dinge tun, die er eigentlich nicht vorhatte. Es war der Blutrausch der ihn dazu zwang. Kochendheißes Blut pulsierte durch seine Ader und das Adrenalin peitschte nur so durch seine Arterien.

    ,,Sehr wohl.....“ salutierte sein Stellvertreter und das Bild verschwand. Drakon war nun nicht mehr Herr seiner Sinne. Sein Verstand verlangte nach Rache und sein Herz waberte vor Zorn.

    Laut heulten die Alarmsirenen des Schiffes auf, als sich die Luken an den Seiten des gewaltigen Flaggschiffes von Drakon öffneten und die ersten Landungskapsel wie Raketen gleich auf den Planeten abgeschossen wurden. Währenddessen wurde das Schiff immer wieder von einzelnen Stößen durchzuckt. Die schweren Laserkanonen am Rumpf des Raumschiffes begannen auf den Planeten zu schiessen........


    ,,Ahhh...der gefallene Sohn kehrt zurück.“ begrüßte Setrius Schattenherz, Drenor Blutkrähe, der sich immer noch kaum auf den Beinen halten konnten. Nur die zwei Alpha-Legionäre Links und Rechts von ihm boten eine Stütze, allerdings endete diese Hilfe schlagartig und Drenor sank erschöpft in die Knie.

    Bevor er sich rühren konnte richtete man zwei Boltpistolen an seinem Kopf, während Setrius sein Werk im Hintergrund bewunderte.
    ,, Der ganze Urwald ist nur noch eine Erinnerung. Seht euch den schwarzen Rauch an, der zum Himmel steigt, er verkündet unseren endgültigen Sieg.“ lachte er und wandte sich wieder seinen verhassten Champion zu.
    ,,Wie ich sehe lebst du noch. Erstaunlich. Dein Potenzial ist erschreckend. Vielleicht gewähre ich dir die Rückkehr in meine Legion oder ich lasse dich auf der Stelle erschießen. Dies würde mein Problem mit dir endgültig aus der Welt schaffen...... „ Mit einem Klicken vernahm er das die kalten Boltpistolen an seinem Schläfen entsichert worden waren und seine vorherigen Retter nun keinerlei Bedenken mehr hatten, ihn zu töten.
    ,,ALLERDINGS........“ führte Setrius seine Triade fort.,,... bin ich mir sicher, du könntest mir noch dienen. Es wäre unnötig ein Rind vor der Zeit zu schlachten, solange man es noch braucht. Möglicherweise entlasse ich dich später aus meinen Diensten, dann würdest du zumindest leben. Wie wäre das? Hört sich mein großzügiges Angebot nicht verlockender an, als zwei Faustgroße Löcher im Schädel? Ich möchte dir diese Entscheidung überlassen. Wähle zwischen Tod oder Knechtschaft.“ lachte der listige Chaosgeneral, Drenor mitten ins Gesicht. Der malträtierte Champion überlegte rasch. Fliehen konnte er nicht. Beim geringsten Versuch würde man ihn erschießen und Setrius Schattenherz zu einem Duell um die Führung zu fordern, wäre zwecklos gewesen. Setrius würde ihn mit nur einer Handbewegung in den Staub schlagen.

    ,,Ich stelle mich wieder in eure Dienste...“ stöhnte er notgedrungen und versuchte aufzustehen, allerdings drückten ihn seine Bewacher wieder in die Knie. Sie warteten auf die Reaktion ihres Herren.
    ,,Eine gute Wahl....Helft ihm auf!“ befahl er und man bot Drenor erneut zwei stützende Arme an.

    Plötzlich streckte Setrius seine Hand aus.,, Schlag ein und unsere Übereinkunft wird seine Gültigkeit finden.“
    Ohne zu überlegen, reichte er seinem alten und neuen General die Hand. Ein Schmerz durchzuckte seinen Körper, als sich beide Hände berührten. Ein schwarzes Symbol, ähnlich einer mehrköpfigen Hydra brannte sich auf Drenors Stirn ein.

    ,,Was......was......“ versuchte er eine Frage zu formulieren, aber Setrius nahm ihm die Antwort ab.
    ,,Wir haben einen Pakt geschlossen, Drenor Blutkrähe. Ich wusste, daß wenn du über alle deine körperlichen und geistigen Kräfte verfügst, niemals einen solchen Pakt zustimmen würdest, deshalb musste ich dich schwächen. Deine Psyche brechen und dein Fleisch bis zur Erschöpfung fordern. Hast du dich niemals gewundert, warum ich dich am Leben ließ? Ich verrate es dir. Deine bewundernswerte Kraft und deinen Willen niemals aufzugeben haben dich optimal für meinen persönlichen Leibwächter gemacht. Aber dein Machthunger machte mir Sorgen.

