Ich dachte wirklich, ich hab nicht richtig gesehen, als ich mit dem Piloten von "How i met your mother" fertig war!
"Friends" war schon der Gipfel an unterschwelligem Rassismus, aber das war wirklich die Härte.
Die 5 Hauptpersonen der Serie, zu denen ich später komme, leben im New York des Jahres 2005. Der Schmelztiegel der Vereinigten Staaten.
Und - wie in "Friends" - kein einziger Schwarzer weit und breit.
Auf einem New Yorker Quadratkilometer leben 2,640 Personen, wovon ca 25% im Durchschnitt schwarz sind. Aber nicht in "How i met your mother".
Weiter sind die weißen Hauptfiguren ausnahmslos erfolgreich: Architekt, Jurist, Bänker, während die "braune" Bevölkerung nur dazu da ist, unsere Herrenrassenzugehörigen zu bedienen. Taxifahrer, Kellner, Bartender.
Und als sich eine, vom Hautcharakter angesprochene, Schönheit als Freundin des südamerikanischem Barkeepers entpuppt, wird dieser sofort deklassiert.
Das selbe Spiel wird dann mit dem indischen Taxifahrer abgezogen. Vom Bänker als Witzbock mißbraucht und herumkommandiert, wird er später von der Kamera als Schmarotzer, der auf Kosten der Oberschicht säuft, hingestellt.
Es kann zwar nicht jede Serie den achtungsvollen Umgang miteinander predigen wie "Scrubs", aber spätestens seit deren Erfolg sollten die Fernsehmacher doch sehen, dass so etwas möglich ist.