    Ich dachte die Kämpfe würden dich erschöpfen, doch dem war nicht so. Im Gegenteil. Mit jeder gewonnen Schlacht schienst du stärker zu werden. Diese Entwicklung war ein weiterer Grund dich in meine Dienste zu zwingen. Ich gebe zu, das Loch war mein letztes Mittel dich zu brechen. Entweder du würdest darin sterben, was ich auch vermutet hatte oder du würdest völlig entkräftigt zurückkehren, was auch der Fall war. Jetzt war es ein Leichtes, mir deine Treue zu sichern.

    Durch den Pakt bist du mein Leibwächter geworden und das heißt für dich, sollte ich sterben, wirst du es auch. Ein markanter Scherz meinerseits. Trotz deines endlosen Hasses mir gegenüber wird dir keine andere Wahl bleiben als mich zu beschützen....Lasst ihn los.“ beendete Setrius seinen langatmigen Monolog und drehte sich wieder zu den qualmenden Überresten des Dschungels, welche allerdings nur noch aus verbrannten, brüchigen Holz bestanden.

    Brüllend vor Wut riss sich Drenor aus den Armen der beiden Alpha-Legionäre mit dem Ziel Setrius Schattenherz zu erwürgen.
    ,,Auf die Knie!“ sagte der Chaosgeneral, ohne sich dabei umzudrehen und hörte den lauten Sturz von Drenor Blutkrähe.

    Was war passiert, fragte er sich und kam nur langsam wieder auf die Beine. In der schweren Servorüstung konnte ein Sturz verheerend sein, da man nur sehr behäbig wieder aufstehen konnte.

    ,,Noch eine Kleinigkeit am Rande. Mein Wort beherrscht deinen Körper. Das heißt, wenn ich deinen Tod befehle, wird dein Körper auch sterben, ohne das dich irgendetwas retten könnte.“ lachte der hinterhältige Chaosgeneral der Alpha-Legion. Doch plötzlich spaltete ein riesiger, giftgrüner Laserstrahl die Wolkendecke und schlug in weiter Entfernung ein. Eine Explosion war am Horizont zu erkennen und ließ Setrius Schattenherz erschaudern.
    ,,Was ist das?! WOHER KOMMT DER ORBITALBESCHUSS!“ drehte er sich kreischend zu seinen drei Dienern um.

    ,,Meister!“ dröhnte eine Stimme in seinem Helm.,, Unsere Außenposten stehen unter Beschuss. Unsere Sensoren haben ein Schiff entdeckt und mehrere Landungskapseln, die gerade die Stratosphäre durchbrechen.“
    ,,Das seh ich selbst, du Idiot. WER!“ brüllte er in sein im Helm intigriertes Funkgerät.

    ,,Wissen wir nicht....“ antwortete der namenlose Sprecher knapp.
    ,,Evakuiert die Basis, ihr Schwachköpfe. Rettet soviel wie ihr könnt. LOS!“ gab er neue, hastige Instruktionen und sah zum Himmel. Tatsächlich konnte er einige Kondensstreifen sehen. Wahrscheinlich die angekündigten Landungskapsel.

    ,,Hier wird es mir langsam zu heiß. Wir ziehen uns zurück. Folgt mir. Wir werden jetzt eine dieser Landungskapseln suchen und unsere Feinde begrüßen, wie es sich für gute Gastgeber gehört.....“


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • Du machst so geile geschichten deva weiter so!Fand auch diesen teil geil.Nun was ist die andere geheimnisvolle armee die noch kommt.

  • Mhh finds geil das du die world eaters einbaust doch glaube ich das sie durch die protagonisten geschlagen werden und das gefällt mir wiederrum nicht... aber lass khorne ein wenig spass :D bzw, du hast ja nurgle auch schon mit eingebaut. ... nurgle und khorne hassen sich ja nicht ... sprich könnte .. na ja du weist ja du kannst kombienieren :D

  • BLUT FÜR KHORNE!!!! Muharrrharrrr ....
    Ich will sofort ein Massaker mir detaillierter Beschreibung haben los!!!
    Oder noch besser: Alle Streitkräfte auf dem Planeten krachen aufeinander
    und es gib ein gigantisches Gemetzel!!!
    So oder so: Blut für Khorne wird fließen!!!! :III :csm: :13: :17: :25: :29: :31: :34: :32: :28: :22:

    Quote

    Original von Gbk: Und ich finde es gibt nichts schöneres als einen rassierten sack der schön duftet. :omg: .

  • Nein wir wollen Deva ja nicht beeinflusen *augenzwink*
    aber na ja is schon geil das khorne ma berücksichtigt wird und nich dargestellt wird der nur dumme sabernde anhänger hat. bin schon auf NUrgle Krieger gespannt :D

  • off.topic:,, Danke für die Komplimente ;) In der geschichte versuche ich die Parteien logisch zu vermitteln, auch wenn ich ein Anhängern des Seuchengottes bin, kann ich die World-Eater nicht als Idioten darstellen, schließlich sind ebenso geschickt im navigieren von Raumschiffen, den Bauen von Waffen und Maschinen, wie die anderen Legionen. Daher dachte ich mach ich die World-Eater recht schlau, doch ihre größte Stärke der Blutrausch ist zugleich auch ihre größte Schwäche, da dieser ihre Denkweise einschränkt. Deathguards werden wohl nicht drin vorkommen, dafür offeriere ich euch heute die dritte Armee ;)
    Also viel Spaß beim Lesen."


    Das Heil in der Flucht


    Von den plötzlichen orbitalen Beschuss in ihrem Glauben erschüttert, gab die imperiale Armee ihre sorgfältig ausgebaute Stellung auf. Viele Männer wurden von den gewaltigen Laserstrahlen atomisiert, jeder verließ fluchtartig seine Stellung, nur in der wankenden Hoffnung noch am Leben zu bleiben. Lilien Claymore und ihr Kommandostab hatten ebenfalls die Flucht angetreten, allerdings nicht durch das offene Terrain, sondern durch ein weitverzweigtes unterirdisches Netzwerk, welches eigentlich den Sinn hatte, daß die Festungen sich gegenseitig mit Truppen und Vorrat unterstützen konnten. Jetzt aber waren sie Fluchttunnel und vielleicht die einzige Möglichkeit, um mit heiler Haut davon zu kommen. Hunderte von imperiale Gardisten, allesamt mit schweren Waffen oder sonstigen Wertsachen bestückt, drängelten sich einen engen Gang entlang. Gerade einmal zwei Männer konnten nebeneinander gehen zu mehr reichte der Platz nicht.

    Mit krebsrotem Kopf ging die rothaarige Generälin voran. Sie biss sich auf die Zunge in ihrem Frust und schluckt ihr Blut hinunter. Der leicht metallische Geschmack ließ sie sich wieder besinnen. Eine Frage geisterte ihr durch den Kopf. Warum?!

    Der schwarze Stern von Setrius Schattenherz war durch das noble Opfer ihres Vater derartig beschädigt worden, daß dieser auf den Planeten stürzte und in einer atomaren Explosion sein Ende fand. Lediglich das Flaggschiff ihres Vater hatte die Kollision überstanden und das war ein seltenes Glück. Die Frontpanzerung von imperialen Zerstörerschiffen ist stark, aber nicht für das Rammen von feindlichen Schiffen konzipiert.

    Das Schiff war auch nicht mehr als ein Wrack. Alle Waffen waren irreparabel beschädigt geworden. Von daher war es nutzlos. Doch das hinderte Setrius Schattenherz und sein mörderisches Gesindel nicht, daß Schiff ihres Vaters durch eine Massenteleportation zu entern und die gesamte Crew abzuschlachten.

    Sie erinnerte sich gut an das Geschehen, schließlich liefen die Radioberichte über den Fall ihres Vaters und der Tücke der Alpha-Legion pausenlos.
    Normalerweise war eine Teleportation in diesem Umfang auf ein Schiff unmöglich. Die Magnetschilde würde das Signal verzerren und man konnte sich an irgendeiner Stelle wieder materialisieren. Meist war dies der Weltraum. Allerdings waren die Schilde durch das Manöver ausgefallen und Setrius Schattenherz hatte seine Gelegenheit genutzt.
    ,,Dieses verdammte Scheusal....“ knurrte sie leise und ging weiter, während ihre Leibwache dicht hinter ihr blieb.

    ,,Woher hat dieser Bastard nur die Mittel her.“ zischte sie unhörbar. Das Schnaufen und Stöhnen der Soldaten, die ihr folgten, hätte ohnehin jedes Wort im Keim ersticken lassen.

    Aber blieb ihr die Antwort auf ihre Frage verwehrt. Es war unmöglich das die Alpha-Legion neue Schiffe in diesem Sektor entsandt hatte, besonders wenn man die Tatsache einschloss, daß der neue Kommandant der Chaosflotte, niemals seine Befehlsgewalt an Setrius Schattenherz abgetreten hätte. Nein, dafür war der Machthunger der Heiden zu groß. Eher töteten sie sich gegenseitig, bevor sie sich einen Anderem unterwarfen. Das war ihr auch nur Recht, sollten sich diese Ketzer gegenseitig abschlachten.

    Innerlich betete sie das die Versorgungsgänge den schweren Beschuss standhalten würden. Ansonsten würde man ihre Leichen nie wieder finden, falls sie verschüttet würden.

    Diese Unsicherheit gefiel ihr nicht. Bisher hatte sie immer ein wenig Kontrolle über die Gesamtsituation behalten können, doch nun war sie im wahrsten Sinne des Wortes kopflos. Sie konnte jetzt nicht mehr agieren, sondern nur noch reagieren.

    ,,Das stimmt nicht ganz, Miss Claymore.“ hallte eine eisige Stimme in ihren Ohren wider. Ruckartig drehte sie sich um, allerdings sah sie niemanden. Nur ihre Leibwache, die sie allesamt mit verwunderten Gesichtern ansahen.
    ,,Habt keine Angst, meine Freundin. Ihr könnt mich nicht sehen, da ich nicht wirklich hier bin. Ich befinde mich an einem anderen Ort. Nur meine Gedanken hört ihr, genauso wie ich eure.“

    Diese Tatsache war alles andere als beruhigend. Wenn ein Verräter in ihrem Verstand eindringen konnte, würde.......

    ,,Keine Sorge. Ich werde euch bei der Verteidigung eurer Welt nicht behindern oder gar eure Pläne an den Feind verraten. Nein, das würde mir die ganze Freude an dieser kleinen Scharade nehmen.“ antwortete die Stimme auf einen nicht abgeschlossenem Gedanken.

    ,,Was willst du dann!“ dachte sie und unterdrückte dabei ihren Hass.
    ,,Euch in einer gewissen Weise unterstützen. Ich weiß sehr wohl, daß der Verlust eurer Truppen und der der hochgerühmten Claymorekette sicherlich die imperiale Armee beeinträchtigt. Aus diesem Grund rate ich euch. Eure Städte zu sichern. Der kommende Sturm wird viel Leid mit sich bringen und ihr wollt doch nicht das Blut von Kindern an eurem Händen kleben haben oder irre ich mich?“ stellte der unsichtbare Sprecher fest. Lilien Claymore hingegen war zu verbittert, als ihm wirklich Glauben zu schenken. Erbost dachte sie:,, Warum sollte ich euch glauben. Ihr seid ein Verräter. Genauso wie die anderen. Unser Tod würde euch doch Recht gelegen kommen.“
    Für einen kurzen Moment geschah nichts. Keine Antwort, nur eine Stille machte sich in ihren Gedanken breit, während der Lärm um sie herum zunahm.

    Ein Lachen kündigte die Rückkehr der Stimme an.
    ,, Freilich. Allerdings hätte ich von eurem Ableben nichts. Meine Ziele sind komplexer und daher kaum von eurem magerem Verstand zu erfassen. Die Kämpfe zwischen den zwei Legionen werden hart und blutig sein, besonders wenn sich noch eine dritte Armee einmischen wird. Erinnert ihr euch noch an mein Rätsel.,, Zwei Armeen werden es sein, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Jene, die ihr nicht versteht und jene die nur noch die Schlacht kennen.“
    Ein Teil des Rätsels dürfte durch die Ankunft der World-Eater schon gelöst sein, doch die dritte Streitmacht sollte euch erheblich mehr Sorgen machen.“

    ,,Jene, die ihr nicht versteht....“ überlegte sie und vernahm sogleich die lobenden Worte des Hexers.

    ,,Exakt. Einen Feind den man kennt, kann man leicht besiegen. Doch wie wollt ihr einen Feind bezwingen, den niemand zu durchschauen vermag?
    Das ist allerdings euer Problem. Ich rate lediglich zur Vorsicht, da ich auf eine abstrakte Weise eine gewisse Sympathie für euch und eurer Leid empfinde. Ich verabschiede mich und handelt weise....“ damit verschwand der schwarze Schleier aus ihrem Kopf und gab wieder ihren Geist frei.
    Dennoch hallten die Worte des Heiden in ihrem Schädel wie ein Echo wider.
    Eine zweite Legion des Chaos hatte ihr gerade noch gefehlt. Sie hatten schon Probleme eine Einzelne in Schach zu halten, aber zwei waren undenkbar. Hinzu kam noch, daß eine unbekannte Armee auf Braxis landen würde. Damit war das Schicksal der Menschheit auf diesen Planeten besiegelt. Es gab nur eine Möglichkeit noch. Sie mussten sich verstecken und aus dem Hinterhalt angreifen. Überraschungsangriffe waren vielleicht die einzige Möglichkeit.

    Bevor sie sich überhaupt auf eine solch verdeckte Offensive vorbereiten konnten, mussten die Zivilisten in Sicherheit gebracht werden. Subterra, eine gewaltige Makropole, viele Hundert Meter in einem Berg geschlagen, würde sicherlich ausreichend Schutz vor dem Horror des Chaos bieten und den orbitalen Beschuss. Allerdings hatte Subterra nur einen Ein- und Ausgang. Wer sich auch immer in die Stadt zurückzog war gefangen und konnte nicht mehr fliehen. Glücklicherweise war die Stadt mit Dutzenden von automatischen Geschützen gesichert. Ja, dachte sie, Subterra würde der Amboss sein auf dem sie ihr letztes Gefecht austragen würden.
    ,,Schneller...“ hetzte sie ihre Männer und beschleunigte ihr gehen zu einem schnellen schreiten.

    Sie mussten alles vorbereiten und ihnen blieb wenig Zeit. Ein Großteil der verbliebenen Fahrzeuge war nicht für eine Evakuierung gebaut worden, besonders nicht in dieser Größenordnung. Millionen Menschen, Frauen, Kinder mussten in Sicherheit gebracht werden.
    Diesen einen Gedanken festhaltend, lief sie los......


    Fernab der Schlacht, im Schatten des Mondes, wartete die Träne von Isha auf den richtigen Augenblick. Das riesige Schiff war für eine Schlacht konzipiert, selbst gegen die niederen Völker.
    Tief im Bauch des silbernen Raumschiffes saß der Runenprophet Tandir von Biel'Than und meditierte.

    Um ihn herum befand sich das Universum, ein dreidimensionales Bild, daß sich selbst generierte.
    Obwohl er die Augen geschlossen hatte, konnte der beinahe 600 Jahre alte Prophet alles sehen.

    ,,Das Lied hatte recht. Unser größter Sieg befindet sich auf dieser sterbenden Welt.“ führte er ein Selbstgespräch und band sich sein langes, glattes, schwarzes Haar zu einem Zopf. Dadurch wurden seine spitzen Ohren sichtbar, ebenso wie die schartige Narbe, die sich auf der rechten Wange befand.

    ,, Die Harlequin hatten recht.“ öffnete er seine grünen Augen und besah sich nun genauer die galaktische 3D-Karte.
    Mit einer Handbewegung vergrößerte sich ein Ausschnitt und Braxis war zu erkennen. Selbst das Schlachtschiff der World-Eater, daß seinen Beschuss auf den Planeten weiter führte.

    ,,Der alte Feind war schnell, genauso wie ich es vorausgesehen haben.“ grinste er und stand auf. Erst jetzt wurde sein langer, grün-weißer Runenrock sichtbar, der mit Dutzenden von fremdartigen roten Symbolen verziert war.

    Sein weißer Brustpanzer war mit einem roten Rubin bestückt, welcher permanent in der Dunkelheit leuchtete, wie eine winzige Hoffnung des Lichtes.

    ,,Du kannst nun aus den Schatten treten.“ sprach er in die Finsternis und ein junger Mann mit vollkommen schwarzer Kleidung trat in das flackernde Licht der 3D-Projektion.
    Er trug eine weiße Maske, aus dessen linken Auge sich eine Träne ergoss. Die Maske des Slaanesh.

    ,, Ihr müsst handeln, Runenprophet. Der Tag des Feuers nähert sich und nur unser eingreifen kann dies verhindern.“ sagte der dunkle Tänzer geheimnisvoll. Seine Stimme wurde durch ein kleines Mundstück verzerrt. Es hörte sich an, als wäre er ganz nah und doch so fern.
    Das Mysterium der Harlequin war bei den Eldar bekannt. Niemand kleidete sich derartig in Geheimnissen wie die Diener des lachenden Gottes.
    ,,Das ist mir bewusst. Doch wäre es dumm vorschnell zu handeln...“ Tandir konnte kaum seinen Satz beenden, da erwiderte schon der Harlequin.,, Und es wäre all unser Ende, wenn wir zu spät handeln.“

    Der Runenprophet grinste. Auch wenn die Stimme seines Gegenüber über keinerlei Emotionen verfügte, konnte er allerdings seine Panik erkennen. Seine gesamte Aura war von Angst und Panik durchtränkt.
    ,,Ihr fürchtet euch. Ich sehe es.“ mit diesen Worten setzte sich Tandir von Biel'Than seinen weißen Runenhelm auf, dessen grüne Kristalle auf der Stirn sofort zu funkeln begannen.

    ,,Angst zu haben bedeutet keine Schande, solange sich der Geist nicht geschlagen gibt.“ antwortete der Tänzer rasch.
    ,,Wohl gesprochen, doch bedenkt. Unser Volk ist nicht für direkte Konfrontationen geschaffen. Wir müssen vorsichtig und im geheimen agieren. Ich habe bereits einige meiner Krieger auf den Planeten entsandt, um die Gegend zu sondieren. Wir müssen mehr über die Pläne und Ambitionen unserer Feinde in Erfahrung bringen, bevor wir eine Offensive starten......“ erneut machte der Runenprophet eine rasche Bewegung und das riesige Hologramm veränderte sich. In Bruchteilen von Sekunden wurde ein Ort auf den Planet Braxis detailliert dargestellt.
    ,,Was ist das?“ fragte der junge Harlequin nach, da er sich keinen Reim auf das seltsame Gebäude machen konnte.

    ,,Ein Bunkerkomplex der Menschen oder wie wir sie nennen Chem-pan-say. Ich habe hier eine große Anzahl unserer Feinde ausgemacht. In ihren Ignoranz haben sie ihre Truppen gespalten, um die verzweifelten Menschen der imperialen Armee zu jagen. Ich denke, wir sollten ihnen helfen. Möglicherweise sind wir bald auf ihre Unterstützung angewiesen.“ erklärte Tandir sachlich und ausschweifend. In der Kultur der Eldar war Bildung ein Hauptbestandteil, daher sollte es niemanden wundern, daß dieses alte Volk sich auch dementsprechend ausdrückte.

    ,,Wir sollen uns mit Primitiven verbünden? Sagt mir, Runenprophet, ist das wirklich der Weg?“ harkte der Diener des lachenden Gottes vorsichtig nach.
    ,, Unser Weg ist es aus der Asche wieder aufzusteigen, aber der goldene Weg ist meist mit falschen Versprechen, Verrat und den Blut getränkt. Ich sehe keine andere Möglichkeit. Doch beruhigt euch. Ich will erst möglich viel über die Menschen in Erfahrung bringen, bevor wir uns offenbaren.“ sagte er und das Bild verschwand.

    ,,Was sind diese Chem-pan-say schon im Vergleich zu uns?“ erwiderte der Harlequin und verschränkte die Arme ineinander.
    ,,Euer jugendliche Übermut und eure ebenso eingeschränkte Sichtweise werden euch schon bald das Leben kosten. Ich habe einst auch so gedacht, aber ich habe für mein Handeln bezahlt. Lernt lieber aus den Misserfolgen anderer, um später erfolgreich zu sein. Schon jetzt kann ich euren Tod sehen, doch ob in naher oder ferner Zukunft ist mir unklar. Ihr solltet euren Feind niemals unterschätzen, besonders nicht die Menschen, denn auch wenn sie fanatisch, launisch und sich uneins sind, so haben sie auch positive Aspekte. Ich habe sie bereits auf den Schlachtfeldern gesehen, bevor das Universum eure Existenz beschlossen hatte. Ihr Kampfeswille und ihre unzerstörbare Hingabe haben mich beeindruckt. Ihr solltet euch wirklich nicht dazu hinreißen sie zu unterschätzen.“
    versuchte Tandir von Biel-Than seinem Gegenüber seine Lebensweisheiten zu vermittelt. Dieser allerdings sagte nur 3 Worte.

    ,,Wir werden sehen.......“


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

    Edited once, last by Deva (January 1, 2007 at 6:56 PM).

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!